Linda Belago Im Land der Orangenblüten

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Inhaltsangabe zu „Im Land der Orangenblüten“ von Linda Belago

Rotterdam 1850: Die junge Julie Vandenberg verliert bei einem tragischen Unfall ihre Eltern. Ihr Onkel übernimmt die Vormundschaft - jedoch nur, um Julies große Erbschaft im Blick zu behalten. Als sie achtzehn Jahre alt ist, verheiratet er sie mit seinem Geschäftspartner Karl Leevken, bei dem er Schulden hat und der durch Julies Mitgift besänftigt werden soll. Julie ist nun an einen Mann gebunden, den sie kaum kennt, doch scheint er charmant, charismatisch, weltgewandt. Sie folgt ihm in die niederländische Kolonie Surinam in Südamerika, wo Karl sehr erfolgreich eine Zuckerrohrplantage betreibt. Welches Schicksal wird sie in jenem fernen tropischen Land erwarten?

Lust auf eine Reise nach Südamerika in die tropische Wildnis von Surinam? Dann ist dieses Buch genau das richtige.

— Wonder_

Ein sehr schönes Buch, das den Leser ins Surinam der Kolonialzeit versetzt.

— Victoria_Townsend

Ein wunderbarer Schreibstil! Mir sind die Personen richtig an Herz gewachsen. Die Geschichte ist spannend, erschreckend und doch schön.

— Kaetzchen69

Mir hat es sehr gut gefallen!

— silviaanni

Leichte Unterhaltungsliteratur, die keine Spuren hinterlässt und sich einfach so weglesen lässt.

— Krimifee86

Sehr interessant und gefühlvoll durch die Kolonialgeschichte und Julies Geschehnisse

— Ailuj29

Schön zu lesen...

— HazzzelEyyyes

Bitte unbedingt mehr davon !!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Historischer Roman mit exotischem Flair

    Im Land der Orangenblüten

    Wonder_

    10. June 2017 um 14:43

    Lust auf eine Reise nach Südamerika in die tropische Wildnis von Surinam? In ein Land voller exotischer Tiere, verheißungsvoller Träume und prächtiger Plantagen? "Im Land der Orangenblüten" ist ein wundervolles Buch für den Sommer und lädt durch die zahlreichen Handlungsstränge und die atemberaubende Kulisse zu vielen entspannten Stunden in der Sonne ein. Ganz so heiter und fröhlich geht es in der Geschichte selbst allerdings nicht zu. Der Schicksalsschlag, der der kleinen Julie die Eltern genommen hat, bleibt bei Weitem nicht die einzige dramatische Szene in diesem Buch. Vielmehr wird man mit den fürchterlichen Zuständen in Surinam konfrontiert. Mit dem menschenverachtenden Verhalten den Sklaven gegenüber, mit dem skrupellosen Umgang von Männern ihren Frauen gegenüber und mit den weitreichenden Problemen, die das schwierige Klima mit sich bringt. Nein, "Im Land der Orangenblüten" ist kein Friede, Freude, Eierkuchen Roman. Doch er schafft es, den Leser in die Welt von Julie und vielen weiteren Figuren zu entführen. Wir erhalten, wie bei vielen Romanen dieser Art üblich, Einblicke in das Leben und die Gedanken der verschiedensten Charaktere und können Surinam somit mit all seinen Facetten, Tücken, aber auch in all seiner Schönheit erleben. Für Fans von historischen Romanen mit exotischem Flair definitiv eine wundervolle Lektüre.

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  • Juliettes Reise in eine neue Welt

    Im Land der Orangenblüten

    chrissy72

    13. April 2015 um 17:08

    Der historische Roman 'Im Land der Orangenblüten' von Linda Belago spielt in der Zeit von 1850 bis 1862. Anfangs in den Niederlanden und dann in Surinam, einer damaligen Niederländischen Kolonie Von dem kleinen behüteten Mädchen aus der Oberschicht der damaligen Niederlande(Kolonialzeit), das durch tragische Ereignisse (Verlust der Eltern,böser Onkel als Vormund),als junge Frau, in ein fremdes, exotisches Land kommt, dort unvorstellbares Leid sieht und auch erleiden muß und trozdem mutig und tapfer ihren Weg geht. Insgesamt ist das Buch fesselnd und mitreißend geschrieben, auch wenn durchaus etliche Klischees bedient werden und einige Entwicklungen nicht ganz unerwartet kommen.

