Lindsey Lee Johnson Der gefährlichste Ort der Welt

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Inhaltsangabe zu „Der gefährlichste Ort der Welt“ von Lindsey Lee Johnson

Willkommen in Mill Valley! Willkommen am gefährlichsten Ort der Welt!

Als Tristan Bloch eines Morgens auf sein Fahrrad steigt und losradelt, auf die Golden Gate Bridge zu, den heißen, schweißnassen Kopf gesenkt, da ahnen wir schon, dass ihn der Verrat seiner Angebeteten, Calista, vernichtet hat. Sein Liebesbrief wurde auf Facebook gepostet, und das war ihre Schuld.

Fünf Jahre später: Kurz nach dem dramatischen Ende einer Abschlussparty betrachtet Calista, Tristans erste und letzte große Liebe, in dem Versuch, die Ereignisse zu begreifen, ein altes Klassenfoto – Tristan, lachend, in seinen unmöglichen grellgelben Trainingshosen, der sanfte Dave Chu, der durchtriebene Ryan Harbinger, Baseball-Captain und Schwarm aller Mädchen, Abigail Cress, damals noch Calistas beste Freundin, die später mit einem Lehrer anbandelte, und all die anderen, die mit dem Leben und der Liebe gespielt hatten. Ihre fröhlichen Gesichter täuschen. »Sie taten, was sie konnten, um zu überleben.«

Für einen von ihnen war Mill Valley, das verträumte reiche Städtchen über der Bucht von San Francisco, ein vermeintliches Paradies, zur Hölle geworden. Und sie, die zurückblieben, waren vom Leben gezeichnet, noch bevor es richtig begonnen hatte.

Lindsey Lee Johnson leuchtet »den gefährlichsten Ort der Welt« aus den verschiedenen Perspektiven ihrer Figuren aus und entlarvt den amerikanischen Traum als die Illusion einer Gesellschaft, die ihrer inneren Leere zu entkommen sucht.

Sehr emotional und grausam geschrieben

— brauneye29

Sorgfältig gezeichnete Charaktere in einer erschreckend realistischen Geschichte...

— Svanvithe

Wie "social media" nach hinten losgehen kann und von innerer Leere handelt dieses Buch. Bewegend und verstörend, aber lesenswert!

— MissStrawberry

Eine Beschreibung d. Jugend heutzutage mit aller Verletzlichkeit, Hoffnung u. den hässlichen Zügen von Social Media. Verstörend realistisch.

— simone_richter

Wut, Dramatik, Hoffnung in einem Buch über Social Media, die grausame Wahrheit übers Internet.

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Die Jugend von heute unterwegs im Internet. Hier mal ein abschreckendes Beispiel.

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  • Sehr emotional und grausam geschrieben

    Der gefährlichste Ort der Welt

    brauneye29

    23. January 2018 um 17:02

    Zum Inhalt: Als Tristan Bloch eines Morgens auf sein Fahrrad steigt und losradelt, auf die Golden Gate Bridge zu, den heißen, schweißnassen Kopf gesenkt, da ahnen wir schon, dass ihn der Verrat seiner Angebeteten, Calista, vernichtet hat. Sein Liebesbrief wurde auf Facebook gepostet, und das war ihre Schuld. Meine Meinung: In diesem Jugendroman werden wir mit vielen Personen konfrontiert, die teilweise echt nicht nett sind, blicken in die Seelen von verletzlichen, jungen Menschen, die Dinge tun, die sie oftmals später bereuen. Das Buch berührt einen sehr, ist emotional und grausam geschrieben. Der Schreibstil ist sehr eindringlich und diese Geschichte vergisst man nicht so schnell. Wahrscheinlich hält es einem auch ein wenig einen Spiegel vor, dass man bei so manchen Aktionen, erst denken sollte, bevor es anderen Schäden zufügt. Fazit: Sehr guter Jugendroman.

