Lilli Beck Glück und Glas

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Inhaltsangabe zu „Glück und Glas“ von Lilli Beck

Glück und Glas, wie leicht bricht das?

Am 7. Mai 1945 werden Marion und Hannelore in der Frauenklinik in der Münchener Maistraße geboren. Obwohl sie aus völlig unterschiedlichen Verhältnissen stammen, wachsen sie wie Schwestern auf und sind unzertrennlich. Doch als Marion sich an ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag in den falschen Mann verliebt, zerbricht ihre Freundschaft. Während der Kalte Krieg immer mehr eskaliert, die Studenten auf die Straße gehen und die ersten Kommunen entstehen, trennen sich ihre Wege endgültig. Die widerspenstige Marion wird Model; sie lernt viele Männer kennen, doch die Liebe nicht mehr. Hannelore studiert Jura, um Anwältin zu werden, doch das Leben hat andere Pläne mit ihr. Fünfzig Jahre später, am 7. Mai 2015, sollen sie sich zum ersten Mal wiedersehen – doch kann die Zeit alle Wunden heilen

Kurzweilige Geschichte über zwei Frauen der deutschen Nachkriegsgeneration und eine besondere Freundschaft.

— wasichgelesenhabe

Eine ruhig erzählte, aber tiefgehende Geschichte.

— AmyJBrown

Die Lebensgeschichte zweier Frauen - wunderbar erzählt mit vielen realen Fakten aus 7 Jahrzehnten

— Dataha

Wunderschöne Geschichte über eine Freundschaft.

— lui_1907

Wunderschöner Roman über Freundschaft und das Leben mit allen Höhen und Tiefen.

— steffi_68

Sehr schön geschrieben

— Melanie74

Leider abgebrochen. Ich habe mir sprachlich einfach mehr vom Buch versprochen!!

— schokoloko29

Tolle Geschichte über Freundschaft! Leseempfehlung!

— YvetteH

„Glück und Glas“ ist nicht nur ein Roman über Freundschaft, sondern auch über die deutsche Geschichte, Politik und Gesellschaft.

— FräuleinBriest

4,5 Sterne

— BelovedBooksByTine

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  • Eine Reise durch die deutsche Nachkriegszeit

    Glück und Glas

    wasichgelesenhabe

    12. December 2017 um 12:51

    Marion und Hannelore werden am 7. Mai 1945 in der gleichen Klinik geboren. Marions Mutter wurde kurz vor Ende des Krieges ausgebombt und steht ohne Dach über dem Kopf da, der Mann befindet sich in Kriegsgefangenschaft. Sie findet zusammen mit ihrer neugeborenen Tochter Unterschlupf bei Hanneslores Eltern, die aus wohlhabenden Verhältnissen stammen. Fortan wachsen die beiden Mädchen wie Schwestern zusammen auf, woraus sich eine tiefe Freundschaft entwickelt. Bis sich beide Frauen schließlich in den gleichen Mann verlieben...Der Roman steigt ein mit Marions Vorbereitungen zur Feier ihres 70. Geburtstag, den sie gemeinsam mit ihrer Freundin Hannelore feiern möchte. Während sie auf die Freundin wartet, erinnert sie sich an die zurückliegenden ereignisreichen 70 Lebensjahre. Dieser Tag ist der zentrale Punkt, an den die Geschichte immer wieder zurückkehrt. Die Erinnerungen werden hauptsächlich aus der Sicht von Marion geschildert, nehmen teilweise aber auch Hannelores Perspektive ein.Das Buch liest sich sehr gut und die Geschichte schreitet spannend und in einem gerade richtigen Erzähltempo voran. Zudem werden die Handlungen in die deutsche Nachkriegsgeschichte eingebettet, so dass es nebenbei auch noch informativ ist. Jedoch bleibt mir die Protagonistin Marion über den gesamten Verlauf merkwürdig fremd, gerade seit ihrer Zeit in Charlies Bar sind ihre Handlungen und Gedanken schwer nachvollziehbar. Genauso ging es mir mit der besonderen Freundschaft der beiden Frauen. Ihre Leben entwickeln sich so unterschiedlich, sie haben über Monate und später über Jahre keinen Kontakt und ich spürte einfach kein besonderes Band zwischen beiden, da wirken die kurzen beschriebenen Momente der Vertrautheit recht unglaubwürdig.Alles in Allem aber eine kurzweilige Geschichte über zwei Frauen der deutschen Nachkriegsgeneration, die sehr viel vom jeweiligen Zeitgeist und die Beschreibung ereignisreicher Jahre mitbringt.

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  • Eine berührende Geschichte über die Freundschaft.

