Lily Brett Chuzpe

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Inhaltsangabe zu „Chuzpe“ von Lily Brett

Chuzpe ist ein sprühender Roman über Väter und Töchter, polnische Küche und New Yorker Neurosen; eine Geschichte ernster Irrungen und komischer Wirrungen. Ruth kann nicht begreifen, dass ihr Vater Edek weit davon entfernt ist, einen ruhigen Lebensabend zu verbringen. Stattdessen beginnt der muntere Siebenundachtzigjährige ein Verhältnis mit der (viel zu jungen, wie Ruth findet) Polin Zofia (69). Als Edek zusammen mit Zofia und deren Freundin Valentina auch noch ein Restaurant an der Lower Eastside eröffnen will, das auf polnische Fleischbällchen spezialisiert ist, bangt Ruth gleichermaßen ums Erbe und um ihre Nerven.

wunderbar liebenswerter Roman

— Yasmin_El_Hakim
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  • Leserunde zu "Du erinnerst mich an morgen" von Katie Marsh

    Du erinnerst mich an morgen

    Knorke

    Diese Leserunde ist für die Mitglieder der Challenge "Zukunft vs. Vergangenheit".                        Monatsgenre "Romane und                                                Gegenwartsliteratur" Auch diesen Monat wollen wir wieder den Austausch wagen. Was für Romane stehen in eurem Regal? Was sollte jeder mal gelesen haben? Wer braucht eine Entscheidungshilfe, was als nächstes gelesen werden soll?

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    • 31
  • „Klops braucht der Mensch“

    Chuzpe

    Herbstrose

    Derzeit lebt Ruth alleine in ihrem New Yorker Loft, ihr Mann Garth ist beruflich ein halbes Jahr in Australien, ihre drei Kinder sind erwachsen und bereits aus dem Haus. Ruth betreibt ein Schreibbüro und verfasst Grußkarten und Briefe für gut betuchte Leute. Das Geschäft läuft gut, so gut, dass sie davon auch ein Appartement und sämtliche Kosten für ihren 87jährigen Vater Edek bezahlen kann. Dafür macht er sich im Büro mehr oder weniger nützlich, so lange, bis eines Tages Zofia und Walentyna vor der Tür stehen, zwei Polinnen, die Edek und Ruth von einer Urlaubsreise kennen. Die beiden Damen haben ihren Aufenthalt bei der Green-Card-Lotterie gewonnen und Edek hat deren Umzug heimlich, ohne Wissen Ruths, vorbereitet. Die 69jährige Zofia, eine warmherzige, lebensbejahende Frau, hat es Edek besonders angetan, seine Lebensgeister erwachen wieder. Die drei ziehen gemeinsam in eine Wohnung und schmieden Zukunftspläne. Sie wollen ein Restaurant eröffnen, in dem ausschließlich polnische Fleischbällchen serviert werden. Davon ist Ruth gar nicht angetan – schließlich soll sie alles bezahlen … „Chuzpe“ ist der deutsche Titel des Romans „You Gotta Have Balls“ der in New York lebenden Schriftstellerin Lily Brett. Das Wort kommt lt. Wikipedia aus dem hebräischen und wird übersetzt mit „Frechheit, Anmaßung, Dreistigkeit, Unverschämtheit“, es bedeutet somit die negative Bewertung für jemanden, der die Grenzen von Höflichkeit oder Anstand aus egoistischen Motiven überschreitet. Damit ist schon sehr viel gesagt über die Protagonisten des Buches. Ruth, deren Leben und Gefühle wohl im Mittelpunkt der Handlung stehen sollen, war mir durchweg unsympathisch. Zweifellos liebt sie ihren Vater, ist aber nicht in der Lage, ein vernünftiges Gespräch mit ihm zu führen. Sie ärgert sich über seine Geldausgaben, spricht ihn aber nie darauf an. Stets ist sie mit irgendetwas unzufrieden, alles widert sie an und missfällt ihr, jedoch ändert sie nichts an diesem Zustand. Beinahe täglich ruft sie ihren Mann in Australien an, nur um ihm wieder etwas vorzujammern. Nicht viel sympathischer ist Edek, Ruths Vater. Die Autorin sieht ihn als liebenswerten alten Exzentriker den jeder großartig findet, doch sein selbstsüchtiges und egoistisches Handeln sprechen dagegen. Edek selbst hat kein Geld, gibt aber Ruths Geld mit vollen Händen aus und erzählt jedem, wie reich seine Tochter wäre und wie viel Geld sie mit ihren Karten und dem Schreiben von Briefen verdienen würde. Angenehm hingegen empfand ich das Auftreten der beiden Polinnen Zofia und Walentyna, obwohl die Autorin sie manchmal in schlechtem Licht erscheinen lässt. Die beiden haben das Herz am rechten Fleck, können organisieren, improvisieren und zupacken, und jammern nie über Stress oder zu viel Arbeit. Anfangs zieht sich die Geschichte sehr in die Länge. Ruths Befindlichkeiten werden so oft erwähnt, bis es langweilt. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, Fragen, Antworten und teilweise ganze Sätze werden wiederholt, was die Lesefreude nicht unbedingt steigert. Ruth will eine Frauengruppe gründen, doch das misslingt gründlich. Es treffen sich nur drei „Damen“, die sich dann über fünf Buchseiten nur über Samenbanken, Penisse und Spermien unterhalten. Selbstverständlich wird alles doppelt und dreifach erzählt. Etwa nach einem Drittel des Buches, nach Ankunft der polnischen Damen, nimmt die Story endlich etwas an Fahrt auf und wird manchmal sogar witzig. Leider wird das Geschehen aber gegen Ende zu mehr und mehr unwahrscheinlich, ja beinahe albern. Da erscheinen z. B. Luciano Pavarotti nebst Gattin zum Klopse essen, eine Hochzeit wird geplant, bei der Steven Spielberg sein Kommen zugesagt hat. Am Ende des Buches findet man noch einige Rezepte über Klopse, wie sie in dem plötzlich so beliebten Lokal serviert werden. Fazit: Trotz einiger Längen insgesamt doch lesenswert.