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  • Erschütternd, aber voller Klischees

    Der gefährlichste Ort der Welt

    pizza

    11. January 2018 um 17:45

    Gruppenzwang, Angst, die Highschool, Druck von Familie und Freunden, Privilegien und dieser schwer erträgliche Zustand zwischen Kindheit und Erwachsensein, Social Media, Drogen, Mobbing, folgenschwere Entscheidungen sowie die Bemühungen einer Lehrerin, das Leben der Schüler zu bereichern und zu verbessern. Um diese Dinge geht es in Der gefährlichste Ort der Welt von Lindsey Lee Johnson.Der Klappentext klingt nach einem typischen Young Adult Drama im Stil von z.B. 13 Reasons Why oder Riverdale, war aber jedoch ganz anders als erwartet. Lindsey Lee Johnson schafft es durch ihre Erzählweise, den Leser bzw. die Leserin trotz eines Ensembles größtenteils unsympathischer Charaktere in das grausame Geschehen zu ziehen. Man geht gleichzeitig gern und ungern mit ihnen auf die Reise durch ihr Leben. Nichtsdestotrotz gab es leider viele Punkte, die meinen Lesegenuss geschmälert haben. Die verschiedenen Perspektiven waren mir irgendwann einfach zu viel - auf viel zu wenig Platz. Dadurch blieben die Figuren für meinen Geschmack zu flach und nicht komplex genug, um glaubwürdig zu sein. Trotzdem: sie sind nicht perfekt, was wiederum gut ist. Aber es gibt so einige Stereotype, die sich gegenseitig durch die Geschichte jagen, genau so wie Ereignisse und Tragödien.Auch wenn mich das Buch also manchmal in seinen verschiedenen Perspektiven verloren hat, so hat mich die Handlung doch immer wieder eingeholt und zum Weiterlesen gebracht. Obwohl ich ein paar Probleme mit den Figuren habe, finde ich dennoch, dass es eine wichtige Geschichte ist, die gerade heute noch an Bedeutung zunimmt. Daher spreche ich trotz den 3 von 5 Sternen, die ich gebe, eine Empfehlung aus. Ich mag Lindsey Lee Johnsons Erzählweise und ihren Schreibstil und hätte einfach gehofft, dass sie mehr Raum zur Entfaltung der Geschichte gehabt hätte.

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  • Eindrucksvoll erzählt

    Der gefährlichste Ort der Welt

    Gise

    10. January 2018 um 16:43

    Mill Valley scheint ein kleines Paradies in der Bucht von San Francisco zu sein, von Wohlstand und Sorglosigkeit begleitet. Wie überall versuchen auch hier Jugendliche ihren Platz in der Welt zu finden: Tristan, Calista, Abigail, Emma, Ryan, Nick, Damon. Wohin wird ihr Lebensweg sie führen?In drei Zeitschienen schildert die Autorin Lindsey Lee Johnson das Leben der privilegierten Jugendlichen in dem scheinbar idyllischen Mill Valley. Doch als Tristan, der Außenseiter, in einem Brief seiner Mitschülerin Calista seine Liebe gesteht, erhält das Idyll den ersten Riss für die Jugendlichen: Tristan wird gemobbt, so dass er keinen anderen Ausweg mehr sieht, als in den Tod zu springen. Weitere „Steine der Trauer“ begleiten die Jugendlichen in ihrer Lebensplanung, unerwartete Wendungen kollidieren mit ihrer bisherigen Vorstellungen. In eindrucksvollen Bildern und wechselnden Perspektiven erzählt die Autorin die Geschichte der Jugendlichen, lässt dabei den Leser hautnah alles miterleben: Jeder Jugendliche erhält genau den richtigen Raum für sich selbst. Mill Valley wird dabei zum „gefährlichsten Ort der Welt“, die Geschichte gerät zur Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Traum in der heutigen Zeit der Cybermedien und einer Gesellschaft des Wohlstands, die per se die Erfüllung aller Wünsche verspricht. Ein sehr emotionales Buch über das Erwachsenwerden, über die Verantwortung für sich und andere ist dabei entstanden, das unter die Haut geht und berührt. Der Nachhall der Erzählung wird den Leser noch eine Weile begleiten.

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  • Gefährliche Schule

    Der gefährlichste Ort der Welt

    Spreeling

    06. January 2018 um 22:18

    Man könnte denken, der gefährlichste Ort befindet sich irgendwo. Aber er ist direkt vor der Haustür - in der Schule! Tristan spürt das am deutlichsten. Er ist anders, kleidet sich nicht cool und schreibt ehrliche Liebesbriefe. Sein ruhiges, sympathisches Wesen bietet Angriffsfläche für Mobbing. Nach Veröffentlichung seines Briefes und den darauf folgenden Kommentaren, begeht er Selbstmord. Für mich als Leser war es der erste Schock. Das Verhalten der Mitschüler der nächste. Nach einem kurzen Moment des Innehalten gehen sie zur nächsten Aktion über. Als wäre ein Spiel vorbei und das nächste liegt schon bereit. In den folgenden Kapiteln erleben wir aus Sicht der beteiligten Schüler die nächsten Jahre. Die Kapitel beziehen sich aufeinander und wir erfahren, wie die Jugendlichen damit umgehen und sich ihr Leben weiter gestaltet. Nach außen geben sie sich meistens anders als sie denken und empfinden. Nur um in der Gemeinschaft zu überleben! Schule und Eltern bekommen von diesen Kämpfen nichts mit. Sie stehen auf verlorenen Posten. Lindsey Lee Johnson beschreibt anschaulich das Leben in der Schule. Sie überlässt die Wertung aber dem Leser. Sehr gute Lektüre für Kinder und Eltern und Lehrer! 

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  • gefährliche Zeit

    Der gefährlichste Ort der Welt

    Ekcnew

    05. January 2018 um 10:19

    Das Thema ist aktueller denn je: Es geht um Cybermobbing und das was das für Auswirkungen hat. Die Autorin beschreibt das Thema und deren Auswirkungen mit den Erzählungen aus der Sicht von unterschiedlichen Jugendlichen, die in der reichen Stadt Mill Valley in der Nähe von San Francisco aufwachsen. Schlüsselfigur ist der 13-jährige Tristan. Er ist ein sehr spezieller Typ, hat keine Freunde, sucht den Kontakt zu den Lehrern und fällt durch seine besondere Kleidung auf. Die tragische Geschichte nimmt ihren Lauf, als Tristan einen Liebesbrief an Calista, seine Angebetete, schickt. Calista reagiert gegenüber Tristan nicht auf den Brief, sie zeigt ihn ihrer Freundin und es kommt dazu, dass über diesen Brief ausführlich bei Facebook diskutiert wird. Tristan hatte keine Chance sich gegen die Angriffe zu wehren. Er hat die einzige Lösung in seinem Tod gesehen, den er beim Sturz von der Golden Gate Bridge gefunden hat. In dem Buch werden die Geschichten von den beteiligten Jugendlichen erzählt. Allesamt stammen sie aus einem reichen Elternhaus und es sollte ihnen gut gehen, die Eltern tun fast alles dafür. Aber dennoch oder vielleicht auch gerade deshalb ergeben sich die in diesem Buch aufgezeigten Probleme. Insgesamt hat mich dieses Buch sehr bewegt. Es ist zwar ein Roman, aber genauso wie es beschrieben ist, könnte es eine Geschichte aus dem wahren Leben sein und das erschüttert mich. Dieses Buch macht die Probleme der heutigen Zeit mit den sozialen Netzwerken und wenig persönlicher Kommunikation deutlich. Der Schreibstil ist einfach und verständlich, das Buch mit seinen 300 Seiten war schnell gelesen.