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  • Eine Reise nach Surinam

    Im Land der Orangenblüten

    Krimifee86

    Klappentext: Rotterdam 1850: Die junge Julie Vandenberg verliert bei einem tragischen Unfall ihre Eltern. Ihr Onkel übernimmt die Vormundschaft – jedoch nur, um Julies große Erbschaft im Blick zu behalten. Als sie achtzehn Jahre alt ist, verheiratet er sie mit seinem Geschäftspartner Karl Leevken, bei dem er Schulden hat und der durch Julies Mitgift besänftigt werden soll. Julie ist nun an einen Mann gebunden, den sie kaum kennt. Wenige Tage nach der rasch arrangierten Hochzeit folgt sie ihm in die niederländische Kolonie Surinam in Südamerika, wo Karl sehr erfolgreich eine Zuckerrohrplantage betreibt. Welches Schicksal wird sie in jenem fernen tropischen Land erwarten? Cover: Ein schönes Cover, das mir wirklich ausgesprochen gut gefällt, denn es spiegelt den ganzen Inhalt der Geschichte wider. Man sieht im unteren Teil eine traumhaft aussehende Bucht, in die man am liebsten direkt reisen würde und im oberen Teil eine älter anmutende Szenerie, die einen in die Zeit der Geschichte versetzt. Ich finde das Cover einfach nur toll und würde es mir im Laden sicherlich genauer anschauen. Schreibstil: Das Buch ist in einem recht guten Schreibstil verfasst. Die Geschichte liest sich sehr flüssig und leicht und man findet schnell in die Geschichte hinein. Ich mag es auch immer, wenn eine Geschichte aus mehreren Perspektiven geschildert wird, was hier ebenfalls gegeben ist. Ein großes Manko an der Story sind jedoch leider die Charaktere. Während ein Teil wirklich gut dargestellt ist (insbesondere die Sklaven im Dorf, aber auch Martina und auch Pierre, den ich für sehr glaubwürdig gehalten habe), ist ein anderer Teil der Charaktere so unrealistisch, dass man ihnen, das, was sie sagen und tun, einfach nicht abnehmen kann. Dies betrifft leider insbesondere den Hauptcharakter Julie, deren Handlungsweisen und Äußerungen ich oft nicht nachvollziehen konnte. Dies hat es mir sehr schwierig gemacht, mich in die Geschichte hineinzufinden. Die Story: Ich finde die Geschichte nicht sonderlich originell, da man diese Art der Geschichte mittlerweile schon relativ oft gelesen hat. Originell ist höchstens der Ort des Geschehens, denn in Surinam spielen im Allgemeinen wenig Geschichten dieser Art. Spannend war vor diesem Hintergrund für mich vor allem, mehr über das Thema „Aufhebung der Sklaverei in Surinam“ zu erfahren. Darüber erfährt man im Allgemeinen eher wenig, sodass das für mich historisch gesehen sehr interessant war. Die Geschichte um Julie und Karl hingegen hat mich weniger beeindruckt, zumal mir beide Charaktere wenig glaubhaft erschienen, sodass auch ihre Handlungen auf mich eher unrealistisch wirkten. Dies umso mehr nachdem Julie ihr kleines Baby über Monate (!) alleine lässt, um sich auf die Suche nach ihrem Geliebten zu machen. Ich habe zwar selber keine Kinder, kann mir aber schwerlich vorstellen, dass eine Mutter so etwas tut. Spätestens an dieser Stelle bin ich leider etwas aus der Geschichte ausgestiegen. Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass die Geschichte nicht schlecht war. Mein Problem ist eher, dass ich schon viele andere Bücher dieser Art gelesen habe und daher irgendwann wusste, wo die Reise hingeht. Mir war die Autorin einfach nicht kreativ genug und das Buch hat für mich keinerlei Überraschungen bereit gehalten. Fazit: Nach Surinam führen einen sicherlich nicht viele Bücher, insofern war es mal „was anderes“. Inhaltlich jedoch fand ich das Buch zwar okay, aber auch irgendwie nichts Besonderes. Zumal Julie mir leider nicht immer wie ein glaubwürdiger Charakter vorgekommen ist und ich die Story nicht sonderlich realistisch fand. Insofern vergebe ich drei Punkte und nur eine eingeschränkte Leseempfehlung und erwähne am Rande, dass mir das Buch immerhin gut genug gefallen hat um demnächst auch noch Teil 2 zu lesen.

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    • 2

    parden

    20. December 2014 um 08:20
  • Eine Zuckerrohrplantage in Surinam

    Im Land der Orangenblüten

    Sabine17

    Die 9jährige Julie verliert 1850 bei einem Unfall ihre Eltern. Der Onkel hat es nur auf ihr Erbe abgesehen und schiebt sie bis zum 18. Geburtstag in ein Internat ab. Dort hat sie kein einfaches Leben und sehnt sich nach menschlicher Wärme. In den Weihnachtsferien spricht Karl Leevken beim Onkel in Rotterdam vor. Er fordert die Bezahlung offener Schulden. In seiner Not verheiratet der Onkel Julie an den Zuckerrohrplantagenbesitzer aus Surinam. Doch bereits auf der Überfahrt zeigt Karl sein wahres Gesicht: ein Despot, bei dem Frauen nichts zu sagen haben. Auf der Zuckerrohrplantage angekommen erfährt Julie, dass sie bereits die zweite Ehefrau ist. Die erste Frau von Karl ist auf mysteriöse Weise umgekommen und die gemeinsame Tochter Martina, die nur unwesentlich jünger als Julie ist, begegnet ihr mit blankem Hass.   Julie freundet sich auf der Plantage mit den Sklaven an und versucht, ihnen das Leben zu erleichtern. Das stößt jedoch bei Karl und den weißen Kolonialisten auf Unverständnis und Julie muss vorsichtig agieren. Und immer wieder eskalieren Situationen.   Linda Belago hat einen opulenten Roman über die Kolonialzeit im niederländischen Surinam geschrieben. Es war interessant zu erfahren, wie der Alltag auf so einer Plantage ablief und wie die Kolonialherren sich dort aufgeführt haben. Leider sind die Figuren oft ein bisschen eindimensional beschrieben und daher habe ich bei meiner Bewertung einen Stern abgezogen. Das Buch ist jedoch sehr flüssig geschrieben und man fiebert mit Julie mit, so dass ich die rd. 700 Seiten in nur zwei Tagen gelesen habe.   Fazit: für Liebhaber historischer Romane sehr zu empfehlen.    

