Linda Winterberg Das Haus der verlorenen Kinder

(92)

Lovelybooks Bewertung

  • 98 Bibliotheken
  • 9 Follower
  • 2 Leser
  • 60 Rezensionen
(47)
(32)
(9)
(4)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Haus der verlorenen Kinder“ von Linda Winterberg

Nimmt man einer Mutter ihr Kind …

Norwegen, 1941: In dem kriegsgebeutelten Land verlieben sich Lisbet und ihre Freundin Oda in die falschen Männer – in deutsche Soldaten. Ihre verbotene Liebe fordert einen hohen Preis, und die beiden jungen Frauen verlieren alles, was ihnen lieb ist. Ausgerechnet bei den deutschen Besatzern scheinen sie Hilfe zu finden, doch dann wird Lisbet von ihrer kleinen Tochter getrennt. Erst lange Zeit später findet sich ihre Spur – in Deutschland.

Eine dramatische Geschichte um zwei junge Frauen in Norwegen im Zweiten Weltkrieg, deren Schicksal bis in die Gegenwart reicht

Die Thematik der Deutschenkinder ist zwar interessant, aber etwas zäh und langweilig umgesetzt.

— ConnyKathsBooks

am spannendsten waren der Anfang und der Epilog, dazwischen langatmig und langweilig

— kuschelwuff2504

Spannendes und fesselndes Thema

— Sturmhoehe88

4,5 Sterne von mir :) manchmal zieht es sich ein wenig, aber das Thema ist interessant und spannend !!!

— noita

Pageturner - einfach nur genial

— katikatharinenhof

Einfach verschlungen – wunderbar

— Rebecca1120

beklemmendes Thema ganz gut umgesetzt sehr interessanter Hintergrund

— sabrinchen

Emotionaler historischer Hintergrund, der sehr berührend behandelt wird. Allerdings hat die Handlung der Gegenwart so ihre Schwächen...

— Mary-and-Jocasta

Mitreißende Geschichte! Schon wegen des geschichtlichen Hintergrundes sehr lesenswert!

— une_fleur

Ein Roman um Kinder von deutschen Besatzungssoldaten, die ihre Identität suchen und deren Mütter, die für ihre Liebe teuer bezahlt haben ...

— makama

Stöbern in Romane

Wenn Prinzen fallen

Brillanter Roman und eindrucksvolle Zeitreise ins dekadente Wall Street Business der 80er Jahre

RosaEmma

Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

Tiefsinniges Buch über Musik, Liebe und Ereignisse, die einen prägen. Rachel Joyce schafft mit ihrem Stil eine Wohlfühlatmosphäre.

sechmet

Das Haus ohne Männer

Ein angenehmes Buch für zwischendurch, dennoch hätte ich mir leider mehr erwartet.

derbuecherwald-blog

Die Bucht, die im Mondlicht versank

Ein sehr spannendes Buch über die Auswirkungen von kleinen Lügen, die eigentlich Leute schützen sollten.

martina400

Lied der Weite

Unaufgeregt und doch sehr spannend, zuweilen etwas brutal. Ein leiser, berührender Roman.

naninka

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Interessante Thematik, aber etwas langweilig umgesetzt

    Das Haus der verlorenen Kinder

    ConnyKathsBooks

    19. January 2018 um 12:12

    "Und wenn uns die Welt zu viel wird ... dann gehen wir nach Hause. Zurück hinter den Hügel, zu unserem Felsen. Fest versprochen." (S. 195)Norwegen, 1941: Loshavn ist ein kleines beschauliches Fischerdorf mit weißen Häusern. Eine heile und sichere Welt hinter dem Hügel. Doch dann rückt die Wehrmacht auch hier an und stellt das Leben der zwei besten Freundinnen Oda und Lisbet auf den Kopf. Denn beide verlieben sich in einen deutschen Soldaten und werden kurz darauf schwanger. Eine verbotene Liebe, die einen hohen Preis fordert und dramatische Ereignisse heraufbeschwört. Jahrzehnte später sucht die junge Waise Marie nach ihren Wurzeln. Ein altes Foto und ein Tagebuch führen sie von Berlin nach Wiesbaden in ein Pflegeheim, wo sie ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Dabei lernt sie die 84jährige Betty kennen und freundet sich mit ihr an. Noch ahnen beide nicht, dass ihre Schicksale eng miteinander verknüpft sind."Das Haus der verlorenen Kinder" stammt aus der Feder von Linda Winterberg. Eine Geschichte, die mich etwas enttäuschte, denn nach ihrem wunderbaren Roman "Solange die Hoffnung uns gehört" waren meine Erwartungen deutlich höher.Zumindest ist die Thematik lehrreich und interessant, denn bislang hatte ich noch nicht viel davon gehört. Ein dunkles Kapitel deutsch-norwegischer Geschichte, dessen Auswirkungen bis heute zu spüren sind. Denn noch immer sucht ein Teil der "verlorenen Kinder" nach ihrer wahren Herkunft. Während der Besatzungszeit wurden etwa 12.000 Deutschenkinder geboren. Kinder der Schande, deren Mütter dafür hart bestraft, geächtet und diskriminiert wurden. Hilfe fanden die Deutschenmädchen nur beim umstrittenen deutschen Lebensbornverein, der sich ihrer annahm, aber äußerst zweifelhafte Ziele verfolgte. Oda und Lisbet sind zwei dieser Frauen, deren Schicksale wir hier erleben. Unzertrennliche Freundinnen, die sich einfach nur verlieben, aber leider in den Feind. Und schon bald steht ihre Freundschaft vor einer harten Zerreißprobe mit tragischen Folgen. Das Ganze stellt sprachlich keine großen Ansprüche und spielt auf zwei Zeitebenen: die Geschichte von Oda und Lisbet von Mai 1941 bis Dezember 1942 und Maries Spurensuche im Jahr 2005. Ich fand beide Erzählstränge eher langweilig und konnte zwischendurch locker einige Passagen überspringen, ohne etwas zu verpassen. Auch die Figuren gingen mir nicht so richtig nah. Besonders in der Gegenwart gibt es zu viele unglaubwürdige Zufälle und schon frühzeitig ist dem Leser klar (aber noch nicht den Protagonisten selbst), welche Verbindung zwischen Marie und Betty besteht. Dadurch geht einiges an Spannung verloren und es bleiben nur noch kleine Geheimnisse übrig. Zudem verlaufen viele Aspekte einfach im Sande und der Roman verliert sich oft in Nebensächlichkeiten. Am Ende schließt sich der Kreis in Norwegen und ein informatives Nachwort der Autorin rundet die Geschichte ab. Insgesamt kann ich "Das Haus der verlorenen Kinder" nur eingeschränkt empfehlen. Ein interessantes Thema, dessen Umsetzung mich aber nicht überzeugte. 3 Sterne von mir.

    Mehr
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2017: 30 Buchpakete zu gewinnen!

    LovelyBooks Spezial

    Daniliesing

    Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2017 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 30. November feststehen wird, gar nicht erwarten! Unsere große Verlosung für euch! Nicht nur eure Lieblingsbücher haben die Chance, den Leserpreis 2017 zu gewinnen, auch auf euch warten ganz großartige Buchgewinne. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen und zusätzlich 25 weitere Buchpakete mit je 10 Neuerscheinungen verlosen. Ein wahrer Traum für jeden Buchliebhaber, oder?Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:1. Schreibt einen Blogbeitrag mit Link zum Leserpreis auf LovelyBooks. Ladet eure Leser darin ein, ebenfalls ihre Lieblingsbücher 2017 zu nominieren.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2. Berichtet auf euren Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter oder Instagram über den Leserpeis und verlinkt darauf. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt. Verwendet dabei den Hashtag #Leserpreis.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Bitte klickt für alle 3 Varianten zunächst auf den "Jetzt bewerben"-Button und füllt das Formular komplett aus. Gebt bei den Varianten 1 und 2 bitte den direkten Link zum Blogbeitrag oder zum Social Media Posting an und verlinkt nicht nur aufs Profil. Selbstverständlich haben wir Grafikmaterial vorbereitet, das wir euch gern zur Verwendung zur Verfügung stellen.Ihr dürft natürlich auch mehrere der Punkte erfüllen und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 3. Dezember möglich!Wir wünschen euch ganz viel Spaß!PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

