Lilach Mer Seacrest House

(11)

Lovelybooks Bewertung

  • 11 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 8 Rezensionen
(3)
(2)
(5)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Seacrest House“ von Lilach Mer

Die Lichter von Blackpool, heißt es, sind nachts über Meilen zu sehen; bis in die leere Dunkelheit, die das Leben umgibt. Wer sieht sie von dort?' Joseph Nash, Frauenfreund, Kriegsheld und vom Glück verlassener Herumtreiber, ist dabei, es herauszufinden - ob er es will oder nicht. Als er morgens fröstelnd und ohne einen Penny in der Tasche an einer Blackpooler Straßenbahnhaltestelle aufwacht, sitzt eine fremde Katze auf seiner Brust, die ihn nachdenklich betrachtet. Wenig später taucht sie wieder auf, diesmal auf den Stufen eines wunderlichen alten Hauses, das den Nachbarn in der Straße nicht ganz geheuer ist: "Seacrest House" steht auf dem abgefallenen Schild. Wie es scheint, werden dringend Handwerker gebraucht. Josh findet sich mit einer Werkzeugskiste wieder, aber die Pension ist nicht der sichere Unterschlupf, auf den er gehofft hatte. Eine schaurige Vergangenheit liegt wie ein Spinnennetz über den verstaubten Räumen. Bald ist auch Josh in den unsichtbaren Fäden gefangen.

Eine nette kleine Geschichte für zwischendurch. Ich fand allerdings die Beschreibungen etwas zu viel und das Ende kam ziemlich schnell.

— Tini_S
Tini_S

Stöbern in Fantasy

Die Magie der Lüge

Die neuen Charaktere bringen neuen Schwung und neue Geschichten mit, konnten mich aber leider nicht so gut mitziehen, wie die vorherigen.

denise7xy

Der Galgen von Tyburn

Aaronovich kehrt mit diesem Band zu alter Größe zurück. Spannend, humorvoll und gut durchdacht.

Morag_McAdams

Opfermond - Ein Fantasy-Thriller

Opfermond ist ein Roman, den man nicht so einfach wieder aus den Händen legen kann.

Kitsune87

Die Stadt der verbotenen Träume

Wow.. mal was völlig anderes.. Interpetationen sind erlaubt ;)

littleturtle

Die wundersame Welt der Fabelwesen. Abigail & Darien

Lass Dich verzaubern von der wundersamen Welt der Fabelwesen, und tauche ein in die Welt von Elfen, Einhörnern und Drachen.

Angela_Matull

Herbstprinzessin: Donnergrollen

Toller Auftakt der Reihe

vonnee

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eine schaurig-schöne Novelle, an die ich mein Leserherz verloren habe!

