Lilli Beck Wie der Wind und das Meer

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Inhaltsangabe zu „Wie der Wind und das Meer“ von Lilli Beck

»Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir ...«
München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen …

ein wunderbares Buch über die Liebe in einer schweren Zeit

— hoonili

Berührende Geschichte, keine leichte Kost.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Diese Geschichte hat mich vollkommen zerstört. Das alles ist doch so ungerecht. *schnief*

— libris_poison

Ich liebe diese Geschichte - die Figuren, der Schreibstil, die Entwicklung... alles perfekt! Nur die Zeitsprünge hätten nicht sein müssen...

— Benni_Cullen

Sehr schöne Liebesgeschichte :)

— LimitLess

Eine schöne Geschichte, ein spannender Roman über die Liebe und darüber, wie eine (Not-)Lüge das Leben entscheidend beeinflussen kann.

— DanielaVaziri

berührender und tragischer Roman der Nachkriegszeit. Das Buch lässt keinen kalt.

— Maximevm

Ein berührender Roman, der neben der Handlung rund um Paul und Rosalie auch deutsche Zeitgeschichte eingefangen hat. Bewegend und ergreifend

— tinstamp

sehr bewegend

— UteChristine

Ein Buch das mich richtig packen konnte. 500 Seiten und nicht eine einzige langweilig!

— Suhani

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  • Die große Liebe zweier Menschen in schweren Zeiten

    Wie der Wind und das Meer

    hoonili

    16. December 2017 um 22:36

    Paul und Sarah können sich nach einem Fliegerangriff im Jahre 1945 retten. Beide haben ihre Eltern verloren und möchten zusammen bleiben. Sarah ist Pauls Schwester Rosalie sehr ähnlich und so geben sie sich als Geschwister aus. Dies ist nicht immer einfach, aber anders könnten sie nicht zusammen bleiben. Sie machen gemeinsam eine schwere Zeit im Heim durch, doch ihre Herzen sind aneinander geschweißt. Als sie später in eine Pflegefamilie kommen nimmt das Schicksal seinen Lauf. Ihre Wege trennen sich, ihre Herzen jedoch sind immer zusammen. Ich habe das Buch mit großer Spannung gelesen. Beide Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen gefühlt. Die verschiedenen Zeiten werden authentisch beschrieben. Man durchlebt mit den Protagonisten so viele Zeitebenen und es gelingt sehr gut, sich aktiv dabei zu fühlen. Die Liebe spielt in diesem Buch eine große Rolle finde ich. Die andere Zeit von damals macht vieles schwerer. Ich habe mehrmals darüber nachgedacht, was heute anders gewesen wäre. Das Buch ist sehr flüssig und emotional geschrieben. Ich habe es wirklich geliebt.

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  • Gefühlvoll und Taschentuchalarm

    Wie der Wind und das Meer

    Manuela_Pfleger

    10. December 2017 um 20:30

    Ein Buch, das mich zu Tränen gerührt und mich mitten ins Herz getroffen hat. Lilli Beck hat mich mit ihrem angenehmen, verständlichen, leichten Schreibstil in eine Welt mitgenommen, in der es um die Geschichte von Paul und Sarah geht, die im Krieg ihrer Familien verloren haben. Die Geschichte wird von 1945 bis 1990 erzählt und man kann der Entwicklung, den Mut und der Stärke, der beiden Hauptprotagonisten miterleben. Nein, nicht nur miterleben, sondern auch mitfühlen. Die Charaktere sind liebenswerte, mutige, starke Persönlichkeit, die sich durch ihren Verlust zusammen tun und als Geschwister leben, obwohl sie es nicht sind. Durch diesen Zusammenhalt jedoch kommt es, wie es einmal kommen musste und sie verlieben sich ineinander. Aber für die Behörden sind die Geschwister... Wie werden sie nach all ihrer Vergangenheit, diesen Stein in ihrem Leben überwinden können? Die Schauplätze konnten mich ebenfalls überzeugen und die Autorin Lilli Beck hat auch hier sehr gute Recherchearbeit geleistet, denn als Leser wird man mitgezogen und erlebt ein Leben in der Nachkriegszeit und vieles mehr. Die Kapitelaufteilung in diesem tollen Buch sind 5 Hauptteile aufgeteilt und die Kapitel innerhalb jedes Teiles sind kurz aber perfekt, dass man dieses Buch in einem durchlesen kann und auch muss. Zumindest erging es mir so. Lilli Beck konnte mich mit ihren detailreichen Schreibstil und verständlichen Sprache für dieses Buch gewinnen, da ich mir fast alles bildlich vorstellen konnte. "Ein emotionsgeladener Roman, der in der Zeit zwischen 1945 und 1990 spielt, von zwei Nachkriegskinder erzählt, die mich mit Mut und Stärke überzeugt haben. Sehr realistisch durch wunderbare Recherchearbeit der Autorin. Taschentücher bereithalten und von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung."

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  • Berührende Geschichte, keine leichte Kost.

