Das Flüstern des Mondfalters

von Lindsay Jayne Ashford 
4,4 Sterne bei14 Bewertungen
Das Flüstern des Mondfalters
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Um 1930 - Autobiographischer Roman über die englisch-indische Schauspielerin Merle Oberon, deren Lebensweg von Kalkutta bis Hollywood.

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Die faszinierende Geschichte einer Frau, die lernen musste zu verstecken wer sie wirklich ist

Alle 14 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Flüstern des Mondfalters"

Ein schillernder Roman über die goldene Epoche des Films von Bestsellerautorin Lindsay Ashford.

Kalkutta, 1931: Die 19-jährige Estelle Thompson geht leidenschaftlich gern ins Kino. Denn nur in der Geborgenheit eines Lichtspielhauses kann sie vergessen, dass sie als »Mischling« weder Teil der britischen noch der indischen Gesellschaft sein kann. Ihr Leben ändert sich von Grund auf, als die junge Schönheit einen Amerikaner mit Verbindungen nach Hollywood kennenlernt. Sie verlässt Indien und ihr Weg führt sie ins aufregende London der dreißiger Jahre. Sie will ihre Vergangenheit hinter sich lassen – aus Estelle Thompson wird die Leinwandgöttin Merle Oberon. Sie lebt ihren Traum, doch sie weiß, dass es damit sofort vorbei ist, wenn jemand von ihrer indischen Abstammung erfährt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9782919800193
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Tinte & Feder
Erscheinungsdatum:01.05.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Kellerkatzevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Um 1930 - Autobiographischer Roman über die englisch-indische Schauspielerin Merle Oberon, deren Lebensweg von Kalkutta bis Hollywood.
    Hollywood – Ein Blick hinter die Fassade

    Kalkutta, Indien, 1931 – die 19jährige Estelle Thompson, Tochter eines Engländers und einer Halbinderin, wird von ihrer Mutter nach strengem, englischen Vorbild erzogen. Trotzdem gilt sie in der kolonialen Gesellschaftsordnung als Mischlingskind, lebt zwischen zwei völlig konträren Welten und gehört nirgends wirklich dazu. Um der Realität ein wenig zu entfliehen besucht Estelle leidenschaftlich gerne Kinovorstellungen, träumt davon, einmal selbst Schauspielerin zu werden.  

    Bei einer Party lernt Estelle einen Amerikaner mit Verbindungen zu einem englischen Regisseur kennen, auf eine leidenschaftliche Liaison folgt eine Einladung nach London. Die junge Frau ergreift ihre Chance, doch die englische Filmwelt stellt sich schon bald als hart und unbarmherzig heraus.

    Um bestehen zu können und weiter zu kommen sind nicht nur ein klingender Name, sondern auch eine gute, rein englische Herkunft nötig. Aus Estelle wird „Merle Oberon“ mit einer neuen, blütenweißen Identität, die sich mit viel Fleiß und Ausdauer langsam zu einem gefeierten Star empor arbeitet und schließlich auch den Sprung in den Filmzenit – nach Hollywood – schafft. Ein Leben in einer glitzernden Traumwelt, jedoch immer die Angst vor der Entdeckung ihrer wahren Herkunft im Nacken…

     

     

    **** Meine Meinung: ****

    Lindsay Ashford schildert die spannende Geschichte der aus Indien stammenden Schauspielerin Merle Oberon, die in den über fünf Jahrzehnten ihrer Karriere in mehr als fünfzig Filmen mitgewirkt hat.

    Sehr einfühlsam und nachvollziehbar werden die gesellschaftlichen Probleme und unbegreiflich erscheinenden Hürden, vor denen die damaligen Mischlingskinder standen, beschrieben.

    Aber auch die heile, schillernde Filmwelt der 30er Jahre war nicht so, wie es den Leuten vorgegaukelt wurde. Die Beschreibung der dahinter verborgenen Schicksale, der oft enttäuschende, sehr harte Weg nach oben, die vielen Intrigen, Täuschungen und Falschheit, eröffnet einen ganz neuen, äußerst interessanten Einblick auf das damalige – und heute vermutlich nicht viel bessere – wahre, ungeschönte Hollywood.

