Lilly Lindner Da vorne wartet die Zeit

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Inhaltsangabe zu „Da vorne wartet die Zeit“ von Lilly Lindner

Lilly Lindner, Autorin des gefeierten autobiographischen Buchs "Splitterfasernackt" legt mit "Da vorne wartet die Zeit" einen faszinierenden Roman über die Gleichzeitigkeit des Geschehens vor.
Die Menschen in der Stadt am Waldrand. Sie leben miteinander, sie leben nebeneinander her, sie sind allein, sie sterben - und doch hängen sie und ihre Schicksale alle zusammen: Der Kriminalpolizist, der einer grausamen Entführungsserie auf der Spur ist, das Mädchen aus gutem Hause mit dem unsagbaren Geheimnis, der weise Forscher der Zeit und die Mutter, die ihre kleine Tochter verliert. Sie alle leben in der Stadt am Waldrand, und sie alle sind mit dem Tod konfrontiert. Und mit der Zeit, die sich in der Unendlichkeit verliert. Ein geschickt konstruierter, sprachgewaltiger Roman - von Spiegel-Bestsellerautorin Lilly Lindner.

Ein wunderschönes Buch über das Leben und den Tod.

— Entenkrach

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  • Nimm dir die Zeit. Es wird sich lohnen.

    Da vorne wartet die Zeit

    Entenkrach

    03. February 2018 um 19:18

    Das Buch erzählt von den Einwohnern der Stadt am Waldrand. Am Anfang wirkten die Leben jedes einzelnen zusammenhangslos, aber nach relativ kurzer Zeit wurde aus vielen kurzen Geschichten eine große. Teilweise kamen mir die Tränen, teilweise musste ich etwas schmunzeln.Man muss sich auf das Buch einlassen. Ich merkte sofort, wenn ich etwas unkonzentrierter gelesen hatte. Dann musste ich zurück blättern. Man muss sich für das Buch zeit lassen und es auf sich wirken lassen, wie schon mal jemand geschrieben hatte.Ich habe das gelesene in mein Leben mit genommen und habe meine Umgebung und Mitmenschen bewusster wahr genommen.Ich kann das Buch jedem empfehlen, der mal etwas nachdenkliches bzw tiefsinniges lesen will.

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  • Poetisch und mitreißend

    Da vorne wartet die Zeit

    LESETANTE_CARO

    03. May 2016 um 17:59

    Lilly Lindner hat mich im letzten Jahr mit ihrem Buch "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" vollkommen begeistert. Ihre Sprachgewalt hat mich nachhaltig beeindruckt, weshalb ich die Autorin und ihre Werke gerne weiterhin verfolge.  "Da vorne wartet die Zeit" ist nun das dritte Buch, welches ich von Lilly Lindner lese.Die Stadt am Waldrand ist einer eher unscheinbare Stadt,  in der die Menschen meist nebeneinander her als miteinander leben. Es gibt viele Schicksale, die dem Tod näher sind als dem Leben. Ob es nun der Kriminalpolizist ist, die Mutter, die am hellichten Tag verschwindet oder der beste Freund eines kleinen Jungen, der unschuldig die Folgen einen schwerwiegenden Fehlers "ausbaden" muss. In diesem Ort lernen wir die unterschiedlichsten Menschen kennen. Menschen, die miteinander so gar nichts zu tun haben und doch eines gemeinsam haben: den Tod.In kleinen Episoden erzählt Lilly Lindner von den verschiedenen Vorkommnissen in der Stadt am Waldrand. Mit poetischer Kraft und enormer Sprachgewalt reißt die Autorin den Leser mit. Sie schafft einen Sog aus dem so leicht kein Entkommen ist, genau wie die Protagonisten dem Tod nicht entkommen können. Es sind viele kleine Schicksale, die sich zu einem großen Ganzen verweben. Es sind nur Bruchteile eines Lebens, die wir als Leser miterleben dürfen. Oft mag man gar nicht weiterlesen, weil man nicht wissen will, wie derjenige nun stirbt. Es ist wie ein Puzzle aus Sterbenden, die hier zusammengefügt ein großes Bild des Todes ergeben. Lilly Lindner hat es auch wirklich geschafft. Sie hat ein Gesamtkonstrukt erschaffen, in dem jede Geschichte, jedes Geheimnis, jeder Bewohner, miteinander verwoben ist.Manche Geschichten gehen zu Herzen, die anderen machen einfach nur wütend. Die Zeit heilt alle wunden, so heißt es. Aber hier wartet die Zeit einfach auf das nächste Opfer. Dieses Buch ist schon sehr negativ und irgendwie auch morbide. Die Autorin hat eine lebhafte Phantasie, die sie in ihren Geschichten gut umzusetzen weiß. Manchmal fiel es mir schwer, den einzelnen Schicksalen zu folgen. Es macht teilweise schon traurig. Besonders wenn kleine Kinder unschuldig ihr Leben verlieren. Andere Menschen scheinbar glücklich leben, aber aus Angst vor Rache Selbstmord begehen. Ich denke, man braucht schon starke Nerven, wenn man dieses Buch lesen möchte. Aber dieses Buch ist es auch wert. Man braucht nicht lange, um die Stadt am Waldrand wieder zu verlassen. Und auch sie hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Genau wie der Schreibstil der Autorin, der mich immer noch begeistern kann.Lilly Linder nimmt uns in "Da vorne wartet die Zeit" mit auf eine morbide Tour durch die Stadt am Waldrand. Viele kleine Episoden, die einzeln betrachtet unbedeutend, aber gemeinsam eine große Sache ergeben. Am meisten begeisterte mich auch hier wieder der Schreibstil der Autorin, der mich auf sog und nicht so einfach wieder los ließ. Es ist die Fähigkeit selbst den Tod in einer wunderschönen poetischen Art zu beschreiben, so dass all das Hässliche schnell wieder vergessen ist.Von mir gibt es 5 Eulen!

