Linda Winterberg Unsere Tage am Ende des Sees

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Inhaltsangabe zu „Unsere Tage am Ende des Sees“ von Linda Winterberg

Das Glück, das wir suchten

Nach fünfundzwanzig Jahren der Trennung steht Hanna plötzlich zum ersten Mal wieder ihrer Mutter gegenüber. Damals sah Hanna keinen anderen Ausweg, als von ihrem Zuhause fortzugehen – und ließ damit auch Alexander zurück, ihre erste große Liebe. Einen Sommer lang trafen sie sich Tag für Tag auf dem Steg am Ende des Sees. Ihre Flucht ermöglichte Hanna ein neues Leben, doch Alex hat sie nie vergessen. Und nun findet sie heraus, dass auch er nicht aufgehört hat, an sie zu denken ...

Das bewegende Schicksal zweier Frauen und eine große Liebesgeschichte – tieftraurig und sehr romantisch

Ein toller Roman über Mutter Tochter Beziehung und einer ersten großen Liebe

— lenisvea

Ein emotionales Buch, dass mich sehr nachdenklich gemacht hat

— janaka

Eine schöne Geschichte zwischen Mutter und Tochter und der ersten große Liebe

— Judiko

Eine nachdenklich stimmende Geschichte zu einem wichtigen Thema

— Monika58097

Ein emotionaler und authentischer Roman über eine schwierige Mutter-Tochter Beziehung, der mich in seinen Bann gezogen hat.

— Amy-Maus87

Eine bittersüße und bewegende Geschichte um Problembewältigung, Sucht und eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung.

— tinstamp

emotionale Mutter-Toichter Beziehung auf zwei Zeitebenen - kann man die Zeit zurückdrehen ?

— vielleser18

Ein unglaublich tolles und authentisches Buch, welches mich sehr bewegt hat.

— Suse33

Eine sehr bewegende und zu Herzen gehende Geschichte bei der man mit den Charakteren fühlt. Eine Geschichte die nachdenklich stimmt.

— BeaSurbeck

Tief bewegend, traurig, herzergreifend

— Schmusekatze69

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  • Unsere Tage am Ende des Sees

    Unsere Tage am Ende des Sees

    Blaustern

    07. February 2018 um 12:01

    Bei einem schlimmen Verkehrsunfall verliert Hanna ihren Mann. Ihre Tochter ist 17 und will für ein Jahr in die USA gehen. Ihr Reihenhaus verkauft sie. Plötzlich steht sie ganz allein da und ist wie betäubt. Da meldet sich ihre Mutter aus Süddeutschland, mit der sie seit 25 Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Hanna fährt zu ihr, und damit wird die Vergangenheit auch wieder wach. Damals hatte sie diesen für sie nicht mehr zu ertragenden Ort verlassen aufgrund des ständigen Alkoholkonsums ihrer Mutter. Damals hatte sie auch ihre große Liebe dort hinter sich gelassen. Bis heute hat sie Alex nicht vergessen. Werden sie sich wiedersehen?Die Geschichte wird aus zwei wechselnden Perspektiven erzählt. Eine spielt in der heutigen Zeit, die andere in Hannas Vergangenheit, wie sie mit dem Alkoholproblem ihrer Mutter als junges Mädchen zu kämpfen hatte. Wie sie sich um ihre Mutter Sorgen machte, sich vorwarf, nicht genug für sie da zu sein, obwohl sie doch gerade ihre erste große Liebe erlebte. Alex war für sie da, ihre Zeit war wunderschön und doch ging sie später zu ihrem Vater nach Hamburg. Diese Familiengeschichte macht sehr nachdenklich, erlebt man doch hier, was für Auswirkungen Alkoholabhängigkeit auf eine ganze Familie und hilflosen Jugendlichen haben kann. Es wird sehr feinfühlig beschrieben und liest sich leicht.

