Liliana Kern Die Zarenmörderin

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Inhaltsangabe zu „Die Zarenmörderin“ von Liliana Kern

Am 26. März standen sechs junge Leute vor Gericht. Sie wurden beschuldigt, den Zaren Alexander II. ermordet zu haben. Unter ihnen befand sich auch eine junge Frau: `Ich heiße Sofja Perowskaja und bin adliger Herkunft. Ich bin 27 Jahre alt und wohne in der Perwaja-rota-Ismailowskogopolka-Straße in St. Petersburg. Von Beruf bin ich Revolutionärin.´ Das war die Antwort der zierlichen Frau auf die
Aufforderung des Vorsitzenden Richters, ihre persönlichen Daten dem Gericht mitzuteilen. Die Tochter des ehemaligen Generalgouverneurs von St. Petersburg, des Grafen Lew Perowski, aus einem der ältesten aristokratischen Geschlechter Russlands, saß wegen Mordes auf der Anklagebank.

Sehr faszinierende Frau, welche anfangs gegen Gewalt war und dann als Zarenmörderin starb. Leider ist der Schreibstil nicht besonders gut.

— ban-aislingeach

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  • von einer Gewaltgegnerin zur Zarenmörderin

    Die Zarenmörderin

    ban-aislingeach

    08. January 2017 um 15:48

    Der Terror zieht den Menschen in seinen Strudel hinein, umhüllt ihn von allen Seiten wie ein Spinnennetz, verdammt ihn dadurch zum Handeln ausschließlich in eine Richtung. (Zitat von Sofja Perowskaja) „Die Zarenmörderin“ eine Biographie über die adlige Terroristin Sofja Perowskaja, welche von 1853 - 1881, lebte wurde von Liliana Kern geschrieben. Das Sachbuch ist am 26.02.2013 im Osburg Verlag erschienen und umfasst 352 Seiten. Die Autorin hat in Frankfurt in Main Osteuropäische Geschichte und Slawistik studiert. Danach arbeitete sie für die deutsche Welle und mehrere Zeitungen als Journalistin, inzwischen lebt sie in Köln und arbeitet als freie Autorin. Sofja Perowskaja ist eine sehr interessante Frau und schon seit der frühsten Kindheit eine Rebellin im Herzen. Zwar gehört sie zu einem der ältesten adligsten Geschlechter Russlands, aber schon als Kind hasst sie sowohl es tanzen zu lernen wie auch die Feste der Reichen. Am meisten liebt sie ihre Mutter, welche vom Land stammt und ihren ein wenig älteren Bruder Wassili, welcher sich einst auch für Politik interessierte, aber das Interesse mit der Zeit verlor. Um von ihrem Vater der seine Frau betrog und schlecht behandelte, frei zu werden, floh sie, bis er ihr die Unabhängigkeit gab. Dennoch konnte sie einiges nicht erreichen. Auch als freie, unabhängige Frau war es ihr nicht möglich Technik zu studieren. Durch ihre Ausbildung lernte sie Leute kennen de Russland verändern wollten und sie schloss sich diesen an. Sie wollte mehr Rechte für die Bauern, die Fabrikmitarbeiter und natürlich auch für die Frauen. So lebte sie unter den Bauern und arbeitete auch als Krankenschwester an der Krim, einen Beruf in dem sie Erfüllung fand. Hätte man sie von dort nicht weggeholt, dann wäre sie wohl kaum zur Zarenmörderin geworden. Denn sie hasste Gewalt und glaubte an eine andere Lösung. Doch ihre Partei zerfiel in zwei Teile. Die eine Hälfte wollte das Land ohne Gewalt ändern und die andere Hälfte war der Meinung, dass es nur besser werden konnte wenn der Zar Alexander II starb. Aus verschiedenen Gründen schloss sie sich wie der Buchtitel verrät den gewaltsamen Teil der Partei an. Mit Mut in den Knochen und erhobenen Hauptes starb sie dafür am Galgen. Es gibt auch einige Bilder von ihr und anderen wichtigen Leuten, welche geholfen haben sich diese interessante Frau und ihr Umfeld vorzustellen. Ich muss dem Buch jedoch leider zwei Punkte abziehen. Zum einen liegt dies daran, dass ich Schwierigkeiten hatte ins Buch zu finden und mir der Schreibstil nicht sonderlich gefallen hat. Für mich war er zu trocken, wenn Sofja nicht so faszinierend wäre, dann hätte ich das Buch kaum zu Ende gelesen. Zum anderen hat es mich gestört das es manchmal seitenlang nichts über Sofja zu lesen gab, sondern über andere wichtige Leute und so habe ich den roten Faden manches Mal erst wieder suchen müsse. Manches Mal war ich mir deswegen auch nicht sicher ob ich nun eine Biografie oder doch eher ein Sachbuch über Russland zu dieser Zeit las. Das Buch empfehle ich dennoch weiter, trotz dem Schreibstil, denn Sofja ist einfach eine faszinierende Frau und es ist interessant zu lesen wie sie von der Gewaltgegnerin zur Zarenmörderin wurde.

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