Lindsey Davis

 4.1 Sterne bei 180 Bewertungen
Autorin von Silberschweine, Bronzeschatten und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lindsey Davis

Lindsey Davis wurde 1949 in Birmingham geboren. Sie studierte Englische Literatur in Oxford und arbeitete danach zunächst im öffentlichen Dienst. Heute schreibt sie hauptberuflich Romane, vorallem historische Kriminalromane um den Detektiv Didius Falco und seine Helena. 1995 erhielt sie den "Crime Writers' Association Dagger Award". Davis lebt heute in Greenwich.

Alle Bücher von Lindsey Davis

Sortieren:
Buchformat:
Silberschweine

Silberschweine

 (16)
Erschienen am 01.04.1993
Bronzeschatten

Bronzeschatten

 (15)
Erschienen am 01.08.1998
Eisenhand

Eisenhand

 (15)
Erschienen am 01.12.1995
Drei Hände im Brunnen

Drei Hände im Brunnen

 (12)
Erschienen am 01.07.2002
Den Löwen zum Fraß

Den Löwen zum Fraß

 (8)
Erschienen am 01.04.2003
Tod eines Mäzens

Tod eines Mäzens

 (8)
Erschienen am 01.07.2005

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Lindsey Davis

Neu

Rezension zu "Letzter Akt in Palmyra: Ein Fall für Marcus Didius Falco (Marcus Didius Falco-Romane)" von Lindsey Davis

Abenteuer in Kleinasien
Bellis-Perennisvor 2 Monaten

Dieses Buch ist ein weiteres Abenteuer des römische Privatermittlers Marcus Didius Falco. Er soll im Jahre 72 n. Chr. nach Kleinasien reisen, um eine verschwundene Wasserorgelspielerin finden und wieder nach Rom bringen.
Zusätzlich erhält er einen weiteren Auftrag: Er soll die Stimmung im Land der Nabatäer erkunden, denn das reiche Land passt hervorragend in das Portfolio des Kaisers Vespasian.

Marcus Didius Falco tritt diese Reise ganz gerne an, ist er doch in Rom von einem Mitglied der kaiserlichen Familie desavouiert worden und kann deswegen seine Helena nicht heiraten. Helena stammt, im Gegensatz zu Marcus Didius Falco aus einer alten, reichen Familie.

Doch so einfach, wie ihm die beiden Aufträge erscheinen, ist die Sache dann doch nicht. Die Leser reisen mit Marcus Didius Falco und Helena nach Kleinasien und statten so illustren Städten wie Damaskus, Petra oder Palmyra einen Besuch ab. Auf ihrer Reise stoßen sie (natürlich) auf nicht unbeträchtliche Schwierigkeiten und müssen sich einer Schauspielertruppe anschließen. Blöderweise wurde deren Stückeschreiber ermordet und so springt der Privatermittler ein.

Meine Meinung:

Es scheint, als wollte die Autorin eine Geschichte à la Shakespeare schreiben. Leider ist das nicht ganz geglückt – hier fehlt die Leichtigkeit des englischen Dramatikers. Gut gefallen haben mir die Zusammenfassungen vor jeden Abschnitt.

Aufgefallen ist mir, dass hier einige historische Ungenauigkeiten bezüglich der Römischen Antike passiert sind. So kennt u.a. der Römische Kalender keinen „Mittwoch“. Das liegt möglicherweise an der Übersetzung.

Ich kenne leider die vorherigen Geschichten nicht, daher fehlen mir ein paar Zusammenhänge. Daher wundere ich mich, dass eine Patriziertochter so mir nichts dir nichts mit einem unvermögenden Mann verreisen kann. Im Allgemeinen sind die „höheren“ Töchter mehr oder weniger im Elternhaus eingesperrt.

Der Schreibstil ist eher flapsig und passt irgendwie so gar nicht in die Römerzeit. Auffallend sind auch die die vielen, z.T. Sinn entstellenden Fehler (z.B. "Stock" statt "Stück" usw.).

Fazit:

Ein Krimi aus der Antike, der mich nicht ganz überzeugt hat. 3 Sterne.

Kommentieren0
7
Teilen

Rezension zu "Mord im Atrium" von Lindsey Davis

zu schnodderich!
wampyvor 4 Jahren

Buchmeinung zu Lindsey Davis – Mord im Atrium

„Mord im Atrium“ ist ein historischer Roman von Lindsey Davis, der 2011 bei Knaur als Taschenbuch erschienen ist. Die englische Originalausgabe erschien 2007 unter dem Titel „Saturnalia“ bei Century.