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  • (A)soziale Medien

    Der gefährlichste Ort der Welt

    Sidny

    01. January 2018 um 15:09

    Tristan Bloch besuchte die achte Klasse der Mill Valley Middle School- im nächsten Jahr sollte sein schulischer Werdegang an der High School fortgesetzt werden. Eigentlich. Denn Tristan begeht einen schwerwiegenden Fehler: er wurde bisher zwar als "sonderbar" abgestempelt und von seinen Mitschülern gemieden, aber zumindest wurde er geduldet und in Ruhe gelassen. Doch Tristan entschied sich eines Tages, seiner Mitschülerin Cally Broderick in einem Brief seine Liebe zu gestehen. Die gleichaltrige, von der Pubertät und der schweren Krankheit ihrer Mutter gebeutelte Cally kann mit diesem völlig unerwarteten Gefühlsausbruch ihres Mitschülers (mit dem sie bisher kaum je ein Wort gewechselt hat) nicht umgehen, er wirft sie aus der Bahn. Also wendet sie sich damit an ihre Freundinnen. Eine Entscheidung von verhängnisvoller Tragweite, denn damit ist die Katze aus dem Sack, der Tratsch verbreitet sich wie ein Lauffeuer im gelangweilten Mikrokosmos der Schule und der virtuelle Pranger in den sozialen Medien ist die unausweichliche Folge. Über Wochen wird Tristan verhöhnt, fertiggemacht und gezielt erniedrigt. So lange, bis für den sensiblen und klugen Tristan feststeht, dass er keinen Platz mehr hat in dieser Welt.Dieser Roman geht einem wirklich unter die Haut. Obwohl sich die Autorin in ihrer Figurenzeichnung sämtlicher Klischees bedient, die die beliebten High-School-Filme der 80er Jahre in unseren Köpfen zementiert haben (der Sportler, die Unangepasste, die unnahbare Schöne, der Streber usw.), variiert sie diese Charaktere und passt sie an die heutige Zeit an, so dass sie wider Erwarten weder schablonenhaft noch überzeichnet wirken.Da es nicht "den einen" Protagonisten gibt, sondern eine nicht gerade kleine Gruppe von Schülern im Mittelpunkt steht, die noch dazu kaum Berührungspunkte untereinander hat, werden die Ereignisse zwar chronologisch wiedergegeben, aber die Perspektivwechsel erfolgen oft etwas abrupt und unerwartet - eine Erzählweise, auf die man sich nach und nach einstellen muss, und die wahrscheinlich auch nicht jedermanns Geschmack trifft. Dazu kommt noch, dass abgesehen von Cally jeder nur einen "Auftritt" hat, und die Autorin sich offensichtlich bewusst dagegen entschieden hat, Sympathien für ihre Figuren wecken zu wollen. In meinen Augen zwar eine mutige, aber auch riskante Entscheidung, da man als Leser immer auf Distanz bleibt.Cybermobbing ist der Aufhänger dieser Geschichte, ein Thema, das zumindest mir immer wieder nahegeht, und mich in meiner generellen Aversion gegen die sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Snapchat usw. bestätigt. Gerade junge Menschen neigen dazu, viel zu viel von sich preiszugeben und sich damit zur Zielscheibe nicht nur ihres persönlichen Umfeldes, sondern eines viel größeren Personenkreises zu machen. Da oft (nicht nur von Jugendlichen, sondern auch von Erwachsenen) nicht mehr wahrgenommen wird, dass am anderen Ende echte Menschen mit Gefühlen, Komplexen und ihren ganz eigenen Befindlichkeiten sitzen, werden oft Dinge geschrieben, die man im wahren Leben und Auge in Auge niemals aussprechen würde.Nur am Anfang wird dieses Thema wirklich angesprochen, aber unterschwellig ist es die ganze Zeit vorhanden. Es geht weniger um Tristans tragische Geschichte, sondern um diejenigen, die ihn virtuell attackiert haben, und von außen betrachtet danach einfach ihr Leben weiterleben. Doch ist das wirklich so? Haben die Mobber damit abgeschlossen, oder trägt jeder Tristan und den eigenen Anteil an seinem Schicksal mit sich herum?"Der gefährlichste Ort der Welt" ist wirklich keine leichte Lektüre, denn obwohl die (tatsächlich real existierende) kalifornische Stadt Mill Valley nach außen hin paradiesisch wirkt - die Bevölkerung ist zwischen wohlhabend und reich anzusiedeln, die Jugendlichen leben im materiellen Überfluss und die Kriminalitätsrate ist für amerikanische Verhältnisse lächerlich gering - trügt das Kleinstadtidyll und hinter den gepflegten Fassaden bestimmen Leistungsdruck, Gruppenzwang und emotionale Verwahrlosung das Leben der Teenager.Ein Buch, das mich wirklich nachdenklich zurücklässt, das die Grenzen zwischen "Täter" und "Opfer" aufweicht und am Ende zwar keine Antworten liefern kann, dafür aber viele Fragen aufwirft, die die meisten Leser noch eine Weile beschäftigen dürften.