    Mehr
    • 1813

    Arietta

    07. November 2017 um 10:46
  • Das Haus der Verlorenen Kinder

    Das Haus der verlorenen Kinder

    Sturmhoehe88

    20. July 2017 um 20:55

    Inhaltsangabe zu „Das Haus der verlorenen Kinder“ von Linda Winterberg Nimmt man einer Mutter ihr Kind … Norwegen, 1942: In dem kriegsgebeutelten Land verlieben sich Lisbet und ihre Freundin Oda in die falschen Männer – in deutsche Besatzungssoldaten. Die verbotene Liebe fordert einen hohen Preis, und die beiden Frauen drohen alles zu verlieren: ihre Familien, ihre Geliebten – und die Kinder, die sie erwarten. Nach der Geburt werden sie ihnen von den Deutschen genommen. Erst lange Zeit später, als die junge Deutsche Marie in Wiesbaden einer besonderen alten Dame namens Betty begegnet, findet sich ihre Spur. Eine dramatische Geschichte um zwei junge Frauen in Norwegen im Zweiten Weltkrieg, deren Schicksal bis in die Gegenwart reicht Mit einem Nachwort und einem Anhang zu den historischen Hintergründen Meine Meinung Das Buch hat mich seht bewegt zugleich auch gefesselt. Durch die verworbenheit der beiden Jahre, ist die Story kurzweilig, doch durch das Thema sehr gestärkt. Inhaltlich geht es um die Lebensborn ideologie der Nazis, was ein sehr schreckliches Konzept ist. Ich finde dieses Konzept herzlos, Menschenverachtend, was aber durch die stimmige art der Erzählung und der Charaktere irgendwie wett gemacht wird. Der Schreibstil ist sehr angenehm und der einstieg recht leicht. Der Inhalt ist ein sehr gewagtes jedoch nicht aus der Luft gegriffenes Thema. Von mir eine Leseempfehlung! 5/5 Sterne

    Mehr
  • Toller Roman über die traurige Lebensborn-Vergangenheit des NS-Regimes

    Das Haus der verlorenen Kinder

    Silkchen2909

    07. July 2017 um 09:28

    Während sich im Winter 1941 die besten Freundinnen Lisbet und Oda in deutsche Besatzungssoldaten verlieben und damit ihr beschauliches Leben an der norwegischen Küste in Gefahr bringen, freundet sich die junge Marie im Jahr 2005 in einem Altenheim mit der geheimnisvollen Betty an. Diese beiden Begebenheiten gehören eng zusammen, auch wenn das niemand ahnt. Lisbet und Oda werden beide ungewollt schwanger von den deutschen Soldaten und werden daraufhin von den deutschen Besatzern in sogenannten Lebensborn-Heimen untergebracht. Doch diese Heime bedeuten nicht das große Glück für die Freundinnen, sondern machen ihre ohnehin schon aus den Fugen geratenen Leben zur Hölle, die sich erst 60 Jahre später zumindest teilweise zum Guten wenden wird.   Das Buch hat mich gefesselt. Die beiden Zeitebenen, 1941 und 2005, sind organisch miteinander verwoben und machen die Lektüre kurzweilig. Das Thema ist, das gebe ich ehrlich zu, nichts für zart besaitete Leser. Denn die Lebensborn-Ideologie der Nazis ist ein schreckliches Konzept, menschenverachtend und herzlos. Doch die Art der Erzählung, liebevoll und mit stimmigen Charakteren, macht es wieder wett. Besonders erschreckend war für mich, dass es die Orte, an denen die Handlung spielt, wirklich gegeben hat – sowohl die Heime in Norwegen und Wiesbaden wie auch den Heimatort der Protagonistinnen. Das macht die Geschichte und die Gefühle noch fassbarer und gleichzeitig unfassbar.   Ich habe noch einige Tage über die Geschichte nachdenken müssen und wünsche allen real betroffenen Frieden.

    Mehr
  • Das Haus der verlorenen Kinder

    Das Haus der verlorenen Kinder

    noita

    05. July 2017 um 13:17

    Ganz ehrlich : ich habe noch nie etwas von "Deutschenkindern" gehört :( Somit war das Thema für mich sehr spannend und ich fand es auch sehr gut in eine Geschichte verpackt. Manches war ein wenig zuuuu ausführlich beschrieben und somit zog es sich ein wenig, aber ansonsten sehr spannend. Zum Schluss hätte ich mir noch mehr Infos über Erich gewünscht. Das kam ein wenig zu kurz in meinen Augen.   4,5 Sternchen

