Lilli Beck

 4.4 Sterne bei 401 Bewertungen
Autorin von Wie der Wind und das Meer, Glück und Glas und weiteren Büchern.
Lilli Beck

Lebenslauf von Lilli Beck

Lilli Beck wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren, wo sie auch aufwuchs und nach der Schulzeit eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau absolvierte. Ende 1968 ging sie nach München. Nach zwei Wochen tippen bei einem Rechtsanwalt, wurde sie von einer Modelagentin (es gab noch keine Casting-Shows) in der damaligen In-Disko ,Blow up' entdeckt. Es folgten die ersten Fotos in Paris. Anschließend arbeitete sie u.a. für Zeitschriften wie BRIGTTE, landete wegen ihrer perfekten Beine auf Strumpfpackungen und Plakaten, war die Pirelli-Kühlerfigur der 70er Jahre (den berühmten Kalender gibt es erst seit den Achtzigern) und auch Covergirl auf der LP "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" von Marius Müller-Westernhagen. Zwischendurch absolvierte sie ein Schauspielstudium, war Cutterassistentin, (u.a. bei Wim Wenders' "Der amerikanische Freund"), und bekam erste TV- und Filmrollen. Durch die intensive Arbeit mit Texten begann sie eigene Texte zu schreiben. Nach der Geburt ihrer Tochter gab sie die Schauspielerei auf und wechselte hinter die Kamera als Visagistin. 2000 verließ sie die Welt des schönen Scheins, um nur noch zu schreiben. 2002 die ersten Veröffentlichungen von Kurzkrimis. 2008 der erste Roman: "Reich heiraten!", dem "Chili und Schokolade" und "Sie haben sich aber gut gehalten!" folgten. Unter dem Pseudonym Mira Becker hat sie den Roman: "Couchgeflüster" verfasst. Im August 2015 ist ihr aktueller Roman "Glück und Glas" erschienen. Im Spetember 2017 erscheint ihr neuer zeitgeschichtlicher Schicksalsroman: Wie der Wind und das Meer

Neue Bücher

Wie der Wind und das Meer

Neu erschienen am 15.04.2019 als Taschenbuch bei Blanvalet.

Mehr als tausend Worte

 (27)
Neu erschienen am 25.03.2019 als Hardcover bei Blanvalet.

Alle Bücher von Lilli Beck

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Wie der Wind und das Meer

Wie der Wind und das Meer

 (94)
Erschienen am 18.09.2017
Glück und Glas

Glück und Glas

 (83)
Erschienen am 24.08.2015
Liebe verlernt man nicht

Liebe verlernt man nicht

 (55)
Erschienen am 22.07.2013
Liebe auf den letzten Blick

Liebe auf den letzten Blick

 (50)
Erschienen am 23.07.2012
Sie haben sich aber gut gehalten!

Sie haben sich aber gut gehalten!

 (31)
Erschienen am 01.06.2011
Mehr als tausend Worte

Mehr als tausend Worte

 (27)
Erschienen am 25.03.2019
Geld oder Liebe

Geld oder Liebe

 (25)
Erschienen am 18.07.2014
Chili und Schokolade

Chili und Schokolade

 (23)
Erschienen am 01.10.2009

Neue Rezensionen zu Lilli Beck

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Rezension zu "Mehr als tausend Worte" von Lilli Beck

Eine große Jugendliebe, losgelöst von Raum und Zeit
hasirasi2vor 9 Stunden

In der Reichspogromnacht am 9.11.1938 wird Aliza von einem Schrei geweckt – ihr Großvater wird von der Gestapo abgeholt. Ihr Bruder Harald warnt die Familie, sie sollten lieber wie viele andere Juden emigrieren, so lange es noch geht. Aber Alizas Vater Samuel ist Arzt und will seine Heimat nicht verlassen. Das Haus, in dem sie leben und in dem auch seine Praxis ist, gehört ihnen: „Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, mein ganzes Leben, alles was mich ausmacht, zurückzulassen.“ (S. 75)

Auch Aliza kann sich nicht vorstellen, Berlin und ihre große Liebe Fabian zu verlassen. Es war bei Beiden Liebe auf den ersten Blick und obwohl er kein Jude ist, will er Aliza an ihrem 18. Geburtstag heiraten. Doch innerhalb weniger Monate spitzt sich die Lage so dramatisch zu, dass wenigstens Aliza mithilfe eines Kindertransports nach England in Sicherheit gebracht werden soll. Es muss schnell gehen, da Aliza bald 17 wird und dann zu alt dafür wäre ...

