Lilli Beck Wie der Wind und das Meer

(16)

Lovelybooks Bewertung

  • 22 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 0 Leser
  • 15 Rezensionen
(11)
(4)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Wie der Wind und das Meer“ von Lilli Beck

»Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir ...« München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen …

Eine gefühlvolle Geschichte um die große Liebe

— kessi

Eine dramatische und facettenreiche Geschichte über eine Liebe die nicht sein darf...

— Arietta

Ein emotionales Drama mit unvergesslichen Protagonisten

— Monika58097

Liebesgeschichte, die auch einen Teil der deutschen Geschichte wiederspiegelt - mir fehlten die Emotionen

— schnaeppchenjaegerin

Eine große Liebe mit vielen Hindernissen!!

— Die-Rezensentin

Eine uneingeschränkte Leseempfehlung, wenn man das Setting und die Zeit mag.

— AmyJBrown

Stöbern in Romane

Der Junge auf dem Berg

Ein wunderbares, ergreifendes Buch, das ein sehr wichtiges Thema unserer Geschichte anspricht.

.Steffi.

Die Lichter von Paris

Für alle, die Jojo Moyes Romane verschlungen haben

Sunnywonderbookland

Underground Railroad

Für einen Historischen Roman hat es definitiv ne Portion Fiktion zuviel. Aber es ist trotz seiner düsteren Stimmung unglaublich ergreifend.

callunaful

Was man von hier aus sehen kann

Einfach nur Wow. Definitiv ein Highlight aus diesem Lesejahr. ;-)

Lucretia

Schreckliche Gewalten

Manchen Jurys kann man echt alles vorsetzen. Was man hier als "preisverdächtig" verkauft, ist ein malender Affe.

Archer

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rührt zu Tränen ...

    Wie der Wind und das Meer

    ConnyZ.

    15. October 2017 um 13:53

    Lilli Beck´s Werk „Wie der Wind und das Meer“ erschien im September 2017 im blanvalet-Verlag. Auf 512 dramatischen Seiten erzählt sie eine berührende Geschichte.München 1945: Paul ist nach dem letzten Bombenangriff der Alliierten nun ganz allein, doch zwischen den Trümmern entdeckt er ein Mädchen, dass seiner Halbschwester Rosalie erschreckend ähnlich sieht. Doch das Mädchen ist Sarah, ein jüdisches Mädchen, das sich mit ihren Eltern verstecken konnte. Aber Paul ist gewitzt und stellt sie allen, die ihnen über den Weg laufen, als seine Schwester vor. Doch die Zeiten ändern sich …Bomben fallen und verängstigte Menschen klammern sich in einem Luftschutzbunker aneinander. In diesen Szenen landet man, wenn man durch das Cover von Lilli Beck´s neustem Werk „Wie der Wind und das Meer“ steigt.Zwei Figuren bekommen ihre eigene Stimme zu dieser schlimmen Zeit, in München 1945 – Paul und Sarah. Der überaus mutige Paul, seine Sicht erzählt, wie viel der Junge bereits mitmachen und erleben musste. Nun beginnt ein wirklich großes Abenteuer, mitten in der Besatzerzone.Doch Paul hat sein Herz am rechten Fleck und hilft so dem jüdischen Mädchen Sarah aus einer lebensbedrohlichen Situation. Fortan bekommt Sarah als Rosalie ein neues Gesicht. Mit jedem Wort fällt man immer mehr in die Nachkriegszeit hinein, denn die Autorin schafft es diese lebendig werden zu lassen. Auf überaus ernste Weise erfährt man immer mehr über die Kriegswaisen.Mich hat Sarahs Geschichte tief ins Herz getroffen, den je mehr diese von ihren Gefühlen in sich begraben muss, umso mehr verlor sie sich in ein Leben, dass sie nie gänzlich ausfüllte. Gerade die Liebe bringt beide Figuren in ein großes Unglück. Immer wieder fieberte und litt ich mit Sarah und Paul mit. Vergoss Tränen und freute mich ob der gestohlenen Momente, die beide immer wieder heimlich zu verbringen versuchen.Lilli Beck schickt ihre Figuren natürlich nicht nur durch die Nachkriegszeit, sondern bis zur Wendezeit. All dies perfekt um die Figuren geformt und in deren Entwicklung eingeflochten. Auch die zwischenmenschliche Entwicklung der Figuren, deren Zwiespalt ob der Lüge, welche Sarahs Leben gerettet hatte, war ein guter Spannungsbogen, der dennoch immer das Unglück immer im Schlepptau hatte.Die Autorin begeistert neben den Fakten und emotionalen Seiten, auch mit ihrem dynamischen Erzählstil, der keine Fragen offen lässt. Danke Lilli Beck, für diese berührende Zeitreise und zwei Protagonisten, die man einfach in sein Herz schließen muss.„Wie der Wind und das Meer“ ist eine berührende Zeitreise, mit zwei Figuren, die zu Tränen rühren!Rezension unter: www.dieSeitenfluesterer-unserBuchblog.blogspot.deCopyright: dieSeitenfluesterer-unserBuchblog

    Mehr
  • Leserunde zu "Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck

    Wie der Wind und das Meer

    LilliB

    Ihr mögt zeitgeschichtliche Schicksalsromane um eine große Liebe? Dann ist "Wie der Wind und das Meer" genau das Richtige für euch. Über das Buch: »Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir ...«München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, ist neun Jahre alt, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen … Anmelden: bis 13. Oktober 2017 Start: 28. Oktober 2017 Bitte beachtet: Aus Zeitgründen begleite ich die Leserunde nur die ersten 2 Wochen bis zum 12. November, danach könnt ihr selbstständig weiterdiskutieren. Teilnahmebedingungen: Beantwortet die Frage, was euch an dem Buch reizt und warum ihr es lesen wollt. , Aktive Teilnahme an der Leserunde. Bewerbt Euch nur, wenn Ihr auch Zeit habt. , Abschließenden Rezension bis spätestens 1. Dezember und Einstellen mindestens bei AMAZON und LOVELYBOOKS

