Lilo Beil Die Mauern des Schweigens

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Inhaltsangabe zu „Die Mauern des Schweigens“ von Lilo Beil

Wir schreiben das Jahr 1993, Friedrich Gontard ist im Ruhestand. Als eine Leiche in einem barocken Kostüm auf dem Heidelberger Philosophenweg gefunden wird, wird der ehemalige Ludwigshafener Kripochef wieder aktiv. Kurz zuvor war bei Gontards Ex-Kollegen Melzer ein anonymer Brief in altertümlichem Deutsch eingegangen. Daraufhin hatte er seinen alten Freund hinzugebeten. Auch Lilli, Gontards Tochter, kann helfen: Sie studiert Geschichte und kann Querverweise zu Liselotte von der Pfalz ziehen, mit deren Leben sie sich beschäftigt.
Zwei weitere 'Liselotte'-Briefe gehen ein und im Schwetzinger Schlossgarten ereignet sich ein weiterer Mord. Ist eine Serie denkbar? Fragen nach Täter und Opfer, nach Schuld und Unschuld stellen die Kommissare vor Rätsel.
Gekonnt spielt Lilo Beil in ihrem fünften Gontard-Krimi mit den verschiedenen Zeitebenen vom Barock bis in die Gegenwart – und lässt fromme und weniger fromme Kreise in den Fokus der Ermittlungen rücken.

Die Lektüre des Buches ist für mich Zeitverschwendung, wer Krimis aus dem Heidelberger Raum lesen will, soll sich an Wolfgang Burger halten!

— TochterAlice

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  • Leserunde zu "Die Mauern des Schweigens" von Lilo Beil

    Die Mauern des Schweigens

    Conte_Verlag

    In ihrem Roman »Die Mauern des Schweigens« spielt Lilo Beil gekonnt mit den verschiedenen Zeitebenen vom Barock bis in die Gegenwart – und lässt fromme und weniger fromme Kreise in den Fokus der Ermittlungen rücken.   Inhalt: Wir schreiben das Jahr 1993. Als eine Leiche in einem barocken Kostüm auf dem Heidelberger Philosophenweg gefunden wird, wird der frühere Ludwigshafener Kripochef Friedrich Gontard wieder aktiv. Kurz zuvor war bei Gontards Kollegen Melzer ein anonymer Brief in altertümlichem Deutsch eingegangen. Auch Lilli, Gontards Tochter, kann helfen: Sie studiert Geschichte und kann Querverweise zu Liselotte von der Pfalz ziehen, mit deren Leben sie sich beschäftigt. Zwei weitere »Liselotte«-Briefe gehen ein und im Schwetzinger Schlossgarten ereignet sich ein weiterer Mord. Plötzlich scheint das Thema Kindesmissbrauch auf. Liegen hier die Motive des Täters? Fragen nach Täter und Opfer, nach Schuld und Unschuld stellen die Kommissare vor Rätsel. »Lilo Beils Roman "Die Mauern des Schweigens" ist in erster Linie ein Krimi, spannend, aber nicht zu reißerisch erzählt, mit unerwarteten Wendungen und Protagonisten, deren Glaubwürdigkeit auch durch die mitunter autobiografischen Lebensgeschichten untermauert wird. Und Lilo Beils Geschichte ist aktueller denn je, denn die Zahl der Missbrauchsfälle steigt nach wie vor. […] Vor diesem Hintergrund ist "Die Mauern des Schweigens" auch eine Aufforderung, diese zu brechen, hinzuschauen, sich einzumischen und Kinder erst gar nicht zu Opfern werden zu lassen.« Echo online, 15. Juni 2012, komplett hier Wir verlosen 10 Bücher, bis Samstag dem  30.06.2012 könnt ihr euch fleißig anmelden. Dann wird die Lostrommel gerührt und wir fangen an zu lesen am wenn jeder sein Exemplar erhalten hat. Beantwortet uns nur diese Frage und euer Name ist im Lostopf (auch wenn die Antwort falsch ist) Wie heißt ihr Serienermittler? www.conte-verlag.de   Wir freuen uns eure Antworten! Bei Fragen helfe ich euch natürlich jederzeit weiter. Bis Bald Julia

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  • Rezension zu "Die Mauern des Schweigens" von Lilo Beil

