Mit „Waldnacht“ habe ich mein erstes Buch von Lina Bengtsdotter gelesen und der Auftakt der Sakka-Pienni-Reihe hat mich direkt überzeugt.
Der Kriminalfall ist spannend aufgebaut und bietet einige überraschende Wendungen. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte nicht allein von der eigentlichen Fallaufklärung lebt. Im Mittelpunkt steht auch Kriminalinspektorin Sakka Pienni, deren psychische Erkrankung und persönliche Vergangenheit die Ermittlungen auf besondere Weise beeinflussen. Dadurch gewinnt der Roman deutlich an Tiefe.
Auch die Atmosphäre konnte mich überzeugen. Lina Bengtsdotter erzählt ruhig und eindringlich, ohne auf übermäßige Brutalität oder Effekthascherei zu setzen. Die wechselnden Zeitebenen fügen sich nach und nach zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen und sorgen dafür, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt.
Besonders gelungen fand ich die Figuren. Sakka ist eine ungewöhnliche und vielschichtige Protagonistin, deren Geschichte mich neugierig auf die Fortsetzung gemacht hat. Auch das Ermittlerteam insgesamt wirkt authentisch und harmoniert sehr gut.
Für mich ist „Waldnacht“ ein gelungener, atmosphärischer Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht. Ich freue mich schon auf den zweiten Band.























