Lillian Hellman Die Zeit der Schurken

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Inhaltsangabe zu „Die Zeit der Schurken“ von Lillian Hellman

Als Lillian Hellman und ihr Lebensgefährte, der berühmte Krimi- Autor Dashiell Hammet, zu den McCarthy-Verhören geladen werden, verlieren die beiden nicht nur viel Geld und Aufträge, sondern vor allem viele vermeintliche Freunde, die sich plötzlich von ihnen abwenden. Gegen den Rat ihres Anwalts verweigern beide die Auskunft über andere und nehmen die Folgen dieses mutigen Entschlusses in Kauf. Voller Wut und doch nüchtern gibt Hellman einen genauen Bericht über ein Land, das gestern wie heute seinem Überwachungs-und Verfolgungswahn nachgeht, mit allen verfügbaren Mitteln.

Moralische Integrität kann wichtiger sein als Ruhm und Reichtum.

— JulesBarrois

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  • USA – Überwachungs- und Verfolgungswahn

    Die Zeit der Schurken

    JulesBarrois

    30. April 2015 um 08:20

    Die Zeit der Schurken - Lillian Hellman (Autor) - Peter Naujack (Übersetzer) 144 Seiten, Verlag: Wagenbach, K; Auflage: 1 (27. April 2015), 10,90 €, ISBN-13: ISBN 978-3-8031-2741-9   Lillian Hellman erteilt keine Belehrungen, liefert keine Rechtfertigungen und kein Klagelied. Sie beschreibt einfach, wie es ihr und ihrem Lebensgefährten, dem Krimi-Klassiker Dashiell Hammet ergangen ist. Damals in der sogenannten McCarthy-Ära. Vor dem „Ausschuss für unamerikanische Umtriebe.“ Ohne die Gründe anzuführen, ohne den betroffenen Menschen einen Rechtsweg dagegen einzuräumen, brandmarkte die Regierung viele Bürger als mutmaßliches Sicherheitsrisiko. Wer vor den Ausschuss gerufen wurde, wusste oft nicht, was man von ihm wollte, so dass viele unter dem auf sie ausgeübten hysterischen Druck überzeugt wurden, sie hätten etwas zu verbergen, und sich wie in einem Alptraum fragten, was sie eigentlich dem Ausschuss gestehen sollten So erfanden sie einfach etwas. Lillian Hellman, die erfolgreiche amerikanische Theater- und Drehbuch-Autorin, zeichnet in der „Zeit der Schurken“ nicht nur ein genaues Bild der McCarthy-Ära, sondern sie macht durch ihr Verhalten in der damaligen Zeit deutlich, dass moralische Integrität wichtiger sein kann als Ruhm und Reichtum. Lillian Hellman weigerte sich, über irgendjemand anderen Auskunft zu erteilen. „Unschuldigen Menschen, die ich seit vielen Jahren kenne, weh zu tun, nur um mich selbst zu retten, ist in meinen Augen unmenschlich, unanständig und unehrenhaft.“ Sie sah es als ihre Pflicht an, selbst unter persönlichen Risiken die Schwächeren zu schützen. „Seit wann muss man denn die Ansichten von Leuten teilen, wenn man sie gegen Ungerechtigkeit verteidigen will?“ Dashiell Hammet musste wegen dieser Überzeugung ins Gefängnis. Lillian Hellman kam glimpflicher davon. Ihr Verdienst als Drehbuchschreiberin in Hollywood ging um neunzig Prozent zurück. Ihr ganzes Leben änderte sich. Sie musste alles verkaufen, verlor Freunde und wurde überwacht. Niemand hat sich damals gewehrt, und wer nicht mitgemacht hat, der hat wenigstens weggeguckt. Am Ende wollte es dann mal wieder keiner gewesen sein. „Viele der Antikommunisten waren selbstverständlich ehrbare Leute. Aber soweit ich weiß, ist keiner von ihnen vorgetreten und hat seinen Irrtum bekannt. Man braucht das nicht in diesem Land; auch sie wissen, dass wir ein Volk sind, das kein Erinnerungsvermögen hat.“ Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Klaus Wagenbach Verlages http://www.wagenbach.de/buecher/demnaechst-erscheinen/titel/997--die-zeit-der-schurken.html Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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