Linda Sue Park

 4.7 Sterne bei 18 Bewertungen

Alle Bücher von Linda Sue Park

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Linda Sue ParkDer lange Weg zum Wasser
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Der lange Weg zum Wasser
Der lange Weg zum Wasser
 (13)
Erschienen am 12.01.2016
Linda Sue ParkDie 39 Zeichen - Ruf der Karibik
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Die 39 Zeichen - Ruf der Karibik
Die 39 Zeichen - Ruf der Karibik
 (3)
Erschienen am 02.04.2012
Linda Sue ParkThe 39 Clues: Cahills vs. Vespers Book 5: Trust No One
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The 39 Clues: Cahills vs. Vespers Book 5: Trust No One
Linda Sue ParkStorm Warning
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Storm Warning
Storm Warning
 (1)
Erschienen am 07.06.2010
Linda Sue ParkA Single Shard
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A Single Shard
A Single Shard
 (0)
Erschienen am 10.01.2011
Linda Sue ParkSeeSaw Girl
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SeeSaw Girl
SeeSaw Girl
 (0)
Erschienen am 14.09.2009
Linda Sue ParkThe Firekeeper's Son
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The Firekeeper's Son
The Firekeeper's Son
 (0)
Erschienen am 20.04.2009
Linda Sue ParkBee-bim Bop!
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Bee-bim Bop!
Bee-bim Bop!
 (0)
Erschienen am 10.11.2008

Neue Rezensionen zu Linda Sue Park

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Mary2s avatar

Rezension zu "Der lange Weg zum Wasser" von Linda Sue Park

Ungewöhnliche Biographie eines afrikanischen "Lost Boy"
Mary2vor einem Jahr

Linda Sue Park hat hier für junge Leser die Fluchtgeschichte des jungen Salva Dut aus dem südlichen Sudan aufgeschrieben.

Im Alter von 10 Jahren vor Kriegshandlungen in den afrikanischen Busch geflohen – ohne Familie und Freunde – wird seine Odyssee viele Jahre dauern, bis er in den USA eine neue Heimat findet.

Der Bericht über monatelange Märsche, den Kampf um das tägliche Überleben und die Nahrungssuche gibt eindrucksvoll wieder, welche täglichen Anforderungen Salva zu bewältigen hat. Gleichzeitig lernt der Leser etwas über Salvas Kraftquellen und dass sein Überleben von vielen günstigen Umständen abhing.

Eine zweite Geschichte hat die Autorin in einer anderen Zeitebene eingefügt: Das sudanesische Mädchen Nya ist täglich acht Stunden unterwegs, um für ihre Familie das notwendige Trinkwasser zu beschaffen. Diese elementare Notwendigkeit bestimmt den Alltag der ganzen Familie und verhindert einen Schulbesuch der Kinder.

Am Ende des Buches kreuzen sich die Lebenswege von Nya und Salva.

Salva hat seine Lebensaufgabe darin gefunden, sich für die Menschen in seinem Herkunftsland einzusetzen und ihnen eine Zukunft vor Ort zu ermöglichen.

Es ist ein langer Weg, den Nya täglich zurückzulegen hat.

Und ein überaus langer und weiter Weg liegt hinter Salva bis zu seinem zweiten Leben in den USA.

Für beide gibt es aber auch beglückende Momente in ihrer Geschichte.

Dieses Buch, das die Erinnerungen des Salva Dut aufnimmt, überzeugt durch eine Sprache, die sachlich und unsentimental eine fast unglaubliche Erfolgsgeschichte beschreibt.

Jedem Leser – auch ohne politische Detailkenntnisse – wird vor Augen geführt, wie dramatisch Salvas Flucht verlaufen ist und jeder wird sich mit ihm über den guten Ausgang freuen.

Gleichzeitig öffnet sich der Blick in Richtung Afrika und die Nöte dieses Kontinents.

Ein schönes Buch, um den Blickwinkel der Leser ab ca. 12 Jahren zu weiten. Mit diesem Werk kann man Kindern und Jugendlichen auch die Literaturgattung „Biographie“ recht gut nahebringen.

Für junge Leser sind zunächst die getrennten Erzählstränge und verschiedenen Zeitebenen schwierig zu durchschauen. Hier bedarf es wohl einer Besprechung oder Erläuterung.

Ansonsten natürlich lesenswert und auch für ungeübte Leser geeignet, da die Kapitel überschaubar sind und die Textmenge insgesamt nicht allzu groß ist.

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W

Rezension zu "Der lange Weg zum Wasser" von Linda Sue Park

Die lange Flucht eines sudanesischen Jungen.
Waschbaerinvor einem Jahr

Dieses 123 Seiten starke Jugendbuch von Linda Sue Park, "DER LANGE WEG ZUM WASSER" ist die wahre Geschichte eines sudanesischen Jungen mit dem Namen Salva.

Dieser Jugendroman spielt sich auf zwei Zeitebenen ab. Die Geschichte von Salva, der im Südsudan lebt, beginnt im Jahre 1985. Die zweite, wesentlich kürzer gefasste Story von Nya, einem Mädchen das täglich stundenlang gehen muss um Wasser für die Familie zu holen, beginnt im Jahre 2008.

Salva hat das Glück und kann eine Schule besuchen. Doch eines Morgens knallt es in der Nähe mehrmals ganz furchtbar. Der Lehrer weiß sofort was das zu bedeuten hat und befiehlt seinen Schülern sofort das Gebäude zu verlassen, auf keinen Fall mehr in das Dorf zu gehen, da dieses von Soldaten überfallen worden sei. Sie sollten in den Wald flüchten und nicht mehr zurückschauen. Widerwillig folgen Salva sowie seine Mitschüler dieser Aufforderung. So werden sie zu "lost boys", wie man diese, vor den Soldaten flüchtenden Jungen später nennen wird.

