Lilli Beck Liebe auf den letzten Blick

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Inhaltsangabe zu „Liebe auf den letzten Blick“ von Lilli Beck

Trau keinem unter 60! Vier Umzüge und ein Todesfall: Mathilde und ihre Freundinnen gründen eine WG, um dem drohenden Seniorenheim zu entrinnen. Doch offensichtlich ist man mit 60 nicht viel schlauer als mit 20, und der schöne Plan schlägt fehl. Statt in der Oldie-Idylle finden sich die vier plötzlich im Mehrgenerationen-Chaos wieder. Und dass die Hormone genauso verrückt spielen wie früher, merken sie nicht nur an Hitzewallungen. Machen wir uns nichts vor: Eher bricht der Weltfrieden aus, als dass eine Frau über fünfzig noch einen Mann findet. Wer in dem Alter noch frei rumschlurft, braucht höchstens eine Krankenschwester. Eigentlich sind die vier die perfekte Besetzung für das, was sie vorhaben: Mathilde Opitz, patente Chefbuchhalterin in Frührente, die gut konservierte Star-Stylistin Irma, der gemütliche Gustl, der endlich den Tod seiner Frau überwinden will, und die lebenslustige Amelie, die ihm nur zu gern dabei behilflich wäre. Sie bringen alles mit, was eine WG in ihrer Altersklasse braucht: Erfahrungen mit den Kommunen der 68er, Kochkünste und die Erkenntnis, dass Altwerden nichts für Feiglinge ist. Und schließlich sollte man mit sechzig doch so abgeklärt sein, dass das Zusammenleben leichter fällt als in Sturm-und-Drang-Zeiten. Doch im Gegenteil: Schon bald gerät die WG in die Krise, und Mathilde ist auf der Suche nach zahlungskräftigen Mitbewohnern. Ausgerechnet dann taucht ein Mann auf, der sie so begeistert, dass ihr ihre Hitzewallungen wie Kinderkram erscheinen. Allerdings ist der noch nicht einmal fünfzig. Aber geht der Trend nicht zum jüngeren Mann? Charmant und unglaublich komisch erzählt Lilli Beck von WG-Liebschaften, vergessenen Haschkeksen, altersbedingter Sturheit und anderen Problemen ihrer Golden Girls.

Liest sich kurzweilig, leicht und fluffig. Ist aber leider absolut vorhersehbar.

— darkchylde
darkchylde

Bitte LESEN !!! Es ist herrlich - danke Lilli Beck !!!

— NattiundFrida
NattiundFrida

Das Buch ist eine schöne Sommerlektüre, die man am besten bei strahlendem Sonnenschein draußen lesen sollte. Ist einem diese Möglichkeit leider verwehrt, sei es ein mieser Sommer oder generell die falsche Jahreszeit, so kann ich versichern, dass Lilli Beck es trotzdem schaffen wird, euch Leser in eine sommerliche Wohlfühllaune zu versetzen. Super Unterhaltung für zwischendurch. Keine komplett blöde Geschichte, aber der Anspruch ist nicht all zu hoch, aber sowas brauche ich persönlich auch immer mal wieder. Deshalb eignet sich das Buch meiner Meinung nach super für den Urlaub am Strand oder Pool. Lesenswert!

— killerprincess
killerprincess

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  • wenn alte Scheunen brennen.....

    Liebe auf den letzten Blick
    abuelita

    abuelita

    18. September 2014 um 19:19

    Mathilde und ihre Freundinnen gründen eine WG, um dem drohenden Seniorenheim zu entrinnen. Doch offensichtlich ist man mit 60 nicht viel schlauer als mit 20, und der schöne Plan schlägt fehl. Statt in der Oldie-Idylle finden sich die vier plötzlich im Mehrgenerationen-Chaos wieder. Und dass die Hormone genauso verrückt spielen wie früher, merken sie nicht nur an Hitzewallungen.  Zwischendurch ist das Buch ja ganz lustig, aber das Verhalten von Mathilde ist sehr widersprüchlich, den anderen zwei Damen konnte ich rein gar nichts abgewinnen, einzig Gustl – und natürlich später die jüngeren Leute – kann man sich vorstellen. Die Story an sich - hier ist soviel unwahrscheinlich und an den Haaren herbeigezogen, dass es schon wieder zum Lachen ist. Na ja….man kann es lesen, verpasst aber auch nichts, wenn man es nicht tut – das ist mein Fazit dazu.

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  • Einfach Wunderbar !!!!

    Liebe auf den letzten Blick
    NattiundFrida

    NattiundFrida

    21. November 2013 um 21:46

    Herrlich !!! Wunderbar !!! Zum schreien komisch ! Das Buch hat Herz, ganz viel Herz - eine Prise Wärme und vor allem ganz ganz viel Humor. Immer wieder musste ich laut lachen , ob es nun an dem esoterischen Glückskeks lag , an Mathilde deren Schweißausbrüche an der Tagesordnung lagen , oder an Irma der dritten im Bunde, die liebevolle Chaotin. Das Buch zeigt uns so viel. Das Freundschaft wichtger ist als alles Geld der Welt. Das eine WG mit Jung & Alt perfekt funktionieren kann und vor allem das Liebe KEIN Alter kennt. Eine WUNDERBARE & HERZERWÄRMENDE Geschichte über Freundschaft und Liebe. Ich habe das Buch geradezu verschlungen. Man fühlt und lebt mit all den Charakteren. Jeder hat seine kleinen & großen Sorgen , gute & schlechte Tage aber vor allem haben sie alle eines gemeinsam : EIN GROßES HERZ ! Und auch ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen ! Eine wunderbare Geschichte , einer wunderbaren Autorin. Ich freu mich jetzt schon auf das nächste Buch !!!

