Lilly Lindner , Lisa Wöhling Die Autobiographie der Zeit

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Inhaltsangabe zu „Die Autobiographie der Zeit“ von Lilly Lindner

Lilly Lindner ist ein literarisches Ausnahmetalent unter den jungen deutschsprachigen Autorinnen. Seit sie ihr wortgewaltiges Debüt "Splitterfasernackt" vorlegte – die Verarbeitung ihrer eigenen Geschichte –, hat sie eine große Fangemeinde um sich geschart. Auf ihren zahlreichen Lesungen bewegt und erschüttert Lilly Lindner ihre Zuhörer, viele reisen ihr nach, um ihren Worten lauschen zu können. Es ist die Sprache dieser Autorin, die den Menschen unter die Haut geht. In ihrem neuen Buch erzählt Lilly Lindner die Autobiographie der Zeit – eine faszinierende Geschichte voller Weisheit, Poesie und Kraft.

Pure Magie

— Ramona91
Ramona91

Umwerfend, klug, besonders, einfach anders

— Chelios
Chelios

Mein 3. Buch von Lindner war gar nicht meins. Keine Handlung, gestelzte Sprache. Warum wird schlechte Poesie als Roman verkauft?

— Sumsi1990
Sumsi1990

Ein Roman wie ein einziges, langes Gedicht. Wunderschön, poetisch, melancholisch und dabei noch gesellschaftskritisch.

— Kugeni
Kugeni

Wunderschön melancholisch und angenehm poetisch. Lilly Lindner ist eine Wortgewalt! - 5 Sterne

— AmiLee
AmiLee

Mit nichts zu vergleichen <3

— CarmenPastl
CarmenPastl

Trotz wunderbarer Sprache hat dieses Buch leider zu wenig Inhalt für mich. Sehr schade, normalerweise liebe ich Lilly Lindners Bücher.

— Linsenliebe
Linsenliebe

Irgendwo in der Zeit liegt ein Ort vergraben. Er heißt Abgeschiedenheit.

— buecherkompass
buecherkompass

Ich habe seit Langen kein solches Buch mehr in den Händen gehalten. "Die Autobiographie der Zeit" ist ein poetisches Meisterwerk!

— FelisBuecherregal
FelisBuecherregal

Ich bin komplett überwältigt. Das Buch werde ich noch viele Male lesen!

— Stehlblueten
Stehlblueten

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  • Die Autobiografie der Zeit, ist die Autobiografie der Zeit.

    Die Autobiographie der Zeit
    allenisadragon

    allenisadragon

    15. March 2017 um 20:56

    "Ich fragte einen rauchenden Jungen mit blauen Haaren, wie die Welt funktioniert. Er schenkte mir eine Zigarette und sagte: '[...] ist schon ok. es ist nur ein Film' " [79]Jedes Mal wenn ich Texte von Lilly Lindner lese fühle ich mich wie ein kleines, verletzliches Mädchen. Ich stelle mir vor auf dem Fußboden vor einem großen,weißen Bett zu sitzen, inmitten von Stofftieren, Büchern und beschrieben Zetteln.Schräg hinter mir weht eine laue Briese den blass-weißen Vorhang durch dieBalkontür. Blassweiß, so wie mein Kleid, meine Haut. Alles in diesem endlosen,hellen Raum. Ich könnte jeden Moment weinen, will das Buch jedem unter die Nasehalten und ihn anschreien: "hier! ließ! es sit so schön, dieses Gefühl muss ichmit dir teilen!"So fühle ich mich auch jetzt, beim Lesen von "Die Autobiografie der Zeit", im Frühjahr 2016 im DROEMER- Verlag erschienen. Ein kleines Buch, Klein und hellblau liegt es gut in der Hand und fült sich ein bisschen an, als würdeman ein Tagebuch lesen, gefüllt mit Kreativen Zeit-Wortspielen und wunderschönen,bunten Zeichnungen.Die Autobiografie der Zeit, ist die Autobiografie der Zeit.Die Zeit, ein 15 jähriges Mädchen mit kastanienbraunen Augen und rabenschwarzenHaaren ist tod. Gestorben, zumindest auf ihrem Heimatplaneten Winter, um als eine der vier Mächte über die Erde zu wachen, versucht sie die Menschen zu verstehenund wird dabei begleitet von:Kevin, dem Raum, der sich viel Mühe gibt, alles zu gestalten und frustriert zusieht, wie die Menschen, es wieder zerstören und ihm die Schuld dafür geben,wenn Räume "falsch" genutzt werden.David der hoffnungsvollen und sanftmüten Beständigkeit.Und Shay, welche mit der deprimierenden Macht des Abgrundes einem Menschennach dem anderen den Tod bringt."Kevin, David und ich bastelten Papierschiffchen. Wir ließen sie aufs Meerhinaus treiben. Sie gingen nicht unter. Es waren Schiffe aus Raum, Zeit undBeständigkeit." [107]" 'Du bist wunderschön', sagte Shay zu einem traurigen Mädchen und schubstees von einer Autobahnbrücke." [124]Ihrem Schreibstil treu bleibend ist auch diese Buch in kurzen Kapiteln verfasst,die meist kaum ein paar Zeilen umfassen. Ein Buch, gefüllt mit kindlich, kurzen Hauptsätzen, unglaublich viel Unverständniss und einer größen Menge an Stille.Was sich jedoch keines Falls negativ auswirkt, ganz im Gegenteil, gerade diese Stille, der trockenen Sätze, die sowohl grausam, als auch unglaublich schön sind,macht Lilly Lindners Geschichten zu meinen absoluten Lieblingswortansammlungen."Wir saßen in einem halb versunken Flüchtlingsschiff vor der Küste und Zähltendie Leichen am Strand." [60]Auch das Meer, als eine aus vorigen Büchern bekannte Symbolik kehrt inder Autobiografie der Zeit zurück. Beruhigend, aber ebenso grausam, passen sichdie mal blutgetränkten und dann wieder blau glitzernden Wogen den Worten an."Der Ozean im Meer - die Tiefe der Wellen. Die Zeit in der Zeit. Hinter derZeit." [211]"Irgendwann kommt die nächste Flut, und dann schwimmen die Dinosaurier zurück anLand und fressen uns alle auf. Das ist Freiheit. Man muss sich ihr unterwerfen,bevor man sie beherrscht." [61]Kurz, mit der Autobiografie der Zeit hat Lilly Lindner ein Werk geschaffen, daseinen zur Ruhe bringt, traurig macht und auf eine sehr, sehr schöne ArtGesellschaftskritisch ist.