    „Das Flüstern des Mondfalters“ ist ein historischer Roman, in dem die Autorin auf wunderbar fesselnde Weise reale und fiktive Elemente miteinander verwoben hat.

    Der schöne, flüssige Schreibstil, die sehr gut herausgearbeiteten, realistisch wirkenden Charaktere in Kombination mit dieser einmaligen und faszinierenden Geschichte lassen den Leser wunderbar in die Welt der 30er Jahre abtauchen. Sie machen das Buch zu einem wirklichen Leseerlebnis – nicht nur, aber ganz besonders all jenen, die gut recherchierte, historische Romane fernab von banalem Kitsch suchen, möchte ich „Das Flüstern des Mondfalters“ wärmstens ans Herz legen.

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    Kunterbuntegruneweltvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Die faszinierende Geschichte einer Frau, die lernen musste zu verstecken wer sie wirklich ist
    Ein bisschen Rassismus, ein bisschen Filmzauber und zack hat man die 30er in Hollywood

    Dieses Buch hat gut gezeigt was für eine unfassbare Bedeutung sehr viele Menschen einer gewissen Hautfarbe zusprechen. So wird von Estelle als "Mischling" erwartet, dass sie auf jeden Fall einen Weißen heiratet um ihre Blutlinie zu verbessern. Auch achtet sie sorgsam darauf sich stehts mit weißem Puder zu schminken, bevor sie ausgeht.
    Das Alles wird noch verrückter als sie nach London kommt, und zusätzlich zu ihrem Aussehen und ihrem Akzent auch noch ihre komplette Lebensgeschichte verändert. Sogar ihr Name wird von Estelle Thompson zu Merle Oberon.
    Ich finde es sehr schade, dass so simple Merkmal wie die Farbe unserer Haut über unsere Zukunft entscheiden können. Das gilt bedauerlicherweise nicht nur für die dreißiger Jahre, sondern auch für die Gegenwart.
    Estelle ist zu Beginn eine junge, leicht naive Frau, die aber schnell lernt mit der harten Realität umzugehen. Ich finde es schön, wie sie mit der Zeit erwachsen wird und sich für ihren Traum aufopfert. Das dieser dann auch in Erfüllung geht ist natürlich ein passender Abschluss.
    Es hat mir sehr viel Spaß gemacht das Buch zu lesen, und auch wenn die Handlung mal nicht vor Spannung strotze, war es einfach wunderbar in die magische Welt der dreißiger Jahre einzutauchen und nicht nur ihre Glanz-, sondern auch ihre Schattenseiten zu erleben.

    Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter, damit noch mehr Leute die wahre Geschichte der unglaublichen Merle Oberon, die es übrigens wirklich gab, kennenzulernen

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    Nika488s avatar
    Nika488vor 4 Monaten
    Das Flüstern des Mondfalters

    #Rezension 

    Lindsay ashford  - Das Flüstern des Mondfalters 

    Klappentext:
    "Ein schillernder Roman über die goldene Epoche des Films von Bestsellerautorin Lindsay Ashford.
    Kalkutta, 1931: Die 19-jährige Estelle Thompson geht leidenschaftlich gern ins Kino. Denn nur in der Geborgenheit eines Lichtspielhauses kann sie vergessen, dass sie als »Mischling« weder Teil der britischen noch der indischen Gesellschaft sein kann. Ihr Leben ändert sich von Grund auf, als die junge Schönheit einen Amerikaner mit Verbindungen nach Hollywood kennenlernt. Sie verlässt Indien und ihr Weg führt sie ins aufregende London der dreißiger Jahre. Sie will ihre Vergangenheit hinter sich lassen – aus Estelle Thompson wird die Leinwandgöttin Merle Oberon. Sie lebt ihren Traum, doch sie weiß, dass es damit sofort vorbei ist, wenn jemand von ihrer indischen Abstammung erfährt …"
    ___
    Mein Fazit!!