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    • 3
  • Klops braucht der Mensch

    Chuzpe

    Monsignore

    10. March 2014 um 21:00

    Allen Regeln des Marktes und allen professionellen Ratschlägen zum Trotz eröffnet ein 87jähriger in der New Yorker Lower Eastside einen polnischen Schnellimbiss, in dem ausschließlich Bratklopse in vielen Variationen angeboten werden. Seine 69jährige Geliebte kocht. Das Restaurant wird ein grandioser Erfolg. Unglaubwürdig? Nun, dann rate ich dazu, das Rezept auf Seite 332 (Huhn-Rosinen-Klops) zu testen. Hier eröffnen sich neue Geschmacktswelten. Neben der polnischen Küche gibt es jede Menge New Yorker Neurosen. Ein wunderbares Buch, das jedes Woody Allen-Drehbuch mühelos schlagen kann. Das Buch ist witzig, weise, lebenserfahren und entführt den Leser ganz mühelos in eine ganz fremde Welt, die so sympathisch ist.

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  • Wunderschöne Vater Tochter Geschichte

    Chuzpe

    dicketilla

    02. March 2014 um 12:08

    Ruth war nach all den Schrecken geboren worden . Sie konnte dem nicht entgehen, sie waren den Eltern erhalten geblieben ,und von Geburt auf sie übertragen worden . Wer die Leute waren , hatte Ruth einen Großteil ihres Lebens beschäftigt .Die Menschen , denen sie begegnet. Oder wozu Menschen fähig waren , als ihre Eltern im Ghetto von Lodz waren.Ihre Mutter erfahren hatte , wer jemand war . Dann kommt Edek ihr Vater ( 87 ) aus Australien zu ihr nach New York um ihr näher zu sein . Ruth betreibt einen Briefservice .Ihr Vater will ihr helfen und bringt viel Unruhe in ihre Firma .Bestellt Unmengen von Material und hält sie von der Arbeit ab . Sie wünscht sich er möge doch einen Gefährten finden, der mit ihm viel unternimmt . Als beide nach Ausschwitz fahren lernen sie die Polinnen Zofia ( 66 ) und Walentyna kennen . Zofia kommt Edek sogar etwas näher . Dann gewinnen beide auch noch eine Greencard und Edek holt beide nach New York und besorgt auch gleich eine Wohnung , wo sie zu Dritt leben können . Für die Kosten aber Ruth aufkommen muß . Als die Drei dann auch noch ein Restaurant mit einem Startkapital von 30 000 $ eröffnen wollen, beginnt sich Ruth ernsthaft Sorgen um ihren Vater zu machen .Aber " Klops braucht der Mensch " wird die Sensation . Edek ist mit einer Schnelligkeit dabei Dinge zu erledigen ,eine Eigenschaft die ihm der Holocaust gelehrt hat .Nie wissend wieviel Zeit ihm noch bleibt . So langsam kommen sich auch Zofia und Ruth näher .Sie schafft es durch ihre unkomplizierte und offene Art Ruth aus ihrer Isoliertheit zu reißen .Ihr die Augen zu öffnen das Leben lockerer und ihre Zweifel zu nehmen . Eine wunderschöne Vater Tochter Geschichte voller Witz , Humor und Hintergründigkeit . Edek ist so liebevoll dargestellt , daß man ihn ständig in die Arme nehmen möchte . Und dazu noch eine schöne Liebesgeschichte zwischen Edek und Zofia . Ich kann das Buch aus vollstem Herzen nur weiter empfehlen ! Chuzpe - ...im jiddischen spricht man insbesondere von Chuzpe , wenn jemand in einer eigentlich verlorenen Situation mit Dreistigkeit noch etwas für sich herauszuschlagen versucht . ( Wikipedia )