Klappentext:
Die römischen Saturnalien sind eine Zeit wilder Feste und die ideale Gelegenheit, eine berüchtigte Feindin des Reiches im Triumphzug vorzuführen und den Göttern zu opfern. Doch der Gefangenen gelingt es zu fliehen. Ein Fall für unseren Freund Marcus Didius Falco, der sich einmal mehr seinem Erzrivalen gegenübersieht.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist bereits der 18. Fall für Marcus Didius Falco, den ersten Detektiv der Weltgeschichte, wie es auf dem Buchrücken heißt. Die Geschichte spielt im Dezember des Jahres 76 n. Chr..
Das Buch beginnt mit einem dreiseitigen Personenregistern, Auszügen aus den Stammbäumen des Protagonisten und seiner Ehefrau, zwei Kartenausschnitten und einem Auszug aus dem Eid des Hippocrates. Schon bei den Stammbäumen fällt der humorige Ansatz des Buches auf. Sie beginnen mit „Generationen kauziger Kleinbauern“ (Falco) bzw. „Generationen von Unbekannten“ gefolgt von „Eine Generation von Senatoren“ (Falcos Ehefrau). Dieser humoristisch geprägte Unterton begleitet den Leser während des gesamten Buches. Der eigentliche Fall dreht sich um eine entflohene germanische Priesterin und Stammesführerin. Mit ihrer Wiederauffindung werden Falco und sein Erzfeind Anacrites, der Oberspion, beauftragt. Bei den nachfolgenden Verwicklungen wußte ich manchmal nicht, ob es sich nicht vielleicht doch um eine Parodie handelt. Einerseits erfährt man doch einiges über die Saturnalien und dem Treiben in Rom zu dieser Zeit, andererseits wirkt die ganze Romangestaltung überfrachtet. Positiv ist, das Falco ein normaler Sterblicher ist und die wirkungsvolle Unterstützung seiner Ehefrau erfährt. Negativ fällt auf, das sein Gegenspieler total überzeichnet beinahe als Volltrottel beschrieben wird. Auch das ganze Beziehungsgeflecht wirkt gekünstelt.

Fazit:
Trotz eines durchaus reizvollen Kriminalfalls wollte sich bei mir nicht die rechte Begeisterung einstellen. Im direkten Vergleich zur SPQR-Reihe von John Maddox Roberts zieht Marcus Didius Falco klar den kürzeren. Dies liegt vor allem am gewollt humorvollen Grundton. Es reicht deshalb auch nur gerade noch zu drei von fünf Sternen.            

Kommentieren0
4
Teilen

Rezension zu "Tod eines Mäzens" von Lindsey Davis

Marcus Didius Falco Poirot Marple
frellvor 6 Jahren

Lindsey Davis' Figur Marcus Didius Falco ist ein Original - sowohl innerhalb seiner römischen Welt um das Jahr 70 n. Chr. wie auch für den Leser, der sich über ihn rund 1940 Jahre später herzlichst amüsieren kann.

So sind Davis' Bücher auch immer ein Lesevergnügen, sollte der eigentliche Kriminalfall des Buches vielleicht auch mal nicht so spannend, interessant oder prickelnd sein. Dadurch dass die Bücher in der Ich-Form geschrieben sind, kann Davis ihrem Falco wunderbare Kommentare über Politiker, Geschehnisse, Riten, Mitmenschen oder auch sich selbst und seinem Verhalten in den Mund legen - und diese sind nicht selten ironisch, bissig, zum Lachen komisch und oft durchaus übertragbar auf die heutige Zeit. Dieser Stil macht neben dem chaotischen Privatleben des Detektivs (Dauerfehde mit Vater und Mutter, wechselnde Gefühle zu seinen Geschwistern, freundschaftliche Bande zu seinem besten Freund, der bei den Vigiles (=Polizei) arbeitet, und seine große Liebe Helena, die ihm den Kopf auch schon mal zurecht rückt) den eigentlichen Reiz aller Falco-Romane aus.

Mir persönlich sind die Romane, in denen Falco einen ganz normalen Kriminalfall zu bearbeiten hat lieber, als diese in denen es um meist recht verwickelte und dadurch teils undurchschaubare politischen Intrigen geht. Daher ist "Tod eines Mäzens" ganz nach meinem Geschmack. Beginnt der Roman als Ausflug in die literarische Welt, in der sich Falco versucht, ist er alsbald in dieser als Ermittler verstrickt und rutscht ebenfalls noch in das römische Bankenwesen rein. Die Probleme, die er diesmal mit seiner Familie hat (Freundin des Vaters ist gestorben, sein Lieblingsfeind Anacrites buhlt um seine Mutter und seine Schwester, was (zumindest im Fall seiner Schwester) sein Freund Petronius gar nicht so gerne sieht) sind herrlich und gewohnt liebevoll geschrieben und lassen einem die Unordnung in eigenem Leben manchmal doch recht klein erscheinen.

Wie immer bietet auch "Tod des Mäzens" eine perfekte Abstimmung zwischen Einblicke in den Fall und das Privatleben Falcos.

Und wer vergessen hat, wie man Fälle in der Zeit vor DNS, DNA, Fingerabdrücke und Autopsie löst, der wird hier wieder daran erinnert: Wie einst Hercule Poirot oder Miss Marple lädt Falco zum Finale grandioso einfach alle Verdächtigen und Zeugen in einen Raum ein und überführt am Schluss schließlich den Täter.

Fazit:
Sicher kommt keine Spannung zum Fingernägelkauen auf, die Lösung des Falles erfolgt eher gemächlich, doch der Erzählstil ist für mich ein dickes Plus.

Agatha Christie hätte sicher ihre Freude daran gehabt.

Kommentieren0
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Lindsey Davis wurde am 01. Januar 1949 in Birmingham (Großbritannien) geboren.

Lindsey Davis im Netz:

Community-Statistik

in 109 Bibliotheken

auf 23 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 3 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks