Der Himmel über Ceylon

von Linda Cuir 
4,5 Sterne bei23 Bewertungen
Der Himmel über Ceylon
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Grappas avatar

Ganz interessant, aber auch recht flach und an einigen Stellen schlecht recherchiert, was die Lebensweisen in Sri Lanka angeht.

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Schöner, unterhaltsamer und recht mitreißender Roman, der an Spannung gewinnt und interessante Eindrücke über Ceylon ermöglicht.

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Inhaltsangabe zu "Der Himmel über Ceylon"

Klappentext zu "Der Himmel über Ceylon" Ceylon, 1960: Der jungen Teepflückerin Anjali ist ein entbehrungsreiches Leben vorherbestimmt. Nicht nur die harte, karg bezahlte Arbeit plagt sie. Wegen ihrer für eine Hochlandtamilin ungewöhnlich hellen Haut und ihrer grünen Augen wird sie auf der Plantage als »Fluch der Götter« verspottet. Doch sie will sich nicht in ihr Schicksal fügen und kämpft mutig gegen jedes Unrecht, das sie erlebt, an. Mit ihrem unbändigen Willen und ihrer exotischen Schönheit verzaubert sie den Engländer Tom: Er besorgt ihr eine Anstellung im Haus seiner adligen Eltern. Doch auch hier gibt es Menschen, die Anjali mit Neid und Hass verfolgen, und so muss sie das Anwesen bald wieder verlassen. Schweres Unrecht und Not sollen Anjali weiterhin begleiten. Auch ahnt sie, dass ein dunkles Geheimnis ihr Leben überschattet. Doch sie gibt ihren Traum von einem besseren Leben nicht auf - ebensowenig wie den Traum, Tom, ihren einstigen Retter, wiederzusehen. Ihr Weg soll Anjali in die großen Metropolen Europas führen, wo sie Glanz und Luxus kennenlernt. Dennoch kann sie Ceylon nie vergessen, das Land, in dem sie ihr Herz verlor ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783959732512
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Weltbild
Erscheinungsdatum:01.01.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Luviardas avatar
    Luviardavor 7 Monaten
    Eine große Geschichte

    Mir hat das Buch gut gefallen. Es war sehr spannend zu lesen, was Anjali alles erlebt hat. Sehr informativ über das Leben der Teeplücker und den Umständen auf Sri Lanka. Eine starke Frau die nie aufgegeben hat, Ihren Traum zu verfolgen.

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    Roman-Tippss avatar
    Roman-Tippsvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schöner, unterhaltsamer und recht mitreißender Roman, der an Spannung gewinnt und interessante Eindrücke über Ceylon ermöglicht.
    "Der Himmel über Ceylon" von Linda Cuir

    Meine Meinung:

    Die Geschichte über Anjalis Leben ist voll mit überraschenden Wendungen, Höhen und Tiefen, dramatischen Ereignissen, aber auch dem nie verlöschenden Hoffnungsschimmer. Anjali ist auf einer Plantage aufgewachsen und hat bisher nur Entbehrungen und harte Arbeit gekannt. Auf einmal wird ihr die Möglichkeit geboten, für sich eine bessere Zukunft zu erschaffen. Während ihrer Zeit als Küchenhilfe verliebt sie sich in Tom, der auch Gefühle für sie hat. Aber als sie dann des Diebstahls beschuldigt wird, bricht alles zusammen. Dennoch schafft Anjali es immer wieder diese Niederlagen zu überwinden, nicht aufzugeben und einen Neuanfang zu machen, denn an Ideen, Einfallsreichtum und dem nötigen Durchhaltevermögen mangelt es nicht. So schafft sie es z.B. ein „Geschäft“ mit dem Verkauf von Muschelketten aufzubauen. Doch was sie am meisten fasziniert sind Perlen, die auch ihr weiteres Vorgehen bestimmen werden. Zwar muss sie anfangs allein für die Verwirklichung ihrer Träume kämpfen, findet jedoch bald Menschen, die ihr helfen.