    Wie der Wind und das Meer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. December 2017 um 17:35

    Berührende Geschichte, keine leichte Kost. das Buch hat mir sehr gut gefallen, es hat mich mitgerissen die die Geschehnisse dieser schlimmen Jahre.Sehr gut geschriebene Geschichte!München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde  – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen …

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  • Eine Liebe, die nicht sein darf

    Wie der Wind und das Meer

    LimitLess

    01. December 2017 um 09:28

    Das Schicksal hat sie zusammen gebracht, das Schicksal aber auch wieder auseinander. Die Geschichte von Paul und Sarah, die den Krieg überleben und durch die dramatischen Umstände zu Geschwistern werden. Das wird ihnen aber auch irgendwann zum Verhängnis. Lilli Beck versteht es ihre Geschichten in einen zeitgeschichtlichen Rahmen einzubinden und historische Ereignisse gekonnt mit der fiktiven Story zu verbinden. Den Anfang empfand ich noch als etwas holprig. Die beiden Hauptcharaktere sind noch sehr jung und ich konnte mit ihnen noch nicht so viel anfangen. Das wurde aber auf jeden Fall besser, als sie älter wurden.    Das Buch ist in mehrere Teile eingeteilt, die immer einen Zeitraum darstellen und Ausschnitte aus dem derzeitigen Leben von Paul und Sarah zeigen. Die Perspektiven wechseln nicht nur zwischen ihnen, auch andere Personen bekommen die Chance, aus ihrer Sicht zu erzählen. Das war sehr spannend. Zum Ende hin habe ich den Bezug zu den Figuren ein bisschen verloren, weil eben zwischendrin so viel Zeit vergeht, dass ich mich nicht mehr so richtig darauf einlassen konnte. Aber es ist wirklich spannend zu sehen, wie sich die Personen weiterentwickeln und natürlich das Ende zu erfahren.    Der Schreibstil ist wieder sehr, sehr gut. Ich finde es sehr angenehm zu lesen und bei mir wurde eindeutig eine Sogwirkung hergestellt. Viel Authentizität schafft die Autorin durch das Einbinden von Dialekten und ortsgebundenen Spezialitäten. Das war echt lustig zu lesen. Ein bisschen kritisieren muss ich die ähnlichen Ausdrücke/Wörter und Wiederholungen, die vor allem beim Austausch der Zärtlichkeiten und Liebesschwüre immer wieder vorkommen. Vor allem am Anfang ist mir das noch verstärkt aufgefallen. Ansonsten wurden wirklich sehr gefühlvolle Szenen gewählt, um die Geschichte auch richtig rüber zu bringen. Das Ende war nochmal sehr vollgestopft mit Informationen und auch Politischem, das hat die damalige Zeit aber auch sehr gut dargestellt.   Fazit Lilli Becks Geschichten sind immer sehr einfühlsam und spannend. Die historische Einbettung ist wirklich gelungen. Die Nachkriegsjahre sind sehr anschaulich dargestellt. Auch die Liebesgeschichte, um die es sich hauptsächlich dreht, konnte mich völlig überzeugen. Es ist zeitweise sehr schnulzig, aber auch gesellschaftliche und politische Themen werden angeschnitten, die zu dieser Zeit noch sehr anders waren, als heutzutage. Spannend, romantisch, empfehlenswert!  

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  • Leserunde zu "Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck

    Wie der Wind und das Meer

    LilliB

    Ihr mögt zeitgeschichtliche Schicksalsromane um eine große Liebe? Dann ist "Wie der Wind und das Meer" genau das Richtige für euch. Über das Buch: »Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir ...«München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, ist neun Jahre alt, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen … Anmelden: bis 13. Oktober 2017 Start: 28. Oktober 2017 Bitte beachtet: Aus Zeitgründen begleite ich die Leserunde nur die ersten 2 Wochen bis zum 12. November, danach könnt ihr selbstständig weiterdiskutieren. Teilnahmebedingungen: Beantwortet die Frage, was euch an dem Buch reizt und warum ihr es lesen wollt. , Aktive Teilnahme an der Leserunde. Bewerbt Euch nur, wenn Ihr auch Zeit habt. , Abschließenden Rezension bis spätestens 1. Dezember und Einstellen mindestens bei AMAZON und LOVELYBOOKS

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    • 634
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2017: 30 Buchpakete zu gewinnen!

    LovelyBooks Spezial

    Daniliesing

    Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2017 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 30. November feststehen wird, gar nicht erwarten! Unsere große Verlosung für euch! Nicht nur eure Lieblingsbücher haben die Chance, den Leserpreis 2017 zu gewinnen, auch auf euch warten ganz großartige Buchgewinne. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen und zusätzlich 25 weitere Buchpakete mit je 10 Neuerscheinungen verlosen. Ein wahrer Traum für jeden Buchliebhaber, oder?Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:1. Schreibt einen Blogbeitrag mit Link zum Leserpreis auf LovelyBooks. Ladet eure Leser darin ein, ebenfalls ihre Lieblingsbücher 2017 zu nominieren.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2. Berichtet auf euren Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter oder Instagram über den Leserpeis und verlinkt darauf. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt. Verwendet dabei den Hashtag #Leserpreis.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Bitte klickt für alle 3 Varianten zunächst auf den "Jetzt bewerben"-Button und füllt das Formular komplett aus. Gebt bei den Varianten 1 und 2 bitte den direkten Link zum Blogbeitrag oder zum Social Media Posting an und verlinkt nicht nur aufs Profil. Selbstverständlich haben wir Grafikmaterial vorbereitet, das wir euch gern zur Verwendung zur Verfügung stellen.Ihr dürft natürlich auch mehrere der Punkte erfüllen und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 3. Dezember möglich!Wir wünschen euch ganz viel Spaß!PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1723
  • Einfach nur wunderschön

