Lieselotte Kolanoske

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Neue Rezensionen zu Lieselotte Kolanoske

Cover des Buches Eva Luna (ISBN: 9783518743577)
Silja_C_Hoppes avatar

Rezension zu "Eva Luna" von Isabel Allende

Fantastische Geschichte einer jungen Frau, der man ihr Alter allerdings anmerkt
Silja_C_Hoppevor einem Jahr

Ich bin auf dieses Buch gestoßen, weil ich gerade anfange, mich durch Rory Gilmores Leseliste zu arbeiten. Eva Luna war das erste Mal, dass ich etwas von Isabelle Allende las. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und fand den Schreibstil daher teilweise etwas zu anstrengend. Das Buch erzählt eine sehr fantasievolle Geschichte und geht auch mit dem Fakt, dass sie so unglaublich klingt, selbst sehr humoristisch um.

SPOILER AB HIER


Ich mag den Aspekt, dass man am Ende denkt, Eva Luna könnte ihr Leben auch einfach wie eine ihrer Geschichten besser ausgeschmückt haben. Und einige Geschichten vielleicht auch wertvoller erzählt haben, als sie wirklich gewesen sind. So hat sie auf ihrem Weg doch sehr oft Glück, wo ich dachte. Ui, passiert ihr hier gleich etwas richtig schlimmes?

Ich musste mich durch große Teile des Buchs dann doch eher durchquälen, weil sie sich zu oft wiederholt haben oder politische Zusammenhänge so kurz dargestellt haben. Man wird so vollkommen ins kalte Wasser geworfen, was die Auseinandersetzungen in dem Land angehen.

Mir haben aber immer wieder die kleinen Lebensgeschichten der Personen sehr gut gefallen. Die Zusammenführung am Ende hätte früher erfolgen können, damit man die Liebesgeschichte auch so richtig fühlt. Was mich am meisten schockiert hat, war die Beziehung von Eva zu Riad Halabi. Der Mann zieht sie Jahre lang auf, und als seine Frau sich erschießt, haben die beiden Sex? Und die Autorin stellt es als vollkommen positiv dar? Das hat in meinen Augen einen sehr üblen Beigeschmack. Auch in dem Absatz, wo Melesio zu Mimi wird, gibt es kurz ganz seltsames Deadnaming. Ansonsten finde ich den Roman für seine Zeit recht fortschrittlich. Aber nach dem Ereignis mit Riad hat er mich leider verloren.

Ich werde es wohl irgendwann nochmal mit einem anderen Roman von Allende probieren, da ich ihren Schreibstil im Schnitt auch genossen habe. Dann vielleicht lieber auf Deutsch.

Cover des Buches Die Geisterhaus-Trilogie (ISBN: 9783518067581)
Orishas avatar

Rezension zu "Die Geisterhaus-Trilogie" von Isabel Allende

Ein Streifzug durch die Geschichte Chiles
Orishavor einem Jahr

Rezension zum Geisterhaus:

Familie Trueba und Familie del Valle werden für immer miteinander verbandelt, als der junge Esteban sich zunächst in die schöne Rosa verliebt. Doch das Schicksal meint es schlecht mit den beiden und - Spoiler - Rosa verstirbt in jungen Jahren. Esteban zieht sich mit gebrochenem Herzen zurück, beginnt ein altes Familiengrundstück neu aufzubauen und beschließt eines Tages Rosas Schwester Clara zu ehelichen. Was zunächst wie ein Kompromiss erscheint, entpuppt sich für Esteban als große Liebe. Drei Kinder schenkt Clara ihm: Blanca, Nicolas und Jaime. Doch das Familienidyll ist nicht von Dauer. Estebans Jähzorn spaltet die Familie und treibt seine Kinder von ihm. Erst seine Enkelin Alba kann den alten Mann wieder erreichen.

Eine Familiensaga, um nicht zu sagen, die Familiensaga Chiles. Allendes "Geisterhaus" ist ein Klassiker lateinamerikanischer Literatur und das zurecht. Gekonnt verwebt Allende die Geschichte der Familien de Valle und Trueba mit der Geschichte des Landes. Vom Beginn des 20. Jahrhunderts, über den Zweiten Weltkrieg, Allendes Marxismus bis zum Putsch 1973 und Pinochets Militärdiktatur - alle Phasen bilden den Rahmen für die Familiengeschichte der Truebas. Auch der Umgang mit der indigenen Bevölkerung, das Stadt-Land-Gefälle und die beginnende Moderne sind Themen im Buch und toll verarbeitet. Dennoch hatte ich mit diesem Buch zu kämpfen. Die Dichte an Informationen, die teilweise langatmigen Phasen des Familienlebens und auch der zum Teil telenovela-artige Ton, der immer wieder durchschimmert, war nicht immer meins. Aber das Buch liest sich gut, das hat mich immer wieder zurück in die Geschichte geholt, auch wenn sie ihre Längen hatte.

Kurzum: Zurecht ein Klassiker, etwas eigenwillig im Stil, aber mit einem großartigem Setting, welches man selten in so einer Form liest.


Cover des Buches Paula (ISBN: 9783518393406)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Paula" von Isabel Allende

Ihr zum Trost und Paula zum Gedenken
Bellis-Perennisvor 2 Jahren

»Hör mir zu, Paula, ich erzähle dir eine Geschichte, damit du nicht so verloren bist, wenn du wieder aufwachst.«  

In diesem Roman verarbeitet die chilenische Autorin Isabel Allende den Tod ihrer Tochter Paula. Im Dezember des Jahres 1991 erkrankt Paula plötzlich an einer heimtückischen Stoffwechselkrankheit, fällt ins Koma und stirbt letztendlich im Herbst 1992. 

Das Buch ist in eine in eindringlichen und einfühlsamen Worten gehaltene Erinnerung an ihre so lebensfrohe Tochter. Es ist, wie viele Leser bemerken, „Allendes persönlichstes Buch, ihr zum Trost und Paula zum Gedenken“. 

Fazit:

Dieses Buch ist keine leichte Lektüre und erhält von mir 5 Sterne.

 

 

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