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  • Etwas ganz besonderes

    Die Autobiographie der Zeit
    Chelios

    Chelios

    02. March 2017 um 15:14

    Lilly Lindner überrascht mit etwas ganz anderem. Ein kurzes, aber unglaublich kluges Buch, wo oft ein Satz mehr Tragweite hat, als bei anderen Büchern ganze Seiten. Somit ein kleines Buch mit besonders viel Gewicht. Die wunderschönen verträumten Bilder ergänzen Lindners Worte großartig, auch wenn sie deren Gewalt nicht erreichen können. Aber sie zaubern eine neue Facette in das Buch, weshalb sie eine unglaubliche Bereicherung sind. Gerade als Geschenk ist dieses Buch ein Highlight.Über den Inhalt lässt sich leider nur schwer etwas sagen, da es einfach schwer zu greifen ist. Ein Buch, dass man selbst gelesen haben muss, um es zu verstehen.

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  • Ein Roman wie ein Gedicht

    Die Autobiographie der Zeit
    Kugeni

    Kugeni

    10. January 2017 um 20:31

    Nach ihren beiden Autobiographien und  dem Roman „Bevor ich falle“ ist „Die Autobiographie der Zeit“ bereits das vierte Werk das ich von Lilly Lindner gelesen habe. Ich liebe ihre Sprache, ihre ganz eigene Art des Erzählens. Wer Lillys Bücher kennt weiß, dass sie es wie keine andere versteht, bedeutungsschwere Wortbilder zu malen die einem mit ihrer Schönheit verzaubern und gleichzeitig mit ihrer Schwermütigkeit und Melancholie nachdenklich stimmen. Ihre Texte sind voll von fantastischen Metaphern, Bildern und ungewöhnlichen vergleichen, nie sagt sie direkt was sie ausdrücken will sondern verpackt es in ein wunderschönes Wortgewand. „Die Autobiographie der Zeit“ stellt hier keine Ausnahme da, ganz im Gegenteil ist sie das bisher wohl abstrakteste und experimentellste Buch das Lilly bisher geschrieben hat. Ein poetischer Roman mit wenig Worten und doch genau genug Worten. Die Kapitel sind nie länger als eine Seite, manchmal nur einen Satz lang, begleitet mit zahlreichen, wunderschönen Illustrationen. Durchlesen kann man das Buch problemlos an einem Abend, jedoch ist es alles andere als eine nebenbei- oder Zwischendurchlektüre. Anders als bei ihren anderen Büchern schreibt Lilly hier einen Fantasyroman. Die Geschichte von vier Teenagern auf dem Planeten Winter, die sterben müssen um in unserer Welt als die Supermächte „Abgrund“, „Raum“ , „Beständigkeit“ und „Zeit“ ewig zu Leben und zu walten. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht der Zeit, die versucht die Menschen und ihr handeln zu verstehen. Sie grübelt darüber wie die Menschen in Beziehung zu sich selbst, zu anderen und vor allem zur Zeit stehen. Je älter sie wird umso melancholischer und verzweifelter wird sie darüber, wie die Menschen ihre Zeit vergeuden. Unterbrochen wird dieses Erleben und diese Beobachtungen durch die Versuche der vier ihren Verpflichtungen als Supermächte möglichst gut Nachzukommen und den menschen und sich selbst ihre Zeit unter den Menschen die sie so wenig verstehen möglichst angenehm zu gestalten. Die Beobachtungen der Zeit sind oft geradezu philosophischer Natur die eine tiefe Wahrheit enthalten. Mich hat das Buch sehr berührt und etwas melancholisch zurückgelassen. Lilly Lindner scheint den Menschen und seine Beweggründe und sein handeln besser zu durchschauen als die meisten Menschen und regt mit diesem Buch zum nachdenken an. Ich werde das Buch sicherlich noch einige Male lesen und immer wieder etwas Neues, Besonderes und Wahres in ihren Worten finden das mir beim vorherigen lesen entgangen ist. Wer auf der Suche nach einem Unterhaltungsroman ist in den man abtauchen und bei dem man abschalten kann, dem würde ich von diesem Buch stärksten abraten. Auch wer sich ein typisches Fantasybuch erhofft wird enttäuscht sein. Wer jedoch bereit ist sich darauf einzulassen der wird nach der Lektüre des Romans innerlich sicher reicher sein als zuvor. Von mir ganz klare 5 Sterne.

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  • „Wenn Worte meine Sprache wären“