    Der Schreibstil dieses Buches ist echt super und flüssig ... die Handlung und die Story gut gewählt ...
    Ich finde es toll, das man als Leser am Anfang des Buches darauf hin gewiesen wird, dass dies eine wahre Geschichte ist mit Funktionen der Autorin ... 
    Man kann sich gut in die Zeit rein versetzen und alles ist schlüssig aufgeführt ...
    Das einzige was für mich ein Manko ist, ist das mir die Protagonistin mit jedem Kapitel dem ich dem Ende näher kam suspekter wurde .... ich hatte irgendwann den Bezug zu ihr verloren ... 
    Das Ende ist so lala ... 
    Die Gestaltung des Covers gefällt mir selbst sehr gut... es trifft die Protagonistin sehr gut und ist stimmig mit dem Buch . 

    Von mir gibt es 4 von 5 Sternen...

    #LindsayAshford #DasFlüsternDesMondfalters #Büchereule #leseratte #liebsteshobby #bücherliebe #leseliebe #leseverrückt #lesewahnsinn #bücherwurm #ohnebücherohnemich #lesewurm #meineleidenschaft #lesesucht #buchblog #buchbloggerin #bücherliebhaberin #lesenistliebe #derrealitätentfliehen  #bücherjunkie #büchernerd 

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    Julia_Kathrin_Matosvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Geschichte mit realem Hintergrund, bildhaft, mit Abstrichen bei Liebe und Romantik
    Spannende Geschichte mit realem Hintergrund, bildhaft, mit Abstrichen bei Liebe und Romantik

    Der Klappentext hat mich angesprochen: Eine mit fiktiven Elementen angereicherte reale Biografie, verortet in Indien, England und Hollywood zu Beginn der 30er-Jahre. Ich kannte den Lebenslauf von Merle Oberon nicht und bin auch froh, ihn mir nicht vorher angelesen zu haben, da man sich ansonsten selbst um viel Spannung, Aha-Momente und unerwartete Wendungen beraubt.
    Der Prolog wirft Rätsel auf, die später gelüftet werden. Ich war erstaunt, am Ende des Buches festzustellen, dass zwischen dem ersten und letzten Kapitel nur gut zwei Jahre liegen, denn es ist ein bewegter Lebensabschnitt mit viel Auf und Ab, vielen Dramen, Intrigen und mehreren Themen für innere Kämpfe.

    Ich habe Estelle alias Merle Oberon gern begleitet. Sie geht mit wachen Augen durch die Welt, gelangt zu nachvollziehbaren Einschätzungen, wirkt nett und lebendig.
    Ich mochte auch die Nebenfiguren. Für fast die ganze Story schlüpft man in Estelles Blickwinkel hinein, ein passendes Stilmittel, weil hierdurch Mysterien und Spannung aufrechterhalten werden.
    Rassendiskriminierung und Identität bilden das dominante Thema, umrahmt von familiären Verstrickungen, Männerbekanntschaften und dem Ringen um Filmrollen.
    Dadurch dass Estelle in Bezug auf ihre Abstammung eine Lüge aufrechterhalten muss, weisen viele ihrer menschlichen Beziehungen eine gewisse Distanziertheit auf. Sie zaudert, stottert und ihre amourösen Erlebnisse werden teils sehr schnell abgehandelt und bleiben ohne Tiefe. Dies wirkt authentisch, erschwert es gleichzeitig, sich mit ihr zu identifizieren und beim Lesen emotional mitzugehen.
    Bei nahestehenden Eingeweihten und bei inneren Kämpfen wiederum gelingt das sehr gut. Der Autorin sind einige sehr beeindruckende Sätze gelungen, die geneigte Leser wie mich zum Nachdenken anregen können. Beispiel: „Zum ersten Mal in ihrem Leben erkannte sie, dass Einsamkeit kein Mangel an Gesellschaft, sondern an Bedeutung war – ein Mangel an echter Verbundenheit mit einem menschlichen Wesen.“

    Schön, nebenher ein paar Eindrücke zum Reisen in der damaligen Zeit, zum glamourösen wie auch brutalen Hollywood, zu England in den 30ern und insbesondere zu Indien zu erhaschen: Auswirkungen des Kastensystems, Hinduismus, Verheiratung von Kindern. Die Selbstverständlichkeit, dass z. B. englisch-stämmige Kinder fernab ihrer Familie auf ein Internat geschickt werden, damit sie zu indisch-stämmigen Personen ein distanziertes Verhalten wahren (man könnte auch direkter sagen: damit sie den kolonialen Herrschaftsanspruch über die minderwertige Gattung eingetrichtert bekommen), ist eine krasse, schmerzliche Erkenntnis.
    Das Erscheinungsbild der Straßen, die Gerüche usw. werden gut wiedergegeben, sodass man in die Atmosphäre eintauchen kann, dabei nicht so ausführlich, dass es störend wirkt.

    Lobenswert ist, dass im Anhang zwischen Realität, Vermutung und Fiktion unterschieden und der weitere Lebensweg angeführt wird. Im Ergebnis ein Roman, der mich unterhalten und um einige Eindrücke bereichert hat und den ich sehr gern gelesen habe.

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    winniehexvor 5 Monaten
    Schauspielerei in den 30er Jahren

    Indien in den 30er Jahren, die junge Estelle Thompson lebt mit ihrer Mutter in Indien. Sie ist ein Mischlingskind, Ihre Mutter ist eine halbe Inderin und der Vater war Engländer (Kolonialzeit). Leider kann Sie als Mischlingskind nicht immer großen Traum näherkommen, denn Sie würde gerne Leinwandstar werden. Um doch die Möglichkeit zu bekommen, fängt Sie an ihrer Vita zu verpfuschen. Zwischenzeitlich hat Sie sogar einen Amerikaner kennengelernt, mit dem Sie nach England geht. Durch ihn kann Sie den ersten Fuß in die Filmerei setzen und schafft es tatsächlich eine Karriere in England und auch Amerika zu starten, wäre da nicht ihre indische Vergangenheit...

    Eine wirklich großartige Geschichte, ich war schon lange an dem Buch interessiert und habe es mir Dank Netgallery dann auch lesen dürfen. Finde die Zeit unglaublich spannend, vor allem wenn man die geschichtlichen Ereignisse zu diesem Zeitpunkt kennt. Indien war lange Zeit ein Kolonial gehabt habt von den Engländern und dadurch auch den englischen Einfluss erhalten. Viele Indern sind auf Grund dessen auch nach England ausgewandert, aber alles blieb unter sich. Deswegen finde ich diesen Roman wirklich gut gelungen, erstmal als Frau sich einen Namen zu machen war schon schwer, dann kommt noch dazu das Sie ein Mischling war und dann ursprünglich aus Indien stammt.

    Deswegen gibt es von mir für dieses tolle Buch glatte 5 von 5 Sternen.

    Indien in den 30er Jahren, die junge Estelle Thompson lebt mit ihrer Mutter in Indien. Sie ist ein Mischlingskind, Ihre Mutter ist eine halbe Inderin und der Vater war Engländer (Kolonialzeit). Leider kann Sie als Mischlingskind nicht immer großen Traum näherkommen, denn Sie würde gerne Leinwandstar werden. Um doch die Möglichkeit zu bekommen, fängt Sie an ihrer Vita zu verpfuschen. Zwischenzeitlich hat Sie sogar einen Amerikaner kennengelernt, mit dem Sie nach England geht. Durch ihn kann Sie den ersten Fuß in die Filmerei setzen und schafft es tatsächlich eine Karriere in England und auch Amerika zu starten, wäre da nicht ihre indische Vergangenheit...

    Eine wirklich großartige Geschichte, ich war schon lange an dem Buch interessiert und habe es mir Dank Netgallery dann auch lesen dürfen. Finde die Zeit unglaublich spannend, vor allem wenn man die geschichtlichen Ereignisse zu diesem Zeitpunkt kennt. Indien war lange Zeit ein Kolonial gehabt habt von den Engländern und dadurch auch den englischen Einfluss erhalten. Viele Indern sind auf Grund dessen auch nach England ausgewandert, aber alles blieb unter sich. Deswegen finde ich diesen Roman wirklich gut gelungen, erstmal als Frau sich einen Namen zu machen war schon schwer, dann kommt noch dazu das Sie ein Mischling war und dann ursprünglich aus Indien stammt.

    Deswegen gibt es von mir für dieses tolle Buch glatte 5 von 5 Sternen.