    Mehr
  • Pageturner - einfach nur genial

    Das Haus der verlorenen Kinder

    katikatharinenhof

    18. June 2017 um 06:55

    Norwegen, 1941 - Oda und Lisbeth sind beste Freundinnen und verlieben sich...in deutsche Soldaten. Dass diese Verbindungen als "verboten" gelten, liegt auf der Hand.Als dann auch noch diese Liebe ihren bitteren Preis fordert, nimmt das dramatische Schicksal seinen Lauf...Dies ist mein erstes Buch von Linda Winterberg und ich bin hellauf begeistert. Der Schreibstil hat mich von der ersten Seite an förmlich mitgerissen, die Charaktere sind bildhaft und lebensnah dargestellt. Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges wird eine wirklich dramatische Geschichte erzählt, die von dem lebedingen Schreibstil der Autorin geprägt ist. Die Erzählstränge sind geschickt miteinander verknüpft und in meinen Augen sehr glaubwürdig geschildert. Die Geschichte hätte zur damaligen Zeit tatsächlich so passieren können.Auch wird hier der Hintergrund der sog "Lebensbornvereine" beleuchtet, was auf eine saubere Recherche schließen lässt.Vieles bleibt zwar im Nebel verborgen, muss aber nicht näher erläutert werden - das hätte die Geschichte nur künstlich in die Länge gezogen.Fazit: Perfekte Umsetzung einer der dunkelsten Kapitel in der jüngeren Zeitgeschichte - absolute Leseempfehlung !!Ich bedanke mich bei NetGalley für die kostenfreie Bereitstellung dieses Rezi-Exemplares

    Mehr
  • Einfach verschlungen – wunderbar

    Das Haus der verlorenen Kinder

    Rebecca1120

    16. June 2017 um 15:52

    Mich hat die Kurzbeschreibung zu diesem Buch neugierig gemacht, da auch mein Opa während des 2. Weltkrieges in Norwegen stationiert war. Obwohl ich von dieser Autorin bisher noch kein Buch gelesen habe, bin ich von ihr hellauf begeistert. Einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Betty, die ältere Dame aus dem Heim in Wiesbaden muss man einfach lieben, so pfiffig und eigenwillig wie sie ist. Wenn man bedenkt was diese Frau in ihrem Leben alles mitgemacht hat, kann ich mich nur wundern, dass sie ihren Lebensmut nicht verloren hat. Ihre traurige Geschichte, die zerbrochene Freundschaft zu Oda, die Zeit im Lebensborn, die Anfeindung als Deutschenmädchen in Norwegen, die lebenslange Suche nach ihrer Tochter Lieselotte, das ist wunderbar ergreifend geschrieben. Ja die die Autorin schreibt unheimlich einfühlsam. Z.B: hat mich der Satz als Betty die Trennung von Oda beschreibt >“Sie hat unser Glück mit sich genommen und niemals wieder zurückgebracht.“< unheimlich berührt.Dieses Buch ist ein MUSS für alle, die gerne Schicksalsromane lesen und sich deutsche Geschichte interessieren. Von mir gibt’s 5 Lesesterne und eine 100%ige Leseempfehlung.

    Mehr
  • Wie lang bleibt deine Liebe?

    Das Haus der verlorenen Kinder

    Mary-and-Jocasta

    25. February 2017 um 13:04

    Norwegen, 1941: In dem kriegsgebeutelten Land verlieben sich Lisbet und ihre Freundin Oda in die falschen Männer – in deutsche Soldaten. Ihre verbotene Liebe fordert einen hohen Preis, und die beiden jungen Frauen verlieren alles, was ihnen lieb ist. Ausgerechnet bei den deutschen Besatzern scheinen sie Hilfe zu finden. Doch beide ahnen nicht, worauf sie sich einlassen… An der Seite der jungen Marie, die auf der Suche nach ihrer Vergangenheit über Lisbets Geschichte stolpert, begibt man sich zurück in die Zeit des zweiten Weltkrieges. Dabei wird die gut recherchierte und eher unbekannte Thematik des nationalsozialistischen „Lebensborn-Projekts“ und das schwere Schicksal der „Deutschenmädchen“ anhand eines berührenden Einzelschicksals erzählt. Die Idee hinter dieser Geschichte ist längst nichts Neues – ein besonderes Familienschicksal, verlorene Verwandte und eine Suche, die bis in die Gegenwart andauert – jedoch ist es auch genau diese Art von Geschichte, die mich jedes Mal aufs Neue zum Lesen bringt. Einer geheimen Familiengeschichte konnte ich eben noch nie widerstehen… Jetzt aber zu den Charakteren, die mich doch etwas zwiespältig zurücklassen. Die Charaktere der Vergangenheit rund um Lisbet waren wirklich schön ausgearbeitet und haben mir alle sehr gut gefallen. Besonders mit Lisbet, die trotz aller Schwierigkeiten für ihre Liebe und ihr Kind kämpft, habe ich mitgefiebert, wobei die Verbindung zwischen ihr und Betty eigentlich von Anfang an offensichtlich war. Auch die Freundschaft zwischen ihr und Oda fand ich sehr berührend. Marie hingegen... Weiterlesen?

