Linda Benedikt

 4.3 Sterne bei 25 Bewertungen
Autorin von Eine kurze Geschichte vom Sterben, Der Rest ihres Lebens und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Linda Benedikt

Linda Benedikt wurde 1972 in München geboren. Nach ihrem Schulabschluss entschied sie sich, Politik zu studieren und ging dafür auch für längere Zeit ins Ausland (England und Israel). Danach war sie mehrere Jahre in der Journalismusbranche tätig. Benedikts erster Roman wurde im Herbst 2013 unter dem Titel "Eine kurze Geschichte vom Sterben" im Arche Verlag veröffentlicht. Linda Benedikt lebt derzeit wieder in München.

Alle Bücher von Linda Benedikt

Linda BenediktEine kurze Geschichte vom Sterben
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Eine kurze Geschichte vom Sterben
Eine kurze Geschichte vom Sterben
 (22)
Erschienen am 01.01.2013
Linda BenediktDer Rest ihres Lebens
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Der Rest ihres Lebens
Der Rest ihres Lebens
 (3)
Erschienen am 01.04.2015
Linda BenediktRezepte der Münchner Tafel
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Rezepte der Münchner Tafel
Rezepte der Münchner Tafel
 (0)
Erschienen am 30.11.2007
Linda BenediktIsrael, a love that was
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Israel, a love that was
Israel, a love that was
 (0)
Erschienen am 18.03.2012
Linda BenediktKatzen duschen nie!
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Katzen duschen nie!
Katzen duschen nie!
 (0)
Erschienen am 26.08.2016
Linda BenediktGedanken über die Liebe und andere Absurditäten
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Gedanken über die Liebe und andere Absurditäten

Neue Rezensionen zu Linda Benedikt

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M

Rezension zu "Der Rest ihres Lebens" von Linda Benedikt

Intensive Betrachtung schmerzhafter Belanglosigkeit
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Intensive Betrachtung schmerzhafter Belanglosigkeit

An dem Punkt des Buches, an dem sich Dorothy „Dee“ Fall an die Trennung von ihrem Mann erinnert, diese ohne Punkt und Komma fast noch einmal vor ihren Augen Revue passieren lässt, versteht der Leser Edward, den ehemaligen (offiziell auch noch nicht geschiedenen) Mann durchaus.

„Ich mag dich nicht mehr“.

Alles inneren Versuche, den Blick ablenken zu lassen, sich eine Geliebte einzureden, das leere Arbeitszimmer des Mannes mit Tand zu füllen helfen Dorothy letztendlich nicht. Auch wenn es ihr gelingt, ihre tiefe Verletzung in einem ständigen Strudel der belanglosen Beobachtungen weitgehend auch vor sich selbst zu verbergen, diese Form der Trennung hatte es ins ich.

Weil, und das wird dem Leser Seite für Seite, glänzend sprachlich vermittelt, mehr und mehr klar, dieses „ich mag dich nicht mehr“ auch den Leser beginnt, mit einzufassen.

Eine Frau, deren Leben irgendwie verstreicht und die dennoch nicht genügend Kraft in sich aufbringt, sich diesem Verstreichen zu stellen. Mit einem misanthropischen Schutzpanzer versehen gleitet sie durch die Hitzewelle in London.

Natürlich treffen die ein- oder anderen Ereignisse. Dass ihr ehemaliger Mann deutlich besser über das Leben der gemeinsamen Kinder informiert ist. Dass ihre „beste Freundin“ Mona, wenn es darauf ankommt, ihr Ding macht und Dorothy zurückgelassen wird. Dass dieses junge Ehepaar, die neuen Untermieter, einen Hauch von Leben vor Dorothy´s Augen legen.

Und umgehend wird alles in einem inneren Schwall der Worte niedergeredet. Zur Seite geschoben. Abgewertet.

Und doch ist das Leben nicht im Letzten einsperrbar. Diese Wallungen, wenn der junge Ehemann in sommerlich leichter Kleidung ihre Wohnung betritt. Dieser Neid, aber auch diese Spuren von Vertrautheit mit der jungen, schwangeren Frau. Deutlicher und deutlicher wird ein gewisses „Rest-Zucken“ an innerem Leben, eine Erkenntnis von so viel vertaner, in der Zeit sich verlaufenden Lebens.