    Seacrest House
    leselurch

    leselurch

    13. May 2014 um 13:29

    *Worum geht's?* Als Joss eines Tages an einer Haltestelle in Blackpool aufwacht - ohne Beschäftigung und ohne einen einzigen Penny in der Tasche -, traut er seinen Augen nicht: Eine seltsame Katze sitzt auf seiner Brust und schaut ihn eindringlich an. Doch dieses merkwürdige Ereignis soll nicht das einzige an diesem Tage bleiben. Durch einen Zufall kommt Joss zum "Seacrest House", einer verwitterten alten Pension, die dringend einen Handwerker sucht. Er ergreift seine Chance, ohne dabei auch nur im Geringsten zu ahnen, welch dunklen Geheimnisse das alte Haus behütet... *Meine Meinung:* Mit nicht einmal 150 Seiten und großer Schrift scheint "Seacrest House", das neue Werk aus der Feder von Lilach Mer, auf den ersten Blick tatsächlich eine jener Novellen zu sein, die einem als Leser höchstens einen amüsanten Leseabend bescheren kann. Tatsächlich ist Lilach Mers kurze Schauergeschichte aber so viel mehr! Die Autorin bietet ihren Lesern eine schaurig-schöne Erzählung voller geheimnisvoller und versteckter Details, die das Lesen zu einer kleinen Schatzsuche werden lassen. Die Geschichte um Joss, einen mittellosen Herumtreiber, der durch einen schicksalhaften Zufall eine Anstellung als Heimwerker in der Pension "Seacrest House" findet, ist im Großen und Ganzen vorhersehbar. Das tut der Novelle allerdings keinen Abbruch! Der gruselige Lesespaß wird vor allem von der dichten Atmosphäre bestimmt, die einen gebannt und mit einer leichten Gänsehaut an den Seiten kleben lässt, obwohl man Geheimnis des "Seacrest House" schnell gelüftet hat. Obwohl man in der Kürze der Seiten insgesamt nur wenig über die Charaktere erfährt, sind sie mir allesamt mehr ans Herz gewachsen als so mancher Protagonist eines Romans. Allen voran natürlich Joss, der vom Glück verlassene Hauptcharakter, und der mysteriöse Kater, der durch die Gassen Blackpools streift. Lilach Mer hat aus jeder ihrer Figuren eine durchdachte und tiefsinnige Persönlichkeit gemacht, über die man zwischen den Zeilen mehr erfährt als man auf Anhieb begreifen kann. Auch wenn mir "Seacrest House" als Novelle sehr gut gefallen hat, kann ich nicht verleugnen, dass ich den einzelnen Charakteren auch gerne in einem Roman begegnet wäre. Lilach Mer ist eine wahre Wortkünstlerin. Mit ihrer poetischen Schreibe schafft sie wunderschöne Bilder, die sich direkt vor das innere Auge der Leser malen und mit jedem Wort intensiver werden. Ihre Liebe zum Detail, die sich sowohl in der Handlung als auch in ihrem Stil wiederfindet, lässt zudem eine einzigartige Atmosphäre entstehen, die gewaltiger kaum sein könnte. "Seacrest House" zu lesen ist wie das Betrachten eines nostalgischen Kunstwerkes. Mein persönliches Highlight ist übrigens das Ende der Novelle, das die gesamte Geschichte noch einmal in einem völlig neuen Blickwinkel beleuchtet. Lilach Mer bietet ihren Lesern eine neue Perspektive, die auf ihre eigene charmante Weise überrascht und in einem sofort die Lust entfacht, das Büchlein mitsamt den neu gewonnenen Erkenntnissen noch einmal zu entdecken. *Cover:* Zu meinen Coverlieblingen darf sich dieses leider nicht zählen. Nichtsdestotrotz ist es ein ordentliches Cover, dass die Atmosphäre des Romans gut einzufangen vermag. Mein absolutes Highlight ist der Schriftzug mit der Katze, der den Rest des Covers absolut in den Schatten stellt. *Fazit:* Mit "Seacrest House" ist Lilach Mer eine schaurig-schöne Novelle gelungen, an die ich mein Leserherz verloren habe. Trotzdem kann ich das Büchlein - leider! - nicht bedingungslos weiterempfehlen. Denn "Seacrest House" lebt vor allem von der dichten und stimmungsvollen Atmosphäre und den zahlreichen Details, die zwischen den Zeilen ihre eigene Geschichte zu erzählen scheinen. Wer beim Lesen auf andere Dinge Wert legt, wird mit der Erzählung wahrscheinlich eher weniger anfangen können. Dabei ist Lilach Mers poetische, künstlerische Schreibe es definitiv Wert gelesen zu werden! Ich vergebe für "Seacrest House" 5 Lurche - in der Hoffnung, dass der Kater von Blackpool sie nicht in seine Krallen bekommen wird...