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  • Es bleibt spannend - bis ins Alter...

    Liebe auf den letzten Blick
    Sonja-Maren

    Sonja-Maren

    16. November 2013 um 14:44

    Vier völlig unterschiedliche Personen der älteren Generation gründen eine WG - und nichts ist so wie erwartet. Da stoßen Ordnungsliebe auf Chaos, Nachtmenschen auf naive Tagträumer - und dann kommt auch noch so manche Liebelei ins Spiel. Plötzlich herrscht ein Kommen und Gehen - ganz Jung und ganz Alt geben sich die Klinke in die Hand. Absolut genial finde ich Lilli Becks Wortwitz. Sie schafft es, auch aus alltäglichen Situationen etwas Besonderes zu machen. Da wird eine zerbrochene Orangensaftflasche schonmal zum Mittelpunkt eines eigentlich recht ernsten Gesprächs… Personen und Schauplatz sind sehr gut ausgearbeitet, man findet sich schnell in der doch recht turbulenten Szenerie zurecht. Nur Amelie war mir mit ihrer allzu naiven Art und ihrem Esoterik-Wahn einen Tick zu überspannt. Am Ende legt sie das Pendel ja gar nicht mehr aus der Hand, diese verrückte Nudel. :) Aber das nur am Rande… Ab einem gewissen Zeitpunkt, den ich hier natürlich nicht näher benenne, habe ich geahnt, wie das Buch ausgeht. Da es sich aber nicht um einen Krimi handelt, war mir das egal. Bis zum Schluss habe ich mich von Szene zu Szene gelacht, mit den Personen gelitten und mich mit ihnen gefreut. Am besten aber gefällt mir an Lilli Becks Büchern, dass sie das Älterwerden in ein ganz neues Licht rücken. Lilli Beck zeigt, dass es weder langweilig noch einsam werden muss, wenn man Neues wagt und offen bleibt. Das macht ihre Bücher einzigartig und den Weg, den wir gehen, ein gutes Stückchen bunter. Ich hoffe, dass noch viele Bücher folgen!

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  • Da freut man sich doch auf das Alter,

    Liebe auf den letzten Blick
    FallenAngel11

    FallenAngel11

    15. April 2013 um 12:07

    Dies war jetzt mein erstes Buch von Lilli Beck, und ich fand es toll und amüsant. Ich hoffe ich werde keine verschrobene alte Hexe, denn bei Lilli Beck sind alle noch voller Tatendrang und Plänen, trotz des Alters. Zum Buch: Mathilde ( in Frührente), die Star Stylistin Irma (arbeitet noch), der Gustl ( seit 3 Jahren leider Witwer) und die Amelie ( auch in Frührente), gründen eine WG. Alle kennen sich seit Jahren und sind gute Freunde. Also beziehen die 4 ein 5 Zimmer Appartement mit Garten. Was aber so friedlich gestaltet und geplant wurde, läuft schnell aus dem Ruder. Amelie tröstet den Witwer Gustl zu doll für Mathildes Geschmack, und die Irma bekommt auf einmal einen Heiratsantrag und verlobt sich. Durch Irmas Heiratspläne ist nun auf einmal ein Zimmer frei. Wer trägt die horrenden Kosten, die eigentlich gut auf alle aufgeteilt waren? Die gute Mathilde muss nun einen Mieter für das freie Zimmer finden. Aber nicht nur das, Mathilde läuft einem Herren über den Weg, der bei ihr Schweissausbrüche verursacht, und Schicksalhafterweise begegnen sich die beiden wieder. Der Mann ist aber um einiges Jünger wie Mathilde und sie legt alle Hoffnung auf ihn nieder. Flott und flüssig geschrieben. Sehr lustig und amüsant mit all den Verwirrungen und Verwicklungen. Ich konnte nicht aufhören.

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  • Rezension zu "Liebe auf den letzten Blick" von Lilli Beck

    Liebe auf den letzten Blick
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. January 2013 um 20:34

    Ulli Beck beweist in diesem Unterhaltungsroman, dass die Generation 60+ noch längst nicht zum alten Eisen gehört. In einer Oldie-WG finden sich skurille Persönlichkeiten, die im Herzen jung geblieben sind: Für die Liebe ist man nie zu alt!