    Wie der Wind und das Meer

    bookgirl

    30. November 2017 um 15:22

    Inhalt München, April 1945. Der elfjährige Paul trifft nach einem Fliegerangriff auf die kleine Sarah, die so wie er ihre Familie verloren hat. Da sie seiner Schwester verblüffend ähnlich sieht, beschließen die beiden sich als Geschwister auszugeben. Erst Jahre später wird ihnen bewusst, dass ihnen diese Lüge zum Verhängnis wird, da sie sich verstecken müssen, um einander lieben zu können … Meine Meinung Lilli Beck hat eine Geschichte geschrieben, die wohl niemanden kalt lassen wird. Sie erzählt von einer Liebe, die es nicht geben darf. Sie hat Figuren erschaffen, die man sofort in sein Herz schließt, sich mit ihnen freut und leidet und nur eins möchte - dass die beiden glücklich sind. "Wie der Wind und das Meer" ist eines dieser Bücher, die man nicht so schnell vergisst, da sie so sehr berühren, dass man am Ende gar nicht von den Protagonisten Abschied nehmen mag, die man ein Stück auf ihrem Weg begleiten durfte. Paul und Sarah sind vom Schicksal zusammengeführt worden, mussten in der Not eine Lüge erfinden, nicht wissend, was diese in ihrem weiteren Leben für Auswirkungen haben wird. Ich habe mit ihnen mitgefiebert, mitgelitten und mich für sie gefreut. Denn inmitten all der Tragik haben die beiden auch immer wieder Menschen gefunden, die ihnen ein Heim gaben, eine Familie, einen Ort, an dem sie sich nicht verstecken mussten und akzeptiert wurden. Sei es ihre erste Anlaufstelle Agathe, die sie nach dem Krieg bei sich aufgenommen hat oder aber auch die Eheleute Hummel, die die beiden wie ihre eigenen Kinder behandelt hatten. Ob die beiden ihre Liebe leben dürfen, sei an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Nur so viel - mich hat es teilweise zu Tränen gerührt, das Buch zu lesen. Es hat mich bewegt und emotional gepackt, ohne dabei kitschig zu sein. Großes Kompliment dafür an Lilli Beck. Fazit "Wie der Wind und das Meer" ist das perfekte Buch, um es sich in dieser kalten Jahreszeit gemütlich zu machen und zu Paul und Sarah entführen zu lassen. Absolute Leseempfehlung!

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  • eventuelle Spoiler! Diese Geschichte ist so Herzzerreißend

    Wie der Wind und das Meer

    libris_poison

    24. November 2017 um 13:32

    |Cover|Das Cover finde ich sehr passend. Es ist sehr schlicht gehalten und gibt doch einige Einblicke in die Geschichte.|Schreibstil|Der Schreibstil von Lilli Beck ist sehr angenehm. Es war toll das die Gespräche der Charaktere entweder einen Bayrischen oder einen Berlinerischen touch hatten. So hat es die Geschichte noch einzigartiger und realer wirken lassen.|Meinung|Ich war total gespannt auf die Geschichte, da ich gerne Geschichten aus der Kriegszeit oder Nachkriegszeit lese. Auch in meiner Schulzeit habe ich mich sehr für den 2. Weltkrieg interessiert.Also war es für mich klar ich musste die Geschichte von Paul und Rosalie(Sarah) lesen.Es ist so herzzerreißend was die beiden alles erlebt haben. Jedes Mal wenn sie ihr Glück gefunden hatten, kam die nächste Katastrophe. Wegen einer Lüge, die sie aus Schutz erzählt haben bringt das ihr ganzes Leben durch einander. Es ist so unfassbar traurig und gemein. Ich hatte den beiden so sehr ihr Glück gewünscht. Diese Geschichte hat es geschafft mich zum weinen zu bringen.Manchmal ist das Leben wirklich ein Ar***!|Fazit|Ich kann euch die Geschichte von Paul und Rosalie(Sarah) nur ans Herz legen. Aber haltet Taschentücher bereit.

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  • Ein poetisches Buch mit sehr viel Tiefgang