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    • 16
  • Eine Reise ins Ungewisse

    Im Land der Orangenblüten

    MrsFoxx

    07. March 2014 um 20:01

    Ein schrecklicher Unfall macht die neunjährige Juliette Vandenberg 1850 zur Waise. Ihr Onkel schert sich nicht um das Mädchen und steckt Julie in ein strenges Internat. Einzig zu Weihnachten darf sie die Familie besuchen. Für Julie eher ein Graus denn eine Freude.  Um seine Schulden zu tilgen verheiratet Onkel Wilhelm die knapp 18jährige an seinen Geschäftspartner Karl Leevken, der mit Julies reichlicher Mitgift seine Plantage sanieren will. So reist Julie in die Kolonie nach Surinam, und nicht nur das Land ist ihr Fremd. Ihr in den Niederlanden so galanter und charmanter Ehemann entwickelt sich bereits während der Reise zurück in einen kalten und grausamen Despoten...  Was für ein spannendes und herzzerreißendes Buch! Linda Belago beschreibt ihren Lesern die grausame Kolonialzeit der Niederlande in einem fesselnden und detailreichen Stil, der einen nicht mehr los lässt. Kurze, abwechslungsreiche Kapitel tun ihr übriges dazu, diesen Roman zu einem Pageturner zu machen.  Julie ist auf anhieb sympathisch und wirkt sehr authentisch. Bei man einer ihrer Entscheidungen hätte ich am liebsten aufgeschrien, doch hatten die Frauen in jener Zeit leider wenig Handlungsspielraum.  Mehrere der im Buch vordergründig behandelten Sklaven schloss ich ebenfalls gleich ins Herz.  Im krassen Gegensatz dazu steht Karl, der aus purer Berechnung Julie etwas vorspielt um sie auf seine Seite zu ziehen und sich dann in einen egoistischen Widerling verwandelt.  Die Autorin hat bereist eine Fortsetzung um die Plantage Rozenburg in Surinam geschrieben, die ich sicher auch bald in den Händen halten werde.  Das Ende dieses Buchs wirkt leider etwas übereilt, als hätte die Autorin zu viel auf zu wenig Seiten gequetscht. Dennoch überwiegt für mich das Positive und ich sehe über diese Schwäche bei der Bewertung hinweg.  Fazit: Eine wundervoll erzählte Geschichte über die Kolonialzeit der Niederlande und über eine Mutige junge Frau. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung "Die Blume von Surinam".  Absolute Leseempfehlung von mir!

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  • Südamerika erleben

    Im Land der Orangenblüten

    Eliza08

    25. March 2013 um 15:19

    Den Zauber von Südamerika spüren, den Duft des Regenwaldes riechen und die Sehnsucht nach einer besseren Zukunft fühlen. Linda Belago bereitet den Fans des Love & Landscape Szene ein reichhaltiges Mahl, wobei das Ende (leider) etwas dürftig ausfällt. Julie verliert durch einen tragischen Unfall ihre Eltern. Ihr Onkel schiebt sie zunächst in ein entferntes Internat ab, bevor er sich durch ihre Heirat einen geschäftlichen Nutzen erwartet. Der einzige Grund warum er sich überhaupt um Julie kümmert, ist ihr Erbe. Als seine geschäftlichen Machenschaften auffliegen, muss Julie mit ihrem Erbe die Familie ihres Onkels retten. Karl Leevken ist ein gutaussehender Geschäftsmann aus Surinam, der seine junge Frau als Schlüssel zur Gesellschaft betrachtet. Doch als Julie in Surinam ankommt, lernt sie das wahre Gesicht ihres Ehemanns kennen. All ihre Hoffnungen schwinden, erst recht als sie erfährt, dass Karl schon mal verheiratet war und seine Frau sich das Leben genommen hat und die gemeinsame Tochter, Martina, nur wenige Jahre jünger ist als Julie. Martina hasst ihre neue Schwiegermutter und versucht sie bei ihrem Vater schlecht zu machen. Einzig die Sklaven scheinen für Julie so etwas wie Freunde zu werden, doch schon bald muss Julie erkennen, dass sie sich nur behutsam um die Sklaven und deren Kindern kümmern kann, ohne den Zorn ihres Mannes heraufzubeschwören. Linda Belago hat einen Page-Turner geschrieben, der einen von der ersten Seite mitreißt. Die Schilderungen sind so plastisch und wunderschön, dass man meint Surinam riechen, sehen und spüren zu können. Leider baut der Roman zum Ende hin ab, die Auflösung der Geschichte ist (leider in meinen Augen) nicht sonderlich gut gelungen. Die Rätsel lösen sich zu schnell, ja beinahe hektisch auf, die Zufälle häufen sich aufs Extremste. Vielleicht wäre es ratsamer gewesen, nicht auf alle offenen Fragen eine Antwort zu geben und etwas der Fantasie des Lesers zu überlassen. Ansonsten kann ich den Roman aber allen Love & Landscape - Liebhabern empfehlen, der sich nahtlos in die Riege der großen Autoren von Sarah Lark bis hin zu Carla Federico einreiht. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den neunen Roman „Die Blume von Surinam“ von der Autorin, dieser erscheint bereits im April 2013 und ist die Fortsetzung dieses Romans.