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  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, deren Hauptfigur 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 20 austauschen!

    • 81
  • schade..........

    Chuzpe

    blueberry7

    25. October 2013 um 14:54

    schade, hat mich leider nicht angesprochen............

  • Rezension zu "Chuzpe" von Lily Brett

    Chuzpe

    Susanne68

    10. September 2012 um 21:18

    So lebhaft geschrieben, dass man meint, man würde Ruth, Edek und Walentyna persönlich kennen.

  • Rezension zu "Chuzpe" von Lily Brett

    Chuzpe

    Gunda

    03. May 2012 um 12:13

    Einen gewissen Sinn für subtilen Wortwitz kann man der Autorin nicht absprechen, aber ihre Figuren bleiben blutleer, der Leser baut keine wirkliche Beziehung zu ihnen auf. Auch die Handlung "entwickelt" sich nicht, sie wiederholt sich nur immer wieder. Ruth ist von Anfang bis Ende AUF DIESELBE WEISE leicht neurotisch, hat Angst, dass ihr Vater sich verzetteln könnte, aber nicht den Mut, ihm das klipp und klar zu sagen (warum eigentlich nicht? Weil ihr Vater in Auschwitz war?) stattdessen heult sie sich bei ihrem IMMER liebevollen Ehemann am Telefon aus und erzählt ihren weiblichen Mit-Protagonisten und ihren Kindern JEDES MAL das Gleiche, beschreibt Zofias Aussehen, ihre Brüste und ihre Haare, ihre Kleidung, obwohl der Leser das nun schon bis zum Erbrechen kennt. Und es entsteht kein bisschen echter Konflikt in dem Ganzen, alles plätschert so oberflächlich vor sich hin ... UND ich hatte mir bei dem Titel etwas Tiefergehendes versprochen, etwas, das vielleicht ethische oder religiöse Konflikte widerspiegeln würde. Insgesamt inhaltlich flach, zumindest auf die Länge des Buches bezogen. Formal teilweise nett trockenhumorig, teilweise durch recht simple Formulierungen aber schlicht langweilig. Ich habe selten ein Buch gelesen, in dem so wenig mit der Sprache gespielt wird wie hier. Wenn bei wörtlicher Rede größtenteils mit "sagte/fragte/antwortete" gearbeitet wird, mag das ein (mir nicht zusagendes) Stilmittel sein oder aber ein Hinweis darauf, dass die Autorin sich um einen anderen Lektor oder Übersetzer bemühen sollte.

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  • Rezension zu "Chuzpe" von Lily Brett