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    MikkaGs avatar
    MikkaGvor 5 Monaten
    Biografischer Roman mit künstlerischen Freiheiten

    “Das Flüstern des Mondfalters” erzählt vom glamourösen Leben der anglo-indischen Schauspielerin Merle Oberon – allerdings verrät die Autorin im Nachwort, dass einiges, was im Buch passiert, frei erfunden ist.

    Den Schreibstil fand ich wunderbar, die Einblicke in die Zeit hochinteressant, aber die Protagonistin wurde mir zunehmend fremd und konnte mich immer weniger berühren. Auch das Ende enttäuschte mich, da die Autorin her bei einer sehr wichtigen Sache in Merle Oberons Leben deutlich von der Realität abweicht.

    Meine ausführliche Rezension findest du auf meinem Blog:
    https://wordpress.mikkaliest.de/2018/05/29/rezension-lindsay-jayne-ashford-das-fluestern-des-mondfalters/

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    Bjjordisons avatar
    Bjjordisonvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Recht unterhaltsam
    Hat mir gut gefallen

    Auf das Buch war ich wirklich gespannt, denn ich habe mir eine tolle Mischung Indien und Hollywood erwartet und natürlich fand ich auch den Aspekt, dass die Geschichte einen wahren Hintergrund auch interessant.

    Wir dürfen hier die 19 – jährige Estelle begleiten, die ein Mischling ist und es dadurch nicht leicht hat, denn eigentlich sollte sie einen tollen Ehemann finden, aber sie hat ganz andere Träume und zwar sind Filme ihre Leidenschaft. Durch Zufall gerät sie an einen Amerikaner, der Kontakte in der Filmindustrie hat und so beginnt Estelles große Reise.

    Allerdings wäre ja die Sache zu einfach, sodass man hier erfahren darf, dass Estelle an die falschen Menschen gerät und dann plötzlich mittellos ist und die Filmrollen auch nicht so leicht zu ergattern sind. Persönlich fand ich die Handlung eigentlich ganz nett und ich fand es auch stellenweise richtig spannend, mehr über diesen ganzen Bereich zu der damaligen Zeit zu erfahren.

    Im großen und ganzen kann ich aber sagen, dass mir irgendwas an der Geschichte gefehlt hat, sind es jetzt die lieblosen Liebesszenen oder vielleicht doch die Sache, dass es an kleinen Stellen etwas zäh war.

    Das Setting fand ich sehr gut beschrieben, denn man bekommt als Leser Einblicke in die Lebensweise in Indien, aber auch London Hollywood, so war es dann doch auch ganz unterhaltsam, wenn die Orte gewechselt haben.

    Die Autorin hat hat auch sehr viele Dinge eingebaut, sodass es dem Leser nicht langweilig wird. Es gibt Intrigen, Herzschmerz und natürlich auch Drama. Diese Mischung würde ich als ganz gelungen bezeichnen.

    Estelle fand ich eigentlich ganz gelungen beschrieben. Persönlich hatte ich das Gefühl, dass man ihren inneren Zwiespalt sehr gut beschrieben hat und man merkt, wie sie für ihren Traum kämpfen will und es auch tut. Interessant fand außerdem, u erfahren, was jetzt fiktiv ist und was nur erfunden wurde für die Geschichte. Tolle Person.

    Auch die Nebencharaktere fand ich recht gelungen und authentisch beschrieben.

    Die Schreibweise der Autorin war sehr locker und flüssig. Das Buch hat sich wunderbar lesen lassen und ich fand es ganz unterhaltsam. Persönlich würde ich den Schreibstil auch als sehr bildhaft beschreiben, denn die Autorin geht an manchen Stellen sehr schön ins Detail.

    Das Cover finde ich ganz ansprechend, allerdings hätte ich die gelben Falter weggelassen, denn so wirkt es recht kitschig.

    Zur Autorin:

    Lindsay Ashford ist in Wolverhampton (Großbritannien) aufgewachsen. Sie hat am Queens‘ College in Cambridge als erste Frau in seiner 550-jährigen Geschichte absolviert. Nach ihrem Abschluss in Kriminalwissenschaft hat Ashford als Reporterin für die BBC gearbeitet sowie als freie Journalistin für verschiedene nationale Zeitschriften und Zeitungen. Sie hat vier Kinder und lebt gegenwärtig in einem Haus mit Meerblick an der Westküste von Wales.