    Die Autobiographie der Zeit
    goat

    goat

    02. November 2016 um 20:48

    Was Tim Bendzko für die Musik ist, ist Lilly Lindner für die Literatur. Ihr Name war mir bis dato kein Begriff. Aber an diesem Büchlein mit dem auffälligen Titel und der wunderschönen Gestaltung kam ich einfach nicht vorbei. Das Cover ziert eine aufgeklappte Taschenuhr, aus der Wasser fließt, auf dem wiederum ein Papierboot schwimmt. Das nennt man wohl Zeitfluss?! Und genau diese Zeit verging beim Lesen wie im Flug. Der Roman umfasst nur 240 Seiten, von denen längst nicht alle komplett beschrieben sind und die viele herausragende Illustrationen enthalten. An dieser Stelle auch ein großes Lob an Lisa Wöhling. Die Inhaltsangabe selbst sagt sehr wenig über den Inhalt des Buches aus. Aber gerade das alles zusammen hat mich noch neugieriger auf „Die Autobiographie der Zeit“ gemacht. Protagonistin ist die 15-jährige Ich-Erzählerin, die Zeit. Als sie stirbt und der Tod kommt, um sie abzuholen, lastet er ihr eine unheimliche Bürde auf. Sie muss ihren Heimatplaneten „Winter“ verlassen, um zukünftig für „den Rest der Zeit“ als unsterbliche Macht über die Welt zu wachen. Zusammen mit den anderen Mächten – Kevin (dem Raum), David (der Beständigkeit) und Shay (dem Abgrund) versucht sie, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Aber gerade die Menschen lassen diese Aufgabe zu einem schwierigen und komplexen Unterfangen werden …Die Sätze sind zwar sehr kurz und bündig, aber wählt man die richtigen Worte aus, sagen sie weitaus mehr aus als manch ein langer Roman. Die Autorin muss die Seiten nicht komplett mit Wörtern füllen, denn sie überlässt es uns Lesern, etwas Wortgewaltiges daraus zu machen. Lilly Lindner schreibt über Glück und Unglück, Mut und Angst und auch über Hoffnung und tiefe Hoffnungslosigkeit. Alles in der Macht stehende tun, um ein Unheil abzuwenden? Wie sollen die vier Mächte das schaffen, wenn der Mensch sich selbst zugrunde richtet? Die Autorin hat mich mit ihren Worten tief bewegt. Ihr Buch handelt von uns Menschen, der Zeit und was wir aus dieser Zeit machen. Über all das machen wir uns viel zu wenig Gedanken und nehmen vieles als selbstverständlich hin. Wer nach diesem Buch nicht ins Grübeln gerät, hat die ganze Geschichte nicht verstanden. „Die Autobiographie der Zeit“ ist ein wundervolles und kostbares Werk, welches ganz sicher fünf Sterne verdient hat. Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung.

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  • Die Autobiographie der Zeit

    Die Autobiographie der Zeit
    Kleine8310

    Kleine8310

    20. July 2016 um 22:27

    Als ich entdeckt habe, dass Lilly Lindner ein neues Buch geschrieben hat, war für mich ganz klar, dass ich es unbedingt lesen möchte. Ich liebe den Schreibstil der Autorin und die Emotionen, die sie in ihren Texten immer wieder rüberbringt.    In diesem Buch erzählt Lilly Lindner eine Geschichte, die sich von ihren bsiherigen Geschichten deutlich abhebt, denn es wird ein bisschen fantastisch und dadurch weniger aus dem Leben gegriffen, jedenfalls im ersten Moment. Als Leser/Leserin lernt man die Zeit kennen. Sie wurde, zusammen mit drei ihrer Freunden, auserwählt, um die Geschicke der Menschheit zu begleiten. Dazu bekam jeder eine besondere Aufgabe. David ist die Beständigkeit, Shay ist der Abgrund und Kevin ist der Raum. Diese vier, im Vordergrund die Zeit, begleitet man als Leser/Leserin bei ihren Aufgaben, die nicht immer nur positives bringen ... Die Geschichte wird aus der Sicht der Zeit erzählt, aber sie richtet ihren Blick auch sehr häufig auf ihre Freunde und so bemerkt man auch, was den anderen Schwierigkeiten bereitet, sie verändert etc. Erzählt wird die Geschichte über einen sehr langen Zeitraum hinweg, gefühlt ein ganzes Leben, in manchen Passagen, könnte es aber auch nur ein Wimpernschlag gewesen sein. Dies führt dazu, dass es häufig Sprünge in der Geschichte gibt und manchmal wirkte der Fortgang auf mich nicht ganz rund und stimmig.  Als Leser/Leserin findet man in diesem Buch reichlich Stoff zum nachdenken, zum besinnen und es kommen Fragen und Gedanken zum Leben und dessen Einflüssen auf, die eigene Interpretationen zulassen. Die Buchidee fand ich außergewöhnlich und so wurde sie von Lilly Lindner auch in der Geschichte dargestellt. Man muss sich auf die Geschichte einlassen, sich den Sprüngen in der Zeit und den wechselnden Themen anpassen, dann ist es eine schöne Geschichte. Trotzdem muss ich sagen, dass ich manches nicht nachvollziehbar fand und manche Passagen auch vom Verständnis her, für mich, nicht immer Sinn ergaben. Das hat manchmal, zum Glück selten, für Verwirrung gesorgt.   Das Lesen erfordert Konzentration und man muss sich anstrengen, um bei der Vielfalt der Themen und Gedanken am Ball bleiben zu können. Das hätte ich bei der Kürze mancher Texte gar nicht vermutet. Was ich an diesem Buch sehr schön fand waren die zu den Textpassagen passenden Illustrationen von Lisa Wöhling. Die Bilder schaffen eine angenehme Ergänzung zu den poetischen, stimmungsvollen Texten! Von mir gibt es 3,5 Rosen, aufgerundet auf 4! Positiv:  * wunderschöner, poetischer Schreibstil * Textpassagen, die zum Nachdenken  und Dinge hinterfragen anregen * passende, tolle Illustrationen * eine besondere, einzigartige Buchidee   Negativ: * es gab leider viele Sprünge in der Erzählung * manches war für mich logisch nicht nachvollziehbar und wirkte eher verwirrend "Die Autobiographie der Zeit" ist eine poetische, teilweise fantastische Geschichte, die stark zum nachdenken anregt, aber für meinen Geschmack, nicht immer logisch nachvollziehbar war. Der wunderbare Schreibstil von Lilly Lindner spricht für sich und hat mich auch dieses Mal gefesselt und zum staunen und fühlen gebracht! 