    Die Mauern des Schweigens

    Haveny

    02. August 2012 um 23:01

    Wir schreiben das Jahr 1993, Friedrich Gontard ist im Ruhestand. Als eine Leiche in einem barocken Kostüm auf dem Heidelberger Philosophenweg gefunden wird, wird der ehemalige Ludwigshafener Kripochef wieder aktiv. Kurz zuvor war bei Gontards Ex-Kollegen Melzer ein anonymer Brief in altertümlichem Deutsch eingegangen. Daraufhin hatte er seinen alten Freund hinzugebeten. Auch Lilli, Gontards Tochter, kann helfen: Sie studiert Geschichte und kann Querverweise zu Liselotte von der Pfalz ziehen, mit deren Leben sie sich beschäftigt. Zwei weitere »Liselotte«-Briefe gehen ein und im Schwetzinger Schlossgarten ereignet sich ein weiterer Mord. Ist eine Serie denkbar? Fragen nach Täter und Opfer, nach Schuld und Unschuld stellen die Kommissare vor Rätsel. Gekonnt spielt Lilo Beil in ihrem fünften Gontard-Krimi mit den verschiedenen Zeitebenen vom Barock bis in die Gegenwart – und lässt fromme und weniger fromme Kreise in den Fokus der Ermittlungen rücken. Dies ist der Fünfte Band der Krimi-Reihe von Lilo Beil um den Komissar, bzw. Ex-Komissar Friedrich Gontard und seine Ermittlungen in verschiedenen Fällen. Ich hatte vor "Die Mauern des Schweigens" noch keinen anderen Krimi von Lilo Beil gelesen, hatte aber keinerlei Verständnisschwierigkeiten und es gab beim Lesen auch keine Unschlüssigkeiten, was Charaktere und andere Dinge betraf. Das Cover dieses Buches hat mir ehrlich gesagt gar nicht gefallen und vor dem Lesen konnte ich mir auch nicht vorstellen, was für einen Bezug es zum Buch haben sollte. Nun, nach dem Lesen gefällt es mir zwar immer noch nicht, aber man kann einen klaren Bezug erkennen, welchen ich aber hier nicht verraten will, da das schon zu weit in die Story vorgreifen würde. In diesem Buch beschäftigt sich die Autorin ja mit dem schweren Thema "Kindesmissbrauch", was in unserer Gesellschaft leider immer noch häufig vorkommt nur das man selbst meistens gar nicht erfährt, da die Opfer sich einfach nicht trauen etwas zu sagen oder sich schämen. Genau diese Thematik mit dem Schweigen der Betroffenen greift die Autorin sowohl im Inhalt des Buches immer wieder auf als auch im Titel, welcher ein Zitat einer ihrer Charaktere ist. Ich finde es mutig, dass sich die Autorin an solche ein Thema gewagt hat, da das wirklich ein nicht gerade angenehmes Thema ist, aber dennoch vorkommt, weshalb man auch nicht nur darüber schweigen sollte. Die Autorin schaffte es diese Theamtik trotzdem gut in einen Kriminalroman einzubauen, sodass es schon einige spannende Stellen gibt, wenn diese auch leider klar in der Minderheit sind. Einige Probleme hatte ich damit, dass diese Geschichte ja im Jahre 1993 spielte und ich einige Male eben immer wieder über Stellen stolperte und mir wieder ins Gedächtnis rufen musste, dass diese Geschichte ja nicht im Heute spielt. Den Schreibstil empfand ich als leicht und angenehm zu lesen auch wenn er mir nicht als etwas unglaublich besonderes aufgefallen ist. Insgesamt: Ein "nettes" Buch, wenn man das bei einer solchen Thematik sagen darf. Ich kann außerdem nur Lob aussprechen, dass sich die Autorin an solch ein Thema gewagt hat und das auch gut in ihren Krimi verflochten hat.

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  • Rezension zu "Die Mauern des Schweigens" von Lilo Beil

    Die Mauern des Schweigens

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. July 2012 um 15:55

    oder: Wenn deine Vergangenheit dich einholt * "Dieses Schreiben war nicht vergilbt, wie der erste anonyme Brief, sondern eine exakte Kopie: Die verschnörkelte Vignette des Anfangsbuchstabens kam etwas dunkle heraus, und es gab einen weiteren Unterschied zum Original. Auf dieser Kopie waren Worte unterstrichen und mit einem roten Stift deutlich hervorgehoben worden. Friedrich Gontard las die unterstrichenen Worte: andere lieben nur Kinder von zehn, elf Jahren... "Die Botschaft könnte eindeutiger nicht sein", seufzte er, und Melzer nickte stumm." (S.37) * Heidelberg 1939: Auf dem Philosophenweg wird eine männliche Leiche in einem Barockkostüm gefunden. bei sich trägt er eine Kopie eines der Briefe von Lieselotte von der Pfalz. Die hervorgehobenen Worte weisen auf Kindesmissbrauch hin. Nachdem die Identität der Leiche geklärt wurde, stöbern Friedrich Gontard, mittlerweile Rentner, und sein ehemaliger Kollege Melzer in der Vergangenheit von Herrn Münch. Dabei stoßen sie auf ganz klare Hinweise... * "Die Mauern des Schweigens" ist Lilo Beils fünfter Friedrich Gontard Krimi, für mich ist es der erste. Und dennoch hat man keine Probleme sich auf den Ermittler Friedrich Gontard, einem wirklich herzlichen und gutmütigen Mann, und die anderen Protagonisten einzulassen. * Lilo Beils Schreibstil ist klar und flüssig zu lesen. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und nennt alles beim Namen. Und das obwohl "Die Mauern des Schweigens" ein heikles und ganz schreckliches Thema beinhaltet. Es geht um Kindesmissbrauch, sowie in der Vergangenheit von Herrn Münch, als auch in der Gegenwart. Friedrich Gontard wird an ganz vielen verschiedenen Stellen mit diesem Thema konfrontiert, sei es aus Berichten seiner Frau, die Lehrerin ist oder aber auch aus dem gegenwärtigen Ermittlungsverfahren und seinem direkten Umfeld. * Ich finde den Aufbau der Geschichte sehr glaubhaft. Auf mich wirkt die Geschichte und auch das Verhalten der Protagonisten sehr authentisch und auf keinen Fall konstruiert. Lilo Beil versteht es auch Spannung aufzubauen und die Dringlichkeit, die Gontard und Melzer spüren müssen, nach dem eine zweite Leiche auftaucht, auf den Leser zu übertragen. Gebannt verfolgt man die Handlung und fiebert der großen Auflösung entgegen. Und zusätzlich bekommt man auch noch einen kleinen historischen Diskurs zu der Person der Lieselotte von der Pfalz, die mir bis dato absolut unbekannt war. * Auch die Charaktere hat Frau Beil wunderbar gezeichnet und mit Liebe zum Detail ausgearbeitet. MeinLiebling an dieser Stelle ist natürlich Friedrich Gontard. Er ist ein schlauer Kopf, der die richtigen Schlüsse zu den richtigen Zeitpunkten zieht und zusätzlich durch seinen besonderen Familiensinn und seine Liebe zu seinem alten treuen Gefährten, dem Hund Willi, besticht. * "Die Mauern des Schweigens" ist ein wunderbarer, fesselnder Krimi, der einen in seinen Bann zieht und bis zum Ende wunderbar undurchschaubar war!