Ich glaube, die Autorin wählte die richtigen Worte, dass Kinder im Alter ab 10/12 Jahren die Angst und Panik dieser gejagten und verfolgten Jungen verstehen, ohne den Krieg jemals am eigenen Leib erfahren zu haben.

Mit anderen Flüchtlingen aus seinem Stamm der Dinka, ist Silva nun auf der Flucht. Widerwillig hatten diese zugestimmt, den 11jährigen Salva mitzunehmen, um ihn eines morgens in einer Scheune alleine zurückzulassen. Sie hatten Angst, dass dieser kleine Junge nur jammern, sie aufhalten könnte und sie deshalb auf der Flucht nicht schnell genug vorwärts kommen könnten.

Nun ist Salva auf sich alleine gestellt. Sein Überlebenswille hilft ihm die Angst und Einsamkeit durchzustehen, bis er auf einen anderen Flüchtlingsstrom trifft und mitwandern kann. Hoffnung und Durchhaltevermögen sind von nun an für ihn die beiden wichtigsten Tugenden. Die Flüchtlinge quält nicht nur der Hunger und Durst in dem ödesten Teil des Weges, der Wüste. Nein, überall lauern Gefahren durch wilde Tiere. Ein Junge, mit dem sich Salva anfreundete ist eines Morgens nicht mehr da. Wahrscheinlich fiel er einem hungrigen Löwen zum Opfer.

Die Flucht geht in Richtung Nil. Seite 46: "Der längste Fluss der Welt, die Mutter allen Lebens im Sudan". Ohne Wasser gibt es kein Überleben. Die Flüchtlinge sind sich sicher, sobald sie diesen Fluss überquert haben, sind sie in Sicherheit. Ein Flüchtlingslager soll nicht mehr weit sein.

In Äthiopien bleibt Salva 5 Jahre in einem Lager, bis auch dort Unruhen ausbrechen und Soldaten tausende von Menschen in Richtung des Flusses und in den Tod treiben. Salva überlebt und kommt später in ein anderes Lager, wird, als er schon 17 ist ausgesucht, in die USA einwandern zu dürfen. Endlich findet er Frieden. Obwohl er im sicheren Rochester lebt, denkt er noch immer an seine alte Heimat und die Not der Menschen zurück. In ihm reift ein Plan heran.

Im Jahre 2009 laufen die beiden unterschiedlichen Erzählstränge zusammen. Nya und Salva begegnen sich, als ein neu gebauter Brunnen den Menschen im Südsudan von nun an Wasser spendet. Endlich kann auch Nya zur Schule gehen und muss nicht mehr jeden Tag viele Stunden lang Wasser nach Hause schleppen.

Die Autorin wählte eine einfache Sprache, die auch Kinder ab dem 5/6. Schuljahr verstehen. Dabei schreibt sie nicht reißerisch, sondern bleibt vielfach sachlich. Die schlimmen Lebenserfahrungen von Salva, die Begegnungen mit Mord und Tod sind trotz all dem Schrecklichen, altersgerecht  beschrieben.  Was mir besonders gefällt, sie streut immer wieder kurze Informationen über den Sudan und seine einzelnen Stämme ein, ohne dieses Buch wie ein Sachbuch wirken zu lassen.   Dieser biographische Roman behandelt ein sehr ernstes und vor allem aktuelles Thema. Es ist nicht überall auf der Welt selbstverständlich, in Frieden leben zu können oder dass man den Wasserhahn aufdreht, und schon fließt klares und sauberes Wasser.

Salvan Dut sammelte Spenden in den USA und organisierte den Bau von vielen Brunnen im Sudan, damit die Menschen endlich sauberes Trinkwasser bekommen. Er beschränkte sich nicht nur auf seinen Stamm, sondern auch baut auch für den verfeindeten Stamm. In dem Nachwort dankt Salva Dut allen, die ihm bei dem Projekt "Water for South Sudan, Inc." halfen.

Dieses Jugendbuch kann ich - nicht nur Kindern und Jugendlichen - sehr empfehlen.


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connychaoss avatar

Rezension zu "Der lange Weg zum Wasser" von Linda Sue Park

Interessant aber leider oft zu emotionslos
connychaosvor 2 Jahren

Meine Tochter ist 11, ebenso wie die beiden Protagonisten des Buches.

Das Flüchtlingsthema ist hier natürlich sehr präsent, meine Tochter bekommt es in den Medien und auch in der Nachbarschaft mit. Bekommt verschiedene Meinungen zu hören und ist oft verunsichert.

Wir haben dieses Buch gemeinsam gelesen, sie sollte einmal die Sicht der Flüchtlinge erleben.

Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, es wird aus den Perspektiven des 11jährigen Sava im südlichen Sudan 1985 und der 11jährigen Nya 2008 im südlichen Sudan berichtet.

Die Kapitel sind recht kurz, die Erlebnisse von Sava und Nya werden abwechselnd erzählt.

Der Schreibstil liest sich sehr flüssig, ich fand es sehr interessant, was die Kinder in ihrem Alltag erleben, wusste nicht, dass es im Südsudan schon so lange Krieg und Unruhen gibt.

Meine Tochter fand es dagegen etwas langatmig zwischendurch, ihr war der Bericht zu nüchtern, emotionslos.

Ich denke, meine Tochter ist für dieses Buch vielleicht noch etwas zu jung und sollte es in etwa 2 Jahren, mit fast 14 erneut lesen.

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