    Mehr
    • 149
  • eine große Liebesgeschichte

    Wie der Wind und das Meer

    gagamaus

    13. October 2017 um 16:43

    Das Ende des Zweiten Weltkrieges steht kurz bevor. Aber in den letzten Wochen bombadierten die Allierten die bayerische Landeshauptstadt München mit allem, was die Kriegsmaschinerie hergab. 90 % der Altstadt wurden dabei zerstört. Zu den Opfern zählen auch die Familien von Paul und Sarah, die sich in den Trümmern auf der Suche nach Nahrung und Hilfe zum ersten Mal begegnen. Das gemeinsame Leid schweißt die Kinder zusammen und aus Furcht, man könnte sie wieder trennen, geben die beiden sich als Geschwister aus. Die Behörden stecken die beiden in eines der überfüllten Kinderheime, die zur damaligen Zeit eher an Straflager erinnerten und in denen es nicht um das Wohlergehen der Kinder ging, sondern wohl mehr um das kostengünstige Wegsperren der vielen Waisen.Aber endlich haben die beiden Glück und ein liebevolles Ehepaar adoptiert das vermeindliche Geschwisterpaar. Eine Weile geht alles gut. Bis die beiden sich in der Pubertät heftig ineinander verlieben und diese Liebe dann auch heimlich zu Leben beginnen. Die Lüge über ihre Verwandtschaft lässt sich aber nicht mehr so einfach aus der Welt schaffen und schließlich kommt es zum Eklat und Sarah verlässt München. Vor allem das erste Drittel des Buches hat mich sehr berührt. Die traumatischen Kriegserlebnisse und die Schikanen im Waisenhaus sind erschütternd und man freut sich, dass die beiden es trotz allem schaffen, eisern und unerschütterlich aneinander festzuhalten. Auch die junge Liebe kann man gut nachvollziehen und ihre Verzweiflung und die Angst vor Bestrafung, wenn die Lüge herauskommen würde.Später, als die Jahre vergehen, und die beiden erwachsen sind, machen sie sich aber gegenseitig das Leben schwer und vor allem Sarah verhindert durch neue Lügen immer wieder, dass es zu einem Happy-End kommen könnte. Über den Schluss möchte ich aber nichts verraten. Der Leser begleitet Paul und Sarah über 40 Jahre. So nebenbei erfährt man auch einiges über die Entwicklung Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg. Das gibt der Geschichte einen authentischen Rahmen.Es ist mein erstes Buch von Lilli Beck und hat mir gut gefallen. Als Münchner Kindl habe ich vieles wiedererkannt und die Zeit nach dem Krieg ist lebhaft und realistisch geschildert. Mir hat auch der Schreibstil sehr gefallen.

    Mehr
  • Hoffnung und eine Lüge

    Wie der Wind und das Meer

    gaby2707

    12. October 2017 um 14:02

    Das einzige, was dem 11-jährigen Paul Grewe nach dem Bombenangriff 1945 in München geblieben ist, ist ein Koffer mit Dokumenten, ein Bild seiner kleinen Schwester und ein verbeulter Kochtopf seiner Tante. So trift er auf die kleine Jüdin Sarah, die ebenfalls ihre Familie verloren hat und die seiner Schwester unglaublich ähnlich sieht und die Beiden beschließen für immer zusammen zu bleinen – wie der Wind und das Meer. So wird aus Sarah Silbermann Rosalie Greve. Zusammen schließen sie sich einer der vielen Kinderbanden an, überstehen gemeinsam die Zeit im Heim, bis sie schließlich von einem netten Münchner Ehepaar, das selbst seine beiden Kinder im Krieg verloren hat, aufgenommen und adoptiert werden. Immer noch tragen sie beiden den Namen Greve und nun Hummel. Diese Lüge, die sich durch ihr gemeinsames Leben zieht, die sie nie aufgeklärt haben, aus Angst getrennt zu werden, wird ihnen nun zum Verhängnis. Sie verlieben sich ineinander. Eine Liebe, die als Geschwisterliebe gilt, die sie nicht leben dürfen. Ich bin sofort eingetaucht in die Geschichte der Beiden, in die Nachkriegszeit, die Zeit des Wiederaufbaus und in die Zeit, als es den Menschen langsam wieder besser ging. Durch Geschichten meines Opas und meiner Mutter, die diese Zeit nur knapp älter als Paul mitgemacht hat, kam mir vieles bekannt vor. Wenn ich heute hier in München durch die Straßen gehe, bin ich sehr froh, dass der Plan, München nach dem Krieg am Starnberger See wieder aufzubauen, schnell verworfen wurde. Ich habe mit Paul und Sarah/Rosalie im Heim gelitten, mich mit ihnen gefreut, als es zur Adoption kam und mich immer wieder gefragt, was gewesen wäre, hätten sie ihre wahre Identität preisgegeben. Als sie sich dann ihrer langsam aufkeimenden Gefühle füreinander bewusst wurde, habe ich gespürt, dass das nicht gut gehen kann. Die Anziehung zwischen Ihnen ist so stark, sie wollen, wie sie sich geschworen haben, zusammen bleiben, verletzen dadurch immer wieder die Gefühle von Menschen, die ihnen sehr nahe stehen. Dadurch haben sich meine positiven Gefühle ihnen gegenüber auch zum negativen verändert. "Wie der Wind und das Meer" ist eine sehr gefühlvoll geschriebene Geschichte, die mich ins München der Nachkriegsjahre mitgenommen hat, und die im Jah 1989 endet. Gerade zum Schluss hat die Geschichte meine emotionale Seite sehr berührt. Eine Geschichte so voller Hoffnung, die aber von einer nicht aufgeklärten Lüge immer wieder zerstört wird.

    Mehr
  • Dramatische Geschichte über eine Liebe die nicht sein darf

    Wie der Wind und das Meer

    Arietta

    10. October 2017 um 15:33

    Meine Meinung zur Autorin: Lilli Beck ist mit diesem Roman ein großartiges Werk gelungen. Eine Geschichte die 1945 im 2. Weltkrieg beginnt und 1990 endet und einem beim Lesen in den Bann zieht, es ist wie Magie, das Buch lässt einem nicht mehr los. Von Seite zu Seite steigerte sich die Spannung. Ihr Erzähl-und Schreibstil ist sehr Bildhaft, flüssig, Authentisch , spannend klar und Kraftvoll. Man hatte das Gefühl Teil der Geschichte zu sein. Ihre Figuren sind wie aus Fleisch und Blut, auch deren einzelnen Charaktere und Emotionen kommen sehr gut herüber. Sie gewährt uns tiefe Einblicke in deren Seelenleben und ihre Masken die sie nach außen tragen, den nicht alles ist wie es scheint, und vieles entwickelt sich in eine ganz andere Richtung, man wird immer wieder überrascht. Sehr gut sind die Kriegs- und Nachkriegsjahre beschrieben. Vom Hunger und Elend, dem deutschen Wirtschaftswunder, sowie der politischen Lage. Ein wirklich außergewöhnlicher , facettenreicher und intensiver Roman, der einem süchtig macht. Ich fand das Buch aufwühlend und mitreißend, es war wie ein Sog und Strudel der einem tief in die Geschichte zog. Zusammenfassung zum Inhalt: Ich hörte das Pfeifen der Bomben und deren Detonationen, sah die brennenden Straßenzüge und die Laichen. Spürte die Angst der Menschen, sah ihre verschreckte Augen und Gesichter. Ich sehe Paul in den Trümmern stehen, seine Familie hat er verloren, geblieben ein alter Kochtopf und ein Kochtopf. In all der Verwüstung stößt er auf die 9 Jährige Jüdin Sarah, die seiner kleinen Schwester Rosalie zum verwechseln ähnlich sieht. Er nimmt sich ihrer an und beide beschließen sich als Geschwister auszugeben um nicht getrennt zu werden, Sarah nimmt die Identität von Rosalie an. Zwei Kinder die ich gleich in mein Herz schloss, was beide nicht ahnen ihre Lüge wird ihnen einmal zum Verhängnis werden. Auch Agathe mit ihrem großen Herzen, die sich selbstlos den Kindern annahm bewunderte ich sehr. Um so mehr drehte sich mir das Herz im Laibe um, als das Jugendamt ihr die Kinder wegnahm und sie in dieses schreckliche Waisenhaus steckte, mir liefen die Tränen, bei dem was die Kinder dort erlebten, die Hölle ist noch gelinde ausgedrückt. Aber als das gütige Ehepaar auftauchte und beide Kinder adoptierte und die beiden Kinder aufzog wie ihre eigene, hüpfte mein Herz vor Freude. Ich fragte mich wo doch nun der Krieg vorbei war und sie diese Liebevollen Eltern hatten, sie sich nicht ihnen anvertraut haben und ihnen von ihrem Geheimnis und der Lüge aus der Not geboren erzählt haben. Vieles wäre ihnen erspart geblieben, als sie sich in späteren Jahren in einander verliebt haben. Aber nein sie dürfen nicht zu ihrer Liebe stehen, alles geschieht heimlich. Rosalie soll für kurze Zeit nach Berlin gehen um dort als Synchronsprecherin für einen Film zu arbeiten. Dort stellt sie fest, das sie von Paul schwanger ist, wieder verstrickt sie sich in Lügen. Sie trennt sich von Paul, geht ihren eigenen Weg mit wundem Herzen. Paul ist ein erfolgreicher Geschäftsmann geworden, geht quasi eine Zweckehe ein. Aber immer wieder will es das Schicksal das sie aufeinander treffen. Ich spürte ihre innere Zerrissenheit und das schlechte Gewissen, aber ihre Liebe ist größer und unauflöslich. Ich hoffte und betete mit da sie sich trotz ihrer Lebenslüge zusammenfinden. Nach ihrem Wahlspruch den sie geschworen hatten: „ Wir gehören zusammen wie der Wind und das Meer. Zusammen sind wir stark, zusammen kann uns nichts geschehen“

    Mehr
    • 2
  • Die Zerstörungskraft einer Lüge

    Wie der Wind und das Meer

    Dreamworx

    10. October 2017 um 15:24

    1945-1989. Während eines Bombenfliegerangriffs in München verliert der elfjährige Paul seine gesamte Familie und kann nur sich selbst und einen Koffer retten. In den Trümmern sucht er nach seinen Lieben, doch finden kann er sie nicht. So macht er sich mit seinen wenigen Habseligkeiten daran auf, einen Unterschlupf für sich zu finden und trifft dabei auf ein kleines 9-jährigwa jüdisches Mädchen namens Sarah. Sie hat ebenfalls durch den Angriff ihre ganze Familie verloren und aufgrund der Ähnlichkeit zu seiner Schwester tauft Paul sie Rosalie und nimmt sie mit sich. Fortan treten sie als Geschwister auf, denn sie wollen nicht allein sein und noch weniger soll jemand sie trennen. Erst landen sie bei der gutmütigen Marktfrau Agathe, doch bald werden sie von den Behörden in ein Waisenhaus verfrachtet, von dort werden sie irgendwann von einer Kaufmannsfamilie adoptiert. In all der Zeit leben Paul und Sarah wie Bruder und Schwester, bis ihnen irgendwann die Liebe dazwischen kommt. Doch ihre Lüge ist schon zu weit fortgeschritten – sie können sie nicht zurücknehmen. So müssen sich ihre Wege trennen…Lilli Beck hat mit ihrem Roman „Wie der Wind und das Meer“ einen wunderschönen und berührenden Roman vorgelegt, der den Lesern sehr ans Herz geht. Der Schreibstil ist herrlich flüssig und stellt den Leser ab der ersten Zeile als unsichtbaren Beobachter mitten ins Geschehen, wo er hautnah die ganze Geschichte miterlebt. Die Handlung erstreckt sich über einen Zeitraum von 44 Jahren und über verschiedene Städte. Die verschiedenen Dialekte hat die Autorin in ihre Handlung einfließen lassen, so dass alles noch viel glaubhafter wirkt. Die Beschreibungen der Autorin sind so plastisch, dass man die in Trümmer gelegte Stadt regelrecht vor sich sehen kann ebenso wie die Bemühungen der Menschen, diese wieder aufzubauen oder sich durchs Tauschen oder Sammeln ihr tägliches Brot zu verdienen. Neben Neid und Missgunst ist in jenen Zeiten auch Warmherzigkeit sowie Großzügigkeit zu spüren. Die Menschen rückten näher zusammen und griffen sich unter die Arme. Ebenso werden die geschichtlichen und politischen Begebenheiten der jüngsten deutschen Vergangenheit wie z. B. der Mauerbau in die Handlung miteingebunden. Gleichfalls kann man den Wandel der Gesellschaft in den einzelnen Jahrzehnten wunderbar mitbeobachten.Die Charaktere sind wunderbar detailliert gezeichnet und individuell ausgearbeitet. Sie wirken authentisch und sehr lebendig. Der Leser kann mit ihnen hoffen, bangen, mitfiebern und trauern. Paul ist zu Beginn ein sympathischer Junge, hilfsbereit und mit einem starken Willen ausgestattet. Je älter er wird, umso beschützender tritt er für Sarah ein. Allerdings wirkt er als Erwachsener gar nicht mehr so sympathisch, als er einiges anstellt, was man ihm so gar nicht zugetraut hätte. Sarah ist als junges Mädchen ebenso liebenswert, aber mit dem Erwachsenenalter trifft sie einige Entscheidungen, die andere sehr verletzen. Dadurch beginnt man, sie mit anderen Augen zu sehen. Agathe ist eine anständige ältere Dame mit viel Herz und flinker Zunge. Emma ist eine ehrgeizige Frau, die ihre Lebensplanung genau umsetzen will. Dabei geht sie Kompromisse ein, die ihr Leben nachhaltig verändern und ihre Träume in weite Ferne rücken lassen. Auch die anderen Protagonisten, die während des langen Zeitraums das Leben von Paul und Sarah kreuzen oder auch längerfristig teilen, stützen mit ihren Handlungen und Taten den Verlauf der Geschichte.„Wie der Wind und das Meer“ ist ein eindringlicher. Emotionaler und tragischer Roman über das Überleben in der Nachkriegszeit, über die Liebe und wie sehr Lügen das Leben von allen beeinflussen, wie sehr sie verletzen und zerstören können. Ein Buch, das einem noch sehr lange im Gedächtnis bleiben wird, weil man die Schicksale der Charaktere nicht vergessen kann. Absolute Leseempfehlung für eine wirklich tragisch-schöne Geschichte!

