Lindsay Jayne Ashford

 4,3 Sterne bei 48 Bewertungen
Autor*in von Die Frau im Orient-Express, Das Flüstern des Mondfalters und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Lindsay Jayne Ashford

Cover des Buches Die Frau im Orient-Express (ISBN: 9781477848289)

Die Frau im Orient-Express

(26)
Erschienen am 14.03.2017
Cover des Buches Das Flüstern des Mondfalters (ISBN: 9782919800193)

Das Flüstern des Mondfalters

(17)
Erschienen am 01.05.2018
Cover des Buches Welche Farbe hat die Wahrheit (ISBN: 9781503950559)

Welche Farbe hat die Wahrheit

(4)
Erschienen am 13.10.2015
Cover des Buches Die Frau im Orient-Express (ISBN: B076VFV7R7)

Die Frau im Orient-Express

(1)
Erschienen am 30.11.2017

Neue Rezensionen zu Lindsay Jayne Ashford

Cover des Buches Das Flüstern des Mondfalters (ISBN: 9782919800193)
AnnieHalls avatar

Rezension zu "Das Flüstern des Mondfalters" von Lindsay Jayne Ashford

AnnieHall
Zwischen Glamour und Selbstverleugnung

Kalkutta, 1931: Die 19-jährige Estelle Thompson liebt das Kino. Nur im Schutz des dunklen Zuschauerraums kann sie für wenige Stunden vergessen, dass sie als »Mischling« weder zur britischen noch zur indischen Gesellschaft gehört. Ihr Leben verändert sich grundlegend, als sie einen Amerikaner mit Verbindungen nach Hollywood kennenlernt – aus Estelle Thompson wird die Leinwandgöttin Merle Oberon. Sie verwirklicht ihren Traum vom Filmstar, doch stets begleitet sie die Angst, dass ihre indische Herkunft ans Licht kommen und alles zerstören könnte.

Das Flüstern des Mondfalters zeichnet den außergewöhnlichen Lebensweg der Schauspielerin nach, die unter schwierigen gesellschaftlichen Bedingungen in Indien aufwächst und früh erfährt, wie sehr Herkunft über Chancen entscheidet. Mit großer Entschlossenheit und dem Traum von einem selbstbestimmten Leben verlässt sie ihre Heimat, geht zunächst nach England und schließlich nach Hollywood. Dort steigt sie zum gefeierten Filmstar auf und muss ihre wahre Identität verleugnen.

 Lindsay Jayne Ashford erzählt diese Geschichte als einfühlsamen, emotionalen Roman, der die inneren Konflikte seiner Protagonistin in den Mittelpunkt stellt. Ihre Heldin ist gleichermaßen mutig wie verletzlich – keine idealisierte Ikone, sondern eine Frau, die Kompromisse eingeht, Schuld auf sich lädt und dennoch unbeirrbar ihren Weg verfolgt. Auch die Nebenfiguren sind vielschichtig gezeichnet und spiegeln die Machtstrukturen der Filmindustrie ebenso wie die Hierarchien einer kolonial geprägten Gesellschaft wider.

Der Stil ist ruhig und bildhaft. Ashford gelingt es, sowohl das koloniale Indien als auch das glamouröse Hollywood der 1930er-Jahre atmosphärisch lebendig werden zu lassen. Dabei thematisiert sie offen Rassismus, gesellschaftliche Zwänge und rigide Schönheitsideale.

Das Flüstern des Mondfalters ist ein sensibler, tiefgründiger Roman über eine außergewöhnliche Frau in einer Epoche, die gleichermaßen von Glanz und Ausgrenzung geprägt war. Ashford zeichnet Merle Oberons Lebensweg glaubwürdig nach und nutzt zugleich literarische Freiheiten, um Fragen von Herkunft, Identität und Selbstverleugnung eindringlich zu beleuchten. Empfehlenswert für Leser:innen historischer Romane, die starke Frauenfiguren, emotionale Tiefe und biografisch inspirierte Geschichten mögen. 