  • Rezension zu "Liebe auf den letzten Blick" von Lilli Beck

    Liebe auf den letzten Blick
    nadine_liepkalns

    nadine_liepkalns

    14. January 2013 um 20:42

    Leseeindruck: Mathilde, Amelie, Irma und Gustl bilden eine sehr lustige Oldie-WG. Jeder hat einen, na ich würde sagen, speziellen Charakter. Mathilde ist eher der Ruhepol dieses Chaos, kann aber auch mal sehr genervt sein von der aufgedrehten Amelie, die sich mit Wahrsagen, Kartenlegen und Pendeln beschäftigt, oder von der Enten sammelnden Irma, die immernoch einige Umzugskartons im Flur stehen hat und sich auch sonst gern mal vor Aufgaben drückt. Gustl ist ihr da doch ein wenig lieber, denn der kocht einfach sensationell, sorgt in der Küche für Ordnung und erledigt den Einkauf. Aber dann scheint die sich ergänzende WG auseinander zu brechen. Irma möchte unerwartet heiraten und zieht zu ihrem Verlobten und Amelie und Gustl möchten auch gern ausziehen. Aber was nun? Wie soll Mathilde die Miete zahlen? Da begegnet sie Fred, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht und dessen Sohn gern in Mathildes WG einziehen möchte. Doch scheinbar hat Fred mehr Augen für Mathildes junge Nachbarin. Was hat sich Mathilde auch dabei gedacht? Wer hat schon Augen für eine so alte Frau? Da hilft nur eins.... Portwein und Pralinés. Lilli Beck hat hier einen spritzigen, witzigen Roman für die "ältere Generation" geschrieben, den ich aber auch mit meinen jungen hüstel 31 verschlungen habe. Ich war dank der tollen Charaktere in diesem Buch sofort IN dieser WG und habe beim Lesen richtig mitgelebt. Die Protagonisten in diesem Buch waren so echt für mich, das ich wirklich mit jedem mitgelitten und mitgeliebt habe. Ich habe gleich auf der ersten Seite herzhaft gelacht und bin ab heute auf "Bärchendiät"!! Mein Fazit: Ich war begeistert und werde dieses Buch meiner Mutter empfehlen, denn die hat auch erst nach der 50 den scheinbar Richtigen gefunden!

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  • Rezension zu "Liebe auf den letzten Blick" von Lilli Beck

    Liebe auf den letzten Blick
    NiCi

    NiCi

    24. November 2012 um 21:24

    Auf Lilli Becks neuen Roman habe ich mich schon sehr gefreut! Ich habe bereits weitere Bücher von ihr gelesen und war bisher immer begeistert, so freute ich mich doch sehr endlich mit „Liebe auf den letzten Blick“ starten, zu können! Ein Roman über eine Oldie WG, klingt ziemlich spannend! Geht es doch vor allem um die Generation 68 die ja bis heute für ihr wildes Leben bekannt ist! Und ich muss sagen Lilli Beck hat auf ihre bisherigen Romane noch mal eins draufgesetzt! Auf eine amüsante Art und Weise lernen wir die vier „älteren“ Herrschaften Mathilde, Amelie, Irma und Gustl kennen. Unterschiedlicher können die Vier nicht sein, und bilden sie doch dem idealen Rahmen für diesen Roman! Während Amelie ständig überschäumt vor Energie und esoterischer Weisheit ist gerade Mathilde eher der zynische Gegenpol! Von ihr lernt man zwei Seiten kennen! Mal ist sie sehr liebenswert, im nächsten Moment trieft ihre Argumentation von Sarkasmus und Ironie! Dazwischen treibt Irma als Chaotin ihr Unwesen! Ihr WG-Glück ist anfangs nur von kurzer Dauer, denn viel zu schnell findet sie ein neues Glück! Und irgendwie soll das Glück schon auch zu Mathilde komme, soll es … doch es wäre kein typischer Frauenroman, wenn das gleich am Anfang geschieht. Gustl begegnet uns als Papa und liebender Ehemann, der seiner verstorbenen Frau in vielleicht übertriebenen Maß hinterher trauert, aber dennoch für seine Tochter da ist! Aber auch bei ihm klopft ganz schnell das wirbelwindartige Glück an die Tür, in Form von Amelie. Der Roman selbst ist in der Ich-Form geschrieben! Eine Art und Weise, die ich persönlich sehr gerne lese und viele außer mir sicher auch, gibt es uns zu der Protagonistin meist noch mehr Nähe, und fühlen wir doch mit ihr! Das gelingt hier sehr gut, vor allem da ich mich ja in eine Protagonistin einfühle, die doch wesentlich älter als ich ist! Dabei ist dieses Buch keinesfalls nur für ältere Generationen bestimmt! Nein im Gegenteil, dieses Buch kann jeder lesen! Entweder man hat die 68er eben selbst miterlebt oder man hat sie eben verpasst (insbesondere dann, wenn man erst danach geboren wurde) und freut sich, wenn einem diese Generation näher gebracht wird! An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Moralapostel mögen von der Lektüre dieses Buches absehen, denn aufgrund der 68er Generation werden sie da leider mit dem ungezügelten Genuss von Haschkeksen und Joints konfrontiert! Ganz mutige schließen bei betreffenden Stellen einfach die Augen! In das Leben unserer Hauptfigur tritt allerdings ein wunderbarer Mann, der leider auch nicht ganz Generation 68 ist! Kann das gut gehen? Genau mit der Frage hadert Mathilde … ist es doch ein jüngerer Mann! Klar Mathilde fühlt sich nicht so Alt, dennoch ist sie es … und diese Zweifel stehen der Liebe durchaus im Weg! Ob die beiden ihr Dilemma lösen, tja das müsst ihr natürlich selbst erleben und erlesen. Mein persönliches Highlight ist dennoch insbesondere das Zusammenleben der Generationen! Wir erleben, Kinder, junge Erwachsene, junge Eltern und unsere Senioren! Wir fühlen ihre Probleme mit, insbesondere die des täglichen Zusammenlebens, und die Probleme und es zeigt uns, auch wie viel wir alle doch voneinander lernen können! Alt von Jung, Jung von Alt! Aus vielerlei Hinsicht ist Lilli Beck somit nicht nur ein Liebesroman gelungen, sondern auch eine heitere Lektüre für jedes Alter, und ganz viel Weisheit. Denn letztlich kann jede Generation nicht so ganz ohne die anderen Generationen! Das Ganze ist verpackt in einer flüssigen Schreibweise, die sich gut liest, ohne ins Stocken zu geraten, und eine angenehme Länge mit sich bringt und ideal für einen vergnüglichen langen Nachmittag ist.