    Mehr
  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 06.01.2018: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   294 Punkte Astell                                           ---    20 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  893 Punkte Beust                                          ---   424 Punkte Bibliomania                               ---   285 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  515 Punkte ChattysBuecherblog                --- 316 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   192 Punkte Code-between-lines                ---  199 Punkte DieBerta                                    ---   88  Punkteeilatan123                                 ---   96 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   343 Punkte Frenx51                                     ---  127 Punkte glanzente                                  ---   104 Punkte GrOtEsQuE                               ---   94 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   207,5 Punkte Hortensia13                             ---   199 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  222 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    109 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   153 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   116 Punkte Katykate                                  ---   130 Punkte Kerdie                                      ---   259 Punkte Kleine1984                              ---   190 Punkte Kuhni77                                   ---   155 Punkte KymLuca                                  ---   149 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   306 Punkte Larii_Mausi                              ---    154 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   331 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte miau0815                                 ---   71 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   263 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  163 Punkte Nelebooks                               ---  310 Punkte niknak                                       ----  328 Punkte nordfrau                                   ---   162 Punkte PMelittaM                                 ---   283,5 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   165 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   87 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 80 PunkteSandkuchen                              ---   300 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   209 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   361 Punkte SomeBody                                ---   207,5 Punkte Sommerleser                           ---   244 Punkte StefanieFreigericht                  ---   263,5 Punkte tlow                                            ---   178 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   147 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   202 Punkte Yolande                                       --   233 Punkte

    Mehr
    • 2656
  • "TYSKERBARNA"

    Das Haus der verlorenen Kinder

    makama

    17. September 2016 um 14:32

    Norwegen 1941 --- das Land ist besetzt - von Nazi-Deutschland.Die Bevölkerung ist auf die Besatzer nicht gut zu sprechen....doch die Liebe geht ihre eigenen Wege.So geht es auch Lisbet und Oda. Sie verlieben sich in die falschen Männer.   Das bleibt nicht ohne Folgen, beide werden schwanger. Doch was nun....    die Freunde werden an die Ostfront versetzt, von der Famile werden sie verstoßen. Hilfe finden sie ausgerechnet beim LEBENSBORNVEREIN, einer Organisation der SS,  - natürlich nicht uneigennützig. Deutschland braucht erbgesunden arischen Nachwuchs....Die KInder kommen zur Welt und die Mütter leben mit ihnen in einer Art Mutter-Kind-Heim.Doch es dauert nicht lange, da wird Lisbet von ihrer kleinen Tochter getrennt........Wird sie das Mädchen je wiedersehen.....Für Oda ist noch schwieriger, sie ist samischstämmig und gilt daher als minderwertig......In einem zweiten Erzählstrang  (2005) geht es um die junge Marie, sie ist auf der Suche nach ihrer Identität in einem Seniorenheim in Wiesbaden gelandet.Ihre Eltern sind verunglückt, als sie noch ganz klein war und es gibt kaum Unterlagen über sie .....Ein altes Foto hat sie dann Wiesbaden  geführt...Und dann ist da noch ein altes Tagebuch, das in einer fremden Sprache geschrieben ist, und dass auf geheimnisvolle Weise in ihren Besitz gekommen ist.... Plötzlich ist es weg. Wer hat es genommen?Im Heim lebt Betty ein rüstige alte Dame in den 80igern....Die beiden freunden sich an....und finden die Spur der verlorenen Kindern....Fazit:Dieses Buch ist ein Roman..... aber ähnliche Schicksale gab es tausendfach in den 40er Jahren in Norwegen.....Die Mütter dieser Kinder wurden verachtet und diskriminiert, ihren Kindern ( falls sie die denn behalten durften) den "TYSKERBARNEN" ging es nicht besser.....Erst viele Jahre später hat sich der norwegische Staat für diese Diskreminierung entschuldigt.....Und die adoptierten Kinder bekamen in Deutschland erhielten gefälschte Geburtsurkunden..... und wussten nichtwer sie eigentlich waren.Dieses Buch behandelt ein trauriges Kapitel deutsch-norwegischer Geschichte und ist sehr gut recherchiert.Einfühlsam erzählt es die Geschichte der beiden Mädchen.Mir hat es sehr gut gefallen und ich vergebe volle 5 Sterne