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  • Der gefährlichste Ort der Welt

    Der gefährlichste Ort der Welt

    Svanvithe

    29. December 2017 um 23:52

    Wo befindet sich „Der Gefährlichste Ort der Welt“? Auf der Suche nach einer Antwort auf diese Frage, führt uns Lindsey Lee Johnson mit ihrem Debütroman an eine Mittelschule in Mill Valley im sonnigen Kalifornien nahe San Francisco, an der ganz normale Schüler lernen. Oder etwa nicht? Schauen wir auf die Achtklässler. Einer ragt auf jeden Fall heraus aus diesem Verbund der 13-Jährigen: Tristan Bloch – unbeholfen und seltsam, blass und allein durch seine übergroßen Jogginghosen außergewöhnlich – macht den schwerwiegenden Fehler, „sein Herz in die Welt hinauszuschicken“ und seiner Klassenkameradin Cally Broderick einen von Grund auf ehrlichen Liebesbrief zu schreiben. „Liebe Calista, du denkst wahrscheinlich nicht, dass dich hier in der Schule jemand sieht, aber ich sehe dich. Dich richtig sieht, meine ich… Calista, ich liebe dich, glaubst du, du könntest mich auch lieben?" (Seite 30) Calista, unsicher und unangenehm berührt ob dieser unerwarteten Zurschaustellung von Gefühlen setzt eine Maschinerie in Gang, von der sie letzten Ende mitgeschleift wird. Sie zeigt den Brief ihrer Freundin Abigail Cress, die ihn an Ryan Harbinger weiterreicht. Der veröffentlicht ihn im Netz auf Facebook, und eine bösartige Anti-Tristan-Kampagne beginnt. Die Folgen sind verheerend: Tristan, der sich am liebsten in seinem Zimmer verkriechen möchte, weil er sich dort vor den Anfeindungen und Gehässigkeiten seiner Mitschüler sicher glaubt, hält dem Druck nicht stand und springt von der Golden Gate Bridge in den Tod. Und nun müssen Cally und ihre (vermeintlichen) Freunde im Verlauf der Zeit mit dem Geschehen zurechtkommen. Die Autorin belässt es nicht dabei, das Dasein einiger Teenager in der achten Klasse zu beleuchten. Vielmehr spannt sie den Bogen weiter über die elfte bis hin zur zwölften Klasse und beschreibt aus der jeweiligen Perspektive des Einzelnen die Auswirkungen, die Tristans Tod auf denjenigen und alle anderen hat. Hierbei bleibt die bedrückende Erinnerung allgegenwärtig, wenn die Jugendlichen versuchen, einen Weg, einen Sinn, eine Zukunft zu finden, während sie sich an ihren Platz in der sozialen Ordnung klammern und alles tun, was sie können, um zu überleben. Doch wenn man aus einen Ort wie Mill Valley stammt, ist das Entkommen (fast) unmöglich. "Dieser Ort war so speziell, in seiner Schönheit und seinen Beschränkungen, dass kein anderer Ort ihnen wirklich stimmig erscheinen würde. Sie konnten nicht vergessen, dass diese Welt für sie geschaffen worden war, dass sie in dieses perfekte Nest hineingeboren worden waren, und trotzdem hatten sie darauf bestanden, unglücklich zu sein. Hatten auf dem Dunkel beharrt." (Seite 295) Lindsey Lee Johnson fängt überzeugend das Innenleben ihrer Protagonisten ein. Ihre Charaktere sind sorgfältig und tiefgründig gezeichnet, widersprüchlich in dem, was sie tun, unberechenbar und gleichzeitig auch berechenbar. Denn sie wollen zwar anerkannt und verstanden werden, dem Alltag entfliehen, allerdings auch unauffällig sein, nicht aus der Masse herausragen. Es sind Jugendliche, denen es gut geht, die sich alles leisten können, deren soziales Umfeld stimmt. Im noblen Mill Valley herrscht eine Welt des Überflusses und materiellen Wohlstandes, es fehlt an nichts. Und doch hat diese Pracht einen Haken: Zumindest einigen Jugendlichen mangelt es an Ethik und