    Glück und Glas

    AmyJBrown

    10. December 2017 um 12:37

    Handlung:Marion und Hannelore werden in der gleichen Klinik am gleichen Tag geboren. Marions Mutter wird später im Krieg ausgebombt und die beiden flüchten zu Hannelores Eltern. Die beiden wachsen zusammen auf, doch entwickeln sich so unterschiedlich, wie es extremer nicht mehr geht, dadurch verlieren sie sich irgendwann aus den Augen. Später gibt es ein Wiedersehen, doch es ist fraglich, ob man die Lücke füllen kann, die zwischen den Frauen entstanden ist.Die Handlung erscheint trotz der Ereignisse auf den ersten Blick eher leicht und unterhaltsam zu sein, doch die Tiefe der Geschichte kommt auf eine leise Art und Weise daher, was ich sehr angenehm empfand. Ich konnte mich gut fallen lassen und doch waren die Ereignisse spannend, denn gerade bei Marion habe ich die Dinge fast hautnah miterlebt. Das hat mich wieder etwas auf den Boden der Tatsachen zurück geholt und mir deutlich gemacht, wie gut ich es doch eigentlich in meinem Leben habe.Figuren:Marion nennt sich später Moon. Mal ist sie wohlhabend und mal nicht, mit jeder Situation kann sie scheinbar gut umgehen. Leider macht sie sich das Leben selbst schwer, weil sie sich immer mit den "falschen" Männern einlässt. Hannelore, Lore genannt, ist eher zielstrebig und weiß, dass sie studieren und Karriere machen will. Dieser Gegensatz der beiden ist das Salz in der Geschichtesuppe. Beide Mädels, später Frauen mochte ich gerne, nur hätte ich Moon des Öfteren gerne mal geschüttelt und zur Vernunft gebracht.Schreibstil:Der Schreibstil ist wie die Geschichte eher ruhig, aber sehr tiefgehend, was dem Leser die jeweiligen Ereignisse sehr nahe bringt. Auch die geschichtlichen Hintergründe spielen eine Rolle, was mir persönlich sehr zugesagt hat, weil ich mich für diese Zeit sehr interessiere.Fazit:Eine wirklich großartige Geschichte über die Freundschaft. Was mich hier leider gestört hat , war die Vorhersehbarkeit durch den Klappentext, deswegen gebe ich keine 5 Sterne. Trotzdem mochte ich den Roman gerne und kann ihn auch ruhigen Gewissens weiter empfehlen, wenn man sich als Leser für diese Zeit und das Setting interessiert.

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  • Eine berührende Geschichte einer Freundschaft zweier Frauen

    Glück und Glas

    kessi

    04. November 2017 um 16:12

     Glück und Glas " von Lilli Beck ist eine wundervolle und berührende Geschichte einer  Freundschaft zweier Frauen, die schicksalharter nicht sein kann.„Glück und Glas, wie leicht bricht das“ …liegt beides doch so na beieinander, Marion und Hannelore kommen am 07. Mai 1945 in derselben Frauenklinik in München zur Welt. Aber beide könnten unterschiedlicher nicht sein, Marions Mutter hat durch den Krieg alles verloren und hatte kein Dach mehr über den Kopf, war aber guter Hoffnung. Ein undenkbar schlechter Zeitpunkt, so blieb ihr nichts anderes übrig sich als Hausschwangere in der Klinik aufzuhalten. Während Hannelores Mutter aus reichem Haus stammt und mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wird.Hilde Lemberg und ihr Mann haben ein großes Herz und nehmen Elsa und ihre kleine Tochter Marion bei sich in ihrem, vom Krieg verschonten Haus, auf. Von da an wachsen die beiden Mädchen wie Geschwister auf und werden unzertrennlich.Schon während der Schulzeit zeichnet sich ab, dass sie unterschiedliche Richtungen einschlagen ,  Lore ist sehr ehrgeizig und weiß schon früh das sie Jura studieren möchte. Wohingegen Lore die Schule einfach nur scheußlich findet, was nicht zuletzt darauf zurück zuführen ist, dass sie wegen ihrer roten Haare ständig gehänselt wird. Marion möchte viel Geld verdienen um nie wieder hungern oder frieren zu müssen. Denn als ihr Vater nach seiner Gefangenschaft aus Russland zurück gekehrt war, mussten sie bei den Lembergs ausziehen. Und da München in Schutt und Asche lag, gab es kaum Wohnraum der einigermaßen heimelich gewesen ist.Beide gehen ihren Weg, Lore studiert Jura so wie sie es immer wollte, bis eines Tages ein Junger Mann in ihr Leben tritt und sich alles anders entwickelt. Moon ist Fotomodell und verdient , so wie sie  sich es als Kind schon gewünscht hat, viel Geld und bereist die Welt.Sie sind immer noch beste Freundin für immer und drei Tage und noch drei Tage, so haben sie es sich immer wieder geschworen. Doch an ihren gemeinsamen 22. Geburtstag gibt es eine schicksalhafte Begegnung, die die Freundschaft auf eine harte Probe stellen wird. Es folgen  turbulente und bewegende Jahre,  die bei beiden von Liebe, Eifersucht und tiefe Enttäuschung begleitet werden.2015 wollten sie gemeinsam ihren 70. Geburtstag feiern, wird es dazu kommen???Meine Meinung:Nachdem ich " Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck gelesen hatte,  habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Ich war voller Erwartung, wie die Geschichte von Marion und Hannelore mit teilweise autobiographischen Hintergrund erzählt wird.Der Schreibstil ist sehr gefühlvoll und lebensecht, so das ich von der ersten Seite an dachte ich sehe einen Film und bin ganz in das Leben der beiden abgetaucht. Ganz nebenbei fließt die weltgeschichtliche Entwicklung des 19. Jahrhunderts mit ein. Der Leser bekommt einen Einblick wie sich Deutschlan und die Welt, aber vor allem das Leben von  Lore und Moon,  von 1945 bis 2015 verändert. Die Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen und waren mir immer sympathisch, egal wie sie ihr Leben bestritten.Für mich ist Lilli Beck eine herausragende Autorin, da sie es mit ihren Büchern jedes Mal schafft mich tief zu berühren und in eine andere Welt zu entführen. Es sind Geschichten wie es das Leben schreibt und somit so real machen.