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  • Poetische Wortgewalt!

    Da vorne wartet die Zeit

    leselurch

    01. April 2016 um 19:54

    *Worum geht's?*In der Stadt am Waldrand leben Menschen, die nicht wissen, wie eng ihre Schicksale miteinander verwoben sind. Vielleicht wollen sie es auch einfach nicht wahrhaben. Denn in der Stadt am Waldrand geschehen schreckliche Dinge und der Tod ist allgegenwärtig.*Meine Meinung:*"Da vorne wartet die Zeit" erzählt eine Geschichte, die wiederum selbst eine Geschichte erzählt. In der Stadt am Waldrand, einer scheinbar friedvollen und wunderschönen Stadt, leben Menschen, die alle ihre eigene Geschichte zu erzählen haben. Dabei merken sie nicht, dass sie alle unmittelbar und unweigerlich miteinander verbunden sind. Es gibt zwar eine grobe Handlung, die über allen Schicksalen schwebt, aber tatsächlich spielt sie kaum eine Rolle. Viel mehr sind es die komplexen und verstrickten Beziehungen der Charaktere, die zusammen ein dichtes, wunderschönes und zerbrechliches Netz aus schrecklichen Geheimnissen und düsteren Machenschaften ergeben.Einen Einstieg in die Geschichte zu bekommen fällt einem zu Beginn sehr schwer. Mit jedem Kapitel lernt man einen neuen Charakter kennen. Nur einen kurzen Moment, einen Bruchteil seines Lebens darf man miterleben, ehe man sich wieder verabschieden muss. Zunächst wirken die Kapitel und ihre Bedeutung sehr willkürlich. Dass die Szenen viel mehr sind als kurze Einblicke in fremde Leben, wird einem erst im Verlauf des Romans wirklich bewusst. Alles, jeder noch so kleine Augenblick hat in "Da vorne wartet die Zeit" eine Bedeutung inne, dessen Gewicht man nicht einmal erahnen kann.Der Tod zieht sich durch die gesamte Handlung und sorgt für eine melancholische Atmosphäre, die das Herz rasen und stillstehen, die einem heiß und kalt werden lässt. Das Leben hat mit den Bewohnern der Stadt am Waldrand kein Mitleid und setzt sie extremen Schicksalsschlägen aus. Wer dem Tod nicht persönlich begegnet, bekommt ihn in unmittelbarer Nähe zu spüren. "Da vorne wartet die Zeit" ist ein emotionaler Roman über den Tod, der einem deutlich macht, wie zerbrechlich das Leben ist und welche Bedeutung selbst kleine Entscheidungen haben können. Lilly Lindner bringt ihre Leser zum Nachdenken und zwingt jeden, der das Buch an sich heranlässt, auf zärtliche und zugleich brutale Weise dazu, in sein eigenes Herz zu schauen.Lilly Lindner hat in "Da vorne wartet die Zeit" keine feste Hauptfigur. Mit jedem neuen Kapitel stellt sie einen weiteren Charakter vor, indem sie einen kleinen, aber entscheidenden Splitter seines Lebens beschreibt. Im Grunde lernt man sogar nur ein Fragment ihrer Persönlichkeit kennen und obwohl diese Momente nur sehr kurz sind, wirken die Figuren lebendig und authentisch. Für einen Augenblick darf man diesen Fremden ganze nahe sein und das Gefühl bekommen, sie zu kennen, zu verstehen. Doch wer sie wirklich sind, zeigt sich erst im Verlauf des Romans, wenn die verschiedenen Schicksalsstränge sich endlich zu einem komplexen Bild zusammensetzen."Da vorne wartet die Zeit" ist jedoch kein Buch, das man an einem Stück durchlesen sollte. Es ist ein Roman über schwere Schicksale, die berühren und bedrücken. Jeder einzelne Charakter hat seine eigene Geschichte, die es verdient hat, gewürdigt zu werden, und die man erst einmal sacken lassen muss, ehe man weiterlesen kann. Wer das Buch in einem Rutsch durchliest, setzt sich der Gefahr aus, nicht die volle Bandbreite der Gefühle zu spüren zu bekommen oder gar den Überblick über die zahlreichen Figuren zu verlieren.Lilly Lindners Schreibstil ist besonders und speziell, hält aber für jeden, der sich darauf einlässt, jede Menge Gänsehaut parat. Die junge Autorin schreibt poetisch, ausdrucksstark und bildgewaltig zugleich und geht ihren Lesern damit direkt unter die Haut. Wer ein Lindner-Neuling ist, wird zu Beginn sicher ein paar Schwierigkeiten haben und sich nicht auf Anhieb in diesen sonderbaren Schreibstil verlieben. Sobald sich die berührende Atmosphäre erst einmal aufgebaut hat, möchte man "Da vorne wartet die Zeit" aber am liebsten auf jeder Seite mit Post-Its bestücken, um die schönsten Textpassagen nicht aus den Augen zu verlieren.*Fazit:*"Da vorne wartet die Zeit" von Lilly Lindner ist ein berührendes Buch über eine Stadt voller Schicksale, die alle miteinander verwoben sind und sich in ihrem zerbrechlichen Leben dem Tod stellen müssen. Die junge Autorin schreibt ihren Lesern mit ihrer poetischen und wortgewaltigen Sprache direkt ins Herz und lässt sie mit unzähligen Gedanken und Gefühlen zurück, die man nicht in Worte fassen kann. "Da vorne wartet die Zeit" ist ein Buch, das man selbst erleben muss. Ein Buch, das verändert. Für "Da vorne wartet die Zeit" vergebe ich 5 Lurche, die dem Buch nicht einmal ansatzweise gerecht werden können.

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  • Außergewöhnlich, wunderschön und berührend!