    Quelle:  Amazon

     

    Fazit:

    4 von 5 Sterne. Toller Roman, der mich recht gut gefallen hat. So kann ich ihn unbedingt weiterempfehlen.

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    katzenminzes avatar
    katzenminzevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Kitschige aber unterhaltsame Geschichte über die Schauspielerin Merle Oberon. Drama und 30er Jahre Flair garantiert.
    Hollywood für Filmmuffel

    Hollywood für Filmmuffel

    Ich bin ja generell eher ein Filmmuffel, aber wie Lindsay Ashford hier das Leben der Schauspielerin Merle Oberon beschreibt, das hat mich – Youtube sei Dank - doch eine Weile in alten Schwarzweißfilmen schwelgen lassen.

    Als Tochter eines englischen Vaters und einer indischen Mutter, hat es Merle Oberon schwer. Von keiner der beiden Ethnien so richtig geduldet, ist es das größte Glück der gleichaltrigen Mädchen, sich mit einem englische Mann zu verheiraten. Die wahre Herkunft wird dabei verschleiert. Doch noch lieber als die Ehefrau eines Engländers wäre Merle Schauspielerin. Als sie einen Amerikaner mit Verbindungen in die Filmindustrie trifft, kann Merke ihr Glück kaum fassen. Doch mit traumwandlerischer Sicherheit gerät sie an die falschen Männer, landet fast mittellos in London und muss feststellen, dass der Traumjob nicht so leicht zu ergattern ist, wie gedacht...

    Ich sag' es gleich: Ja, es ist kitschig. Ja, es gibt gebrochene Herzen, Liebe und Intrigen zur genüge. Es ist aber gerade deswegen auch sehr unterhaltsam und sicher bestens geeignet für jeden Sommerurlaub oder zum Abschalten nach Feierabend. Ashford vermischt geschickt Wahrheit und Fiktion zu einer unterhaltsamen Geschichte mit viel Drama und vielen Geheimnissen. Merle Oberons Leben war tatsächlich ein sehr spannendes und Ashford hat es mit ein paar kleinen Handgriffen noch um einiges dramatischer gestaltet ohne sich allzu weit von der Wahrheit zu entfernen.

    Ich weiß, von einem Unterhaltungroman kann ich keine geschliffene Sprache erwarten. Bis auf ein paar Stereotype, las sich alles aber durchaus flüssig und rund. Einzig das dauernde „Schluchzen“ der Hauptcharakterin hat mich sehr gestört. „A... Aber.“ „I...Ich.“ „D... Danke.“ Ich bin mir sicher, auch in den 30er Jahren hat niemand so geredet! Ansonsten ist "Das Flüstern des Mondfalters" eine unterhaltsame Geschichte über eine Frau mit einer außergewöhnlichen Vergangenheit und einer steilen Karriere. Dazu kommt eine gute Portion vom Glamour der Filmindustrie mit diversen Schauspielgrößen und 30er Jahre Flair.

    Achtung
    :
    Mich verführen Geschichten, die auf wahren Ereignissen oder realen Personen basieren immer dazu, den passenden Wikipediaartikel zu lesen. Hier rate ich dringend auf keinen Fall vor Beenden des Buches in Wikipedia zu schauen!! Ich habe mir quasi mit dem ersten Satz des Artikels die größte Wendung der Geschichte gespoilter...

    3,5 / 5 Sternen

    Kommentare: 2
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    CelinaSs avatar
    CelinaSvor 5 Monaten
    Tolle Romanbiographie

    Bei historischen Romanen freue ich mich immer, wenn sie auf einer real existierenden historischen Person beruhen. Zuletzt war das bei Die Schwester des Tänzers so und das Buch habe ich geliebt! Bei Das Flüstern des Mondfalters war mir gar nicht bewusst, dass es die Protagonistin Estelle Thompson, die als Merle Oberon besser bekannt war und ist, tatsächlich gab. Umso begeisterter war ich von dem Buch, als ich es herausgefunden hatte. Denn es ist wunderbar geschrieben und zu wissen, dass es sich tatsächlich so verhielt (zumindest die nachweisbaren Fakten) macht das Ganze für mich nur noch besser.