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  • Leider zu wenig Inhalt

    Die Autobiographie der Zeit
    Linsenliebe

    Linsenliebe

    18. July 2016 um 17:05

    "Die Autobiographie der Zeit" ist genau das was der Titel verspricht: Eine Geschichte über die Zeit, personifiziert durch ein namenloses Mädchen, oder wenn man es so sehen will, durch Lilly Lindner. Dieses Mädchen kommt vom Planeten Winter, um eine von 4 Mächten auf unserer Erde zu werden. Da gibt es David - die Beständigkeit -, Kevin - der Raum -, Shay - der Abgrund - und eben die Zeit.Die vier Freunde werden auf Winter auserwählt um auf die Erde zu kommen und sind von dem Zeitpunkt an unsterblich und begleiten uns durch das Buch, alles aus der Sicht der Zeit. Lilly Lindner ist eine meiner absoluten Lieblings Autorinnen und so habe ich auch dieses Buch von ihr blind gekauft. Ich war mir zu 100% sicher, dass ich alle ihre Bücher lieben würde. Umso enttäuschter war ich, als ich feststellte, dass "Die Autobiographie der Zeit" absolut nicht zu ihren sonstigen Büchern passt. Ich liebe Lilly Lindners Schreibstil seit dem ersten Buch, das ich von ihr gelesen habe und deswegen bin ich ihr auch so verfallen. Ihr tiefgründiger brutal ehrlicher und dennoch verträumter Schreibstil ist genau das, was ihre Leser so sehr an ihr lieben. So sehr ich aber auch Lillys Worte liebe - ein wenig mehr Inhalt muss ein Buch schon für mich haben. In diesem Buch besteht eine Seite aus einem Kapitel und sehr oft auch nur aus einem Satz. Das ist ein Stilmittel, welches man durchaus mögen kann. Für mich kam dadurch aber leider einfach nicht viel Inhalt rüber. Auch "Die Autobiographie der Zeit" ist wieder einmal ein sprachliches Kunststück. Eine konkrete Handlung bleibt für mich aber leider auf der Strecke und deswegen konnte ich, so leid mir das tut, einfach gar nichts mit diesem Buch anfangen. Auch mit größter Mühe fand ich nur zu sehr wenigen Metaphern einen Zugang und das finde ich wirklich sehr schade.   Die Illustrationen gefielen mir sehr gut, ebenfalls Lillys Ausdrucksweise. Deswegen, aber auch nur deswegen, kann ich noch 2 von 5 Sternen vergeben. Sehr schade. Aber ich bin mir sicher, dass die Autorin mich beim nächsten ihrer Bücher wieder voll mitreißen kann. 

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  • Reich an Poesie und Intelligenz.

    Die Autobiographie der Zeit
    buecherkompass

    buecherkompass

    09. July 2016 um 11:48

    Es kann sicherlich nicht schaden, ein paar Dinge über Lilly Lindner zu wissen bevor man ihre Bücher liest. Deshalb sei nun eine kurze Info über die Autorin vorangestellt. Lilly Lindner ist 1985 in Berlin geboren und schreibt bereits seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr. Ihr erstes Werk und zugleich ihre Autobiographie veröffentlichte die junge Frau im Jahr 2011. In "Splitterfasernackt" verarbeitet sie ihre von Gewalt und Angst beherrschte Vergangenheit und teilt sie mit uns. Seitdem sind fünf weitere Bücher erschienen. Jedes einzelne ist dabei so voller Herzblut und von solch tiefgreifender Bedeutung, dass ich euch gerne Lilly Lindners jüngstes Buch, "Die Autobiographie der Zeit" vorstellen möchte. "Die Autobiographie der Zeit" beschäftigt sich mit philosophischen Grundfragen des Lebens und der Zeit. Die Protagonistin des Buches ist, wie bereits durch den Titel angedeutet, die Zeit. Die Zeit, die eine vorhergehende Zeit ablöst und deren Ende bereits seit ihrem Beginn festzustehen scheint. Der Inhalt des Buches lässt sich dabei schwer in Worte fassen. Lilly Lindner sagt so vieles und bedient sich dabei doch so weniger Worte. Von der ersten Seite des Buches an, war ich wie gefesselt von der unglaublichen Wortgewandtheit der Autorin. "Die Autobiographie der Zeit" ist reich an Poesie und Intelligenz. Lilly Lindner hält den Leser zum Reflektieren an. Sie lädt dazu ein, neue Perspektiven einzunehmen, die Welt aus anderen Augen zu betrachten. Den eigenen Standpunkt zu überdenken. Die Zeit rennt, sie ist alles was wir haben und alles was wir brauchen. Und doch begegnen wir ihr mit Ignoranz und Achtlosigkeit. So schnell wie die Zeit gekommen ist, ist sie auch wieder vorbei. Leise macht sie sich von Dannen. Doch was bleibt uns ohne die Zeit? Ein Buch das man gelesen haben muss! Was man im Alltag zu gerne vergisst, wird hier wieder offenbar. Eine absolute Kaufempfehlung und fünf wunderbare Sterne von mir.

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  • Lindner kennt die Menschen besser, als jedem von uns lieb sein kann..