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  • Rezension zu "Die Mauern des Schweigens" von Lilo Beil

    Die Mauern des Schweigens

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. July 2012 um 16:54

    Der Krimi ist der fünfte Fall für den Heidelberger Kommissar Gontard. Zwar ist er mittlerweile pensioniert, doch das hält ihn nicht davon ab, kräftig mitzumischen. Das Hauptthema ist Kindesmissbrauch. Auch wenn es ein ernstes Thema ist, ist die Geschichte dadurch keineswegs düster. Allerdings gibt es viele traurige Momente und Begebenheiten, in denen man am liebsten laut schreien will: Wieso tut niemand etwas? Es ist erschütternd, wie Eltern und Bekannte wegschauen, die Täter geschützt und die Opfer kriminalisiert werden. Und genau diese Umstände werden in diesem Roman angeprangert. So wird das Thema auch in Nebensträngen behandelt, die nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun haben. Beispielsweise gibt es einen Vorfall auf einem Schüleraustausch, bei dem Frau Gontard als Betreuerin dabei ist. Und natürlich wird auch die Odenwaldschule angesprochen. Mich haben dabei vor allem die Briefe eines kleinen Mädchens berührt, die es, weil es sich niemandem sonst anvertrauen konnte, an den lieben Gott geschrieben hat. Man bekommt eine Vorstellung davon, wie es in so einem Kind aussehen muss, spürt seine Hilflosigkeit, als es dem Täter wehrlos ausgeliefert ist, und seine Verzweiflung, als Gott nicht antwortet. In der Geschichte spielt Liselotte von der Pfalz eine große Rolle. Sie lebte in der Barockzeit, war Herzogin von Orléans und Schwägerin vom Sonnenkönig Ludwig XIV. In ihrem Leben soll sie etwa 60.000 Briefe über das Leben am französischen Hof geschrieben haben. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund und schildert ihre Beobachtungen sehr anschaulich. Liselotte von der Pfalz taucht ständig irgendwo auf. So spielen beispielsweise einige ihrer Briefe eine Rolle in den Mordfällen und Gontards Tochter schreibt gerade eine Seminararbeit über sie. Entweder ist die Autorin ein Liselotte-Fan, oder diese historische Figur ist einfach äußerst populär in der Gegend um Heidelberg. Die Handlungsorte sind vor allem Heidelberg und umliegende Dörfer. Alles wird sehr bildreich beschrieben, so dass man sich direkt dorthin versetzt fühlt. Leider spielt der Zufall eine zu große Rolle. Oft taucht Liselotte von der Pfalz als Verbindung auf oder Personen, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, kennen sich plötzlich. Auch den Ermittlern fällt vieles in den Schoß und außer Zeugenbefragungen scheinen sie nicht viel zu tun. Insgesamt gefiel mir die Geschichte allerdings recht gut. Sie ist zwar etwas umständlich geschrieben, lässt sich aber nichtsdestotrotz flüssig lesen. Allerdings ist sie auch etwas vorhersehbar und vieles geschieht zufällig oder zu einfach. Trotzdem ist der Krimi spannend und man kann wild spekulieren, was mir beim lesen immer besonders viel Spaß macht. Sehr gut hat mir auch die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart gefallen, die durch die Briefe entsteht. Außerdem wird ein wichtiges Thema einfühlsam angesprochen, über das in unserer Gesellschaft immer noch am liebsten geschwiegen und das viel zu gering bestraft wird. Man wird schon sehr nachdenklich und fragt sich, ob man aufmerksam genug durchs Leben geht.