    Mehr
  • Leserunde zu "Seacrest House" von Lilach Mer

    Seacrest House
    Uli_B

    Uli_B

    Auch, wenn das Buchcover hier auf lovelybooks noch nicht zu sehen ist, so eröffnet der UB-Verlag eine Leserunde zu "Seacrest House" von Lilach Mer. Jeder darf sich bewerben. Voraussetzung ist nur, dass eine Rezension (innerhalb von 3 Wochen) auf amazon eingstellt wird. Natürlich dürfen auch auf anderen Plattformen Rezensionen erscheinen ;-) Die Leserunde beginnt am 05.11.2013 und endet drei Wochen später. Diese Zeit wurde festgesetzt, weil das Buch nicht allzu dick ist. Da bitte ich um Verständnis. Nach der Anmeldefrist werden die Leser ausgelost. Ich wünsche viel Glück! ---- Info: Die Novelle "Seacrest House" ist das dritte Buch einer Reihe. Insgesamt werden 10 Novellen erscheinen. Jede ist von einem anderen Autor geschrieben und jede Geschichte steht für sich allein. Die Vorgabe an die jeweiligen Autoren war: "... schreibt etwas phantastisches ..." Die erste Novelle wurde von Thilo Corzilius geschrieben "Der Herr der Laternen: Die traurige Geschichte vom glücklichsten Mann der Welt". Die zweite Novelle ist von Stephan R. Bellem "Die Ballade von Tariln". Jede Novelle hat seinen ganz eigenen Stil.

    Mehr
    • 65
  • Seacrest House

    Seacrest House
    Blaustern

    Blaustern

    01. January 2014 um 17:04

    Blackpool im Jahre 1955: Joss kehrt aus dem Krieg in die Stadt mit den Lichtern, die meilenweit zu sehen sind, zurück, hat kein Heim, keine Freunde und nicht einen Penny. Am „Seacrest House“, einer abgewrackten Pension, liest er auf einem Schild, dass sie dringend Handwerker suchen und meldet sich dort. Doch die Pension ist nicht die wahre Unterkunft, die er sich erhofft hat. Die zweifelhafte Vorzeit umgibt sie noch immer und seltsame Geräusche häufen sich. Joss steckt mittendrin, ebenso wie die Katze der Besitzerin. In das Buch hineinzufinden, fällt nicht ganz so leicht. Die Geschichte ist sehr mysteriös geschrieben, was dazu führt, dass sehr viele Hintergrundinformationen fehlen. So muss man sich viele Details selbst denken bzw. zusammenbasteln. Von dem Hauptprotagonisten Joss erfahren wir leider auch nicht viel. Die Novelle ist mäßig spannend, da vieles im Text und das Ende schon vorhersehbar sind. Auch ist letztendlich nicht alles schlüssig. Es bleiben einige Fragen offen.

    Mehr
  • Seacrest House

    Seacrest House
    Kitayscha

    Kitayscha

    21. November 2013 um 18:28

    Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, dachte ich: "Oh wie süß und klein." Und: "Ah mit großen Buchstaben, also für jede Altersstufe geeignet." Letzteres ist dem Beruf verschuldet^^ Sobald man sich ein wenig eingelesen hat (es ist am Anfang etwas holperig und eigentümlich) und mit dem Schreibstil vertraut ist, kommt man von einer Seite zur nächsten und schwups ist das Buch plötzlich zu Ende. Trotz der Einfachheit der Geschichte muss man das Buch wohl mehrmals lesen um wirklich alle kleinen versteckten Details zu finden.  Nichtsdestoweniger macht es auch beim ersten Mal lesen große Freude und es verblüfft mich, dass so viele Stichworte in einer Geschichte von so geringem Umfang Platz finden und sich nicht anecken. Nach dem Lesen dieser Novelle kann ich sie jedem Erwachsenen empfehlen und auch wenn das Fortschreiten und das Ende der Geschichte vorhersehbar sind, regt sie doch zum Nachdenken an.