    Bereits im Prolog und Epilog, der die Geschichte im Jahre 1971 zeigt, erfährt man, dass Anjalis Leben sich so bedeutend zum Guten gewendet hat, dass sie wohlhabend ist. Deshalb besteht die Spannung eben darauf, wie sie diese Veränderung und in welchem Maße genau erreicht hat. Denn neben ihrer Willensstärke, Dinge zu verändern, umgibt sie noch ein ziemlich dramatisches Geheimnis, in welches auch ihre Mutter Sita und Lord Geoffrey verwickelt sind, das Anjali jedoch erst sehr spät erfährt.


    Neben der Handlung an sich erfährt man auch Interessantes über Ceylon, was mit den Geschehnissen stark verwoben ist. So gab es dort – trotz offizieller Abschaffung – immer noch das Kastensystem. Auch das bereitet Anjali oftmals bei den Einheimischen Schwierigkeiten, da sie zu der untersten Stufe des Kastensystems gehört, nämlich den „Unberührbaren“, die anscheinend nicht wirklich Rechte besitzen. Durch anschauliche Beschreibungen der Landschaft, Kultur und der Lebensweise der Einheimischen auf Ceylon entsteht ein gut vorstellbares Bild.

    Trotz einiger überdehnter Szenen fliegt die Geschichte sehr schnell dahin, da die vielen Wendungen und das Geheimnis die Spannung aufbauen und für ein flüssiges Lesen sorgen. Der Schreibstil wirkt allerdings hin und wieder etwas ungeschickt.

    Am Ende der Geschichte befindet sich ein Nachwort, wo man noch einiges Wissenwertes über Ceylon und das Buch „Der Himmel über Ceylon“ erfahren kann.


    Fazit:

    Schöner, unterhaltsamer und recht mitreißender Roman, der an Spannung gewinnt und interessante Eindrücke über Ceylon ermöglicht.

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    Gelindes avatar
    Gelindevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch zum Träumen (wenn auch die traurige Wirklichkeit nicht zu kurz kommt), berührend, emotional und zu tiefst ergreifend.
    Der Himmel über Ceylon

    Der Himmel über Ceylon, von Linda Cuir

    Cover:
    Schon das Cover lässt mich träumen.

    Inhalt:
    Die junge Teepflückerin Anjali will mehr vom Leben als es ihr vom Schicksal vorherbestimmt ist.
    Das Leben auf der Plantage ist entbehrungsreich und hart, und wegen ihrer hellen Haut und ihrer grünen Augen wird sie zudem verspottet.
    Durch einen Zufall begegnet sie dem Engländer Tom und verzaubert ihn mit ihrem unbändigen Willen und ihrer exotischen Schönheit.
    Er besorgt ihr eine Anstellung im Haus seiner adligen Eltern.
    Doch so leicht lässt sich das Schicksal nicht umgehen, unvorhergesehene Bedrohungen und grausame Hürden stellen sich der jungen Frau in den Weg….

    Meine Meinung:
    Eine selbstbewusste und taffe Protagonistin, die mehr aushält als man sich vorstellen kann, ein wahres „Steh-Auf-Männchen“.
    Sie bricht aus den geltenden Gesellschaftlichen Regeln, dem Kastensystem aus, doch es wird ihr nicht einfach gemacht und sie muss zahlreiche Rückschläge einstecken.
    Ein wunderschöner exotischer Handlungsort, wobei die Armut des Landes nicht ausgespart wird.
    Ein mehr oder weniger modernes Märchen wie aus Tausend und einer Nacht.

    Die Protagonisten haben alle ihre Ecken und Kanten, viele oder einige ihrer Handlungen und Beweggründe sind nicht nachvollziehbar (es bleibt rätselhaft), aber alles ist auch eingebettet in eine Gesellschaft, die so nicht alltäglich ist.

    Freundschaft ist auch ein ganz wichtiges Thema dieses Buches.

    Gegen Ende zu wird es dann zu „märchenhaft“.
    Vor allem als Anjali in den Perlenhandel einsteigt. Ganz alleine kümmert sie sich um alles, sucht nach Geschäftsräumen, Ausstattung (mit erlesenen Antiquitäten), meistert den Verkauf und die Buchführung (obwohl sie nie auf irgendeine Schule oder in entsprechenden Kursen war). Dafür ziehe ich auch einen Stern ab.