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  • Mut zur Vergangenheit

    Unsere Tage am Ende des Sees

    Eliza08

    04. February 2018 um 10:59

    Diesmal hat Linda Winterberg keinen historischen, sondern vielmehr einen zeitgeschichtlichen Roman geschrieben, der mich tief bewegt hat, sodass ich in der Bahn, das eine oder andere Mal mit den Tränen kämpfen musste und das Buch zur Seite legte, weil ich nicht in aller Öffentlichkeit in Tränen ausbrechen wollte. Ein Roman, der unter die Haut geht und einen bestimmt nicht unberührt lässt. Das Cover passt sehr gut zu den anderen Büchern von Linda Winterberg, der Wiedererkennungseffekt ist hier besonders hoch. Der Verlag sollte diese Gestaltung unbedingt beibehalten. Der Klappentext ist gutgeschrieben, er geht nicht auf die Gründe ein, die Hanna dazu veranlasste, die Heimat zu verlassen. Hannas Geschichte ist eine ganz besondere Geschichte, die Geschichte einer jungen Frau, die bereits als Teenager mehr als schwere Zeiten hinter sich hat, und beinahe alles verliert und neu anfangen muss. Doch es kommt der Tag, da holt sie die Vergangenheit ein und sie muss sich ihr stellen, um den Weg in die Zukunft beschreiten zu können. Es geht um die Familie und ihre Probleme, um Vergebung und die Verarbeitung des Geschehenen, um einen Neuanfang zu wagen. Die Autorin erzählt diese Geschichte abwechselnd auf zwei Zeitebenen. Einmal die 90er Jahre, dort wo Hanna und Alex sich kennen lernten und das Schicksal zum ersten Mal schmerzhaft zuschlug. Die zweite Erzählebene (2016) erzählt von Hannas Heimkehr in die Nähe von München und der Konfrontation mit ihrer Vergangenheit und die Wiederbegegnung mit ihrer Mutter. Hanna hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren. Ihre Gedankenwelt war für mich stets nachvollziehbar und ich habe sie bewundert und konnte mich das eine oder andere Mal in ihr wiederfinden. Ihre Mutter, Gabi, hingegen war mir leider immer etwas fremd und ich konnte keinen direkten Bezug zu ihr aufbauen. Ab der Mitte des Buches hatte ich nur noch Mitleid mit ihr und konnte ihr handeln und vor allen Dingen ihre leeren Versprechungen überhaupt nicht mehr nachvollziehen. Gut gefallen hat mir auch die Geschichte mit Alex, seine Briefe waren wunderbar. Was für ein Gefühl muss es sein, einen solchen Stapel Briefe zu finden. Gerade in unserer schnelllebigen digitalen Zeit, sind solche Liebesbriefe Schätze, die zutiefst bewegen. Ich denke nach diesem Roman, werden sich viele Frauen wünschen, dass ihr Mann ihnen auch mal so einen Brief schreibt, wie Alex ihn an Hanna geschrieben hat. Ein klein wenig habe ich leider auch etwas zu kritisieren. In diesem Roman ist mir sehr aufgefallen, dass die Autorin und die Lektorin bei der Überarbeitung leider nicht so genau aufgepasst haben und die Autorin immer wieder dieselbe Wortwahl bei der Beschreibung wiederholender Handlungen verwendet. Ich kann diesen traurigen und sehr bewegenden, aber gleichzeitig auch absolut romantischen Roman nur jedem empfehlen, der gerne Bücher liest und sich von einer Geschichte gefangen nehmen möchte. Ein Buch sicherlich in erster Linie für Frauen geschrieben, dennoch ein Buch das auch Männer lesen sollten, um ganz beeindruckende Persönlichkeiten kennen zu lernen. Botschaft dieses Romans ist zweifelslos das Motto: „Die Liebe überwindet alles!“. Ich bedanke mich bei Linda Winterberg für diese absolut bewegende Geschichte und NetGalley Deutschland für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.    

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  • große Emotionen damals und heute

    Unsere Tage am Ende des Sees

    hoonili

    29. January 2018 um 17:26

    Es ist 25 Jahre her, dass Hanna ihre Mutter gesehen hat. Erst jetzt, als ihre kleine Welt aus den Fugen geraten ist, entsteht der Kontakt wieder. Die beiden nähern sich wieder an und es könnte daraus eine später Mutter-Tochter-Freundschaft entstehen, wäre da nicht das Schicksal...Das Buch wechselt immer wieder zwischen Hannas Jugend und dem Heute. Diese verschiedenen Perspektiven machen es sehr interessant, man möchte gar nicht aufhören zu lesen. Mir haben die gefühlvollen Briefe von Alex sehr gefallen, zudem wurde Hannas Jugend so authentisch beschrieben, dass ich stets das Gefühl hatte, dabei zu sein. Ganz oft hatte ich auch Tränen in den Augen, gerade im Heute. Das Buch hat mich wahnsinnig berührt und mitgerissen.Große Emotionen und eine starke Hanna haben mich sehr begeistert.

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  • Unsere Tage am Ende des Sees

    Unsere Tage am Ende des Sees

    schlumeline

    29. January 2018 um 16:25

    Hanna hat ihren Mann bei einem tragischen Unfall verloren. Die fast erwachsene Tochter zieht es außer Landes und nun steht Hanna vor den Trümmern ihres bisherigen Lebens. Das kleine Reihenhaus in Hamburg möchte sie verkaufen. Und dann erhält sie nach 25 Jahren einen Anruf ihrer Mutter, die nach wie vor in einem kleinen Ort in Süddeutschland lebt und mit der Hanna seit damals überhaupt keinen Kontakt mehr hatte. Hanna entschließt sich ihre Mutter zu besuchen und in die alte Heimat zurückzukehren. Doch dort trifft sie die Vergangenheit mit voller Wucht.   „Unsere Tage am Ende des Sees“ erzählt die Geschichte von Hanna und deren Leben. Der Leser erfährt etwas über Hannas Leben in der Gegenwart aber eben auch über deren Leben in der Vergangenheit. Dabei spielt insbesondere die Beziehung zwischen Hanna und ihrer Mutter eine große Rolle. Hannas jugendliches Leben ist vom Alkoholismus der Mutter geprägt. Die größte Stütze des jungen Mädchens ist ihre erste Liebe Alex. Mit dem jungen Mann verbringt sie viel Zeit auf einem Steg am Ende des Sees. Eine schöne Zeit, die durch Hannas Fortgehen damals ein jähes Ende gefunden hat.   Linda Winterberg schildert in ihrem Roman die Probleme in einer Familie mit einem alkoholkranken Angehörigen. Diese Problematik bindet sie aber sehr gelungen in eine schöne Familien- und Liebesgeschichte ein. Die Mischung ist hier einfach ideal. Die Zeitwechsel gelingen perfekt und der Leser kann ganz tief in Hannas Gefühle eintauchen.   Hier wird deutlich wie schwer das Leben mit einem alkoholkranken Angehörigen ist und wie grausam es für einen jungen Menschen ist so etwas erleben zu müssen. Da muss das eigene Leben automatisch zurückstecken und das ist schwer.   Das Ende des Buches ist offen gehalten und passt damit zur Gesamtgeschichte, die von traurigen und glücklichen Momenten geprägt ist. So darf der Leser sich selbst die Geschichte weiterdenken. Insgesamt ist „Unsere Tage am Ende des Sees“ ein Roman, der zu begeistern versteht und den man kaum beiseite legen möchte. Angenehme Unterhaltung!   Copyright © 2018 by Iris Gasper