Wie im überheißen London dieses Monats aus dem Leben der alternden Frau lässt Linda Benedikt auch in Dorothy sich etwas zusammenbrauen. Ein Überdruck der Belanglosigkeit, eine Zucken tief vergrabener Gefühle. Und mit Spannung verfolgt der Leser über die seitenweisen Lebensbetrachtungen und das immense Abschweifen vom Wesentlichen dieser Frau, was sich da aufbaut und fragt sich, ob und wie sich das entladen könnte. Und ob überhaupt eine „Entladung“ stattfinden wird.

Sprachlich überaus eingängig und emotional die Tiefen dieser scheinbar „tiefenlosen“ Person erkundend, nimmt Benedikt den Leser mit auf eine teils schmerzhafte, teils abstoßende, teils mit Verständnis gefüllte Reise in das moderne Leben selbst. Denn Dorothy ist bestimmt kein Einzelfall, nicht alleine im Alter auf ein entleertes Leben blickend, in dem die Blicke eher zur kaputten Glühbirne schweifen als auf sich selbst oder auf den Rest der Menschheit.

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W

Rezension zu "Eine kurze Geschichte vom Sterben" von Linda Benedikt

Abschied von der Mutter
WinfriedStanzickvor 5 Jahren


Waren das Sterben und der Tod über eine lange Zeit auch ein in der Literatur eher gemiedenes Thema, hat sich in den letzten Jahren hier viel verändert. Viele, meistens gute Bücher sind erschienen, in den Frauen und Männer mit den Mitteln der Literatur eigenes Sterben oder das Sterben ihnen naher Menschen versuchen zu verstehen und zu bewältigen.

 

Ein besonders beeindruckendes und bewegendes Beispiel ist der zornig-zärtliche Bericht von Linda  Benedikt über ihren Abschied von ihrer Mutter.

 

Es sind die letzten sieben Tage im Leben der Mutter, sieben Tage letzte gemeinsame Zeit in einem kleinen Krankenzimmer. Lange Jahre war Linda Benedikt ohne Sprache für das, was sie dort erlebt hat. Nun, aus der Erinnerung heraus, erzählt sie von ihren Erfahrungen. Und sie erinnert sich intensiv und so dicht, als sei es letzte Woche gewesen. Das Vergangene ist so aktuell präsent, als geschähe es gerade jetzt. Ein Beispiel dafür, dass Trauerprozesse manchmal lange dauern, sich verschieben können, bzw. nachgeholt werden können.

 

Linda Benedikt nimmt ihren Leser mitten hinein in den schmerzhaften Prozess eines Abschieds, der alle Gefühle auf einmal zusammenfließen lässt. Emotional keine leichte Lektüre, aber eine, die einem zeigen kann, dass der Tod auch im eigenen Leben jeder Zeit an der Tür stehen kann, und dass man jeden Tag und jede Stunde wertschätzen sollte, den man mit geliebten Menschen verringt.

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MATOLEs avatar

Rezension zu "Eine kurze Geschichte vom Sterben" von Linda Benedikt

Eine kurze Geschichte vom Sterben
MATOLEvor 5 Jahren

Klappentext:

Ein zartes, intensives Stück Literatur über eine zutiefst menschliche Erfahrung. Eine Tochter begleitet ihre Mutter beim Sterben. Was beiden bleibt, ist eine letzte kurze Woche. Auf engstem Raum, in einem Krankenhauszimmer. Aufrichtig und schonungslos gegen sich selbst durchlebt die Tochter Trauer und Glück, Verzweiflung und Wut und sie versucht, mit dem nicht immer leichten Verhältnis zur Mutter fertigzuwerden, mit den Erinnerungen und dem als sinnlos empfundenen Tod. Linda Benedikts Prosadebüt Eine kurze Geschichte vom Sterben ist ein ergreifender Monolog über das Abschiednehmen und eine schmerzhafte Liebeserklärung zugleich. Es geschieht kaum etwas in diesen sieben Tagen, quälend langsam und eintönig vergeht die Zeit und doch verändert sich alles.

