Lilienne Érie How to train your Petboy

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(1)
(0)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „How to train your Petboy“ von Lilienne Érie

Wenn die Nacht über Tokio hereinbricht, zeigt die Stadt ihr wahres Gesicht: Menschenhandel, Clubs und Bars am Rande der Legalität. Wer dort landet, fristet ein Leben hinter Mauern: rechtlos, unfrei und vor der Welt verborgen. Der 18jährige Yoji gehört zu denen, die im Schatten leben. Als ein Fremder ihn kauft, ergreift er seine Chance... Eine Geschichte über Angst, SM und Leid - aber auch über Wärme, Zuneigung, Coming-Out - und mehr als Freundschaft.

Missbrauch ist nicht SM! Tägliche Einläufe und Darmentleerungsbeschreibungen sind nicht erotisch! Stockholmsyndrom ist nicht Liebe!

— LadyCassandra
LadyCassandra
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Missbrauchsstory

    How to train your Petboy
    LadyCassandra

    LadyCassandra

    20. May 2016 um 12:44

    Wiedermal wird Missbrauch mit Sm verwechselt. Dieses Buch trägt erneut dazu bei, ein völlig falsches Bild von BDSM (SM) in die Köpfe der Leser zu setzen. Traurig das hier alle miesen Klischees bedient werden und das von einem Verlag der sich angeblich dem Kampf gegen Vorurteilen verschrieben hat.  Noch trauriger, das es scheinbar genug gibt, die das ganz okay finden. Doch sexuelle Gewalt und Missbrauch zu verherrlichen scheint sich gut zu verkaufen, da kann man schon mal ein paar angebliche Grundsätze über Bord werfen.Kurzum, dieses Buch ist definitiv keine Liebesgeschichte und auch kein Sm-Erotik Roman. Es ist eine garstige Missbrauchstory  mit einem mies recherchiertem Sm Setting. So durchgezogen hätte der Junge kaum Chancen, das lang zu überleben. Der Junge Yoji wird von Sklavenhändler an ein Bordell verkauft. Somit ist völlig klar das es kein Sm Roman sein kann, denn der Grundpfeiler von BDSM ist Einvernehmlichkeit und Freiwilligkeit. Der Junge hat zu keinem Zeitpunkt die Wahl NEIN zu sagen. Logischerweise reagiert das Unterbewußtsein auf diese Situation und er passt sich an. Das wiederum nennt man aber weder Liebe, noch ist es das was er gewollt hat. (Ist ja bei Vergewaltigungen gang und gebe zu behaupten, das Opfer wollte es so) Man nennt diese Reaktion Stockholm-syndrom und nicht wie hier völlig falsch dargestellt Liebe. Zum sogenannten Sm Setting nur ein paar Worte aus der Sicht einer praktizierenden Smlerin. Tägliche Einläufe? Zusätzlich wird ebenso täglich diverse Gerätschaft in den Darm eingeführt? Vergewaltigung Anal und Oral als zusätzliches Plus. Kaum eine der zahlreichen Sexszenen kommt ohne Einlauf und logischerweise  Darmentleerung aus. Anfangs sogar ohne *vorbereitender Reinigung, wie es unter Smlern üblich ist. Es wird mit den Worten *die Flüssigkeit schoss aus ihm heraus und spritzte auf die Liege umschrieben. Tja, was kommt wohl raus, wenn man Flüssigkeit in einen vollen Darm einlässt? Alles klar, unheimlich erotisch *Ironie aus!Medizinisch gesehen ist von täglichen Einläufen dringend abzuraten. Um nur ein Paar Punkte anzuführen. Die Darmflora wird massiv geschädigt,  der Elektrolythehaushalt geht kaputt, der Kreislauf steht unter Dauerbelastung und da ja sogar beschrieben wird das er unter Krämpfen leidet (ein deutliches Zeichen für jeden Smler sofort aufzuhören) besteht dadurch auch massive Verletzungsgefahr. Die Ernährung oder dringende Ruhe nach solchen Behandlungen wird auch missachtet. Alles in allem grob fahrlässige Darstellung. Das hat mit Sm nichts zu tun und ich empfinde es auch nicht als erotisch. Zumal sich mehr als die Hälfte der Story um das Thema Einlauf dreht.  Positiv sei erwähnt das die Gewaltdarstellung eher angedeutet wird. Denn die alternative zu dem ach so besorgtem Doktor wäre dann ein brutaler Sadist (vorsicht dies ist in einem medizinisch krankhaften Kontext gemeint) der die Jungen durch Gewalt und Misshandlung bricht.Ach und nicht zu vergessen Petboy ist eine sehr irreführende Bezeichnung. Im Petplay geht es eindeutig anders zu und nur weil der Doktor seine Sklaven Haustiere nennt, wird daraus auch kein Petplay Setting. 

    Mehr