    Die Autobiographie der Zeit
    FelisBuecherregal

    FelisBuecherregal

    05. July 2016 um 13:10

    Darum geht es: „Die Autobiographie der Zeit“ erzählt die Geschichte von vier Jugendlichen vom Planeten Winter, die auserkoren wurden, auf die Erde zu kommen und dort eine der vier Mächte zu werden. Kevin – der Raum, David, die Beständigkeit und Shay, der Abgrund. Und dann gab es noch die namenlose Zeit. Genau diese Zeit erzählt uns über Jahrzehnte hinweg ihre Geschichte.Die Zeit und ihre drei Begleiter begeben sich dabei wie normale Menschen unter die Erdlinge und berichten von der Schwierigkeit ihrer Aufgabe, der Grausamkeit unendlich zu sein und den tiefsten Abgründen der Menschheit. Die Autorin: Lilly Lindner kennen wahrscheinlich viele von ihrem autobiographischen Debüt ‚Splitterfasernackt‘. Für mich war dieses Buch das erste der Autorin, aber bereits der Klappentext reichte in diesem Fall aus, um zu erkennen, mit welcher unglaublichen Wortgewandtheit Lindner den Leser an sich fesselt.Nachdem mich dieser Roman so begeisterte, habe ich mir gleich einige Leseproben ihrer anderen Bücher durchgelesen und war auch hier ausnahmslos begeistert. Allerdings werden Lindner-Kenner in diesem Buch schnell feststellen, dass der Schreibstil doch deutlich von dem ihrer anderen Bücher abweicht. Illustrationen und Cover: Ein richtiges Meisterwerk muss gar nicht mit dem ersten Wort beginnen. Manchmal reicht auch schon eine Illustratorin wie Lisa Wöhling, um den Leser von der ersten Sekunde nicht mehr loszulassen. Mit wunderschönen farbigen Zeichnungen voller Bedeutung schafft sie es, die zum Teil deprimierende Wahrheit der Worte zu durchbrechen und ihnen gleichzeitig noch viel mehr Bedeutung geben. Am liebsten hätte ich jedes Bild sofort an meine Zimmerwand gehängt. Der Aufbau: Lilly Lindner teilt ihr Buch in einen Prolog, drei Hauptteile und einen Epilog ein. Danach folgt eine Danksagung, die viel mehr noch einmal eine komplette Zusammenfassung des Buches in nur einem einzigen Text ist.Die drei Hauptteile tragen die Namen „Der Anfang der Zeit“, „Der Ozean im Meer“ und „Das Ende der Zeit“. Jeder dieser Abschnitte besteht aus unterschiedlich vielen, teilweise nur einem Satz langen, Kapiteln.Durch diese kurzen Kapitel lässt sich das Buch auch wahnsinnig schnell lesen und ist kürzer, als es auf den ersten Blick scheint. Meine Meinung zum Buch:„Der Mond erhängte sie an einem Stern, und alle dachten, es sei ein Naturphänomen. Dabei war er einfach nur traurig.“(S.140) Okay, also wer es bis hierhin noch nicht gemerkt hat: Ich bin begeistert! Sprachlos und gefesselt von dieser brutalen Ehrlichkeit und dieser unglaublichen Kenntnis vom Wesen der Menschen, mit der Lindner ihr Buch verfasst hat. Wer sich hier die Zeit nimmt, zwischen den Zeilen und hinter den Zeilen und vielleicht auch in sich selbst zu lesen, den erwartet ein literarisches Meisterwerk. Poetisch und gleichzeitig grundehrlich.Das Buch bildet eine endlos lange Zeitperiode ab, ohne dabei unübersichtlich zu werden. Immer wieder scheinen unerwartete Ereignisse und Charaktere die Geschichte der Zeit völlig zu verändern und so habe ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollen (zugegeben, ich habe das Buch auch nicht aus der Hand gelegt, sonder vielmehr in gerade mal zwei Stunden verschlungen.. ). Durch die Erzählungen der Zeit lernen wir nicht nur die Zeit selber, sonder auch ihre drei Begleiter besser kennen. Sie alle haben mit ihrem ganz eigenen Schicksal und der übertragenden Aufgabe zu kämpfen. Und umso mehr sie über uns – die Menschheit – erfahren, umso mehr scheint es sie zu verändern und bringt sie immer weiter weg, von dem Persönlichkeiten, die sie einmal gewesen waren – damals auf Winter.Und auch eine andere, dem Menschen nicht ganz unbekannte Persönlichkeit, tritt auf den Plan und so verspricht dieses Buch zu keiner Zeit langweilig oder eintönig zu werden. Mein Fazit: Ich habe seit langem kein solches Buch mehr in den Händen gehalten. „Die Autobiographie der Zeit“ macht wütend und traurig, lässt wissend mit dem Kopf nicken. Sie macht betroffen und gibt Hoffnung. Denn egal was passiert, egal wer wir heute sind oder noch sein werden..Irgendwann kommt eine neue Zeit.

