Linda Olsson Die Fremde am Meer

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Inhaltsangabe zu „Die Fremde am Meer“ von Linda Olsson

Marion Flint lebt allein an der rauen Nordwestküste Neuseelands. Nach einer großen Enttäuschung hat sie sich hierher zurückgezogen, um die schmerzhaften Erinnerungen an die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Eines Tages begegnet sie am Strand dem scheuen Jungen Ika. Zwischen den beiden entwickelt sich zaghaft eine Freundschaft. Mehr und mehr wächst ihr der Junge ans Herz. Und sie ist bereit, um ihn zu kämpfen, als sie droht, ihn zu verlieren. Dabei kommt sie auch ihrem eigenbrötlerischen Nachbarn George näher. Am Ende söhnt sich Marion nicht nur mit ihrer Vergangenheit aus – sie findet auch ein neue Liebe.

Tolles Cover aber mit dem Buch konnte ich von Anfang leider überhaupt nichts anfangen, Der Funke ist irgend wie nicht übergesprungen. Schade

— wiebykev
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  • Rezension: Die Fremde am Meer

    Die Fremde am Meer
    Becky_loves_books

    Becky_loves_books

    25. May 2013 um 22:25

    Cover: Das Cover passt wunderbar zum Buch, denn es zeigt eine nachdenklich aussehende Frau, die an einem Strand steht und aufs Meer hinaus schaut. Der Wind weht ihr durchs Haar und durchs Kleid. Meinung: Dieses Buch hat mich gefesselt. Allerdings auf eine andere Art, als ich sonst mitgerissen wurde. Diese Geschichte ist sehr ruhig und berührt auf vielerlei Art. Es geht um eine Frau, die in ihrem Leben viel Leid erfahren musste, aber all ihren Schmerz in sich einschließt und niemanden nah an sich ran läßt. Bis sie auf einen Menschen trifft, der sie zu brauchen scheint und durch den sie ihre eigene Vergangenheit aufarbeitet. Der Schreibstil der schwedischen Autorin ist sehr flüssig und qualitativ hoch. Es ist in Ich-Form aus Sicht der Protagonistin Marion geschrieben. Die Momente aus ihrer Vergangenheit werden allerdings in der 3. Person erzählt. Ein wundervolles Buch voller Emotionen, Tiefgang und Hoffnung.

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  • Rezension zu "Die Fremde am Meer" von Linda Olsson

    Die Fremde am Meer
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    06. January 2013 um 13:34

    „Die Zeit heilt alle Wunden, doch die Narben bleiben für immer“, so könnte eine Kurzaussage zu dem Buch „Die Fremde am Meer“ von Linda Olsson sein. Die Geschichte der Marion Flint, ein Buch, welches man nicht aus der Hand legen mag. Zurückgezogen an der Küste Neuseelands lebt die Protagonistin Marion ein bescheidenes, ruhiges Leben. Hier hat sie sich ein Heim geschaffen, genießt die Natur, die Nähe zum Wasser, zum Strand. Dort begegnet sie zum ersten Mal Ika, einem kleinen Jungen. Ganz langsam, behutsam baut sich zwischen diesen beiden grundverschiedenen Menschen, der erwachsenen Frau und dem eigensinnig erscheinenen Jungen, eine Verbindung auf. Welches Geheimnis, was für ein Leben verbirgt sich hinter Ika? „Die Fremde am Meer“ erzählt die Geschichte einer etwas älteren Frau, die ihr altes Leben hinter sich ließ, um am anderen Ende der Welt mit einem neuen Namen ein neues Leben zu beginnen. Doch nach fünfzehn Jahren erschien Marion vieles anders, etwas hatte sich verändert. Waren es die Gespräche mit Mika (Ika)? S. 20 / 2. Absatz Unser Leben hat seine eigene Chronolgie. Ein Ereignis führt zum anderen. Eine Tat hat ein Ergebnis, das zur Grundlage für unser nächstes Handeln wird. So gesehen, schaffen wir uns immer eine Art Kausalität. Ich bin mir nicht sicher, ob sie eine Illusion ist, aber ich weiß, dass sie hilfreich sein kann. Jetzt wünschte ich sie mir.“ In unserem Leben geschehen oft Dinge, die wir nicht erklären können. Einschneidende Veränderungen, sie zeigen eine andere Sichtweise, verändern die Verantwortung. Wenn man den Anfang seiner Wunden, Verletzungen findet, ist es kein leichter Weg, diese zu ertragen, mit ihnen zu leben, sie zu heilen. „Die Fremde am Meer“ ist geschrieben in der Ich-Erzählperspektive von Marion Flint. Immer wieder fließen in den Kapiteln die Erinnerungen an ihr altes Leben ein. Marion / Marianne erzählt von ihrer Kindheit, aufgewachsen bei dem Großvater, reißt die Mutter sie aus ihrem gewohnten Umfeld, nimmt sie mit nach Stockholm. Dort ist nunmehr ihr neues Zuhause, aber auch ein fremder Mann an der Seite der Mutter, ein neues Leben, ohne Liebe. Marianne / Marion ist es, die später auf ihren kleinen Bruder aufpasst, ihn behütet, beschützt. Doch die aufziehende Tragödie kann sie nicht verhindern. Sie ist doch noch ein Kind! Marianne / Marion verliert viel, alles – ihre unbeschwerte Kindheit – vorbei, tot. Doch wer hilft ihr bei der Verarbeitung des Verlustes, der Tragödie? „Die Fremde am Meer“, die kurze Inhaltsangabe zeigt nicht auf, was für ein Juwel sich hier verbirgt. Es ist ein vielschichtiges Buch, getragen durch die Rückblenden in Marions/Mariannes Vergangenheit, aber vor allem durch den Sprachschatz, die Wortwahl der Autorin. Sprachlosigkeit beim Lesen? Sicher, die gibt es. „Die Fremde am Meer“, der Schreibstil ist derart berührend, besitzt eine hohe Qualität, bei der man hier an dieser Stelle dem Übersetzer ein ganz großes Lob geben muss. Nur wer sich derart in eine Geschichte fallen lassen kann, ist fähig, dieses so professionell wiederzugeben. „Die Fremde am Meer“, ein Buch, das einen nicht losläßt, eine Art Erinnerungsroman, aber gleichzeitig auch ein Mut machendes Buch, trotz der fühlbaren Schmerzen. Doch wer die Hoffnung verliert, verliert sich selbst. Absolute Kauf- und Leseempfehlung.

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