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  • Emotionale Zeitreise durch sieben Jahrzehnte

    Glück und Glas

    ulistuttgart

    17. October 2017 um 18:06

    Glück und Glas von Lilli BeckErschienen 2015 im blanvalet-VerlagZum Inhalt:Marion und Hannelore werden am 7. Mai 1945 im selben Krankenhaus in München geboren.Die Mädchen wachsen als Freundinnen in unterschiedlichen familiären Verhältnissen auf. Hannelore muss in der Nachkriegszeit kaum auf etwas verzichten,  kann das Gymnasium besuchen und möchte Jura studieren.  Marion dagegen muss und möchte schnell ihr eigenes Geld verdienen und träumt davon einmal reich zu sein. Mit einer Friseurlehre beginnt sie ihr Berufsleben. Allerdings hat sie Probleme mit ihrem Chef und versucht daher ihr Glück als Kellnerin in einem Nachtclub. Dort wird Marion von einem Fotografen entdeckt, der von ihren roten Haaren und ihrer Figur ganz begeistert ist. Marion nennt sich von nun an Moon.Das Schicksal trennt Hannelore und Moon und beide erfahren am eigenen Leib um die Bedeutung des Sprichwortes „Glück und Glas, wie leicht bricht das“  … Zitate:„Vollkommen gesund, bis auf die roten Haare.“   S.23„Aber wenns doch ein Mäderl wird,  was Gott verhüten möge,  dann nennen wir es halt Marion nach meiner Schwester.“  Briefauszug  S. 26Eigene Meinung:Sehr ansprechendes Cover mit den beiden Freundinnen, die Arm in Arm mit geflochtenen Zöpfen und ihren Lederschulranzen auf Kopfsteinpflaster den gemeinsamen Weg gehen.  Das Cover passt perfekt zur Geschichte und macht neugierig auf das Leben der beiden Mädchen. Lilli Beck hat mich mit Glück und Glas wiedermal total in ihren Bann gezogen!! Es ist ein wunderbarer, emotionaler Roman,  bei dem man sich sofort in die jeweilige Zeit versetzt fühlt. Das gelingt ihr u.a. auch dadurch, dass sie in ihrer Geschichte,  die in den Jahren 1945 bis 2015 spielt, viele Geschehnisse mit einfließen lässt, wie z.B.: Wirtschaftswunder, die wilden 60er, Finanzkrise usw.Mir hat das Buch sehr gut gefallen.  Der Schreibstil von Lilli Beck liegt mir sehr. Sie schreibt flüssig und leicht verständlich. Ein wahres Lesevergnügen mit absoluter Leseempfehlung!!!Und natürlich 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐

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  • Eine bewegende und berührende Geschichte

    Glück und Glas

    zauberblume

    16. January 2017 um 19:37

    In ihrem Roman "Glück und Glas" entführt uns die Autorin Lilli Beck in die Landshauptstadt München. Hier lernen wir zwei besondere Protagonistinnen kennen, die wir von ihrer Geburt bis zu ihrem 70. Geburtstag begleiten dürfen.Dies sind Marion und Hannelore. Sie werden am 7. Mai 1945 in der Frauenklinik in der Münchner Maistraße geboren. Obwohl sie aus unterschiedlichen Verhältnissen kommen, wachsen sie wie Schwestern auf und sind unzertrennlich. Bis sich Marion an ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag verliebt, die Freundschaft zerbricht. Während der kalte Krieg immer mehr eskaliert, die Studenten auf die Straße gehen und die ersten Kommunen entstehen, trennen sich ihre Wege endgültig. Die widerspentige Marion wird Fotomodel, hat großen Erfolg im Beruf, aber kein Glück in der Liebe. Hannelore, die Ergeizige, studiert Jura um Anwältin zu werden. Doch das Leben hat für sie andere Pläne. Und dann wollen die beiden am 7. Mai 2015 gemeinsam ihren 70. Geburtstag feiern. Doch kann die Zeit alle Wunden heilen?Nach Beendigung des Buches bin ich tief berührt. Der Schreibstil der Autorin ist herausragend. Ich bin völlig eingetaucht in die Geschichte. Wenn ich die Augen schließe, habe ich viele Bilder aus dem Roman vor Augen. Ich bin in München und Paris. Sehe Moon vor mir, wie sie in der Schule gehänselt wird, ihre Lehre beginnt und dann der Aufstieg zum Fotomodel. Joe war auch ein besonderer Fotograf, der traumhafte Bilder geschaffen hat. Aber Moon hat mir leidgetan, in der Liebe fehlte ihr wirklich das Glück. Ich kann mir auch die Komune super vorstellen, das waren vielleicht Zeiten. Und dann ist da die zielstrebige Hannelore, der die Liebe einen Strich durch ihre Pläne gemacht hat. Sie hat ein anderes Leben als Moon, wächst in einer wohlhabenden Familie auf und es fehlt ihr an nichts. Sie erreicht im Leben alles was sie sich wünscht. Aber Glück und Glas .... wie wahr.  Auch bekommen wir beim Lesen Einblicke in die Geschichte, die Aufstände und viele Dinge, die schon etwas in Vergessenheit geraten sind. Das gefällt mir ganz besonders. Wir erleben mit Marion und Hannelore eine ganze Zeitepoche, in der wirklich viel passiert ist. Für mich ein absolutes Lesehighlight, das für vergnügliche, aber auch nachdenklich Lesestunden gesorgt hat. Den Titel finde ich klasse, denn darin steckt so viel Wahrheit wie wir auch beim Lesen der Geschichte erfahren durften. Und das Cover ist ein echter Hingucker. Die zwei Unzertrennlichen auf dem Weg zu Schule. Für dieses absolute Traumbuch vergebe ich gerne 5 Sterne.