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  • Rezension zu "Liebe auf den letzten Blick" von Lilli Beck

    Liebe auf den letzten Blick
    Lene1277

    Lene1277

    10. November 2012 um 19:51

    Oldie-WG statt Altenheim? Genau diese Form des praktischen Zusammenlebens wählen Mathilde und ihre Freunde und ziehen kurzerhand gemeinsam in eine geeignete Wohnung. Und schon auf den ersten Seiten wird dem Leser klar: das wird sehr, sehr amüsant. In einer WG prallen unterschiedlichste Charaktere aufeinander, das ist auch hier so: Mathilde die Vernünftige - diejenige, die für Ordnung sorgt, sich um das Finanzielle kümmert und die versucht, den Überblick zu behalten. Amelie die Esoterische - ein durchgeknallt, liebenswertes Wesen, die neben ihrem Faible für Tarotkarten und Gummibärchen auch noch ein Auge auf den einzigen männlichen Mitbewohner geworfen hat. Gustl der Ruhige, der seine Mädels immer wieder mit seinen Kochkünsten verzaubert und der sich als einziger männlicher Bewohner meist aus allem raus hält. Das Statement auf seinem Shirt "make love not war" nimmt er doch recht wörtlich. Und zu guter Letzt Irma, die Hairstylistin aus dem "Chez Schorschi". Durch ihre völlig chaotische Ader bringt sie gerade Mathilde, die ordnungsliebende immer wieder an die Decke. Die Charaktere sind so gut gemacht und die Begebenheiten teilweise so urkomisch, dass ich diese Oldie-WG mit all ihren Mitbewohnern recht schnell in mein Herz geschlossen hatte. Gerade die Ich-Erzählerin Mathilde war mir recht schnell sympathisch. Was mir allerdings am meisten gefallen hat beim Lesen, ist die humorvolle Erzählweise. Ich bin mir nicht sicher, wann ich das letzte Mal so herzlich habe lachen müssen beim Lesen. Und dabei hatte ich das hierbei gar nicht erwartet... Es sind so kleine alltägliche Begebenheiten, die so herrlich komisch beschrieben sind, wie zum Beispiel der morgendliche Anblick eines Gebiss im Kühlschrank oder aber die heimliche Verliebtheit Mathildes. Denn neben all den WG-Geschichten kommt die Liebe nicht zu kurz. Und das obwohl die Protagonisten fast alle über 60 sind. Was macht man nun als frisch gebackende 60-jährige, wenn man merkt, dass da doch noch Gefühle aufkommen, mit denen man vielleicht gar nicht mehr gerrechnet hat? Und dann auch noch ausgerechnet ein jüngerer Mann (um die 50!), der augenscheinlich ein Auge auf die junge Nachbarin geworfen hat... wenigstens trinkt er genauso gerne Portwein. Zum Inhalt möchte ich hier nicht mehr schreiben, kann aber jedem nur wärmstens empfehlen, selbst zu lesen. Die Geschichte von Lilli Beck ist sehr gut zu lesen, locker, sehr unterhaltsam und vor allem eines nicht: langweilig. Im Gegenteil: fängt man einmal an, möchte man gar nicht mehr aufhören ... und am Ende kommt noch die Erkenntnis, dass diese neue Form des Wohnens im Alter vielleicht doch gar keine schlechte Idee ist. Vor allem, wenn's so lustig zugeht wie in diesem Fall....

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  • Rezension zu "Liebe auf den letzten Blick" von Lilli Beck

    Liebe auf den letzten Blick
    Jessi2011

    Jessi2011

    19. October 2012 um 17:50

    Das Cover des Buches wirkt sehr ansprechend und gefällt mir sehr gut. Mathilde und ihre Freundinnen gründen eine WG, doch schon bald wollen die ersten Mitbewohner schon wieder ausziehen. Mathilde ist am Boden zerstört und begibt sich wohl oder übel auf die Suche nach neuen Mitbewohnern. Doch zu ihrem Bedauern muss sie feststellen, dass dies gar nicht so einfach ist und damit fängt für sie das Abenteuer erst an.. Das Buch ist einfach herrlich! Ich habe es fast komplett an einem Tag gelesen und das soll schon was heißen – ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Mathilde und die anderen Charaktere sind mir total sympathisch und Mathilde hätte ich am Liebsten die ganze Zeit geknuddelt, so herzlich finde ich sie – einfach schön! Alle Charaktere sind sehr authentisch und haben alle ihre Macken. Und so verschieden alle auch sind - ich finde es toll, wie alle in der WG miteinander umgehen. Auch Freundschaft spielt in dem Buch eine große Rolle und als es zu einem Todesfall kommt, merkt man, wie alle füreinander da sind. Der Schreibstil des Buches ist toll und lässt sich super angenehm lesen. Mit viel Humor beschreibt die Autorin eine Geschichte, die mir echt ans Herz gegangen ist. Während des Lesens habe ich mich irgendwie total wohlgefühlt und ich bin mir sicher, wenn es so eine WG mit so lieben Menschen in echt geben würde, ich würde direkt einziehen! Was ich sehr gut fand ist, dass die Liebesgeschichte um Mathilde (worauf sich ja der Titel des Buches bezieht) nicht zu sehr im Vordergrund steht – das fand ich sehr angenehm und es war ein schöner Nebenenffekt, wie Mathilde sich auf der Suche nach der großen Liebe begeben hat (wobei das ja am Anfang noch nicht einmal beabsichtigt war..). Und wer jetzt denkt, dass das Buch nur was für „alte“ Leute ist: Da denkt ihr falsch! Ich war sehr überrascht, dass mir die Geschichte so gut gefällt – dachte ich doch erst das Gleiche. Wer also auf eine schöne und humorvolle mit lieben Charakteren steht, dem empfehle ich dieses Buch. Natürlich auch allen anderen, denen ich hoffentlich mit dieser Rezension Lust auf das Buch gemacht habe. :) Lilli Beck hat hier ein locker leichtes Buch für's Herz geschrieben, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Deshalb gibt es von mir volle Punktzahl!