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  • *+* WOW!!! *+*

    Die Autobiographie der Zeit
    Irve

    Irve

    17. June 2016 um 12:10

    . Schon der Prolog fängt mich ein, verzaubert mich mit seiner Sprache. Lilly Lindner trifft nicht ins Herz, sie trifft in die Seele. Mitten hinein. Ansatzlos. Immer wieder. Lässt mich häufig anerkennend nicken, betrübt zustimmen, erstaunt ihre Weisheiten erfassen. Manchmal trifft die Autorin so tief und bedrückend, dass Tränen fließen, die Verzweiflung überhand nimmt, sich mein Herz verkrampft. An anderen Stellen wiederum verwendet sie eine bunte Farbpalette für ihre Wortmagie und lässt mich unwillkürlich und manchmal auch ungewollt laut lachen. Großartige Textstellen mit Post-its oder anderem Zubehör markieren? Vergesst es! Für mich ist das gesamte Buch ein einziges anführungswürdiges Zitat. „Menschen sind Sichtwaisen. Sie sind blind.“ Wie auch schon bei „Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen. Das liegt zum einen sicher an der emotionalen optischen Aufbereitung in Form von Lisa Wöhlings wunderschönen Illustrationen, aber in erster Linie an Lilly Lindners sprachlicher Umsetzung. Die Wortgewalt, das magische Spiel mit den Buchstaben, die Stimmungen, die wie ein Wimpernschlag umschwenken, der häufig mit Humor gepaarte Zynismus, dass sich beim Lesen die Lachtränen mit denen der Verzweiflung vermischen, während man die kleinen und großen Wahrheiten erkennt. Auch den Protagonisten gehörte mein großer Respekt. Ihre Schilderung, ihre charakterliche Zeichnung. Einerseits waren sie mir so fremd, andererseits oft so nah, dass ich mich sehr gut in sie hineinfühlen konnte. Die Rezension ist meinem LitBlog entnommen. „Ich wusste nicht, wovon sie redete. Aber ich wusste, man kann ein Gefühl begreifen, ohne es zu verstehen.“ Mit wenigen Worten erzeugt die Autorin grandiose Bedeutungstiefen und wie bei den Menschen, um die es hier geht, lohnt sich auch bei der Textbetrachtung ein zweiter Blick, ein genaueres Hinsehen und man wird mehr erkennen, als man im ersten Moment zu sehen glaubt. An vielen Stellen mag der Roman kryptisch erscheinen, aber wenn man ihn aus dem Blickwinkel des autobiographischen Charakters liest, erhalten selbst Sätze wie „die Zeit totschlagen“ eine metaphorische und tiefe Bedeutung. „Vor mir, in einem viel zu begrenzten Dasein, sitzt die Befremdlichkeit in Gestalt der Menschheit und spielt Verstecken – hinter ihren winzigen Handys, zwischen ihren riesigen Schokoriegeln, neben der Achtlosigkeit, Seite an Seite mit nichts, aber auch gar nichts, was von Bedeutung wäre.“ Nachdem die Autorin und ihre drei Freunde den Tod auf dem Planeten „Winter“ überlebt haben, fristen sie ihr Dasein als Zeit, Raum, Beständigkeit und Abgrund. Die Charaktere mögen zunächst merkwürdig anmuten und versetzten mich in ihren Handlungen und Äußerungen manchmal in grübelnde Verwirrung. Jedoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass alle vier Charaktere in ihrem vergangenen Leben zu dem gemacht wurden, was sie nun waren. Nichts geschieht ohne Grund – und manchmal verbreitete sich wegen der Verhaltensweisen große Traurigkeit in mir, beispielsweise wenn der Abgrund immer wieder Leben ins Verderben riss. Zum Glück endet das Buch mit einem Silberstreifen am Horizont. Die Hoffnung stirbt zuletzt. „Es ist sinnlos, jemandem die Wahrheit zu erzählen, der an Lügen glaubt.“ „Die Autobiographie der Zeit“ ist ein wundervolles Buch, das inhaltlich und emotional mit wenigen Worten eine extrem hohe Dichte und Tiefe erzeugt. Hier ist nicht ein Satz zu viel, aber auch keiner zu wenig. Jede einzelne Silbe sitzt. Lilly Lindner trifft mal wieder zielsicher mit ihren Wortpfeilen in Herz und Seele und ruft eine Vielzahl verschiedener Gefühle in mir hervor und stimmt mich häufig nachdenklich, sehr nachdenklich. Am liebsten hätte ich mich in den Roman gemogelt und die Zeit und ihre Gefährten ganz doll gedrückt und ihnen gesagt, dass alles gut wird. Aber das wird es vielleicht nicht. Denn die Zeit heilt nicht alle Wunden, das wäre zu einfach, aber vielleicht offenbart sie Wege und Alternativen, mit denen es möglich ist, einen Weg zu finden, um so den Tod auf „Winter“ tatsächlich zu überleben. Inhalt Lilly Lindner ist ein literarisches Ausnahmetalent unter den jungen deutschsprachigen Autorinnen. Seit sie ihr wortgewaltiges Debüt „Splitterfasernackt“ vorlegte – die Verarbeitung ihrer eigenen Geschichte –, hat sie eine große Fangemeinde um sich geschart. Auf ihren zahlreichen Lesungen bewegt und erschüttert Lilly Lindner ihre Zuhörer, viele reisen ihr nach, um ihren Worten lauschen zu können. Es ist die Sprache dieser Autorin, die den Menschen unter die Haut geht. In ihrem neuen Buch erzählt Lilly Lindner die Autobiographie der Zeit – eine faszinierende Geschichte voller Weisheit, Poesie und Kraft. Autorin Lilly Lindner wurde 1985 in Berlin geboren. Bereits mit fünfzehn begann sie autobiographische Texte und Romane zu schreiben. Ihr Debüt „Splitterfasernackt“ stand monatelang auf der Bestsellerliste. Zuletzt erschienen von ihr das Jugendbuch „Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ und „Winterwassertief“. Quelle: Droemer Knaur Verlag

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    • 5
  • Sperrige Sprache, Lilly Lindners sonstige Leichtigkeit fehlt

    Die Autobiographie der Zeit
    Bücherkrähe

    Bücherkrähe

    06. June 2016 um 10:12

    Die Geschicke der Menschheit werden von vier Mächten begleitet: Kevin, dem Raum, Shay, dem Abgrund, David, der Beständigkeit, und der namenlosen Zeit.Die Zeit berichtet, wie sie auf ihrem Heimatplaneten Winter auserwählt wurde, eine der unsterblichen Mächte zu werden, und wie es für sie und die anderen in der Menschenwelt weiterging. Sie erzählt über einen großen Zeitraum hinweg, und sie erzählt, wie einer nach dem anderen von ihnen, den Mächten, an der Aufgabe, der Unsterblichkeit und nicht zuletzt an den Menschen zerbrach. Vor allem aber geht es um sie selbst, die sich mit ihrer Aufgabe nicht anfreunden kann, sich von den anderen Mächten nicht verstanden und einsam fühlt, und sie ständig auf der Suche ist. Vielleicht nach Ruhe, vielleicht nach Verstehen. Und am Ende stellt sich heraus, dass die Mächte vielleicht unsterblich sind, die Personen, die sie darstellen, aber nicht.„Ich starb unsichtbar und lautlos. Und dann. Dann kam eine neue Zeit.“Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt – Der Anfang der Zeit, Der Ozean im Meer, und Das Ende der Zeit – die jeweils relativ kurze, manchmal nur ein, zwei Sätze umfassende Kapitel beinhalten.Lilly Lindner wird immer wieder für ihr Sprachgefühl gelobt und gilt als Ausnahmetalent der deutschen Literatur. Doch genau diese Sprache funktionierte für mich dieses Mal nicht. Während ich in Was fehlt, wenn ich verschwunden bin hineinsank, fand ich zu Die Autobiografie der Zeit keinen Zugang. Die Sprache wirkte oft gewollt poetisch, zu konstruiert, was sie unglaublich anstrengend zu lesen machte. Die Interpunktion ist mühselig, der Verlauf der Geschichte zäh. Die Leichtigkeit Lindners Sprache, von der Kritiker immer schwärmen, war hier nicht vorhanden. Hier nutzte sie ihr Sprachgefühl, um eine ungeheure Sperrigkeit und Schwere zu erzeugen. Das sind vermutlich beabsichtigte Stilmittel der Autorin, ich vermute, um die Schwermütigkeit der Zeit und ihr unterbrochenes Selbst zu unterstreichen, und sie machen den Roman zu einem durchdachten Werk. Trotzdem fühlte ich mich immer außen vor und konnte mit der Zeit kaum mitfühlen.Die Illustrationen von Lisa Wöhling in diesem Buch sind wunderschön und stellen mit ihrem leichten Aquarellstil einen Bruch zur sperrigen Sprache dar.