    Chuzpe

    slov

    02. May 2012 um 13:03

    Einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul, heißt es. Ich bekam es zum Welttag des Buches geschenkt … und freute mich auf so etwas wie „Weltliteratur“. Das Buch erinnerte mich sehr schnell an einen Spruch, den einer meiner literarischen Mentoren häufig gebrauchte: Nichts ist schwieriger als Langeweile zu beschreiben, weil es soll ja nicht langweilig sein … Am leichtesten sind meine Probleme mit Zitatstellen zu erklären. Nummer 1: „Ich will kühner sein“, sagte Ruth. „Ich bin es leid, aussehen zu müssen, wie ich aussehe ...“ (Es folgt eine halbe Seite Erläuterung auf Seite 75. Dann Absatz: „Ja“, sagte Ruth. „Aber ich will mich ändern. Ich will mir nicht mehr jeden Tag die Haare waschen. Ich will es mit jedem zweiten Tag probieren. Ich wünschte, ich wäre jemand, der sich eine Woche lang nicht die Haare wäscht.“ Eigentlich ist das eine geniale Charakteristik einer Person – allerdings eine karikierende. Wenn sich so intelligentes Gewäsch aber auf über 300 Seiten erstreckt, kommt zumindest bei dir einmal der Moment, an dem ich aufgebe. Nummer 2 (Seite 215): „Wie backen Sie die Klopse?“ fragte sie Zofia. „Zofia backt sie in Muffinformen“, sagte Walentyna. „In Polen gibt es keine Muffins“, sagte Zofia. „Sowieso nicht“, sagte Edek. „Muffins sind das Letzte.“ „Ich mag keine Muffins“, sagte Waletyna. „Ich mag auch keine Muffins“, sagte Zofia. „Ich mag auch keine Muffins“, sagte Ruth rasch. … Für stark wahrnehmungsbeeinträchtigte Menschen gibt es „Leichte Sprache“, die so einfach ist, dass sie als „barrierefrei gilt. Ein Merkmal: Gebrauch desselben Wortes für denselben Sachverhalt. Das ist hier gut gelungen: Sieben kurze Sätze, siebenmal „sagte“ - unmittelbar aufeinander. Normalerweise sollte direkte Rede eine Erzählung lebendiger wirken lassen. Sie ist sozusagen Salz und Pfeffer, also das Gewürz, das einem Gericht Geschmack verstärkt. Aber man muss sich doch nicht esslöffelweise Salz und Pfeffer auf die Zunge schütten! Es ist schon schwer erträglich, wenn die auf originell aufgemotzte Frauenselbsthilfegruppengründerinnenmono-Dialogik für sich auf wichtig macht. Wenn das Ganze aber als Psychotrip der 2. Holocaustgeneration daher kommt, sozusagen als posttaumatischer BelastungsstörungsWeltschmerz tut es weh. Ich beende mit einem Zitat aus Seite 79. (Die Handlung des Buches wäre eine wunderbare Kurzgeschichte geworden: Der Umgang einer Frau in mittleren Jahren mit der Liebe ihres über 80jährigen Vaters in einem eigentlich interessanten persönlichen und geschichtlichen Beziehungsgeflecht gehört wirklich dargestellt. Aber doch bitte nicht derart prostituierend breit getrampelt...) Nummer 3: „...Lag es an all diesen Lügen, daß du das Gefühl hattest, weniger bedrängt zu sein, weniger eingeschränkt, deinen eigenen Platz zu haben?“ „Ich weiß nicht“, sagte Sonja. „Ich glaube, das mit dem eigenen Platz kann eine reine Frage der inneren Einstellung sein“, sagte Ruth. „Du hast dich so oft analysieren lassen, daß du alles der inneren Einstellung zuschreibst“, sagte Sonja. Du denkst wahrscheinlich, auch das Wetter und die Müllabfuhr wären Fragen der inneren Einstellung.“ „In der Tat verlagere ich innere Ängste gelegentlich auf das Wetter, das ein äußerer Faktor ist, wie ich zufällig weiß“, sagte Ruth. „Aber in Sachen Müllabfuhr muss ich passen. Das ist für mich nur die Müllabfuhr.“ Zumindest in einer Hinsicht war das Buch für mich wertvoll: Sollte es irgendwo ein Körnchen Sehnsucht nach weit weg gegeben haben … N.Y. Fällt endgültig aus dem Kreis der weitesten Kandidaten heraus. Wenn die Frauen dort so sind, …

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  • Rezension zu "Chuzpe" von Lily Brett

