Wie der Wind und das Meer

von Lilli Beck 
4,6 Sterne bei88 Bewertungen
Wie der Wind und das Meer
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hasirasi2s avatar

Wunderbare Liebesgeschichte aber so unglaublich traurig, dass ich am Ende geheult habe.

Goldammers avatar

ein tolles Buch,ich konnte nicht wieder aufhören!

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Inhaltsangabe zu "Wie der Wind und das Meer"

»Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir ...«
München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783764505776
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:500 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:18.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Beizeitenbuechers avatar
    Beizeitenbuechervor 11 Tagen
    Mein Lieblingsbuch - ein Leben alng

    Gedanken zur Buchgeschichte
    Als ich den Klappentext las war ich sehr gespannt, was in diesem Buch auf mich zukommen würde. Nicht nur, dass es schon einen gewissen Teil der deutschen Geschichte aufzeigt, sondern ob Paul und Sarah jemals wieder zusammenfinden werden. Wie ihre verschiedenen Lebens- und Liebesgeschichten nach Trennung ihrer beider Wege weitergehen würden. Das es im Endeffekt ausging, wie es ausging hätte ich nicht gedacht, wirklich überhaupt nicht. Ich bin jetzt noch überwältigt davon. Ich fand die Anfänge der Geschichte um Paul und Sarah wirklich klasse, alleine die genauen Beschreibungen der Kriegszeit, ließen mich so manches Mal erschaudern. Was für Zu- und Umstände in den Jahren nach Hitler herrschten war katastrophal und es war dennoch schön zu lesen, wie sich die Menschen nach und nach wieder etwas aufgebaut haben und Freude daran verspürten, glücklich waren mit dem was sie hatten und bis das soweit war, war das natürlich harte Arbeit. Wie sehr sie sich über Obst und Gemüse gefreut haben und wie lange sie anstehen mussten, nur um einen Brotlaib zu bekommen oder Zigaretten die sie dann gegen etwas Anderes, etwas Nahhaftes tauschten. Dies erinnert mich sehr an die Erzählungen meiner Großeltern und ich habe mich durch diese Buchgeschichte gleich an sie und ihre Erzählungen erinnert. Heutzutage kann man sich das gar nicht mehr vorstellen, denn heute fährt man in den Supermarkt und kauft sich das, worauf man gelüstet und damals? Da musste man Stunde und Stunde anstehen und hoffen das noch etwas für einen abfiel.

    Als Paul und Sarah durch die Trümmer zogen, wurde das so gut beschrieben, dass ich alles bildlich vor Augen hatte und mitfühlen konnte, wie sie sich just in diesem Moment fühlen mussten. Einfach so ohne Familie und mit nichts dazustehen, sich noch beklauen lassen zu müssen und auf sich alleine gestellt zu sein war etwas, was mich manche Male schlucken ließ. Alleine die kleine Sarah, sie hätte meine Tochter sein können wenngleich sie etwas älter war.

    Auch nicht nach dem Krieg herrschte in allen Herzen der Frieden, ganz im Gegenteil. Viele dachten auch an sich und desto schöner fand ich es, als die beiden auf das Bandenmitglied trafen, auch wenn das was danach kam um Längen schöner war, wenngleich auch mit fatalen Einbrüchen die mich sehr mitrissen aber doch absehbar waren, einfach weil es so nicht weiterging zu diesem Zeitpunkt.

    Auch als die Geschichte immer und immer weiter voranschritt, war ich einfach nur begeistert. Das Gute ist, dass die Buchgeschichte in fünf Teile gegliedert ist. Der erste Teil schreibt die Jahre 1945 bis 1948. Der zweite Teil schreibt die Jahre 1952-1955, der Dritte die Jahre 1960 bis 1970. Das Vierte die Jahre war 1975 bis 1980 und der letzte Teil und somit der Fünfte war von 1980-1989.

    Ohne viel vorweg zu nehmen kann ich nur schreiben, dass ich das ganze Buch über, also von 1945 bis 1989 immer wieder mitgefiebert habe, schmunzeln musste, lächeln musste und mich wirklich sehr in die Geschichte verliebt habe, dass ich traurig darüber bin dieses Buch nun weg zu legen aber ich bin mir sicher, dass ich es noch einmal lesen werde - irgendwann. Dieses Buch bleibt mir in Erinnerung und das für immer. So lange bis auch mein fünftes Kapitel zu Ende ist.

    Gedanken zur Umsetzung und dem Schreibstil dieses Buches
    Die Umsetzung des Buches ist einzigartig für mich und der Schreibstil so wahnsinnig mitreißend, dass ich für das Buch wirklich nicht lange gebraucht habe, um es fertig zu lesen. Es liest sich unwahrscheinlich leicht und packt dich von Seite zu Seite, sodass du das Ende gar nicht abwarten kannst. Und ist das Ende dann da, möchtest du am liebsten noch einmal von vorne beginnen. Das habe ich ehrlich gesagt bisher noch gar nicht gehabt. So wie es ist, ist es für mich perfekt.

    Gedanken zu den Protagonisten von »Wie der Wind und das Meer «
    Paul - ja, was soll ich zu Paul nur schreiben? Ein ganz großartiger Junge und später auch erwachsener Mann. Immer um alles und jeden bedacht, konnte auf dem Markt anpacken und war absolut hilfsbreit. Sympathisch fand ich ihn von Anfang an und als kleiner Junge, als er auf Sarah traf so wahnsinnig zerbrechlich und dennoch mutig und stark. Seine Liebe zu Sarah gab ihm diese Stärke durchzuhalten. Von Abschnitt zu Abschnitt wurde er dann erwachsen und versank in seiner Arbeit, dem Alkohol und ich fand das so schade, dass er diesen Weg wählte, wenngleich ich das auch absolut nachvollziehen konnte. Aus Liebe zu Sarah und um sich herum aber alles andere, außer seine Arbeit vergessend, was einer Person leider "das Genick brach". Welche Person das ist möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Das es am Ende aber so ausgehen musste wie es ausging, hätte ich nicht gedacht um ehrlich zu sein. Ich wurde sehr überrascht aber lest selbst. Es ist sehr, sehr emotional und auch traurig.

    Dann zu Sarah oder soll ich Rosalie schreiben? Sarah war mir auch von Anfang an, selbst als kleines Mädchen total sympathisch. Ich fand sie hatte schon immer eine kesse Art und dafür habe ich sie geliebt. Zudem war sie immer ehrlich, auch wenn sie damit so manches Mal leicht ins Fettnäpfchen trat und unsympathisch zu werden schien. Das Leben welches sie in diesem Buch hat, macht mich zum Ende hin sehr traurig, denn das hat sie so absolut nicht verdient. Alleine schon nicht wegen ihrer Vergangenheit zu Kriegszeiten und im Heim. So hatte sie wie Paul ein schweres Schicksal zu tragen und ein schweres Herz mit Liebe zu ihm.

    Emma, die liebe und etwas nervige Emma die Paul immer und immer wieder anhimmelte und für kleinere Bestellung extra zu ihm in den Laden lockte. Erst konnte ich mit ihr nicht warm werden aber im Laufe des Buches, als es so kam wie es kam ohne viel vorauszunehmen, fand ich sie wirklich toll und was sie alles aushalten musste. Hut ab. Emma wuchs mir also immer mehr ans Herz.

    Die liebe Agathe, sozusagen "Großtante" von Paul und Sarah. Was habe ich sie gemocht und doch hatte ich bei ihr das Gefühl, dass sie das Wohlbefinden der Kinder nicht mit ihrem Ego vereinbaren konnte. Sie war immer für beide da aber die Rahmenbedingungen waren einfach nicht optimal. Dennoch gab sie ihr letztes Hemd und war mir auch sehr sympathisch.

    Wilma und Albert, die beiden Adoptiveltern von Paul und Sarah. Beides ganz liebe Menschen aber für mich, für meine Persönlichkeit wäre es manchmal etwas zu viel des Guten gewesen. Sie ließen sie beide zwar gewähren aber irgendwie kann ich das auch nicht wirklich beschreiben, man muss es selbst gelesen haben. An einer Stelle im Buch, hatte ich das Gefühl das einer von beiden Elternteilen in Richtung emotionale Erpressung ging. Das fand ich absolut unangebracht aber in der Zeit war das wahrscheinlich vollkommen normal. Zumindest kenne ich das auch aus Erzählungen meiner Großeltern wie damals miteinander gesprochen wurde.

    Lieblingszeile des Buches
    »Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir. «

    Schlussgedanke
    Dieses Buch übertrifft wirklich alles, was ich in diesem Jahr gelesen habe. Es hat mich mitgerissen, ich habe jede Zeile in mir aufgesogen, ich habe mitgefiebert, ich habe am Ende fast weinen müssen und ja, dieses Buch ist für mich wirklich eines der besten Bücher die ich bisher lesen durfte. Es ist wie der Wind und das Meer, mitreißend, kühl, herzerwärmend und einfach nur absolut grandios!

    Und PS: Lebt die Liebe in euren Herzen und folget immer eurem Herzen. Es ist so viel wichtiger als alles Geld der Welt und die tollste Karriere. Dies macht dieses Buch mehr als deutlich.

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    Maritahenriettes avatar
    Maritahenriettevor 5 Monaten
    Emotionale Liebesgeschichte

    Nach einem heftigen Fliegeralarm in München April 1945 verliert Paul  seine Eltern und die kleine Schwester.  Mit seinen 11 Jahren suchte er zwischen all den Trümmern ein Versteckt.  Dabei findet er die jüngere Sarah.. Sie hat auch ihre Eltern verloren.  Da Sarah Pauls Schwester ähnlich sieht geben sie sich kurzerhand als Geschwister aus. So schlagen sie sich  durch ihr Leben und ahnen nicht das diese Lüge als Erwachsene verherende Folgen hat....

    MEINE MEINUNG:
    Der Schreibstil hat es mir ermöglicht schnell in die Geschichte abzutauchen  und mir das schicksalhafte Leben der beiden Hauptprotagonisten vorzustellen.  Er ist so gefühlvoll und empathisch das ich einfach mit Paul und Sarah über das ganze Buch hinweg mitleiden  musste. 
    Der Handlungsstrang  bringt mich von April 1945 bis in das Jahr 1990. . Die 5 verschiedenen  Abschnitte werden in Jahreszahlen unterteil. Es gibt 5 und sie besitzen  46 unterschiedliche lange Kapitel. 
    Die Autorin webt in ihrem Familiendrama zeitliche und geschichtliche Geschehnisse aus den dazu gehörigen Jahren geschickt hinein. Dadurch konnte ich mich während des lesens gut orientieren.  Hier merkt man dem Buch die ausführliche  Recherchearbeit an. Manche Gegebenheiten und Moralvostellungen hatten auch direkten Einfluss auf alle Personen. Paul und Sarah,  alias Rosalie,  habe ich von ihrer schicksalshaften Kindheit verfolgen können und sie sind mir sofort ans Herz gewachsen. Im weitetem Verlauf kamen noch andere Personen hinzu. Die Anzahl konnte ich gut überschauen und bin mit ihnen nie durcheinander gekommen.  

    Ihre Verabredung und späteres Geheimnis war bei Paul und Sarah ständiger Begleiter und schwebte in  jeder Lebensphase in ihren Gedanken und Handlungen. Es war Segen und Fluch zugleich. Durch den Verlust ihrer Angehörigen,  im Krieg eine Lebens - und Überlebungsstrategie die lange Zeit raffiniert war,  aber natürlich für die Kinder nicht überschaubar,  das es später Problem geben könnte.

    Mich hat ihr Leben an manchen Stellen dermaßen berührt,  dass ich das Buch auch mal zur Seite legen musste. Das Ende ist stimmig und passt zur Geschichte auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte. 

    FAZIT:

    "Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck wird durch den Blanvalet Verlag veröffentlicht. 

    Diese Geschichte wirkt authentisch,  berührend und könnte aus der Rubrik - wie das Leben so spielt - kommen. Das auf und ab von Glück,  Pech,  Trauer und Schicksal hat die Autorin gut dargestellt. In der heutigen Zeit und Lebensweise hätten Paul und Sarah ein glücklicheres Leben gehabt. Für mich bis heute in diesem Jahr eines das berühmteste Geschichten. 

    Von mir eine eindeutige Leseempfehlung mit 5 von 5 Punkten.  Ich freue mich auf weitere Bücher dieser Autorin. 

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    Die-weins avatar
    Die-weinvor 5 Monaten
    Wird mir noch lange im Kopf bleiben und mich zum Grübeln bringen...

    Von der Autorin Lilli Beck will ich schon seit ewigen Zeiten ein Buch lesen und habe auch beinahe alle ihre Romane im Bücherregal stehen, aber irgendwie sprachen mich die Cover der älteren Bücher irgendwann nicht mehr so an und für das letzte erschienene Buch fehlte bisher immer wieder die Zeit. "Wie der Wind und das Meer" erreichte mich schließlich als Rezensionsexemplar, da mich der Klappentext sofort neugierig machte.

    Der elfjährige Paul überlebt als einziger seiner Familie einen Fliegerangriff und lernt wenig später Sarah kennen, die ebenfalls sämtliche Angehörige verloren hat. Paul schlägt ihr vor, dass sie sich erstmal als seine Schwester ausgeben kann, da sie ihr ohnehin ähnlich sieht, und verspricht ihr gleichzeitig, dass ihr dadurch nichts passieren kann, denn sie ist Jüdin. Zwei Kinder, die alles verloren haben und nicht mehr wissen, wem sie noch vertrauen können, aber Paul ist ein so herzensguter Junge, dass Sarah sich sofort gut aufgehoben fühlt in seiner Gegenwart, und man kann förmlich spüren, wie die schrecklichen Erlebnisse die Beiden zusammenschweißen. Mich hatte spätestens da, die Geschichte komplett gepackt, da ich natürlich wissen wollte, ob sie so einfach mit dieser Lüge würden leben können.

    "Wie der Wind und das Meer" ist kein Buch, das man schnell mal nebenher mit wegliest, denn es handelt über so einen langen Zeitraum hinweg, dass ich persönlich immer wieder Lesepausen zwischendurch brauchte, um mit den Zeitsprüngen klarzukommen sowie den Charakteren, die sich im Laufe der Jahre natürlich auch stark veränderten. Das Schicksal der zwei Kinder beziehungsweise ihr weiterer Lebensweg berührte mich so sehr, und lässt mich auch Wochen später immer noch nicht so recht los, dass ich mich immer wieder frage, wie hätte eine akzeptable Lösung für sie ausgesehen.

    Lilli Beck beschreibt all dies so wunderbar, dass ich sowohl die beiden Hauptcharaktere förmlich vor Augen hatte, als auch all die interessanten Nebencharaktere sowie die Schauplätze. Zugleich passiert natürlich im Laufe der Jahre soviel Politisches, Gesellschaftliches und Zeitgeschichtliches nebenher, dass es mir unheimlich Freude bereitete, die Protagonisten über einen so langen Zeitraum zu begleiten.

    Mein Fazit:

    Sehr emotional, bewegend und mitreißend. Mir wird diese Geschichte noch lange im Gedächtnis bleiben und wird mich im Nachhinein wohl auch noch öfter zum grübeln bringen. Unbedingt Lesen!

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    PollyMaundrells avatar
    PollyMaundrellvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unglaublich emotionales Buch, das mich zum Weinen brachte! 5*
    Und am Ende habe ich Rotz und Wasser geheult...

    Buchinfo
    München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen… (Quelle: Verlag)

    Anfang
    Paul duckte sich instinktiv, als er die zischenden Pfeiftöne hörte, die wieder fallende Bomben ankündigten. Gleich darauf folgte das donnernde Geräusch der Einschläge. Sekunden später das Krachen der Explosionen, begleitet vom Klirren zerberstender Fensterscheiben und dem nachfolgenden Einstürzen der Häuser.

    Meine Meinung
    Der Leser befindet sich Ende April mitten in München, während der Zweite Weltkrieg so langsam zum Erliegen kommt. Paul, seine Familie und seine Nachbarn gehen ein letztes Mal alle zusammen in den Keller um Schutz zu finden. Doch während der Bombenhagel über ihr Viertel niedergeht, müssen sie das Gebäude fluchtartig verlassen, da es einzustürzen droht und somit mehr Gefahr als Schutz bieten würde. Paul schnallt sich den Koffer um, in dem sich alle wichtigen Papiere der Familie befinden und kämpft sich hinaus ins Freie. Und dann ist Paul plötzlich allein. Weder seine Mutter, noch seine Schwester oder die anderen aus dem Keller haben es geschafft. Nur Paul, der Koffer, die Puppe seiner Schwester und der große Kartoffeltopf von Tante Tilli machen sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft. Als er unterwegs die kleine Sarah trifft, die ebenfalls alles verloren hat und seiner Schwester Rosalie wie aus dem Gesicht geschnitten ist, ist für ihn ganz klar: Wir sind ab sofort eine Familie!

    "Unsere Familie hat sogar einen Wahlspruch: Wir gehören zusammen wie der Wind und das Meer. Zusammen sind wir stark, zusammen kann uns nichts geschehen." (Seite 28)

    Ich bin kein Fan davon, ständig Filme oder Dokumentationen über den Zweiten Weltkrieg zu schauen. Das Thema ist so fürchterlich, dass ich solche Filme/Dokumentationen oft abbreche oder nur ein einziges Mal schaue, da ich es emotional einfach nicht ertrage. Fiktive Liebesgeschichten, die zu der Zeit spielen, lese ich allerdings wahnsinnig gerne - auch wenn dicke Tränen vorprogrammiert sind.
    Die äußeren Umstände des Krieges und der Nachkriegszeit, ebenso die moralischen Vorstellungen in diesen Jahrzehnten, machen Liebesgeschichten direkt viel dramatischer und stellenweise auch endgültiger.

    Ich würde gerne so viel über dieses Buch sagen, würde dann aber Gefahr laufen viel zu viel zu verraten - das ist echt ein Teufelskreis. Trotzdem will ich mich bemühen nicht (zu viel) zu spoilern!

    Das Buch ist in fünf Abschnitte unterteilt, die stellenweise sehr große Zeitspannen umfassen. So befasst sich Teil 1 zum Beispiel mit den Jahren von 1945-1948, Teil 3 sogar mit 1960-1970. Insgesamt begleiten wir Paul und Sarah/Rosalie von 1945-1989. 44 Jahre Liebe und deutsche Geschichte auf nur 468 Seiten. Da ist es ganz klar, dass manchen Dingen weniger Beachtung geschenkt wird, als anderen und einige Jahre unkommentiert übersprungen werden.
    Mich persönlich hat das aber gar nicht gestört. Es gibt durchaus die ein oder andere Stelle, die nicht so ausführlich hätte sein müssen. So zum Beispiel, als die beiden in einem Kinderheim untergebracht werden - das war mir stellenweise einfach zu langatmig. Oder auch die Synchronsprecher-Jobs, die Rosalie später annimmt, hätten etwas gekürzt dargestellt werden können. Aber all das tut der Geschichte absolut keinen Abbruch!

    Was mir wirklich gut gefällt, ist die Tatsache, wie Lilli Beck die Figuren gezeichnet hat. Sie wirken alle absolut realistisch und hätten tatsächlich so existieren können. Jeder noch so kleine und unwichtige Charakter wurde mit einer Liebe zum Detail beschrieben, ohne zu viel zu werden oder zu ausgeschmückt zu sein.
    Auch Paul und Rosalie werden immer altersgerecht dargestellt. Natürlich hat man beim Lesen möglicherweise mal den Gedanken, dass Paul in seinen Kinder-/Jugendtagen schon etwas zu reif ist, aber ich schätze, dass das einfach die Situation mit sich bringt. Wer in einem solch zarten Alter schon auf eigenen Beinen stehen muss und auch noch die Verantwortung für jemand anderen übernimmt, der altert einfach schneller, als ein Kind, das wirklich Kind sein kann.

    Während ich diese Rezension schreibe, frage ich mich immer wieder, wie es den beiden wohl ergangen wäre, wenn sie die Wahrheit gesagt hätten. Wenn sie zumindest seit dem Punkt ihrer Adoption mit offenen Karten gespielt und ihre Eltern eingeweiht hätten, dass sie keine Geschwister sind, sondern das nur erfunden haben um nicht getrennt zu werden. Wären die Eltern wirklich enttäuscht von ihnen gewesen, so wie sie es die ganze Zeit vermutet haben, oder hätten sie Verständnis gehabt? Spätestens aber ab dem Moment, an dem sie sich ihre Liebe gestanden haben. Auf der anderen Seite, hätte man ihnen vielleicht nicht geglaubt, sondern sie als Perverse abgestempelt, die jetzt nach einer Lüge suchen um offiziell ihrem Inzest zu fröhnen. Hätte. Würde. Könnte. Der Konjunktiv bringt dann leider niemanden weiter - die Geschichte verläuft nun mal so, wie sie von der Autorin geschrieben wurde.

    Das ganze Buch über habe ich mitgefiebert. Erst, dass sie beide halbwegs unbeschadet durch das Kriegsende und die Nachkriegszeit kommen, dann dass sie Eltern finden, die sie gemeinsam aufnehmen, ihre Liebe vielleicht doch noch eine glückliche Wendung nimmt und auch, dass die ein oder andere Entscheidung nicht zu weitreichende Konsequenzen hat. Gegen Ende hat sich dann ein Kloß in meinem Hals gebildet, der zum Schluss zu dicken Tränen geführt hat. Ob es nun vor Rührung wegen eines Happy Ends war, oder vor lauter Trauer, weil es eben nicht gut ausgeht, wird an dieser Stelle nicht verraten!

    Fazit
    Wunderbar gezeichnete Charaktere, die sich immer alters- und situationsgerecht verhalten und eine Geschichte, die einem beim Lesen das Herz schwer werden lässt.

    Als Leser hofft und bangt man immer wieder von Seite zu Seite und Jahr zu Jahr, dass sich das Blatt doch endlich wenden möge und Paul und Sarah/Rosalie das Leben leben können, das sie sich nach den ganzen Entbehrungen während des Krieges und danach verdient haben.

    Eigentlich würde ich für die ein oder andere Länge ein bisschen was abziehen, da mich die Geschichte aber emotional total getroffen hat und ich am Ende Rotz und Wasser geheult habe, bekommt das Buch die Höchstpunktzahl und eine Leseempfehlung für alle, die diese Art von Geschichten mögen!

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    Klusis avatar
    Klusivor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Bewegende Liebes- und Lebensgeschichte zweier Menschen in der Nachkriegszeit
    Wie der Wind und das Meer

    In den letzten Kriegstagen 1945 verliert der elfjährige Paul bei einem schweren Fliegerangriff seine ganze Familie. Während er durch die Trümmer der zerbombten Straßen Münchens irrt, trifft er auf ein kleines Mädchen. Sarah ist Jüdin und ebenfalls allein, denn auch ihre Eltern sind während des Bombenangriffs ums Leben gekommen. Die beiden Kinder schließen sich zusammen, und als die Gefahr besteht, getrennt zu werden, greifen sie zu einer Notlüge. Da Sarah Pauls verstorbener Schwester Rosalie sehr ähnlich sieht, geben sich die beiden als Geschwister aus. Auf diese Weise werden sie gemeinsam von einem lieben Ehepaar adoptiert. Lange sind sie glücklich, aber Jahre später erkennen sie, dass sich ihre gegenseitige Liebe verändert hat und anders ist, als es zwischen Geschwistern sein sollte. Sie müssen ihre Liebesbeziehung geheim halten, da alle Welt sie für Bruder und Schwester ansieht und sie sonst fortwährend in der Furcht vor eine Anklage wegen Inzucht leben müssten.

    Der Roman ist in fünf große Abschnitte eingeteilt und umfasst insgesamt die Zeitspanne von 1945 bis 1989. Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, und die Schilderungen der Ereignisse haben mich vor allem am Anfang völlig gefangen genommen. Man erfährt im ersten Teil, wie sich Sarah und Paul treffen und wie es ihnen zum Ende des Kriegs und in den Nachkriegsjahren ergeht. Im zweiten großen Abschnitt passiert so einiges, was das Leben der „Geschwister“ gehörig durcheinander bringt. Nachdem sie sich gegenseitig ihre Liebe gestanden haben, suchen sie fieberhaft nach einer Lösung, um ihre Liebe leben zu können und dabei die Adoptiveltern nicht zu verletzen. In den folgenden beiden großen Abschnitten begleitet man die Protagonisten auf ihrem weiteren Lebensweg, der für beide recht steinig ist. Im fünften Abschnitt schließlich löst sich alles auf, werden die Fäden verbunden.
    Besonders gut hat mir an diesem Buch gefallen, dass die Autorin mit sehr viel Zeitkolorit schreibt und die Denk- und Handlungsweise der Menschen zeigt, wie sie sich im Lauf der Jahrzehnte veränderte. Es kommen einschneidende Ereignisse der deutschen Geschichte zur Sprache, und der Roman fängt den Zeitgeist meist sehr gut ein. Nur so gegen Ende der Siebziger und zu Beginn der Achtziger Jahre hatte ich den Eindruck, die Protagonisten hinken doch etwas hinter der Realität her, denn was sie da so über das Zusammenleben ohne Trauschein oder über allein erziehende Mütter äußern, kann ich, obwohl ich selbst damals als Jugendliche in einer konservativen Kleinstadt lebte, nicht bestätigen. Das mag in den Sechzigern so gewesen sein, aber die Geschichte spielt in München und zum Teil in Berlin, also in Großstädten, und da war das Leben auch damals schon viel freier.
    Die Protagonisten haben ihre ganz eigene Art, mit Problemen umzugehen, die ich nicht immer nachvollziehen konnte, besonders bei Sarah/Rosalie ging es mir so. Manche Dinge, zu denen sie einfach schwieg oder auch nicht die Wahrheit sagte, hätten vielleicht mit ein paar klaren, ehrlichen Worten ganz anders ausgehen können. Aber sie hat letztendlich so gehandelt, wie sie es für richtig hielt, und sie sah keine andere Lösung für ihre Sorgen.
    So sehr mich das Schicksal von Sarah und Paul berührt hat und so interessiert ich ihr Leben verfolgte, so hatte ich doch mit der einen oder anderen Leseflaute zu kämpfen, weil es im Buch so einige Längen gibt, die es meines Erachtens nicht gebraucht hätte. Manche Szenen hätten nicht ganz so gründlich erzählt werden müssen.
    Dafür ging es am Schluss dann wieder fast zu schnell. Das Ende ist kompakt erzählt, und auch wenn es sehr traurig ist, empfand ich es als gut und passend.
    Trotz der erwähnten Längen ist dies ein wirklich guter und vor allem sehr berührender Roman, bei dem ich im letzten Abschnitt ein paar Tränen nicht unterdrücken konnte, so nahe ist mir die Geschichte gegangen. Im Nachhinein muss ich ständig darüber nachdenken, was im Leben von Paul und Sarah hätte anders laufen können, wenn sie sich für die Wahrheit entschieden hätten.

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    nicigirl85s avatar
    nicigirl85vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: so viel mehr als nur eine Liebesgeschichte...
    Liebesroman eingebettet in Jahrzehnte bundesdeutscher Geschichte...

    Mein Interesse für das Buch war geweckt, weil es eine verbotene Liebesgeschichte versprach und zu Zeiten des zweiten Weltkrieges spielt, eine Epoche über die ich sehr gerne lese. Doch was sich mir dann beim Lesen eröffnete, war so viel mehr als das.

    In der Geschichte geht es um Paul und Sarah, die während eines Bombenangriffs jeweils ihre komplette Familie verloren. Da Sarah der Halbschwester Pauls sehr ähnlich sieht, sie als Jüdin in Gefahr wäre und beide nicht mehr allein sein wollen, geben sie sich als Geschwister aus. Der Plan geht auf und sie können die schweren Wochen und Monate der Nachkriegszeit gemeinsam besser stemmen. Doch dann geschieht etwas mit dem sie als kleine Kinder nie gerechnet hätten: sie verlieben sich in einander. Doch Geschwister dürfen sich nicht lieben. Wird ihr düsteres Geheimnis ihr ganzes Leben verändern?

    Die Handlung startet 1945 im zerbombten München und reicht bis 1990. Dabei begleiten wir mal Paul und mal Sarah in ihrem Leben.

    Die beiden Hauptcharaktere hat man bereits bei Start der Geschichte lieb, kann man doch nur zu sehr nachvollziehen wie schwer das Trauma des Krieges sitzen muss. Das Leben der beiden behält einiges parat, so natürlich erzählt, dass man der Autorin ohne Zweifel abkauft, was sie den beiden zutraut und zumutet.

    Auch andere Charaktere wie die liebe Blumenoma oder die Salatmamsel Emma erreichen das Herz des Lesers.

    Das Besondere an dem Buch war für mich, dass Lilli Beck den Leser durch bundesdeutsche Geschichte führt, so dass man auch noch etwas dazu lernt. Für mich, die in der DDR groß geworden ist, war erstaunlich wie früh es die ein oder andere technische Neuerung bereits in der BRD gab. Auch einige geschichtliche Ereignisse waren mir nur bedingt geläufig.

    Die Liebesgeschichte rührt das Herz des Lesers und bewegt einen immer mehr, denn man möchte einfach, dass die beiden sich kriegen. Mir gefiel hier, dass nicht alles eitel Sonnenschein war und die Liebe so dargestellt wird, wie sie tatsächlich ist: nicht immer einfach und mit reichlich Steinen versehen.

    Fazit: Mich hat der Roman sehr gut unterhalten und gern spreche ich dafür eine Leseempfehlung aus.

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    Shondras avatar
    Shondravor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Bewegende Liebesgeschichte die doch so greifbar ist
    Emotion Pur

    !Achtung Spoiler!

    Paul findet die kleine Jüdin Sarah kurz nach dem letzten Bombenangriff auf München in den Trümmern. Auch sie hat ihre ganze Familie verloren und Angst davor das sie doch noch den Nazis in die Hände fällt und vergast wird. So schmiedet Paul den Plan sie als seine kleine Schwester Rosalie auszugeben, der sie auch noch ähnlich sieht. Als Beweis gibt es ein Foto von Paul und Rosalie, sowie Papiere der Familie. Von nun an sind die beiden unzertrennlich und der Leitspruch der Familie Greve begleitet die beiden nun durch ihr Leben Sie gehören zusammen „Wie der Wind und das Meer“ !

    Kurz darauf treffen sie auf eine Bande von Waisen die sich zusammen geschlossen haben um in den Trümmern zu überleben. Dort bleiben die beiden eine Weile, sie lernen zu überleben, durch feilschen, handeln, Schwarzmarktgeschäfte. Eines Tages treffen sie auf die Blumen-Oma die sie bei sich aufnimmt, ihnen essen und liebe zukommen lässt. Sie ist die erste denen sich die beiden anvertrauen. Doch das Glück wärt nur kurz, denn die Mühlen der Deutschen Bürokratie mahlen langsam aber stetig.

    So werden die beiden von dort weggeholt da sie keine richtige Verwandte ist und angeblich das Kindeswohl dort nicht gesichert sei. Doch beide landen im Kinderheim wo sie die meiste Zeit getrennt von einander sind, bei ungehorsam in kalte kleine Kammern gesperrt werden. Selbst das Essen kann man nicht als solches bezeichnen, und vor Kinderarbeit wollte man sie schützen, doch dort müssen sie weit mehr anpacken als der Blumen-Oma beim Blumen pflücken und verkaufen helfen.

    Doch auch das Meistern die beiden und werden von einem lieben Ehepaar adoptiert, das die Blumen-Oma vom Großmarkt kennt. Von nun an geht es den beiden richtig gut, sie haben ein wundervolles Heim und machen eine Ausbildung im Elterlichen Betrieb. Paul ist zu einem stattlichen jungen Mann herangewachsen an dem die Mädchen gefallen finden, und Rosalie ist eine Schönheit geworden. Beide bemerken das ihre Gefühle mehr als nur Geschwisterliebe ist und so kommt eins zum anderen. Die beiden führen eine heimliche Liebesbeziehung und schmieden Pläne für die Zukunft. Doch die Angst die Eltern zu enttäuschen, oder gar wegen Unzucht bestraft zu werden, zwingt sie zum Schweigen.

    Rosalie erhält als Synchronsprecherin ein Angebot in Berlin, um ihr Sparbuch für eine gemeinsame Auswanderung aufzustocken nimmt sie dieses an. In Berlin stellt sie fest das ihre Beziehung zu Paul nicht ohne Folgen geblieben ist, sie ist schwanger. Aus Furcht schreibt sie einen Brief an die Eltern und Paul sie habe jemanden kennengelernt, sei Schwanger von ihm und würde in Berlin bleiben. Paul versucht Rosalie zurück zu holen und möchte von ihr wissen ob es sein Kind sei, sie hält daran fest das es einen anderen gibt. Die beiden trennen sich im Streit und die Eltern verstoßen Rosalie.

    Einige Jahre gehen ins Land und Paul gibt irgendwann nach Emma zu heiraten die schon seit Jugendtagen hinter ihm her ist wie der Teufel hinter der Seele. Es wird eine unglückliche Beziehung, auch dauert es Jahre bis Emma endlich ihr gewünschtes Kind empfängt. Geschäftlich hingegen sind die beiden ein Traumpaar machen sie mit ihren Unternehmen mittlerweile Millionen. Doch Geld macht nicht glücklich und schon gar nicht kann es einem Kind die liebe und zuneigung der Eltern ersetzen.

    Rosalie führt nach langen Jahren in denen sie nur für ihren Sohn da war, eine Beziehung mit Bernd mehr damit Daniel einen Vater hat, als aus Liebe.

    Immer wieder will es das Schicksal das Paul und Rosalie sich begegnen und nie haben sie ihre Gefühle für einander eingebüst die Sehnsucht nacheinander auch nach vielen Jahren ist immer noch so stark. Doch immer wenn Rosalie ihm das gemeinsame Kind gestehen will, oder die beiden endlich zusammen sein wollen kommen andere Dinge dazwischen.

    Als die beiden endlich zusammen sein könnten, ist Paul schwer krank und liegt im sterben. Und kurze Zeit später stirbt auch Rosalie, an gebrochenem Herzen. Doch am Ende liegen beide nebeneinander Paul und Sarah Wir gehören zusammen wie der Wind und das Meer.



    Emotion Pur dieser Roman hat mich von der ersten Seite an gefesselt, ich konnte ihn kaum aus der Hand legen und hatte das Buch nach drei Tagen ausgelesen. Man fühlt, lacht, lebt, liebt und weint mit den Hauptcharakteren. Auch kann man sich gut in die Zeit zurück versetzen lassen. Durch meine Großeltern habe ich viel und doch eigentlich zu wenig aus diesen schrecklichen Zeiten erfahren, so musste ich auch unweigerlich daran denken das auch sie in dieser Zeit gelebt und erlebt haben. Dadurch wurde für mich die Geschichte noch viel greifbarer

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    linesandrhymesuniverses avatar
    linesandrhymesuniversevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Nervenzerreißend, poetisch und einfach nur zum Hinschmelzen! Das poetischste Buch, das in meinem Leben gelesen habe!
    Halt Dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir.

    Ich war Feuer und Flamme für einen weiteren historischen Roman, der Nachkriegszeiten anschaulich preisgibt. Als ich Instagram durchforschte, konnte mich die Leseeindrücke vom lieben Benni (Listen by Lenny.) begeistern. Alleine der Titel „Wie der Wind und das Meer“ erinnert mich an Stränden. Ich nehme den Geruch vom Meer wahr; spüre, wie die Brise einzieht, der Sand meine Füße kitzelt und mein Kopftuch durchwühlt.


    –– hier gibt es die ausführliche Rezension ––




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    Shaaniels avatar
    Shaanielvor 8 Monaten
    Wirklich sehr ergreifend 💕

    🌬️🏝️Rezensionsexemplar🏝️🌬️
    -Bloggerportal Randomhouse-

    🌬️🌬️🌬️Wie der Wind und das Meer🏝️🏝️🏝️

    4,5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐

    Autorin: Lilli Beck
    www.lilli-beck.de
    https://www.facebook.com/Lilli-Beck-226715994008530/

    Verlag: blanvalet
    Preis: 19,99€ Hardcover, 512 Seiten
    ISBN: 978-3-7645-0577-6

    🏝️Leseprobe und weitere Informationen:🌬️
    https://www.randomhouse.de/Buch/Wie-der-Wind-und-das-Meer/Lilli-Beck/Blanvalet-Hardcover/e497973.rhd#service

    Hallo ihr Süßen 💕
    Das war eine seeehhhr lange Nacht, aber ich konnte einfach nicht aufhören, dieses wundervolle Buch von Lilli zu lesen. Schon alleine dieses Cover, ist es nicht wunderschön?!
    Dies war eines dieser Bücher, das mich zu Tränen gerührt hat und das schaffen nicht viele Autoren. Es ist sehr leicht und fließend zu lesen, aber steckt so unglaublich voller ehrlicher Emotionen und Gedanken.
    Ich persönlich habe Lilli die fiktive Geschichte um Sarah und Paul, vollkommen abgenommen und konnte mich sehr gut auf sie einlassen.
    Das schöne, aber auch zugleich sehr traurige an diesem Buch ist nämlich, dass all dies Wahr sein könnte und vielleicht sogar, genau so passiert ist. Sicherlich ist dies nur "ein" Buch, aber es könnte sich meiner Meinung nach, genauso zugetragen haben. Diese Zeit damals war grauenvoll, für uns heutige Menschen, kaum vorstellbar.

    Die Geschichte hat mehrere Zeitepochen und fängt im April1945 in München, zum Ende des 2. Weltkrieges an.
    Zu dieser Zeit sind Sarah, ein jüdisches Mädchen und Paul, der eigentlich von der Ostsee kommt und ein gutes Leben führte, gerade einmal 10 und 11 Jahre alt. Beide haben ihre Eltern und Familien, bei einem Fliegerangriff verloren. Aus ihrer Not, Trauer und Einsamkeit heraus, gaben sie sich ein Versprechen, für immer zusammen zu bleiben, als von jetzt an, Geschwister!

    Das Buch handelt von dem Leben der beiden und Ihre später entdecke Liebe füreinander, die natürlich Geheim bleiben muss, schließlich helfen sie ja vor dem Gesetz als Geschwister. Das Buch zeigt die Schwierigkeiten der Weisenkinder, nach dem Krieg und die verzweifelte Suche nach Liebe und einen geborgenen Zuhause. Wir begleiten Sarah, die jetzt Rosalie heißt und Paul, über mehrere Jahre hinweg.

    Es ist eine wundervolle und zugleich schreckliche Zeitreise von der Vergangenheit, das 2 Weltkrieges 1945 bis für die Protagonisten des Buches, in die Zukunft 1989.
    Wir lernen Zeiten, des Aufbaus, aber auch des Untergangs kennen. Wir lernen etwas über Bedingungslose Freundschaft und Liebe. Gleichzeitig, müssen wir mit der Realität zurecht kommen, in der dieses Geheimnis der beiden, noch in Frage gestellt werden wird.

    Wie hätten, diese beiden Kinder, damals wissen können, was dieses Versprechen in Zukunft, für Schaden anrichten würde!

    Wenn auch ihr Wissen wollt, wie das Leben von Sarah und Paul weiter geht, empfehle ich euch mit gutem Gewissen dieses Herzergreifende Buch!

    Vielen lieben Dank an das Bloggerportal, für dieses wirklich berührende Buch!

    Ganz lieben Gruß
    Sonja /Shaaniel 

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    missmisterslands avatar
    missmisterslandvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ergreifendes Portrait einer Liebesgeschichte mit kleinen Anlaufschwierigkeiten.
    Auf jeden Fall lesenswert.

    In den letzten Tagen des Krieges 1945 treffen die Kinder Paul und Sarah aufeinander. Um nicht getrennt zu werden geben sich die beiden als Geschwister aus und überstehen die Nachkriegsjahre gemeinsam. Auch im Waisenhaus schaffen sie es trotz vieler Rückschläge zusammen zu bleiben. Einige Jahre später, als Teenager, verlieben sie sich ineinander. Doch niemand außer ihnen selbst weiß dass sie keine Geschwister sind. Und das Schicksal bleibt erbarmungslos mit ihnen.

    Dieses Buch ist ein sehr interessantes Portrait der Geschwister Greve. Bis zur letzten Seite begleitet man Paul und Sarah von 1945 bis 1990 – von München nach Berlin. Ein erschreckender Gedanke der mir immer wieder kam war: Das kann tatsächlich passiert sein. Auch wenn die Geschichte soweit ich weiß reine Fiktion ist, ist der Grundgedanke sicher so ähnlich vorgekommen.

    ***

    Der Klappentext verrät bereits viel (ein bisschen ZU viel) - ich hätte mich bei diesem Buch gerne mehr überraschen lassen. Die ersten 200 Seiten sind detailreich geschrieben, allerdings sehr vorhersehbar, da man aufgrund der Inhaltsangabe bereits weiß wie die ersten Nachkriegsjahre für die beiden ausgehen.

    Das kann auch der Grund gewesen sein warum ich das Buch erst ab der zweiten Hälfte spannend fand. Ab dem Moment in dem ich nicht mehr wusste wie es weiter geht - Wie sich Sarah entscheidet, wie Paul sich verhalten wird und wie die übrigen Protagonisten handeln werden.

    ***

    Die Erzählung geht über 55 Jahre und wartet daher mit einigen Zeitsprüngen auf. Die Abschnitte finde ich sehr schön gewählt, ebenso wie die Sprünge zwischen Paul und Sarah sowie München und Berlin.

    Speaking of München und Berlin. Ein sehr sympathisches Detail des Buches waren die Dialekte. Oft werden in Büchern die Dialekte zu übertrieben dargestellt oder sind gar nicht vorhanden. Lilli Beck hat es geschafft diese genau richtig zu dossieren und vor allem auch glaubhaft. Besonders der bayrische Satzbau mancher Protagonisten ist mir positiv aufgefallen.

    ***

    Welche Frage liegt mir nach der letzten Seite auf der Seele:
    Hätte Pauls und Sarahs Geschichte anders ausgehen können?

    Keine Angst, es folgt kein Spoiler an dieser Stelle. Wenn ihr das Buch lest wisst ihr warum dies meine Frage ist. Das Leben hat so viele Abzweigungen dass man oft nicht sagen kann welche Abzweigung zu welcher Kreuzung und welche Kreuzung zu welchem Kreisverkehr geführt hat.

    Aus meiner Generation stammend bedeutet, dass man einiges nicht nachvollziehen kann. Aussagen, Haltungen und Handlungen einzelner Protagonisten scheinen schrecklich ungerecht. Doch es waren andere Zeiten und vor allem andere Sitten. Ganz objektiv betrachtet ist alles bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar.

    ***

    Ein ergreifendes Portrait einer Liebesgeschichte mit kleinen Anlaufschwierigkeiten. Herzliche und glaubhafte Charaktere in einem toll ausgearbeiteten Setting. Auf jeden Fall lesenswert.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    LilliBs avatar

    Ihr mögt zeitgeschichtliche Schicksalsromane um eine große Liebe?

    Dann ist "Wie der Wind und das Meer" genau das Richtige für euch.


    Über das Buch:

    »Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir ...«

    München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, ist neun Jahre alt, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen …

    Anmelden: bis 13. Oktober 2017

    Start: 28. Oktober 2017

    Bitte beachtet: Aus Zeitgründen begleite ich die Leserunde nur die ersten 2 Wochen bis zum 12. November, danach könnt ihr selbstständig weiterdiskutieren.


    Teilnahmebedingungen:
    • Beantwortet die Frage, was euch an dem Buch reizt und warum ihr es lesen wollt.

    • Aktive Teilnahme an der Leserunde. Bewerbt Euch nur, wenn Ihr auch Zeit habt.

    • Abschließenden Rezension bis spätestens 1. Dezember und Einstellen mindestens bei AMAZON und LOVELYBOOKS











    hoonilis avatar
    Letzter Beitrag von  hoonilivor 9 Monaten
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