Träume, die ich uns stehle

von Lily Oliver 
4,4 Sterne bei101 Bewertungen
Träume, die ich uns stehle
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Wow, ich bin echt geflasht! Kein Mainstream, kein Kitsch, keine Klischees, sondern einfach besonders und beeindruckend - MUST READ! <3

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Inhaltsangabe zu "Träume, die ich uns stehle"

„Träume, die ich uns stehle" von Lily Oliver ist eine berührende Geschichte über zwei junge Menschen zwischen Traum und Wirklichkeit und über die Magie einer Liebe, die selbst die tiefsten Wunden heilen kann.

Lara kann nicht aufhören zu reden. Ein Zwang treibt die an Amnesie leidende junge Frau dazu, ihre Erinnerungslücken mit Worten zu füllen. Längst hört ihr keiner mehr zu, außer in den Therapiestunden, die sie als Patientin der Psychiatrie bekommt. Bis sie Thomas findet. Lara weiß, es ist falsch, ihre Verzweiflung über ihre Amnesie auf ihn abzuladen, denn Thomas liegt im Koma. Dennoch schleicht sie sich immer wieder zu ihm und bemerkt bald, dass er auf ihre Stimme reagiert. Lara beschließt, Thomas eine Geschichte zu erzählen: eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihm, die bald für beide realer wird als ihr Dasein im Krankenhaus. Ein Traum von Liebe, an den sich beide klammern und der die Kraft hätte, nicht nur Thomas aus der Dunkelheit zu holen, sondern auch Lara. Doch beide ahnen nicht, was für eine erschütternde Wahrheit in den Tiefen von Laras Geschichte auf sie wartet …

„Träume, die ich uns stehle“ ist nach „Die Tage, die ich dir verspreche“ der neue große Liebesroman von Erfolgsautorin Lily Oliver.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426518977
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.11.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Tini_Ss avatar
    Tini_Svor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Wow, ich bin echt geflasht! Kein Mainstream, kein Kitsch, keine Klischees, sondern einfach besonders und beeindruckend - MUST READ! <3
    Kein Mainstream, kein Kitsch, keine Klischees, sondern einfach nur besonders und beeindruckend! <3

    Meine Meinung: Eigentlich erweckt das Cover, auch wenn es wirklich hübsch und zart aussieht, ein wenig falsche Erwartungen. In der Buchhandlung hätte ich es wohl nicht in die Hand genommen, weil es nach dem typischen romantischen Frauenroman aussieht. Doch das ist es nicht. „Träume, die ich uns stehle“ ist so viel mehr und fernab vom Mainstream. Deshalb bin ich froh, dass ich Lily Oliver alias Alana Falk schon kannte und aus dem Grund zu diesem besonderen Schätzchen gegriffen habe. Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse wurde es sogar in die Shortlist des „DELIA-Litertaturpreises“ aufgenommen und wie ich finde, völlig zu recht! Warum ich das finde und was die Geschichte so außergewöhnlich macht, möchte ich euch jetzt erzählen …

    Die Grundidee der Story ist schon ziemlich mutig und ungewöhnlich: Eine junge Frau mit einer Zwangsstörung und Gedächtnisverlust trifft auf einen Komapatienten, dem sie eine/ihre (?) Liebesgeschichte erzählt, weil es ihm anscheinend hilft, ihre Stimme zu hören. Dabei hat die Autorin besonders viel Wert auf authentische Charaktere gelegt. Lara und ihr Klinikalltag werden so lebendig und vielseitig beschrieben, dass ich sofort mittendrin war.

    Überhaupt waren die ersten Seiten der Knaller! Ich habe nichts erwartet und so viel bekommen: düster, mysteriös und dramatisch mit leichten thrillerartigen Zügen. Genauso sind die Gedanken und Träume von Thomas, unserem Komapatienten. Sie waren am Anfang recht wirr und verloren sich, was ich gerade deshalb so beeindruckend und realistisch fand. Denn wenn wir träumen, folgt das auch keiner Logik und keinen Naturgesetzen. Hut ab allein für diese Darstellung der Gedanken eines Patienten im Koma!

    Lara wuchs mir auch immer mehr ans Herz, da sie trotz ihrer Probleme, die sie hemmen und ausbremsen, ein liebenswerter, humorvoller Mensch ist. Ich habe stets mit ihr mitgefiebert und gecheerleadet, dass sie ihre Erinnerungen zurückerlangt und ihre Krankheit besiegt. Bei einigen Erinnerungen aus ihrer Kindheit wurde mir ganz anders und auch bei einer gewissen Szene mit einem gewissen Mann in ihrer Vergangenheit wurde mir echt mulmig zumute …

    Die Nebencharaktere waren ein bunt gemischter liebenswert-schrulliger Haufen. Ob der Psychiater, der Pfleger, die Zimmergenossin, die Physiotherapeutin oder der mysteriöse Fremde, sie alle brachten die Stoy voran und waren unverzichtbar. Vor allem die Mitglieder in Laras Therapiegruppe und Olga, ihre russische Zimmergenossin mit dem youTube-Kanal, brachten mich oft zum Schmunzeln. :D

    Ich war durchweg gefesselt, auch wenn die Geschichte eher ruhig verläuft. Trotzdem herrschte die ganze Zeit eine unterschwellige Spannung, weil viele Fragen beantwortet werden wollten … Da wurden Spuren gelegt, Hinweise gesät und mysteriöse Figuren eingeführt. Clever durchdacht von Lily Oliver. Man merkt, dass sie sich viele Gedanken um die Story gemacht hat und nicht den einfachen, geradlinigen Weg gegangen ist, um ihre Leser zu überraschen. So etwas schätze ich immer sehr. <3

    Ich litt und rätselte mit und ließ mich von Lara komplett in ihre eigene, ungewöhnliche Welt ziehen. Solch eine authentische und mitreißende Darstellung einer psychischen Krankheit habe ich selten gelesen. Es fiel mir unglaublich leicht, mich mit Lara zu verbinden. Und das, obwohl sie einige Aussetzer hat und teilweise naive, impulsive und merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag legt. Aber das musste einfach so sein und war absolut passend.

    Besonders zum Ende hin zog die Spannungsschraube an, es hagelte überraschende Enthüllungen und ich habe vieles davon nicht wirklich kommen sehen … Ich wurde geschickt in die Irre geführt und am Ende wieder auf den richtigen Pfad geleitet, zusammen mit Lara. Alle Fäden lösten sich logisch auf und es gab keine losen Enden.

    Ein wunderschöner, poetischer Schreibstil trug die eher dramatisch-düstere Stimmung – eine absolut gelungene Mischung! Auch das Ende war, wie die ganze Geschichte, realistisch-tragisch-bittersüß und ich mochte es genau deshalb. Es passte perfekt und erzeugte einen Nachhall, weil ich das Gelesene erstmal verdauen musste …

    Fazit: Wer bei dem Cover einen fluffig-romantischen Frauenroman erwartet, könnte nicht weiter daneben liegen! Denn „Träume, die ich uns stehle“ ist so viel mehr und das ist auch gut so! Die Figuren wurden nie in ein Schwarz-Weiß-Schema gepresst, sondern waren bunt und echt und lebendig. Die Autorin ging nie den einfachen Weg und hat Kitsch und Klischee komplett vermieden – Hut ab! Dafür streute sie geschickt mysteriöse Hinweise und psychologische Raffinessen ein, die mich begeistert miträtseln ließen …

    Wer sich darauf einlässt und in der richtigen Stimmung für eine bittersüße Geschichte ist oder wen der Klappentext auch nur im Entferntesten anspricht, der sollte es unbedingt lesen! Kein Mainstream, dafür Charaktere, die man ins Herz schließt und eine realistische Darstellung psychischer Krankheiten, ohne zu verharmlosen, zu romantisieren oder zu überdramatisieren. Lily Oliver meistert die Gratwanderung mit Bravour und ließ mich überrascht und berührt zurück.

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    -Tine-s avatar
    -Tine-vor einem Monat
    Kurzmeinung: Lara & Thomas, eine psychische Krankheit & Koma, Realität und Wahrnehmung. Eine emotionale Geschichte über die Wahrheit.
    Die Autorin spielt mit der Wahrnehmung der Leser

    Lara hatte einen Unfall und befindet sich nun im Krankenhaus in  der Psychiatrie, da sie zwanghaft redet um die Wörter aus ihrem Kopf zu bekommen, und sich an die letzten beiden Jahre nicht mehr erinnern kann. Thomas hatte ebenfalls einen Unfall und liegt seitdem im Koma. Lara findet zu Thomas‘ Zimmer und spürt eine Verbindung zwischen sich, weshalb sie ihm Geschichten über sie beide erzählt.

    Abwechselnd erzählen die beiden Protagonisten wie es ihnen ergeht. Lara berichtet von ihren Treffen mit dem Therapeuten, der Qual, ihre Worte nicht im Kopf behalten zu können, und ihren Kontakt zu anderen Kranken und dem Krankenhauspersonal. Sie kommt wesentlich öfter zu Wort als Thomas, was aber angesichts ihrer beiden Erkrankungen nachvollziehbar ist. Thomas liegt im Koma und hat beklemmende Träume. Anfangs fand ich diese Szenen sehr wirr und musste sie aufmerksam lesen, aber eben weil man nichts über Thomas weiß, habe ich mich auf diese Kapitel am meisten gefreut. Seine Träume waren oft symbolisch, enthalten aber auch stets einen wahren Gehalt, den Thomas beschäftigt.

    Der Anfang war sehr spannend, da man unbedingt wissen möchte, in welche Unfälle oder gar welchen Unfall die beiden verwickelt waren. Außerdem fragt der Leser sich auch, warum sich Lara an die letzten beiden Jahre ihres Lebens nicht erinnern kann. Schnell kommt auch die Frage auf, ob die beiden sich vor dem Unfall bereits kannten. Hier streut Lily Oliver geschickt entsprechende Details, durch die man einmal glaubt, die beiden würden sich schon kennen und oftmals, dass sie sich vorher noch nie begegnet waren. Man kann sich auch nie sicher sein, ob bzw. wie viel von Laras Erzählungen wahr sind. Dies fand ich sehr gelungen, denn man hat immer darüber nachgedacht und nach Hinweisen gesucht, wodurch man sich eine Theorie aufgebaut hat. Aber glaubt mir, man kommt nicht so schnell darauf, ob die beiden sich vor dem Krankenhaus schon kannten und ich habe auch oftmals meine Meinung darüber geändert. Lily Oliver spielt hier geschickt mit dem Leser.