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  • Rezension zu "Im Land der Orangenblüten" von Linda Belago

    Im Land der Orangenblüten

    WilderMajoran

    01. February 2013 um 14:41

    Die junge Juliette aus Rotterdam wird mit dem Plantagenbesitzer Karl aus Surinam verheiratet. Aus der anfänglichen großen Liebe wird jedoch eine herbe Enttäuschung. Juliette lernt jedoch die Plantage und das Land zu lieben, sie setzt sich für die Sklaven ein und trotzt allen ihr gebotenen Widrigkeiten, so dass sich am Ende doch alles zum Guten wendet. Anfangs waren die Personen sehr klischeehaft, wenn man jedoch die ersten Kapitel hinter sich hat, taucht man ein in die Geschichte und kommt so schnell nicht wieder raus. Man will einfach wissen, wie es weitergeht. Auch wenn manches vorhersbar ist, es ist spannend geschrieben und auf jeden Fall eine gute Lektüre für Liebhaber von Auswanderergeschichten. Im Nachwort steht, dass Surinam im Nordwesten von Südamerika liegt. Es liegt im Nordosten!

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  • Rezension zu "Im Land der Orangenblüten" von Linda Belago

    Im Land der Orangenblüten

    BookFan_3000

    04. October 2012 um 09:55

    Kurzbeschreibung: Rotterdam 1850: Die junge Julie Vandenberg verliert bei einem tragischen Unfall ihre Eltern. Ihr Onkel übernimmt die Vormundschaft - jedoch nur, um Julies große Erbschaft im Blick zu behalten. Als sie achtzehn Jahre alt ist, verheiratet er sie mit seinem Geschäftspartner Karl Leevken, bei dem er Schulden hat und der durch Julies Mitgift besänftigt werden soll. Julie ist nun an einen Mann gebunden, den sie kaum kennt, doch scheint er charmant, charismatisch, weltgewandt. Sie folgt ihm in die niederländische Kolonie Surinam in Südamerika, wo Karl sehr erfolgreich eine Zuckerrohrplantage betreibt. Welches Schicksal wird sie in jenem fernen tropischen Land erwarten? Meine Meinung: Ein typischer Roman für dieses Genre. Trotzdem lohnt es sich, dieses Buch zu lesen, allein von dem Schreibstil her. Sicher kein Highlight, aber ein gelungener Roman.

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  • Rezension zu "Im Land der Orangenblüten: Roman" von Linda Belago

    Im Land der Orangenblüten

    Elwe

    24. August 2012 um 10:41

    In der Flut der derzeit erscheinenden Saga-Romane, die sich alle um Auswanderergeschichten im 19.Jahrhundert in exotische Länder drehen, gibt es von richtig gut bis grottenschlecht wirklich alle Schattierungen. Leider stechen wirklich nur sehr wenige tolle Bücher dort heraus, und auch 'Im Land der Orangenblüten' ist leider nur Durchschnitts-Kost, was das angeht. . Die junge Julie, die bei einem Unfall als Kind beide Eltern verloren und in einem holländischen Internat aufgewachsen ist, wird von ihrem Onkel an den Plantagenbesitzer Karl verheiratet, bei dem der Onkel Schulden hat. Julie ist nämlich die Erbin eines großen Vermögens und bis zu ihrer Volljährigkeit darf Karl dann das Geld verwalten. Sie begleitet ihn auf seine Plantage ins tropische Suriman in Südamerika, wo sie die Schrecken der Sklaverei kennenlernt und in vertrackte Familiengeschichten um uneheliche Kinder und mehr verwickelt wird. Nicht nur ihr Mann behandelt sie wie seinen Besitz und darüber hinaus wie Luft, auch seine fast erwachsene Tochter Martina ist nicht von der neuen Stiefmutter begeistert, die kaum älter ist als sie selbst... . Das Buch ist ganz nett geschrieben, durchaus unterhaltsam und manchmal sogar spannend. Aber es weist auch viele Elemente auf, die einfach nerven. Die Charaktere und ihre Rollen in der Geschichte lassen nur wenige Klischees aus. Die Heldin bleibt über weite Strecken blass und irgendwie bis zur Langeweile schicksalsergeben. Vielleicht liegt das auch daran, dass jeder zweite Satz und Gedanke von ihr mit drei Punkten endet. 'Ach vielleicht ist das nur...' (Was? möchte man sie anschreien. Was ist es denn??) Mag sein, dass ich da erbsenzählig bin, was solche Dinge angeht, aber es hat mich über den Verlauf des Buches zunehmend gestört, bis ich wirklich agressiv wurde, wenn mich schon wieder drei Punkte ansprangen. Ansonsten plätschert der Schreibstil nüchtern und ohne viel Poesie dahin. Die Handlung selbst weiß durchaus zu packen, aber folgt auch da wieder vorhersehbaren Standards. Man hat das Gefühl, diese Art von Geschichte schon hundert Mal gelesen zu haben. Zur Abrundung gibt es recht schöne Landschaftsbeschreibungen, die das Buch abrunden, und die mir wiederum gefallen haben. Ich weiß nicht recht, das Buch ist so ein klassischer Nicht wirklich schlecht aber auch nicht besonders gut-Kandidat, zurück ins Regal gestellt und morgen schon vergessen. Als Sommer-Wochenend-Lektüre sicher nett, aber wirklich nichts, was einen tieferen Eindruck hinterläßt oder was man im Regal behalten möchte, wenn aus Platzmangel Ausmisten ansteht.

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  • Rezension zu "Im Land der Orangenblüten: Roman" von Linda Belago

    Im Land der Orangenblüten

    Kuestenkind

    04. June 2012 um 13:32

    Als leidenschaftliche Leserin historischer Romane die dazu noch in fernen Ländern spielen, habe ich mich sehr auf das Bcuh von LInda Belago gefreut. Zumal ich kurz vorher das Buch "Die Insel der tausend Quellen" von Sarah Lark gelesen hatte. Die ersten ca. 100 Seiten die Mitte des 19. Jhr. in Holland spielen, sind sehr gut geschrieben, wie das gesamte Buch an sich auch. Als es dann aber an die weitere Erzählung geht, hatte ich immer mehr das Gefühl, dass ich dieses Buch schon kennen würde. Und in der Tat sind die Übereinstimmungen mit dem Buch von Sarah Lark mehr als frappierend. Im einen Buch stirbt der geliebte Verlobte, woraufhin die Kaufmannsstochter Nora eine Vernunftehe mit einem auf den erten Blick sehr sympathischen Mann aus Jamaika eingeht. Dieser stellt sich, kaum auf der Zuckerrohrplantage! angekommen, aber als kalter, brutaler Mann heraus. Sie lebt abgeschnitten auf der Plantage, es gibt viele interne Geheimnisse um nichteheliche Kinder etc., bei einer großen Stumrflut wird die Plantage überschwemmt, es gibt sogenannte Maroons, freie Schwarze die in den Bergen leben... Und bei Linda Belago...spielt das gleiche Thema auf einer Zuckerrohrplantage in Surinam, ein erst charmanter, dann brutaler und rücksichtloser Ehemann, Geheimnisse um nichteheliche Kinder, Maroons im Hinterland und anstatt einer Stumrflut überschwemmt der naheliegende Fluss die Plantage...Alles in Allem ist mir das einfach zu viel Ähnlichkeit. Wenn man das eine Buch gelesen hat, braucht man das andere nicht auch noch.

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  • Rezension zu "Im Land der Orangenblüten: Roman" von Linda Belago

    Im Land der Orangenblüten

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. May 2012 um 19:33

    Im Prolog ändert sich im Jahre 1850, durch den Unfall ihrer Kutsche, das Leben der neunjährige Juliette Vanderburg. Ihre Eltern sterben und sie wird Mündel ihres unbekannten Onkels und wird in ein Mädchenpensionat abgeschoben. Mit 18 Jahren wird sie mit Karl Leevken einem Plantagenbesitzer in Surinam verheiratet. Auf der Seereise lernt sie Erika aus der Herrnhuter Gemeine kennen. Und dann ist sie auf Rozenberg, der Plantage. Interessant ist das Leben der Sklaven in Surinam und wie Julie mit ihnen lebt. Die Sklavenbefreiung kommt immer näher. Das Leben ist interessant zu lesen. Die Frauen sind teilweise etwas sehr naiv und die meisten Männer grausam und selbstherrlich. Manchmal habe ich mich darüber geärgert. Aber Julie lernt sich zu behaupten und es wird doch immer besser. Am Ende hat es mir ganz gut gefallen. Der Roman ist flüssig geschrieben und ich konnte mir ein gutes Bild von den Menschen in Surinam machen, Die Fauna und Flora kommt auch nicht zu kurz. Ich habe die Geschichte miterlebt und es war sehr interessant.

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  • Rezension zu "Im Land der Orangenblüten: Roman" von Linda Belago

    Im Land der Orangenblüten

    Ani

    22. May 2012 um 22:50

    Bei einem tragischen Unfall wird die kleine Juliette zur Waise. Ihr Onkel übernimmt die Vormundschaft. Allerdings liegt ihm das Wohlbefinden seines Mündels kaum am Herzen. Juliette wird nicht im Kreis der Familie erzogen, sondern in ein tristes Internat abgeschoben. Die große Erbschaft, die Juliette am Tage ihrer Volljährigkeit antreten soll, behält der Onkel im Lauf der Jahre mit weitaus größerem Interesse im Blick. Denn seine eigenen Geschäfte laufen ziemlich schlecht, sodass er sich sogar dazu hinreißen lässt, weit entfernt lebende Geschäftspartner zu betrügen. Als Karl Leevken, ein Plantagenbesitzer aus Surinam, ihm auf die Schliche kommt und ihn in seinem Haus zur Rede stellt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Denn Karl und Juliette begegnen sich bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal. Dem weltgewandten Plantagenbesitzer gelingt es mühelos Juliettes Herz zu erobern und schon nach kurzer Zeit stimmt sie einer Heirat zu. Ein Leben im exotischen Surinam, an der Seite ihres charmanten Ehemanns, erscheint ihr verheißungsvoll und abenteuerlich. Doch bereits auf der langen Überfahrt zeigt Karl sein wahres Gesicht, doch da gibt es für Juliette kein Zurück mehr.... Meine Meinung Linda Belagos Erzählung beginnt im Jahre 1850 in den Niederlanden. Der Einstieg in die Handlung gelingt mühelos, denn die Autorin beschreibt Handlungsorte und Protagonisten so lebendig, dass man sie bildlich vor Augen hat. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Dadurch fliegt man förmlich über die Seiten. Die kleine Juliette weckt sofort Sympathien, sodass man ihr tragisches Schicksal von Anfang an interessiert verfolgt. Gemeinsam mit ihr bricht man im weiteren Verlauf der Handlung in eine unbekannte, exotische Welt auf. Schon auf der Schiffsreise ahnt man, dass Juliette an der Seite von Karl nicht das Paradies auf Erden finden wird. Zu groß ist ihr Mitleid mit den Sklaven, die im Haus und auf der Plantage schwere Arbeit verrichten und rund um die Uhr verfügbar sein müssen. Daran kann und will sie sich nicht gewöhnen. Linda Belago schildert auf der einen Seite das luxuriöse Leben der Weißen und zeigt auf der anderen, in welchem Ausmaß die Sklaven ausgebeutet werden und ihren Herren auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Da im Verlauf der Erzählung einige Charaktere eingeführt werden, kann man das damalige Leben aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und dabei zahllose Grausamkeiten beobachten. Obwohl die unterschiedlichen Protagonisten lebendig wirken und dazu anregen, sich ganz auf die Handlung einzulassen, fällt auf, dass es in diesem Roman scheinbar nur heldenhafte Gutmenschen oder abgrundtiefe Bösewichte gibt. Ein gesundes Mittelmaß hätte der Erzählung sicher gut getan und sie weniger klischeehaft, dafür aber glaubhafter wirken lassen. Der Roman ist dennoch durchgehend interessant und unterhaltsam. Es gibt einige Geheimnisse zu ergründen, die keine Langeweile aufkommen lassen. Genre-Liebhaber werden dabei zwar keine großen Überraschungen erleben, doch die exotische Atmosphäre und liebevoll eingestreute Details sorgen dafür, dass man darüber großzügig hinwegsehen kann. Ich vergebe vier von fünf Bewertungssternen, da ich mühelos in die Handlung eintauchen und dabei einfach mal die Seele baumeln lassen konnte. Den einen ziehe ich ab, da mich die strikte Einteilung in Gut und Böse etwas gestört hat. Hier hätte ich mir vielschichtigere Charaktere gewünscht.

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  • Rezension zu "Im Land der Orangenblüten: Roman" von Linda Belago