    Autorin:
    Linda Cuir, geb. 1944, gab 2000 ihr medizinisches Labor auf, um mit ihrem Mann nach Andalusien zu ziehen.
    Nach zahlreichen Kurzgeschichten ist die ihr Romandebüt.

    Mein Fazit:
    Ein Buch zum Träumen (wenn auch die traurige Wirklichkeit nicht zu kurz kommt), berührend, emotional und zu tiefst ergreifend.
    Es hat mich in ein wunderschönes, exotisches Land (Ceylon) entführt und mir wunderschöne Lesestunden geschenkt.
    Von mir 4 Sterne.

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    Anrubas avatar
    Anrubavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Frau geht unermüdlich ihren steinigen Weg
    Eine Frau geht unermüdlich ihren steinigen Weg

    Unter der Inhaltsbeschreibung hatte ich mir einen schönen, schicksalhaften Liebesroman vorgestellt. Doch diese Vorstellung wurde bei weitem übertroffen.

    Der Himmel über Ceylon ist soviel mehr als eine seichte Romanze, wie man bei dem Cover vermuten würde. 
    Es geht um die junge Teepflückerin Anjali, die aus ihrem armen, ausgebeuteten Leben ausbricht, um ihren Traum nach einem besseren Leben zu verfolgen.

    Die Geschichte ist in den 60er und 70er Jahren angesiedelt und das hat es noch eine Spur interessanter gemacht. Die Autorin führt einen gekonnt an das Kastensystem und die verschiedenen Glaubensrichtungen in Sri Lanka heran. 

    Anjali war mir von der ersten Seite an sympathisch. Sie kennt nur die Welt der Teeplantage und ist daher zu Beginn sehr naiv und unwissend. Außerdem ist sie eine Dalit - eine Unberührbare aus der untersten Kaste des hinduistischen Glaubens. Als Unberührbare hält sie nicht nur sich selbst für einen Menschen zweiter Klasse, sondern wird auch von den Mitmenschen so gesehen.
    Obwohl ich ihr Handeln nicht immer verstehen konnte, fand ihren Charakter sehr faszinierend und lebendig.
     
    Im Laufe der Geschichte stolpert sie von einem Schicksalsschlag zum nächsten. Dabei verliert sie nie den Mut. Immer wenn ihr ein Neuanfang glückt, atmet man auf, weiß aber unterbewusst, dass dieser Zustand nicht lange anhalten wird. Jeder Rückschlag lässt einen mitleiden und zerrt an den Lesenerven, sorgt aber auch dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm und bildlich. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. 
    Die Geschichte ist unvorhersehbar. Zwar weiß man durch den Prolog wohin die Reise gehen wird, aber man möchte unbedingt wissen, wie Anjali zu dieser Person geworden ist. Zum Ende lernt sie dann für einen meinen Geschmack alles etwas zu schnell und zu leicht, aber darüber konnte ich gut hinwegsehen.

    Inhaltlich wird mich das Buch noch eine Weile beschäftigen, denn besonders das Schicksal der Teepflückerinnen bzw. die Minderheit der Tamilen haben mich dazu gebracht, im Internet und in der Bücherei zu recherchieren. Und das finde ich klasse. Bücher sollten anregen. Selbst wenn diese Idee fiktiv ist, ist sie doch nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern könnte wirklich so passiert sein. Denn auch heute noch werden in den armen Ländern Menschen unterdrückt und als billige Arbeitskraft ausgenutzt, nur damit wir hier günstige Dinge kaufen können.

    Man merkt, dass die Autorin sich sehr mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Das hat mir gut gefallen und hat mich berührt. Eine tolle Grundidee für einen Roman. Mehr davon.
     

    Fazit:

    Mich hat das Buch wirklich positiv überrascht. Eine junge Frau bricht aus ihrem Kastenartigen Gefängnis als Teepflückerin aus, immer auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie muss viele Rückschläge einstecken, was die Lesenerven strapaziert, aber auch fesselt. Wer Bücher von Lucinda Riley oder Sarah Lark mag, wird hier bestimmt sehr glücklich. Von mir gibt es alle fünf Sterne, weil hier alles passt. Grundidee, Charaktere und Lesesog.