 

„Mehr als tausend Worte“ von Lilli Beck erzählt die Geschichte einer großen Jugendliebe, die anscheinend völlig losgelöst von Raum und Zeit existiert. Während die Welt um sie herum immer judenfeindlicher wird, hat Aliza nur Augen und Gedanken für Fabian. Sie ist sehr unreif, naiv und wird geradezu bockig, als sie nach England gehen soll. Man merkt vielleicht, ich hatte so meine Probleme mit ihr. Sie verdrängt die Repressalien gegen die Juden, erscheint verwöhnt und unselbständig, dabei hat sie ihrem Vater oft in der Praxis geholfen und gesehen, was die Nazis anrichten. Sie kommt aus einer aufgeklärten Familie und wollte selber Medizin studieren, bevor es verboten wurde. Man könnte ihr zwar zugute halten, dass sie erst 16 ist, aber auch später, als sie älter wird, ändert sich ihr Charakter nicht wirklich.

In England wäre sie ohne gleichaltrige Mizzi, die ebenfalls aus Berlin weggeschickt wurde, gescheitert. Denn während Aliza sich nur selbst bemitleidet und nach Fabian verzehrt, organisiert Mizzi ihrer beider Leben.

 

Viel spannender und realistischer als Alizas Geschichte fand ich die Schilderungen der Überlebensbemühungen ihrer zurückgebliebenen Familie in Berlin. Sehr bewegend beschreibt Lilli Beck deren sozialen Abstieg. Alizas Bruder darf nicht mehr Medizin studieren, sondern arbeitet als Leichenschieber in der Nachtschicht. Ihr Vater darf erst nur noch Juden behandeln, dann gar niemanden mehr – sein Einkommen bricht weg. Um irgendwie an Geld kommen hilft er anderen Juden entgegen seinem hippokratischen Eid mit illegalen Methoden, Krankheiten vorzutäuschen, um der Zwangsarbeit zu entgehen. Er versucht auch, das Haus zu retten indem er es pro Forma an den Blockwart überschreibt – ein großer Fehler, wie sich herausstellen wird.

 

Neu war mir die geschilderte Tatsache, dass in England lebende deutsche Juden nach Ausbruch des Krieges als Nazis beschimpft und angegriffen worden. Gerade den Übergriffen in Deutschland entronnen, wurden sie wieder zu Aussätzigen. Bei diesen Szenen hatte ich Gänsehaut. Auch die Beschreibung der Trümmerwüste Berlins, in die Aliza nach dem Krieg zurückkehrt, ist mir an die Nieren gegangen

 

Leider war mir das Ende etwas zu konstruiert und happy, darum gibt es nur 4 von 5 Sternen, für diesen ansonsten sehr spannenden und bewegenden Roman.

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Rezension zu "Mehr als tausend Worte" von Lilli Beck

Ein sehr berührender und bewegender Roman
Ekcnewvor 18 Stunden

Ich finde es an dieser Stelle gerade unheimlich schwer, diese Rezension zu schreiben. Ich fand dieses Buch so herausragend gut, dass es mir schwer fällt, die passenden Worte zu finden.


Es geht um Aliza, die als Jüdin mit ihrer Familie in Berlin zur Zeit der Judenverfolgung lebt. Ihr Vater betreibt eine Arztpraxis, doch durch die von den Nazis geltenden Judenverordnungen ist ein Leben für die Juden in Deutschland kaum bis gar nicht möglich. Was das für Alizas Familie bedeutet, was das mit ihr gemacht hat, hat Lilli Beck toll geschrieben.

Das Lesen hat mich immer wieder sehr traurig gestimmt, weil das Geschriebene zwar ein Roman ist, aber das Wissen, dass sich genau so etwas tatsächlich ereignet hat, hat mich schon sehr berührt. Lilli Beck bringt mit ihrem Schreibstil die Stimmung unheimlich gut rüber. 

Ein Roman, der einfach gelesen werden muss!

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N

Rezension zu "Mehr als tausend Worte" von Lilli Beck

Ich komme wieder
nati51vor einem Tag

Lilli Beck hat mich auch mit ihrem neuen Roman „Mehr als tausend Worte“ wieder berührt und in eine Zeit mitgenommen, die man nie vergessen sollte.