Moral, weil sie ihnen nicht vermittelt wird. Denn von ihnen wird zwar einiges erwartet, was mitunter schon an Überforderung grenzt, jedoch Hilfestellungen und Unterstützung durch die Eltern erfahren sie nur im geringen Maße, gar nicht, oder sie lehnen sie ab. Weil die Eltern in vielen Fällen entweder abwesend oder von ihrer Arbeit vereinnahmt und abgelenkt sind, entsteht zur körperlichen auch eine emotionale Trennung. Und das Schlimmste, dies ist den Jugendlichen bewusst. Glück sieht jedenfalls anders aus. Zum Beispiel für Ryan, dessen Mutter all das überwacht, was er tut, einschließlich seiner Hausaufgaben, die zudem ständig mit den Lehrern redet und ihm keinerlei Freiräume zu lassen scheint, darüber hinaus aber überhaupt keine Ahnung von dem hat, was ihm durch den Kopf schwirrt, von der Wut in seinem Herzen, von der Sehnsucht nach weiß der Himmel was. Im Grunde also ist er einsam, sensibel, was seine Handlung – er setzt den Brief von Tristan ins Netz – umso schockierend erscheinen lässt. Oder Abigail, mit Selbstzweifeln behaftete und verschlossene Einser-Schülerin, sie lässt sich auf eine Affaire mit ihrem Englischlehrer ein, weil er sie durch Fragen dazu bringt, sich zu öffnen, und sich so sanft Zugang zu ihr verschafft. Nick, der einerseits dealt, andererseits auf Grund seiner Intelligenz in der Lage ist, anstelle seiner Mitschüler Tests für die Zulassung zum College zu absolvieren, die er sich teuer bezahlen lässt. Unter anderem von Dave, der selbst unter dem Gewicht der elterlichen Erwartung zusammenzubrechen droht und trotz Verbot, seine Ersparnisse für die „Hilfe“ von Nick aufwendet. Elisabeth, von erlesener Schönheit, aber gemieden, weil sie als eingebildet und unerreichbar gilt und sich außerhalb des komplexen sozialen Gefüges befindet und keinerlei Drang verspürt, sich darin einen Platz zu verschaffen, lässt sich von Nick überreden, im Haus ihrer Eltern eine Party zu feiern, die letztlich aus dem Ruder läuft und in einem Desaster endet. Im Besonderen für Emma, beliebt, hinreißend, bezaubernd, amüsant. Durch einen Autounfall dermaßen verletzt wird ihr Traum vom Tanzen zerstört. Allerdings endet ihr Schmerz damit nicht. Und letzten Endes Calista, voller Schuldgefühle wendet sie sich den schulischen Hippies, einer sozialen Randgruppe, zu. Lindsey Lee Johnson schreibt ungezwungen, leicht verständlich, offensiv und fließend. Sie findet den passenden Ton, um (nicht nur) den jugendlichen Leser zu unterhalten und zu fordern, bleibt beim Wesentlichen und findet geschickt die Mischung, eine deutliche Stellung gegen die Handlungen ihrer Protagonisten einzunehmen, sich hierbei zugleich einer eigenen Wertung zu enthalten. Sie erlaubt einen Blick hinter die Kulissen, überlässt es aber dem Leser, das Geschehen einzuschätzen und zu beurteilen. Eines wird wieder einmal deutlich: „Der gefährlichste Ort der Welt“ ist weniger ein wahrnehmbarer Raum wie die Mittelschule in Mill Valley, sondern vielmehr der virtuelle Raum des Internets, in dem das öffentliche Beschämen, Demütigen, Beschimpfen, Verleumden eine für die Jugendlichen akzeptable Art und Weise der Kommunikation ist, während sie sich scheinbar zur Ehrlichkeit und aufrichtigen Freundschaft nicht in der Lage sehen, um von den eigenen individuellen Ängsten, Hoffnungen und Wünsche abzulenken. Wie gleichermaßen traurig und erschütternd! Nur Tristan hat dies nicht begriffen: Einen Brief zu schreiben, von Liebe zu sprechen, aufrichtig, ohne zu beschönigen. Wie konnte er nur so blind, ja so furchtlos sein?