    Chuzpe

    I_love_books

    01. May 2012 um 21:08

    Chuzpe steht u. a. für das Wort Dreistigkeit und das beschreibt die Handlung in einem Wort echt perfekt. Denn es gibt viele winzig kleine bis hin zu mega großen Dreistigkeiten, die Ruth ihrem siebenundachtzigjährigen Vater Edek durchgehen lässt. Das klingt schlimmer als es tatsächlich ist, denn Ruth liebt ihren Vater abgöttisch und keiner nimmt ihm im Grunde irgendetwas übel. Er ist ein sehr herzlicher Mensch und hat in seinem Leben viel durchmachen müssen. Edek hat als Jude den Holocaust überlebt. Seine Frau, Ruth’s Mutter, ist vor Jahren verstorben. Deshalb kümmert sich Ruth mehr und mehr um Edek. Er lebt inzwischen in der Stadt und arbeitet in ihrer Firma in der “Vorwärtsabteilung” – welche als eine Art Beschäftigung für ihn gedacht war, jedoch übt er diese Tätigkeit mit einer herrlichen Überzeugung und voller Engagement aus. Als die beiden nach Polen reisen, um sich die Gedenkstätte Auschwitz anzusehen und Vergangenes zu bewältigen, lernen sie zwei polnische Damen kennen. Von da an steht Ruth’s achso gutbürgerliches Leben auf dem Kopf: Ihr Vater will’s nochmal wissen. Frisch verliebt und voller Tatendrang stürzt er sich in sein neues Leben und baut ein “Klops-Imperium” auf. Noch nie habe ich bisher bei einem Hörbuch so viele Tränen gelacht & gleichzeitig Heißhunger verspürt: “Klops braucht der Mensch!” Fazit: Chuzpe ist ein wortwitziges und sehr unterhaltsames Hörbuch, bei dem man an der einen oder anderen Stelle in schallendes Gelächter ausbrechen kann. Hier einige grandioses Beispiele: 1) “Ruthy, Ruthy, reg dich runter”, ein herrlicher Satz von Edek. 2) Edek schickte seiner Tochter ein Paket mit 120!!! Klopapierrollen und begründete die absurt hohe Anzahl folgender Maßen: “Weil jedermann kann brauchen Klopapier … dieses Klopapier ist nicht von dieser Welt. … Es ist nicht so leicht zu finden, ein Klopapier wie dieses. Wenn du würdest suchen ein Klopapier was hat solche Linien, du würdest laufen von Bonzen bis zu Latex.” - Edek meinte natürlich die Redensart “Von Pontius zu Pilatus laufen”. :-) 3) Snoby-Snoby-Restaurants 4) “Etwas Klops braucht der Mensch” = “Etwas Grips braucht der Mensch”

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  • Rezension zu "Chuzpe" von Lily Brett

    Chuzpe

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. March 2012 um 21:37

    Ich mag Lily Brett's Schreibstil. Die Frauen sind nicht perfekt und ich finde mich immer in der einen oder anderen Marotte wieder - schööön!
    Am Ende hat es mich allerdings nicht umgehauen. Irgendwie erwarte ich dann doch ein Ende - egal ob tragisch oder romantisch - hier wirkt es eher verloren ...

  • Rezension zu "Chuzpe" von Lily Brett

    Chuzpe

    Anita27a

    13. September 2011 um 10:01

    New York! Erzählt wird die Geschichte von Ruth, einer Frau mittleren Alters und Jüdin. Sie ist eine erfolgreiche Unternehmerin, aber gehemmt, voller Ängste und völlig verkopft. Da taucht Ihr lebenslustiger 87jähriger polnischstämmiger Vater Edek aus Australien auf und beschließt bei Ihr in New York zu leben und sie mit der Fülle des Lebens zu konfrontieren. Immer wieder bringt der lebenslustige Greis das geregelte Leben seiner Tochter durcheinander und wirft sie völlig aus der Bahn. Ruth muß sich ständig gezwungenermaßen mit neuen Situationen auseinandersetzen, muß akzeptieren das Leben so anzunehmen wie es sich bietet. Eine nette liebenswerte Familiengeschichte, die mir gefallen hat. Die Sprache fand ich manchmal etwas holprig, deshalb nur 4 Sternchen.

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  • Rezension zu "Chuzpe" von Lily Brett