    Mehr
  • Tyskerbarna

    Das Haus der verlorenen Kinder

    Klusi

    12. September 2016 um 10:49

    Die junge Waise Maria arbeitet in Wiesbaden im Haus Sonnenschein, einem Seniorenheim. Dort lernt sie Betty kennen, eine recht eigenwillige alte Dame, die im Heim lebt. Trotz des großen Altersunterschieds freunden sich die beiden Frauen an. Marie spürt, dass die Schatten der Vergangenheit die alte Dame belasten und sie immer wieder einholen. Sie selbst ist auf der Suche nach ihren Wurzeln. Ihre Eltern hat sie früh verloren und wuchs im Heim auf. Über ihre Vorfahren weiß Marie so gut wie nichts. Mit Hilfe eines alten Tagebuchs kommt sie schicksalsschweren Ereignissen von damals auf die Spur, die ihr ganzes Leben verändern.Die Handlung um Maria und Betty spielt in der Gegenwart, aber eigentlich ist es ein historischer Roman, denn die Rückblicke nehmen einen sehr großen Raum im Buch ein und führen nach Norwegen, ins Jahr 1941. Damals, zu Kriegszeiten, wurden in dem kleinen Fischerort Loshavn deutsche Soldaten stationiert. Die Freundinnen Lisbet und Oda haben viel gemeinsam, denn sie verlieben sich beide in einen jungen Deutschen. Die Familien reagieren mit Ablehnung und Unverständnis, und so verlassen Lisbet und Oda ihre Heimat, um bei ihren Geliebten zu sein. Als beide Männer an die Ostfront versetzt werden, lassen sie zwei verzweifelte Frauen zurück, denn beide Freundinnen sind schwanger. Sie finden Aufnahme und Hilfe bei den deutschen Besatzern und können in dem „Kriegsmütterheim“ Hurdal Verk ihre Kinder zur Welt bringen. Wie es für die Mütter und ihre Kinder weitergehen soll, ist ungewiss, denn der Traum, den geliebten Mann wieder zu treffen und heiraten zu können, scheint sich für beide Freundinnen nicht zu erfüllen.In diesem bewegenden Roman behandelt die Autorin ein Thema, über das ich bisher noch nichts wusste, denn es geht um den Lebensbornverein, eine nationalsozialistische Organisation, die es sich zum Ziel setzte, die „nordische (arische) Rasse“ zu bewahren. Daher wurden die Verbindungen zwischen deutschen Soldaten und norwegischen Frauen begrüßt, denn die aus diesen Liebschaften entstehenden Kinder entsprachen den damaligen Vorstellungen des NS-Regimes von „Rassenreinheit“. Die Frauen der indigenen nordischen Völker, der Samen, fielen nicht unter diesen Status. Sie wurden auch anders behandelt, denn für die Ideologie und das Projekt „Lebensborn“ waren sie nicht von Nutzen. Die Autorin hat unglaublich aufwändig und ausführlich für diesen Roman recherchiert, das merkt man an dem umfassenden Wissen, das hinter der Geschichte steckt. Auf zwei Zeitebenen beschreibt Linda Winterberg die tragischen Ereignisse und Schicksale dieser Zeit, und sie schlägt einen Bogen zur Gegenwart, denn die Nachkommen der damaligen Opfer suchen auch heute noch nach Antworten auf ihre zahlreichen Zweifel und Fragen. Vieles wird im Nebel der Vergangenheit verborgen bleiben und sich nicht mehr klären lassen, aber ich finde es gut und wichtig, durch diesen Roman etwas über das mir bisher unbekannte Thema zu erfahren. Die Autorin hat die realen historischen Fakten gekonnt und einfühlsam in diese berührende Geschichte eingeflochten und einen fesselnden und beeindruckenden Roman daraus entstehen lassen. Mich hat das Thema nachhaltig und weit über die Handlung hinaus beschäftigt, und das Schicksal dieser Frauen und ihrer Tyskerbarna („Deutschenkinder“) wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen, nur ging mir am Ende alles ein wenig zu schnell, und es blieben für mich einige Fragen offen, was ich sehr schade fand.

    Mehr
  • Das Haus der verlorenen Kinder

    Das Haus der verlorenen Kinder

    Booky-72

    09. August 2016 um 11:20

    Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs verlieben sich die beiden norwegischen Mädchen Lisbet und Oda in deutsche Soldaten, das wird natürlich nicht gern gesehen. Wenn so eine Beziehung bekannt wird, werden die betreffenden Mädchen nicht nur von ihrem Umfeld verspottet und ausgegrenzt, auch von ihren Familien werden die sogenannten „Deutschenmädchen“ verstoßen. Ganz besonders schlimm wird es für sie, wenn sie von den deutschen Soldaten ein Kind bekommen. In der Gegenwart handelt die Geschichte von Marie, die unter spannenden Umständen auf ihre Großmutter trifft und endlich mehr von ihrer eigenen Geschichte erfahren wird. Sehr emotionale Familiengeschichte mit intensivem geschichtlichen Hintergrund, der von der Autorin gut recherchiert und eingebracht wurde. Der flüssige Schreibstil macht das doch sehr umfangreiche Werk zu einem großen Lesevergnügen. Zu einem "sehr empfehlenswert" gebe ich 4 Sterne.