Cover des Buches Das Flüstern des Mondfalters (ISBN: 9782919800193)
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Rezension zu "Das Flüstern des Mondfalters" von Lindsay Jayne Ashford

sabrinchen
faszinierende Biographie als Unterhaltungsroman, Fakten und Fiktion von der Filmikone Merle Oberon der 30er Jahre

Ein fast poetischer Buchtitel, ein ansehnliches geheimnisvolles Cover und der vielversprechende Klappentext  haben mich zu diesem Buch aus dem Tinte und Feder Verlag greifen lassen.
Diese Geschichte ist schon Mitte 2018 erschienen und lag definitiv unverdient zu lange auf meinem SuB.
Der Buchtitel ist passend zur Handlung gewählt das wurde mir nach dem Lesen bewusst.
Ein sehr gut verständlicher Schreibstil und ein relativ unterhaltsamer Erzählstil lassen bunte intensive Bilder im Kopf entstehen.
Dem Genre nach würde ich dieses Buch als interessante Biographie in Romanform zuordnen.
Die faszinierende Protagonistin Merle Oberon ist eine reelle Filmstarikone der 30er Jahre die wir auf einem aufregenden Weg von Indien bis Hollywood verfolgen dürfen.
Zufälle, Kontakte, herbeigeführte Missverständnisse, Geheimnisse und Vertuschungen bringen die englisch-indisch stämmige Schauspielerin in Kreise die für jemand ihrer Herkunft zu dieser Zeit undenkbar wären.
Das ist sehr spannend mitzuerleben, auch das uns andere sehr bekannte Namen aus der Glanzzeit des Farbfilms und dieser Glitzerwelt Hollywoods begegnen konnte mich begeistern.
Die Autorin mischt gekonnt Fakten mit Fiktion und lässt so eine farbenfrohe Welt in Kalkutta, London und Hollywood entstehen.
Der informative Epilog klärt uns nochmal über tatsächliche Ereignisse, den realen Charakteren und der künstlerischen Freiheit auf wie diese in Verbindung zueinander stehen das wirft ein tolles Bild auf die ganze Geschichte.
Die Geschichte hat mich zum Googlen verführt was immer ein gutes Zeichen ist um noch mehr zu erfahren über die Protagonisten und deren Lebenswege.
Ich fühlte mich für einige Lesezeit sehr gut unterhalten und entführt so das ich dieses Buch definitiv weiterempfehlen werde und mich mit anderen darüber austauschen werde.
Von mir gibt es 4 richtig gute Sterne.

Cover des Buches Das Flüstern des Mondfalters (ISBN: 9782919800193)

Rezension zu "Das Flüstern des Mondfalters" von Lindsay Jayne Ashford

Ein LovelyBooks-Nutzer
Über das Leben einer Schauspielerin

Ohne große Erwartungen bin ich an das Lesen von "Das Flüstern des Mondfalters" herangegangen und wurde positiv überrascht. Hatte ich mir unter Titel und Cover noch eine andere Geschichte vorgestellt, wurde ich ziemlich schnell belehrt. Genau das fand ich aber gut. Letztendlich erzählt das Buch von Estelle und ihrem Leben, der Schauspielerei und dem großen Twist zwischen wer man sein muss, um Erfolg zu haben und wer man aber eigentlich wirklich ist.

Zu Beginn gab es noch viele Szenen, die eher langatmig waren und mich beim Lesen etwas gehemmt haben. Dadurch habe ich gerade für die ersten Seiten sehr lange gebraucht und wusste nicht richtig, ob das Buch überhaupt richtig für mich ist. Erst als Estelle ihre Heimat verlässt, konnte ich wirklich eintauchen und habe mich abgeholt gefühlt. Danach wurde ich dann schnell an die Handlung gebunden und wollte gerne wissen, wie es in ihrem Leben weitergehen wird.

Lindsay Jayne Ashford bringt die Gefühle und Gedanken der Protagonistin perfekt auf das Papier, sodass ich jederzeit nachempfinden konnte, was gerade passiert und wo die Probleme sind. Gerade bei bestimmten Teilen der Geschichte war das extrem wichtig, damit deutlich wurde, in welchem Dilemma Estelle steckte. Das zog sich auch bis zum Ende durch, sodass mich einige Szenen richtig verstört zurückgelassen haben, weil ich so mit den Charakteren mitgefühlt habe.

Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte auf wahren Fakten beruht und dass am Ende des Buches nochmal erläutert wird, was Wirklichkeit und was Fiktion ist. Wie es den Charakteren im weiteren Verlauf ergangen ist. Das motiviert mich immer, im Nachgang noch etwas mehr zu recherchieren und mir vor allem Bilder von den Personen anzusehen.

Für mich zusammenfassend also ein sehr gutes Buch, das es mir nur zu Beginn etwas schwerer gemacht hat und daher nicht zum kompletten Highlight werden konnte.


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