    Chuzpe

    Bri

    Chuzpe - ein aus dem hebräischen Wort für Frechheit, Dreistigkeit, Unverfrorenheit entlehntes jiddisches Wort; etwas das man hat oder nicht hat, nicht lernen kann; viel mehr als die tatsächliche Bedeutung. Chuzpe ist für mich auch etwas zu wagen, von dem andere glauben, das es nicht funktionieren kann und dieses "etwas" klug und vorausschauend zu planen. Genau das ist es was Ruths Vater Edek - seines Zeichens Ausschwitz-Überlebender - im Gegenteil zu seiner Tochter, hat: Chuzpe Aber beginnen wir am Anfang der Geschichte: Ruth lebt seit Jahren in New York und ist mittlerweile eine typische Einwohnerin der Stadt. Sie achtet strengstens darauf, was sie isst, um nicht zuzunehmen. Sie hat und pflegt ihre kleinen Eigenheiten und Neurosen. Ist geplagt von ständiger Sorge. Sorge um den 87 jährigen Vater, der nach dem Tod seiner geliebten Frau von Australien zur Tochter nach N. Y. übersiedelt. Vital wie er ist, versucht er, seiner Tochter in ihrer Firma unter die Arme zu greifen, was Ruth selbst aber eher stört: er bestellt Unmengen von Büromaterial und schafft unnütze Geräte an. Ruth ist genervt und wünscht sich für Edek eine Aufgabe. Diese zeichnet sich ab, als Ruth und Edek auf ihrer gemeinsamen Reise nach Polen auf Zofia und Walentyna treffen. Zofia ist offensichtlich an Edek interessiert und er scheint auch nicht abgeneigt zu sein. Ruth ist froh, als sie wieder zurück in den U.S.A. und fern von Zofia sind. Was sie nicht ahnt ist, dass Edek, Zofia und Walentyna weiterhin Kontakt haben und die beiden Frauen alsbald mit gewonnen Greencards die Reise nach N.Y. antreten werden. Die Idee, die Lily Brett in ihrem Roman Chuzpe verarbeitet, hat mir sehr gut gefallen. Ruth lernt von ihrem Vater mit der Zeit, nicht immer nur Probleme zu sehen oder sich Sorgen zu machen. Der 87-Jährige nimmt sein Leben noch einmal in die Hand, als hätte er noch alle Zeit der Welt. Und genau so sollte es wohl auch sein. Einfach mal einen Traum verwirklichen und ihn zu einem Ziel machen, das man mit ein wenig Chuzpe erreichen kann. Die Umsetzung der Idee hingegen hat mich nicht überzeugt. Lily Brett schreibt prinzipiell flüssig, die Situationen hingegen sind häufig ähnlich oder gleich angesiedelt. Oft geht es um Telefongespräche, die Ruth mit ihrem Vater führt, die so plötzlich auf den Plan treten, wie sie auch wieder enden. Die Handlung wirkt ein abgehakt und bemüht zusammengepuzzelt. Die Figur der Ruth soll überspitzt das New Yorker Großstadtleben nachzeichnen. Ich fand das auf Dauer eher ein wenig dröge und hätte mir gewünscht, dass Ruth etwas mehr Farbe bekommt. Witzig gemeinte Dialoge und Situationen verkommen zu Albernheiten, weil sie ausgelutscht werden wie zu lange gekauter Kaugummi und hinterlassen einen faden Geschmack. Zu viele Nebendarsteller treten für jeweils zu kurze Zeit auf die Bühne und verschwinden ebenso unmotiviert wieder, wie sie gekommen waren. Dennoch blitzt es ab und an anheimelnd warm und atmosphärisch auf, was dem Buch einen gewissen Charme verleiht. Verfilmt könnte das sehr gut funktionieren. Die Charaktere sind fast durchweg liebenswert und könnten in einem Film zu mehr Persönlichkeit kommen. Aber als Buch ist die Idee von "Klops braucht der Mensch" leider irgendwo stecken geblieben. Bei der Ausführung hätte ich Lily Brett eines gewünscht: eine große Portion Chuzpe

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    • 3

    Babscha

    04. March 2011 um 20:05
  • Rezension zu "Chuzpe" von Lily Brett

    Chuzpe

    Melli2505

    11. July 2010 um 23:21

    Nach 100 Seiten habe ich das Buch nur noch quer gelesen. Der Schreibstil der Autorin hat mir schon gut gefallen, aber das Thema des Buches – offiziell ja eine Vater-Tochter-Geschichte – diese ewigen Frauen-Emanzen-Gespräche waren einfach nicht meins. Und das hörte ja auch nicht auf. Egal wo ich rein gelesen habe, bin ich auf diese Themen gestoßen. Nun warten noch Lily Bretts „Zu viele Männer“ auf meinem SuB, bin mal gespannt, ob mir das eher zusagt.

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  • Frage zu "Chuzpe" von Lily Brett

    Chuzpe

    Andras

    Vor einigen Jahren habe ich ein Buch von Lily Brett gelesen. Chuzpe. Bislang hatte ich keine Bücher dieser Autorin gelesen. Mir gefallen solche New York Romane. Weiß jemand, ob die Autorin ein neues Buch geschrieben hat? Oder gibt es Autoren, die so ähnliche Bücher schreiben?

    • 4
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