Die Jüdin Aliza Landau lebt mit ihren Eltern, Bruder Harald und Großeltern in Berlin. In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November wird ihr Großvater von der Gestapo abgeholt. Die ganze Familie leidet unter den Repressalien der Nazis. Ihr Vater darf als Arzt nur noch Juden behandeln und wird degradiert zum Krankenbehandler. Harald kann sein Studium nicht mehr fortsetzen und auch Aliza muss die Schule verlassen. Ihre Eltern sind sehr besorgt und da Aliza noch keine 17 Jahre alt ist, kann sie mit den Kindertransporten nach England ausreisen. Aliza wäre lieber bei ihrer Familie und ihrer großen Liebe Fabian geblieben, doch er hat einen Einberufungsbescheid zum Wehrdienst erhalten und überredet Aliza die Reise anzutreten. Zum Abschied schenkt er ihr ein Taschentuch, dass mit dem Duft „Je Reviens – ich komme wieder“ besprüht ist. Doch wird ihre Liebe den Krieg überdauern?

 

Die Geschichte umfasst einen Zeitrahmen von November 1938 bis 1945 und spielt in Berlin sowie England. Der Schreibstil hat es mir ermöglicht schnell in die Geschichte abzutauchen und mir das schicksalhafte Leben der Familie Landau vorzustellen. Es ist so gefühlvoll gezeichnet, dass ich einfach mit der Familie über das ganze Buch mitleiden musste. Die Autorin hat es mit ihren Worten geschafft, die immer passende Atmosphäre und die verschiedenen Stimmungen fantastisch einzufangen. Sie beschreibt sehr gekonnt, den Druck, den die Juden während des Krieges ausgesetzt waren, die Ungewissheit und die Ablehnung, die Aliza in England ertragen muss sowie über falsche Freunde, vor denen man sich kaum schützen kann.

 

Die Charaktere waren meiner Meinung nach sehr gut ausgearbeitet, sowohl bildlich als auch genau beschrieben, so dass jeder eine eigene Persönlichkeit hatte. Ich konnte mit ihnen mitfühlen oder leiden, aber auch meine Wut an ihnen auslassen.

 

Eine klare Leseempfehlung für dieses berührende Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen hat.

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Gespräche aus der Community

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Über das Buch:


Liebe und Hoffnung in einer Zeit, die kein morgen kennt …Berlin, 9. November 1938: Aliza erwacht von durchdringenden Schreien, als ihr Großvater von der Gestapo abgeholt wird. Die politische Lage in Deutschland spitzt sich immer weiter zu, doch entgegen aller Mahnungen weigert sich ihr Vater, ein jüdischer Arzt, das Land zu verlassen. Nur seine Tochter will er im Ausland in Sicherheit bringen. Aliza ist am Boden zerstört, dass sie Fabian, ihre große Liebe, zurücklassen muss. Beim Abschied versprechen sich die beiden, nach ihrer Rückkehr zu heiraten. Doch werden sie die Wirren des Krieges überstehen?


Am Schicksal der 17-jährigen Aliza Landau und ihrer Familie erzähle ich, warum so viele jüdische Menschen nicht sofort nach den ersten Pogromen das Land verlassen haben. Warum sie geblieben sind. Warum manche gehofft haben, Hitler und die Nazis würden vielleicht von den Alliierten gestoppt werden.


Zur Leserunde

Ihr mögt zeitgeschichtliche Schicksalsromane um eine große Liebe?

Dann ist "Wie der Wind und das Meer" genau das Richtige für euch.


Über das Buch:

»Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir ...«

München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, ist neun Jahre alt, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen …

Anmelden: bis 13. Oktober 2017

Start: 28. Oktober 2017

Bitte beachtet: Aus Zeitgründen begleite ich die Leserunde nur die ersten 2 Wochen bis zum 12. November, danach könnt ihr selbstständig weiterdiskutieren.


Teilnahmebedingungen:
  • Beantwortet die Frage, was euch an dem Buch reizt und warum ihr es lesen wollt.

  • Aktive Teilnahme an der Leserunde. Bewerbt Euch nur, wenn Ihr auch Zeit habt.

  • Abschließenden Rezension bis spätestens 1. Dezember und Einstellen mindestens bei AMAZON und LOVELYBOOKS











Letzter Beitrag von  hoonilivor einem Jahr
Zur Leserunde
Huhu!
Na Lust dieses Buch zu gewinnen?

Dann guckt bei mir vorbei:
http://sunangelsbuecherzauber.blogspot.de/2015/03/neue-verlosung.html

Liebe Grüße
Sonja
Letzter Beitrag von  Raintropsvor 4 Jahren
Sieht interessant aus und klingt gut;) würde gern mitmachen:)
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