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  • 70 Jahre deutsche Geschichte und eine innige Frauenfreundschaft

    Glück und Glas

    winter-chill

    10. December 2016 um 19:21

    Stunde Null in Deutschland: Der Zweite Weltkrieg ist offiziell vorbei – in der Münchner Frauenklinik werden fast zur gleichen Zeit zwei Mädchen geboren: Hannelore und Marion. Obwohl sie aus unterschiedlichen familiären Verhältnissen stammen, wachsen die beiden Mädchen wie Schwestern auf und werden zu besten Freundinnen. Die Freundschaft bleibt sogar bestehen, als sich die Wege der Mädchen immer stärker zu trennen beginnen: Hannelore wird aufs Gymnasium geschickt, studiert später Jura. Die widerspenstige Marion schafft die Schule nur mit Ach und Krach, wird aber als Fotomodel entdeckt und jettet um die Welt. Doch eines Tages geschieht etwas, an dem die Freundschaft der beiden zerbricht. Lili Beck hat mit „Glück und Glas“ einen unterhaltsamen Roman über eine innige Freundschaft vorgelegt, gleichzeitig ist der Roman aber auch ein geschichtlicher Streifzug durch 70 Jahrzehnte deutsche Geschichte. Wir begleiten die Freundinnen von 1945 bis zu ihrem 70. Geburtstag im Jahr 2015 und streifen dabei alle wichtigen Ereignisse des letzten Jahrhunderts: Angefangen vom entbehrungsreichen Leben direkt nach dem Krieg im zerstörten München, dem Wiederaufbau und dem Wirtschaftswunder bis hin zu den Studentenkrawallen in den 60er und der Finanzkrise in den 90er. Aber auch die Modetrends der Jahrzehnte, Wohn- und Arbeitssituationen und die Rolle der Frau werden aufgegriffen. Wobei der Schwerpunkt im Roman schon eher auf den 1960er Jahren liegt – später werden die Zeitsprünge immer etwas schneller und größer. Der Schreibstil ist zwar nichts Besonders und vielleicht ein bisschen 0815, aber ich hab ihn als sehr angenehm und kurzweilig empfunden. Weil Lili Beck auch ein paar autobiographische Aspekte in den Roman mit einfließen hat lassen – sie selbst hat in den 60er und 70er Jahren auch als Model gearbeitet – sind gerade die Szenen um Marion sehr bildlich und authentisch gelungen. In der Summe ein unterhaltsamer Roman für alle, die sich für die Kulturgeschichte des letzten Jahrhunderts interessieren und Geschichten über Frauenschicksale mögen.

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  • Die Geschichte einer lebenslangen Freundschaft

    Glück und Glas

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. August 2016 um 16:40

    An einem Tag im Mai 1945 kommen zwei Mädchen zur Welt: Hannelore und Marion, die Töchter von zwei sehr unterschiedlichen Frauen:Hannelore stammt aus einer Schuhdynastie und lebt in Reichtum und Kultur, Marion ist eine Arbeitertochter, der Vater noch in Kriegsgefangenschaft, so dass die Mutter als Haushälterin in Hannelores Familie anfängt. Ihre Kinder wachsen zusammen auf und verlieren sich auch als Erwachsene nicht aus den Augen. Während sie ihr Leben leben, ihre kleinen und großen Dramen ausstehen, kann der Leser die deutsche Nachkriegsgeschichte bis zur Gegenwart miterleben: von den Mängeln in den Nachkriegsjahren, dem Wirtschaftswunder, der Emanzipation, Anschlägen der RAF, wirtschaftlicher Niedergang, 11. September... bis zur Gegenwart, der 70. Geburtstag, zu dem Marion Hannelore eingeladen hat, nachdem sie sich über einige Sachen ausgesprochen haben, die sie seinerzeit entzweit hatte. Während Marion auf ihre Freundin wartet und Umzugskartons in ihrer neuen Wohnung auspackt, erinnert sie sich an ihr Leben... Dieses Buch ist private, intime Familien- und Freundschaftsgeschichte und großangelegtes Porträt und Gesellschaftsroman der Bundesrepublik Deutschland von 1945 bis 2016 zugleich. Manche Ereignisse werden nur im "Vorbeiflug" erwähnt, was ich als in den 1980ern Geborene etwas schade finde, andere wiederum sehr ausgeschmückt, was toll ist, etwa, wenn ein Anschlag auf dem Münchner Oktoberfest verübt wird und Marion um Hannelore bangen muss. Auch der Erzählstil ist ein Auf und Ab, vor allem der Anfang gefiel mir nicht, er war für mich sehr seifenopernhaft, dann wiederum gab es Kapitel, die wirklich sehr schön und emotional zu lesen waren, etwa die Kinderjahre Marions und Hannelores mit den vielen Entbehrungen, den Enttäuschungen und Schulsorgen. Nicht so interessant fand ich dagegen die Beschreibungen der Modestile und Kleidungsstücke, da ich mir diese nicht wirklich vorstellen konnte durch die Beschreibungen und diese damit einfach überlesen musste. Das ist halt Geschmackssache und innerhalb der Geschichte, da Marion ein Model wird, nachvollziehbar, aber für mich etwas "too much", zu detailliert. Hannelore hatte im Verhältnis zu Marion weniger Kapitel, vor allem am Ende, das fand ich auch etwas schade.Insgesamt ein sehr interessanter, über weite Teile bewegender Roman über zwei Frauen und ihr Werdegang in Deutschland und dabei unterhaltsam und gut zu lesen, während man nebenher noch eine Menge lernt über die Vergangenheit und auch über seine heute  lebenden älteren Mitmenschen mit ihren Schrullen, die ich mir nun nach der Lektüre besser erklären kann. 