    Lily Oliver hat Laras Charakter sehr gut aufgebaut und ihren derzeitigen psychischen Zustand gut umgesetzt. Anfangs konnte ich damit nicht viel anfangen, aber mit jeder Therapiesitzung und jedem Redeschwall wurde mir das Krankheitsbild klarer. Beim Lesen hat sich ihre Unruhe und Ungeduld auch total auf mich übertragen, sodass ich das Buch mal kurz zur Seite legen musste oder ein anderes Mal gar nicht mehr aufhören konnte, den Geschehnissen auf den Grund zu gehen – was mir besonders am Schluss passiert ist, um zwei Uhr war ich dann durch.

    Im ersten Drittel gab es eine kleine Durstrecke, in der die Spannung abgeflaut ist. Aber man ist durchweg völlig gespannt und von der Geschichte eingenommen, wodurch man dem Ende entgegenfiebert. Rückblickend rücken die einzelnen Geschehnisse ins richtige Licht und man erkennt sehr viele geschickt platzierte Puzzleteile, die sich perfekt zusammenfügen.

    Fazit:

    Lily Oliver schrieb hier nicht nur eine emotionale Geschichte über Lara und Thomas, die beide einen Unfall hatten und mit den Folgen zu kämpfen haben, sondern spielt auch geschickt mit der Wahrnehmung der Leser. Man fragt sich immer, ob sich die beiden vor dem Zusammentreffen im Krankenhaus kannten oder nicht. Auch der Wahrheitsgehalt von Laras Geschichten und die Geschehnisse hinter Thomas' wirren Träumen, waren lange unklar. All die vielen Details fügen sich am Ende zu einem absolut passenden und überraschenden Gesamtbild zusammen, wodurch sich ein schönes und nachvollziehbares Ende ergibt.

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    zeilendufts avatar
    zeilenduftvor 2 Monaten
    Träume, die ich uns stehle - Lily Oliver

    Ein großes Dankeschön an die Autorin Lily Oliver bzw. Alana Falk für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares und für die unglaublich liebe Widmung! 😊💚
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    💫  Allgemeines zum Buch 💫
    Titel: Träume, die ich uns stehle
    Autor/in: Lily Oliver
    ISBN: 978 - 3 - 426 - 51897  7
    Verlag: Droemer Knaur
    Genre: Roman
    Seitenzahl:396
    Preis: 9,99 Euro



    💫 Klappentext 💫
    𝒮𝓊𝒸𝒽 𝒾𝓃 𝒯𝓇𝒶𝑒𝓊𝓂𝑒𝓃 𝓃𝒾𝑒𝓂𝒶𝓁𝓈 𝓃𝒶𝒸𝒽 𝒹𝑒𝓇 𝒲𝒶𝒽𝓇𝒽𝑒𝒾𝓉
    Lara weiß nach einem schweren Unfall nicht mehr, wer sie ist und woher sie kommt. Aber als sie im Krankenhaus auf den Studenten Thomas trifft, fühlt sie sich erstmals seit langem geborgen. Thomas hört ihr zu, wenn sie versucht, ihre Erinnerungen zu sortieren. So beginnt sie, ihm eine Geschichte zu erzählen, aus der bald eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihm wird. Eine Liebe, die vielleicht für immer ein Traum bleiben muss, denn Thomas liegt im Koma...

    Quelle:  www.droemer-knaur.de


    💥  Achtung! Rezension könnte Spoiler beinhalten!  💥



    💫 Meine Meinung 💫
    Wer mich ein wenig näher kennt, weiß, dass ich ein absoluter Fan von  tiefgründigen, emotionalen Geschichten bin. Deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, als mich die Autorin fragte, ob ich nicht Lust hätte, ihr Buch zu lesen. Der Klappentext klang absolut vielversprechend und dementsprechend war ich sofort Feuer und Flamme.  Leider hat mich dieses Buch ein klitzekleines bisschen  enttäuscht. Aber fangen wir mal von vorne an.

    Unsere Hauptprotagonistin Lara hatte einen schweren Unfall und kann sich weder an den Unfallhergang erinnern noch daran, wer sie ist und woher sie kommt. Ich habe Lara als einen sehr liebevollen Menschen kennenlernen dürfen. Ihre  verpeilte Art fand ich total toll, wodurch sie mir automatisch  sympatisch wurde. 
    Mich hat ihre Geschichte sehr  berührt, denn einen Gedächtnisverlust wünsche ich wirklich keinem Menschen auf dieser Welt. Dennoch muss ich auch gestehen, dass Lara mir mit der Zeit ein wenig  auf die Nerven ging und ich sie als ziemlich  anstrengend empfunden habe. 