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    Rolchenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine sehr berührende Geschichte über eien starke Frau
    Wunderschöne, berührende Geschichte

    Anjali, geboren als Teepflückerin in einer namenlosen Kaste, sucht zu ihrem 16. Geburtstag einen Tempel auf, um die Götter um ein besseres Leben zu bitten. Dass dieses gleich am nächsten Tag startet, hätte sie auch nie gedacht. Man schließt die Protagonistin von Anfang an ins Herz und begleitet sie auf ihrem Weg. Sie scheint wirklich immer Glück zu haben in dem einen Moment, der dann allerdings wieder von Schatten getrübt wird. Trotz allem hat sie einen Traum und hat einen unwahrscheinlichen Willen, darum zu kämpfen. Es ist nicht immer einfach, ihr Leben zu verfolgen, aber ihre Erlebnisse scheinen sie zu dem zu machen, was sie letztendlich ist. Es ist ein Vergnügen zu lesen, wie sie sich im Laufe des Buches entwickelt hat. Außerdem bekommt man einen tollen Einblick in das Gebiet Ceylon, den indischen Riten und Sitten und den Kasten. Es ist nur erschreckend, dass es teilweise heute noch so ist und die Menschen so leben müssen.

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    U
    ulla_leuwervor einem Jahr
    eine wirklich sehr berührende Geschichte

    Meine Meinung:

    Eine Reise in die jüngere Vergangenheit und eine Reise nach Ceylon. Wer wäre da nicht neugierig geworden? Zumindest ich kann von mir behaupten, dass mich das Cover so sehr angesprochen hat und mich neugierig auf den Inhalt des Buches machte.

    Die Geschichte um Anjali beginnt 1960, soo lange ist es noch nicht her, aber das Leben zu der damaligen Zeit unterschied sich deutlich von unserem heute. Und wenn es schon hier in Europa so war, wie mag es wohl den Teepflückerinnen in Ceylon ergangen sein? Anjali ist mit ihrem Schicksal nicht zufrieden und möchte gerne woanders leben und arbeiten. Leider konnten die Teepflückerinnen nicht so einfach ihrem Schicksal entkommen und Anjali hatte es dann auch nicht leicht, als sie eine Anstellung in einem vornehmen Haus fand. Zwar konnten die Europäer das strenge Kastenleben nicht nachvollziehen und nahmen auch keine Rücksicht darauf. Aber es gab da ja noch das andere Personal, das es Anjali nicht leicht machte.

    Sehr bewegend hat Linda Cuir beschrieben, was Anjali alles erlebt hat. Mir war die Protagonistin sofort sympathisch und ich habe mit ihr gelitten und mit ihr gehofft, dass für sie alles gut werden wird. Ich hatte die Möglichkeit, sie einige Jahre ihres Lebens begleiten zu können. Die Höhen und Tiefen durfte ich mit erleben. Über das Leben auf Ceylon habe ich einiges erfahren. Ich fand es wirklich sehr interessant. Gegen Ende des Buches schreibt die Autorin, wie sie auf die Idee gekommen ist, dieses Buch zu schreiben. Während einer Reise Mitte der sechziger Jahre in das damalige Ceylon hat sie durch einen sehr guten Reiseführer viel über das Leben der Einwohner dort erfahren. Seine Berichte haben sie sehr erschüttert und sie konnte das nicht vergessen und hat sie Jahre später in ihrem Buch beschrieben. Ich finde es ist der Autorin wunderbar gelungen, das realistische mit einer erfundene Geschichte zu verknüpfen.



    Fazit:

    Mich hat die Geschichte an das Buch gefesselt, es hat mich beeindruckt und berührt. Und ich möchte auf jeden Fall eine Leseempfehlung für dieses Buch aussprechen.