    Da vorne wartet die Zeit

    Weltentraeumerin

    22. March 2016 um 12:01

    Vorweg: Ich empfehle, den Klappentext nicht zu lesen, weil er ein bisschen spoilert. Das Buch handelt von der Zeit. Genauer gesagt: Von der Vergänglichkeit der Zeit.Schon im Prolog werden wir in eine Stadt eingeführt, in die der Roman handelt. Und in dieser Stadt lernen wir mit jedem Kapitel neue Menschen kennen. Menschen aus ganz unterschiedlichen Schichten, Verhältnissen. Mit ganz unterschiedlichen Geschichten, unterschiedlichem Alter, unterschiedlichen Vorlieben.Wir erhalten einen kurzen Einblick in das Leben dieser Person und dann, ganz plötzlich - springt einem der Tod ins Gesicht. Oft mitten im Leben.So viel sei gesagt: Nicht jeder Charakter stirbt - so wird eine gewisse Spannung gehalten. Doch Lilly Linder zog mich so schon mit ihren wundervollen Worten in den Bann, mit ihrem Schreibstil, der sich definitiv von der Masse abhebt, mit ihren Wortspielen und Metaphern. Mit der Art, wie sie am Ende eines Absatzes Satzteile durch Punkte trennt und ihnen so manchmal eine neue Bedeutung oder auch nur mehr Bedeutung verleiht. Zudem ist es einfach eine außergewöhnliche Idee. Das Buch zeigt, wie plötzlich der Tod ins Leben treten kann, wie unerwartet manchmal, wie grausam oft. Es zeigt, wie allgegenwärtig er ist, dass man nie vor ihm sicher ist. Und doch zeigt es auch, wie besonders menschliche Verbindungen sein können.Und obwohl man die meisten Charaktere auf nur wenigen Seiten kennenlernt, traf mich ihr Tod jedes Mal aufs Neue ins Herz. Jedes Mal war es aufs Neue ein Schock, begleitet von Fassungslosigkeit, Traurigkeit, vielleicht Wut auf die Ungerechtigkeit des Lebens. So war ich nicht selten mitgenommen von diesem Buch, das emotional zu berühren weiß und manchmal auf so sachliche Weise den Tod eines Menschen präsentiert, und es damit nur noch emotional mitreißender gestaltet.Im Verlauf des Buches werden die Geschichten und Schicksale der einzelnen Charaktere miteinander verwoben, sodass am Ende ein erschütterndes Gesamtwerk entsteht.Fazit: Ein berührender Roman, der die Schicksale einzelner Menschen, in dessen Leben unerwartet der Tod eintritt, verbindet, dazu geschrieben mit einem wundervollen, mitreißenden Schreibstil!

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  • Ein wundervolles Buch

    Da vorne wartet die Zeit

    Chelios

    13. March 2016 um 12:51

    Ein großartiges Buch von einer ganz besonderen Autorin. Ihre Sprache ist einzigartig und in diesem Buch bekommen wir auch noch ein wenig von ihrer zauberhaften Phantasie zu spüren. Die vielen Kurzgeschichten lassen sich schnell lesen und doch wachsen die Figuren einem in der kurzen Zeit so sehr ans Herz, dass man mit ihnen lacht und weint. Sich freut und leidet. Darüber hinaus verknüpft die Autorin die Kurzgeschichten immer wieder gekonnt miteinander, sodass das Buch zu einem kleinen Erlebnis wird.Ein ganz besonderes Buch, das einfach berührt.

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  • Episoden vom Leben und vom Sterben

    Da vorne wartet die Zeit

    Lilith79

    14. March 2015 um 15:14

    Rezensionen über die Bücher von Lilly Lindner zu schreiben, finde ich gar nicht so einfach. Das ist jetzt mein 2. Buch von ihr und wie schon bei "Was bleibt wenn ich verschwunden bin" bin ich völlig geplättet von dem Talent dieser jungen Frau und wieder bin ich auch etwas verstört von den Emotionen, die sie in ihren Büchern transportiert. Lilly Lindners Bücher kann man meiner Meinung nach auch nicht am Stück lesen und schon gar nicht verschlingen, da zumindest ich immer wieder Pausen brauche, um das Gelesene zu verarbeiten. "Da vorne wartet die Zeit" ist definitiv kein einfaches Buch, es erzählt in nur lose zusammenhängenden Episoden von dem Leben (und sehr viel öfter Sterben) der Bewohner einer nicht näher benannten "Stadt am Waldrand". Am Anfang scheinen diese kurzen Geschichten tatsächlich wenig miteinander zu tun zu haben, trotzdem fand ich das Buch von Anfang an schon sehr interessant, auch wenn einige der Geschichten wirklich schwer verdaulich sind, da das Unheil oft dermaßen lapidar und plötzlich über die Protagonisten hereinbricht, dass es geradezu grausam wirkt.  Je länger das Buch voranschreitet desto mehr verweben sich die einzelnen Episoden zu einem großen Ganzen und desto mehr fängt das Buch trotz der weitgehend düsteren Inhalte an zu verzaubern. Wenn man kritisch sein möchte, kann man sicherlich an dem Roman einige Kritikpunkte finden, Lilly Lindners Texte sind oft noch etwas unausgewogen, wie bei einem ungeschliffenen Rohdiamanten gibt es Sätze und Kapitel, die einen völlig von den Socken hauen, aber auch hin und wieder Momente die etwas holprig oder konstruiert wirken. Auch merkt man in ihren Romanen, dass sie auch darin immer wieder autobiografische Themen deutlich aufgreift, so dass die Grenze zwischen Roman und Autobiographie verschwimmt (was ich allerdings gar nicht als Nachteil sehen würde). ABER: Lilly Lindner schreibt selbst mit den noch vorhandenen Unausgewogenheiten schon auf eine Art und Weise die die meisten gestandenen Schriftsteller bei Weitem übertrifft und sie ist wirklich einzigartig. Ich habe noch nie etwas gelesen, dass ich auch nur im Entfernsten ähnlich oder vergleichbar finde. 4 Sterne nur deshalb, weil ich weiß, dass sie es sogar noch etwas besser kann.      