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  • -Lesehighlight - Das Buch des Lebens bist du selbst

    Glück und Glas

    Lesegenuss

    04. August 2016 um 10:41

    Leben lässt sich nur rückwärts betrachtet verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden Søren Kierkegaard Es war der 7. Mai 1945 und endlich das Ende des Zweiten Weltkriegs. Die junge Frau Elsa,. die als "Hochschwangere" in der Frauenklinik in München in der Maistraße untergekommen war, war in dieser untergekommen. Sie arbeitete in der Großküche und als Gegenleistung hatte sie sich verpflichtet, vor Schülerinnen und Studenten im Hörsaal ihr Kind zur Welt zu bringen. Sozusagen als Schauobjekt. Erst im letzten Oktober war ihr Mann zurück an die Ostfront. Sie hatte so viel verloren und um das Kind nicht in den Trümmern zur Welt zu bringen, hatte sie diesen Schritt gewagt. Als sie merkt, dass die Geburt in Gang setzt flüchtet sie aus der Küche. In einem Privatzimmer findet sie Unterschlupf und Hilfe von Hilde Lemberg. Diese wurde ihre Lebensretterin. Hilde bekam am gleichen Tag ihr Kind, Hannelore. Später geht Elsa mit Marion zu den Lembergs und kann dort bleiben. Sie macht sich überall nützlich. Die beiden Mädchen wachsen zusammen auf. Sie sind unzertrennlich. Doch es kommt der Zeitpunkt, da sich ihre Wege trennen. Sehr beeindruckend die Schilderungen der damaligen Lebensumstände, sowohl die Nachkriegszeit als auch die Entwicklung der beiden jungen Frauen. Im Vordergrund steht Marion, die sich im weiteren Leben Moon nennt. Beeindruckend und in allem vorstellbar ihr Werdegang. Beide Frauen treffen sich zu ihrem 70. Geburtstag in Monikas Wohnung. Als Kind der 50er Jahre war es eine ganz besondere Lesereise, die ich mit "Glück und Glas" unternommen habe. Die damalige Stellung der Frau in der Gesellschaft, es hat sich viel getan, aber dennoch nicht genug. Was kann eine Freundschaft aushalten? Übersteht die innige Verbindung von Marion und Hannelore die Stürme des Lebens? Die Autorin Lilli Beck überzeugt durch einen klaren Schreibstil und ihrem Gespür dafür, Szenen emotinal sehr gut auf den Leser zu übertragen. "Glück und Glas" - eine Zeitreise ins letzte Jahrhundert, über die Liebe, Verlust, Ängste und Hoffnung, der Bedeutung, was Freundschaft heißt. Es berührt, erinnert, meine Leseempfehlung! Für mich ein weiteres Lesehighlight in diesem Jahr!

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    • 3
  • Für immer! und drei Tage!

    Glück und Glas

    YvetteH

    18. July 2016 um 17:24

    Klappentext:Glück und Glas, wie leicht bricht das? Am 7. Mai 1945 werden Marion und Hannelore in der Frauenklinik in der Münchener Maistraße geboren. Obwohl sie aus völlig unterschiedlichen Verhältnissen stammen, wachsen sie wie Schwestern auf und sind unzertrennlich. Doch als Marion sich an ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag in den falschen Mann verliebt, zerbricht ihre Freundschaft. Während der Kalte Krieg immer mehr eskaliert, die Studenten auf die Straße gehen und die ersten Kommunen entstehen, trennen sich ihre Wege endgültig. Die widerspenstige Marion wird Model; sie lernt viele Männer kennen, doch die Liebe nicht mehr. Hannelore studiert Jura, um Anwältin zu werden, doch das Leben hat andere Pläne mit ihr. Fünfzig Jahre später, am 7. Mai 2015, sollen sie sich zum ersten Mal wiedersehen – doch kann die Zeit alle Wunden heilenMeine Meinung:Für mich war es ein toller Exkurs durch die deutsche Zeitgeschichte und eine wundervolle Geschichte über eine Freundschaft. Ein flüssiger und eingängiger Schreibstil machte das Buch zum Lesevergnügen. Erzählt wird die Geschichte von Marion (Moon) und Hannelore vorwiegend aus der Sicht von Moon.Die Protagonisten werden gut beschrieben und man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt und möchte diese beiden, scheinbar naiven, Frauen immer mal schütteln. Aber was heutzutage naiv erschein, war damals normal. Lore hat ein scheinbar langweiliges und vorgezeichnetes Leben, während Moon ein aufregendes JetSet-Leben führt - aber wer von Beiden hat jetzt Glück? Und wessen Glück zerbricht? Findet es selbst heraus!Das Buch führt den Leser durch 70 Jahre deutsche Geschichte - von 1945 - 2015 und die Handlung ist gut nachvollziehbar und auch zu keiner Zeit langweilig.Mein Fazit:Ein Buch, das ich gern weiterempfehle.5 Sterne.

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    • 2
  • Ein Streifzug durch die Geschichte