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    nodis avatar
    nodivor einem Jahr
    Sehr bewegende Geschichte

    Der Roman führt den Leser zuerst nach Ceylon in das Jahr 1960. Dort lebt die junge Teepflückerin Anjali mit ihrer Mutter in ärmlichen Verhältnissen und mit keinerlei Rechten. Als ihre Mutter stirbt, ist Anjali ganz auf sich alleine gestellt.

    Der Schreibstil der Autorin hat mir auf Anhieb gefallen. Der Roman liest sich sehr leicht und flüssig und durch die bildhafte Schreibweise kann man sich die Figuren und Handlungsorte sehr gut vorstellen. Das Schicksal der Protagonistin Anjali hat mich sofort berührt, ihre Gefühlswelt ist sehr ausführlich beschrieben. Man leidet mit ihr mit, ist aber auch erstaunt über ihren Mut und ihre Willensstärke, sich endlich aus diesem Elend zu befreien. Als Mensch ohne Rechte hat sie es zu dieser Zeit in Ceylon sehr schwer, aber Anjali gibt nicht auf. Ihr widerfährt viel Schreckliches, aber sie trifft auch auf Menschen, die ihr zur Seite stehen.

    Die Autorin hat hier einen beeindruckenden und gefühlvollen Roman erschaffen. Man fühlt sich regelrecht in die damalige Zeit versetzt, erlebt hautnah mit, dass es dort zu dieser Zeit noch größere Klassenunterschiede gab als heute. Mir hat die abenteuerliche und emotionale Geschichte um Anjali sehr gut gefallen, sie hat mich berührt, aber auch nachdenklich gemacht. 

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    Die-Rezensentins avatar
    Die-Rezensentinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Berührende Geschichte mit interessanten Einblicken in die Kultur !!
    Berührende Geschichte mit interessanten Einblicken in die Kultur !!


    Die junge Teepflückerin Anjali erhofft sich etwas anderes vom Leben, als nur Tee zu pflücken und sich zur Krönung ein Kind von einem Aufseher andrehen zu lassen.
    Trotz der Missbilligung ihrer Mutter schwänzt sie die Arbeit auf der Plantage und steigt zum Tempel, um die Götter um eine bessere Zukunft zu bitten.
    Dabei trifft sie auf den adeligen Engländer Tom. Er bietet ihr an, bei seinen Eltern als Küchenhilfe zu arbeiten und es scheint, als hätten die Götter ihren Wunsch erhört.
    Anjali verliebt sich in Tom und nimmt an, dass es ihm ähnlich geht, doch leider läuft alles bald ganz anders als erwartet.
    Anjali lässt sich jedoch nicht unterkriegen, steht schwierige Zeiten ganz allein durch, schafft es aber immer wieder, Menschen zu finden, die ihr zugetan sind und so baut sie sich mehrmals etwas Neues auf. Fleißig arbeitet sie an ihren Ideen, doch wohin ihr Weg sie am Ende führt, ist nie ganz klar. Viele Niederlagen und menschliche Enttäuschungen muss Anjali einstecken, doch aufgeben kommt für sie nie in Frage.

    Die Geschichte ist sehr interessant, in den 60er Jahren und später gab es in Ceylon immer noch Kastendenken, obwohl es offiziell abgeschafft wurde.
    Zwischendurch zieht es sich allerdings etwas, da hätte man das Geschehen ein wenig zusammenraffen können. Anjalis Verhalten aufgrund ihrer Mentalität konnte ich manchmal nicht nachvollziehen, da merkte man wieder den Unterschied zwischen europäischem und asiatischem Denken.

    `Der Himmel über Ceylon` ist eine berührende, sehr schön erzählte Geschichte mit vielen interessanten Eindrücken und Hintergründen über Ceylon und das Leben dort, die andere Kultur, den Unterschied zwischen arm und reich. Die Autorin hat gut recherchiert und dem Leser die Lebensweise, die Götter und das Kastenwesen nähergebracht.

    Durch den Prolog ist der Leser sicher, dass noch etwas Bedeutendes in Anjalis Leben passiert und dass sie es auf jeden Fall geschafft hat.