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  • [Rezension] Da vorne wartet die Zeit

    Da vorne wartet die Zeit

    Rosa_Mariposa

    18. May 2014 um 13:19

    Meine Meinung Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, und zum nächsten Kapitel übergegangen bin, war ich sehr überrascht über den Aufbau. In jeden Kapitel geht es um einen anderen Menschen. Auf ca. 6-12 Seiten wird seine Geschichte erzählt um am Ende stirbt er meist. Ich fand diese Idee sehr besonders, mal was anderes und sehr interessant. In diesem Buch gibt es also ca. um die 30 Protagonisten. Die Autorin schafft es allerdings trotzdem jeden als was ganz besonderes dastehen zu lassen und jeder hat die Gelegenheit den Leser zu berühren. Der größte Teil hat es bei mir auch geschafft. Diese Personen leben alle in der gleichen Stadt. In der "Stadt am Waldrand". Oft kommt es also vor das sie Verbindungen zueinander haben. Ich persönlich liebe den Schreibstil von Lilly Lindner. Er hat den höhsten Wiedererkennungswert den ich kenne. Die Bücher von ihr zähle ich zur "schweren Kost" und sie sind definitiv nichts für zwischendurch. Sie bringen viel Gefühl rüber und diese sind meist sehr melancholisch. Dieses Buch ist nochmal was ganz anderes als die anderen beiden Werke. Die typischen Farben der Lilly Lindner Bücher wurden auch hier wieder benutzt. Helles blautürkis und schwarz. Ich mag das Cover sehr gerne und auch die Schwalben passen im Moment in die Zeit (man sieht es an den vielen Tattoos). Diese Rezension findet man auch auf meinem Blog:http://maike-liest.blogspot.de/2014/05/kurz-rezi-da-vorne-wartet-die-zeit.html

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  • Unerwartet

    Da vorne wartet die Zeit

    iceslez

    16. January 2014 um 15:32

    Das Cover ist schön gestlatet und einfach gehalten. Oben schwarz, unten türkis und es scheint,d ass ind er Mitte ein Mädchen balanciert während Vögel am Himmel fliegen. Das Cover gibt ein Gefühl von Zeitlosigkeit und Einfachheit, was sehr passend für den Inhalt des Buches ist. Mir gefällt das Cover sehr gut und eigentlich bin ich hauptsächlich dadurch auf das Buch aufmerksam geworden. Die Geschichte stimmt auch in etwa so, wie sie in der Kurzbeschreibung des Buches dargestellt wird, was mir jedoch nicht klar war, war die Form, denn die Geschichte der Stadt am Waldrand wird in Form kleiner Episoden erzählt, die immer ein Leben eines Menschen aus der Stadt am Waldrand erzählt und meistens auch seinen Tod, denn viele Menschen sterben auf ganz unterscheidliche Weise in dieser Stadt. Ich hatte nicht erwartet, dass die Geschichte der Stadt am Waldrand in Form kleiner Episoden erzählt wird. Davon wurde ich sehr überrascht, denn in der Kurzbeschreibung wird dies nicht deutlich. Viel mehr hatte ich einen Roman erwartet, der das Schicksaal der verschwundenen Mädchen aufklärt. Ich dachte die ersten Kapitel, dass nur Charaktere der Handlung vorgestellt werden, die sich danach verweben. Ganz geirrt habe ich mich dabei nicht, nur wird halt jede Episode der Stadt am Waldrand aus der Sicht einer anderen Person erzählt und die Leben verweben sich anch und nach zu einer Gesellschaft. Das ist eine Kunst, die die Autorin sehr gut beherrscht. Sie schafft es aus jedem Kapitel des Buches ein eigenständiges Kunstwerk zu schaffen, dass doch im Überblick eine Gecshichte im Zusammenspiel mit den anderen Kapiteln schafft. Die Sprache ist glasklar und einfach aber kunstvoll, wie geschaffen um den Tod zu behandeln, denn das ist das Hauptthema des Buches. Der Tod ist allgegenwärtig. Das muss nicht immer traurig oder negativ sein, der Tod gehört zum Leben. Das wird in dieser Geschichte immer wieder deutlich. Alles in allem hat mir die Geschichte gut gefallen, doch hat sie mich auch nicht so richtig in den Bann gezogen. Das Buch ist für alle Erwachsenen geeignet die auch offen für ernste doer traurige Themen sind, die keien Angst vor Realität und Hyperrealität in Büchern haben. Das Buch kann auch gut als zweites Buch zu der aktuellen Lektüre gelesen werden, da der Roman wie geschaffen dazu ist in ihm immer nur ein Kapitel zu lesen und dann zu reflektieren. 4 von 5 Sternen