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  • Unsere Tage am Ende des Sees

    Unsere Tage am Ende des Sees

    lenisvea

    22. January 2018 um 09:11

    #Werbung: Folgendes kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung: Linda Winterberg Unsere Tage am Ende des Sees Broschur, 432 Seiten Aufbau Taschenbuch 978-3-7466-3354-1 12,99 € *) Inkl. 7% MwSt. Zum Buch: http://www.aufbau-verlag.de/unsere-tage-am-ende-des-sees.html Nach fünfundzwanzig Jahren der Trennung steht Hanna plötzlich zum ersten Mal wieder ihrer Mutter gegenüber. Damals sah Hanna keinen anderen Ausweg, als von ihrem Zuhause fortzugehen – und ließ damit auch Alexander zurück, ihre erste große Liebe. Einen Sommer lang trafen sie sich Tag für Tag auf dem Steg am Ende des Sees. Ihre Flucht ermöglichte Hanna ein neues Leben, doch Alex hat sie nie vergessen. Und nun findet sie heraus, dass auch er nicht aufgehört hat, an sie zu denken ... Das bewegende Schicksal zweier Frauen und eine große Liebesgeschichte – tieftraurig und sehr romantisch Zur Autorin: Linda Winterberg Hinter Linda Winterberg verbirgt sich Nicole Steyer, eine erfolgreiche Autorin historischer Romane. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern im Taunus und begann schon im Kindesalter erste Geschichten zu schreiben, ganz besonders zu Weihnachten, was sie schon immer liebte. Bei atb liegen von ihr die Romane „Das Haus der verlorenen Kinder“ und „Solange die Hoffnung uns gehört“ vor. Meine Meinung: Ich bin beim Stöbern durch das Cover und den interessanten Klappentext auf das Buch aufmerksam geworden. Da ich von der Autorin schon viel gehört, aber noch nichts gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Freundlicherweise wurde mir dies vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Der Einstieg ist mir sehr gut gelungen. Ich habe direkt in die Geschichte hineingefunden. Es wechselt nach einiger Zeit immer zwischen Gegenwart und Vergangenheit, die in 1990 stattfand. Diese Abschnitte fand ich sehr interessant. Ich konnte mich auch gleich mit der Hauptprotagonistin Hanna identifzieren. Man lernt sie zunächst in der Gegenwart kennen, in der ihr Mann Maurice vor einiger Zeit gestorben ist und ihre Tochter sich für ein Auslandsjahr verabschiedet. In dieser schweren Zeit meldet sich auf einmal ihre Mutter bei ihr, von der sie seit 25 Jahren nichts mehr gehört hatte. Sie musste damals ihre Mutter und auch ihre erste große Liebe Alex verlassen, da sie in ihrem Zuhause nicht bleiben konnte. Dann wiederum gibt es die Vergangenheit, die sehr eindrücklich und emotional erzählt wurde. Ich habe mit Hanna mitgelitten, konnte sie sehr gut verstehen. Auch war es toll, dabei zu sein, wie Hanna und ihre Mutter sich sehr vorsichtig wieder annähern. Auch die Nachbarin der Mutter, die in der Gegenwart eine größere Rolle spielt, war ein toller Charakter. Das Ende war sehr emotional, hat mir aber sehr gut gefallen. Der einzigste Kritikpunkt war für mich der Schreibstil, der mir kein so ganz flüssiges Lesen beschert hat. Mein Fazit: Ich kann hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Mich konnte das Buch absolut begeistern und überzeugen. Es hatte viel Tiefgang zu bieten und es wurde eine Mutter-Tochter-Beziehung mit einer ersten Liebesgeschichte verknüpft, was mir sehr gut gefallen hat. Von mir bekommt das Buch daher 5 Sterne.

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  • Ein emotionales Buch, dass mich sehr nachdenklich gemacht hat