    Glück und Glas

    Maerchenbuch

    06. June 2016 um 16:14

    Die beiden Mädchen Hannelore und Marion werden am selben Tag im Jahr 1945 in der Münchner Frauenklinik geboren. Während Hannelore aus einer wohlhabenden Industriellenfamilie stammt, die ihr Geld seit Generationen mit einer eigenen Schuhfabrik verdient, kommt Marion aus ärmlichen Verhältnissen. Marions Mutter ist mittellos und zu ihrem Vater, der zunächst in Kriegsgefangenschaft ausharrt, hat das Arbeiterkind ein liebloses und distanziertes Verhältnis. Durch einen glücklichen Zufall findet Marions Mutter bei Hannelores Familie Arbeit als Haushaltshilfe und so wachsen „Lore“ und „Moon“, wie sich die beiden Mädchen nennen, wie Schwestern auf und werden zu unzertrennlichen Freundinnen. Den Mädchen sind finanzielle und soziale Unterschiede völlig gleichgültig, denn sie spüren eine tiefe Verbundenheit und von Hannelores Eltern wird Marion ebenfalls liebevoll unterstützt. Doch bald trennen sich die Wege der beiden! Während die bildhübsche Moon, die mit ihren feuerroten Locken alle Blicke auf sich zieht, von einer Karriere als erfolgreiche Modeschöpferin träumt und die Welt erobern möchte, entscheidet sich die bodenständige Lore Anwältin zu werden. Welche Pläne das Leben für die Mädchen schlussendlich bereithält, dass kann der Leser auf rund 500 Seiten gespannt mitverfolgen. Wir begleiten die beiden auf ihrem Lebensweg und sind Zeuge vieler Höhen und Tiefen. Wir lesen über Schicksalsschläge, Liebschaften, gemeinsame Erinnerungen, aber auch über Zeiten in denen Funkstille zwischen den Freundinnen herrscht.Von der schwierigen Nachkriegszeit über die wilden Siebziger bis ins Jahr 2015, unternehmen wir eine interessante Zeitreise durch die deutsche Geschichte. Die Autorin hat in ihrem Roman einige Aspekte aus ihrem eigenen Leben einfließen lassen und so ist es ihr besonders gut gelungen bildhafte Szenen entstehen zu lassen und die verschiedenen Stimmungen der unterschiedlichen Jahrzehnte gekonnt einzufangen.Wir bekommen Einblicke in die Lebensart der jeweiligen Dekade und können Entwicklungen und Neuerungen miterleben. Die Rolle der Frau, die Wohn- und Arbeitssituation, Farbfernsehen, Aids und die Erfindung der Anti-Baby-Pille, sind nur einige Themen die in „Glück und Glas“ aufgegriffen werden. Auch die Modetrends der verschiedenen Jahrzehnte werden anschaulich beschrieben. Hannelore und Marion sind mir sofort ans Herz gewachsen und auch die Nebencharaktere wurden äußerst authentisch gezeichnet und waren verantwortlich für viele schicksalshafte Entscheidungen der beiden Mädchen. Der Roman konnte mich von Beginn an fesseln, denn ich wollte unbedingt wissen für welchen Lebensweg sich Lore und Moon entscheiden werden und ob es zu einem Bruch der Freundschaft kommen wird. Ich habe mich an keiner Stelle gelangweilt, denn neben der berührenden Schilderung dieser besonderen Verbindung, konnte mich das Buch mit gelebter Geschichte und einem Streifzug durch die Vergangenheit äußerst gut unterhalten. Lediglich das Ende des Buches konnte mich leider nicht ganz  überzeugen, doch an dieser Stelle sei natürlich nicht zu viel verraten.

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  • Der Leser beginnt zu verstehen, wie das Damals zum Heute beigetragen hat

    Glück und Glas

    FräuleinBriest

    20. May 2016 um 13:56

    „Am 7. Mai 1945 werden Marion und Hannelore in der Frauenklinik in der Münchner Maistraße geboren. Obwohl sie aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen stammen, wachsen sie wie Schwestern auf und sind unzertrennlich. Doch als Marion sich an ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag verliebt, zerbricht ihre Freundschaft. Während der Kalte Krieg immer mehr eskaliert, die Studenten auf die Straße gehen und die ersten Kommunen entstehen, trennen sich ihre Wege endgültig. Die widerspenstige Marion wird Fotomodel, hat großen Erfolg im Beruf, aber kein Glück in der Liebe. Hannelore studiert Jura, um Anwältin zu werden, doch das Leben hat andere Pläne mit ihr. Jahrzehnte später, am 7. Mai 2015, wollen sie ihren siebzigsten Geburtstag zusammen feiern – doch kann die Zeit alle Wunden heilen?“**Quelle: blanvalet Lore und Moon kommen in der Nacht, in der auch der 2. Weltkrieg endet, in einer Münchener Klinik auf die Welt. Elsa, Moons Mutter und Hilde, die Mutter von Hannelore, von allen nur Lore genannt, freunden sich an. Hilde, verheiratet mit dem großbürgerlichen Schuhfabrikanten Lemberg,  kümmert sich um Elsa, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt und nach dem Krieg keine Bleibe hat, und nimmt sie bei sich als Haushälterin auf. Die Mädchen wachsen wie Schwestern auf  – bis Elsas rüder Ehemann aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt und Lore aufs Gymnasium geht. Von hier an entwickeln sich die Lebenswege der beiden sehr unterschiedlich:Hannelore studiert Jura, verliebt sich in einen Kommilitonen, heiratet und bleibt lebenslang in der bürgerlichen Enge haften und versucht den sich selbst auferlegten Konventionen zu entsprechen. Moon jedoch findet keine Linie in ihrem Leben. Sie bricht mit ihren Eltern und versucht sich als Frisörin, Hippie, als Model und später als Designerin. Doch niemals findet sie die wahre Liebe in ihrem Leben und bleibt auf der ewigen Suche. Erst an ihrem 70. Geburtstag, den Lore und Moon gemeinsam feiern wollen, finden die Freundinnen nach Jahren wieder zueinander. „Glück und Glas“ ist ein Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt. Einmal in der lektorischen Gegenwart, nämlich dem 70. Geburtstag der Frauen, und in der Vergangenheit, zu der die Autorin Lilli Beck aus den gegenwärtigen Kapiteln wunderbare Übergänge schreibt. So verfolgt der Leser die Lebensgeschichten der Protagonistinnen –  immer aus der Perspektive von Moon-  aus Sicht des allwissenden Erzählers.Obwohl Lore und Moon die Hauptfiguren des Romans sind, steht Moon immer im Vordergrund – wie sie auch im wirklichen Leben stets die Aufmerksamkeit auf sich zieht und im Mittelpunkt des Geschehens steht. Moon flattert durch die Geschichte und das Leben wie ein Nachtfalter. Sie fliegt immer dem Licht nach, kann es aber nie erreichen und erlebt dabei viele Höhen und Tiefen.Lore wird als eher bieder beschrieben. Sie verfolgt den klassischen Weg des Hausmütterchens, das für Mann und Kind alles opfert – sogar ihren Traum als Anwältin zu arbeiten und versucht dabei immer mit einer sauberen Weste dazustehen. Mit der Beschreibung der unterschiedlichen Lebensstile der beiden Frauen spiegelt Lilli Beck die Dualität der deutschen Gesellschaft in der Nachkriegsgeschichte wieder.Die Biederkeit des deutschen Bürgertums einerseits im Kontrast zu denjenigen, die die Gegenkultur lebten, und sich den bestehenden gesellschaftlichen und politischen Normen und Werten verweigerten. Lilli Beck schaffte es, mit ihrem Roman „Glück und Glas“ einen kleinen aber feinen Gesellschaftsroman zu schreiben.Anhand der Freundschafts- und Lebensgeschichte von Lore und Moon lässt sie den Leser das Leben im Nachkriegsdeutschland miterleben. Der Leser wird entführt in längst vergessene und verdrängte historische Episoden Deutschlands und wird erinnert an die Lebensarten, die weitergeführt und neu erfunden wurden. Er beginnt zu verstehen, wie das Damals zum Heute beigetragen hat. Lilli Becks Roman ist wirklich bezaubernd. Auf ganz wunderbare erzählerische Weise nimmt sie den Leser mit auf eine historische Reise –  auf dem Rücken von Lore und Moon. „Glück und Glas“ ist nicht nur ein Roman über Freundschaft, sondern auch über die deutsche Geschichte, Politik und Gesellschaft. Über die Autorin*Lilli Beck wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie Brigitte, Burda-Moden und TWEN. Sie war Pirelli-Kühlerfigur und Covergirl auf der LP Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz von Marius Müller-Westernhagen. Glück und Glas ist sowohl eine romanhafte Autobiografie als auch der Roman einer ganzen Generation.*Quelle: blanvalet