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    YH110BYvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Toller Roman, der mich sehr berührt und in seinen Bann gezogen hat!
    Der Himmel über Ceylon

    Anjali lebt zusammen mit ihrer Mutter auf einer Teeplantage in Ceylon. Sie sind beide Teepflückerinnen und gehören zu der Kaste der Unberührbaren. Sie haben ein hartes, entbehrungsreiches Leben und Anjali träumt davon, etwas aus ihrem Leben zu machen. Am Tempel lernt sie den Engländer Tom kennen, der ihr eine Arbeit in der Küche seiner wohlhabenden Eltern verschafft. Als eines Tages bei einer großen Gesellschaft ein Ring verloren geht, wird Anjali beschuldigt und landet im Gefängnis. Dort muss sie eine schwere Zeit durchstehen. Aus dem Gefängnis entlassen, probiert sie verschiedene Handwerke aus und ihr gelingt es, sich einen Namen zu machen und eine kleine Berühmtheit zu werden. Der Roman hat mir sehr, sehr gut gefallen. Ich bin gleich in die Geschichte eingetaucht und total in ihren Bann gezogen worden. Anjali und auch die anderen Personen darin wurden gut beschrieben, so dass ich mir alle Charaktere und die verschiedenen Orte gut vorstellen konnte. Der Schreibstil war flüssig und kurzweilig. Der Roman liess sich spannend und fesselnd lesen, war aber auch sehr gefühlvoll geschrieben. Es gab oft Szenen, die mich sehr berührt haben. Ein wirklich gelungenes Buch, das ich wärmstens weiterempfehlen kann!

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    tinstamps avatar
    tinstampvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine bewegende, teilweise erschütternde und emotionale Geschichte rund um eine junge starke Frau. Empfehlenswert!
    Die Unberührbaren

    Als großer Fan von Sri Lanka, dem ehemaligen Ceylon, wanderte dieses Buch sehr schnell in mein Körbchen, als ich es vor ein paar Monaten bei Weltbild gesehen habe. Als es nun bei Lovelybooks eine Leserunde zum Ebook gab, habe ich die Chance genutzt mein Buch vom SuB zu holen und gemeinsam mit der Autorin mitzulesen.

    Durch meine allererste englischsprachige Brieffreundin, die eben von dieser Insel im Indischen Ozean kommt, stammt meine Liebe zu Sri Lanka. Und so tauchte ich sehr schnell in die Geschichte rund um die wunderschöne Anjali, eine junge Teepflückerin, ein.
    Unsere Protagonistin ist eine Dalit - eine Unberührbare aus der untersten Kaste des hinduistischen Glaubens. Gemeinsam mit ihrer Mutter Sita ist sie Teepflückerin in Nurwara Eliya, dem Hochland im Zentrum der Insel. Doch Anjali träumt von einem besseren Leben. Als sie im Tempel den Göttern Speisen darbringt und betet, lernt sie den Engländer Tom kennen. Durch ihn erhält sie tatsächlich die Chance bei einer englischen Familie in Colombo in der Küche zu arbeiten. Aber selbst ihre eigenen Landsleute stellen sich gegen das Mädchen, die daraufhin eine furchtbare Zeit durchmachen muss.....

    Das Cover deutet eher auf einen romantischen Landscape-Roman hin, dies ist aber keineswegs der Fall! Bereits nach dem ersten Drittel war ich zutiefst erschüttert von Anjalis Schicksal. Vorallem wenn man sich vor Augen führt, dass dieses Kastendenken und der gesellschaftliche Unterschied in den 60-iger Jahren, also vor etwas mehr als 50 Jahren, stattfand und nicht vor einem Jahrhundert oder mehr.

    Linda Cuir hat die Faszination und die landschaftliche Schönheit der Insel perfekt eingefangen. Aber auch die Probleme, die vorallem noch im Norden von Sri Lanka herrschen, wurden von der Autorin durchgehend miteinbezogen. Die Standesdünkel der Engländer, die sich teilweise noch immer als die Herrscher aus der Kolonialzeit ansehen, werden hier sehr genau aufgezeigt. Aber auch die Menschen, die zwischen den Kulturen keinen Unterschied machen, wie Sir Geoffrey und der Fotograf Fred, bleiben nicht unerwähnt und spielen im Roman größerer Rollen.