    𝒲𝒾𝑒 𝓀𝒶𝓃𝓃 𝓈𝒾𝒸𝒽 𝑒𝓉𝓌𝒶𝓈, 𝒹𝒶𝓈 𝑔𝒶𝓇 𝓃𝒾𝒸𝒽𝓉 𝑒𝓍𝒾𝓈𝓉𝒾𝑒𝓇𝓉, 𝓈𝑜 𝓊𝓃𝑔𝓁𝒶𝓊𝒷𝓁𝒾𝒸𝒽 𝑒𝒸𝒽𝓉 𝒶𝓃𝒻𝓊𝑒𝒽𝓁𝑒𝓃? ( 𝒮.  368)

    An sich fand ich die  Liebesgeschichte, die Lara sich zwischen ihr und Thomas zusammen gereimt hat, wirklich ziemlich  süß und  berührend. Aber mit der Zeit wurde es mir irgendwann schlicht und ergreifend  zu viel. Ich hatte das Gefühl, dass 2/3 dieses Buches nur die erfundene Liebesgeschichte erzählte, während hier für mich persönlich Laras Krankheitsbild und der Grund für Thomas`Fall ins Koma einfach  zu kurz kamen. Hierbei hätte ich mir  mehr Hintergrundwissen gewünscht und einfach ein wenig  Abwechslung, was den Fortgang der Geschichte betrifft. So muss ich gestehen, dass ich manche Seiten mehr überfolgen als gelesen habe, weil es für mich manchmal etwas  langweilig wurde.

    Schön fand ich die einzelnen Kapitel, die aus Thomas`Sicht erzählt worden sind. Es war eine besondere  Erfahrung, in seine Gedanken einzutauchen und seine Erzählperspektive hat nochmal verdeutlicht, wie viel Komapatienten von dem, was um sie herum passiert, tatsächlich mitbekommen. Diese Thematik interessiert mich schon seit Längerem wirklich sehr.

    𝒲𝒶𝓈, 𝓌𝑒𝓃𝓃 𝓂𝑒𝒾𝓃𝑒 𝒮𝓉𝒾𝓂𝓂𝑒 𝒹𝒶𝓈 𝐸𝒾𝓃𝓏𝒾𝑔𝑒 𝒾𝓈𝓉, 𝓌𝒶𝓈 𝒾𝒽𝓃 𝓃𝑜𝒸𝒽 𝒽𝒶𝑒𝓁𝓉 𝒾𝓃 𝒹𝒾𝑒𝓈𝑒𝓇 𝒲𝑒𝓁𝓉? (𝒮. 𝟩𝟪)

    Die Geschichte  zwischen Lara und Thomas war etwas ganz Besonderes und dieses innige Verhältnis, obwohl beide sich vor dem Aufenthalt noch nie begegnet waren, fand ich sehr beeindruckend. Die  Willenskraft und die  Stärke, mit der Lara Tag für Tag um Thomas gekämpft hat, war sehr schön mit anzusehen. Und gerade auf den letzten Seiten ist dem Leser noch einmal klar geworden, wie sehr die beiden auf eine ganz besondere Art und Weise quasi voneinander abhängig sind. Beide haben den jeweils anderen  gebraucht, um wieder den Platz im Leben einzunehmen, den sie beide vorher hatten. 
    Und ich bin mir sicher, dass sie es schaffen werden. 


    𝐼𝒸𝒽  𝓂𝑜𝑒𝒸𝒽𝓉𝑒 𝒹𝒾𝓇 𝑒𝓉𝓌𝒶𝓈 𝑒𝓇𝓏𝒶𝑒𝒽𝓁𝑒𝓃. (...) 𝐸𝒾𝓃𝑒 𝓃𝑒𝓊𝑒 𝒢𝑒𝓈𝒸𝒽𝒾𝒸𝒽𝓉𝑒, 𝒹𝒾𝑒 𝒹𝓊 𝓃𝑜𝒸𝒽 𝓃𝒾𝒸𝒽𝓉 𝓀𝑒𝓃𝓃𝓈𝓉. 𝒟𝑒𝒾𝓃𝑒 𝓊𝓃𝒹 𝓂𝑒𝒾𝓃𝑒. 𝒰𝓃𝒹 𝓈𝒾𝑒 𝒻𝒶𝑒𝓃𝑔𝓉 𝑔𝑒𝓇𝒶𝒹𝑒 𝑒𝓇𝓈𝓉 𝒶𝓃. (𝒮.𝟥𝟫𝟨)


    Für mich war "Träume, die ich uns stehle" ein Buch, welches mich sehr  überrascht hat, sowohl positiv als auch negativ. Schlussendlich hat das Buch es aber geschafft, mich auf den letzten Seiten so zu  fesseln, dass es für mich hiermit diese etwas zu sehr in die Länge gezogene Liebesgeschichte eindeutig wieder wett machen und mich hierdurch entschädigen konnte. 

    Das Buch war nicht perfekt, aber eine sehr  berührende Geschichte, die zurecht  Lob verdient hat. Lily Oliver kann  stolz auf das sein, was sie hier erschaffen hat. Und ich bin mir sicher, dass ich mir bald weitere Bücher der Autorin ansehen werde. 