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  • Dieses Buch ist eine Auszeit vom Jetzt ...

    Da vorne wartet die Zeit

    Kossi

    02. January 2014 um 13:58

    und dennoch ist es mehr "Jetzt", als das Leben es gerade jetzt sein könnte. Denn es fordert zum Stehenbleiben auf. Zum Reflektieren des eigenen Lebens. Zum Luft holen und weitergehen. Zum Suchen. Und zum Finden. Der Zeit. Die davonläuft. In jedem von uns. Es beleuchtet so viele Facetten des Lebens, dass man die Geschichte rund um die Menschen der Stadt am Rande des Waldes mindestens zehn mal lesen müßte, um alle Facetten, Tiefen, Schichten, Emotionen und Beleuchtungen wirklich wahrzunehmen. Die Menschen, die in dieser Stadt wohnen erschrecken den Leser teilweise mit ihren Leben. Diese Leben, die teilweise ganz harmlos beginnen und am Ende doch sehr jäh enden. Lilly Lindner hat sie alle beleuchtet. Hat sich diese verschiedenen Leben genau angesehen und sie vorausgesagt. Beim Lesen hat man das Gefühl, als hätte die Autorin im Wald gesessen und sich von dort aus all die Menschen angeschaut, die auf den ersten Blick fremd erscheinen, doch am Ende doch irgendwie alle miteinander verwoben sind. Das Buch liest sich, wie eine Zufallsbekanntschaft. Als hätte Lilly Lindner alles ganz zufällig aufgeschrieben und Schritt für Schritt hätten sich alle Fäden zu einem Knäuel gebildet. Ein Knäuel mit einem Muster, das ebenfalls rein zufällig entstanden ist und das man am Ende einfach nur anschauen möchte. Ohne ein Wort. Nur Schweigen. Es fällt mir immer schwer, die Bücher von Lilly Lindner zu analysieren, zu beschreiben, ihnen meinen eigenen Geist einzuhauchen. Weil die Worte so wunderschön gewählt sind. Die "schlimmen" Dinge dennoch in einer so wunderbaren Sprache beschrieben sind. Weil mir selber die Worte fehlen für diese Fülle an Erlebnissen in luftanhaltender Zeit. Und zwischen den Zeilen ... ja, zwischen den Zeilen findet man noch so viel mehr. Sofern man sich darauf einlassen kann. Sofern man sich in die Gedankenwelt der Autorin fallen lassen kann. Ich kann es. Und finde eben kaum die Worte, dieses Fallenlassen zu beschreiben. Und am Ende schlägt man das Buch zu und merkt erst dann, dass draußen auf der Straße Autos vorbeifahren, dass die Uhr im Wohnzimmer tickt, dass die Katze miaut und dass Kinder im Hof spielen. Denn all das hat man beim Lesen einfach ausgeblendet. Weil nur noch eines wichtig war: sich mit der Zeit zu beschäftigen. Mit der, die da vorne wartet. Auf jeden von uns. Die Bücher von Lilly Linder machen mehr aus einem Leser. Sie holen dein Innerstes nach außen und lassen dich nachdenken über dein eigenes Leben. Still. Leise. Zufällig. Jungfräulich. Ganz zart. Und sanft. Und doch erschreckend brachial.

