Lindsey Davis

 4.1 Sterne bei 176 Bewertungen
Autorin von Silberschweine, Bronzeschatten und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lindsey Davis

Lindsey Davis wurde 1949 in Birmingham geboren. Sie studierte Englische Literatur in Oxford und arbeitete danach zunächst im öffentlichen Dienst. Heute schreibt sie hauptberuflich Romane, vorallem historische Kriminalromane um den Detektiv Didius Falco und seine Helena. 1995 erhielt sie den "Crime Writers' Association Dagger Award". Davis lebt heute in Greenwich.

Alle Bücher von Lindsey Davis

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Silberschweine

Silberschweine

 (16)
Erschienen am 01.04.1993
Bronzeschatten

Bronzeschatten

 (15)
Erschienen am 01.08.1998
Eisenhand

Eisenhand

 (14)
Erschienen am 01.12.1995
Drei Hände im Brunnen

Drei Hände im Brunnen

 (12)
Erschienen am 01.07.2002
Den Löwen zum Fraß

Den Löwen zum Fraß

 (8)
Erschienen am 01.04.2003
Tod eines Mäzens

Tod eines Mäzens

 (8)
Erschienen am 01.07.2005

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Rezension zu "Mord im Atrium" von Lindsey Davis

zu schnodderich!
wampyvor 3 Jahren

Buchmeinung zu Lindsey Davis – Mord im Atrium

„Mord im Atrium“ ist ein historischer Roman von Lindsey Davis, der 2011 bei Knaur als Taschenbuch erschienen ist. Die englische Originalausgabe erschien 2007 unter dem Titel „Saturnalia“ bei Century.

Klappentext:
Die römischen Saturnalien sind eine Zeit wilder Feste und die ideale Gelegenheit, eine berüchtigte Feindin des Reiches im Triumphzug vorzuführen und den Göttern zu opfern. Doch der Gefangenen gelingt es zu fliehen. Ein Fall für unseren Freund Marcus Didius Falco, der sich einmal mehr seinem Erzrivalen gegenübersieht.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist bereits der 18. Fall für Marcus Didius Falco, den ersten Detektiv der Weltgeschichte, wie es auf dem Buchrücken heißt. Die Geschichte spielt im Dezember des Jahres 76 n. Chr..
Das Buch beginnt mit einem dreiseitigen Personenregistern, Auszügen aus den Stammbäumen des Protagonisten und seiner Ehefrau, zwei Kartenausschnitten und einem Auszug aus dem Eid des Hippocrates. Schon bei den Stammbäumen fällt der humorige Ansatz des Buches auf. Sie beginnen mit „Generationen kauziger Kleinbauern“ (Falco) bzw. „Generationen von Unbekannten“ gefolgt von „Eine Generation von Senatoren“ (Falcos Ehefrau). Dieser humoristisch geprägte Unterton begleitet den Leser während des gesamten Buches. Der eigentliche Fall dreht sich um eine entflohene germanische Priesterin und Stammesführerin. Mit ihrer Wiederauffindung werden Falco und sein Erzfeind Anacrites, der Oberspion, beauftragt. Bei den nachfolgenden Verwicklungen wußte ich manchmal nicht, ob es sich nicht vielleicht doch um eine Parodie handelt. Einerseits erfährt man doch einiges über die Saturnalien und dem Treiben in Rom zu dieser Zeit, andererseits wirkt die ganze Romangestaltung überfrachtet. Positiv ist, das Falco ein normaler Sterblicher ist und die wirkungsvolle Unterstützung seiner Ehefrau erfährt. Negativ fällt auf, das sein Gegenspieler total überzeichnet beinahe als Volltrottel beschrieben wird. Auch das ganze Beziehungsgeflecht wirkt gekünstelt.

Fazit:
Trotz eines durchaus reizvollen Kriminalfalls wollte sich bei mir nicht die rechte Begeisterung einstellen. Im direkten Vergleich zur SPQR-Reihe von John Maddox Roberts zieht Marcus Didius Falco klar den kürzeren. Dies liegt vor allem am gewollt humorvollen Grundton. Es reicht deshalb auch nur gerade noch zu drei von fünf Sternen.            

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frells avatar

Rezension zu "Tod eines Mäzens" von Lindsey Davis

Marcus Didius Falco Poirot Marple
frellvor 6 Jahren

Lindsey Davis' Figur Marcus Didius Falco ist ein Original - sowohl innerhalb seiner römischen Welt um das Jahr 70 n. Chr. wie auch für den Leser, der sich über ihn rund 1940 Jahre später herzlichst amüsieren kann.

So sind Davis' Bücher auch immer ein Lesevergnügen, sollte der eigentliche Kriminalfall des Buches vielleicht auch mal nicht so spannend, interessant oder prickelnd sein. Dadurch dass die Bücher in der Ich-Form geschrieben sind, kann Davis ihrem Falco wunderbare Kommentare über Politiker, Geschehnisse, Riten, Mitmenschen oder auch sich selbst und seinem Verhalten in den Mund legen - und diese sind nicht selten ironisch, bissig, zum Lachen komisch und oft durchaus übertragbar auf die heutige Zeit. Dieser Stil macht neben dem chaotischen Privatleben des Detektivs (Dauerfehde mit Vater und Mutter, wechselnde Gefühle zu seinen Geschwistern, freundschaftliche Bande zu seinem besten Freund, der bei den Vigiles (=Polizei) arbeitet, und seine große Liebe Helena, die ihm den Kopf auch schon mal zurecht rückt) den eigentlichen Reiz aller Falco-Romane aus.