    Bewertung:   🌟🌟🌟🌟/🌟🌟🌟🌟🌟

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    jackiherzis avatar
    jackiherzivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Lily Oliver greift ein sensibles Thema auf und nach anfänglichen Schwierigkeiten, konnte sie mich absolut dafür gewinnen.
    Sehr interessante Thematik

    Hier geht es zur Rezension auf meinem Blog: https://liebedeinbuch.blogspot.com/2018/07/rezension-traume-die-ich-uns-stehle.html

    Kurzbeschreibung: Lara kann nicht aufhören zu reden. Ein Zwang treibt die an Amnesie leidende junge Frau dazu, ihre Erinnerungslücken mit Worten zu füllen. Längst hört ihr keiner mehr zu, außer in den Therapiestunden, die sie als Patientin der Psychiatrie bekommt. Bis sie Thomas findet. Lara weiß, es ist falsch, ihre Verzweiflung über ihre Amnesie auf ihn abzuladen, denn Thomas liegt im Koma. Dennoch schleicht sie sich immer wieder zu ihm und bemerkt bald, dass er auf ihre Stimme reagiert. Lara beschließt, Thomas eine Geschichte zu erzählen: eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihm, die bald für beide realer wird als ihr Dasein im Krankenhaus. Ein Traum von Liebe, an den sich beide klammern und der die Kraft hätte, nicht nur Thomas aus der Dunkelheit zu holen, sondern auch Lara. Doch beide ahnen nicht, was für eine erschütternde Wahrheit in den Tiefen von Laras Geschichte auf sie wartet …

    Cover: Das Cover ist wirklich sehr hübsch. Es hat etwas malerisches, denn trotz seiner Schlichtheit, fesselt es mich total.

    Meine Meinung: Bei meinem ersten Buch von Lily Oliver habe ich gleich gemerkt, dass die Autorin in ihren Geschichten wirklich interessante und besondere Themen aufgreift. Und auch in "Träume, die ich uns stehle" ist das Thema wirklich interessant und sehr sensibel. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte mich die Autorin auch dafür begeistern.

    Lara, die Protagonistin, ist nach einem Unfall in psychiatrischer Behandlung. Sie hat eine scheinbar unbekannte Krankheit. Oftmals kann sie einfach nicht aufhören zu reden und vergisst ganze Stunden, Tage oder in diesem Fall die letzte zwei Jahre vor ihrem Unfall. Lara ist verzweifelt, fühlt sich vollkommen hilflos, bis sie auf Thomas trifft.

    Thomas ist am gleichen Tag eingeliefert worden wie Lara und liegt seit dem im Koma. Und jetzt kommt das Überraschendste: Thomas erzählt auch einen Teil der Geschichte. Diese Passagen haben mir besonders am Anfang nicht gefallen. Thomas Perspektive ist wirklich abstrus. Unzusammenhängende Szenen, in denen er einen Berg hochradelt, von Vögeln attackiert wird oder eine Slideshow von seinem Lebens betrachtet.

    Doch Lara spürt eine besondere Verbindung zwischen den beiden und fasst den Entschluss Thomas zu helfen. Sie besucht ihn und erzählt ihm Geschichten. Bald werden daraus Liebesgeschichten mit Lara und Thomas als Hauptpersonen. Die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwimmen immer mehr. Wobei durch den Erzählstil oftmals auch nicht klar ersichtlich ist, ob Lara gerade ihrer Geschichte erzählt oder die Gegenwart schildert.

    Insgesamt steht die Liebesgeschichte aber nicht im Fokus, sondern Laras Krankheit und ihr Kampf dagegen. Denn um für Thomas da zu sein, muss sie erst lernen mit ihrer eigenen Krankheit umzugehen. Sie muss sich selbst helfen. Die Entwicklung beider Charaktere wird dabei absolut realistisch und glaubwürdig dargestellt. Kleine, detailliert beschriebene Entwicklungsschritte.

    Und nach und nach lüften sich die Zusammenhänge der Geschichte. Wobei die Autorin es immer wieder schafft, Wendungen einzubauen, die neue Verwirrungen schaffen und die Spannung aufrechterhalten. Das Ende ist perfekt unperfekt und passt einfach zu dieser Geschichte. So und nicht anders!

    Fazit: In "Träume, die ich uns stehle" begegnet uns die besondere Liebesgeschichte von Lara und Thomas, die eigentlich gar keine Liebesgeschichte ist. Es geht viel mehr um die psychische Krankheit von Lara und der Kampf mit dieser. Es ist echt, realistisch, mitreißend, berührend. Nur zu Beginn hatte ich einige Schwierigkeiten mit der Geschichte, deswegen gibt es von mir 4 Sterne.

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    Mrs_Stranges avatar
    Mrs_Strangevor 2 Monaten
    Träume die ich uns stehle

    Selten schafft es ein Buch so viele Gefühle auf einmal zu transportieren. Es ist nicht nur eine Liebesgeschichte. Es ist spannend, aufwühlend, beängstigend und trotzdem wunderschön. Endlich mal wieder keinen 0/8/15 Protagonisten. Endlich mal eine nicht vorhersehbare Story. Selten, dass ich mir bei einem Buch einen zweiten Band wünsche...

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    Mimmi2601s avatar
    Mimmi2601vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach unglaublich berührend, mitreißend und tiefgründig! Taschentücher unbedingt bereit halten!
    Unglaublich berührend, tiefgründig und gefühlvoll!

    Meine Meinung:

    Tatsächlich hat mich das Buch schon länger angelacht, ich wollte es folglich auch schon seit einiger Zeit lesen,  hatte es mir aber - aus welchem Grund auch immer - nicht zugelegt. Dann bin ich auf die Instagramaktion aufmerksam geworden und da habe ich dann einfach mal meine Chance genutzt und ich bereue es wirklich kein Stück. Ich weiß nicht, wie es jetzt wäre, wenn ich das Buch immer noch nicht gelesen hätte, aber ich bin wirklich unheimlich froh, es jetzt endlich getan zu haben! An dieser Stelle noch einmal ein ganz großes Dankeschön an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

    Wie immer möchte ich erst einmal auf das Cover eingehen, welches zwar ziemlich schlicht gehalten ist, aber dennoch einen wirklich tollen Bezug zur Geschichte aufweist. Wenn ich mich nämlich nicht täusche, sollen die Vögel auf dem Cover Kolibris darstellen. Diese Vögel findet man auch in der Geschichte wieder und dass gerade dieses Detail mit auf dem Cover zu sehen ist, gefällt mir wirklich unheimlich gut! Generell finde ich das Cover wirklich schön gestaltet und es spricht mich wirklich an.

    Der Schreibstil war wirklich sehr angenehm und flüssig zu lesen, ich hing förmlich an den Zeilen. Das Buch konnte ich nachher auch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil der Schreibstil einfach so unglaublich fesselnd war. Ich bin auf jeden Fall schon sehr auf die weiteren Werke der Autorin gespannt!

    Die Charaktere fand ich einfach unglaublich. Vor allem Lara wurde so realistisch und authentisch dargestellt und ihre Krankheit so gut herausgearbeitet, dass ich mich vollkommen in sie hineinversetzen konnte. Meiner Meinung nach ist sie wirklich eine unglaublich starke Frau, auch wenn sie selbst das vielleicht nicht so sieht. Lara konnte mir wirklich sehr ans Herz wachsen und ich fühlte mich ihr auch irgendwie verbunden. Aber auch Thomas konnte sich total in mein Herz schleichen, auch wenn man von ihm jetzt nicht ganz so viel erfuhr, wie über Lara. Das war aber vollkommen in Ordnung, denn das Buch wies auch eine sehr krasse Wendung auf, mit der ich so gar nicht gerechnet habe. Generell konnte ich alle Charaktere wirklich sehr in mein Herz schließen, sie alle hatten so ihre Ecken und Kanten, aber genau das machte sie auch so besonders! Und sie alle waren irgendwie auch ein Teil dieser Geschichte und spielten doch schon wichtige Rollen. Diese waren zwar unterschiedlich wichtig, dennoch denke ich, dass die Geschichte nicht so verlaufen wäre, wenn die einzelnen Personen anders gehandelt hätten.

    Und damit sind wir auch schon bei der Handlung angelangt. Und auch diese fand ich wirklich toll, vor allem weil das alles nachher in sich schlüssig war. Genau wie Lara weiß man nicht was los ist. Stück für Stück kehren ihre Erinnerungen durch die Therapie, die sie macht zurück. Beziehungsweise sie kehren dadurch zurück, dass Lara anfängt zu reden - und zwar mit Thomas. Denn dieser kann nicht vor ihrem Redeschwall davonrennen und muss ihr gezwungenermaßen zuhören, denn Thomas liegt im Koma. Und da fängt es einfach schon an. Ich finde, dass die Autorin Laras Krankheit so gut beschrieben und herausgearbeitet hat, dass man einfach hautnah dabei war, wie immer mehr Erinnerungslücken wiederkehren. Genauso war es aber auch mit Thomas' Gedanken, ich fand es toll manche Situationen aus beiden Sichten zu lesen. Ich fand es einfach total spannend zusammen mit Lara die Abgründe ihrer Vergangenheit zu entdecken und diese waren auch wirklich erschreckend. Aber mit dem großen Knall habe ich überhaupt nicht gerechnet, denn es ist etwas passiert, was mich einfach total baff gemacht hat, einfach weil es so surreal war. Und damit nahm die Geschichte einen komplett anderen Verlauf an und die Spannung stieg dadurch noch mehr. Ich konnte das wirklich nicht glauben, nicht begreifen und ich finde genau sowas braucht ein Buch: Etwas mit dem man überhaupt nicht rechnet und was einen dann total aus der Bahn wirft. Und das hat die Autorin wirklich super hinbekommen! Aber auch die Gefühle von Lara und Thomas wurden wirklich sehr gut rübergebracht und ich musste am Ende auch total weinen! Und genau deswegen ist das Buch eine wirkliche Empfehlung, weil es so tiefgründig und emotional ist und einer Achterbahnfahrt der Gefühle gleicht.

    Fazit:

    Ein wirklich tolles Buch, das mich auch mehrmals zum weinen gebracht hat. Es war einfach total emotional und tiefgründig und konnte mich in seinen Bann ziehen! Vor allem mit einer Sache hätte ich wirklich gar nicht gerechnet! Danach war der Schock natürlich umso größer und die Geschichte nahm einen komplett anderen Verlauf an, mit dem ich so auch nicht gerechnet habe! Das Ende hat mich dann einfach nur noch total begeistert, weil es einfach so schön und irgendwie auch traurig zugleich war, aber es war auf seine Art auch einfach nur perfekt. An dieser Stelle noch einmal ein ganz großes Dankeschön an die Autorin für dieses so tiefgründige und gefühlvolle Buch! Deswegen erhält das Buch von mir 5/5 Sternen.

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    vielleser18s avatar
    vielleser18vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Trauring-schön, soooo gefühlvoll, ein wunderbares und überraschendes Buch
    Leseempfehlung !!!

    Lara befindet sich nach einem Unfall in einer psychiatrischen Klinik. Sie hat ihre Erinnerungen an die letzen zwei Jahre komplett verloren, dazu kommt, dass sie schon seit Kindheit an dem Zwang leidet ständig reden zu müssen. Durch Zufall landet sie eines Tages auf der Intensivstation der angeschlossenen Klinik und die Stille, die den Komapatienten Thomas umgibt, zieht sie magisch an. Ihre Stimme dringt bis in sein tiefstes Inneres vor und sie schafft es, dass seine Herztöne ansteigen, etwas was sonst keiner vor ihr geschafft hat. Eine seltsame Verbindung entsteht zwischen den beiden - bei der Lara erzählt und zu ihm durchdringt, bei der Thomas aber nicht reagiern oder gar agieren kann. Nur seine Gedanken werden berührt, seine Ängste beruhigt, seine Hoffnung gestärkt.

    Die Autorin Lily Oliver, das Pseudonym von Alana Falk, schildert abwechselnd aus Sicht von Lara und Thomas. Der Roman ist tragisch-schön, so gefühlvoll, es steckt voller wunderbarer Zeilen. Es beschreibt zeitgleich Glaube, Liebe und Hoffnung für eine Zukunft, aber auch voller erschreckender Tatsachen, die langsam, aber stetig, über die Vergangenheiten der beiden ans Tageslicht kommen.
    Dabei hat mich vor allem der gefühlvolle Erzählstil der Autorin, die so authentisch die menschliche Seite und die medizinischen Probleme der Protagonisten beschreibt,  berühren können. Überzeugend war die Entwicklung dargestellt, sie es die Handlung oder die der Protagonisten.
    Lara und Thomas sind mir ans Herz gewachsen und am Ende des Romans habe ich sie nur ungern ziehen lassen.

    "Träume, die ich uns stehle", ist ein Roman fürs Herz, er spricht eine große Gefühlspalette an beim Lesen, man fühlt mit, man ist berührt. Aber auch überraschende Wendungen haben dazu geführt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte, weil ich wissen musste, wie es ausgeht.

    Von mir vollste Leseempfehlung für eine fesselnde Geschichte!

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    dariareadss avatar
    dariareadsvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch ist einfach der Hammer. Sehr emotional – man steckt regelrecht zwischen Traum und Wahrheit. Die Taschentücher bereithalten!
    Was ist wahr, was ist Traum?

     

    Nach einem schweren Unfall, weiß Lara nicht mehr, wer sie ist und was passiert ist. Deshalb verbringt die an Amnesie leidende junge Frau ihr Leben in einer Psychiatrie. Lara kann nicht aufhören zu reden, denn ein Zwang treibt sie dazu, ihre Erinnerungslücken mit Worte zu füllen. Niemand mag ihr zuhören, außer ihr Therapeut Martin, aber das ist ja sein Job.

    Dann findet sie Thomas. Bei ihm fühlt sie sich seit langem wieder wohl, denn er hört ihr zu und hilft ihr, ihre wirren Gedanken zu sortieren und sich wieder zu erinnern. Sie beginnt ihm eine Geschichte zu erzählen, die zu einer Liebesgeschichte zwischen ihm und ihr wird. Die aber wahrscheinlich immer ein Traum bleiben muss... denn Thomas liegt im Koma...

     

    Meine Meinung:

    Die Autorin Lily Oliver (aka Alana Falk) lernte ich zum ersten Mal auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse kennen. Da wusste ich noch nicht, was für eine großartige Autorin sie ist. Schon damals faszinierte sie mich mit ihren (gesprochenen) Worten und war mir sofort sympathisch. Gerade deshalb freute ich mich riesig, als sie mich fragte, ob ich nicht ihr Buch "Träume, die ich uns stehle" lesen und rezensieren möchte. Ich hoffe ich finde die richtigen Worte, die das Buch so beschreiben, wie ich beim Lesen empfunden und gedacht habe.

     

    Der Anfang des Buches war recht verwirrend und verbreitete leicht Chaos in meinem Kopf. So muss sich auch Lara fühlen, die nach einem Unfall alles vergessen hat. Rückblickend finde ich es sogar gut, dass der Beginn genauso geschrieben ist. Es passt zur Geschichte – es passt zu Lara und ihrer Person. Ihre psychische Krankheit ist sehr realistisch und glaubwürdig beschrieben. Ich hatte nie das Gefühl gehabt, dass irgendein Verhalten von Lara widersprüchlich war oder nicht hinein passte.

    Sobald ich michaber  reingelesen habe, konnte und wollte ich am Liebsten nicht mehr aufhören.

     

    Es wurde aus zwei Perspektiven geschrieben – jeweils aus Laras und Thomas' Sicht. Wobei die Kapitel aus Thomas' Sicht recht kurz und nicht so ausführlich – eigentlich mehr durcheinander – waren, erfuhr man trotzdem viel über seine eigene Vergangenheit und wie viel er in seinem Koma mitbekommt.

    Die hauptsächliche Geschichte läuft aus Laras Sicht ab. Wenn sie Thomas ihre Geschichte erzählt, hatte ich mich oft gefragt ob das, was sie erzählt, nun echt ist oder nicht. Und das war für mich das spannendste und aufregenste an dem Buch. Man wusste bis zum Ende nie, was nun Wirklichkeit oder Traum war.