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  • Ganz ok und etwas völlig anderes als erwartet aber mir fehlte etwas "Feinschliff"

    Da vorne wartet die Zeit

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. October 2013 um 18:30

    Da vorne wartet die Zeit ist der dritte Roman von Lilly Lindner. Ich war sehr gespannt drauf und wurde definitiv überrascht. Direkt zu Beginn fiel mir auf, dass dieser Roman etwas völlig anderes ist als ihre bisherigen Werke. „Da vorne wartet die Zeit“ handelt vom Leben und vor allem vom Tod. In einer Art dokumentarischer Erzählung berichtet Lilly von verschiedenen Personen, die fast alle etwas gemeinsam haben. Sie sterben. Zum Ende hin verknüpft sie diese Personen und ihre Geschichten geschickt. Dennoch schaffte die Autorin es diesmal nicht, mich so zu begeistern wie mit ihren Vorgängern. Obwohl ich es eigentlich immer gut finde, wenn Autoren sich mal von ihrem Schema trennen und eine völlig neue Richtung einschlagen, schaffte Lilly Lindner es nicht mich damit zu überzeugen. Zum einen hatte ich das Gefühl, dass die Personen zu blass erscheinen, zum anderen hatte ich absolut nicht mit einer Art „Dokumentation“ gerechnet und hätte dann von dieser einfach etwas mehr Detail erwartet. Unverkennbar ist aber ihr Schreibstil geblieben. Sie spielt mit Worten und Satzzeichen, schaffte es aber auch damit einfach nicht mich erneut in ihren Bann zu ziehen. Somit möchte ich abschließend sagen, dass ich diesen Roman zwar okay fand, jedoch mehr erwartet habe und mir etwas mehr „Feinheiten“ gewünscht hätte. © Michaela Gutowsky

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  • Ein Blick hinter die Kulissen