    Mehr
  • Kriegsdrama mit Liebesgeschichte

    Das Haus der verlorenen Kinder

    HEIDIZ

    29. July 2016 um 11:16

    ·  Taschenbuch: 512 Seiten ·  Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (18. April 2016) ·  Sprache: Deutsch ·  ISBN-10: 374663220X ·  ISBN-13: 978-3746632209 ·  Größe und/oder Gewicht: 13,2 x 3,5 x 20,5 cm PREIS: 12,99 Euro   Wir befinden uns im Jahr 1941 in Norwegen. Zwei Männer Oda und Lisbet .... Die beiden jungen Frauen sind Freundinnen und verlieben sich - in die Falschen !!!   Norwegen befindet sich im Krieg und die Männer sind deutsche Soldaten. Die Liebe ist verboten und fordert ihren Preis.   Die Geschichte geht bis in die Gegenwart und ist einfach genial konstruiert. Es ist so, dass schlussendlich die Frauen für ihre Liebe alles verlieren, durchs Feuer gehen und bei den Besatzern Unterschlupf finden, dann aber wird Lisbet von ihrer Tochter getrennt und sucht sie .... Sie findet eine Spur in Deutschland ....   Mehr möchte ich nicht verraten. Dieses Buch erzählt eine Geschichte, die so oder ähnlich gut und gern damals passiert sein kann. Die Autorin erzählt sie auch so bildhaft und lebendig, dass man meint, dass alles genau so passiert sein muss. Glaubwürdig - eigentlich Wahnsinn, aber doch zu damaligen Zeit gut möglich ....   Dramatik pur kann man sagen. Schicksalhaft und doch auch schön .... Die Charaktere sind sehr bildhaft beschrieben und die Szenen - die gesamte Handlung ist flüssig, lebendig und detailliert geschildert. Dennoch gibt es keine langwierigen Szenen, die in die Länge gezogen wirken, vielmehr ist komplett Spannung vorhanden, sodass es schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Alles zusammen genommen ist diese Geschichte wundervoll zu lesen - vor dem historischen Hintergrund des zweiten Weltkriegs eine Liebesgeschichte und die zweier Frauen, der Mutterliebe und der Liebe zu einem Mann überhaupt - glaubwürdig konstruiert und nachvollziehbar.   Einmalig schön und doch auch traurig machend und nachdenklich.   Leseprobe: ======== Ab diesem Tag war sie wie betäubt gewesen. Die Erkenntnis, vollkommen allein auf der Welt zu sein, hatte sie wie ein Schlag getroffen. Niemand würde ihr beistehen und sie halten, wenn endgültig alles zusammenbrechen würde. Oder war es das bereits? Selbst die Welt hinter dem Hügel, ihr geliebter Schärengarten und die weißen Häuser würden sie nicht auffangen. ...

    Mehr
  • Interessantes Thema - leider enttäuschend in der Umsetzung

    Das Haus der verlorenen Kinder

    Tammy1982

    28. July 2016 um 13:36

    Auf zwei Zeitebenen erzählt die Autorin in diesem Buch die Geschichte der sogenannten "Deutschenmädchen" in Norwegen. Bis zur Lektüre von diesem Buch hatte ich von den "Deutschenmädchen" noch nie gehört und war sehr gespannt darauf in die düstere Geschichte Norwegens und des deutschen Reiches zu Zeiten des 2. Weltkrieges einzutauchen.Dabei lernt der Leser zum einen in der Gegenwart Marie kennen, die auf der Suche nach ihren Wurzeln ist und sich irgendwie nirgends richtig zu Hause fühlt und in der älteren Betty eine Seelenverwandte findet. Parallel dazu verfolgt man das Leben von Lilly und Olga in Norwegen zu Zeiten des 2. Weltkrieges und erlebt mit, wie sie sich in deutsche Soldaten verlieben und damit das Unglück seinen Lauf nimmt.Büchern, die auf zwei Zeitebenen spielen, kann ich eigentlich nie widerstehen und oft kann ich mich auch gar nicht entscheiden, welchen Erzählstrang ich lieber mag. In diesem Buch lag meine Präferenz klar auf dem Strang in der Vergangenheit, da der mich richtig fesseln konnte und ich da auch das Gefühl hatte, dass die Handlung vorankommt und wirklich etwas passiert. Die Geschichte in der Gegenwart ist leider voller Handlungen, die zu keinem Ziel führen, seitenlangen Erklärungen und Wiederholungen von Essverhalten und Vorlieben irgendwelcher Nebenfiguren, die überhaupt keine tragende Rolle mehr bekommen und versucht schließlich Spannung aufzubauen, die dann genauso plötzlich einfach in sich zusammenfällt.Mit Lilly und Olga in der Vergangenheit konnte ich sehr gut mitfiebern und mitleiden und war über die Tragik, die über ihr Leben hereinbricht, wirklich sehr erschüttert. Gerade auch die Form von zum Teil Tagebucheinträgen von Lilly, haben mir das Lesen wirklich sehr spannend und angenehm gemacht. Zu Marie in der Gegenwart und auch zu Betty konnte ich irgendwie gar keine Beziehung aufbauen und die Einführung einiger Nebenfiguren habe ich überhaupt gar nicht verstanden. Sie wurden zwar mit ihren Schwächen und Macken ausführlich erklärt, hatten aber zum Teil gar keinen richtigen Beitrag zur Handlung.Die Geschichte der "Deutschenmädchen" aufzugreifen und in einem Roman zu verarbeiten, finde ich sehr gut. Leider fehlen mir aber zu viele Dinge, die es meiner Meinung nach noch wert gewesen wären sie zu beschreiben. Natürlich ist es auch in der Realität so, dass vieles bis heute nicht richtig aufgeklärt wurde, aber was spricht dagegen das Leben von z. B. Lilly bis heute nachzuverfolgen und nicht einige Jahrzehnte einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Von daher muss ich leider sagen, dass das Buch für mich nicht das gehalten hat, was ich mir versprochen hatte und mich leider enttäuscht zurück gelassen hat. Offene Enden sind ok, aber hier ist mir einfach zu viel offen geblieben und dafür viele Dinge lang und breit ausgefächert worden, die nichts zur Handlung beigetragen haben und auch gar nicht notwendig waren.Für die interessanten Einblicke in die norwegische Vergangenheit und einem guten Einblick in die Vergangenheit vergebe ich daher 2 von 5 Punkten.

    Mehr
    • 2
  • Zwei Zeitstränge, einen Geschichte

    Das Haus der verlorenen Kinder

    Schmusekatze69

    19. July 2016 um 08:58

    Diese Geschichte spielt in zwei Zeitsträngen.Deutschland 2005 : Marie, eine Weise, hat ihr Leben umgekrempelt und arbeitet jetzt in einem Altersheim in Wiesbaden.Hier lernt sie Betty, eine 84jährige alte Heimbewohnerin kennen, mit der sie sich richtig gut anfreundet. Man hat das Gefühl, es gibt ein unsichtbares band zwischen ihnen.Ihr Weg hat sie hierhergeführt, weil sie mehr über ihre Mutter erfahren will. Der einzige Anhaltspunkt ist ein altes Bild von dem Altersheim, was damals keins war. Damals war es ein Kinderheim, vom Lebensborn. Was hat das mit ihrer Mutter zu tun??Niemand kann ihr so recht weiterhelfen, außer eine Kollegin, die einen entschiedenen Hinweis geben kann.Norwegen 1941 : In einem kleinen Dorf, direkt am Meer, sind Lisbeth und ihre beste Freundin Oda aufgewachsen. Beide sind unzertrennlich, solange bis die deutschen ins Dorf kommen. Beide verlieben sich, verbotener Weise. Sie verlassen das Dorf und beginnen ihr Leben in der Stadt, denn als Frauen von Deutschen Soldaten sind sie von ihren Familien verstoßen worden.Leider beeinflusst das auch ihre Freundschaft.Eine Geschichte, die sehr spannend und gefühlvoll ist. Als Leser hat man das Gefühl dabei zu sein. Man ahnt schnell, das beide Zeitstränge zusammengehören, aber wie genau, löst sich erst am Ende.Ein Buch, was man kaum aus der Hand legen kann. Es wird nie langweilig und Linde Winterberg hat es geschafft das Leben von Lisbeth , Oda und Marie sehr gefühlvoll rüberzubringen.Was geschah mit Oda? Warum wurden die Frauen verstoßen? Fragen, die geklärt werden und zum Nachdenken anregen.Seit langem habe ich nicht so ein ergreifendes Buch gelesen, über das ich immer wieder nachdenke.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks