Linda Wagner-Martin

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Linda Wagner-MartinSylvia Plath. Eine Biographie.
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Sylvia Plath. Eine Biographie.
Sylvia Plath. Eine Biographie.
 (1)
Erschienen am 01.01.1992
Linda Wagner-MartinSylvia Plath
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Sylvia Plath
Sylvia Plath
 (3)
Erschienen am 11.11.2009
Linda Wagner-Martin[(Zelda Sayre Fitzgerald: An American Woman's Life )] [Author: Linda Wagner-Martin] [Oct-2004]
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[(Zelda Sayre Fitzgerald: An American Woman's Life )] [Author: Linda Wagner-Martin] [Oct-2004]
Linda Wagner-MartinErnest Hemingway
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Ernest Hemingway
Ernest Hemingway
 (0)
Erschienen am 13.12.2010
Linda Wagner-MartinHemingway
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Hemingway
Hemingway
 (0)
Erschienen am 27.05.2009
Linda Wagner-MartinA Historical Guide to Ernest Hemingway
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A Historical Guide to Ernest Hemingway
A Historical Guide to Ernest Hemingway
 (0)
Erschienen am 27.01.2000
Linda Wagner-MartinA History of American Literature from 1950 to the Present
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A History of American Literature from 1950 to the Present
Linda Wagner-MartinBarbara Kingsolver's "The Poisonwood Bible"
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Barbara Kingsolver's "The Poisonwood Bible"
Barbara Kingsolver's "The Poisonwood Bible"
 (0)
Erschienen am 01.09.2001

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Vor ein paar Jahren habe ich bereits eine gemeinsame Biografie über die F. Scott und Zelda Fitzgerald gelesen. Deswegen war ich schon recht gut informiert über die beiden. Im Grunde habe ich hier nicht viel Neues erfahren. Man merkt bei Linda Wagner-Martin allerdings, dass sie Scott nicht besonders mag. Er kommt hier extrem schlecht weg. Nicht unbedingt zu Unrecht, aber sie nimmt ihm seine Charakterfehler viel übler als sie das bei Zelda tut.

Zelda wächst behütet als jüngstes Kind der angesehen Familie Sayre auf. Sie wächst zu einer Southern Belle heran. Sie ist die hübscheste auf ihrer Schule und Jungs umschwärmen sie. 
Scott ist schon früh davon überzeugt, ein großer Schriftsteller zu werden. Zelda begegnet er, als er sich zur Armee meldet und auf seinen Einsatz in Europa wartet. Vergeblich, wie sich herausstellt, der 1. Weltkrieg findet ohne ihn statt. Zelda und Scott ergänzen sich im Guten wie im Schlechten ideal. Nach anfänglichen Schwierigkeiten werden die beiden ein Paar und heiraten. Scott hat erste Erfolge und führt schon bald ein Glamourleben mit seiner Frau in den wilden Zwanzigern. Er wird zum Chronisten dieser Goldenen Ära. Doch seine Trunksucht macht ihm das Arbeiten schwer, er möchte so gerne den amerikanischen Roman schreiben, aber um Geld für den aufwendigen Lebensstil zu beschaffen, schreibt er meist Kurzgeschichten. Zelda ist ebenfalls eine kreative Person, aber ihr Umfeld und Scott selber halten davon nicht viel. Nachdem die wilden Zwanziger in die Wirtschaftskrise in den 30iger Jahren übergeht und der starke Alkoholkonsum Scott mehr und mehr schaden, ist das üppige Leben vorbei. Dazu kommen eheliche Schwierigkeiten, die in einem Zusammenbruch Zeldas gipfeln, der sie schließlich zu einem jahrelangen Aufenthalt in Nervenkliniken zwingt.

Der Autorin widmet, da es sich ja um eine Biografie über Zelda handelt, sehr ausgiebig ihren Talenten. Sie schreibt ebenfalls. Scott verwendet schon sehr bald Auszüge aus ihren Tagebüchern für seine eigenen Texte. Später wird er dann Zeldas Geschichten unter seinem Namen veröffentlichen. Scott und Zelda können wunderbar mit Worten umgehen, aber sie können nur ihr eigenes Leben zu Geschichten verarbeiten. Das fand ich extrem seltsam. Besonders kreativ ist das nicht, nur das eigene Leben wieder und wieder zu verarbeiten. Andere Geschichten sind ihnen wohl nicht eingefallen. 

Scott ist auch aufgrund dessen, das Zelda ebenfalls über ihr eigenen Leben schreibt, eifersüchtig auf sie. Denn er sieht ihr gemeinsames Leben als sein Material an. Sie soll gefälligst etwas anders tun. Als sie später dann ihren Ballettunterricht wieder aufnimmt und exzessiv an einer Tanzkarriere arbeitet, lacht er sie aus und bezeichnet sie als drittklassig. Andererseits schimpft er darüber, dass sie kein eigenes Geld verdient aber enorme Summen für ihre Tanzlehrerin ausgibt. Scott bewundert an anderen Frauen, wenn sie Geld verdienen, aber Zelda hält er klein. Zelda wiederum glaubt selber nicht an ihr Talent. Als ihre Ballettlehrerin ihr eine Rolle in einem Ballett anbietet, reagiert sie nicht und lässt die Chance verstreichen. Die Autorin interpretiert Zeldas Verhalten dahingehend, dass sie nie erwachsen werden möchte. Das Tanztraining lässt sie in dem Glauben, das sie immer noch ein Kind ist, dass sie darauf hinarbeitet, dass sie einmal, wenn sie erwachsen ist, Tänzerin wird. 

In der vorherigen Biografie hatte ich das gleiche Problem mit Zelda: ich bekomme ihren Charakter nicht zu fassen. Sie ist unreif, fast ihr ganzes Leben lang, macht sich abhängig. Vor ihrer Heirat dachte sie, das ganze Leben warte auf sie, sie könne schreiben und selber berühmt werden. Aber sie tauschte ihr behütetes Leben und ihren dominanten Vater gegen Scott, der wollte, dass sie tut was er sagt und sie eher als Rivale denn als Partner sah. Selbst später, als Zelda immer mal wieder in Nervenkliniken aufhält und die beiden sich trennen, bleibt Zelda immer in Kontakt mit ihm, schreibt ihm und für ihn. Sie ist nie erwachsen geworden und wollte es auch nie sein. Es sollte immer alles offen bleiben. Aber möglich machen tat sie  nur wenig. 
Von der Sprache hat mich das  Buch wenig angesprochen. Es ist weitgehend sehr trocken erzählt. Die Autorin handelt die Stationen ab. Zelda hat auch sie mit nicht nahebringen können. Ihre nervlichen Zusammenbrüche und ihre angebliche Schizophrenie sind schwer erklärbar und nach heutigem Wissen kaum einzuordnen. Man kann nur vermuten, was ihr wirklich fehlte. Ihr fehlte es an Ehrgeiz und Selbstdisziplin, um ihre Talente zu entfalten. Durch die Heirat mit Scott dachte sie, dass sie an dem wilden künstlerischen Leben teilhaben könnte und trotzdem einfach das rebellische Kind bleiben konnte. 

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