Von Lilli Beck habe ich schon einige Bücher gelesen, die mir immer gut gefallen haben. „Die Farben unserer Träume“ konnte leider mit den anderen Romanen nicht mithalten. Ich brauchte etwas Erholung von Thrillern und war auf der Suche nach leichter Unterhaltung. Diesen Anspruch erfüllt das Buch durchaus, aber es hätte gerne etwas mitreißender sein können.
Das Frisörehepaar Sonnlechner wünscht sich schon lange ein Kind, als eines Tages ein Findelbaby vor der Tür liegt, dass sie auf unkonventionelle Art aufnehmen. Das Ehepaar wirkte auf mich wie zwei Rentner, auch wenn sie ja nicht sonderlich alt gewesen sein können. Ihr Auftreten wirkt sehr alt und sie bedienen sich einer sehr einfachen Sprache, wodurch sie nicht sonderlich gebildet wirken. Beide sind in ihrer Denkweise nicht sonderlich breit aufgestellt. Wie man es schon öfters gehört hat, stellt sich kurz nach der Adoption doch noch eine Schwangerschaft ein. Ebenso stereotyp geht die Geschichte weiter. Die leibliche Tocher Elsie sieht den Eltern ähnlich, hat dieselben Interessen und ist der Liebling. Während Anna sich wie das schwarze Schaf und in ihrer eigenen Familie fremd fühlt. Wenn es wenigstens andersherum gewesen wäre, aber so war es wirklich sehr simpel von der Handlung her. Anna sagt sich von der Familie los und versucht sich als Künstlerin. Das ganze Buch über passiert relativ wenig, bis es zu einem märchenhaften Happy-End voller Glück und Luxus kommt, welches wohl niemand glaubwürdig nennen kann.




