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  • Traurig, Wahrheit und trotzdem schön

    Glück und Glas

    BelovedBooksByTine

    26. April 2016 um 11:36

    Meine Rezension:
    http://lovelybooksbytine.blogspot.de/2016/04/rezension-gluck-und-glas-von-lilli-beck.html

  • Eine Reise durch 70 spannende Jahre

    Glück und Glas

    Drei-Lockenkoepfe

    21. April 2016 um 09:36

    Die Freundinnen Marion und Hannelore, die durch Schicksalsfügung am selben Tag geboren wurden, erzählen uns ihre Lebensgeschichte.Dies war es schon an Gemeinsamkeiten. Die Mädchen sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Durch den Krieg und dessen Umstände werden die Mütter Freundinnen und somit auch sie. Gemeinsam erleben sie ihre ersten Jahre. Doch wie es im Leben nun mal ist, geht jedes Kind seinen Weg. Die Autorin Lilli Beck hat eine gefühlvolle Geschichte geschrieben, die 7 Jahrzehnte überdauert. Die beiden Hauptprotagonisten Moon und Lore können unterschiedlicher nicht sein. Lore die Studierte aus gut Bürgerlichem Hause und ihre Freundin Moon. Deren Eltern als Arbeiterfamilie gerade über die Runden kamen. Auch das weitere Leben der beiden zeigt zwei Welten auf. Dennoch sind sie seit Kindertagen unzertrennlich. Marion (Moon) ist eine lebenshungrige, abenteuerlustige Person. Sie findet immer ihren Weg, wie aussichtslos er auch sein mag. Hannelore (Lore) dagegen lebt als Hausfrau und Mutter ehr zurückgezogen. Mir hat sehr gut gefallen das die Freundschaft für die beiden immer an erster Stelle stand. Egal welche Schwierigkeiten aufkamen, sie fanden immer wieder zusammen. Überwiegend wird die Geschichte von Marion erzählt. Hannelore ist ein Teil ihres Lebens und sie bindet ihre Geschichte in die eigene ein. Leider erfahren wir so nur am Rande von Lores Leben. Lilli Beck lässt zwei Menschenleben Revue passieren. Die Lebensgeschichte der Freundinnen liest sich flüssig. Sehr nett fand ich die vielen Produktbezeichnungen und Eigennamen, die mich mit einem schmunzeln an meine Vergangenheit denken liessen. Auch fliessen viele Geschichtliche Fakten mit ein, so beginnt sie mit dem Ende des zweiten Weltkrieges und Endet 2015 mit dem 70 Geburtstag der beiden Frauen. Immer wieder erarbeitete mein Kopfkino zu den Ereignissen seine eigenen Bilder. Auch wenn das Ende sehr schnell kam, ein wenig Ausführlicher hätte ich mir das Wiedersehen gewünscht. Es wirkte etwas gedrungen, als ob die Autorin das Buch zusammen kürzen musste."Glück und Glas" ist eine schöne Biografie. Mir hat die Reise durch 70 spannende und mitreissende Jahre gut gefallen. Ich erlebte Gute und auch Schlechte Zeiten. Viele weitere Informationen, Fotos, Termine findet ihr auf der Homepage der Autorin. Der Verlag bietet auf seiner Seite eine Leseprobe zum Buch an. 