    Unsere Tage am Ende des Sees

    janaka

    16. January 2018 um 18:03

    *Inhalt*Nach 25 Jahren kehrt Hanna in ihr Elternhaus zurück. Ihre Jugend wurde sehr von der Alkoholkrankheit ihrer Mutter bestimmt. In dem letzten Sommer waren die Treffen mit Alex am See ihre Highlights. Doch ein Ereignis zwingt sie dazu ihre Heimat und somit auch Alex zu verlassen. Das bewegende Schicksal zweier Frauen und eine große Liebesgeschichte – tieftraurig und sehr romantisch*Meine Meinung*"Unsere Tage am Ende des Sees" von Linda Winterberg ist ein wunderbarer und sehr emotionaler Roman. Mit sehr einfühlsamen Worten beschreibt die Autorin eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung. In der Gegenwart treffen die beiden nach 25 Jahren wieder aufeinander und haben viel aufzuarbeiten. Zwischendurch wird immer wieder aus dem Sommer 1990 berichtet und auch dazu, warum es zu einer Trennung kommt. Der Schreibstil ist trotz der schweren Thematik flüssig und lebendig, so bin ich schnell in der Geschichte gekommen. Die Charaktere entwickeln sich, zuerst kann man gar nicht verstehen, warum sich Mutter und Tochter 25 Jahre nicht gesehen und gesprochen haben. Durch die Rückblicke in die Vergangenheit wird dem Leser so nach und nach klar, warum. Hanna gerät in ihrer Jugend an ihr Grenzen, sie kann ihrer Mutter nicht mehr helfen ohne selbst dran zu zerbrechen. Dieses "Dilemma" hat die Autorin mit sehr viel Gefühl und Empathie beschrieben, mir kamen beim Lesen oft die Tränen.Die Annäherung der beiden Frauen in der Gegenwart ist vorsichtig und sehr zerbrechlich, also ziemlich authentisch beschrieben worden. Die Aufarbeitung der schwierigen Mutter-Beziehung hat mich emotional sehr berührt und auch sehr nachdenklich gemacht.Gut gefallen hat mir auch die Liebesgeschichte… all die Briefe, die Alex geschrieben hat, hätte ich auch gerne.*Fazit*Dieses schwere Thema ist mit diesem Buch gut umgesetzt worden. Wer keine Scheu vor dieser Problematik hat und emotionale Romane mag, muss dieses Buch unbedingt lesen. Von mir gibt es verdiente 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Es wird auch nicht mein letztes Buch der Autorin sein.

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  • Eine schöne Geschichte zwischen Mutter und Tochter und der ersten große Liebe

    Unsere Tage am Ende des Sees

    Judiko

    16. January 2018 um 12:16

    Hamburg 2016 Nachdem Hanna ihren Ehemann durch einen schrecklichen Verkehrsunfall verloren hat, verfällt sie in eine Lethargie. Es fällt ihr schwer ihrem Job nachzugehen. Das gemeinsame Reihenhaus muss verkauft werden und ihre 17jährige Tochter wird flügge, denn die möchte für ein Jahr nach Amerika gehen. Als sie ihre Tochter zum Flughafen gebracht hat, sitzt sie zu Hause und weiß nichts mit sich anzufangen, als plötzlich das Telefon klingelt. Ihre Mutter! Das letzte Mal, als sie von ihr gehört hat, war vor 25 Jahren. Dieser Anruf lässt sie in Erinnerungen schwelgen. Auf dem Dachboden findet sie ihre Kiste, wo alte Fotos drin sind. Als sie die anschauen möchte, fällt ihr ein Brief in die Hände. Alex – ihre erste große Liebe! Sie selbst hat ihn verfasst und doch nie abgeschickt. Griesing, bei München 1990 Als Hanna fast 17 Jahre alt ist, erlebt sie ihren schönsten, aber auch schlimmsten Sommer. Was war damals geschehen, warum sie heute keinen Kontakt zur Mutter hat und warum hat sie Alex diesen Brief niemals gegeben? Wir haben hier eine Geschichte über zwei Zeitstränge. Den Schreibstil fand ich leicht und flüssig zu lesen. Die Charaktere durchleben alle ihr eigenes Schicksal und müssen lernen, damit umzugehen. Was dem einen besser gelingt und dem anderen schlechter. Was mir bei dieser Geschichte besonders gefiel, war, dass man mitfühlen konnte, auch bei Charakteren, denen man anfänglich noch die Schuld an dieser Misere gegeben hatte. Ich hatte lediglich in der Mitte kurz das Gefühl, dass es ein bisschen langatmig wird, was zum Ende hin aber wieder ausgeglichen wurde, denn der Schluss hätte nicht besser sein können. Obwohl ich gestehe, dass ich die eine Sache eher erhofft habe, kann ich jetzt sagen, war es so viel besser, da dem Leser auch seine eigene Kreativität gelassen wird. Eine schöne Geschichte, zwischen Mutter und Tochter und der ersten großen Liebe.

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  • Eine nachdenklich stimmende Geschichte zu einem wichtigen Thema