    Mehr
  • Die große Liebe, gefühlvoll erzählt

    Wie der Wind und das Meer

    kessi

    08. October 2017 um 20:01

    "Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck ist eine sehr  gefühlvolle und tragische Geschichte zweier Menschen die sich als Kinder im April 1945 nach einer schweren Bombardierung in München kennen gelerntlernt haben.Ein Koffer und ein Kochtopf, mehr ist dem elfjährigen Paul, nach einem heftigen Fliegerangriff auf München nicht geblieben. Allein und verstört versucht er Schutz zu finden, doch wo soll er den in einer zerbomten Stadt ausfindig machen? Plötzlich sieht er ein Mädchen in den Trümmern , ebenfalls alleine und verstört. Es handelt sich um die neunjährige Sarah, die genau wie Paul, beim letzten Angriff ihre Familie verloren hat. Paul kann es nicht fassen,  wie sehr Sarah seiner verstorbenen Schwester Rosalie ähnelt. Er überredet sie, sich ihm anzuschließen und sich für die Zukunft als Rosalie,  seine tote Schwester, auszugeben. Er erklärt ihr, das sie nur so eine Chance habe durchzukommen. Der Hintergedanke von Paul dabei ist aber auch, nicht mehr alleine zu sein. Sarah ist nicht gleich überzeugt, aber als sie auf Theo, den Chef einer Jugendbande treffen, stimmt sie stillschweigend zu und gibt sich von da an als Rosalie aus.Von nun an werden sie für eine lange Zeit unzertrennlich sein.   In den nächsten Jahren , in denen sie mal Glück und mal Pech haben, wächst ihr Zuneigung zueinander immer stärker. Im Waisenhaus, wo Buben und Mädchen streng voneinander getrennt werden, ist es für beide kaum auszuhalten, nicht einmal miteinander reden zu können und bereitet ihnen seelische Schmerzen.Doch dann haben sie Glück und werden als Geschwister von dem liebevollen Ehepaar Hummel adoptiert. Die Hummels haben einen florierenden Großhandel für Obst und Gemüse und jetzt wo der Krieg schon ein paar Jahre zu Ende ist,  geht es wieder aufwärts.Kein Wunsch  bleibt für Paul und Rosalie unerfüllt, werden mit viel Liebe überschüttet und bekommen sogar die Möglichkeit eine Ausbildung mit Abschluss zu absolvieren. Sie  arbeiten in dem elterlichen Unternehmen und lernen wie man ein Unternehmen führt.Im Laufe der Jahre verändert sich etwas zwischen Rosalie und Paul, aus geschwisterlicher Zuneigung entwickelt sich Liebe. Doch als " Geschwister" hat diese Liebe keine Zukunft, niemand weiß, bis auf eine Person, das sie kein Bruder und Schwester sind.  Nun sind sie , durch eine aus der Not entstandenen Lüge, in einer ausweglosen Situation.Wird Paul oder Rosalie ( Sarah ) es gelingen einen Ausweg zu finden, um für immer zusammen sein zu können?Meine Meinung:Mit diesem Buch hat die Autorin Lilli Beck ein wunderbares Werk geschaffen das so mit Liebe erfüllt ist, dass man sie förmlich spüren kann.Nicht nur die Hauptprotagonisten Paul und Sarah sind mir ans Herz gewachsen, nein im Laufe der Jahrzehnte kamen noch die Protagonisten Emma und Bernd hinzu, die eine wichtige Rolle im Leben der beiden spielen werden. Ebenso Agathe, die Sarah und Paul, für kurze Zeit ein Zuhause geben konnte. Nicht zu vergessen Wilma und Albert Hummel, die ihre Kinder verloren hatten und nun durch die Adoption, all ihre Liebe Paul und Sarah schenken.Der Schreibstil ist so gefühlvoll, dass all die Liebe, Traurigkeit und Hoffnung zu spüren gewesen ist, so als stünde man mitten im Geschehen. Schon lange habe ich keine so emotionale Geschichte gelesen, die mir noch  lange im Gedächtnis bleiben wird. Ein absolutes Highlight in diesem Jahr.Eines lehrt dieser Roman, baue dein Leben auf keine Lüge auf, auch wenn es aus der Not heraus geschieht. Interessant fand ich auch die historischen Hintergründe und die politische Lage von Deutschland , die wie nebenbei mit in die Geschichte einfließen.So wie Lilli Beck schreibt.....Zitat:  Ihr mögt zeitgeschichtliche Schicksalsromane um eine große Liebe? Dann ist "Wie der Wind und das Meer" genau das Richtige für euch. Dem kann ich nur zustimmen und darum vergebe ich die volle Punktzahl, die ist mehr als verdient.