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  • Rezension zu "Die Mauern des Schweigens" von Lilo Beil

    Die Mauern des Schweigens

    PMelittaM

    21. July 2012 um 17:10

    Am Heidelberger Philosophenweg wird eine männliche Leiche gefunden, die in ein Barockkostüm gekleidet ist und die Kopie eines Briefes von Lieselotte von der Pfalz bei sich hat. Genau den gleichen Brief hat die Mordkommission schon vorher bekommen. Darin beklagt Lieselotte, dass es Männer gibt, die sich an Kindern vergehen. Handelt es sich bei der Leiche um einen Pädophilen? Im Laufe der Ermittlungen stößt der pensionierte Kommissar Gontard, der sich zusammen mit seinem ehenmaligen Kollegen Melzer des Falles annimmt, tatsächlich auf Anhaltspunkte dafür und nicht nur das, auch sonst taucht das Thema immer wieder auf, sei es während einer Klassenfahrt, die Gontards Frau als Lehrerin begleitet, sei es, dass deren Referendar in der inzwischen berühmt-berüchtigten Odenwaldschule unterrichtet wurde und ähnlich Erfahrungen gemacht hat, sei es im Nachbarhaus von Gontards Tochter. Und dann geschieht ein zweiter Mord. Das Thema „Kindesmissbrauch“ ist in diesem Roman multipräsent, dabei wird gut herausgestellt, wie leicht Kinder zu Opfern werden können und wie schwer es für sie sein kann, Hilfe zu bekommen. Da die Täter oft angesehene Persönlichkeiten sind, wird den Kindern nicht geglaubt, noch nicht einmal von ihren Eltern. Außerdem ist die Beweisführung oft sehr schwierig. Um die betroffenen Kinder herum bauen sich „die Mauern des Schweigens“ auf. Der Roman spielt 1993, zu einer Zeit, in der die Bevölkerung noch nicht so für das Thema sensibilisiert ist, wie heute – aber auch jetzt kann man sich noch sehr gut vorstellen, dass es Kindern ähnlich gehen könnte wie der kleinen Eva-Maria im Roman, die in ihrer Not „Briefe an den lieben Gott“ schreibt. Das ist erschütternd. Und es ist gut, dass es Romane gibt, die dieses Thema aufgreifen. Ich fürchte aber, das ist hier nicht wirklich gelungen. Vor allem deshalb, weil die Autorin versucht hat, einen Kriminalroman zu schreiben, aber keinerlei Sorgfalt darauf verwendet hat, die Ermittlungsarbeiten authentisch darzustellen. Alleine, dass hier der pensionierte Kommissar fast die ganze Ermittlungsarbeit leistet ist hanebüchen. Die Täter fallen ihm schließlich fast in den Schoß, Motiv und Tathergang sind nicht wirklich nachzuvollziehen und die – für einen Kriminalroman – fast obligatorische Gefahrensituation für eine der Protagonistinnen am Ende ist eher lächerlich. Krimileser/-innen werden von diesem Roman enttäuscht sein. Die Idee, die Briefe Lieselottes von der Pfalz einfließen zu lassen, finde ich gut. Ich habe es zum Anlass genommen, ein bisschen über sie zu recherchieren. Da Gontards Tochter gerade über sie eine Studienarbeit schreibt, nimmt sie im Roman einen recht großen Raum ein. Die Autorin hat schon mehrere Roman um den Ermittler Gontard geschrieben, ich habe allerdings noch keinen gelesen. Da er sehr sympathisch ist und auch sein Privatleben nicht zu kurz kommt – was ich bei Kriminalromanen sehr begrüße – kann ich mir gut vorstellen, dass ich noch einen weiteren Roman mit ihm als Protagonisten lesen werden. Insgesamt wusste der Roman zu fesseln, hat mich aber, gerade wegen des Endes auch enttäuscht, deshalb nur durchschnittliche 3 Sterne.

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  • Rezension zu "Die Mauern des Schweigens" von Lilo Beil