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  • Rezension zu "Liebe auf den letzten Blick" von Lilli Beck

    Liebe auf den letzten Blick
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    02. October 2012 um 13:08

    Zitat: Alter schützt vor Liebe nicht, aber Liebe vor dem Altern. Coco Chanel Buchanfang S. 7 – dritter Absatz Irma, Amelie, Gustl und ich sitzen beim Mittagessen in unserer Wohngemeinschaft, die wir vor einer Woche gegründet haben. Statement: „Liebe auf den letzten Blick“ erzählt die Geschichte von drei Frauen und einem Mann, alle sind so um die 60 Jahre oder werden es noch, die sich zu einer „Senioren-WG“ zusammengetan haben. Altersheim nein, das kam für sie nicht in Frage. Wer waren nun diese Vier? Mathilda war über 35 Jahre als Buchhalterin, davon die letzten zehn Jahre als Chefbuchhalterin, in einer Textilfirma tätig gewesen. Und nun hatte man sie, kurz vor ihrem 60. Geburtstag, in den Vorruhestand entlassen – allerdings mit einer guten Abfindung. Auf Mathilda lief auch der Mietvertrag der Wohnung, in dem das Quartett frisch eingezogen war. Amelie, eine ehemalige Kollegin von Mathilda, eine lebenslustige Frau mit esoterischem Touch. Ihr Traumberuf wäre Wahrsagerin. Tarotkarten begleiten sie und den Leser durch die Story. Irma ist seit eh und je Mathildas Friseurin und zudem eine bekannte Starstylistin. Ihre platonische Liebe zu dem Schauspieler Otto Goldbach ändert sich, denn er will sie heiraten. Gustl, der einzige Mann in der Gruppe und seit einigen Jahren Witwer, ist so etwas wie die Schulter zum Anlehnen, die man sich ab und an wünscht. Als ehemaliger Konditor backt er nicht nur tolle Kuchen, Kochen ist für ihn eine weitere Leidenschaft. „Liebe auf den letzten Blick“ ist aus der Sicht von Mathilda geschrieben. Vier Personen – vier unterschiedliche Charakteren – das scheinbare Chaos vorprogrammiert?! Das Buch ist nicht nur ein Frauenroman, wie es den Anschein haben könnte. Es ist auch nicht nur für die etwas älteren Leserinnen. Die Autorin hat auf knapp 300 Seiten das Auf- und Ab des Zusammenlebens einer WG geschrieben, zum einen auch eine Art Liebesroman, zum anderen für mich auf lockere und heitere Art verständlich gemacht, dass die „Alten von Heute“ noch gar nicht so alt sind – die „Jungen Alten“. Nachdem nun bereits nach kurzer Zeit die Liebe für Veränderungen in der WG sorgt, scheint der Traum vom perfekten Zusammenleben zu platzen. Aber Mathilda wäre nicht Mathilda. Ihren Traum aufzugeben gibt es nicht. Auszug, Einzug, und die WG wird immer jünger. Liebe hin – Liebe her. Irma und Otto, Amelie und Gustl, doch was ist mit Mathilda? Findet sie noch einen Mann in ihrem Alter, der ihr Herz höher schlagen lässt? Sympathische Charaktere machen einiges aus, ob das Buch gefällt oder nicht. Fazit: Ich fühlte mich gut unterhalten. Es hat einfach Spaß gemacht, „Liebe auf den letzten Blick“ zu lesen. Sicherlich finden sich Parallelen zum echten Leben.

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  • Rezension zu "Liebe auf den letzten Blick" von Lilli Beck