    Mehr
  • Eine bittersüße Lovestory

    Wie der Wind und das Meer

    gsimak

    08. October 2017 um 13:12

    Meine MeinungDiese Geschichte fängt mit einem Bombenangriff 1945 in München an. Der 11jährige Paul verliert seine Familie und sucht in den Trümmern nach einer Bleibe. Da läuft ihm eine kleines jüdisches Mädchen über den Weg, welches ihn sehr stark an seine Schwester Rosalie erinnert. Er beschützt die kleine Sarah. Sarah nimmt die Identität Rosalies an, damit sie nicht getrennt werden. Das sollte den beiden jedoch noch zum Verhängnis werden. Paul schwärmt Sarah von seiner Heimat an der Ostsee vor. Eines Tages wird ihr er mit ihr in der Ostsee schwimmen! Sie werden beide den Wind spüren ....Ist es nicht schon schlimm genug, dass beide Kinder obdachlos und ohne Familie zwischen den Trümmern nach einer Bleibe suchten? War wirklich eine Lügennetz nötig, um nicht getrennt zu werden? Wir bekommen einen guten Einblick, was mit familienlosen Kindern in der Nachkriegszeit passiert ist. Lernen Waisenhäuser kennen, in denen es nicht immer menschlich zuging. Hunger. Obdachlosigkeit und die Hoffnung, vermisste Angehörige wieder zu finden, zeigen wieder die großen Auswirkungen dieses sinnlosen Krieges. Paul und Rosalie hatten jedoch Glück. Viele wunderbare Menschen kreuzten ihren Weg. Sie wurden von einem liebevollen Ehepaar adoptiert, welches einen großen Gemüsehandel erfolgreich führte. Beide Kinder stiegen in das Unternehmen ein. Eigentlich hätten Paul und Sarah ein glückliches Leben führen können. Doch dann verliebten sie sich ineinander. Trauten sich nicht, ihren Adoptiveltern die Wahrheit zu sagen. Sarah hatte eine wundervolle Stimme. Sie kehrte der Familie den Rücken und landete in Berlin als Synchronsprecherin.Mich hat diese Geschichte aufgewühlt. Ich konnte einfach nicht verstehen, dass die Wahrheit nicht mehr möglich war. Es war Krieg! Wenn zwei Kinder sich gegenseitig stützen und zusammen bleiben wollen, soll das wirklich ein Verbrechen sein? Ich fand die Adoptiveltern wirklich klasse. Man merkte jedoch, dass sie sehr viel Wert auf einen guten Ruf legten. In Kriegszeiten waren die Menschen krank, weil es ihnen an den nötigen Lebensmitteln fehlte. Jedoch auch das Wirtschaftswunder machte die Menschen nicht unbedingt gesünder. Herz-Kreislaufkrankheiten und sämtliche andere Wohlstandskrankheiten, hielten Einzug, die auch heute noch die Geißel der Menschheit sind. Der Schreibstil ist flüssig. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Paul und Sarah in der dritten Person erzählt. Die Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet. Man lernt ihre Stärken und Schwächen kennen. Besonders Paul und Sarah gehen einem an´s Herz. Mein FazitLilli Beck hat hier eine wunderbare Geschichte geschaffen, die den Leser auf eine Reise durch München und Berlin mitnimmt. Sie fängt 1945 an und endet 1990.Dem Leser wird wieder einmal bewusst, dass nicht Wohlstand alleine dafür verantwortlich ist, glücklich zu werden. Ich habe mit Paul und Sarah mitgelitten. Verstand oftmals ihr Handeln nicht richtig.  Warum haben sie nicht öfter miteinander Klartext geredet? Warum haben sie Missverständnisse nicht aufgeklärt? Dieser berühmte Ausspruch hat hier seine Berechtigung: >>Bevor du über mich und mein Leben urteilst, ziehe meine Schuhe an. Laufe meine Wege und spüre meinen Schmerz.<>Nichts macht einen Menschen so einsam, wie das Glück anderer zu sehen, während man selbst am Abgrund steht ....... << (Seite 261)Danke Lilli Beck.

    Mehr
    • 2
  • Wie der Wind und das Meer

    Wie der Wind und das Meer

    Mylittlebookpalace

    30. September 2017 um 21:20

    Handlung:München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen …Orte: das Buch spielt in verschiedenen Städten in Deutschland, unter anderem Berlin und München und da ich schon in vielen von diesen Städten war konnte ich mir alles ziemlich gut vorstellen, auch wenn es schon ein paar Jährchen vor meiner Zeit spielt, aber da ich mich ziemlich für Geschichte interessiere war es alles sehr bildlich für mich und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.Personen:Ich mochte Sarah sehr gerne, da sie eine sehr einfache und liebe Person ist, an manchen Stellen mochte ich sie zwar nicht sooo gerne, aber allem in allen mochte ich sie. Paul konnte ich nicht wirklich leiden, da er einige Sachen getan hat, die ich ihm nicht verzeihen konnte. Aber beide Personen haben trotzdem ihre eigenen tiefen und andere Geschichten zu erzählen. Und es war übrigens sehr schön die Personen beim aufwachsen zu erleben, da sie am Anfang des Buches noch keine zehn Jahre alt waren und am Ende ende 50.Gestaltung:Mir gefällt das Cover. Es passt zu dem Buch und auch die Kapitelgestaltung hat mir gefallen.Schreibstil:Ich mochte den Schreibstil sehr gerne. Es gab tolle Dialogen und Beschreibungen, mit denen ich mir alles sehr gut vorstellen konnte.Geschichte:Auch die Geschichte mochte ich an sich sehr gerne, allerdings war es manchmal etwas langatmig und es wurde ein bisschen langweilig. Trotzdem war die Handlung sehr schön und es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen.Fazit: Ich mochte das Buch sehr gerne. Ich liebe allgemein Bücher, die im der Vergangenheit spielen, da ich mich selber sehr dafür interessiere. Ich mochte den Schreibstil, die Gestaltung, die Orte, die Handlung und auch einen  Teil der Personen, dafür mochte ich den anderenTeil der Personen nicht so gerne und manchmal wurde es ein bisschen langweilig, weshalb ich 4 von 5 Sternen gebe.

