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vor 7 Monaten

Leseabschnitt 1: I (bis Kapitel 5)

Willkommen in unserer Leserunde zu "Auster und Klinge"!

Ich freue mich auf eine spannende Runde mit euch.

Ich bin sehr gespannt auf eure ersten Eindrücke und freue mich auf eine lebhafte Diskussion. Vor allem bin ich sehr gespannt, wie euch der Roman gefällt.

Ich denke, wir wollen alle endlich wissen, wie dieser Deal ausgeht, oder?

Ich hoffe sehr, dass ihr alle die Teilnahmebedingungen lest! Ich würde mich sehr freuen, und ausserdem würde es mir viel Arbeit sparen:

* Bitte denkt daran, dass bei dem Austausch in einer Leserunde wichtig ist, dass ihr eure Meinung und Kommentare in jedem Leseabschnitt schreibt, und nicht eine Wiedergabe oder Zusammenfassung, denn alle lesen denselben Text!

* Ganz Wichtig:
Geht bitte auch auf andere Leser ein.
Nur so kann eine rege Unterhaltung entstehen.

* Ihr müsst nicht jedes Mal die Spoiler-Funktion nutzen, wenn ihr nicht etwas über die Handlung verratet.
Versucht bitte immer nur darüber zu diskutieren, was auch zu dem entsprechenden Abschnitt gehört. Sogar mit Spoiler-Funktion ist es nicht angenehm, Sachen zu erfahren, die erst zu dem nächsten Abschnitt gehören.

Danke!

ErbsenundKarotten

vor 7 Monaten

Leseabschnitt 1: I (bis Kapitel 5)

Als ich das erste Kapitel gelesen habe, hatte ich erstmal Angst, dass ich mit den relativ sprunghaften Gedankengängen von Georg nicht klarkomme, bzw. dass sich diese Sprunghaftigkeit durch das ganze Buch zieht, weil das anfangs wirklich anstrengend zu lesen war.
Mittlerweile finde ich zwar, dass sich die Erzählstränge von Victor angenehmer, weil irgendwie flüssiger, lesen lassen, aber Sympathieträger in diesem Buch ist bei mir eindeutig Georg. Ich muss ihm oft zustimmen, in dem was er sagt bzw. was hinter dem Gesagten steckt.

Eine Passage habe ich mir gleich mal markiert:
"Die wollen nicht wissen, wo ihr Essen herkommt, ihre Kleidung, Möbel, Nutten, solange es komfortabel zugeht".
Hinter diesem Satz steckt so viel Wahrheit. Ich beschäftige mich gerade sehr mit Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit, besser Leben etc., aber das nur am Rande. Und gerade auf diese Dinge bezogen, gefällt mir Georgs Meinung. Auch am Ende des Abschnitts, seine Aktion, mit der er die Menschen aufmerksam machen möchte (was ihm zwar gelingt, aber ich denke nicht auf die Weise, wie er sich das erhofft hat) :)

Victor hat bei mir einen schlechten Start. Seine Einbrüche, der letzte mit Körperverletzung, sind bei mir schwer verzeihlich. Ich bin daher gespannt, wie er sich noch macht im Laufe der Geschichte, ob er wirklich tief Reue zeigt für seine kriminelle Laufbahn.

Ich muss aber sagen, dass mir im ersten Leseabschnitt eine ganz unscheinbare Erzählung am besten gefallen und Eindruck bei mir hinterlassen hat:
Der klitzekleine Abschnitt, als Victor frisch aus dem Knast kommt und bei Sina vor der Tür steht. Die Autorin hat in diesen kurzen Sätzen für mich so gut die Gefühlswelt von Sina wiedergegeben, ich kann ganz genau nachvollziehen, wie sie sich gefühlt hat - absolut hin- und hergerissen. Fand ich auf jeden Fall ganz stark!

