Lilly Adams

 4.1 Sterne bei 62 Bewertungen

Lebenslauf von Lilly Adams

Von Fernsehdrehbüchern zu romantischen Romanen: Die 1965 geborene deutsche Autorin hat ein Diplomstudium der Germanistik, Journalistik und Kunstgeschichte in Bamberg absolviert, nachdem sie das Abitur und ein Zeitschriftenvolontariat erfolgreich hinter sich gebracht hatte. Neben ihrer Arbeit als Schriftstellerin, ist sie für das Fernsehen tätig, gibt Schreibseminare und lektoriert. Ihr Debüt unter ihrem bürgerlichen Namen Bettina Brömme gab die gebürtige Karlsruherin, die unter anderem Drehbücher für SOKO 5113 schreibt, 1998 mit der Veröffentlichung des Romans „So toll kann doch kein Mann sein“. Seit 2018 schreibt die Autorin, die die Münchner Schreibakademie, die Schreibseminare für angehende Autoren gibt, führt, des Weiteren unter dem Pseudonym Lilly Adams. So veröffentlichte sie den Liebesroman „Nebenan funkeln die Sterne“, der von Instagram-Erfolg und sozialer Vereinsamung handelt. Lilly Adams alias Bettina Brömme lebt mit ihrer Familie in München.

Neue Bücher

Nebenan funkeln die Sterne

 (62)
Neu erschienen am 28.09.2018 als Taschenbuch bei LYX.

Nebenan funkeln die Sterne

Neu erschienen am 28.09.2018 als E-Book bei LYX.digital.

Alle Bücher von Lilly Adams

Nebenan funkeln die Sterne

Nebenan funkeln die Sterne

 (62)
Erschienen am 28.09.2018
Nebenan funkeln die Sterne

Nebenan funkeln die Sterne

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Erschienen am 28.09.2018

Neue Rezensionen zu Lilly Adams

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EvyHearts avatar

Rezension zu "Nebenan funkeln die Sterne" von Lilly Adams

Verkrampft (Rezi-Ex.)
EvyHeartvor 3 Tagen

Das war eines der Bücher, die mich gequält haben. Mit einer verkrampften Sprache, einer Geschichte, die unrealistisch zu Zuckerguss fällt und mit der Erkenntnis, dass auch bei Instagram wieder nur Klischees bedient werden. Aber: So einfach ist es doch nicht.

Die Handlung


Emma ist infolge eines traumatischen Erlebenisses von Regensburg nach London geflüchtet, igelt sich aber auch dort nur ein. Sie hält sich mit Webdesign für kleine Firmen über Wasser und baut sich über Instagram ihr perfektes, gefaktes Leben auf. Als nebenan Nathan einzieht, der ebenfalls mit seiner Vergangenheit kämpft, wird sie animiert, ihr Schneckenhaus zu verlassen.


Die Figuren


Emma bemitleidet sich ständig selbst, ist überkritisch, hat wenig Zugang zu ihrem Emotionen, traut sich nur wenig - und sie ist kreativ. Eine typischen Protagonistin in Liebesromanen. Sie erwartet, dass andere sie retten und das tun sie auch. Veränderungen löst sie nicht selbst aus, sie wird von anderen dazu animiert. Aufgefallen ist mir das am Lügen. Emma bezeichnet jedes Foto, jeden Satz, den sie mit ihrer Familie wechselt, als Lüge. Das stimmt - aber sie sieht das sehr, sehr streng. Manchmal lassen sich Lügen schwer vermeiden und auf Social Media kann eine Lüge bereits entstehen, indem man etwas weglässt. Außerdem zeichnet Emma gern, besonders Dreamtableaus für Follower, zu denen sie eine enge Verbindung hat. Das bedeutet, dass man viele Beschreibungen von Bildern liest. Ich fand das anstrengend, ist aber Geschmackssache. [Spoiler]Irritiert hat mich, dass Emma die Trennung von ihrem Ex-Freund nicht aufarbeitet, sondern in die nächste fällt. Als sich ihr Freund von ihr trennen wollte, wurde er von einem Auto angefahren, weil Emma wegrannte und er ihr hinterher lief. Emma fühlt sich schuldig und die Trennung ist in Wartestellung. Später versöhnen sich die beiden und Emma fühlt sich erlöst, aber ich konnte es nicht nachfühlen.[/Spoiler] Außerdem hat Emma eine Angst vor Menschen entwickelt, die ich nicht nachfühlen konnte. Denn sie fühlt sich unwohl, sie mag Menschen nicht, aber sie hat keine Angstattacken mit krassen körperlichen Symptomen. Es gibt Menschen, die diese Ängste haben - aber im Buch wurde es nicht so geschildert, dass ich es nachfühlen konnte. Ich denke, das liegt am Erzählstil.