    Liebe auf den letzten Blick
    Claudias-Buecherregal

    Claudias-Buecherregal

    29. September 2012 um 12:16

    Im Alter allein sein und vielleicht sogar noch einsam sterben und erst Tage oder Wochen später in einer Einzimmer-Wohnung gefunden zu werden ... Darauf haben die vier Oldies Mathilde, Irma, Gustl und Amelie absolut keine Lust. Also gründen sie kurzerhand eine WG. Was so idyllisch klingt, gerät doch schnell ins Chaos. Denn auch in den 60-igern läuft eine WG nicht von alleine. Wer putzt, kocht und aufräumt sind noch die kleinste Probleme und plötzlich findet sich Mathilde in Mehrgenerationen-Haushalt wieder und mit der erträumten Ruhe ist es endgültig vorbei. "Liebe auf den letzten Blick" sollte mein erstes "Oldie-Buch" werden und ich war gespannt, ob mich der versprochene Humor ansprechen oder ob mir die Charaktere zu alt sein würden und das Buch daher nichts für mich wäre. Nach kurzer Zeit hatte ich jedoch die Protagonisten bereits in mein Herz geschlossen. Sie sind fast alle nicht einfach und auch keineswegs "normale Rentner", aber unglaublich liebenswert. Die Autorin hat tolle Figuren erschaffen, welche allesamt gekonnt ausgearbeitet wurden, authentisch erscheinen und unterschiedlicher nicht sein könnten, aber genau dadurch eine gelungene Komposition ergeben. "Machen wir uns nichts vor: Eher bricht der Weltfrieden aus, als dass eine Frau über fünfzig noch einen Mann findet. Wer in dem Alter noch frei rumschlurft, braucht höchstens eine Krankenschwester." (Klappentext) Obwohl die Bewohner der Oldie-WG alle schon über 60 Jahre alt sind, strotzen sie meistens vor Lebensfreude und die Autorin hat sich dazu entschieden, ihre Figuren nicht nur mit typischen Erlebnissen des Alters zu konfrontieren (Gebiss im Kühlschrank, Hitzewallungen, kleine Rente, ...) sondern auch viele junge Aspekte einzubauen (Schmetterlinge im Bauch, Partys, Sex, ...). Dieses Zusammenspiel ist Lilli Beck perfekt gelungen. Es kommt keine Langweile auf, stattdessen wird der Leser humorvoll unterhalten und kann sich über die Steine erfreuen, die Beck ihren Figuren in den Weg legt. Sowohl kleine, als auch größere Katastrophen stehen schon fast an der Tagesordnung, wirken aber nicht künstlich konstruiert, sondern fügen sich einfach perfekt in das Gesamtbild ein. Fazit: Ein Oldie-Buch für Jung und Alt, dass humorvoll und spritzig geschrieben wurde und somit gekonnt unterhält. Taschenbuch: 288 Seiten Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (23. Juli 2012) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3746627966 ISBN-13: 978-3746627960 http://www.aufbau-verlag.de

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  • Rezension zu "Liebe auf den letzten Blick" von Lilli Beck

    Liebe auf den letzten Blick
    beate_bedesign

    beate_bedesign

    23. September 2012 um 15:51

    Inhalt: Mathilde lässt sich von ihren Freunden Irma, Amelie und Gustav dazu überreden eine „Senioren-WG“ zu gründen, um dem drohenden Einzug ins Altersheim zu entgehen. Das ganz normale WG-Chaos beginnt. Diskussionen darum wer seine Aufgaben nicht richtig oder gar nicht gemacht hat, welche Feier wann stattfindet usw. Den einen stört dies, den anderen jenes und der nächste kann darüber nur milde lächeln. Aber kaum sind die Umzugskisten endlich weggeräumt, da will Irma plötzlich heiraten und wieder ausziehen. Da muss schnellstmöglich ein passendes neues WG-Mitglied gefunden werden … Meine Meinung: „Liebe auf den letzten Blick“ wird aus der Sicht von Mathilde erzählt und zwar so real, wie es in jeder echten WG nur sein kann. Mit allen Situationen vom einkaufen übers kochen, eingehaltenen oder auch nicht eingehaltenen Putzplänen, Partys, großen und kleinen Plänen bis hin zu vielen tollen gemeinsamen Stunden. Das Ganze wird dem Leser mit einer gehörigen Portion Humor serviert. Ich war noch nicht mal auf Seite 30 angekommen und habe schon zweimal so herzhaft und laut aufgelacht, dass mein Mann ganz irritiert fragte was denn los sei. Auch die Beschreibung, die Mathilde von den WGlern abgibt: _„Niemand würde uns als Traumquartett bezeichnen. Müsste man jeden von uns mit wenigen Worten charakterisieren, könnte sich das ungefähr so anhören: Amelie, die esoterische Naive. Irma, die chaotische Kreative. Gustl, der liebevolle Ruhepol. Und ich, die akkurate Rationale.“_ passt perfekt. Und ich finde die vier sind gerade deshalb ein Traumquartett, denn sie ergänzen sich hervorragend. Lilli Beck hat nicht nur die Charaktere ganz super beschrieben, nein, auch das Aussehen der vier ist klasse beschrieben und die Bilder entstehen sofort und deutlich in meinem Kopf. Ich musste sehr oft vor mich hin schmunzeln. Ganz besonders über Amelie, die auch liebevoll „der esoterische Glückskeks“ genannt wird. Aber auch die anderen Menschen, die so nach und nach in dem Buch auftauchen, die neuen WG-Bewohner, die Nachbarn und Otto mag ich gerne. Einzig Mathildes Selbstmitleid von wegen, sie sei mit 60 zu alt für alles und kein Mann guckt sie mehr an, geht mir manchmal ein bisschen auf den Nerv. Denn ich persönlich kann Selbstmitleid nicht wirklich leiden. Aber es gehört zum Inhalt des Buches und es würde sicher ein grundlegender Part fehlen, denn Mathilde ist damit ja nicht die einzige Frau auf der Welt. Außerdem mag ich sie trotzdem, weil sie einen klaren Kopf behält, wenn es nötig ist und immer und überall hilft, wenn sie gebraucht wird. So darf sie sich meiner Meinung zu Recht als „WG-Oberhaupt“ bezeichnen. Das Buch beinhaltet eigentlich alles was ein gutes Buch für mich haben muss. Es ist lustig, man kann beim Lesen herrlich entspannen. Die Charaktere sind zwar fiktiv aber absolut realistisch. Sie könnten meine Nachbarn sein. Es beinhaltet ein bisschen Romantik und Liebe und trotz allem ist es auch noch spannend. Denn eine Frage bleibt bis ganz zum Schluss offen. Hier handelt es sich zwar um eine „Senioren“-WG, aber alles was in diesem Buch beschrieben wird, ist absolut generationsunabhängig – ok, bis auf Mathildes Hitzewallungen ;-) Mein Fazit: Mit 60 gehört man noch längst nicht zum alten Eisen! Das Buch hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich empfehle es sehr gern weiter.