Zu Anfang konnte mich mir nicht so richtig vorstellen, was ich von diesem Buch zu halten habe und was mich erwartet.

Dieses Buch berührt seine Leser und lässt sie nicht so leicht mehr los. Denn auch, wie schon im Klappentext erwähnt, nicht wirklich viel passiert ist dieses Buch voller Emotionen. Auch wenn hier die Trauer und Hilflosigkeit der Erzählerin im Vordergrund stehen, bringt sie durch einige Kindheitserinnerungen auch wieder viel Wärme mit in dieses Buch.

Dieses Buch regt wirklich zum Nachdenken über den Tod an. Macht mir aber ehrlich gesagt auch Angst davor einen so sehr geliebten Meschen wie zum Beispiel meine Mutter irgendwann gehen lassen zu müssen.

 

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Gespräche aus der Community

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katja78s avatar

Vorablesen mit dem Arche Verlag!

Heute mag ich euch ein Buch vorstellen, das mich persönlich auch sehr bewegt hat.

Linda Benedikt hat "Die kurze Geschichte vom Sterben" geschrieben.

Ein zartes, intensives Stück Literatur über eine zutiefst menschliche Erfahrung.

Auf knapp 120 Seiten konnte mich dieses Buch noch lange nach dem lesen nicht loslassen, deswegen freue ich mich umso mehr, das ich euch diesen Titel nun in einer Leserunde präsentieren darf.


Eine Tochter begleitet ihre Mutter beim Sterben. Was beiden bleibt, ist eine letzte kurze Woche. Auf engstem Raum, in einem Krankenhauszimmer. Aufrichtig und schonungslos gegen sich selbst durchlebt die Tochter Trauer und Glück, Verzweiflung und Wut – und sie versucht, mit dem nicht immer leichten Verhältnis zur Mutter fertigzuwerden, mit den Erinnerungen und dem als sinnlos empfundenen Tod.



Linda Benedikts Prosadebüt Eine kurze Geschichte vom Sterben ist ein ergreifender Monolog über das Abschiednehmen und eine schmerzhafte Liebeserklärung zugleich. Es geschieht kaum etwas in diesen sieben Tagen, quälend langsam und eintönig vergeht die Zeit – und doch verändert sich alles.

Zur Autorin


copyright Gabriela Unseld


Linda Benedikt wurde 1972 in München geboren. Sie studierte Politik an der School of Oriental and African Studies in London. Seit 2010 steht sie mit dem politischen Musikkabarett Reality Check - Was Sie noch nie über Israel wissen wollten, sich aber immer schon gefragt haben auf der Bühne, das sie zusammen mit Nirit Sommerfeld geschrieben und realisiert hat. Zuletzt veröffentlichte sie Israel - A love that was. Die Geschichte einer Entzauberung (AphorismA Berlin 2012). Linda Benedikt lebt zur Zeit in München. 

Ich suche nun 20 Leser, die dieses Buch gemeinsam in einer Vorableserunde zusammen lesen und anschließend rezensieren wollen.

Beantwortet mir dafür folgende Frage:

Kennt ihr weitere Bücher aus dem Arche Verlag?

Linda Benedikt ist beruflich sehr eingespannt wird aber öfter mal in die Leserunde reinschauen und Fragen beantworten

Hier könnt ihr euch gerne mal umschauen, aber Vorsicht, da sind viele interessante Bücher die dringend ein Zuhause suchen ;-)

Wir sind gespannt auf eure Eindrücke!

Viel Glück



Buchraettins avatar
Letzter Beitrag von  Buchraettinvor 4 Jahren
Hi, ich habe das in einer Vorschau entdeckt.. tauscht das jemand???
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Heij, ich bin seit wenigen Minuten dabei, habe mich gerade registriert. Heute früh hörte ich im Rundfunk von dieser Plattform gehört und bin sehr neugierig, was ich finden werde. Diese Zeilen dienen zur Kontaktaufnahme. Mal lesen, wer mir was schreibt. LG Rita
katja78s avatar
Letzter Beitrag von  katja78vor 5 Jahren
Und ich hab mich eben schon gewundert :-)
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