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  • Großartig, außergewöhnlich und etwas ganz Besonderes!

    Die Autobiographie der Zeit
    buchmagie88

    buchmagie88

    05. June 2016 um 19:36

    "Es gibt da ein Flüstern in der Zeit, das größer ist als jeder Schmerz. Und wir. Wir sind nicht unsichtbar. Das ist nur ein Gefühl. Es geht vorbei. Wie alles andere auch..."Die Gesichte der Zeit wurde in diesem bloß 220 Seiten langen Roman schnell erzählt, allerdings hält die Wirkung des neuen Werkes von Lilly Lindner "Die Autobiographie der Zeit" auf eine Art und Weise an, als hätte man so eben einen Roman mit mehreren tausend Seiten beendet.Ich bin gleichzeitig berührt aber immer noch vor den Kopf gestoßen, mit was für einer Tiefe und absoluten Wortgewalt die Autorin in bloß kurzen Sätzen eine Geschichte erschaffen hat, die sich absolut prägend in mein Herz geschlichen hat.Aber erst einmal ein kurzer Abriss zum Inhalt:"Kevin war der Raum,David war die Beständigkeit.Shay war der Abgrund.Und ich war die Zeit."An ihrem 15. Geburtstag wird die Ich-Erzählerin dieses Buches und somit die Zeit, vom Tod abgeholt. Sie stirbt, verlässt ihren Heimatplaneten 'Winter' und muss fortan mit den anderen drei nun unsterblichen Mächten: dem Raum, die Beständigkeit und dem Abgrund auf der Erde das Leben der Menschen regeln und aufpassen, dass nichts aus dem Takt kommt. Aber gerade mit den Menschen hat die Zeit so ihre Probleme: "Sie waren mit einem Durchschnitts-IQ von irgendetwas unter hundert noch nicht einmal halb so intelligent und durchdacht wie die Zusammensetzung einer wässrigen Instant-Nudelsuppe."Während die vier ihre Mächte ausüben, werden auch ihre Beziehungen untereinander und zu Außenstehenden aufgegriffen. Und mehr zum Inhalt, möchte ich an dieser Stelle gar nicht schreiben, da man dieses Buch vor allem selbst erleben muss. Ich bin auch der Ansicht, dass es lange noch nicht reicht "Die Autobiographie der Zeit" bloß einmal zu lesen denn beim bloß einmaligen Lesen kommt man der unglaublichen Tragweite von Lilly Lindners Worten nicht einmal im Ansatz nahe. "Die Autobiographie der Zeit" ist eine Geschichte voller Schönheit, voller Schmerz in jeglich erdenkbaren Ausführungen aber auch voller Hoffnung. Während des Lesens kam ich nicht mehr hinterher mir alle Zitate herauszuschreiben, die ich großartig fand. Es waren einfach zu viele. Bis die Erkenntnis kam, dass dieses Buch ein Kunstwerk ist. Ein Kunstwerk, das man nicht nur lesen, sondern auch fühlen, verstehen und erleben sollte. Lilly Lindners zauberhafte und so wundervolle Worte reißen von der ersten Zeile an mit und man weiß sofort, dass man hier etwas Wertvolles, etwas Kostbares, etwas Besonderes in den Händen hält. Etwas, das einen möglicherweise in dieser schnellen Zeit inne halten und durchatmen lässt. Lilly Lindner hat mir so einen Moment mit ihrer Geschichte geschenkt. Unbedingt lesen!"Es war ein Bekenntnis. Von uns an die Welt. So viel Schönheit, so viel Wut, so viel Macht - so viele unerkannte Räume."

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  • Ohne Worte.

    Die Autobiographie der Zeit
    Marlee3007

    Marlee3007

    01. June 2016 um 21:15

    Normalerweise benötige ich nicht lange für eine Rezension.Nachdem ich eine Stunde lang versucht habe etwas über "Die Autobiographie der Zeit " zu schreiben, habe ich gemerkt :Ich schreibe nicht gerne Rezensionen zu Büchern von Lilly.Denn es ist sinnlos. Weil es keine Worte gibt, um das zu beschreiben was Lilly mit ihren Worten erschafft. [Vergiss niemals, wer du einmal warst. Du hast immer noch ein herz. - Lilly Lindner, Seite 165]

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  • Ein Buch zum Nachdenken

    Die Autobiographie der Zeit
    Anakin

    Anakin

    Dieses Buch habe ich nur auf Grund der guten Rezensionen gekauft. Ich war neugierig und dachte mir, ich mache mal einen Ausflug in ein anderes Genre! Den Inhalt wiederzugeben, ist schwierig, weil es dem Leser vielleicht nicht gleich auf Anhieb gelingt, die Geschichte und die Botschaft, die dahinter stecken, zu erfassen. Man muss es einfach auf sich wirken lassen. Es geht um vier Jugendliche, alle mit 15 gestorben. Danach wurden sie als Grundbestand der Erde, in vier Mächte unterteilt: Raum (Kevin) Beständigkeit (David) Abgrund (Shay) ZEIT, die dieses Buch sozusagen schreibt. Das Buch hatte ich innerhalb einer Stunde gelesen, weil es zahlreich illustriert ist, teilweise aber auch auf einer Seite nur ein Satz / Zitat steht. Ich wüsste nicht, ob ich dieses Buch gekauft hätte, wenn ich vorher hereingeschaut hätte. Eher nicht. Dennoch ist es ein Buch, über dessen Sätze man nachdenkt und die man auch auf sich wirken lassen muss: Skurril, wahr, faszinierend - ein Buch der anderen Art.

