Lina Thiede

 4,2 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Homo Femininus, Verbanntes Herz (uebersinnlich) und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lina Thiede

LINA THIEDE … wurde 1996 geboren, darf also erst seit zwei Jahren in den USA Wein trinken. Ihre erste Veröffentlichung landete sie 2017 mit dem E-Book „Verbanntes Herz“ im ueberreuter-Verlag. Mit dem Roman „Homo Femininus“ (der bereits 2016 entstand) wird sie das erste Mal in Print publiziert. Sie ist Mitgründerin und Mitherausgeberin des Literaturblattes „Handjob“. Sie schrieb, organisierte, redigierte, komponierte und sprach teilweise die Kurzgeschichtenreihe „Natalies Sinfonie“ bei bonnFM. Bereits mehrfach hatte sie beim Jugendliteraturpreis der OVAG und beim Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen mit Kurzgeschichten Erfolg, unter anderem mit den Texten „Dvořák Requiem“ und „Triosonate“ aus „Natalies Sinfonie“. Lina Thiede studiert derzeit Komparatistik und Musikwissenschaft in Bonn.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Lina Thiede

Cover des Buches Homo Femininus (ISBN: 9783947652129)

Homo Femininus

 (5)
Erschienen am 01.04.2020
Cover des Buches Verbanntes Herz (uebersinnlich) (ISBN: 9783764191917)

Verbanntes Herz (uebersinnlich)

 (4)
Erschienen am 16.06.2017
Cover des Buches Basement Tales Vol. 9 (ISBN: 9783947652167)

Basement Tales Vol. 9

 (1)
Erschienen am 14.01.2021
Cover des Buches Homo Femininus (ISBN: 9783742798947)

Homo Femininus

 (0)
Erschienen am 26.01.2017

Neue Rezensionen zu Lina Thiede

Cover des Buches Basement Tales Vol. 9 (ISBN: 9783947652167)Lottchens avatar

Rezension zu "Basement Tales Vol. 9" von Jens Schumacher

Großartige, überraschende und spannende Geschichten
Lottchenvor 10 Monaten

Auf die ‚Basement Tales 9: Last Exit‘ habe ich mich schon lange gefreut und es ist wieder großartig geworden. Dieses Mal gab es insgesamt 13 Texte, einige etwas länger, andere etwas kürzer, aber alle schaffen es, die Leser in abgefahrene Situationen mitzuführen. Mir hat die Abwechslung der Genres sehr gut gefallen. Ständig kam wieder eine neue Überraschung dazu, was beim Lesen wirklich viel Spaß gemacht hat.

Der Band fängt an mit einer Geschichte von Faye Hell ‚Wenn möglich, bitte wenden‘. Die Geschichte wird von einer Ich-Protagonistin erzählt. Als Leser erfährt man ziemlich schnell, dass sie mit dem Auto unterwegs ist, aber sonst wird man ein wenig im Dunkeln gelassen. Nach und nach kommen Details und Gedanken dazu und entdeckt, wo wir uns befinden und was eigentlich genau los ist. Durch diesen langsamen, aber spannenden Aufbau bleibt die Geschichte von Anfang bis Ende spannend.

Danach folgt ‚Last Exit‘ von Axel Hildebrand. Darin handelt es sich um eine junge Frau, Leonie, die entscheiden muss, ob sie ihren Vater, der schon lange in Koma liegt, maschinell am Leben erhalten möchte oder nicht. Die Geschichte ist großartig geschrieben, aber das Ende ist unglaublich fies. Ich habe wirklich von Anfang an mit Leonie mitgefiebert, mich manchmal aber auch gefragt ‚warum?‘. Man merkt halt, wie sie langsam verzweifelt und hat keine Ahnung, wie das Ganze enden wird. Aber egal was man sich vorgestellt hat, was dann tatsächlich passiert, haut einen einfach um.

Mit ‚Flamme gut - alles gut‘ von Carsten Steenbergen geht‘s dann eher in die Fantasy-Richtung. Mosley Spencer arbeitet bei der Fortuner Beleuchtungskompanie, aber während der Arbeit wird er von irgendetwas angegriffen, was zur Folge hat, dass er durch eine Art Tor hindurchgeht und in eine Bibliothek landet. Da wird er von einem Magier begrüßt und zusammen müssen sie versuchen, die Kreatur zu fangen, bevor es allzu viele Schaden anrichtet. Insgesamt eine schöne, spannende Geschichte mit einigen humorvollen Elementen. 

The Last Exit‘ von Lee Hollis ist dann wieder etwas total anderes und ich muss zugeben, dass ich nicht ganz damit klargekommen bin. Ich werde es wahrscheinlich noch einige Male lesen müssen, um irgendwie zu verstehen, was mir der Text sagen will. Es handelt sich um eine Person, die in der Geschichte verschiedene Räume durchläuft, ständig begleitet von 7th Eye und irgendwie werden die Räume immer abgefahrener. Es war schon interessant zu lesen, aber ich war irgendwie den ganzen Text durch leicht verwirrt.

Die Geschichte von Christian von Aster aber ‚Der Besuch bei der alten Dame‘ war dann wieder ganz gut zu folgen. Hendrick Belger geht auf Besuch bei einer alten Dame, weil er und seine Frau gerne ihr Beet im Gemeinschaftsgarten übernehmen wollen. Es liest sich wie ein ganz gemütliches Gespräch, aber was sich dabei offenbart, ist ziemlich erstaunlich. Dieser Text macht wirklich gute Laune. Die alte Dame war mir sehr sympathisch, der Text super geschrieben und genial aufgebaut. 

‚Fluchtweg Wurmloch‘ von Sedlmeir ist ein kurzes, aber kräftiges Gedicht. Mir hat es gut gefallen.

Darauf folgt ‚Penis Parvus‘ von Lina Thiede. Die Geschichte habe ich noch immer im Kopf und das wird auch eine Weile so bleiben. Man befindet sich in einer Welt, wo die Frauen die absolute Macht und die Männer gar nichts zu sagen haben. Die Frauen bringen Kinder zu Welt und wie mehr Kinder sie bekommen, wie höher ihr Status. Die Männer dagegen arbeiten und sind die Sklaven der Frauen. In der Geschichte lernen wir Cord kennen und wie sein Leben aussieht. Es ist haarsträubend und das Ende extrem dramatisch. Beim Lesen hat mich die ganze Gesellschaft ziemlich angeekelt. Es ist eine Welt, in der ich nicht leben möchte. Die Art und Weise, wie man miteinander in dem Text umgeht, tut einfach nur weh. Ich habe von Anfang bis Ende mitgefiebert und konnte mit dem Lesen nicht aufhören. Ich war zur selben Zeit fasziniert und wollte das Heft eigentlich nur noch gegen die Wand schleudern. Lina Thiede schafft es, ihre Leser voll und ganz abzuholen, sie in einer vollständig anderen Welt hineinzuversetzen und sie erst wieder loszulassen, lange nachdem sie die letzten Buchstaben gelesen haben. Für mich persönlich eine der stärksten Geschichten des Heftes.

Hans Gerhards ‚Protokoll des Himmels‘ war dann wieder ein total anderer Text. Ich bin leider nicht so wirklich damit klargekommen, obwohl es ganz gut geschrieben war. So wie ich es verstanden habe, handelt es sich um eine Expedition. Die Teilnehmer hängen in einem Luftschiff über eine Insel und schauen sich an, was da unten passiert. Langsam aber verfallen sie selber den Wahnsinn. Es ist ein interessanter Text, aber hat mich nicht wirklich begeistern können.

‚Warum hat Onkel Ralf Spülhände?‘ von Jens Schumacher fand ich dann wieder genial. Ein kleines Mädchen soll eigentlich schlafen gehen, aber will noch nicht. Sie will unbedingt, dass ihr Vater noch eine Gutenachtgeschichte erzählt und wenn sie dann die Frage ‚Warum hat Onkel Ralf Spülhände?‘ stellt, gibt er nach. Man kann sich schon vorstellen, dass die Geschichte nicht so harmlos wird. Der Text ist ziemlich kurz, aber macht unheimlich viel Spaß.

Und auch die Geschichte von Luci van Org ‚Bukkake‘ habe ich gerne gelesen. Es gibt eigentlich zwei Handlungsstränge. Auf der einen Seite lernen wir Peter und Mary Rose kennen, die eine Wette abschließen und auf der anderen Seite gibt‘s Leo und Jenny, die gemeinsam das ‚Xtasis‘, einen Sexclub, besuchen. Dazu kommt noch eine Prise Impfskepsis und am Ende läuft alles aus dem Ruder. Es ist eine unterhaltsame, humorvolle, aber auch ein wenig böse Geschichte. Mir hat es sehr gut gefallen.

‚Der Reißverschluss‘ von Germaine Paulus ist die letzte Geschichte, bevor das Bonuslevel anfängt. Es handelt sich um einen Mann, Gregor Sumsa, der eines Morgens aufwacht und merkt, dass ein Reißverschluss über sein Körper läuft. Er versucht mit der Situation klarzukommen, was aber nicht so super gelingt. Ich fand‘s eine tolle Geschichte, richtig gut geschrieben, ein wenig absurd, aber es stimmt auf jeden Fall nachdenklich. Man kann es als reine Unterhaltung lesen, aber man kann sich auch tiefer mit den Geschehnissen auseinandersetzen, was die Geschichte noch besser macht.

Eigentlich sollte das Heft hier zu Ende sein, was man daran merkt, dass die Autoren, Illustratoren und die Lektorin vorgestellt werden. Wenn man aber weiterblättert, trifft man plötzlich auf einer Seite mit der Aufschrift ‚Bonuslevel‘. Dahinter verstecken sich noch zwei Texte, nämlich ‚Schrödingers Bigfoot‘ von Michael Endres und ‚Das letzte Wort‘ von Germaine Paulus. Diese beiden Geschichten haben mir sehr gut gefallen.

In ‚Schrödingers Bigfoot‘ wacht der Protagonist morgens in einem Wald auf, steckt in einem Bigfoot-Kostüm und versucht sich zu erinnern, wie er in dieser Situation gelandet ist. Es war lustig und traurig zur selben Zeit. Das Ende fand ich ganz spannend und ich hatte gerne noch weitergelesen.

‚Das letzte Wort‘ ist dann wirklich die allerletzte Geschichte des Heftes und handelt sich um vier Personen, die versuchen, Bazaza, einen Dämon, zu beschwören. Natürlich läuft alles anders als erhofft. Ich hatte beim Lesen ganz viel Spaß. Die Dynamik zwischen den Protagonisten und das großartige Ende haben mir super gefallen. 

Insgesamt habe ich mich sehr über die Texte im 9. Band der Basement Tales gefreut. Einige haben mir besser gefallen als andere, aber alle waren gut ausgearbeitet und toll geschrieben. Ich bin wirklich sehr froh, dass es diese Heft-Reihe gibt, weil man ständig wieder neue Autoren und Schreibstile entdeckt. Ich warte schon voll Spannung auf die ‚Basement Tales 10‘.

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Cover des Buches Verbanntes Herz (uebersinnlich) (ISBN: 9783764191917)F

Rezension zu "Verbanntes Herz (uebersinnlich)" von Lina Thiede

Schöne Geschichte
Fabelhafte_Buecherweltvor 3 Jahren

Es war für mich ein typischer Cover-Kauf, einfach, weil ich das Cover so unglaublich schön und ansprechend finde. Die Farben und der Anker passen einfach sehr gut zu dem Thema. Auch der Klappentext klang vielversprechend.

 

Maylas Welt ist voller Magie und magischer Wesen. Von Anfang an zog mich das Buch in seinen Bann und ließ mich nicht mehr los. Die Protagonistin Mayla ist sehr sympathisch und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Auch Diar ist ein netter, freundlicher und überaus hilfsbereiter Charakter, der Mayla immer wieder ohne zu zögern hilft und für sie da ist.

 

Lina hat eine wunderschöne und magische Welt erschaffen, welche ich mir durch ihre bildhafte Sprache gut vorstellen und darin eintauchen konnte.

 

Die Spannung wurde schön aufgebaut und es gab keine langatmigen Passagen (vermutlich auch, weil das Buch nur 101 Seiten hat). Da die Geschichte ein gutes Ende hat und die Protagonisten auch nie wirklich in ernsthaften Schwierigkeiten stecken (Irgendwie wusste ich einfach, dass es gut ausgeht), ist ein schönes und spannendes Buch, das man innerhalt kurzer Zeit gelesen hat. 

 

Die Geschichte hätte aber bestimmt auch genug Potenzial für mehr Seiten und ich würde gerne wissen, wie es mit Mayla und Diar weitergeht. 

 

 

Fazit

Obwohl es ein relativ kurzes Buch ist, hat es mir sehr gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen. Tolles Buch für zwischendurch!

 

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