    Das Buch erzählt die Geschichte von Estelle von ihrer Zeit in Indien als Tochter eines Briten und einer Inderin bis kurz nach ihrer Hochzeit mit dem Produzenten Alexander Korda. Man kann ihre Reise nach Europa und die Beweggründe dafür miterleben, ebenso wie ihren Aufstieg zu einem der großen Stars in Hollywood. Schade fand ich, dass die Geschichte noch während der Flitterwochen Estelles und Alexanders recht abrupt endet. Wenn man sich den Wikipedia-Artikel einmal durchliest, kommen danach doch noch einige interessante Entwicklungen, über die ich gerne gelesen hätte.

    Das ist aber auch schon der einzige Minuspunkt. Estelle und ihre Umfeld, insbesondere aber ihre Gefühle und Gedanken, sind so eindringlich beschrieben, dass ich manchmal dachte, direkt in sie hinein zu sehen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie manche Autorinnen scheinbar mühelos die Vergangenheit zum Leben erwecken. Auch Zeiten oder Gegebenheiten, die mir fremd sind, wirken auf mich, als hätte ich sie miterlebt.
    Das gelingt auch Lindsay Ashford mit diesem Buch. Ich habe mich nie besonders für Filme interessiert und für ältere schon gar nicht. Auch die Geschichte und Entwicklung Hollywoods ist mir unbekannt. Aber dank dieses Buches wurde mein Interesse daran geweckt, während ich gleichzeitig das Gefühl bekam, direkt in die Filmwelt der 30er Jahre einzutauchen.

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    katikatharinenhofs avatar
    katikatharinenhofvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Faszinierender Blick hinter den schillernden Vorhang Hollywoods
    Faszinierender Blick hinter den schillernden Vorhang Hollywoods

    Kalkutta 1931 - Estelle, eine wunderschöne junge Frau, lebt förmlich für die Welt des Films, denn nur das sanfte Schwarz der Kinosäle gibt ihr Vertrauen und Geborgenheit. Estelle wird nie ein Teil der Gesellschaft sein, nie dazugehören,  denn als "Mischling" ist ihr gesellschaftliche Achtung und Anerkennung ein Leben lang versagt. 
    Doch das ändert sich, als sie einen Amerikaner kennenlernt, der Beziehungen zum Film hat und so wird für Estelle der Traum zur Wirklichkeit. Aus der jungen Frau wird ein gefeierter Star. Doch Glanz und Ruhm stehen auf wackligen Beinen, denn niemand darf erfahren wer hinter dem Künstlernamen Merle Oberon wirklich steckt...

    "Das Flüstern des Mondfalters" ist ein wunderschöner historischer Roman, der gekonnt Fiktion und Wahrheit ineinander fließen lässt. Die lebhafte Reise in die Vergangenheit weiß mit einem bildgewaltigen Sprachstil zu begeistern und zeichnet sehr lebhafte Szenen, die liebevoll bis ins kleinste Detail ausgestattet sind. Dadurch wird der Blick hinter den schillernden Vorhang Hollywoods sehr lebendig und die Charaktere wirken glaubhaft. Sie bereichern diesen Roman mit ihren Handlungen und lassen so das Gefühl entstehen, direkt an der Verwandlung von Estelle zum gefeierten Leinwandstar Merle Oberon teilhaben zu können. Sehr schön werden Leinwandlegenden  der frühen Hollywoodjahre mit in die Geschichte eingestreut und machen so die glitzernde Welt des Films für mich noch aufregender. Der Spagat zwischen Schein und Sein ist hier sehr gut gelungen und die innere Zerrissenheit, der Kampf gegen Lügen und Intrigen und die Angst, sich zu verraten sind für mich sehr gut nachvollziehbar. Ein Roman, der fesselt und begeistert, der Einblicke in die Welt des Films und ihre Macher gibt. 

    Herzlichen Dank an den Verlag, der mir dieses Rezi-Exemplar kostenfrei über NetGalley zur Verfügung gestellt hat. Diese Tatsache hat jedoch nicht meine ehrliche Lesermeinung beeinflusst.

    #NetGalleyDEChallenge

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