    Mehr
  • wie der Wind und das MEr

    Wie der Wind und das Meer

    Mylittlebookpalace

    30. September 2017 um 21:20

    Handlung:München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen …Orte: das Buch spielt in verschiedenen Städten in Deutschland, unter anderem Berlin und München und da ich schon in vielen von diesen Städten war konnte ich mir alles ziemlich gut vorstellen, auch wenn es schon ein paar Jährchen vor meiner Zeit spielt, aber da ich mich ziemlich für Geschichte interessiere war es alles sehr bildlich für mich und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.Personen:Ich mochte Sarah sehr gerne, da sie eine sehr einfache und liebe Person ist, an manchen Stellen mochte ich sie zwar nicht sooo gerne, aber allem in allen mochte ich sie. Paul konnte ich nicht wirklich leiden, da er einige Sachen getan hat, die ich ihm nicht verzeihen konnte. Aber beide Personen haben trotzdem ihre eigenen tiefen und andere Geschichten zu erzählen. Und es war übrigens sehr schön die Personen beim aufwachsen zu erleben, da sie am Anfang des Buches noch keine zehn Jahre alt waren und am Ende ende 50.Gestaltung:Mir gefällt das Cover. Es passt zu dem Buch und auch die Kapitelgestaltung hat mir gefallen.Schreibstil:Ich mochte den Schreibstil sehr gerne. Es gab tolle Dialogen und Beschreibungen, mit denen ich mir alles sehr gut vorstellen konnte.Geschichte:Auch die Geschichte mochte ich an sich sehr gerne, allerdings war es manchmal etwas langatmig und es wurde ein bisschen langweilig. Trotzdem war die Handlung sehr schön und es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen.Fazit: Ich mochte das Buch sehr gerne. Ich liebe allgemein Bücher, die im der Vergangenheit spielen, da ich mich selber sehr dafür interessiere. Ich mochte den Schreibstil, die Gestaltung, die Orte, die Handlung und auch einen  Teil der Personen, dafür mochte ich den anderenTeil der Personen nicht so gerne und manchmal wurde es ein bisschen langweilig, weshalb ich 4 von 5 Sternen gebe.

    Mehr
  • Ein emotionales Drama mit unvergesslichen Protagonisten

    Wie der Wind und das Meer

    Monika58097

    26. September 2017 um 11:21

    Nichts ist ihm von seiner Familie geblieben außer einem Koffer mit Papieren und einem alten Topf. Ein Fliegerangriff hat dem elfjährigen Paul 1945 die ganze Familie genommen. Auf der Suche nach einem Unterschlupf begegnet ihm die zehnjährige Sarah, wie er ganz ohne Familie. Da Sarah Jüdin ist und seiner Schwester Rosalie unheimlich ähnlich sieht, beschließen die beiden, dass Sarah von Stund an die Identität seiner verstorbenen Schwester annimmt.  Wie viele Kinder, die den Krieg auf grauenvolle Weise miterleben mussten, irren die beiden durch die Stadt und werden schließlich von einer Kinderbande aufgenommen. Sie müssen stehlen, um zu überleben. Sie werden von einer Frau aufgenommen, bei der sie nicht bleiben dürfen. Sie müssen im Waisenhaus leben und werden schließlich von einem freundlichen Ehepaar adoptiert. Niemand konnte zu dem Zeitpunkt ahnen, dass Paul und Sarah einmal mehr füreinander empfinden würden, als nur Freundschaft und Zuneigung. "Wie der Wind und das Meer" - ein emotionales Drama mit unvergesslichen Protagonisten. Dieser Roman ist sehr intensiv, sehr berührend. Vor meinen Augen lief ein Film ab. Wie Paul und Sarah sich finden, wie sie sich durch das zerstörte München kämpfen, wie sie versuchen zu überleben und wie sie letztendlich ganz anders zueinander finden, als gedacht. Das Drama, dass es kein Zurück gibt aus der Lüge, Geschwister zu sein. Die damaligen Umstände machten es unmöglich. Heimliche Zuneigung, eine verbotene Liebe.  Sarah geht nach Berlin, um Synchronsprecherin zu werden. Die Entfernung zu Paul und München soll eine Trennung einfacher machen, doch die beiden können aneinander nicht vergessen. "Wie der Wind und das Meer" - eine Geschichte, voller Liebe geschrieben. Eine Geschichte, die mich in das Nachkriegsdeutschland entführt, in das zerbombte München, aber auch in das München der Wirtschaftswunderjahre bis in das Jahr 1989 hinaus. Ein Stück deutscher Geschichte, mitreißend, sehr gefühlvoll, voller Hoffnung. Es ist eine Geschichte, die den Leser beschäftigt, den Leser nachdenken lässt und vor allen Dingen mit einem Ende, das ich so nicht erwartet hätte. Unbedingte Leseempfehlung!

    Mehr
  • Eine tragische und berührende Geschichte

    Wie der Wind und das Meer

    zauberblume

    21. September 2017 um 00:14

    Mit ihrem neuen Roman "Wie der Wind und das Meer" hat mich die Autorin Lilli Beck wieder total begeistert. Eine tragische Geschichte, die mich bis tief in die Seele berührt hat. Das Schicksal von Paul und Sarah hat mich so berührt, das ich während des Lesens öfters feuchte Augen bekommen habe. Die Geschichte beginnt in München im Jahr 1945: Hier irrt der 11jährige Paul nach einem verheerenden Fliegerangriff, bei dem seine Familie ums Leben kommt durch die brennende Stadt. Auf der Suche nach auf Versteck stößt er auf die verstörte 9jährige Sarah. Auch sie hat ihre Famile verloren. Nachdem Sarah Pauls Schwester Rosalie verblüffend ähnlich sieht, geben sie sich von nun an als Geschwister aus. Nach einiger Zeit in einem Waisenhaus werden sie von einem netten Ehepaar adoptiert. Doch leider wird ihre Notlüge Jahre später ihr Verhängnis. Paul und Sarah verlieben sich ineinander. Eine Liebe, die nicht sein darf. Verzweifelt versuchen die beiden viel Geld zu verdienen, um nach Amerika auszuwandern. Deshalb nimmt Sarah auch einen Auftrag als Synchronsprecherin in Berlin an. Dort stellt sie jedoch fest, dass sie schwanger ist. Um Paul und ihr Leben nicht zu zerstören, trennt sie sich von Paul und lebt in Berlin. Paul wird als Lebensmittel-Großhändler erfolgreich und geht eine Zweckehe mit Emma ein. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte kreuzen sich die Wege von Sarah und Paula des öfteren und ihre Liebe entflammt immer wieder aufs Neue .....Eine Wahnsinnsgeschichte, die sich über Jahrzehnte zieht. Wir erleben eine Zeitspanne zwischen München in der Nachkriegszeit und Berlin der 80er Jahre. Wieder einmal hat mich die Autorin mit ihrem Schreibstil total begeistert. Ich bin sofort in die herausragende Geschichte eingetaucht und das Schicksal von Paul und Sarah hat mich nicht mehr losgelassen. Man hat das Gefühl, die Geschichte live mitzuerleben. Alle Charaktere, die in der Geschichte eine Rolle spielen sind wunderbar beschreiben, so dass ich mir jeden einzelnen prima vorstellen kann. Wenn ich die Augen schließe, sehe ich Paul und Sarah nach dem Bombenangriff, wie sie total verstört durch die Stadt irren und wie sie dann ums Überleben kämpfen. Da habe ich jetzt noch ein Gänsehautfeeling. Hier wird uns auch die ganze schreckliche Kriegszeit nochmals ins Gedächtnis gebracht. Ich sehe brennende Häuser vor mir und viel Elend und Leid. Die Kinder haben ja dann noch Glück gehabt. Sie haben wunderbare Adoptiveltern bekommen. Und auch mit Begeisterung im elterlichen Geschäft mitgearbeitet. Doch dann ist die Liebe zwischen Paul und Rosalie erwacht. Wie schrecklich müssen sich die beiden gefühlt haben. Und dann die Trennung, da hatte habe sich bei mir die Haare an den Armen aufgestellt. Aber was hätten die beiden denn tun sollen, wer hätte ihnen ihre Geschichte geglaubt. Und so lebt dann jeder sein Leben. Sarah als alleinerziehende Mutter in Berlin und Paul in München. Ich habe mich wirklich gefreut, wenn die beiden die Möglichkeit hatten, sich zu sehen. Denn die Liebe von Paul und Sarah ist wirklich etwas ganz besonderes. Doch ist ihnen irgendwann das große Glück vergönnt und hat das Schicksal mit ihnen anderes vor?Für mich ist dieses Buch ein absoluter Bestseller - ein Lesehighlight. Wirklich berührend und dramatisch. Interessant waren auch die ganzen geschichtlichen Ereignisse. Das Cover wirkt etwas melancholisch auf mich, aber es passt wunderbar. Für dieses herausragende Werke vergebe ich gerne 5 Sterne (leider können es nicht mehr sein).

    Mehr
  • Tragische Liebesgeschichte - Pageturner

    Wie der Wind und das Meer

    ulistuttgart

    20. September 2017 um 15:51

    Wie der Wind und das Meer von Lilli BeckErscheinungsdatum 18.09.2017 im blanvalet-VerlagZum Inhalt:Paul und Sarah begegnen sich 1945 im zerstörten München. Sie haben beide im Krieg  ihre Eltern verloren. Da Paul dem jüdischen Mädchen helfen will, beschließen sie, dass Sarah sich als Pauls vermisste Schwester Rosalie ausgibt. Die beiden schließen sich einer Kinderbande an. Um nicht zu verhungern bestehlen sie andere Menschen. Durch einen Zufall lernen sie Agathe kennen, die ohne ihren Sohn und Ehemann lebt. Sie bietet den Kindern an, bei ihr zu wohnen. Jedoch durften sie laut Jugendamt nicht dort bleiben und mussten in ein Waisenhaus. Dort waren beide, u.a. weil sie selten zusammen sein durften,  sehr unglücklich. Einige Jahre später wurden sie von einem freundlichen und großzügigen Ehepaar adoptiert.Zitat: Paul: „Wir zwei gehören jetzt zusammen“  Rosalie: “Wie der Wind und das Meer“Dieses Zitat beschreibt wunderbar die Verbundenheit der  „Geschwister“.„Eine dramatische Liebesgeschichte zwischen München der Nachkriegszeit und Berlin der 80er Jahre“Eigene Meinung:In das wunderschöne Cover habe ich mich sofort verliebt. Ein Paar, das sich die Hände hält,  einen gemeinsamen Weg geht und zusammen gehört,  „ wie der Wind und das Meer“.Das Schicksal von Sarah und Paul hat mich emotional sehr berührt. Durch die Lüge,  dass sie Geschwister sind, finden sie keinen Weg zu ihrer Liebe zu stehen.  Jeder Kuss und jedes intime Zusammensein muss heimlich geschehen. Paul fängt sogar mit Betrügereien an, um Geld für eine Flucht nach Amerika zusammen zu sparen. Für die Liebe zu Sarah würde er alles tun.Beim Lesen des Buches dachte ich immer wieder warum sagen sie nicht endlich die Wahrheit um ihrer Liebe eine Chance zu geben.  Aber die Nachkriegszeit war für diese Offenbarung eine schlechte Zeit.  Sie wären wohl wirklich,  wie sie befürchtet hatten, von allen verurteilt worden.Die wunderbare Autorin Lilli Beck hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und das Buch durch ihren Schreibstil und die Schicksale der Protagonisten zu einem meiner Lieblingsbücher gemacht. Durch die Zeitspanne von 1945 bis 1989 konnte die Autorin viele Ereignisse der Deutschen Geschichte bzw. der Weltgeschichte  mit einfließen lassen, was mir sehr gut gefallen hat.  ZB: Bau der Mauer,  Öl-Embargo, Hausbesetzungen, Krieg in Afghanistan,  usw.Sehr unterhaltsam fand ich die verschiedenen Dialekte aus Bayern bzw. Berlin. Für mich war das Buch ein richtiger Pageturner.Absolute Leseempfehlung und erhält von mir 5 Sterne !

    Mehr
  • Liebesgeschichte, die auch einen Teil der deutschen Geschichte wiederspiegelt - mir fehlten die Emot

    Wie der Wind und das Meer

    schnaeppchenjaegerin

    19. September 2017 um 21:31

    Der Roman beginnt Ende des Zweiten Weltkrieges und spielt bis in die Gegenwart. Er handelt von der Liebe zweier Personen, die sich 1945 in München im Kindesalter kennenlernen. Der elfjährige Paul, der aus Ostpreußen geflohen ist, und die etwas jüngere Jüdin Sarah lernen sich in den Trümmern kennen, als sie beide ihre Eltern und andere Familienangehörige bei den letzten Bombenangriffen der Alliierten verloren haben.Aus Angst vor dem Alleinsein geben sie sich als Halbgeschwister aus und werden von einer gutmütigen Ersatz-Oma bei sich aufgenommen. Von den Behörden werden sie später in ein Waisenhaus, bevor sie dann bei lieben Pflegeeltern wie Geschwister aufwachsen dürfen.Sie engagieren sich im elterlichen Gemüsehandel, den Paul später übernehmen soll und verlieben sich als Teenager in einander. Die Lüge der Halbgeschwister wurde jedoch schon zu lange aufrecht erhalten und da sie Angst vor den Behörden haben, die sie schon einmal der lieben Marktfrau entrissen haben und sie auch ihre Pflegeeltern nicht enttäuschen wollen, trauen sie sich nicht, ihre wahre Identität von Sarah preiszugeben, die als Pauls Halbschwester Rosalie aufgewachsen ist...Der Roman ist ein Abriss der deutschen Geschichte. So werden bedeutende Ereignisse und wichtige Episoden wie der Zweite Weltkrieg und der Wiederaufbau Deutschlands, das Wirtschaftswunder, die deutsche Teilung, Mauerbau und die Gefahr durch die RAF kurz geschildert, in denen man die Protagonisten wiederfindet. Man erlebt die Kindheit vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, die Jugend und Verliebtheit in den 50er-Jahren und Paul und Rosalie als Erwachsene ab den 60er-/ 70er-Jahren.Der Inhalt des Romans hatte mich neugierig auf diese Liebesgeschichte gemacht, aber leider sagte mir der in meinen Augen etwas seichte Schreibstil der Autorin nicht zu. In den Kinderjahren passten die sehr lieblichen Dialoge und Beschreibungen noch zur Geschichte, als Teenager und spätestens als Erwachsene hätte ich mir von den Protagonisten allerdings mehr Mumm gewünscht, der sich auch in der Erzählweise hätte wiederspiegeln sollen.Die Liebe zwischen Paul und Sarah, diese intensiven Gefühle, die sie auch über Jahre der Trennung hinweg für einander empfinden, kamen bei mir nicht wirklich an. Mir fehlte die Leidenschaft zwischen ihnen, die das Leid der unerfüllten Liebesbeziehung hätte rechtfertigen können. Beide heiraten andere Partner, für die sie nicht annähernd so viel empfinden wie für einander und nehmen sich und ihre Bedürfnisse stets zurück, träumen aber dennoch immer wieder von einer gemeinsamen Zukunft, bis es (fast) zu spät ist.Die vor allem bayerische Mundart machte die Charaktere einerseits authentisch, auf der anderen Seite war sie sehr dominant platziert und wirkte etwas übertrieben aufgesetzt.Die ostpreußischen Begriffe fand ich persönlich aber sehr interessant, da ich sie von meiner eigenen Großmutter kenne, die während des Zweiten Weltkrieg fliehen musste. So ist der Roman auch eher für eine andere Zielgruppe als mein Alter geeignet - gerade Frauen, die selbst nach dem Zweiten Weltkrieg aufgewachsen und in den 50er-/ 60er-Jahren großgeworden sind, dürften Freude an dem Roman haben, der so viel Geschichte wiedergibt. Dennoch fehlten mir die Emotionen, um mit Paul und Sarah mitfühlen und mitleiden zu können.

    Mehr
  • Eine große Liebe mit vielen Hindernissen !!

    Wie der Wind und das Meer

    Die-Rezensentin

    18. September 2017 um 22:33

    Das Buch beginnt mit den Jahren 1945-1948, als der 11jährige Paul nach einem schrecklichen Fliegerangriff seine ganze Familie verliert.Während er noch durch die Trümmer irrt, trifft er die kleine Sarah, die das gleiche Schicksal erlitten hat, auch ihre Angehörigen sind nicht mehr am Leben.Sie erinnert Paul an seine kleine Schwester und fortan bleiben sie zusammen. Da Sarah Jüdin ist, gibt er sie einfach als seine Schwester Rosalie aus.In diesem Moment kann noch niemand ahnen, welche Komplikationen später daraus entstehen werden.Lilli Beck hat ihr Buch in verschiedene Jahresabschnitte eingeteilt, gekonnt spannt sie den Bogen von der Kriegszeit bis zur Gegenwart, und lässt die Geschichte im Jahr 1989 enden.Paul und Sarah werden adoptiert, aber ist es irgendwann nicht mehr möglich, die Eltern über ihre wahre Herkunft aufzuklären. Das wäre auch nicht unbedingt nötig gewesen, wenn Paul und Sarah nicht plötzlich mehr füreinander empfunden hätten, als es sich für Geschwister ziemt..Und dann wird Sarah auch noch schwanger....Ich habe schon öfters gelesen, dass im Krieg vermeintliche Waisen adoptiert wurden und die wahren Namen, erst recht, wenn es sich um Juden handelte, nirgendwo auftauchen.. Später war es dann unmöglich, eventuell noch lebende Verwandte zu finden oder diese das Kind.Wieviel Leid dadurch über Familien gebracht wurde, ist unvorstellbar.`Wie der Wind und das Meer` ist die Geschichte einer großen Liebe mit zu vielen Hindernissen. Manche von Sarahs Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen, aber es war natürlich damals auch eine ganz andere Zeit.Viele zeitgeschichtliche Ereignisse werden erwähnt, doch leider immer nur kurz angerissen. Manches hätte ich mir ruhig ausführlicher gewünscht.Das Buch lässt sich gut lesen, ist trotz des Themas eher eine leichte Lektüre, in die man sich zur kommenden Jahreszeit gut hineinschmökern kann.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks