Lilith Saintcrow Blood Call

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Inhaltsangabe zu „Blood Call“ von Lilith Saintcrow

Anna Caldwell has spent the last few days in a blur. She's seen her brother's dead body, witnessed the shooting of innocent civilians, and been shot at herself. Now she has nowhere to turn-and only one person she can possibly call. Since Anna dumped him, it seems waiting is all Josiah Wolfe has done. Now, she's calling, and she needs his help, or rather, the 'talents' she once ran away from. As a liquidation agent, Josiah knows everything about getting out of tough situations. He'll get whatever she's carrying to the proper authorities, then settle down to making sure she doesn't leave him again. But the story Anna's stumbled into is far bigger than even Josiah suspects. Anna wants to survive, Josiah wants Anna back, and the powerful people chasing her want the only thing worth killing for -- immortality. An ancient evil has been trapped, a woman is in danger, and the world is going to see just how far a liquidation agent will go . . .

Ganz netter Romantic Thrill, dem etwas mehr Thrill und weniger Klischeeromantik gut getan hätten

— Elwe
Elwe
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  • Profikiller mit Beziehungsproblemen meets Supernatural

    Blood Call
    Elwe

    Elwe

    23. September 2015 um 19:16

    Josiah, seines Zeichens passionierter Auftragskiller mit einer zuverlässigen Zwei-Mann-Crew, hat sich mit genug Kohle aus dem aktiven Dienst zurückgezogen. Da bittet ihn seine völlig in Panik aufgelöste Ex-Freundin um Hilfe, deren Bruder, ein Journalist, wegen seiner jüngsten Story ermordet wurde und der jetzt die bösen Buben auf den Fersen sind. Vor drei Jahren hat sie ihn verlassen, nachdem sie herausfand, womit er sein Geld verdient. Seitdem leidet er an akutem Liebeskummer und sie auch, aber natürlich würden sie sich das nie gegenseitig eingestehen undsoweiterundsofort you know the story. Josiah klaubt sie nach 3 Tagen Herumirrens durch kalte Winterstraßen auf und gewährt ihr Unterschlupf, woraufhin er einen Tag später die bösen Jungs selbst am Hacken hat. Fortan befinden sie sich auf der Flucht, versuchen gleichzeitig herauszufinden, was das für eine Story war, für die der Bruder sterben musste und hadern währenddessen mit ihrer gegenseitigen uneingestandenen Liebe, die sich in den unglücklichsten Momenten Bahn bricht. Blood Call illustriert sehr gut, warum Romantic Thrill als Genre nur in ganz seltenen Fällen funktioniert. Es könnte eigentlich ein gut geschriebener Thriller mit einem durchaus ergreifenden emotionalen Konflikt zwischen den beiden Personen sein, die Zutaten dafür sind vorhanden. Die Charaktere sind zwar nach Standard-Prototypen geschnitzt, haben aber dennoch so etwas wie Tiefe. Die Action ist gut geschrieben, die Story selbst hat ein paar interessante Twists und es kommt zwischenzeitlich sogar genügend Spannung auf, dass man am Ball bleibt und wissen möchte, wie es weitergeht. Es gibt eine supernaturale Komponente, die gut eingeflochten ist. Leider gibts aber ein großes ABER, und das sind die Regeln des Nackenbeißer-Genres, die so dick und fett Klischee schreien, dass man sich weinend abwenden möchte. Warum regt sich beim männlichen Progagonisten nach drei Jahren Liebeskummer beim Anruf der offenbar vollkommen verstörten, hoch panischen Ex als erstes Hitze in den Lenden? Es scheint ein ungeschriebenes Gesetz des Genres zu sein, dass alle Helden und Heldinnen zu allererst mit der Körpermitte denken. Immer und jederzeit. Ich vermute, das soll romantisch sein, wirkt aber eher notgeil und deshalb etwas lächerlich. Warum müssen die Protagonisten in stundenlangen Innenansichten ewig und wiederholt um die gleichen Schmachttiraden kreisen, die man auch ohne hämmernde Wiederholung begriffen hätte? Warum muss es unbedingt ein tragisches Missverständnis geben - wie in jedem Titel dieses Genres - das dazu führt, dass der eine glaubt, dass der andere nur an körperlichen Freuden, nicht aber Herzensliebe oder überhaupt irgendwelchen Gefühlen interessiert sei? Und warum muss man das dann so lange totreiten, bis auch der letzte Leser zum Schluss kommt, die beiden sich dergestalt mißverstehenden Menschen hätten ein tragisches Defizit in Emphathie - weil sie nicht mal die kleinsten Anzeichen ihres Gegenübers korrekt interpretieren können? Im späteren Verlauf des Buches wird das übrigens besser und tritt angenehm in den Hintergrund, aber in den ersten Kapiteln nervt es gewaltig. Alles in allem ist Blood Call durchaus unterhaltsame Lektüre, könnte allerdings daran kranken, dass es für überzeugte Nackenbeißer-Leserinnen zu wenig der erwarteten Klischee-Schlüsselreize hat, während es allen anderen schon zuviel sein könnte. Ich vergebe trotzdem vier Sterne, weil ich mich nur ab und zu geärgert, den Rest der Lesezeit aber gut unterhalten habe.

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  • Agenten und die Liebe

    Blood Call
    Monkberg

    Monkberg

    22. September 2015 um 15:14

    Agenten im Ruhestand, die irgendein Ereignis reaktiviert, sind ein beliebtes Motiv für Thriller. Ex-Geliebte, die nur noch den Ex als letzte Rettung sehen, gennauso. Blättern wir diese Variation also genüsslich auf: Josiah, Killer im Regierungsauftrag, hat sich aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen, nachdem ihm die Liebe seines Lebens den Stinkefinger gezeigt hat. Doch jetzt ruft Anna ihn an. Ebenjene junge Dame hat ihren Bruder ermordet aufgefunden, eine Tasche voll brisanter Papiere unter dem Arm und eine Bande Mörder auf dem Hals. Mehr müsste man zu dem Roman nicht sagen. Nicht über die Darstellung des beinahe alltäglichen Irrsinns und der Willkür, ja des Größenwahns der Mächtigen, und dass sie natürlich in gewisser Weise die Quittung dafür kassieren  ... wäre die Autorin nicht Lilith Saintcrow. Ich gebe zu, ich gehöre zu ihren Fans, und ich habe während des Lesens natürlich (verwundert) darauf gewartet, wann denn jetzt endlich der Dreh ins Paranormale kommt. Denn Mainstream sind ihre Bücher nie Relativ spätkippt die Realität tatsächlich ins im hier und jetzt Unmögliche. und leider, und das halte ich für das größte Manko dieses Romans, hängt die Handlungslogik gerade nach Einführung der Person am Seidenfaden, die zum Dreh- und Angelpunkt werden wird.  Ich kann nicht glauben, dass den Mächtigen, die Josiah und Anna entgegenstehen, ein derart gravierender Leichtsinnsfehler unterlaufen ist - der noch dazu nicht gezeigt wird, sondern nur im Nachhinein erzählt. Das kostet dem Roman den 5. Stern. Wenn er sich nicht insgesamt auch beim zweiten Mal so spannend lesen würde, und wenn Saintcrow nicht ein Händchen dafür hätte, Mörder mit sanftem Herzen darzustellen, wären es überhaupt nur 3 geworden.

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