    Mehr
  • Eine kleine Schauergeschichten

    Seacrest House
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. November 2013 um 18:54

    In "Seacrest House" handelt es sich um die dritte phantastische Novelle vom UlrichBurger-Verlag. Die Geschichte spielt im Jahr 1955 und handelt von Joss, einem Kriegsveteran ohne Heim und Freunde. In Blackpool gelangt er zum "Seacrest House", einer Pension, die die besten Tage schon hinter sich hat. Er erledigt im Haus kleine Reperaturen und ähnliches. Immer öfter fallen ihm (vor allem nachts) merkwürdige Geräusche und Apparaturen auf. Immer mit von der Partei ist eine schmutzig-graue Katze. Mein Fazit: Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht so einfach. Zwar ist sie gut geschrieben, aber ich bin das Lesen von Novellen nicht gewohnt und hatte Schwierigkeiten mich damit abzufinden, bei weitem nicht alle Hintergrundinformationen zu erhalten. Es gibt ein paar gruselige und wirklich gut geschriebene Szenen, aber leider auch einen sehr vorhersehbaren Verlauf. Zudem fand ich das Ende zu aprupt und nicht so recht verständlich. Alles in allem ein recht gutes Büchlein für einen gemütlichen Abend auf dem Sofa.

    Mehr
  • Ein mysteriöser Blaubeertod in Blackpool

    Seacrest House
    Gurke

    Gurke

    11. November 2013 um 15:59

    Wir schreiben das Jahr 1955 in Blackpool, der Stadt mit den Lichtern, die meilenweit zu sehen sind - was aber nicht bedeutet, dass in den dunklen Ecken und Gassen nicht auch unheimliche Gestalten rastlos umherwandern. Joss ist ein Heimkehrer aus dem Krieg und völlig mittellos. Als er eines Nachts um Mitternacht an der Haltestelle gegenüber eine verschwommene Gestalt in altmodischer Kleidung sieht, glaubt er schon an eine Sinnestäuschung, doch wie durch ein Wunder findet er am nächsten Tag eine Anstellung als Handwerker in dem von allen gemiedenen „Seacrest House“ und die merkwürdigen Begebenheiten verdichten sich – immer dabei, wie ein stiller Begleiter, ist die Katze der Eigentümerin. Da mein letzter Deutschunterricht schon eine Weile her ist, habe ich vor dem Lesen erst einmal mein Wissen über die Gattung der Novellen aufgefrischt und mich darauf eingestellt, dass Lilach Mer uns mit einem schwierigen, unaufgeregten Schreibstil in Prosaform durch die Kurzepik führen wird, der unsere gesamte Aufmerksamkeit einfordert. Allen Befürchtungen zum trotz war genau das Gegenteil der Fall und ich bin in knapp zwei Stunden durch die Seiten gefegt. Inhaltlich wurde die Geschichte sehr geradlinig erzählt und hat auch sonst alle Kriterien der Erzählform prima erfüllt. Allerdings - oder gerade deswegen - war die Handlung zu einem großen Prozentsatz vorhersehbar, was aber für den Gesamteindruck der Novelle nicht schlimm war. Um ein Beispiel zu geben, kann ich das „seltsam, unerhörte Ereignis“, wie Goethe es geprägt hat, nennen. Es spielt sich hier auf dem Dachboden ab und sorgte für ein warmes Gruselgefühl, wenngleich es an dieser Stelle keine Überraschung gab und dennoch dauerhaft im Gedächtnis manifestiert blieb. Der Schluss wurde für meinen Geschmack zu stark in den Rahmen eines Happy Ends gepresst und ließ mich nicht ganz glücklich mit den Charakteren in der Situation zurück. Für eine rundum gelungene Gruselnovelle hätte da mehr Mut zum Schocken gehört, doch auch Geister wollen glücklich sein und deshalb gönnen wir dem „Seacrest House“ seinen Frieden. Dies war die dritte Novelle einer ganzen Reihe aus dem Ulrich Burger Verlag (UBV) in der noch sieben weitere, von unterschiedlichen Schriftstellern, folgen sollen.

    Mehr
  • Eine phantastisch schaurige Novelle

    Seacrest House
    Rilana

    Rilana

    10. November 2013 um 22:36

    Die Handlung Joss, den nach der Rückkehr aus dem Krieg scheinbar endgültig das Glück verlassen hat, zieht als Landstreicher durch die Gegend von Blackpool. Doch dann verschlägt es ihn ins Seacrest House, eine ziemlich verwitterte Pension in der kaum noch Betrieb herrscht, wo er als Handwerker für Kost und Logis arbeitet. Aber etwas stimmt an seinem neuen Heim nicht. Seine Arbeitgeberin verhält sich manchmal merkwürdig, im ganzen Haus ertönen eigenartige Geräusche und auch die schmutzig-graue Katze, die die Schuld daran trägt, dass Joss Seacrest House überhaupt betreten hat, erscheint irgendwie sonderbar. Mein Eindruck Seacrest House ist die dritte Novelle aus der Reihe phantastischer Novellen vom UlrichBurger-Verlag. Wie schon bei den beiden Vorgängern entsteigt dem auf dem Cover abgebildeten Buch wieder ein zur Geschichte passendes Bild. In diesem Fall ist es das Seacrest House. Die Novelle ist sehr bildhaft und atmosphärisch geschrieben. Sobald man anfängt zu lesen ist man mitten in der Geschichte, auch weil der Protagonist, der frühere Soldat Joss, sehr authentisch, sehr menschlich dargestellt wird. An sich beginnt die Geschichte, die im Jahr 1955 spielt, recht unverfänglich, aber schnell schleicht sich so ein unterschwelliger Grusel ein, welcher dann gekonnt gesteigert wird. Man fiebert mit Joss mit, während er noch versucht sich mit nüchterner Logik die Eigenartigkeiten um sich herum zu erklären. Seacrest House liest sich sehr angenehm und schnell, regt aber auch zum Nachdenken an. Besonders das Ende gibt einem ordentlich was zum Grübeln. Mein Fazit Seacrest House ist eine fesselnde Geschichte mit einem sehr interessanten Protagonisten und ein paar wirklich gruseligen Passagen. Mit 146 Seiten ist die Novelle zwar schnell ausgelesen, doch sie hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

    Mehr
  • *+*+* Hier spukt´s.... *+*+*

    Seacrest House
    Irve

    Irve

    10. November 2013 um 19:55

    *+ Hier spukt´s.... +* Zusammenfassung: Die Lichter von Blackpool, heißt es, sind nachts über Meilen zu sehen; bis in die leere Dunkelheit, die das Leben umgibt. Wer sieht sie von dort?’ Joseph Nash, Frauenfreund, Kriegsheld und vom Glück verlassener Herumtreiber, ist dabei, es herauszufinden – ob er es will oder nicht. Als er morgens fröstelnd und ohne einen Penny in der Tasche an einer Blackpooler Straßenbahnhaltestelle aufwacht, sitzt eine fremde Katze auf seiner Brust, die ihn nachdenklich betrachtet. Wenig später taucht sie wieder auf, diesmal auf den Stufen eines wunderlichen alten Hauses, das den Nachbarn in der Straße nicht ganz geheuer ist: “Seacrest House” steht auf dem abgefallenen Schild. Wie es scheint, werden dringend Handwerker gebraucht. Josh findet sich mit einer Werkzeugskiste wieder, aber die Pension ist nicht der sichere Unterschlupf, auf den er gehofft hatte. Eine schaurige Vergangenheit liegt wie ein Spinnennetz über den verstaubten Räumen. Bald ist auch Josh in den unsichtbaren Fäden gefangen. (Quelle: Lovelybooks.de) Das Cover: Es ist überwiegend in düsteren Farben gestaltet. In der unteren Hälfte sieht man ein aufgeschlagenes Buch, aus dem Rauch aufsteigt. Die obere Hälfte zeigt ein altes, angestrahltes Gemäuer. Interessant finde ich das Wortspiel „Seacrest“ bezieht sich sicher auf einen Ort, aber mir kam sofort das englische Wort „secret“ in den Sinn. Mal sehen, mit welchen Geheimnissen mich dieses Buch überrascht... Meine Zusammenfassung und Meinung: Durch den sehr individuellen Schreibstil kam ich nicht so schnell in das Buch und die Geschichte hinein. Oft wurden Dinge nur erwähnt oder angerissen und ich musste mir vieles denken und zusammenreimen. Von dem Hauptcharakter Joss wird nur vage berichtet und beschrieben. Ich konnte dem nur entnehmen, dass die Geschichte 1955 spielt und Joss im Krieg war, früher einmal in Blackpool war und nun dorthin zurückgekehrt ist. Was er dort tat und warum er nun wieder dort ist, konnte ich dem Buch nicht entnehmen. Mehr wusste ich nicht von dem Mann als er zufällig zum „Seacrest House“ kam. Dieser geheimnisvolle und undurchsichtige Stil zog sich durch das ganze Buch hindurch, was der Geschichte noch mehr an geheimnisvoller Aura und Mystik verlieh. Die sprachliche Umsetzung dieser Geistergeschichte fand ich sehr gelungen, allerdings konnte für meinen Geschmack der Inhalt nicht mit diesem schaurigen und geheimnisvollen Schreibstil mithalten. Einiges war vorhersehbar, was dieser Novelle die Spannung nahm. Viele Dinge waren für mich nicht logisch durchdacht. Und ich wartete auf weitere Hintergrundinformationen, die meine Fragezeichen entkräften konnten, aber sie kamen meist nicht. Natürlich entspringen Geistergeschichten der Phantasie, aber auf dieser Ebene sollte die Erzählung dann rund und schlüssig sein, was „Seacrest House“ für mich an einigen Stellen nicht war. So blieb für mich in vielen Punkten noch Erklärungsbedarf und einige Rätsel blieben ungelöst. Mein Fazit: Tolle sprachliche Umsetzung des Genres mit inhaltlichen Schwächen. Ich vergebe 3 von 5 Sternen. Infos zum Buch: „Seacreat House“ von Lilach Mer ist am 10.10.2013 unter der ISBN-Nr. 9783943378108 im Ulrich Burger Verlag erschienen. Es umfasst 143 Seiten und ist auch als eBook verfügbar.

    Mehr
  • Eine tröstliche Schauergeschichte

    Seacrest House
    Buchliebhaberin

    Buchliebhaberin

    08. November 2013 um 08:23

    Ich habe diese Novelle als kostenloses Leserunden-Exemplar vom Verlag erhalten, herzlichen Dank dafür! Von der ersten Seite an hat mich Lilach Mer mit ihrer klaren und dennoch poetischen Sprache in ihren Bann gezogen. Sie erzählt eine in Teilen zwar vorhersehbare, aber dennoch gelungene Schauergeschichte über eine alte Pension, in der Seltsames geschieht. Erzähltechnisch ist die Geschichte gelungen, besonders durch den Perspektivwechsel zum Schluss, der der Erzhlung nochmals eine völlig neue Dimension gibt. Die Novelle hat stellenweise unheimlich auf mich gewirkt, was vor allem der erzählerischen und atmosphärischen Dichte zu verdanken ist, sie ist zugleich aber auch von einem feinen Humor durchdrungen. Der Schluss wirft viele Fragen auf. Das zwingt den Leser, sich noch einmal intensiv Gedanken über die Geschichte zu machen und sorgt dafür, dass die geheimnisvolle Atmosphäre bis zum Schluss erhalten bleibt. Das Ende verleiht der Erzählung eine nachdenkliche Note, es hat Aussage, und darüber hinaus ist es seltsam tröstlich. Auffallend ist die liebevoll-durchdachte Gestaltung des Covers sowie der Kapitelüberschriften, die dieses Büchlein zu einem kleinen Schmuckstück machen. Stichwort: Kater. Von mir eine klare Leseempfehlung für alle Freunde des gepflegten, aus der Atmosphäre geborenen Grusels!

    Mehr