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  • Ein kleines Meisterwerk!

    Die Autobiographie der Zeit
    jasimaus123

    jasimaus123

    12. May 2016 um 17:47

    "Die Autobiographie der Zeit" besteht aus zahlreichen kleinen Kapiteln in denen es um ein junges Mädchen geht, das zur Zeit wird. Sie hat drei Freunde: Kevin, der Raum. David, die Beständigkeit. Shay, der Abgrund. Und "Ich bin die Zeit" (Seite 11) Ich habe schon einige Bücher von Lilly Lindner gelesen und bis jetzt haben mich ihre Romane/Autobiographien immer zu Tränen gerührt. Doch dieses Buch ist anders, als alles was ich von Lilly Lindner bis jetzt lesen durfte. Diesmal schreibt sie nicht schonungslos über ihr eigenes Leiden, sondern beschreibt aus dem Sichtpunkt der Zeit das Leiden der Menschen auf der ganzen Welt. Die Kapitel bestehen teilweise nur aus wenigen Sätzen, doch diese wurden sorgsam gewählt und treffen genau ins Herz. Ich konnte das Buch den ganzen Abend nicht aus den Händen legen und alles um mich herum schien vergessen zu sein, während ich der Zeit und ihren Freunden folgte.  Lilly Lindner ist für mich ein Ausnahmetalent. Ihre Bücher sind beeindruckend, erschreckend ehrlich und jeder einzelne Satz bewegend. Man merkt, wie wichtig der Autorin Worte sind und dass diese für sie in schweren Zeiten ein Strohhalm waren, an dem sie sich festklammern konnte. Wenn ich ihre Bücher lese, dann habe ich das Gefühl das Worte alles sind, was zählt. Ein wundervolles Gefühl!  Ich kann zwar nicht sagen, dass "Die Autobiographie der Zeit" mein liebstes Werk von ihr ist, aber selbst das Schwächste ihrer Bücher zählt zu meinen Favouriten. Mit den kurzen Absätzen hält sie sich zwar, was die Wortanzahl angeht, zurück aber dafür gibt sie dem Leser sehr viel Raum und selbst nachzudenken und über die Aussage ihres Buches zu grübeln. Das hat mir unglaublich gut gefallen und die Gedanken die ich mir zu diesem Werk machen durfte, werden mich noch viele Tage begleiten. Wieder einmal konnte mich Lilly Lindner zu Tränen rühren und mich mit ihren Worten bewegen. Deshalb kann ich euch dieses kleine, wundervolle Büchlein voller Weisheiten und Poesie nur ans Herz legen!

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  • Ein tiefgründiges Buch über die Zeit voller Poesie und Kraft

    Die Autobiographie der Zeit
    claudi-1963

    claudi-1963

    09. May 2016 um 14:06

    Der Grundbestand der Erde wurde in vier Mächte unterteilt: Kevin war der Raum David die Beständigkeit Shay der Abgrund Ich war die Zeit. Gerne hätte ich mit jemandem getauscht, aber das ging nicht, den wir hatten alle unsere Bestimmung. Von diesem Tag an waren wir unsterblich, aber es war nicht schön unsterblich zu sein und so hatten wir alle irgendwann Selbstmordgedanken. Aber was lässt man nicht alles über sich ergehen, wenn man allmächtig sein will? Meine Eltern ermunterten mich wie wichtig ich wäre, den die Zeit halte alleine die Welt zusammen. Eigentlich hatte ich mir das als Kind immer gewünscht mächtig zu sein und so ereilte mich an meinem 15.Geburtstag der Tod. Er holte mich ohne das ich mich von meinen Eltern verabschieden konnte. Jedoch als unsterbliche Hülle lebte ich weiter, den ich war auserwählt worden die Zeit zu sein. Irgendwann merkte ich das ich mich durch einen Trick sichtbar und unsichbar machen kann. Wir vier waren sehr jung, als wir alle am selben Tag starben um unsere Bestimmung zu bekommen, ob wir wollten oder nicht. Meine Meinung: Dieses Buch erschließt sich einem nicht sofort, es ist ein Werk das man auf sich einwirken lassen muss und sicher mehrmals lesen sollte, ehe man umfassen kann was Lilly Lindner uns hier mit auf den Weg geben will. Streckenweise erinnerte es mich an "Der kleine Prinz" den ich auch mehrmals las ehe ich ihn bis ins tiefste begriff. Was bringt eine junge Frau dazu sich solche Gedanken zum Thema Zeit zu machen? Sind es ihre schrecklichen Erfahrungen in der Kindheit, die sie in ihrem provokanten Buch "Spitterfasernackt" beschrieben hat? Ich kenne diese Buch leider nicht, nur beim hineinblättern im Internet, stellte ich fest das es ganz anders aufgemacht ist wie dieses Werk. Durch kurze prägnante Sätze voller Weisheit, Tiefgang und Kraft nimmt sie uns mit auf die Reise mit der Zeit. Die Zeit wird hier in Ich-Form geschrieben und wirkt allzu menschlich, wie auch die anderen 3 Mächte die sie durch das Buch begleiten. Aufgeteilt in 3 Abschnitte mit mehreren Kapiteln: Der Anfang der Zeit / Der Ozean im Meer / Das Ende der Zeit, wird dieses Buch aufgelockert durch wunderschöne Bilder, eines davon ziert auch das Cover des Buches. Die 1985 geborene Schriftstellerin gilt als zurückhaltend und als absolutes Ausnahmetalent. Mit 15 Jahren schrieb sie schon erste Romane und Texte. Dieses Buch ist für mich absolut meisterhaft und verdient 5 von 5 Sterne.

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