Nathan ist das Love-Interest und ist als solches mit viel Nettigkeit und einem Talent zu Klavierspielen ausgestattet. Er hat Esprit und ich mochte ihn, weil seine Freundlichkeit Emma gut ausgleicht. Seine Hintergrundgeschichte fand ich nicht neu, aber interessant. Leider wird das Thema "Fahrradkurrier" nicht ausgebaut.

Troy und Britney und Nilla:
Troy ist Emmas Streuner-Kater und bringt Niedlichkeit in die Geschichte. Er hat wahrscheinlich das, was Emma fehlt: Er ist abgeklärt, nimmt sich, was er braucht, und verschwindet dann wieder :-) Toll finde ich seinen wirklichen Namen - Sherlock :) Britney ist ein Follower von Emma und bringt die Handlung ins Rollen, weil sie sie bittet, auf ihre Tochter aufzupassen. Die beiden freunden sich an. Nilla ist Besitzerin eines Schreibwarenladens/Cafés mit leckeren Brownies. Nilla ist Emmas erster Lichtblick und sehr freundlich. Emma weiß lange nicht, ob Nilla eine Beziehung mit Nathan hat.


Themen


Schuld: Ein großes Thema, das interessant aufgearbeitet ist. Welche Schuld trägt man, wenn man nicht "Nein" gesagt hat, obwohl jemand anderes einen Fehler gemacht hat? Und wieviel Schuld trägt Emma? Man kann durch das Buch gut darüber nachdenken.

Instagram: Ein Thema, das mich beschäftigt hat, weil ich mit Insta wenig anfangen kann. Emma gewinnt durch Insta sehr viel, viele Freunde, aber sie stellt auch fest, dass das eine Scheinwelt ist. Ich glaube, das ist die Essenz, die auch öffentlich oft diskutiert wird. Mich hat das Buch an diesem Punkt ermutigt, offener zu sein. Ich finde das gut. Leider bleibt das Buch auf dieser Stufe, denn Instagram kann ein Schutzraum sein. Viele Influencer zeigen auf Insta die schönen Seiten, sind dafür als Privatperson ein bisschen geschützt. Auch "normale" Menschen zeigen nicht jeden Schritt ihres Lebens, klammern Familie und Freunde aus, zumindest auf dem öffentlichen Profil. Wollen wir Menschen tatsächlich komplett erfassen, mit allen positiven und negativen Seiten? Es ist anstrengend, man selbst zu sein - ist es nicht ebenso anstrengend, das auch noch auf Social Media zu teilen? Außerdem ist Insta z.B. für Buchblogger sehr wichtig, weil man mit einem Bild sehr viel anstoßen kann.


Dramaturgie


Auf den ersten 100 Seiten kommt die Handlung wenig in Gang, weil man nur Emma sieht. Danach wird es besser, bis im letzten Drittel das Tempo schneller wird und der Roman spannender. Es ist eine klassischen Dramenstruktur, die funktioniert - Held leidet, auslösende Handlung, Höhepunkt des Konflikts, Selbst-Rettung. Nett, aber nicht überraschend.

Mir fehlte die Spritzigkeit.

Schreibstil


Der Schreibstil wirkte verkrampft und ich denke, das liegt an der Perspektive. Die Sicht ist personal aus Emmas Sicht, es gibt keinen Perspektivwechsel. Aber der Erzähler wird zu deutlich. Der Erzähler bemitleidet Emma, was sich mit dem Mitleid, das Emma als Figur hat, verstärkt. Z.B. " Mit einem Aufheulen ließ sie sich auf den Boden gleiten und weinte wie nie zuvor." (S. 270)

Außerdem ist die Sprache nicht so fließend wie in anderen Büchern z.B. werden an wenigen Stellen Worte verwendet, die nicht häufig sind z.B. "lukullisch" (S. 126; üppig/erlesen)

Es sind Kleinigkeiten, über die viele Leser hinwegsehen, aber für mich war das nicht angenehm zu lesen.