    Anjali ist eine sehr starke junge Frau, die mit jedem Rückschlag über sich hinauszuwachsen scheint. Zum Ende hin waren mir allerdings ihre Fähigkeiten, die sie alle innerhalb kurzer Zeit erlernt und beherrscht, zu viel. Da wäre ja jeder Mensch der jahrelang etwas lernt ein Trottel im Vergleich zu Anjali, die zwar sehr kreativ und schön ist, aber alles aus dem kleinen Finger zu beuteln scheint. Das ist mein einziger Kritikpunkt an diesem wundervollen Roman, der mich sehr bewegt hat.

    Schreibstil:
    Der Schreibstil der Autorin ist sehr emotional und bildgewaltig. Die Beschreibungen der exotischen und farbenfrohen Landschaft Sri Lankas und im Vergleich der Gegensatz der armen und ausgenutzen Landbevölkerung, hat Linda Cuir grandios gemeistert. Sie verwendet hier keineswegs den erhobenen Zeigefinger, sondern weist mit viel Gespür auf die noch immer schlimme Situation in Sri Lanka - auch nach Beendigung des Bürgerkrieges - hin.
    Die einzelnen Charaktere sind sehr lebendig beschrieben. Anjali konnte ich nicht immer verstehen, aber ihre innere Kraft war bemerkenswert.

    Fazit:
    Ein Roman, der uns die Perle des Indischen Ozeans, das heutige Sri Lanka, von beiden Seiten zeigt. Einerseits die landschaftliche Schönheit und auf der anderen Seite die ärmlichen Verhältnisse der Tamilen, einer heutzutage kleinen Minderheit, der größtenteils buddhistischen Bevölkerung. Eine bewegende und emotionale Geschichte rund um eine junge starke Frau. Empfehlenswert!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Linda_Cuirs avatar

    Liebe Leserinnen und Leser,

    ich möchte euch herzlich zu der Leserunde meines Debüt-Romans „Der Himmel über Ceylon“ einladen, der im Februar 2017 bei dotbooks erschienen ist.

    Gemeinsam mit dem dotbooks-Verlag verlose ich unter allen Bewerbern zehn eBooks.

    Ceylon 1960: Der jungen Teepflückerin Anjali ist ein entbehrungsreiches Leben vorherbestimmt. Sie möchte sich ihrem Schicksal nicht fügen und sucht verzweifelt nach einem Ausweg aus ihrem Elend. Während eines Tempelbesuches trifft sie den Engländer Tom. Er vermittelt ihr eine Anstellung im Haus seiner Eltern, doch selbst hier stößt sie auf Ablehnung und muss das Anwesen bald darauf verlassen. Trotz Unrecht und Not kämpft sie weiter und gibt den Traum eines besseren Lebens nie auf – ebenso wenig wie die Hoffnung, ihrem Retter Tom noch einmal zu begegnen. Auf verschlungenen Wegen reist Anjali in die größten Metropolen Europas, in denen sie Glanz und Luxus kennenlernt, doch sie kann Ceylon nicht vergessen – das Land, in dem sie ihr Herz verlor.

    Wenn Du Lust hast, mehr über Anjali und ihren Kampf um Glück zu erfahren, dann beantworte bitte folgende Frage:

    Der Roman spielt vorwiegend auf Ceylon. Wie heißt Ceylon heute und was verbindest du damit?

    Ich freue mich auf eure Antworten und eine spannende Leserunde.

    Herzlichst

    Linda Cuir

    Mehr Informationen zu mir findet ihr auf meiner Homepage:  www.lindacuir.de

     

     

     

     

    Linda_Cuirs avatar
    Letzter Beitrag von  Linda_Cuirvor einem Jahr
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    Linda_Cuirs avatar
    Eigentlich gibt es den Roman "Der Himmel über Ceylon" - erschienen am 4.8.2016 exklusiv beim Weltbild-Verlag für 10,99 € und das E-Book für 9,99 € und der Versand ist innerhalb Deutschlands kostenlos!
    Zum Thema

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