    Da vorne wartet die Zeit

    Sarlascht

    Inhalt: Eine Stadt am Waldrand, irgendwo auf dieser Welt, bewohnt von Menschen, wie sie alltäglicher nicht sein könnten. Sie leben zusammen, jeder für sich selbst, leben, lieben und sterben – doch letztlich ist alles verbunden, durch einen seidenen Faden, der das Gefüge zusammenhält, die Leben untrennbar macht. Eine Entführungsserie, die die Stadt in Atem hält, ein Kriminalpolizist, der Antworten sucht, ein kleiner Junge, der seine Mutter vermisst, eine Mutter, die spurlos verschwindet und ein Mädchen, welches die ganze Wahrheit kennt. Sie wohnen alle in dieser Stadt am Waldrand, kennen sich womöglich, teilen ein Schicksal – jeder auf seine Weise. Diese Begebenheit ist aber nicht das einzige Konstrukt, viele solcher Geschichte findet man in der Stadt vor, eines haben nahezu alle gemeinsam – sie verlieren sich in der Zeit, bis sie anhält und dann, dann wartet sie da vorne, die Zeit. Meine Meinung: Mir war nicht ganz klar, was ich mir von diesem Buch erwarten sollte – eine Stadt, nun gut, sie gibt vielen Menschen ein Schicksal und formt deren Leben, aber wie möchte man diese gewaltige Kraft in eine Geschichte pressen – gesagt sei, obwohl es vielleicht ein wenig den Anschein von Unmöglichkeit hat, gelingt es Lilly Lindner mit Bravour. Mehr als 20 Geschichte über Menschen finden ihren Platz, die meisten miteinander verstrickt, wenn es auch nicht gleich so offensichtlich ist und man erst einmal von anderen Schicksalen gefangen genommen wird, bis man wieder zu einem anderen zurückkehrt und die Gegebenheiten als Gesamtes sehen kann. So viele Menschen, bedeuten natürlich auch sehr viele Name und ich gebe es gerne zu, da bin ich dann und wann gestolpert, musste zurückblättern, weil ich die einzelnen Personen jetzt nicht mehr unbedingt einordnen konnte, dass sie vorkamen, war sofort im Gedächtnis, nur ihre Geschichte, die verlor sich ein wenig in diesem ganzen Geschichtengeflecht. Und eigentlich gibt Lilly Lindner einen Lesetipp für das Buch, auch wenn er erst viel zu spät im Buch auftaucht: Und während Helena sich erinnert, an all diese Menschen, die sie nur von den Worten aus ein paar bedruckten Seiten kennt, da fällt ihr mit einem Mal auf, dass diese Geschichten sie genau so berühren, wie sie geschrieben wurden – nicht als Buch, das man in einem Atemzug durchliest, nicht als Text, den man mit Leichtigkeit verschlingt, sondern Geschichte für Geschichte, ein ganzes Leben, verfangen in einem großen Ganzen, mit einer Erkenntnis, zum Ende hin so schön und traurig zugleich, dass fernab der Zeit und der Stelle ein jedes Wort von Hoffnung spricht. (Seite 176) Und vielleicht sollte man so genau durch das Buch gehen, scheibchenweise, nicht in einem Rutsch durch, weil es stimmt, die einzelnen Schicksale gehen ein wenig unter, wenn man das Buch durchliest, ohne Pause. Der