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  • Die innere Leere

    Der gefährlichste Ort der Welt

    MissStrawberry

    27. December 2017 um 14:54

    Erwachsenwerden ist immer eine große Aufgabe und nicht jeder ist ihr gewachsen. Kids können grausam sein. Sie finden schnell ihre Opfer und das ist heute noch extremer, als es früher war, denn die modernen Medien verbreiten Gemeinheiten flächendeckend und das in Windeseile. Tristan Bloch ist den Auswirkungen nicht gewachsen und er nimmt sich das Leben. Wirklich schuld fühlt sich von den Kids niemand daran. Doch fünf Jahre später ist Tristan noch immer mehr oder weniger in den Gedanken der Kids vertreten. Und fünf der Beteiligten von damals sind auf ihre Weise Opfer geworden. Von ihren Blickpunkten aus erfährt der Leser, wie das Leben nach diesem dramatischen Vorfall in Mill Valley weiterging und welche Kämpfe sie auszufechten hatten oder haben an ihrem gefährlichsten Ort der Welt.Lindsey Lee Johnson rechnet gnadenlos mit den modernen Medien und der lockeren Einstellung der heutigen Kids, der lockeren Moral und dem Versagen von Eltern und Lehrern ab. Sie appelliert auf ihre Weise an den Leser, wieder mehr auf andere und das eigene Verhalten zu achten. Dabei erhebt sie dennoch keinen moralischen Zeigefinger. Sie schafft es, eine gewisse Melancholie zu transportieren, die von sich aus bewirkt, dass man empathischer wird.Auch früher wurde sich über Liebesbriefe lustig gemacht, wenn sie vom „Falschen“ kamen. Doch solche extremen Auswirkungen wie heute hatte das nie. Allein die Vorstellung, dass sich da Leute mit einklinken, die die Beteiligten gar nicht kennen, übersteigt mein Verständnis. Aber wie sorglos Teenager und Jugendliche mit den sozialen Medien umgehen, obwohl schon extrem oft über Selbstmorde nach solchen Mobbing-Aktionen berichtet wurde, ist mir unbegreiflich. Umso wichtiger finde ich dieses Buch.Nach dem Lesen bin ich tief bewegt, auch wenn das meiste des Gelesenen, die Lebensgeschichten der Figuren also, schon wieder ziemlich aus meinem Gedächtnis verschwunden ist. Was bleibt, ist das Wissen, dass die Kids alle auf ihre eigene Weise einen Berg Probleme haben. Inwieweit Tristans Handeln damit verbunden ist, bleibt nur zu spekulieren. Doch bin ich mir sicher genau dieses Gefühl wollte Lindsey Lee Johnson auch vermitteln: die Unwichtigkeiten der einzelnen Lebensgeschichten, die Wichtigkeit des richtigen Handelns und die Extreme, die aus Handlungen erwachsen können.Mich hat das Buch bewegt und aufgerüttelt. Es ist keine leichte Lektüre, aber es ist gute Lektüre. Vier Sterne gebe ich, weil ich im letzten Drittel kurz das Interesse verloren habe. Vielleicht hätten vier Lebensgeschichten gereicht statt fünf. Dennoch – lesenswert!