Ich bin auf jeden Fall absolut in Fahrt, bisher gefällt mir Story und Schreibstil total gut und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
Noch ein Pluspunkt: Bisherige Handlungsorte: Griesheim, Frankfurt und Königstein, alles in meiner Nähe (Griesheim nur 1/2 Stunde entfernt)

TiaraFlyable

vor 7 Monaten

Leseabschnitt 1: I (bis Kapitel 5)

Einen schönen guten Morgen alle zusammen :)

Also ich habe nun auch die ersten Kapitel gelesen. Am Anfang, als man Georgs Gespräch mit dem Kunden am Telefon mitverfolgen konnte, musste ich sehr lachen! Da ich selbst jahrelang im Callcenter gearbeitet habe, und da wirkliche jede Sparte durch habe, konnte ich mir das sehr gut vorstellen. So etwas Ähnliches habe ich auch an meinem letzten Arbeitstag abgezogen ;)
Die Tatsache, wie der nächsthöhere Angestellte seine Untergeordneten behandelt, passt 1 zu 1 was ich so bisher erlebt habe. Da überkam mich bei der Kaffee-Aktion sehr viel Schadenfreude ;)

Ich muss sagen, dass mir Vincent sehr sympathisch rüberkommt, im Gegensatz zu Georg.
Vincent hat für mich den Charakter des Mannes, der versucht nun endgültig sauber zu bleiben, sich aber nicht ganz von seinem Kick lösen kann. Der endlich für seine Familie dasein will, jedoch nicht gänzlich auf das verzichten kann/will, was ihm leicht fällt und ihm schnelles Geld bringt. Immerhin macht er die Einbrüche nicht erst seit gestern - da wird es schwer eine Gewohnheit abzulegen.

Bei Georg...nun bei dem guten bin ich mir gar nicht so sicher, was ich von ihm halten. Auf der einen Seite betrachtet er die Welt mit sehr viel Kritik, was auch gut zu ist, nur ist es für meinen Geschmack dann doch sehr viel Negatives. Egal was er anpackt, ihm scheint es egal zu sein, ob er es verliert oder wirft es halt direkt hin.
Seine provokante Art weiß ich nicht so ganz einzuschätzen.
Die Aktion mit dem Ladyboy fand ich jedoch sehr genial. Da gehört echt einiges dazu und zeigt wieder einmal, mit welchen Vorurteilen und Erwartungen wir durchs Leben schreiten, und nicht bereit sind, Dinge zu akzeptieren, die anders sind als die 'Norm'. Seine Reaktion auf den meckernden Kursschüler war ebenfalls grandios: Kein Kunst-, sondern Malkurs. Da musste ich ebenfalls lachen.
Als er die Leute, vor allem die Kinder, auf der offenen Straße 'verkauft' hatte, musste ich aber echt schwer schlucken. In unserer heutigen Gesellschaft ist sowas gar nicht denkbar, doch wenn wir uns angucken, wo all unsere Sachen herkommen, und was wir dafür teilweise NUR bezahlen...da wird es in den Produktionsländern etc. sicherlich genau so hergehen...
Mir Georg bin ich jedoch, wie gesagt, nicht so sicher, was das werden soll. Er ist zwar kritisch, aber auch super provokant, in meinen Augen irgendwie auch ignorant und stellt sich zu sehr auf die "Mir ist alles super scheißegal Schiene".
Vielleicht werde ich mit ihm ja in den näcähsten Kapiteln etwas eher warm ;)

@ErbsenundKarotten Ich habe mir tatsächlich u.a. dieselbe Stelle im Buch markiert. Ich fand sie sehr passend, was eben diese sozialkritische Aussage von Georg betrifft ;)

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StefanieFreigericht

vor 5 Monaten

Leseabschnitt 1: I (bis Kapitel 5)

Irgendwie ein grandioser Mix aus dem, was ich bei Danlers "Sweetbitter" erwartet hatte, aber nicht bekam (was soll es morgen zum Essen geben???), und dem Sklavenmarkt in Homegoing