    Die Mauern des Schweigens

    TochterAlice

    19. July 2012 um 22:40

    Diese Mauern des Schweigens sind recht brüchig! 1993 - Kommissar Gontard, bereits im Ruhestand, ermittelt als unverzichtbare Ergänzung zu seinem ehemaligen, sich noch im Dienst befindenden Kollegen Alfred Melzer, in Heidelberg und im angrenzenden Odenwald. Ein älterer Herr, barock angewandt, musste sterben und nach und nach stellt sich heraus, dass es beileibe nicht wenige Feinde gab - der gute Mann war ein veritabler, in gewissen Kreisen nicht unbekannter Kinderschänder und man könnte sich vorstellen, dass ihn so einige ausschalten wollten. Dies wird durch Rückblenden sowie durch Gespräche der Ermittler im Kreise der Zeugen deutlich. Und dann gibt es noch eine Leiche... Ausserdem gibt es spannende Eckpunkte mit Bezug zur jüngeren deutschen Geschichte und zur Gegenwart wie bspw. die Phase kurz nach der Wende und dann kommt noch das Thema Odenwaldschule auf. Ein interessantes Thema und ein, nein, gar zwei Ermittler mit Biss! Das klingt nach einem spannenden Krimi, denken Sie? Dachte ich mir auch und wurde bitter enttäuscht. Die Überschrift dieser Rezension, ja eigentlich gar der Buchtitel hätte es verdient, "gewollt, aber nicht gekonnt" zu lauten. Die Ermittler bleiben ohne Profil, viele Fäden werden nicht entwirrt - und die Sprache? Tja, diese ist einfach lasch, langweilig und zeugt nicht von Sprachgewalt, kurzum: wenn ich nur nach diesem Buch urteile, sollte Lilo Beil keine Krimis schreiben und überhaupt den Leser mit ihren Texten verschonen, denn neben Farb- und Bisslosigkeit kreiert sie noch Wortschöpfungen, die nun wirklich kein Mensch braucht: diejenige, bei der sich mir auf gut Deutsch die Zehennägel hochgerollt haben, war "menschenkennerische Vermutung", die weiteren habe ich schlicht überlesen. Ich lege allen Krimifreunden, die Regionales zum Raum Heidelberg suchen, ans Herz, Lilo Beil zu meiden: es gibt einen Krimiautor, der ganz tolle Krimis über diese Gegend schreibt und das ist Wolfgang Burger. Mein Tipp also in bezug auf Heidelberg und den Odenwald: meiden Sie Beil, wählen Sie Burger - ich bin sicher, Sie werden es nicht bereuen!

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  • Rezension zu "Die Mauern des Schweigens" von Lilo Beil

    Die Mauern des Schweigens

    SharonBaker

    Heidelberg, 1993. Auf den Philosophenweg wird eine kostümierte Leiche gefunden der ein Brief beiliegt, dieser ist auch schon bei der Polizei eingegangen. Es ist ein Brief aus der Sammlung der Liselotte von der Pfalz. Der zuständige Kommissar Melzer bittet direkt seinen pensionierten Kollegen und Freund Gontrad zu Hilfe. Dieser nimmt sich den Briefen an, da die Tochter gerade eine Studienarbeit über diese Madame schreibt und sich eifrig für diese Frau interessiert. Der Brief spiegelt die Situation zur damaligen Zeit wieder, denn Liselotte war mit einen homosexuellen Mann verheiratet und schildert in ihren Briefen diese Zeit wieder, die sehr turbulent war am französischen Hofe. Der Brief sowie die Ermittlungen lassen einen drauf schließen das sich es bei dem Opfer um einen Pädophilen handelt und schon wird die zweite Leiche gefunden. Das Buch nimmt sich eines schweren Themas an, Kindesmissbrauch. Ich muss aber sagen das ich die Masse die hier beschrieben wird, ein wenig unglaubwürdig fand, denn die Darstellung das um jeder Ecke Kindesmissbrauch stattfindet ist einfach zuviel, Nachbarsjungen, Internat, Gemeindemitglieder. Das es öfter passiert als man glaubt ist schon klar, aber in einen Buch einfach zuviel. Die Briefe von der kleinen Eva-Maria waren sehr berührend und lassen einen ohnmächtig zurück und man ist einfach fassungslos wie wenig Kinder damals Glauben geschenkt wurde. Die Einblicke in das Leben der Liselotte von der Pfalz fand ich sehr gut eingeflochten und sehr interessant in dieser Zeit mal reinzuschauen. Der Schreibstil hat mir leider gar nicht gut gefallen und die Ermittlungen waren sehr zäh zu lesen. Erstaunlich fand ich auch das der pensionierte Kollege die Arbeit macht und der eigentliche Kommissar taucht recht wenig auf. Ein interessantes Thema, aber die Umsetzung hat mich nicht so packen können.

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  • Rezension zu "Die Mauern des Schweigens" von Lilo Beil