    Unsere Tage am Ende des Sees

    Monika58097

    13. January 2018 um 18:35

    Ganze 25 Jahre ist es her, dass Hanna ihre Mutter zum letzten Mal gesehen hat. Als diese vom Ehemann verlassen wurde, stürzte eine Welt für sie zusammen. Trost suchte sie im Alkohol und wurde schließlich davon abhängig. Die 16-jährige Hanna versuchte alles, um ihrer Mutter zu helfen, doch irgendwann kam auch sie an ihre Grenzen. Sie, das junge Mädchen, das zum ersten Mal verliebt war und sich so oft wie möglich mit ihrem Freund am Ende des Sees getroffen hat - einen Sommer lang. Nach einem Unglücksfall zog Hanna mit Hilfe des Vaters nach Hamburg und hatte von Stund an keinen Kontakt mehr zur Mutter.  Nun sind 25 Jahre vergangen und Hanna steht wieder vor einem Neuanfang. Den Ehemann bei einem Autounfall verloren, die Tochter im Ausland. Da erhält sie einen Anruf von ihrer Mutter. Hanna fährt zu ihr und langsam nähern sich die beiden Frauen wieder an und schmieden sogar gemeinsame Pläne. Hanna fährt oft an den See. Dort entdeckt sie eine Handvoll Briefe. Briefe, die ihr der damalige Freund geschrieben hat, jedes Jahr einen, so, wie sie es sich damals versprochen hatten... "Unsere Tage am Ende des Sees" - eine Geschichte, die ein sehr wichtiges Thema aufgreift, die Alkoholabhängigkeit. Sehr authentisch schildert die Autorin den Gewissenskonflikt des jungen Mädchens. Einerseits ist da die erste Verliebtheit, andererseits immer wieder das schlechte Gewissen, wenn sie ihre Mutter nach einem Treffen mit Alex völlig betrunken im Haus vorfindet. Hanna macht sich dann immer wieder Vorwürfe, nicht im richtigen Moment für die Mutter da gewesen zu sein.  Hanna opfert ihre Liebe, um in einer anderen Stadt ein neues Leben beginnen zu gönnen, doch ihre erste große Liebe, die nur einen Sommer lang gelebt werden konnte, hat sie nie vergessen.  Ob man sich seiner Mutter nach 25 Jahren des Getrenntseins und ohne jeglichen Kontakt tatsächlich so schnell annähern kann, ob man tatsächlich gleich zusammenzieht, das wage ich zu bezweifeln, nimmt dem Drama aber auf alle Fälle die Schwere. Es ist eine bewegende Geschichte, die auch ganz klar zeigt, dass die Menschen um einen herum viel lieber mit dem Finger auf einen zeigen, als Hilfestellung zu geben. Die Autorin setzt sich sehr einfühlsam mit dem Thema auseinander.  "Unsere Tage am Ende des Sees" - eine nachdenklich stimmende Geschichte mit kleinen Längen und Unebenheiten und doch absolut lesenswert!

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  • Unsere Tage am Ende des Sees

    Unsere Tage am Ende des Sees

    jackdeck

    10. January 2018 um 07:58

    Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, zum einen im Jahre 1990, zum anderen im Jahre 2016.In der Gegenwart hat Hanna gerade ihren Ehemann durch einen Autounfall verloren, ihre Tochter ist zu einem Auslandsaufenthalt nach Amerika geflogen, Hanna ist mit ihrer Trauer alleine.Da erreicht sie der Anruf ihrer Mutter und sie macht sich auf den Weg in ihr Heimatdorf. Die Geschichte zieht einen schon auf den ersten Seiten in seinen Bann mit seinem einfühlsamen Schreibstil und besonders die Liebesgeschichte von Hanna und Alex ist sehr berührend. Dazu wird auch die enorme Belastung von Hanna geschildert, als Hannas Mutter immer mehr dem Alkohol verfällt und scheinbar auch die Gespräche bei den Anonymen Alkoholikern nicht helfen. Zusätzlich wird in der Ortschaft natürlich darüber geredet und Hanna wünscht sich nichts sehnlicher als ihre alte Mutter wieder zu haben. Die Handlung und Protagonisten werden meines Erachten ebenso gut dargestellt, wie deren Gefühlslage und Probleme. Ich mag den Schreibstil von Linda Winterberg sehr gern, ich finde ihre Bücher ungemein empathisch und gefühlvoll und dennoch werden Probleme aufgearbeitet. Kein Friede-Freude-Eierkuchen Roman sondern ein Roman der tiefer geht. Leseempfehlung mit 5 Sternen meinerseits.

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  • Zurück ins Leben

    Unsere Tage am Ende des Sees

    Patno

    07. January 2018 um 20:01

    „Unsere Tage am Ende des Sees“ ist bereits der dritte Roman von Linda Winterberg, welcher im November 2017 beim Aufbau Verlag erschienen ist. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich Buchautorin Nicole Steyer, die bereits sehr erfolgreich historische Romane schreibt. Fünfundzwanzig Jahre sind vergangen seit Hanna von Zuhause weggegangen ist und sich in Hamburg ein neues Leben aufgebaut hat. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2016 und noch immer hat sich Hanna nicht von ihrem schweren Schicksalsschlag vor einem Jahr erholt. Plötzlich erhält sie einen Anruf von ihrer Mutter und die Erinnerungen an jenen Sommer vor 25 Jahren, den sie mit Alex am Ende des Sees verbrachte sind allgegenwärtig. Aber auch die schlimmen Kindheitserlebnisse sind sofort wieder in Hannas Gedächtnis. Sie musste damals weg von ihrer alkoholkranken Mutter. Alex und Hanna hatten sich versprochen, jedes Jahr einen Brief für den anderen im Briefkasten am Ende des Sees zu hinterlegen. Hanna hatte ihren jedoch nie verschickt. Nun ist die Zeit reif für Veränderungen, zumal Hannas Tochter Christina gerade für ein Jahr nach Amerika geflogen ist. Also beschließt sie kurzer Hand ihre Mutter zu besuchen. Hanna geht zum See und seit damals hat sich hier nicht viel geändert. Sogar der alte Briefkasten ist noch da. Als sie ihn öffnet, fallen ihr Alex Briefe entgegen. Ist es möglich, dass er sie noch immer liebt? Wieder hat sich die Autorin einem schwierigen Thema gewidmet. Diesmal spielt ihre Geschichte jedoch in der Gegenwart mit Rückblick in den Sommer 1990. Gefühlvoll und sehr lebendig beschreibt Linda Winterberg das Geschehen. Das reißt mit und geht nah. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer der Umgang mit alkoholkranken Familienmitgliedern ist. Man ist total machtlos, wenn der Kranke nicht selbst stark und willens genug ist, sich von seiner schlimmen Krankheit zu befreien. Rückschläge sind vorprogrammiert. Demzufolge denke ich, dass Hanna und ihre Mutter mit ihren ganz eigenen Gefühlen, Gedanken und Handlungen absolut authentisch beschrieben sind. Das Lesen dieser Textstellen hat mich schon aufgewühlt, obwohl ich immer mit diesem Thema sehr offen umgegangen bin. Außerdem fand ich auch die Mutter-Tochter-Beziehungen sehr intensiv ausgearbeitet. Wie sich Hanna und ihre Mutter nach so vielen Jahren langsam annähern und dabei die Vergangenheit aufarbeiten, ist beeindruckend beschrieben. Zwischendurch bekommt der Leser häppchenweise die Liebesbriefe von Alex an Hanna zu lesen. Man hofft ständig auf eine Begegnung zwischen den beiden und fragt sich, was wohl aus Alex geworden ist. Das erzeugt Neugier und treibt das Lesen zusätzlich voran. Alle Nebendarsteller sind in ihrer Rolle überzeugt inszeniert. Linda Winterbergs Roman „Solange die Hoffnung uns gehört“ war eines meiner persönlichen Lese-Highlights in 2017. „Unsere Tage am Ende des Sees“ ist ganz anders und sollte nicht mit den Vorgängerromanen von Linda Winterberg verglichen werden. Er ist irgendwie leiser, aber nicht weniger berührend. Ein bemerkenswertes, sensibles Buch mit Nachklang! Meine absolut Leseempfehlung für Diejenigen, die mit dem Thema Alkoholismus umgehen können.