     

    Lara ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen und ich bewundere sie, denn wo sie anfangs noch total unsicher und verängstigt war, den Drang zu reden, nicht widerstehen konnte, wurde sie zum Ende hin immer Stärker und bekam immer besser ihre Krankheit in Griff

     

    Zum Ende hin gab es dann eine große Wendung, die ich niemals während des Lesens vermutet hätte. Schon ganz zu Beginn hatte ich eine Theorie, ein bisschen enttäuscht darüber, dass es so durchschaubar ist. Zum Glück gab es dann den Twist, der im Endspurt noch richtig Spannung mit sich brachte.

     

    Fazit:

    Vielen Dank Lily Oliver für diese wundervolle, berührende und emotionale Geschichte, die mich an einigen Stellen sogar zu Tränen rührte (besonders das Ende). Dieses Buch gehört definitiv zu einem meiner Jahreshighlights 2018, welches ich nie vergessen werde. Auch ein ganz großes Dankeschön, dass du mir das Buch zur Verfügung gestellt hast. Ich liebe, liebe es und es hat 5 von 5 Sternen sowas von verdient! Sehr zu empfehlen!

     

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    annaika96s avatar
    annaika96vor 2 Monaten
    Träume, die wir alle brauchen.

    Worum geht es? Es geht um Lara. Lara, die einen Unfall hatte. Lara, die jetzt in der Psychiatrie sitzt. Lara, die zwei Jahre ihres Lebens verloren hat. Daneben gibt es noch Thomas. Thomas, der ihr zuhört. Thomas, der ihr hilft. Thomas, der im Koma liegt. Und eine Vergangenheit, die nicht das ist, was sie zu scheinen vermag.

    Ich war von vornherein gefesselt. Erst einmal natürlich von Lara. Wollte wissen was passiert ist und auch was Lara wiederfahren ist. Was war passiert?
    Thomas ist ihr einziger Ruhepol. Zusammen mit ihm sortiert sie ihre Vergangenheit und Lara wird immer stabiler.
    Im Buch hat man zwei Sichten: Die aus Thomas' und die aus Laras. Beide wissen nicht was ihnen wiederfahren ist. Zusammen finden sie es heraus. Verbunden durch die Verganhenheit wollen sie sich eine neue Zukunft erschaffen.
    Fazit: Lara und Thomas sind zwei Charaktere mit Ecken und Kanten. Sie könnten dem echten Leben entsprungen sein. Das die eine Art von Liebe verbindet, ist von vornherein klar, aber nicht ihr Verlauf. Er ist einzigartig! Ich als Leserin habe mich mit verliebt.
    Die Autorin hat es geschafft eine mitreißende Handlung zu erstellen, die realistisch erscheint und den Leser tief berührt.

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    Bleistiftminevor 2 Monaten
    Überraschende Geschichte

    Inhalt
    Lara befindet sich in einer Klinik, in der sie versucht, ihre Wissenslücken nach einem Unfall zu schließen. Dabei kommt es immer wieder zu Situationen, in denen sie einfach nicht aufhören kann, zu reden.
    Auf der Suche nach einem Menschen, der ihr zuhört, trifft sie zufällig auf der Intensivstation auf den im Koma liegenden Thomas, zu dem sie sofort eine Verbindung spürt.
    Immer öfter schleicht sie sich heimlich zu ihm und hat dabei nicht nur das Gefühl, sich in ihn zu verlieben, sondern auch ihn schon viel länger zu kennen…

    Meine Meinung
    Die Geschichte wird abwechselnd aus Laras und Thomas‘ Sicht erzählt, was mich anfangs überrascht hat – aber die Szenen aus Thomas‘ Sicht sind interessant, weil der Leser so mitbekommt, wie viel er von seiner Umgebung noch wahrnehmen kann.
    In der Geschichte gab es einige Wendungen, die mich ziemlich überrascht haben – darauf kann ich allerdings ohne Spoiler nicht näher eingehen.
    Insgesamt war mir Lara sehr sympathisch, auch wenn sie eine psychische Störung hat, die sie teilweise so viel reden lässt. Zum Verlauf der Krankheit kann ich nicht sagen, ob er so tatsächlich ablaufen könnte, ich fand ihn aber recht realistisch dargestellt. Auch fand ich gut, wie sie sich letztendlich gegen den Auslöser für die letzte große Wissenslücke stellen konnte.
    Zu Thomas selbst kann ich nicht viel sagen, da er kaum wirklich zur Handlung beiträgt und immer nur aus der Sicht anderer beschrieben wird, aber seine vergangenen Handlungen sind nachvollziehbar, weshalb er mir im Grunde auch gefällt, auf keinen Fall aber unsympathisch ist (zwischendurch wollte ich gar nicht glauben, dass er bestimmte Aktionen tatsächlich vollbracht hat und das hat sich zum Ende glücklicherweise auch aufgeklärt).
    Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen, ich hoffe natürlich, dass sich Thomas wieder vollständig erholt hat und nun glücklich ist.

    Fazit: Eine Geschichte mit einigen überraschenden Wendungen, erzählt in einem den Leser mitnehmenden angenehmen Schreibstil.

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