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  • Leserunde zu "Liebe auf den letzten Blick" von Lilli Beck

    Liebe auf den letzten Blick
    Sophia!

    Sophia!

    Wer Lilli Becks heitere Romane bereits kennt, wartet sicher schon sehnlich auf ihr neues Buch. Jetzt endlich ist es so weit!  Liebe auf den letzten Blick - Zum Inhalt:  Trau keinem unter 60! Vier Umzüge und ein Todesfall: Mathilde und ihre Freundinnen gründen eine WG, um dem drohenden Seniorenheim zu entrinnen. Doch offensichtlich ist man mit 60 nicht viel schlauer als mit 20, und der schöne Plan schlägt fehl. Statt in der Oldie-Idylle finden sich die vier plötzlich im Mehrgenerationen-Chaos wieder. Und dass die Hormone genauso verrückt spielen wie früher, merken sie nicht nur an Hitzewallungen. Machen wir uns nichts vor: Eher bricht der Weltfrieden aus, als dass eine Frau über fünfzig noch einen Mann findet. Wer in dem Alter noch frei rumschlurft, braucht höchstens eine Krankenschwester. Eigentlich sind die vier die perfekte Besetzung für das, was sie vorhaben: Mathilde Opitz, patente Chefbuchhalterin in Frührente, die gut konservierte Star-Stylistin Irma, der gemütliche Gustl, der endlich den Tod seiner Frau überwinden will, und die lebenslustige Amelie, die ihm nur zu gern dabei behilflich wäre. Sie bringen alles mit, was eine WG in ihrer Altersklasse braucht: Erfahrungen mit den Kommunen der 68er, Kochkünste und die Erkenntnis, dass Altwerden nichts für Feiglinge ist. Und schließlich sollte man mit sechzig doch so abgeklärt sein, dass das Zusammenleben leichter fällt als in Sturm-und-Drang-Zeiten. Doch im Gegenteil: Schon bald gerät die WG in die Krise, und Mathilde ist auf der Suche nach zahlungskräftigen Mitbewohnern. Ausgerechnet dann taucht ein Mann auf, der sie so begeistert, dass ihr ihre Hitzewallungen wie Kinderkram erscheinen. Allerdings ist der noch nicht einmal fünfzig ... Aber geht der Trend nicht zum jüngeren Mann? Nachdem die erste Auflage des Buches schon nach kürzester Zeit vergriffen war, könnt ihr nun die Chance auf eine Leserunde mitsamt der Autorin nutzen.  Der Verlag stellt hierzu 20 Exemplare zur Verfügung.  Ihr möchtet gerne an der Verlosung teilnehmen, euch mit anderen Lesern UND der Autorin über den Inhalt austauschen und anschließend eine Rezension schreiben?  Dann beantwortet einfach bis zum 02.08. folgende Frage:  Glaubt ihr, dass man sich auch im Alter nochmal so richtig verlieben kann?  Viel Glück! 

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  • Rezension zu "Liebe auf den letzten Blick" von Lilli Beck

    Liebe auf den letzten Blick
    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    10. September 2012 um 15:44