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  • Eine bewegende und authentische Erzählung

    Unsere Tage am Ende des Sees

    Amy-Maus87

    12. December 2017 um 07:59

    Inhalt: Hannah fällt nach dem Tod ihres geliebten Mannes in eine tiefes Loch der Trauer und scheint darin fast unterzugehen. Bis sie einen Anruf ihrer Mutter erhält. Ihrer Mutter, mit der sie seit 25 Jahre nicht mehr gesprochen hatten und die einen Sturm von Gedanken in Hannah loslöst. Gedanken über die schreckliche damalige Zeit und über ihre Jugendliebe Alex, die sie zurücklassen musste.Meine Meinung: Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, aufgrund des angenehmen und fesselnden Schreibstils und der direkten Konfrontation mit Hannah und ihrer unsagbaren Trauer über ihren verstorbenen Mann. Das Buch spielt in der Gegenwart, teilt sich aber auch in Handlungsstränge, indenen die Vergangenheit von Hannah von vor 25 Jahren beleuchtet wird und wir Hannah als siebzehn jähriges Mädchen kennenlernen dürfen, die unter der Alkoholsucht Ihrer Mutter stark zu leiden hat.Geschickt verbindet die Autorin immer wieder die Gegenwart, mit der Vergangenheit, sodass man als Leser Hannah noch ein Stück weit besser verstehen kann und wieso sie sich im Laufe der Jahre in diese Richtung verändert hat.Der Kummer und den Druck, den Hannah auszuhalten hatte, hatte mir manches mal einen Kloß in der Kehle versetzt, weil ich es so authentisch und beklemmend erzählt fand. Auch die zarte Liebesgeschichte zwischen Alex und Hannah, die sich in der Vergangenheit abspielt, hat mich sehr berührt und ich habe jede Zeile über ihre zarte Liebe genossen. Besonders die Liebesbriefe, die so voller Hoffnung waren, haben mir es sehr angetan.Der einzige Wermutstropfen in diesem Zusammenhang für mich war, dass ich aufgrund des Klappentextes und der dabei angegebenen tragischen Liebesgeschichte davon ausging, dass wir als Leser Alex und Hannah noch ein Stück in der Gegendwart begleiten könnten. Dem ist aber nicht so. Das Buch zielt auf die tragische Mutter-Tochter Beziehung ab und rückt die Liebesgeschichte in den Hintergrund. Das macht es nicht schlechter aber anders, als ich es mir persönlich vorgestellt habe und lässt mich aus diesem Grund nicht ganz zufrieden zurück.Mein Fazit:„Unsere Tage am Ende des Sees“ ist ein emotionaler und authentischer Roman über eine schwierige Mutter-Tochter Beziehung, der mich in seinen Bann gezogen. Auch wenn das Ende für mich nicht ganz stimmig war, vergebe ich gerne 4 Sterne und spreche eine Leseempfehlung aus.

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  • Authentisch und emotional

    Unsere Tage am Ende des Sees

    Suse33

    10. December 2017 um 19:48

    Die Geschichte handelt von Hanna, einer Frau, die eine schwere Kindheit hinter sich hat. Nach 25 Jahren steht sie nun erstmals wieder ihrer Mutter gegenüber und was ist eigentlich aus ihrer großen ersten Liebe geworden nach all der Zeit? Zwei bewegende Frauenschicksale erwarten euch.Das Cover des Romans ist bildschön. ich war direkt verliebt. Toll gezeichnet.Der Schreibstil von Linda Winterberg ist einfach wunderbar. Man ist direkt in der Geschichte und sie lässt einen nicht mehr los. Sie schafft es die Figuren authentisch zu zeichnen und man hofft , leidet und liebt mit ihnen. Dieser Roman hat mir so viel gegeben. Er hat mich begeistert, zum Lachen gebracht, mich nachdenklich gemacht aber auch tief bewegt. Da ich eine Parallele, im Bezug auf Hannas Mutter, zu meinem derzeitigen Leben ziehen konnte, habe ich viel geweint bei diesem Buch. Es hat mich unendlich traurig gemacht, welchen Schicksal Gabi am Ende zuteil geworden ist. Ich danke der Autorin für dieses Werk. Es hat mir geholfen meinen derzeitigen Schmerz heraus zu lassen... einfach mal zu weinen und mich hinterher ein bisschen besser zu fühlen.