StefanieFreigericht

vor 5 Monaten

Leseabschnitt 1: I (bis Kapitel 5)

Federfee schreibt:
Was für eine ungewöhnliche Sprache! All diese Aufzählungen, z.B. S. 65 die Essenssachen. Und da gibt's noch viele andere Stellen. Georg: Köstlich, wie er es wagt, im Callcenter den meckernden Kunden etwas über ihr Konsumverhalten zu sagen. Das bringt natürlich keinerlei Einsicht und ist reinste Provokation und Dampf ablassen, so wie auch seine Aktionen. Victor: Das Einbrechen ist mehr als nur Geldbeschaffung. Er spürt ein Kribbeln, es macht ihm anscheinend Spaß und er war gut, wie er selber sagt. 'Schlaraffenland, Abenteuer' (56), 'Denksport, das Überwinden von Hindernissen' (57). Als das Kind da ist, spürt er selbst die Notwendigkeit, damit aufzuhören, aber ganz kann er nicht. Wie schrecklich muss es für Sina sein, dass sie nicht nur einen notorischen Einbrecher geheiratet hat, sondern auch einen, der ein Doppelleben geführt hat. Für mich passen solche Vertrauensbrüche nicht zu Liebe und Ehe. So etwas geht früher oder später schief.

ich hatte da Gefühl, er benimmt sich wie ein Alkoholiker auf Entzug

StefanieFreigericht

vor 5 Monaten

Leseabschnitt 1: I (bis Kapitel 5)

aba schreibt:
Ich weiss auch nicht, was das Beste ist. Aber wäre ich in der selben Situation gewesen, hätte ich es dem Kind so gut wie es geht, erklärt, und den Vater im Gefängnis besucht, und/oder ihm Briefe geschrieben (im Names des Kindes, falss dieses noch nicht schreiben kann), Bilder malen lassen für ihn. So eine Lüge finde ich persönlich nicht richtig (aber ich weiss, es ist ja nur ein Roman).

ich bin ja bei fast allem auch für die Wahrheit - wie man das heute Adoptiveltern rät, finde ich genial, selbst dem Säugling so, wie man alles andere vor sich hin redet, schon alles erklären.
Aber bei Gefängnis und einem so jungen Kind? Wenn "das" rauskommt, hat Kim eventuell kein so leichtes Leben mehr und wird es nicht richtig verstehen. Schwierig. "Papa hat etwas Falsches gemacht und muss jetzt arbeiten, um das wieder gut zu machen"?

aba

vor 5 Monaten

Leseabschnitt 1: I (bis Kapitel 5)

StefanieFreigericht schreibt:
Irgendwie ein grandioser Mix aus dem, was ich bei Danlers "Sweetbitter" erwartet hatte, aber nicht bekam (was soll es morgen zum Essen geben???), und dem Sklavenmarkt in Homegoing

Du sagst es!
Es ging mir genau so!
(ich meine Sweetbitter, Homegoing habe ich leider nicht gelesen)

aba

vor 5 Monaten

Leseabschnitt 1: I (bis Kapitel 5)
@StefanieFreigericht

Gefängnis versteht ein Kind sogar besser als Adoption.
In diesem Fall die Wahrheit, auch wenn es nur darum geht, das Kind genau gegen diese Wahrheit zu wapnen.
So wie du sagst, wenn "das" rauskommt, wusste das Kind es schon vorher.

StefanieFreigericht

vor 5 Monaten

Leseabschnitt 1: I (bis Kapitel 5)
@aba

ja stimmt. Dafür sollte man es wappnen - der Schock ist sonst heftig und ohne Möglichkeit zur Gegenwehr
Meinung geändert

aba

vor 5 Monaten

Leseabschnitt 1: I (bis Kapitel 5)

StefanieFreigericht schreibt:
Meinung geändert

Ich liebe das!

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