Schrecken verliert sich, weil alles irgendwie ein bisschen traurig ist und dann die Traurigkeit im Einzelnen verloren geht. Ich würde wirklich raten, Kapitel für Kapitel zu lesen, Pausen einzulegen, die Worte auf einen wirken zu lassen, so kann das Buch sicherlich eine Gewalt entfalten, die unbeschreiblich ist. Naja, jetzt habe ich das Buch aber in einem durchgelesen, war es trotzdem gut? Natürlich war es gut, ganz außergewöhnlich sogar. Nach den ersten 20 Seiten habe ich aufgehört, Textstellen markieren zu wollen, die mich berührten und fesselten, weil letztlich hätte ich jeden Satz kennzeichnen müssen, so viel traurige Schönheit findet man in den Geschichten vor. Obwohl traurig? Es mag schon stimmen, es sterben die Menschen zuhauf, aber es gibt auch diese kleinen Momente, wo eine Erzählung einfach nur schön ist, einen ein Lächeln auf die Lippen zaubert, was sich erst einmal nicht mehr so schnell wegwischen lässt. Es bleibt der Tod aber doch ein übergreifendes Thema und der Tod, er gehört nun einmal zum Leben. Wir alle schauen Nachrichten, hören Schreckensbericht, aber ich zumindest kann sagen, viel erreicht mich gar nicht mehr, weil es so weit entfernt ist, mit mir nichts zu tun hat und warum soll ich meinen Kopf über etwas zerbrechen, was ich nicht ändern kann. Hier ist es so, dass man die Auswirkungen der Schreckensmitteilungen präsentiert bekommt. Eine Mutter verschwindet, ein Polizist sucht danach und ein Kind vermisst. Eine Tochter stirbt, ein Vater trauert. Durch Lilly Lindners Geschichten sieht man hinter die Tragödie und sieht, wie weite Kreise ein Schicksalsschlag in Wirklichkeit zieht und es hat sich ein Kloß in meinen Hals geschoben, während ich mich durch all diese Leben gelesen habe. Ich liebe Lilly Lindners Bücher, was kein Geheimnis ist, aber im Gegensatz zu ihrem Romandebüt „Bevor ich falle“, welches manchmal noch etwas ungelenk war, finde ich „Da vorne wartet die Zeit“ rundum gelungen. Kritik, wenn man sie suchen mag, sind nur die Vielzahl an Namen, die man sich einfach nicht merken kann, aber gut, Papier ist geduldig und alles lässt sich nachschlagen. Fazit: Ein Kaleidoskop menschlicher Existenzen, die untrennbar miteinander verbunden sind und doch alle ein eigenes Schicksal zu tragen haben. Zeit ist ein großes Überthema in diesem Buch, Zeit wie sie rennt, steht und auf einen wartet. Ich bin mir sicher, noch nicht alles komplett in mich aufgenommen zu haben, was ich da las, es wird ein zweites oder drittes Treffen mit dem Buch brauchen, um alles zu verstehen. Nach dem ersten Lesen lässt sich nur sagen: In meinem Kopf breitete sich eine dumpfe Schwere aus, die Gedanken tanzten auf den Drahtseil und das Herz, es schlug außerhalb des normalen Rhythmus. Dieses Buch ist viel mehr als ein paar Geschichten, dieses Buch ist pulsierendes Leben!

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