Fazit


"Nebenan funkeln ..." ist ein klassischer Liebesroman. Er ist keine schlechte Wahl, weil er vorhersehbar ist und viele Klischees hat. Wer das gern liest, wird Spaß haben. Für mich war der Text oft zuviel, gut gedacht, aber nicht gut ausführt.  Manchmal fragte ich mich, ob mehr Recherchieren gut gewesen wäre. Aber vielleicht ging es darum, die Balance zu halten und den Leser nicht mit "zuviel" zu konfrontieren, damit die Liebesgeschichte wirken kann. Verglichen mit anderen Romanen eher auf der Flop-Seite.

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Katharina_Maasss avatar

Rezension zu "Nebenan funkeln die Sterne" von Lilly Adams

Eine wunderschöne Geschichte
Katharina_Maassvor 7 Tagen

Als ich Nebenan funkeln die Sterne in der LYX Vorschau entdeckt habe, war ich sofort verzaubert. Das Cover, der Klappentext, beides einfach wundervoll! Nebenan funkeln die Sterne ist definitiv ein Buch auf das ich mich dieses Jahr besonders gefreut habe. Zu Recht!

Emma ist ein Star auf Instagram! Im Internet lebt Emma ein aufregendes Leben, voller reisen, Freunde und den perfekten Freund. Doch in Wirklichkeit lebt Emma zurückgezogen in ihrer Ein-Zimmer-Wohnung und geht höchstens mal auf ihre Dachterrasse raus. Die Großstadt und die Menschen machen Emma Angst. Eines Tages findet sie ihren neuen Nachbarn, Nathan, in ihrem Strandkorb sitzen. Das bringt Emma komplett aus dem Konzept. Durch ihn fängt sie an ihr Leben zu überdenken und wie es für Außenstehende aussehen mag. Dank Nathan schafft es Emma sogar wieder raus auf die Straße zu gehen und sich mit ihrer Vergangenheit auseinander zusetzen.

Am Anfang bin ich mit Emma nicht richtig warm geworden. Ich wusste ehrlich gesagt nicht was ich über sie und ihre Einstellung denken sollte. Doch mit der Zeit ist sie mir irgendwie sympathisch geworden, auch wenn ich Schwierigkeiten hatte Emma’s handeln und Denken nachzuvollziehen.

Warum man eine komplette Lebenslüge im Internet erschaffen muss und wie man damit „glücklich“ sein kann, kann ich persönlich einfach nicht verstehen. Wenn wir mal ehrlich sind, wir alle haben bestimmt schon die ein oder andere Unwahrheit im Internet gepostet, da bin ich auch keine Ausnahme. Ein bisschen geflunkert wird doch immer, nicht nur im WordWideWeb. Lilly Adams hat hier meiner Meinung nach einen wichtigen Punkt in unserer heutigen Gesellschaft aufgegriffen. Social Media wird immer wichtiger und man postet alles und will so viel „Likes“ und „Follower“ wie möglich. Versteht mich nicht falsch, Social Media ist nicht „Böse“. Es ergeben sich viele Vorteile mit Social Media, nur leider wird es immer präsenter und einige vergessen darüber hinaus das „Echte Leben“.

Genau das ist Emma passiert. Sie lebte nur noch für ihre Follower und hat sich aus dem echten Leben vollkommen ausgeschlossen. ich fand es sehr schön wie sie langsam wieder ins echte Leben zurück findet und sie feststellt, das sie auch im echten Leben Freunde finden kann.

Nathan ist ein toller Typ! Was soll ich euch mehr zu ihm sagen? ich war von Anfang an hin und weg von ihm! Er ist süß, nett, sexy, gebildet, kein Draufgänger. Er ist einfach der nette Junge von nebenan! Er hat selber auch einen inneren Kampf zu kämpfen, genau wie Emma. Beide bauen Vertrauen zueinander auf und sie versuchen sich gegenseitig zu helfen. Irgendwann kommen natürlich Gefühle dazu. Doch Emma hat sehr wenig Selbstvertrauen, was den beiden immer wieder im Weg steht. Ob die beiden es doch noch bis zum Happy-End schaffen? Das müsst ihr selber raus finden!

Der Schreibstil von Lilly Adams ist sehr leicht und angenehm. Ich fand es sehr schön das nicht zu viele Dramen und Probleme eingebaut wurden. Trotzdem war es spannend und fesselt die Entwicklungen von Emma zu verfolgen. Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt wundervoll zum Inhalt.