    Wie der Wind und das Meer

    Benni_Cullen

    24. November 2017 um 11:40

    Als mir dieses Buch in einer Mail vorgestellt wurde und ich den Klappentext las, musste ich es sofort haben. Denn die Geschichte klingt wirklich so genial, so emotional und eigen, da wollte ich einfach wissen, ob die Geschichte das hält, was der Klappentext verspricht. Es vergingen einige Wochen und ich fing mit dem Buch an - ohne den Klappentext vorher nochmal gelesen zu haben. Das tat ich dann erst später und sage euch deshalb jetzt schon: Bitte versucht ihn nicht zu lesen, sondern lasst euch einfach auf die Geschichte ein. Denn sonst steht im Klappentext schon so viel, dass sich die Wirkung nicht richtig entfalten kann, wenn man die Handlung der ersten knapp 100 Seiten schon weiß. Nur so als Tipp.Es geht (und das könnt ihr jetzt lesen, denn es verrät wirklich nicht allzu viel) um Paul und Sarah, die sich im Jahr 1945 kennenlernen. Beide gehen zusammen durch diese schwere Zeit und bleiben ein Leben lang miteinander verbunden. Wir begleiten die beiden bis in die späten 80er-Jahre und erfahren so, wie ihr Leben nach dem Krieg aussieht, was für Herausforderungen sie sich stellen müssen und welches tragische Schicksal sie ereilt. Ich fand genau dieses Begleiten ganz wunderbar, denn so hat man wirklich das Gefühl, Teil des Lebens der beiden zu sein und durchlebt einfach alles mit ihnen gemeinsam. Besonders der Anfang hat mich emotional so berührt, dass ich tatsächlich Tränen geweint habe und am Schluss atemlos zurückgelassen wurde. Einziger Störfaktor waren hier die Sprünge: Die Autorin unterteilt das Buch immer in Jahreszahlen. Im Prinzip in die 40er, 50er, 60er, 70er, und 80er. Dabei fängt sie immer am Anfang des Jahrzehnts an und wir erleben dann, was bis zum Ende des Jahrzehnts passiert. Zum Schluss erfolgt allerdings immer ein Sprung: Mal sind es nur vier Jahre, manchmal aber auch fünf oder sechs. Leider hört die Geschichte aber immer dann auf, wenn es gerade am spannendsten wird, weil ein größeres Problem ansteht. Hier reißt uns die Autorin weg und erzählt dann die Geschichte fünf Jahre später weiter. Dabei fässt sie dann die Lösung des Problems innerhalb einer Seite zusammen. Das empfand ich als etwas störend, da ich gerne gemeinsam mit den Figuren durch das Problem gegangen wäre und es mit ihnen gemeinsam durchleben wollte. So fühlte ich mich immer etwas distanziert und verlor auch in der Mitte den emotionalen Bezug. Das wurde am Ende besser, dennoch hätte ich mir vielleicht noch 100 Seiten mehr gewünscht, um eben diese Probleme genauer zu durchleuchten.Anders der Schreibstil: Der hätte nicht besser sein können. Die Autorin hat eine wundervolle Art, alltägliche Dinge zu beschreiben und gleichzeitig auch ein Talent dafür, sehr philosophisch die innere Gefühlswelt der Figuren darzustellen. Ich habe teilweise einzelne Sequenzen zwei oder drei Mal gelesen, einfach nur, um sie noch häufiger genießen zu können. Dabei merkt man zum einen die emotionale Involviertheit der Autorin selber, als auch ihre wirklich gute Recherche: Ich hatte das Gefühl, total in das jeweilige Jahrzehnt einzutauchen. Das lag zum einen daran, dass die Autorin wichtige Themen, die in diesen Zeiten diskutiert wurden, erklärt hat, zum anderen aber auch daran, dass sie die Sprache des jeweiligen Jahrzehnts sehr gut einfangen konnte. Diese Kombination hat mir sehr gut gefallen und war bisher eines der besten Pakete, welches ich im Genre der historischen Romane, erhalten habe. Lilli Beck ist deshalb für mich auch eine Autorin, die ich definitiv im Auge behalten möchte und deren ersten historischen Roman "Glück und Glas" ich definitiv auch noch lesen möchte.Zu diesem poetischen Schreibstil passt übrigens auch der Titel: "Wie der Wind und das Meer" klingt ja schon sehr nach einer Metapher. Das ist es auch, doch nicht nur das: Die Autorin greift das Bild immer wieder während der Geschichte auf und bindet somit den Titel immer wieder ein. Das gefiel mir aus literarischer Sicht sehr gut, da ich bei manchen Titel das Gefühl habe, sie wurden ganz zufällig gewählt, einfach nur, weil sie gut klingen und entfernt zur Story passen. Das ist hier nicht der Fall. Der Titel macht wirklich Sinn und wird immer wieder aufgegriffen. Manche würden jetzt sagen, dass das ja fast normal ist, das ist aber nicht mein Eindruck, deshalb wollte ich es noch einmal als zusätzlichen Punkt nennen. Immer, wenn ich darauf gestoßen bin, musste ich lächeln und diese Tatsache hat mir das Buch irgendwie noch näher gebracht.Mein Fazit:Eine wirklich emotionale Geschichte, tolle Protagonisten und ein Schreibstil, der nicht besser hätte sein können. Einzig die Sprünge zwischen den Jahrzehnten trübten meinen Leseeindruck etwas. Abgesehen davon habe ich mich sehr wohl gefühlt und bin sogar etwas traurig, dass ich die Geschichte schon kennen - jetzt würde ich mir wünschen, sie noch einmal von Neuem anfangen zu können. Völlig unvoreingenommen und unwissend. Für alle, die sich an das Genre historische Romane rantasten möchten, ist dieses Buch ein guter Einsteiger. Kenner des Genres dürften hier allerdings ebenfalls ihren Spaß haben, aufgrund der wirklich gut recherchierten Aspekte der Geschichte. Für diese Leistung gibt es 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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  • Viel Herz, Schmerz und Spannung

