Linda Leaming

 4.5 Sterne bei 4 Bewertungen

Alle Bücher von Linda Leaming

Das glücklichste Land der Welt

Das glücklichste Land der Welt

 (3)
Erschienen am 12.02.2013
Lachen im Land des Donnerdrachens

Lachen im Land des Donnerdrachens

 (1)
Erschienen am 21.07.2011
Married to Bhutan

Married to Bhutan

 (0)
Erschienen am 04.07.2011

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Das glücklichste Land der Welt" von Linda Leaming

"Ein kleines Land, jedoch umgeben von Erhabenheit und Größe"
R_Mantheyvor 3 Jahren

Nach Bhutan zu reisen, dürfte auch heute noch nicht ganz einfach sein. Nicht nur wegen seiner geografischen Abgeschiedenheit, sondern auch, weil es sich erst vor nicht allzu langer Zeit überhaupt für den Tourismus geöffnet hat. Bhutan liegt in einem Tal des Himalaja und wurde mit einer herrlichen Landschaft und einer reichen Vegetation beschenkt, jedenfalls dort, wo es die Höhe noch zulässt. Dass man auf drei- oder viertausend Metern Höhe noch Dörfer findet, gehört auch zum Bild dieses kleinen Landes.

Was aber offenbar westliche Besucher besonders fasziniert, ist die noch größtenteils intakte buddhistische Kultur, die man bis in die alltäglichen Verrichtungen der Menschen zu spüren bekommt. Davon erzählt dieses Buch. Linda Leaming aus Tennessee kam zum ersten Mal mit neununddreißig nach Bhutan und verliebte sich in dieses Land. Anschließend beschloss sie, dort als Lehrerin zu arbeiten. Nicht jeder wird einen solchen Schritt nachvollziehen können, denn das Land ist nach westlichen Maßstäben sehr arm, das Leben primitiv. Wie fast alles im Leben erweist sich auch diese Sichtweise auf Bhutan von außen als eine Frage der eigenen Vorstellungen, Ansichten oder Gewohnheiten.

Linda Leaming blieb aus Prinzip kinderlos, weil sie ihre Abenteuerlust ausleben wollte und Kinder ein solches Leben aus ihrer Sicht nicht zulassen. In Bhutan lernt sie den Lehrer Namgay kennen. Sie verlieben sich und heiraten. Dadurch wird die Autorin vollständig in das bhutanische Alltagsleben integriert, von dem sie nun in ihrem Buch berichtet. Der Text liest sich ausgezeichnet, weil er eben nicht das Land aus den Augen eines Fremden beschreibt, der dort vielleicht eine Weile gelebt hat, sondern weil Linda Leaming sich dort bei allen Entbehrungen offenbar sehr wohl fühlt und ihre eigentliche Heimat gefunden hat. Mit viel Witz, Selbstironie und gleichzeitiger Hochachtung für die Geisteshaltung und Würde ihres Mannes beschreibt sie ihr neues Leben in einer noch nicht stark von den Gaben des Westens infiltrierten Kultur.

Allerdings muss man wohl viele Eigenschaften der Autorin mitbringen und sich von fast allen westlichen Vorstellungen des Alltagslebens lösen, wenn man diesen Schritt nachmachen wollte. Vielleicht muss man das erst einmal selbst erlebt haben, um es wirklich zu verstehen.

Ein sehr gut geschriebenes, äußerst interessantes und liebevolles Buch über ein Land, das sehr weit weg von unserem Leben ist.

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Nespavanjes avatar

Rezension zu "Lachen im Land des Donnerdrachens" von Linda Leaming

Auf und Davon ins Land des Bruttosozialglücks!
Nespavanjevor 4 Jahren

„Bhutan? Wo liegt denn das?“,  war die häufigste Reaktion, wenn ich von diesem Buch erzählt habe, und die meisten Menschen in unserem Kulturkreis, werden wahrscheinlich auch von diesem Land noch gar nichts, oder sehr wenig gehört haben. Diese Wenigen werden höchstwahrscheinlich die „die Landkarte des Glücks“ gelesen haben, oder vielleicht haben sie auch die Arte Reportage Bhutan – Die Ideologie vom wahren Glück gesehen. Letzteres ist absolut empfehlenswert! Ich lese selten Reiseberichte, dieses Buch wurde mir empfohlen, und auf Anhieb hat es mir sehr gut gefallen. Wahrscheinlich auch deswegen, weil die Linda Leaming aus dem Nähkästchen plaudert, und ihre persönliche Geschichte, sehr humoristisch erzählt. Nachdem die Schriftstellerin einige Zeit in Buthan, im Land des Donnerdrachens verbracht hat, beschließt die freischaffende Autorin, ganz dorthin zu ziehen. Eine Reise ist allerdings nicht dasselbe wie sich dauerhaft in einem fremden Land niederzulassen, dass obendrein noch so grundverschieden des unseren ist. Buthan ist das Land, dass zu den am wenigsten erschlossenen Reiseländern der Welt zählt, und laut Roman dürfen jährlich etwa 20.000 Touristen es besuchen, zudem ist tief verwurzelt mit dem lamaistischen Buddhismus und liegt etwas versteckt am Himalaja, zwischen Indien und China. Jedenfalls war das dann immer meine Antwort, auf die Frage der Lage.

Was mir in diesem Roman ein wenig gefehlt hat, waren Aufnahmen von Buthan. Über den Twitter-Account von Linde Leaming bin ich auf ihre Internetseite gestoßen, die angegebene Seite im Buch konnte ich nicht aufrufen, sie existiert wohl nicht mehr, und hier bloggt sie doch sehr regelmäßig und veröffentlich unter anderem auch Bilder. Das hat mich dann doch ein bisschen versöhnlich gestimmt. Nachdem ich nun „Lachen im Land des Donnerdrachen“ gelesen habe, könnte sich nun der Verdacht aufdrängen, dass sie im Leser eine etwas zu romantische Vorstellung über ein Land wecken möchte, dass so vielleicht gar nicht existiert. Ich vermute einfach mal, dass es daran liegt, dass Linda Leaming ganz einfach ihr Glück gefunden hat. Und solange ich selber noch nicht dort war, lasse ich das einfach mal so hingestellt und glaube ihr, was sie von diesem sehr interessanten Land erzählt.

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