Mir persönlich sind die Romane, in denen Falco einen ganz normalen Kriminalfall zu bearbeiten hat lieber, als diese in denen es um meist recht verwickelte und dadurch teils undurchschaubare politischen Intrigen geht. Daher ist "Tod eines Mäzens" ganz nach meinem Geschmack. Beginnt der Roman als Ausflug in die literarische Welt, in der sich Falco versucht, ist er alsbald in dieser als Ermittler verstrickt und rutscht ebenfalls noch in das römische Bankenwesen rein. Die Probleme, die er diesmal mit seiner Familie hat (Freundin des Vaters ist gestorben, sein Lieblingsfeind Anacrites buhlt um seine Mutter und seine Schwester, was (zumindest im Fall seiner Schwester) sein Freund Petronius gar nicht so gerne sieht) sind herrlich und gewohnt liebevoll geschrieben und lassen einem die Unordnung in eigenem Leben manchmal doch recht klein erscheinen.

Wie immer bietet auch "Tod des Mäzens" eine perfekte Abstimmung zwischen Einblicke in den Fall und das Privatleben Falcos.

Und wer vergessen hat, wie man Fälle in der Zeit vor DNS, DNA, Fingerabdrücke und Autopsie löst, der wird hier wieder daran erinnert: Wie einst Hercule Poirot oder Miss Marple lädt Falco zum Finale grandioso einfach alle Verdächtigen und Zeugen in einen Raum ein und überführt am Schluss schließlich den Täter.

Fazit:
Sicher kommt keine Spannung zum Fingernägelkauen auf, die Lösung des Falles erfolgt eher gemächlich, doch der Erzählstil ist für mich ein dickes Plus.

Agatha Christie hätte sicher ihre Freude daran gehabt.

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sabistebs avatar

Rezension zu "Master and God" von Lindsey Davis

Rezension zu "Master and God" von Lindsey Davis
sabistebvor 6 Jahren

Rom zur Regierungszeit des Kaisers Domitian. Gaius Vinius Clodianus stolpert gegen seinen Willen, mit mehr Glück als wirklichem Können die Karriereleiter hoch und wird so schon sehr jung gegen seinen Willen zum Prätorianer. Auch privat hat er wenig Glück und stolpert von einer ungkücklichen Ehe in die nächste. Flavia Lucilla, Tochter einer Kaiserlichen Freigelassenen Hairstylistin und nun selber in diesem Metier tätig schlägt sich als alleinstehende Frau durchs Leben. Sie teilt sich eine Wohnung mit Gaius Vinius Clodianus, in die er sich zurückzieht, wenn er genug von seiner aktuellen Ehefrau hat. Klar, dass es irgendwann zwischen den beiden funkt.

Diese Zusammenfassung klingt ein wenig unmotiviert und ist es auch, genau wie das ganze Buch, das irgendwie unmotiviert wirkt. Es gibt zwei Erzählstränge, zum einen, den oben erwähnten Erzählstrang über die Beziehung zwischen Gaius und Flavia. Das erste Mal begegnen sie sich, als Flavia 17 ist und einen Einbruch meldet. Danach begegnet man sich immer wieder, teils weil man sich eine Wohnung als WG teilt, teils , weil man den selben Arbeitsplatz hat, den Palast. Dieser Erzählstrang ist mir zu episodenhaft. Hier mal ein Monat, da mal ein Monat und das über Jahre. Das wirkt wie die Einspieler in einer Fernsehreportage als Untermalung der erklärten historischen Ereignisse und vielleicht ist dieser Erzählstrang auch genau dies, denn der zweite Erzählstrang ist ein Exkurs in die römische Geschichte der Regierungszeit von Domitian. Man erfährt, dass er Fliegen mit einem Stift erstach, dann wird eine vestalische Jungfrau lebendig begraben, es gibt mal wieder Aufstände, Eheprobleme im Hause des römischen Kaisers, und dann noch Exkursionen in die römische Architektur, die an Victor Hugo erinnern und genauso langweilig sind und nebenbei nicht in time bleiben, sondern gleich noch Ausblicke auf die Zukunft geben.
Der Roman mag sich an Suetons Schriften halten und von ihnen inspiriert sein, er mag dem Cornicularius Clodianus ein Gesicht und eine Geschichte verleihen, aber ich befürchte fast, Sueton wäre spannender zu lesen, als dieser Roman. So sehr ich die Marcus Didius Falco Romane liebe, so fand ich diesen eigenständigen Roman doch eher zäh. Ab und an blitzt der typische schwarze Humor durch, die Geschichte liest sich durchaus gut und flüssig, die ständigen Brüche und Sprünge im Ablauf der Ereignisse lassen dieses Buch wie eine Mischung aus historischer Reportage und Romanversuch wirken.

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Zusätzliche Informationen

Lindsey Davis wurde am 01. Januar 1949 in Birmingham (Großbritannien) geboren.

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