Lindsey Davis Master and God

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Inhaltsangabe zu „Master and God“ von Lindsey Davis

The emperor Domitian: talented tyrant and deluded despot. As he vents his suspicions, no one is safe. A reluctant hero, Gaius Vinius Clodianus is hand-picked for high rank in the Praetorian Guard. Flavia Lucilla hears the intimate secrets of a ruler, and in the dark shadow of Domitian's reign, Clodianus and Lucilla play out their own complex tale. (Quelle:'Fester Einband/03.04.2013')
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  • Rezension zu "Master and God" von Lindsey Davis

    Master and God
    sabisteb

    sabisteb

    01. October 2012 um 14:02

    Rom zur Regierungszeit des Kaisers Domitian. Gaius Vinius Clodianus stolpert gegen seinen Willen, mit mehr Glück als wirklichem Können die Karriereleiter hoch und wird so schon sehr jung gegen seinen Willen zum Prätorianer. Auch privat hat er wenig Glück und stolpert von einer ungkücklichen Ehe in die nächste. Flavia Lucilla, Tochter einer Kaiserlichen Freigelassenen Hairstylistin und nun selber in diesem Metier tätig schlägt sich als alleinstehende Frau durchs Leben. Sie teilt sich eine Wohnung mit Gaius Vinius Clodianus, in die er sich zurückzieht, wenn er genug von seiner aktuellen Ehefrau hat. Klar, dass es irgendwann zwischen den beiden funkt. Diese Zusammenfassung klingt ein wenig unmotiviert und ist es auch, genau wie das ganze Buch, das irgendwie unmotiviert wirkt. Es gibt zwei Erzählstränge, zum einen, den oben erwähnten Erzählstrang über die Beziehung zwischen Gaius und Flavia. Das erste Mal begegnen sie sich, als Flavia 17 ist und einen Einbruch meldet. Danach begegnet man sich immer wieder, teils weil man sich eine Wohnung als WG teilt, teils , weil man den selben Arbeitsplatz hat, den Palast. Dieser Erzählstrang ist mir zu episodenhaft. Hier mal ein Monat, da mal ein Monat und das über Jahre. Das wirkt wie die Einspieler in einer Fernsehreportage als Untermalung der erklärten historischen Ereignisse und vielleicht ist dieser Erzählstrang auch genau dies, denn der zweite Erzählstrang ist ein Exkurs in die römische Geschichte der Regierungszeit von Domitian. Man erfährt, dass er Fliegen mit einem Stift erstach, dann wird eine vestalische Jungfrau lebendig begraben, es gibt mal wieder Aufstände, Eheprobleme im Hause des römischen Kaisers, und dann noch Exkursionen in die römische Architektur, die an Victor Hugo erinnern und genauso langweilig sind und nebenbei nicht in time bleiben, sondern gleich noch Ausblicke auf die Zukunft geben. Der Roman mag sich an Suetons Schriften halten und von ihnen inspiriert sein, er mag dem Cornicularius Clodianus ein Gesicht und eine Geschichte verleihen, aber ich befürchte fast, Sueton wäre spannender zu lesen, als dieser Roman. So sehr ich die Marcus Didius Falco Romane liebe, so fand ich diesen eigenständigen Roman doch eher zäh. Ab und an blitzt der typische schwarze Humor durch, die Geschichte liest sich durchaus gut und flüssig, die ständigen Brüche und Sprünge im Ablauf der Ereignisse lassen dieses Buch wie eine Mischung aus historischer Reportage und Romanversuch wirken.

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