    Die Mauern des Schweigens

    kaenguruhs

    19. July 2012 um 11:45

    In "'die Mauern des Schweigens"' nimmt Lilo Beil uns mit durch eine Welt voller menschlicher Abgründe. Heidelberg, Anfang der 90er-Jahre: Es wird eine männliche Leiche gefunden. Der Mann wurde nach seinem Tod in ein barockes Kostüm gekleidet und im Philosophenweg abgelegt. Friedrich Gontard, eigentlich schon im Ruhestand, nimmt sich mit seinem Kollegen des Falls an. Nebenbei erhält der Kommissar Melzer einen Brief einer Liselotte von der Pfalz, der vermutlich mit dem Mord zu tun hat und aus dem hervor zu gehen scheint, dass das Opfer eigentlich ein Täter ist, einer, der Kinder missbraucht. Lilo Beil schafft es auf beeindruckende Weise, das Thema Missbrauch von Kindern in einem Krimi zu verarbeiten. Dabei kommt leider die eigentliche Krimi-Handlung, die Aufklärung der Morde, ein wenig zu kurz; die Morde werden scheinbar eher zufällig aufgeklärt. Dafür einen Punkt Abzug. Allerdings lässt sich dieser Makel leicht verschmerzen, ist doch die Geschichte an sich sehr fesselnd. Frau Beil beschreibt, wie in der Geschichte (und in der Realität) Opfer zu Tätern kriminalisiert werden und wie Täter gedeckt werden, weil sie ja solche bekannten Personen sind, die sich um die Gesellschaft verdient gemacht haben. Diese 'Mauern des Schweigens', wie Lilo Beil schreibt, müssen durchbrochen werden, um den Opfern wirklich helfen zu können und um die Täter zu bestrafen. Wie endet das Buch so schön: '"Selbstjustiz ist nicht erlaubt in unserer Gesellschaft. Aber wenn die Gesellschaft versagt''..." In diesem Buch scheint der Missbrauch von Kindern omnipräsent zu sein: In der Schule (die Odenwaldschule als prominentes Beispiel wird natürlich aufgegriffen), in der Kirche und in der Familie. Ebenso ist von Sextourismus nach Thailand die Rede. Das mag manch einem ein bisschen zu viel des Guten sein, Lilo Beil schafft es aber, sehr sensibel mit dem Thema umzugehen und das unendliche Leid, auch noch nach vielen Jahren des Vergessens oder Verdrängens, der Opfer darzustellen. Dafür ein großes Kompliment! Insgesamt ein sehr bewegender und beeindruckender Roman, bei dem der eigentliche Krimi ein wenig zu kurz gekommen ist. '"Die Mauern des Schweigens"' ist ein Roman, der zum Einmischen und nachdenken auffordert. Klasse!

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  • Rezension zu "Die Mauern des Schweigens" von Lilo Beil

    Die Mauern des Schweigens

    dorli

    18. July 2012 um 19:58

    Heidelberg 1993. Im Philosophenweg wird eine Leiche gefunden. Der Mann wurde durch Stiche ins Herz getötet und mit barocker Kleidung kostümiert. Kommissar Melzer erhielt kurz zuvor einen anonymen Brief, einen Ausschnitt aus einem Brief der Liselotte von der Pfalz. Eine Kopie dieses Briefes befindet sich in der Tasche des Toten, hier wurde eine Zeile gekennzeichnet, die auf den Missbrauch von Kindern schließen lässt. Melzers Freund Friedrich Gontard ist zwar bereits im Ruhestand, bietet aber in diesem Fall seine Hilfe an. Zusammen nehmen die beiden die Ermittlungen auf. Eile ist geboten, denn weitere Briefe tauchen auf und ein weiterer Mord geschieht… Der Roman lässt sich flott lesen, die Handlung geht schnell und gradlinig voran. Die eigentliche Krimihandlung kommt für meinen Geschmack etwas zu kurz, denn die Ermittlungen führen eher zufällig zum Erfolg. Aber ich denke, dass das in der Absicht der Autorin lag, um das Augenmerk auf das eigentliche Thema des Buches zu legen, den sexuellen Missbrauch von Kindern. Vielleicht aber auch, um hervorzuheben, wie schwer es für Polizei und Justiz ist, für diese Verbrechen entsprechende Beweise zu finden, wenn alle schweigen. Die Autorin versucht auf alle erdenklichen Bereiche einzugehen, an denen Missbrauch vorkommen kann: Schule, Familie, Kirche. Die Vorkommnisse in der Odenwaldschule kommen zur Sprache, von Thailand ist die Rede. Ja, und auch die „Liselotte-Briefe“ zeigen, dass diese schrecklichen Taten schon seit Jahrhunderten geschehen und die Gesellschaft schon immer geschwiegen hat, anstatt dagegen vorzugehen und die Kinder zu schützen. Außerdem versucht Lilo Beil aufzuzeigen, warum Betroffene die Fälle verschweigen: aus Scham; aus Angst, gesellschaftlich ausgegrenzt zu werden oder auch, weil sie vom Täter bedroht werden. Am meisten schockiert mich die Tatsache, dass den Kindern, wenn sie denn so mutig sind und um Hilfe bitten, nicht geglaubt wird, schlimmer noch, dass man diese Kinder der Lüge bezichtigt. Lilo Beil geht sehr vorsichtig mit diesem heiklen Thema um, und schafft es, das nie endende Leid und die Verzweiflung und Hilflosigkeit der missbrauchten Kinder deutlich darzustellen. Am Ende der Geschichte dann ein nachdenklich machender Satz von Friedrich Gontard: “Selbstjustiz ist nicht erlaubt in unserer Gesellschaft. Aber wenn die Gesellschaft versagt…“ (S.195). „Die Mauern des Schweigens“ will aufmerksam machen und fordert auf, sich einzumischen und nicht stumm wegzuschauen. Ein lesenswerter, sehr bewegender Roman.

