Lilli Gruber Tschador. Im geteilten Herzen des Iran

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Inhaltsangabe zu „Tschador. Im geteilten Herzen des Iran“ von Lilli Gruber

Eine lebendige Reportage über Politik und Alltag des Iran
Der Iran ist ein Land voller Widersprüche: hohe Arbeitslosigkeit und Politikverdrossenheit einerseits, erwachende Lebenslust und Aufweichung der verordneten Moral andererseits. Die Männer regieren, aber die Frauen entwickeln trotz Schleierzwang neues Selbstbewusstsein. Der italienischen Journalistin Lilli Gruber sind ungewöhnliche Beobachtungen gelungen: über die Kaderschule der Ayatollahs in Qom, die jüdische Gemeinde in Shiraz oder die Pilgerstadt Maschad. Und über Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi, über Zohreh Sefati, die einzige Frau, die je Ayatollah wurde, und Laleh Seddigh, Irans erfolgreiche Rallyefahrerin.

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  • Rezension zu "Tschador" von Lilli Gruber

    Tschador. Im geteilten Herzen des Iran

    ChiefC

    09. October 2007 um 14:36

    Es gibt ihn noch: guten Journalismus! Lilli Gruber liefert mit ihrem Buch "Tschador" dafür einen eindeutigen Beweis. Das Buch, das nach einer mehrwöchigen Reise durch den Iran entstanden ist, kurz vor der letzten Präsidentenwahl, zeichnet ein vielschichtiges, differenziertes Buch eines Landes, das in den Medien oft eindimensional dargestellt wird. Auch die Gründe, die zur Wahl des jetzigen Präsidenten geführt haben, erschließen sich dank Grubers Buch. Gruber kann nicht nur recherchieren, sondern auch gut schreiben. Ihre Reportage ist in der ersten Person geschrieben, aber nie drängt sie ihre eigene Person eitel in den Vordergrund. Wie alle guten Reporter, interessiert sich Gruber für alle Aspekte eines Themas. Natürlich analyisiert sie die Frage des iranischen Atomprogramms, die den Westen besonders umtreibt, sie beschreibt die Rolle der Amerikaner und Europas. Doch sie geht auch Fragen nach wie der Rolle der Frau, den Wünschen der jungen Iraner. Sie besucht Teppichknüpfer, Basare, sie schmuggelt sich im Tschador in eine Moschee - sicher, aus Neugier, aus dem Drang heraus, die Dinge mit eigenen Augen zu sehen. Doch dabei lässt sie es nicht an Respekt mangeln. Das zeichnet ihre ganze Reportage aus: Obwohl sie durchaus ihre Positionen erkennen lässt, macht sie es nicht wie manche andere bekannten Reporter, denen es vor allem darum geht ihre eigenen, allwissenden Ansichten zu verbreiten. Sie spricht mit Taxifahrern, dem einzigen weiblichen Ayatollah des Irans, einer weiblichen Rennfahrerin, männlichen Geistlichen, Politikern, Wissenschaftlern, jungen Frauen und Männer, Bazar-Verkäufern, und allen gibt sie eine Stimme - so wie es in einem von ihr zitierten Sprichwort heißt, es gebe so viele Meinungen wie Iraner. In zwei Dingen allerdings scheinen sich alle einig zu sein: Wenn Länder wie Indien, Pakistan und Israel Atombomben bauen dürfen, dann hat auch der Iran dazu das Recht. Und: man will keine Einmischung in iranische Angelegenheiten von außen. Gruber berichtet viel Überraschendes in ihrem Buch, so zum Beispiel über den Umgang mit Sexualität. In kaum einen anderen Land gehe es so rasch "zur Sache", weil zum Kennenlernen in der Öffentlichkeit so wenig Gelegenheit sei. Grubers Buch räumt mit vielen Klischees auf, ohne sie durch andere zu ersetzen. Sie versucht, ein möglichst realistisches Bild zu geben, in dem sie sich bemüht, möglichst viele verschiedenste Aspekte der Wirklichkeit wiederzugeben. Ein absolut gelungener Versuch.

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