    Wie der Wind und das Meer

    DanielaVaziri

    23. November 2017 um 22:01

    Mit "Wie der Wind und das Meer" hat Lilli Beck einen sehr schöne, anrührende und zugleich spannende Liebesgeschichte geschrieben.   Sie erzählt von Paul und Sarah, die sich nach einem Fliegerangriff 1945 in München kennenlernen. Beide sind zu dem Zeitpunkt gerade einmal 11 Jahre alt und haben alles verloren, ihr Zuhause und vor allem ihre Familien. Dieses Schicksal schweißt sie zusammen und in ihrer Einsamkeit und Angst klammern sie sich aneinander. Da Sarah Paul an seine Halbschwester Rosalie erinnert, beschließen sie, sich fortan als Geschwister auszugeben. So schlagen sie sich durch, mit vielen traurigen aber auch schönen Erlebnissen. Oft scheint es, als würde als gut. Aber die Lüge, die aus der Not geboren wurde, begleitet die beiden ihr ganzes Leben lang und beeinflusst ihr Schicksal ganz entscheidend.  Ich finde, das Buch ist sehr spannend und schön geschrieben. Es zieht den Leser von Anfang an in seinen Bann, so dass es sehr schwer fällt, es aus der Hand zu legen. Man kann sich sehr gut in die beiden Protagonisten hineinversetzen und leidet an vielen Stellen mit ihnen mit. Die Autorin schildert die Erlebnisse und Gefühle sehr einfühlsam, vor allem in den ersten Kapiteln, als Paul und Sarah noch Kinder sind. Besonders gelungen ist der Wechsel in der Perspektive zwischen Paul und Sarah (Rosalie). Auch gelingt es Lilli Beck sehr gut, ein Gefühl für den zeitgeschichtlichen Rahmen zu vermitteln. Man kann sich das Leben der beiden Kinder in der Nachkriegszeit bildhaft vorstellen. Man bekommt ein Gefühl dafür, dass viele Hindernisse im Leben der beiden dem damaligen Zeitgeist und den gesellschaftlichen Zwängen der Nachkriegszeit geschuldet waren. Insgesamt ein absolut empfehlenswertes Buch für alle, die schöne, wenn auch bisweilen traurige, Liebesgeschichten mögen, die einen bewegen.

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  • sehr bewegender und tragischer Roman

    Wie der Wind und das Meer

    Maximevm

    22. November 2017 um 23:29

    Inhalt: Deutschland am Ende des 2. Weltkrieges. Der Junge Paul versteckt sich mit seiner Familie in einem Luftschutzkeller vor einem Bombenangriff. Das Haus wird getroffen und Paul überlebt als einziger. Verzweifelt läuft er durch die Trümmer und findet ein kleines Mädchen, Sarah Silbermann, dessen Eltern auch umgekommen sind. Sie ähnelt seiner kleinen Halbschwester Rosalie und so beschließen sie, Sarah als Rosalie auszugeben, um zusammen bleiben zu können. Eine Zeit lang leben sie mit anderen Kindern in den Trümmern, bis die Blumen-Oma die beiden bei sich aufnimmt. Doch schließlich müssen sie ins Waisenhaus, da die Behörden es so beschließen. Als sie schließlich von einem sehr netten Ehepaar adoptiert werden, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Meinung:Mir hat das Buch "Wie der Wind und das Meer" sehr gut gefallen. Die Geschichte hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Der Schreibstil von Lilli Beck ist so schön und berührend. Sie versteht echt was davon, ihre Leser in einen Bann zu ziehen. Mir hat auch gut gefallen, dass viele historische Elemente in den Text mit eingeflossen sind. Was als eine Notlüge während dem Krieg begann, wird den beiden im Laufe der Geschichte zum Verhängnis. Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen? Dieses Buch und das Schicksal der beiden Kriegskinder lässt keinen Menschen kalt. Dieses buch ist eine klare Kaufempfehlung wert. 

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  • Mein Lesehighlight - für ein Leben lang

    Wie der Wind und das Meer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. November 2017 um 13:33