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  • Rezension zu "Die Mauern des Schweigens" von Lilo Beil

    Die Mauern des Schweigens

    Labradoria

    18. July 2012 um 12:12

    Zum Buch: Das Cover wirkt zwar auf den ersten Eindruck nicht sehr ansprechend, doch der Inhalt überzeugt recht gut. Dieses Buch wird aus Sicht verschiedenster Charaktäre dargestellt. Zum einen aus Sicht des Ermittlers Gontard, der versucht mit Hilfe seines Kollegens einen mysteriösen Fall zu klären in dem eine Männerleiche in barocker Kleidung vorgefunden wurde, und zum anderen werden Briefe aus der Vergangenheit gezeigt, die aus Sicht eines Mädchens verfasst wurden. Dieses Buch ist eine Schnittstelle zwischen einem Krimi und eine Art "Aufklärungsbericht" und spielt im Odenwald. Zum Inhalt: Mysteriöse Briefe von der Liselotte von der Pfalz sowie Kindesmissbrauch spielen in diesem Fall eine wichtige Rolle. Wobei das Thema Kindesmissbrauch neben der Aufklärung der Morde der Hauptaspekt dieses Buches ist. Den Titel kann man hier wortwörtlich nehmen, denn dieses Buch deutet an vielen Stellen an das viel zu oft geschwiegen wird zu diesem Thema. Mich hat das Buch stellenweise sehr bewegt (vor allem bei den Briefen des kleinen Mädchens an Gott). Fazit: Die Story an sich ist ganz nett und verdeutlicht einem wie schwer es doch sein kann wenn man Beteiligter in so einer Situation ist. Das ganze ist als Krimi verpackt.

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  • Rezension zu "Die Mauern des Schweigens" von Lilo Beil

    Die Mauern des Schweigens

    MrsAmy

    17. July 2012 um 13:19

    Gontard - der ehemalige Kripochef von Heidelberg genießt seinen Ruhestand und das mehr an Freizeit. Als er eines Tages gerade in der Stadt unterwegs ist, besucht er seinen alten Kollegen Melzer, der nun in die Position von Gontard innehat. Gerade als Melzer ihm klagt, dass es nichts zu tun gebe, bringt seine Sekretärin einen Umschlag von einem anonymen Absender herein, der einen Brief von Liselotte von der Pfalz enthält, die zur Zeit des französischen Sonnenkönigs gelebt hat. Ungefähr zur gleichen Zeit entdeckt eine junge Frau auf dem Heidelberger Philosophenweg einen Toten, der in ein barockes Kostüm gekleidet ist. Sofort beginnen die Ermittlungen und schnell ist klar, dass es sich bei dem Toten wohl um einen Kinderschänder handelt. Der Krimi „Die Mauern des Schweigens“ von Lilo Beil ist zwar ihr fünftes Gontard-Buch, man kann es aber auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Das Thema, welches hier im Fokus steht, ist ein sehr sensibles und heikles: Kindesmissbrauch. Der Autorin gelingt es zu zeigen, wie schwierig es ist, Kinderschändern auf die Spur zu kommen. Oftmals werden sie von vielen Menschen (un-)willentlich geschützt werden, da sie die betreffende Person nur als ehrenwerte kennen und auch stur an dieser Meinung festhalten. Den Opfern dagegen wird, wenn sie schon ihr Schweigen brechen, nicht immer Gehör geschenkt. Der Krimi ist im Großen und Ganzen gut geschrieben und bringt auch einiges an Spannung mit sich. Bereits nach kurzer Zeit wird einem Gontard und sein altersschwacher Hund Willi sehr sympathisch und man begleitet sie als Leser gerne bei ihren Ermittlungstätigkeiten. Leider wird der Leser bei seiner Lektüre aber immer wieder auf unrealistische Momente im Buch stoßen. Beispielsweise sind allem Anschein nach, nur der Kripochef Melzer und der im Ruhestand verweilende Gontard mit dem Fall betraut. Zudem läuft am Schluss alles etwas sehr glatt, auch wenn Lilo Beil versucht, noch eine Person in akute Gefahr zu bringen, was aber leider nur noch unrealistischer wirkt. Zudem ist noch anzumerken, dass die Dialoge der handelnden Personen oftmals sehr aufgesetzt wirken. Ich würde dem Buch am liebsten 3,5 Sterne geben, da dies aber nicht möglich ist, bekommt es von mir vier Stück.

