Linda Tirado Hand to Mouth

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Inhaltsangabe zu „Hand to Mouth“ von Linda Tirado

Linda Tirado knows from experience what it is to be poor, to struggle to make ends meet. She has worked all hours as a food service worker in a chain restaurant to support her young family. She knows what it's like to have problems you wish you could fix, but no money, energy or resources to fix them, and no hope of getting any.

In 2013, an essay on the everyday realities of poverty that Tirado wrote and posted online was read and shared around the world. In Hand to Mouth, she gives a searing, witty and clear-eyed insider account of being poor in the world's richest nation. She looks at how ordinary people fall or are born into the poverty trap, explains why the poor don't always behave in the way the middle classes think they should, and makes an urgent call for us all to understand and meet the challenges they face.

Ein richtiger Augenöffner und ein interessantes Buch über die amerikanische Unterschicht.

— ichundelaine

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    Hand to Mouth

    ichundelaine

    04. August 2017 um 17:12

    Linda Tirado ist der Anti-American Dream. Aus der Mittelschicht stammend, trifft sie eine Reihe eher unkluger Entscheidungen, hat einen Unfall, der sie gesundheitlich stark zurückwirft, bekommt unerwartet ein Kind und befindet sich schnell auf einer Abwärtsspirale in die amerikanische Unterschicht. In "Hand to Mouth" beschreibt Linda Tirado, wie es sich so als "white trash" in einer der reichsten Nationen der Welt lebt. Wie man sich von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck hangelt, kein Geld für das Nötigste oder gesundes Essen hat und die Menschen einem mit vielen Vorurteilen begegnen. Das Buch reitet speziell auf dem Umstand rum, dass man als ungelernter Arbeiter mit dem amerikanischen Mindeststundenlohn und den dortigen Hire-and-fire Praktiken quasi unmöglich sich und seine Familie ernähren kann, geschweige denn, etwas zurücklegen. Tirado versucht mit dem Mythos der Welfare-Queens aufzuräumen und stellt die Unterschicht als Menschen da, die keine andere Wahl haben, als staatliche Beihilfen in Anspruch zu nehmen, die alles andere als üppig sind. Auf der einen Seite gibt die Authorin einen wirklich interessanten Einblick in die struggles der amerikanischen Unterschicht und verhilft dem Leser zu teilweise sehr erfrischenden Einsichten. "I get that poor people's coping mechanisms aren't cute!" Auf der anderen klagt sie ein quasi nicht vorhandenes Sozialsystem und einen ebenfalls nicht vorhandenen Arbeitnehmerschutz an, welcher den amerikanischen Mittelstand bedroht. So interessant und augenöffnend ich dieses Buch teilweise fand, so fiel es mir teilweise doch schwer, Frau Tirado wirklich ernst zu nehmen. Nach einer Reihe wirklich sehr dämlicher Entscheidungen setzt sie auch noch ein Kind in die Welt und vertraut darauf, dass irgendwelche Army-Gelder von ihrem Mann kommen - und für so was soll dann bitte der Staat aufkommen??? Ferner höre ich sie permanent von harter Arbeit sprechen, arbeiten tut sie dann aber doch nur 30 Stunden die Woche - wie passt das nun zusammen?Des Weiteren fordert sie die gleichen Freiheiten, die für "Reiche" gelten auch für die Unterschicht, wobei ich mir denke, dass es nun mal unvernünftig ist, wenn man, obwohl man kein Geld dafür hat, Kinder in die Welt setzt. Hand to Mouth ist nur eine Seite der Medaille, dafür aber höchst amüsant geschrieben. 

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