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  • Mit Freundschaft durch Jahrzehnte

    Glück und Glas

    Tata87

    10. March 2016 um 21:14

    Dieses Buch hat mich schon sehr berührt. Und ich muss sagen, das ich froh bin in "normalen" Verhältnissen aufgewachsen zu sein und zu leben! Unterschiedlicher können sich zwei Menschen nicht sein. Die eine wohlhabend und gut situiert, die andere das genaue Gegenteil. Zwei Mütter im zerbombten München, hochschwanger und in einer Extremsituation. Geboren werden 2 gesunde Mädchen - Marion und Hannelore. Marions Mutter ist alleine, weil der Vater des Kindes noch nicht wieder aus dem Krieg zurück gekehrt ist und weil ihre Mutter "nur" eine "normale" Hausfrau ist muss sie sich und die Geburt ihres Kindes in aller Öffentlichkeit vor Schülern und lernenden Ärzten präsentieren. Genau dies will sie aber nicht und "flüchtet ausgerechnet in das Zimmer von Hannelores Mutter, welche doch sehr gut situiert ist und Mitleid mit Elsa hat. Die beiden Mädchen wachsen praktisch miteinander auf und bleiben - so scheint es - für immer Freunde. Als alles anders kommt ist man als Leser sehr ergriffen. So kommt es, das Elsa bei Hilde als Haushälterin eingestellt wird und ihr kleines Kind sogar mit zur Arbeit bringen kann... Lilli Beck beschreibt hier mehrere Jahrzehnte, von einer Freundshaft die durch Krieg, Studium, Lieben und Leben geht, doch kann sie halten? Der Schreibstil ist gut leserlich, man findet super in das Buch und wird von der Geschichte "gefangen" genommen. Ein sehr empfehlenswertes Buch wie ich finde. 

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  • Berührende Geschichte einer Freundschaft in 70 Jahren deutscher Geschichte

    Glück und Glas

    petra_radtke

    07. March 2016 um 20:00

    Die Schriftstellerin nimmt uns mit auf eine Zeitreise beginnend im Mai 1945 bis 2015. Sie erzählt die Geschichte einer Freundschaft zwischen Marion - später genannt Moon - und Hannelore - kurz Lore- die in den Wirren der letzten Tage des 2. Weltkrieges im selben Krankenhaus in München geboren werden und trotz ihrer sehr verschiedenen Herkunft ein Leben lang eine Freundschaft erleben werden, mit Höhen und Tiefen, wie das Leben so spielt.... Alles dreht sich in der Geschichte um den 70. Geburtstag der beiden Freundinnen, an dem Moon in ihrer neuen Wohnung sehnsuchtsvoll auf ihre Freundin Lore wartet, denn sie wollen nach vielen Jahren endlich wieder einmal ihren Geburtstag gemeinsam feiern. Dabei kommen in Moon Erinnerungen an ihre vergangenen Lebensjahre hoch. In den Kapiteln des Buches, die immer die Daten und Orte der Erlebnisse aus Moons und Lores Leben als Überschrift haben, werden sehr bildhaft die Ereignisse von 70 Jahren deutscher Geschichte  geschildert, besonders in München, und mit den Erlebnissen der Mädchen und später Frauen verbunden. Das gelingt Lilli Beck ganz hervorragend, da der Roman auch viele autobiographische Erlebnisse beinhaltet. Als Leser erlebt man die Ereignisse hautnah mit, ob es der Kampf von Moons Mutter um die Liebe ihres aus Kriegsgefangenschaft heimgekehrten Mannes ist oder die Suche von Moon nach einem Platz im Leben. Ihre Erlebnisse während der Ausbildung in einem Friseursalon - wo sie erfahren muss, dass es Männer gibt, die keine Achtung vor den Frauen haben und sie von ihrem Chef vergewaltigt wird oder später ihr Leben in einer Kommune der 68iger Jahre, zeigen wie stark sie selber ist und dass sie sich nicht abbringen lässt, ihrem Leben einen Sinn zu geben und ihre Träume zu verwirklichen. Dagegen wächst Lore behütet in einer reichen Familie auf und ihr Ziel ist es, auch durch den Einblick in das karge schwere Leben ihrer Freundin, Jura zu studieren und als Anwältin für Gerechtigkeit für alle Menschen einzutreten. Moon träumt davon eines Tages Mode zu entwerfen. Ihre roten Locken, die ihr in der Kindheit nur Spott in der Schule einbrachten, verhelfen ihr eines Tages zu einem Job als Fotomodell. Ihr Glück scheint perfekt, denn sie wird weltweit gebucht und hofft mit dem verdienten Geld eine Grundlage für ihr Modelabel zu erreichen. Doch wie der Titel des Buches schon sagt : Glück und Glas....wie leicht bricht das !  Auch Lore ahnt nicht, dass ihre große Liebe, ihr nie die Freiheit geben wird, nach der sie sich so sehnt- eine erfolgreiche Anwältin zu werden. Denn damals gehörte die Frau an den Herd und in erster Linie war sie für die Erziehung der Kinder verantwortlich und musste ihren Mann um Erlaubnis fragen, wenn sie arbeiten gehen wollte.  Auch liegt ein dunkler Schatten über ihrer Ehe, an dem ihre beste Freundin Moon nicht ganz unschuldig ist hervorgerufen.... Werden alle Träume der beiden Freundinnen ein gutes Ende finden?  Wird ihre Freundschaft zerbrechen oder werden sie ihren 70. Geburtstag gemeinsam feiern und wieder zusammen finden? Diese Fragen werden in der Handlung des Romans beantwortet, wobei auch einige ungeahnte Wendungen im Geschehen vorkommen, die den Leser wirklich überraschen. Mir hat dieser Roman großartig gefallen. Ich habe besonders Moon ins Herz geschlossen und mit ihr gebangt und gehofft....Viele Ereignisse der damaligen Zeit, die ich selber nur aus Dokumentarfilmen oder aus den Nachrichten kenne, wurden hier im Buch wieder lebendig.  Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen und möchte mich für sehr einfühlsame spannende Lesestunden bei Lilli Beck bedanken.  

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