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  • Rezension zu "Die Mauern des Schweigens" von Lilo Beil

    Die Mauern des Schweigens

    ginnykatze

    16. July 2012 um 23:16

    Der Rest ist Schweigen! Zum Inhalt: In Heidelberg wird eine Leiche entdeckt. Sie ist erstochen worden und in barocke Kleidung gehüllt. Wer macht so etwas? In der Jackentasche befindet sich ein Brief, der genau zu einem anonymen Brief passt, den der Heidelberger Kommissar Alfred Melzer bekommen hat. In diesem Fall bittet er seinen pensionierten Freund Friedrich Gontard zu Hilfe. Bei den Briefen handelt es sich um Briefe von Liselotte von der Pfalz. Was aber am deutlichsten daraus hervortritt ist, dass hier auf Missbrauch hingewiesen wird. Was hat das aber alles mit dem Toten zu tun? Lilli, die Tochter des pensionierten Kommissars Gontard schreibt gerade eine Semesterarbeit zum Thema Liselotte und kann hier aufklärend zu Hilfe eilen. Bei den nun anstehenden Ermittlungen stoßen die Kommissare auf die Mauern des Schweigens. Keiner will was wissen, keiner was gesehen haben und unternommen hat natürlich auch niemand etwas. Nur eine Lehrerin erzählt vom angeblichen Missbrauch einer ihrer Schülerin, aber leider gibt sie sich auch schneller geschlagen, als dass sie Hilfe geben kann. Als dann ein zweiter Toter auftaucht, auch er ist in barocke Kleidung gesteckt, beginnt den Kommissaren der Fall aus den Händen zu gleiten. Wer mehr wissen möchte, sollte dieses Buch lesen. Fazit: Wer glaubt, hier einen wirklichen Krimi vorzufinden, wird eher enttäuscht werden; denn in diesem Buch ist im Vordergrund Kindesmissbrauch das Thema. Die Autorin Lilo Beil schreibt zu diesem höchst brisanten Stoff hier anfangs aus der Sichtweise der Opfer, dann aus der Sicht des Kriminalfalls, der sich daraus Jahre später entwickelt. Die Schilderung eines dieser Kinder, die Briefe an den lieben Gott schreibt und um Hilfe bittet, hat mir eine Gänsehaut auf den Körper getrieben und ich musste mir ein paar Tränen aus den Augen wischen. Hier hat sie voll den Kern getroffen. Dann beschreibt die Autorin die Hilflosigkeit der Eltern, die dann gerne alles unter den Tisch kehren, anstatt sich vor ihr Kind zu stellen und den Täter anzuzeigen. Sie laufen lieber weg, als sich den Dingen zu stellen. Leider ist das viel zu häufig der Fall und auch heute noch genauso wie es früher war, denn der Missbrauch war im Jahre 1973. Der Kriminalfall an sich ist mir hier ein wenig zu kurz gekommen. Die Aufklärung fällt den beiden Ermittlern mehr oder weniger in den Schoß, denn wirklich ermitteln tun sie nicht. Zufälligerweise passt auf einmal alles zusammen und die „Täter“ gestehen in einem Tempo, dass einem schwindelig wird und es doch sehr zusammengeschustert wirkt. Der Schreibstil ist gut und flüssig lesbar. Die Protagonisten sind teilweise sehr gut beschreiben, dafür andere doch eher blass. Trotzdem konnte ich mir die Charaktere sehr gut vorstellen und hatte ein Gefühl für die kribbelnde Atmosphäre im Buch. Eine Leseempfehlung kommt von mir hier auf jeden Fall, denn dieses Thema sollte man viel mehr publik machen, es wird einfach immer noch totgeschwiegen. Hier kommen von mir 4 Sterne, den Abzug habe ich ja schon erklärt. Bedanken möchte ich mich hier noch bei Lovelybooks für das Gewinnspiel und beim Conte_Verlag für das Leseexemplar.

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  • Rezension zu "Die Mauern des Schweigens" von Lilo Beil

    Die Mauern des Schweigens

    kira35

    16. July 2012 um 12:02

    Durch eInen Leichenfund in einem barocken Kostüm wird der, inzwischen im Ruhestand lebende, Ermittler Friedrich Gontard wieder aktiv. zusammen mit Kommissar Melzer beginnt er die Ermittlungen. Anonyme Briefe, in eigentümlichem Deutsch verfaßt, gehen auf der Dienstelle ein. Es handelt sich um Briefe der Liselotte von der Pfalz. Gontard`s Tochter Lilli wird um Mithilfe gebeten, da Liselotte das Thema ihrer Seminararbeit ist. Dann wird eine weitere Leiche gefunden, ebenfalls in ein barockes Kostum gekleidet......... Wer einen Krimi im herkömmlichen Sinn erwartet, wird ihn hier nicht finden. Auch wenn Leichen auftauchen und Ermittlungen gemacht werden - es geht um Kindesmißbrauch. Der Autorin ist es jedoch gelungen dieses sehr sensible und heikle Thema gekonnt zur Sprache zu bringen. Das Umfeld von Betreuern, Lehrern, Geistlichen und Eltern kommt glaubwürdig in den Ermittlungen ( die ich mir etwas professioneller geschrieben gewünscht hätte ) , vor. Das Buch war durch den flüssigen Schreibstil gut zu lesen. Spannung war für mich nicht so vorhanden - eher Neugier die mich weiterlesen ließ. Dieses Buch regt zum Nachdenken an denn " Die Mauern des Schweigens " sind noch lange nicht durchbrochen.

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