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  • Drama mit einem Schuss Gefühl

    Unsere Tage am Ende des Sees

    tinstamp

    09. December 2017 um 14:54

    Hanna fällt in ein tiefes Loch nachdem ihr Mann Maurice vor ein paar Monaten tödlich verunglückt ist und nun Tochter Christina für ein Auslandsjahr in die USA geht. Das gemeinsame Haus in Hamburg steht zum Verkauf, da es für Hanna zu viele Erinnerungen birgt. Sie bringt auch die Kraft nicht auf, zurück in ihren Job zu gehen und überlegt, wie ihr zukünftiges Leben aussehen soll. Da erhält sie nach 25 Jahren eine Nachricht von ihrer Mutter auf ihrer Mailbox. Soll sie zurückrufen und sich bei ihr melden? Damals hat Hanna jeglichen Kontakt zu ihr abgebrochen. Ungern erinnert sie sich an ihre Jugendzeit zurück. Wie es zu diesem großen Bruch kommen konnte wird im zweiten Erzählstrang, der im Jahre 1990 spielt, erzählt."Unsere Tage am See" ist das erste Buch von Nicole Steyer, die hier unter ihrem Pseudonym Linda Winterberg schreibt, das in der Gegenwart spielt bzw. im Vergangenheitsstrang nur 25 Jahre zurück, in die Neunziger Jahre, geht. Die damals 16jährige Hanna erlebt zu dieser Zeit ihre erste große Liebe, die ihr Halt gibt. Ihre Mutter Gabi ist seit der Trennung von ihrem Vater in eine tiefe Depression verfallen und greift immer mehr zur Flasche. In der Folge verliert sie ihre Arbeit und gerät in eine teuflische Spirale, aus der sie sich nicht mehr befreien kann. Hanna ist vollkommen auf sich gestellt und trägt eine sehr schwere Last auf ihren Schultern. Als Tochter einer Alkoholikerin ist sie im kleinen Dorf schnell ausgegrenzt. Statt dem Teenager und der Mutter zu helfen, erleben die Beiden nur Gehässigkeiten. Bis auf ihre Nachbarin Erna, ihrem Onkel Max und ihrer großen Liebe Alex hat Hanna keinerlei Unterstützung....Bei mir dauerte ein bisschen, bis ich richtig in die Geschichte hineinfinden konnte, doch dann ist man wirklich mitten drin. Anfangs erlebt man Hanna in der Gegenwart. Durch die Rückkehr ins kleine Dorf bei München Verfolgt der Leser die ersten zaghaften Annäherungsversuche. Beide versuchen ihre schwierige Mutter-Tochter Beziehung aufzuarbeiten. Immer wieder denkt Hanna auch an ihre verlorene Liebe von damals. In ihrer Einsamkeit beherrscht Alex noch immer ihre Gedanken, besonders seit sie wieder zurück in München in ihrem ehemaligen Elternhaus ist. Als sie im Briefkasten beim Bauwagen am See Briefe von Alex findet, die er ihre jahrelang geschrieben hat, hofft sie auf ein Wiedersehen...Die Autorin hat eine sehr bewegende Geschichte geschrieben, die sich näher mit der Krankheit des Alkoholimus auseinandersetzt. Dabei erzählt Winterberg sehr offen und ohne Beschönigung über die Suchtkrankheit. Man spürt die Verzweiflung der jungen Hanna, die ihrer Mutter beisteht, zwischen den Zeilen. Immer wieder keimt Hoffnung auf, doch die Enttäuschung folgt schon kurz hinterher. Die ganze Verwantwortung liegt auf ihren jungen Schultern. Nur ihre junge Liebe zu Alex, den sie regelmäßig am nahegelegenen See trifft, ist ihr einziger Lichtblick und gibt ihr Kraft.Die Charaktere sind sehr lebendig. Die Gefühlswelt von Hanna wird in beiden Handlungssträngen sehr realistisch dargestellt. Sowohl Gabi, als auch Hanna, stellen sich nicht ihren Problemen, sondern flüchten vor ihnen. Die Versuche, sich damit auseinanderzusetzen, scheitern. Das Lügengebäude wird immer höher und droht zusammenzubrechen.....Auch die wenigen Nebencharaktere waren überzeugend dargestellt. Mit der liebenswürdigen, aber auch sehr neugierigen Nachbarin Erna, hat die Autorin einen zusätzlichen tollen Charakter erschaffen.Den Schluss fand ich etwas abrupt und hier hätte ich mir gerne noch ein paar mehr Erklärungen gewünscht. Auf der anderen Seite kann man sich als Leser auch sehr in die Geschichte und die Emotionen hineinversetzen und kann seine eigenen Spekulationen über das Ende anstellen. Es ist kein vollständiges offenes Ende, sondern die Autorin lässt nur einen kleinen Teil unbeantwortet. Damit kann ich leben!Schreibstil:Linda Winterberg schreibt sehr flüssig und einnehmend. Die Autorin konnte mich mit ihrer emotionalen Erzählweise an die Seiten fesseln. Die Charaktere sind authentisch und wurden sehr realistisch dargestellt. Die beiden Erzählsträngefinden in der Folge perfekt zueinander.Fazit:Eine bittersüße und bewegende Geschichte um Problembewältigung, Sucht und eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung. Die angesprochene Liebesgeschichte bildet den roten Fanden im Buch, bleibt aber sehr im Hintergrund. Kein Heile-Welt-Roman, sondern mehr Drama mit einem Schuss Gefühl.