    Gedanken zur BuchgeschichteAls ich den Klappentext las war ich sehr gespannt, was in diesem Buch auf mich zukommen würde. Nicht nur, dass es schon einen gewissen Teil der deutschen Geschichte aufzeigt, sondern ob Paul und Sarah jemals wieder zusammenfinden werden. Wie ihre  verschiedenen Lebens- und Liebesgeschichten nach Trennung ihrer beider Wege weitergehen würden. Das es im Endeffekt ausging, wie es ausging hätte ich nicht gedacht, wirklich überhaupt nicht. Ich bin jetzt noch überwältigt davon. Ich fand die Anfänge der Geschichte um Paul und Sarah wirklich klasse, alleine die genauen Beschreibungen der Kriegszeit, ließen mich so manches Mal erschaudern. Was für Zu- und Umstände in den Jahren nach Hitler herrschten war katastrophal und es war dennoch schön zu lesen, wie sich die Menschen nach und nach wieder etwas aufgebaut haben und Freude daran verspürten, glücklich waren mit dem was sie hatten und bis das soweit war, war das natürlich harte Arbeit. Wie sehr sie sich über Obst und Gemüse gefreut haben und wie lange sie anstehen mussten, nur um einen Brotlaib zu bekommen oder Zigaretten die sie dann gegen etwas Anderes, etwas Nahhaftes tauschten. Dies erinnert mich sehr an die Erzählungen meiner Großeltern und ich habe mich durch diese Buchgeschichte gleich an sie und ihre Erzählungen erinnert. Heutzutage kann man sich das gar nicht mehr vorstellen, denn heute fährt man in den Supermarkt und kauft sich das, worauf man gelüstet und damals? Da musste man Stunde und Stunde anstehen und hoffen das noch etwas für einen abfiel.Als Paul und Sarah durch die Trümmer zogen, wurde das so gut beschrieben, dass ich alles bildlich vor Augen hatte und mitfühlen konnte, wie sie sich just in diesem Moment fühlen mussten. Einfach so ohne Familie und mit nichts dazustehen, sich noch beklauen lassen zu müssen und auf sich alleine gestellt zu sein war etwas, was mich manche Male schlucken ließ. Alleine die kleine Sarah, sie hätte meine Tochter sein können wenngleich sie etwas älter war.Auch nicht nach dem Krieg herrschte in allen Herzen der Frieden, ganz im Gegenteil. Viele dachten auch an sich und desto schöner fand ich es, als die beiden auf das Bandenmitglied trafen, auch wenn das was danach kam um Längen schöner war, wenngleich auch mit fatalen Einbrüchen die mich sehr mitrissen aber doch absehbar waren, einfach weil es so nicht weiterging zu diesem Zeitpunkt.Auch als die Geschichte immer und immer weiter voranschritt, war ich einfach nur begeistert. Das Gute ist, dass die Buchgeschichte in fünf Teile gegliedert ist. Der erste Teil schreibt die Jahre 1945 bis 1948. Der zweite Teil schreibt die Jahre 1952-1955, der Dritte die Jahre 1960 bis 1970. Das Vierte die Jahre war 1975 bis 1980 und der letzte Teil und somit der Fünfte war von 1980-1989.Ohne viel vorweg zu nehmen kann ich nur schreiben, dass ich das ganze Buch über, also von 1945 bis 1989 immer wieder mitgefiebert habe, schmunzeln musste, lächeln musste und mich wirklich sehr in die Geschichte verliebt habe, dass ich traurig darüber bin dieses Buch nun weg zu legen aber ich bin mir sicher, dass ich es noch einmal lesen werde - irgendwann. Dieses Buch bleibt mir in Erinnerung und das für immer. So lange bis auch mein fünftes Kapitel zu Ende ist. Gedanken zur Umsetzung und dem Schreibstil dieses BuchesDie Umsetzung des Buches ist einzigartig für mich und der Schreibstil so wahnsinnig mitreißend, dass ich für das Buch wirklich nicht lange gebraucht habe, um es fertig zu lesen. Es liest sich unwahrscheinlich leicht und packt dich von Seite zu Seite, sodass du das Ende gar nicht abwarten kannst. Und ist das Ende dann da, möchtest du am liebsten noch einmal von vorne beginnen. Das habe ich ehrlich gesagt bisher noch gar nicht gehabt. So wie es ist, ist es für mich perfekt.Gedanken zu den Protagonisten von »Wie der Wind und das Meer «Paul - ja, was soll ich zu Paul nur schreiben? Ein ganz großartiger Junge und später auch erwachsener Mann. Immer um alles und jeden bedacht, konnte auf dem Markt anpacken und war absolut hilfsbreit. Sympathisch fand ich ihn von Anfang an und als kleiner Junge, als er auf Sarah traf so wahnsinnig zerbrechlich und dennoch mutig und stark. Seine Liebe zu Sarah gab ihm diese Stärke durchzuhalten. Von Abschnitt zu Abschnitt wurde er dann erwachsen und versank in seiner Arbeit, dem Alkohol und ich fand das so schade, dass er diesen Weg wählte, wenngleich ich das auch absolut nachvollziehen konnte. Aus Liebe zu Sarah und um sich herum aber alles andere, außer seine Arbeit vergessend, was einer Person leider "das Genick brach". Welche Person das ist möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Das es am Ende aber so ausgehen musste wie es ausging, hätte ich nicht gedacht um ehrlich zu sein. Ich wurde sehr überrascht aber lest selbst. Es ist sehr, sehr emotional und auch traurig.Dann zu Sarah oder soll ich Rosalie schreiben? Sarah war mir auch von Anfang an, selbst als kleines Mädchen total sympathisch. Ich fand sie hatte schon immer eine kesse Art und dafür habe ich sie geliebt. Zudem war sie immer ehrlich, auch wenn sie damit so manches Mal leicht ins Fettnäpfchen trat und unsympathisch zu werden schien. Das Leben welches sie in diesem Buch hat, macht mich zum Ende hin sehr traurig, denn das hat sie so absolut nicht verdient. Alleine schon nicht wegen ihrer Vergangenheit zu Kriegszeiten und im Heim. So hatte sie wie Paul ein schweres Schicksal zu tragen und ein schweres Herz mit Liebe zu ihm.Emma, die liebe und etwas nervige Emma die Paul immer und immer wieder anhimmelte und für kleinere Bestellung extra zu ihm in den Laden lockte. Erst konnte ich mit ihr nicht warm werden aber im Laufe des Buches, als es so kam wie es kam ohne viel vorauszunehmen, fand ich sie wirklich toll und was sie alles aushalten musste. Hut ab. Emma wuchs mir also immer mehr ans Herz.Die liebe Agathe, sozusagen "Großtante" von Paul und Sarah. Was habe ich sie gemocht und doch hatte ich bei ihr das Gefühl, dass sie das Wohlbefinden der Kinder nicht mit ihrem Ego vereinbaren konnte. Sie war immer für beide da aber die Rahmenbedingungen waren einfach nicht optimal. Dennoch gab sie ihr letztes Hemd und war mir auch sehr sympathisch.Wilma und Albert, die beiden Adoptiveltern von Paul und Sarah. Beides ganz liebe Menschen aber für mich, für meine Persönlichkeit wäre es manchmal etwas zu viel des Guten gewesen. Sie ließen sie beide zwar gewähren aber irgendwie kann ich das auch nicht wirklich beschreiben, man muss es selbst gelesen haben. An einer Stelle im Buch, hatte ich das Gefühl das einer von beiden Elternteilen in Richtung emotionale Erpressung ging. Das fand ich absolut unangebracht aber in der Zeit war das wahrscheinlich vollkommen normal. Zumindest kenne ich das auch aus Erzählungen meiner Großeltern wie damals miteinander gesprochen wurde.Lieblingszeile des Buches»Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir. «SchlussgedankeDieses Buch übertrifft wirklich alles, was ich in diesem Jahr gelesen habe. Es hat mich mitgerissen, ich habe jede Zeile in mir aufgesogen, ich habe mitgefiebert, ich habe am Ende fast weinen müssen und ja, dieses Buch ist für mich wirklich eines der besten Bücher die ich bisher lesen durfte. Es ist wie der Wind und das Meer, mitreißend, kühl, herzerwärmend und einfach nur absolut grandios!Und PS: Lebt die Liebe in euren Herzen und folget immer eurem Herzen. Es ist so viel wichtiger als alles Geld der Welt und die tollste Karriere.  Dies macht dieses Buch mehr als deutlich.

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  • Berührender Roman über eine verhängnisvolle Lüge

    Wie der Wind und das Meer

    tinstamp

    14. November 2017 um 15:50

    Bewertung: 4 1/2 SterneSehr gespannt war ich auf Lilli Becks zweiten Roman, der nicht aus der heiteren Ecke kommt. Nachdem mir "Glück und Glas", das vor zwei Jahren erschienen ist, sehr gut gefallen hat, freute ich mich auf "Wie der Wind und das Meer" der Autorin.Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und beginnt im letzten Kriegsjahr, 1945. Man steigt mitten in das Kriegsgeschehen ein und harrt mit den Münchner Einwohnern in den Luftschutzkellern aus. Hier sind auch der elfjährige Paul, seine Stiefmutter und seine Stiefschwester Rosalie, sowie Onkel Fritz und Tante Tilli untergekommen. Sie sind Flüchtlinge aus Pommern, die in München bei den Verwandten ein neues Zuhause gefunden haben. Doch diesmal trifft eine Bombe das Haus und der kleine Paul bleibt als einziger Überlebender zurück. Hungrig und zitternd irrt er mit seinem Lederkoffer, der die Besitzurkunde des Gutes in Pommern, sowie Fotos beinhaltet, durch das zerbombte München. Hinter einem Trümmerhaufen findet er ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah Silbermann, ist Jüdin und hat ebenfalls ihre Familie verloren. Die Kinder beschließen zusammenzubleiben und Paul überredet Sarah sich fortan Rosalie zu nennen und sich als seine Schwester auszugeben. So können sie zusammenbleiben und Sarah muss auch nicht weiter Angst vor den Nazis haben. Eine Jungenbande gewährt ihnen Unterschlupf bis sie bei der Blumen-Oma ein neues Zuhause finden. Die Marktfrau Agathe gibt sie als ihre Großnichte und -neffen aus, doch die Mühlen der Bürokratie mahlen auch am Ende des Krieges zielsicher und Paul und Rosalie/Sarah wandern ins Waisenhaus. Ihr gemeinsamer Wahlspruch"Wir gehören zusammen wie der Wind und das Meer. Zusammen sind wir stark, zusammen kann uns nichts geschehen.“ - Seite 28wird auf eine harte Probe gestellt.Als sie als Teenager plötzlich beginnen mehr füreinander zu empfinden, macht ihnen der Pakt von einst, sich als Geschwister auszugeben, einen Strich durch die Rechnung. Mit der Wahrheit können sie nicht mehr herausrücken, ohne Agathe und ihre neuen Adoptiveltern zu gefährden.Der Roman umspannt ganze 45 Jahre, spielt in München und Berlin und erzählt abwechselnd aus der Sicht von Paul und Rosalie.Der erste Abschnitt bis zum Jahr 1952 ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die von der Autorin grandios erzählt wurde. Diese sehr eindringliche Passage erzählt von den Tagen als Trümmerkinder, den Hunger und die folgende liebevolle Aufnahme bei der Blumen-Oma. Die Willkür der Bürokratie die beiden Kinder der fürsorglichen Liebe von Agathe zu entreißen und sie in ein katholisches Waisenhaus zu stecken, wo Zucht und Ordnung herrscht, hat mich emotional sehr mitgenommen.Den Mittelteil, der Paul und Rosalie ihre Gefühle füreinander entdecken lässt, empfand ich nicht ganz so stark. Hier wird viel auf die Empfindungen der Beiden eingegangen und wie sie damit umgehen. Während Paul sich bei seiner neuen Familie und der Verantwortung am Gemüsemarkt wohl fühlt und seine Zukunft darin sieht, träumt Rosalie noch immer davon ihre Leben ähnlich dem ihrer Mutter zu gestalten. Als sie beim Münchner Radiosender für ein Hörspiel vorspricht und genommen wird, sieht sie sich ihren Träumen näher. Hier fehlte mir allerdings etwas Atmosphäre. Die Dialoge und Liebesschwüre empfand ich manchmal etwas aufgesetzt. Man spürte die tiefe Verbundenheit der Beiden, aber trotzdem fehlte mir das gewisse Etwas.Die Auswirkungen der verboten Liebe sind das Hauptthema des Romans. Diese sind der rote Faden der Geschichte. Dabei hat Lilli Beck auch die politische Zeitgeschichte gut eingefangen. Angefangen von den Hungerjahren bis zum Wiederaufbau, dem dauffolgenden Wirtschaftsaufschwung, der Bau der Mauer, der Kalte Krieg, Studentenbewegungen und Hausbesetzungen.Die dramatischen Ereignisse im letzten Teil des Buches haben wiederum meine volle Aufmerksamkeit bekommen und haben mich am Ende ziemlich fassungslos zurückgelassen.Charaktere:Die Charaktere sind lebendig und mitten aus dem Leben gegriffen. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Agathe, die Blumen-Oma, die sich den beiden Kindern annimmt und bis zu ihrem Lebensende ihre Ersatzoma bleiben wird. Sie ist auch die Einzige, die das Geheimnis um Sarah/Rosalie kennt. Gut gefallen haben mir auch "die Überkandidelten" im Haus von Rosalie in Berlin.Die beiden Hauptprotagonisten fand ich als Kinder überzeugender, als im erwachsenen Alter. Nicht alle ihre Handlungen konnte ich nachvollziehen, besonders der ältere Paul wurde mir fremd. Trotzdem entwicklen sich beide Charaktere stark weiter und dennoch bleibt ihre Liebe für alle Ewigkeit bestehen.....wie der Wind und das Meer....Schreibstil:Lilli Beck schreibt wunderbar bildhaft, flüssig und lebendig. Ich war mit Paul und Rosalie am Gemüsemarkt, durchlebte mit ihnen die Ängste im Waisenhaus und fand die Bewohner der verrückten WG in Berlin herzerfrischend.Die Geschichte ist in fünf Teile und Zeitabschnitte unterteilt und umspannt die Jahre 1945 bis 1990. Die Kapitel sind eher kurz gehalten bzw. haben eine angenehme Länge. Die Autorin erzählt abwechselnd aus Sicht von Pauls und Rosalie/Sarah.Fazit:Ein berührender Roman, der neben der Handlung rund um Paul und Rosalie auch deutsche Zeitgeschichte eingefangen hat. Eine dramatische Zeitreise, die im letzten Kriegsjahr des Zweiten Weltkrieges beginnt und kurz vor dem Mauerfall endet. Bewegend und ergreifend.

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  • Eine Perle von Buch!

    Wie der Wind und das Meer

    Anjaxxx

    14. November 2017 um 09:25

    Dieses Buch war für mich ein absolutes Geschenk, denn ich war sofort verliebt in das Leben und die Liebe von Paul und Sarah.Als Paul von einer Sekunde auf die andere alles verloren hat, findet er Sarah, die seiner Schwester, die er wie seine Familie in den Trümmern nach einem Bombeneinschlag nicht mehr findet, unheimlich ähnlich sieht. Schnell verbünden die beiden sich und geben sich einen lebenslangen Schwur....Die Autorin hat wirklich eindrucksvoll beschrieben, wie hart die Zeit in und nach dem Krieg war und wie hart es für die Kinder, aber eben auch alle anderen Menschen war, irgendwie zu überleben. Es war wundervoll zu lesen, wieviel Hoffnung in Sarah, die jetzt Rosalie heißt und Paul gesteckt hat und mit wieviel Zuversicht und Zusammenhalt die beiden in ihre ungewisse Zukunft gestartet sind. Mehr Gefühl in einem Buch geht einfach nicht und ich war beim lesen entweder unheimlich traurig oder mit Paul und Rosalie zusammen am Boden zerstört. Aber in dieser Geschichte gibt es nicht nur Hoffnung, sondern auch Angst, Gewalt und tiefe Verzweiflung. Der Leser begleitet die beiden "Geschwister" nicht nur durch ihre Kindheit, sondern wächst mit den beiden heran und natürlich tauchen bald immer größere Probleme auf. Die zarte Liebe der beiden hat mich mitten in ihren Bann gezogen und ich war genauso ratlos wie die beiden. Auch hier wieder Gefühle pur, Zwiespalt, Eifersucht, gebrochene Herzen, Abschied, Krankheit, Tod und ganz viel Liebe begleitet den Leser durch die Seiten. Ich kann und möchte nicht Zuviel über die Handlungen in dem Buch verraten, auch gibt es hier keine großen Überraschengen, dafür aber eine Geschichte die einem das Herz zerreißt und trotzdem so wunderschön wie traurig zugleich ist. Ich bin durch die Seiten einfach nur geflogen und hätte ich die Zeit gehabt, hätte ich das Buch sofort komplett durchgelesen!Das Ende...ja das Ende...ich hab sowas von geweint, hier ist doch etwas passiert, was mir das Herz gebrochen hat und wovor ich das ganze Buch über Angst hatte. Ich lese keine Bücher zweimal, dieses allerdings lese ich mit Sicherheit noch mehrmals, eine absolute Perle von Buch!

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  • Eine sehr bewegende Geschichte

    Wie der Wind und das Meer

    UteChristine

    12. November 2017 um 15:49

    "Wie der Wind und das Meer" ist das 1. Buch, was ich von der Autorin Lilli Beck gelesen habe. Das Cover und die Leseprobe haben mich gleich angesprochen. Paul und Sarah haben in einer Bombennacht ihre Familien verloren und da Sarah Pauls Schwester Rosalie ähnlich sieht, wird aus Sarah Rosalie. Wir begleiten die beiden durch das zerbombte München und wie sie zurecht kommen. Die Szenen im Waisenhaus haben mir die Tränen in die Augen getrieben. Doch sie finden ein liebevolles Zuhause. Es ist sehr schön und einfühlsam beschrieben, auch die interessanten Infos über den Großmarkt. Zum Beispiel, wie die 1. exotischen Früchte nach Deutschland kamen, der Toast Hawaii... Dann die Nachkriegsjahre,  das Wunder von Bern, der Mauerbau und die Wiedervereinigung sind mit der Geschichte der beiden verknüpft worden. Das Ende ist überraschend, aber im Nachhinein das was am besten passt.

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