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SillyTs avatar

Rezension zu "Nebenan funkeln die Sterne" von Lilly Adams

Wunderschöne Geschichte
SillyTvor 10 Tagen

Tolle Bilder, viele Follower und immer up to date, so sieht Emmas Leben aus, zumindest auf Instagram. Denn in Wahrheit ist Emmas Leben schon länger nicht mehr so strahlend, wie es auf ihren Fotos scheint. Nach einem tragischen Vorfall in ihrer Heimat Regensburg zog Emma in das kleine Appartement ihrer Tante in London. Dieses verlässt sie so gut wie nie und lediglich ihr Kater Troy leistet ihr Gesellschaft. Doch dann zieht Nathan in das Appartement neben ihr und plötzlich wird Emmas ruhiges, zurückgezogenes Leben völlig durcheinander gewirbelt.
Meine Meinung
Wieder einmal ein wirklich hübsch gestaltetes Cover, das gleich Interesse erweckt und mich seit längerem auch mal wieder zu einer Liebesgeschichte greifen ließ.
Der Einstieg fällt sehr leicht und nimmt den Leser rasch mit in die Geschichte rund um Emma. Lilly Adams schreibt mit sehr viel Gefühl, dabei angenehm leicht, modern und flüssig. Ich merkte beim Lesen gar nicht, wie schnell die Seiten an mir vorbei flogen.
Auch das Thema fand ich sehr gut gelungen, denn die Autorin zeigt, dass oftmals das schillernde Leben in den Social Media Kanälen gar nicht so viel gemein hat, mit dem wahren Leben. Was mir aber so richtig gut gefallen hat, ist, dass diese Geschichte ganz ohne Schmalz und Schmacht auskommt und tatsächlich eher Emma und deren Entwicklung, ihr Stück für Stück ins Leben zurückfinden, im Mittelpunkt stehen. Ich denke, dass Emmas Geschichte gar nicht so abwegig ist, denn seine eigenen vier Wände nicht mehr verlassen, fällt in der heutigen Zeit gar nicht mehr so schwer. Lebensmittel werden nach Hause geliefert, man kann von zu Hause arbeiten etc.
Schon das erste Zusammentreffen mit Nathan macht zwar durchaus deutlich, dass er es schaffen könnte, Emma aus ihrer sicheren Umgebung zu locken, aber bis dahin ist es ein langer Weg. Schön, dass die Autorin sich hier auch die nötige Zeit nimmt, damit dies glaubwürdig erscheint und sich auch die Freundschaft zwischen Emma und Nathan erst langsam entwickelt.
Ein personeller Erzähler in dritter Person erzählt die Geschichte von Emma und Nathan. Dabei werden aber trotz allem Gefühle, Ängste und Veränderungen der Protagonistin deutlich.
Natürlich sind des hier die Charaktere, die deutlich im Vordergrund stehen, allen voran Emma. Emma ist ein nachdenklicher Mensch und nach einem tragischen Unfall mit ihrem Exfreund Simon, gibt Emma sich die Schuld. All das führte zu ihrem kompletten Rückzug und Familie und Freunde sind aus Emmas Leben verbannt. Auch wenn es mir auf den ersten Blick schwer fiel, Emmas Reaktionen auf den Unfall so nachzuvollziehen, wird dies nach und nach deutlich. Ich fühlte mich schnell mit Emma wohl und mochte sie und ihre Art. Gerade im Zusammenspiel mit Nathan zeigt sich immer häufiger die wahre Emma hinter der Fassade. Aber auch Nathan, der zunächst rundum mit seinem Leben zufrieden zu sein scheint, hat etwas zu verbergen. Nathan ist übrigens ein richtiger Traummann und ich kann hier sehr gut Emmas Gefühle nachempfinden.
Neben den beiden Protagonisten gibt es nur wenige Charaktere, die auf die Geschichte Einfluss nehmen. Aber interessant ist es, dass gerade jemand aus dem Social Media Netzwerk noch einmal einen besonderen Schwung in die Geschichte bringt.
Mein Fazit
Nebenan funkeln die Sterne ist seit langem wieder ein Buch aus diesem Genre, das mir sehr gut gefallen und mich wunderbar unterhalten hat. Mit gefühlvollen Worten und sympathischen Charakteren erzählt Autorin Lilly Adams ihre Geschichte, die man sich in unserer Zeit durchaus auch vorstellen kann. Mag sein, dass man hier das ein oder andere Ereignis vorhersehen konnte, aber trotz allem hat mir diese Geschichte wunderbare, gemütliche Lesestunden bereitet. Perfekt für gemütliche Lesestunden.

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