    " Alter schützt vor Liebe nicht, aber Liebe vor dem Altern " Coco Chanel Inhalt : Mathilde, Irma, Amelie und Gustl - alle vier sind sie um die 60 Jahre alt und eine eingeschweisste Truppe, die schon sehr lange miteinander befreundet ist. Als das Seniorenheim-Thema auch auf sie bedrohlich zurollt, setzen sie ihr langgeplantes Vorhaben in die Tat um und gründen eine Oldie-WG. Die 5-Zimmer-Wohnung in der Nachtigallstrasse mit zwei Bädern, Terrasse und Garten hat es den Vieren angetan, und Mathilde - ganz ehemalige Chefbuchhalterin- rechnet aus, dass die Clique gemeinsam die Kosten dafür bewältigen kann. Doch kaum sind 7 Tage ins WG-Land gezogen, kommt es zum ersten großen Trubel. Irma möchte ausziehen, und zwischen Amelie und Gustl bahnt sich auch was an! Mathilde stolpert von einer Hitzewallung in die nächste und sucht händeringend nach neuen Mitbewohnern, um die WG am Leben zu erhalten. Aber die größten Hitzewallungen löst ausgerechnet der etwa 10 Jahre jüngere Fred in ihr aus, den sie zufällig beim Kauf ihrer wöchentlichen Ration Portwein und Pralinés kennenlernt. Nur zu schade, dass dieser schon ein Auge auf eine andere, wesentlich jüngere Frau geworfen zu haben scheint ... "Es ist ein unwiderstehliches Lächeln, das ein heftiges Ziehen in meiner Magengegend auslöst, unmittelbar gefolgt von einer Hitzewallung. Was für ein Mann [...]" Seite 91 Handlung & Charaktere : Lilli Beck zeigt auf äußerst unterhaltsame und manchmal auch wirklich liebenswert-schrullige Weise auf, dass das Altern wahrlich nicht nur Negatives birgt, sondern durchaus auch viele, viele schönen Seiten hat. Und vor allem: dass auch Gefühle, Liebe und ganz viel Herzklopfen jenseits der 60 noch das Leben versüßen können -wenn man es denn nur zulässt. Die Idee der Oldie-WG ist so simpel wie genial und man fragt sich unwillkürlich: Warum gibt es tatsächlich nicht mehr solcher toller WG's, die doch eine wahrlich wunderbare Alternative zum Seniorenwohnheim darstellt. Der Schreibstil dieses humorvollen Romans ist -ganz typisch für Lilli Beck - leicht und spritzig und sehr angenehm zu lesen. Erzählt wird die Geschichte rund um das turbulente Quartett aus Sicht von der akkuraten und gründlichen Mathilde in der Form des "ich"-Erzählers. Mathilde - sie ist das Bindeglied der Clique, sie hält das Zahnrad der WG am Laufen - denn Sie hat den Überblick und auch die Weitsicht. Ihre zum Teil sehr selbstironische Sichtweise auf die Dinge und auf das Geschehen lösen auch immer wieder herzliche Lacher während des Lesens aus. Ohne Mathilde wäre die WG wohl schon früh zum Scheitern verurteilt gewesen. Dies zeigt aber auch wieder sehr schön auf, wie toll sich unterschiedlichste Charaktere bei einem gemeinsamen Projekt unterstützen und ergänzen können. "Amelie, die esoterische Naive Irma, die chaotische Kreative Gustl, der liebevolle Ruhepol Und ich, die akkurate Rationale" Seite 13 Was der einen Mitbewohnerin zum Beispiel an finanziellem Geschick fehlt, kann die andere wunderbar ausgleichen und kontrollieren. Der nächste kann toll kochen und trägt so seinen - nicht ganz unerheblichen - Teil bei. Und die nächste sorgt vielleicht einfach nur durch ihre immerwährende gute Laune und Spiritualität für eine ganz besondere Stimmung ( und mit dem ein oder anderen Joint auch für viele Lacher ;-) ) Schon aufgegriffen und verarbeitet wurde auch das Thema "Generationen", denn nach einer Weile verändert sich die WG ja von einer reinen Oldie-WG zur Generationen-WG, und es macht Freude zu lesen, wie schön auch solch ein Wohngemeinschaft funktionieren könnte. Natürlich kommen auch Liebe und Gefühle in Lilli Becks Roman nicht zu kurz - alle machen hier ganz neue Erfahrungen. Aber zubleiben Zeit wirkt dies. Kitschig oder gar "schnulzig" ( wie es bei Chick-Lit ganz gerne mal der Fall ist ), sondern auch in diesem Bereich überragt die heiter-lebenslustige Atmosphäre, die sich durch das Buch zieht. Mein persönliches Fazit: Lilli Beck hat es wieder einmal geschafft: Sie hat mich erneut auf einfache, leicht- lockere Weise bestens unterhalten. Dieses Buch zählte zu meiner diesjährigen Sommerurlaubslektüre und war dafür geradezu perfekt geeignet. Ich amüsierte mich königlich und hätte allzu gerne einmal einen Abend am gemeinschaftlichen Tisch Platz genommen und dem ganzen Spass gelauscht :) Nachdem die Autorin schon in "Chili &Schokolade" bestens ihr Talent bewiesen hat, einen Frauenroman mit einer Protagonistin der älteren Generation zu schreiben , ist ihr dies in " Liebe auf den letzten Blick" erneut prächtig gelungen. Vor allem das "Zusammenraufen" der WG-Mitbewohner, die ja alle ihre speziellen Eigenheiten haben und das Zusammenleben der Generationen gefällt mir gut. Ein humorvoller, leichter Frauenroman, der für gute und entspannte Leselaune sorgt!

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  • Rezension zu "Liebe auf den letzten Blick" von Lilli Beck

    Liebe auf den letzten Blick
    conneling

    conneling

    31. August 2012 um 22:13

    Mathilde, Irma, Amelie und Gustl beschließen eine WG zu gründen um so dem Altersheim zu entkommen. Der WG Alltag ist auch im Alter sehr spannend, die WG steht immer wieder vor Schwierigkeiten und die Bewohner der WG wechseln auch immer wieder. Mathilde muss immer wieder nach neuen WGlern schauen um nicht finanziell ruiniert zu werden, der Altersdurchschnitt ändert sich auch erheblich. Die Hormone spielen in der WG verrückt und man darf lesen dass der Alltag auch im Alter noch eine Herausforderung ist, vorallem wenn Hormone mitspielen. Herrlich lustig und locker geschrieben macht die Lektüre von Liebe auf den letzten Blick sehr viel Spass, lenkt ab und bringt einen zum schmunzeln. Lilli Beck bereichert die Geschichte um Mathilde und ihre WG durch sehr viel Gefühl , wenn man sich allem so offen gegenüber zeigt wie Mathilde dann braucht man sich wegen der Zukunft und dem Ater keine Angst mehr machen.

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