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  • Kann man die Zeit zurückdrehen ?

    Unsere Tage am Ende des Sees

    vielleser18

    08. December 2017 um 19:33

    Hannas Mann ist bei einem Verkehsunfall vor einigen Monaten ums Leben gekommen, die einzige Tochter ist als Austauschschülerin in die USA geflogen. Sie ist immer noch tief in ihrer Trauerphase, als sie das erste Mal nach 25 Jahren wieder was von ihrer Mutter Gaby hört. Ein Telefonanruf der alles verändert, der wieder einen Kontakt herstellt, eine Aussprache, aber auch die Vergangenheit wieder zurückholt. An die Zeiten, die Hanna einerseits als die schlimmsten ihres Lebens betrachtet, in der sie sich aber auch das erste Mal verliebt hatte. In Alex. Was wäre gewesen, wenn damals alles anders gewesen wäre ? Hat sie damals alles richtig gemacht ? Gab es einen anderen Ausweg, als den, den sie gewählt hat ?Von Linda Winterberg habe ich schon "Das Haus der verlorenen Kinder" gelesen, dass während des 2. Weltkriegs und in der Jetzt-Zeit spielt, gelesen. Eine Geschichte, die mich beim Lesen sehr bewegt hatte. Auch diesmal wählt die Autorin zwei Zeitschienen, Gegenwart und Vergangenheit. Abwechselnd erleben wir Hanna heute und als 16jährige im Jahr 1990. Anfangs habe ich diesmal etwas gebraucht um richtig in die Geschichte hinein zu finden, vielleicht lag es an den vielen Informationen und Begebenheiten, die nötig waren um das Szenario in beiden Zeiten aufzubauen. Erst hinterher, als die Geschichte in "ruhigeres" und emotionaleres Fahrwasser kommt, war ich mitgerissener. Die Geschichte dreht sich um eine verlorene Liebe, aber auch um eine verlorene Kindheit. Um einerseits die Aufarbeitung all dessen und um einen Neuanfang. Um Gefühle und Bindungen, um Träume und Alpträume. Durch die wechslenden Erzählstränge kommt auch etwas Spannung auf, denn was damals passierte, warum und wieso der Kontakt abbrach ahnt man zwar, aber immer bleibt lange im Ungewissen darüber, was sich genau damals abgespielt hat. Und während die Handlung in der Vergangenheit immer weiter eskaliert, werden die Emotionen in der Gegenwart immer mehr gesteigert, bis....ja, hier will ich nicht zuviel verraten, lasst euch einfach auf viel Gefühl ein.Eine Geschichte, die einen nachdenklich macht und berührt und die nicht überreizt wurde mit Aktionen, sondern gerade durch diese ruhige Erzählweise mitten ins Herz trifft.

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  • Unsere Tage am Ende des Sees

    Unsere Tage am Ende des Sees

    CanYouSeeMe

    08. December 2017 um 11:05

    Nach fünfundzwanzig Jahren der Trennung steht Hanna plötzlich zum ersten Mal wieder ihrer Mutter gegenüber. Damals sah Hanna keinen anderen Ausweg, als von ihrem Zuhause fortzugehen – und ließ damit auch Alexander zurück, ihre erste große Liebe. Einen Sommer lang trafen sie sich Tag für Tag auf dem Steg am Ende des Sees. Ihre Flucht ermöglichte Hanna ein neues Leben, doch Alex hat sie nie vergessen. Und nun findet sie heraus, dass auch er nicht aufgehört hat, an sie zu denken ... Die Geschichte um Hanna wird im Wechsel auf zwei zeitlichen Ebenen erzählt. Diese Abwechslung hat mir gut gefallen, so hat man immer mehr Informationen zum Entstehen der Situation bekommen und gleichzeitig miterleben können, wie Hanna und ihre Mutter sich annähern.Ich persönlich fand es jedoch ein wenig unglaubwürdig, dass Hanna nach so langer Zeit der Funkstille und nach den Geschehnissen der Vergangenheit ohne einen negativen Gedanken zurück kommt und die Beziehung der beiden ab dem ersten Wiedersehen so ist, als wäre nie etwas gewesen.Hanna ist eine sympathische Protagonistin, die ich größtenteils als authentisch und realitätsnah empfunden habe. Die Nebencharaktere sind für mein Empfinden eher mäßig porträtiert, ich hatte von diesen eher eine schwammige Vorstellung. Der Schreibstil ist jedoch flüssig und konnte mich sofort in die Handlung hinein ziehen. Die Emotionen werden adäquat und ohne übertrieben zu sein dargestellt.Das Ende des Buches habe ich persönlich jedoch als sehr abrupt und hastig erlebt. Mir sind viele Fragen offen geblieben und ich hätte mir noch ein, zwei Kapitel mehr gewünscht.Insgesamt hat mir ‚Unsere Tage am Ende des Sees‘ gut gefallen, hundertprozentig überzeugen konnte es mich jedoch nicht.

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