    Im Land der Orangenblüten

    IraWira

    22. May 2012 um 18:43

    Im Land der Orangenblüten ist ein unterhaltsamer Roman, der das Leben der holländischen Waise Julie beschreibt, die das Schicksal und eine durch Vermittlung ihres Onkel geschlossene Ehe 1859 nach Suriname verschlagen. Leider wird recht bald deutlich, dass ihre Ehe unter keinem guten Stern steht. Julie fällt es auch schwer, sich mit den Gegebenheiten auf einer mit Sklaven bewirtschafteten Plantage abzufinden und so ist es für sie nicht leicht, sich einzuleben. Ausgehend von Julies Schicksal, wird ein Blick auf das Schicksal der vielen europäischen Einwanderer geworfen, die in der Zeit zum Teil aus Glaubensgründen oder auch einfach zum Leben nach Suriname kamen und dort häufig von der rauen Wirklichkeit eingeholt wurden. Vor dem farbenfrohen und exotischen Hintergrund Surinames, entfaltet sich vor dem Leser eine für uns heute unvorstellbare Welt einer von den Männern dominierten Gesellschaft, in der Sklaverei mit allem, was dies auch an geradezu beiläufiger Grausamkeit mit sich brachte, alltäglich war und in der auch das Land und die Wildnis mit ihren Krankheiten immer noch ihren Tribut forderten. Vor diesem Hintergrund versucht Julie ihren Platz in der Gesellschaft zu finden und sich und die Menschen, die ihr am Herzen liegen zu schützen. Insgesamt ist das Buch fesselnd und mitreißend geschrieben, auch wenn durchaus etliche Klischees bedient werden und einige Entwicklungen nicht ganz unerwartet kommen. Ein Kritikpunkt ist für mich jedoch, dass die Figuren alle doch sehr klar in Gut und Böse unterteilt sind und es kaum interessantere, vielschichtigere Charaktere gibt. Mit sehr wenigen Ausnahmen sind die weißen Männer skrupellos und recht brutal, während die weißen Frauen nahezu ausnahmslos von einer gewissen Naivität geprägt sind und meist Gutes tun wollen. Hier wiederholen sich einige Handlungsschemen auch, aber insgesamt hat mir das Lesen des Buches viel Vergnügen bereitet und mich auch dazu angeregt, mich ein wenig mit dem Land und seiner Geschichte zu befassen

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  • Rezension zu "Im Land der Orangenblüten: Roman" von Linda Belago

    Im Land der Orangenblüten

    allegra

    21. May 2012 um 22:48

    Das Buch ist neben einem Prolog und einem Epilog gegliedert in sechs größere Abschnitte, die jeweils eine Überschrift in niederländisch und die deutsche Übersetzung dazu tragen in Kombination mit der Jahreszahl und den Ortsangaben der betreffenden Schauplätze, was die Orientierung im Buch sehr erleichtert. Diese Abschnitte sind ihrerseits in 10 – 15 kleinere Kapitel unterteilt, von überschaubarer Länge. Die Landschaftsbeschreibungen auf der Hinreise zur Zuckerrohrplantage sind sehr anschaulich, man begegnet da auch zum ersten Mal den Orangenblüten, die dem Buch den Titel verleihen. Leider habe ich mir etwas mehr Informationen zu den Arbeiten auf den Plantagen, den Anbau und die Verarbeitung des Zuckerrohrs sowie über den Handel mit diesen Rohstoffen erhofft. Das Buch ist zum größten Teil aus der Perspektive von Julie erzählt und da sie als Herrin der Plantage Rozenburg nur für das Wohnhaus zuständig ist, ist das auch stimmig, dass sie sich nicht bei den Arbeiten um die Zuckerproduktion aufhält. Dennoch hätte das meiner Ansicht nach dazugehört. Obwohl das Sklavendorf durchaus eine Rolle spielt, sind mir die Behausungen der Sklaven nicht genau genug beschrieben. Ich konnte kein Gefühl dafür entwickeln, wie ihr Alltag in ihren Hütten aussieht, obwohl durchaus viel Information über die Sklaven und ihr Zusammenleben mit entlaufenen Sklaven, den Buschnegern, vorhanden sind. Im Laufe des Buches werden zahlreiche Charaktere eingeführt, die aber zu einem guten Teil keine wesentliche Rolle spielen. Sie bleiben in der Luft hängen und man wartet lange, ob sie noch mal eine einen Auftritt haben. Die Hauptfiguren sind sehr sorgfältig charakterisiert und herausgearbeitet. Juliette entwickelt sich vom jungen Mädchen zur Frau, die endlich ihre eigenen Entscheidungen fällt. Bei Karl spürt man, dass er auch eine sanfte Seite haben muss, sie bleibt aber innerhalb dieses Romans zeitlich wie örtlich ausgesperrt, so dass man nur mit seinen unangenehmen Charakterzügen konfrontiert wird. Für mich sind die Figuren generell zwar anschaulich, aber doch zu einseitig gezeichnet. Sie sind entweder gut oder böse, was ich nicht als glaubwürdig empfinde. Einen gewissen Übergang konnte ich nur bei Karls Tochter Martina feststellen, die eine gewisse Entwicklung durchmacht, die dafür sehr plötzlich, praktisch über Nacht. Wie sie mit Enttäuschungen umgeht, kann man dem Buch wiederum nicht entnehmen. Sprachlich hat mir dieses Buch sehr zugesagt. Es liest sich locker und flüssig, der Satzbau ist abwechslungsreich, die Formulierungen sicher und die Wortwahl treffend. Meine Highlights in diesem Schmöker waren die Ausflüge mit dem Boot in den Dschungel. Da hatte ich wirklich das Gefühl ich sehe das Dickicht und höre die Vögel und spüre die Mücken, die das Bötchen umschwirren. Das Cover ist sehr liebevoll gestaltet und vermittelt durch die Kombination des Landschaftsbildes mit den Orangenblüten und der historischen Zeichnung einer Sklavin an einem Fluss einen guten Eindruck vom Inhalt und macht richtig Lust, das Buch in die Hand zu nehmen. Mein Fazit: Dieses Buch ist ein Vertreter des Genres „Love&Landscape“, das diesen Sommer die Buchläden im Sturm zu erobern scheint. Dabei handelt es sich um Liebesromane vor exotischer Kulisse, meist mit historischem Hintergrund. Wir haben in diesem Roman jede Menge Liebe, verbotene und weniger verbotene, es gibt wunderschöne Landschaftsbeschreibungen und der Roman ist zeitlich fixiert und spielt vorwiegend in den Jahren 1859 – 1863, dem letzten Jahren der Sklaverei in den niederländischen Kolonien, was die Handlung am Rande beeinflusst. Somit erfüllt er alle Voraussetzungen, die ein Buch dieses Genres haben muss. Dennoch gibt es einige Punkte, die mir nicht so gefallen haben. Ich habe zu wenig von der im Klappentext erwähnten Zuckerrohrplantage erfahren, die Charaktere sind mir zu schwarz/weiß gezeichnet und einige Figuren und Nebenschauplätze haben die Lektüre aus meiner Sicht unnötig in die Länge gezogen, ohne dass sie die Handlung weitergebracht hätten. Für Liebhaber von Liebesromanen und Familiensagas stellt dieses Buch eine angenehme, leichte und unterhaltsame Sommerlektüre dar.

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  • Rezension zu "Im Land der Orangenblüten: Roman" von Linda Belago

    Im Land der Orangenblüten

    irismaria

    21. May 2012 um 19:45

    „Im Land der Orangenblüten“ von Linda Belago spielt in der Zeit von 1850 bis 1862 in Surinam, einer damaligen Niederländischen Kolonie in der Karibik. Was mich an dem Buch interessiert hat: „Im Land der Orangenblüten“ von Linda Belago ist ein historischer Roman, der sich um eine junge Frau dreht, die ihren Weg im Leben sucht, dabei mit Schicksalsschlägen fertig werden muss und sich plötzlich in einer exotischen Umgebung wiederfindet. Ich habe schon ähnliche Bücher gelesen und es immer genossen, in der Geschichte abzutauchen. Die Geschichte ermöglicht mit ihrer leicht lesbaren bildhaften Sprache und der sympathischen Julie als Hauptperson eine wunderbare Reise in eine fremde Welt. Surinam kenne ich nicht, war aber schon auf Kuba könnte ähnliche Schönheit der Landschaft und Lebensgefühl auch in diesem Roman wiederfinden. Außerdem spricht mich das Coverbild sehr an – man kann den wunderbaren Duft der Orangenblüten förmlich riechen. Hauptperson ist das holländische Mädchen Juliette Vandenberg, das durch einen Unfall ihre Eltern verliert, ihre bis dahin glückliche Kindheit endet abrupt. Juliette wird vom sorgeberechtigten Onkel in einem Mädcheninternat untergebracht und lebt dort einige Jahre, findet Freundinnen und kommt mit den Lehrerinnen mehr oder weniger gut zurecht. Bei einem Besuch des Onkels und seiner Familie in den Weihnachtsferien lernt Julie den weltgewandten, charmanten Plantagenbesitzer Karl Leevken aus Surinam kennen. Karl ist Witwer und an Julie interessiert, vor allem als er erfährt, dass sie ein großes Erbe erwartet. Julie heiratet Karl und folgt ihm auf seine Zuckerplantage nach Surinam. Auf der Überfahrt kommt Erika ins Spiel, die mit ihrem Mann als Missionare der Herrenhuter Gemeine ebenfalls nach Surinam auswandern, sie freundet sich mit Julie an. Doch angekommen erlebt Julie viele Enttäuschungen: Karl ist nicht der Traummann, den sie erhofft hat, das tropische Klima und der Umgang mit den Sklaven sind erschreckend für sie. Auch, dass sie mit Martina eine Stieftochter in ihrem Alter hat, hat Karl verschwiegen, Martina verhält sich Julie gegenüber abweisend. Auch Erika ist enttäuscht: ihr Mann bricht auf eine Missionsreise auf und lässt nichts mehr von sich hören. Die Frauen müssen sich nun im fremden Land der Aufgabe stellen, ihr Leben in die Hand zu nehmen. Linda Belago schreibt flüssig und und bildhaft, man wird sofort in die Handlung hineingezogen und fiebert mit Julie und Erika. Wundervoll beschreibt die Autorin die Schönheit der Landschaft, auch die historische Entwicklung vor allem in Bezug auf die Sklaverei ist interessant. Die Personen sind allerdings eher eindimensional gestaltet und ihre Reaktionen vorhersehbar, sodass es nicht zu großen Überraschungen kommt. Für Liebhaber von „Love and Landscape“-Romanen in tropischem Ambiente sehr zu empfehlen!

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