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  • Das Gefährliche habe ich lange gesucht

    Der gefährlichste Ort der Welt

    Lesemama

    27. December 2017 um 09:11

              Bewertet mit 4 SternenZum Buch:Mill Valleyist ein kleines Städtchen in der Bergen nahe von San Francisco. Die Teenager haben ihre eigenen Spielregeln und jeder für sich ist sonderbar und einzigartig.Als in der achten Klasse Tristan Cally einen Brief schreibt kommt eine Lawine ins Rollen, die die Teenager nicht mehr stoppen können.Ein Buch über Freundschaft, Leichtsinn und Mobbing ...Meine Meinung:Das Buch ist in drei Teile eingeteilt, es beginnt in der achten Klasse mit der "Katastrophe, dann noch die elfte uns zwölfte Klasse. Das ist nicht so wichtig, es geht mehr darum, dass es sich langsam aufbaut und über eine längeren Zeitraum viel wichtiges geschieht, welches seinen Ursprung an eben jenem Tag in der achten Klasse hat.Hauptsächlich geht es, meiner Meinung nach, um Mobbing und den Leistungsdruck. Einigermaßen erfolgreiche Eltern erwarten von ihren Kindern einen besiegten Notendurchschnitt, ein bestimmtes College , am besten noch nur mit ebenso erfolgreichen Kindern von ebenso erfolgreichen Eltern befreundet zu sein.Mich hat das Buch betroffen gemacht und sehr berührt.Es war zwar nicht sonderlich Actionreich, manch einer würde es als langweilig betrachten. Aber es hat eine Aussagekraft, die mich als Mutter nachdenklich stimmte.Ich bin froh, daß wir nicht in den USA leben und bei uns Kinder ohne Hochschulabschluss auch eine gute Chance haben, erfolgreich zu werden.Für mich war das Buch auch eine Kritik an das Schulsystem.Aber am meisten hat mich doch die Art und Weise mitgenommen, wie die Jugendlichen miteinander umgehen und wie grausam angebliche Freunde doch in der Anonymität des World wide Web sind. Mobbing ist ein Thema, welches gerne totgeschwiegen wird, weil kein Elternteil sich eingestehen möchte, wie grausam Kinder zueinander sein können.Fazit:Ein ruhiges Buch, welches mich sehr berührt und hervorragend unterhalten hat. Der Erzählstil von Lindsey Lee Johnson ist eunderbar zu lesen und sie hat die Gefühle sehr gut getroffen. Eines der besten Bücher, die ich 2017 lesen durfte.        

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  • Im goldenen Käfig

    Der gefährlichste Ort der Welt

    amena25

    22. December 2017 um 20:44

    In Mill Valley, einem kleinen Städtchen in der Bucht von San Fransisco, gibt es nur Wohlhabende oder Reiche. Die Stadt ist ein kleines Paradies der Sorglosigkeit, doch die Idylle trügt. Erzählt wird aus der Sicht verschiedener Jugendlicher vom Gruppenzwang, Unsicherheit, erster Liebe, ersten Erfahrungen. Die Eltern haben viel Geld und hohe Erwartungen, aber wenig Zeit und wenig Verständnis für ihre Kinder. Als der etwas eigenartige Tristan Bloch in der 8. Klasse der hübschen Calista Broderick einen Liebesbrief schreibt, zeigt sie ihn zunächst ihrer Freundin Abigail, dann dem coolen Ryan, dem angesagten Schwarm aller Mädchen. Dieser ,,kümmert“ sich um das ,,Problem“, indem er den Brief ins Internet stellt und Tristan von da an keine ruhige Minute mehr hat. Eines Morgens radelt er zur Golden Gate Bridge und setzt seinem Leben ein Ende. Drei Jahre später ist Tristans Tod scheinbar von allen vergessen, doch die Schuldgefühle wurden nur mehr oder weniger gut verdrängt. Die einzelnen Kapitel stellen je eine Figur in den Mittelpunkt, aus deren Sicht die Geschichte erzählt und weitergeführt wird. So hat z.B. Abigail inzwischen ein Verhältnis mit ihrem Lehrer, die Freundschaft zu Cally ist merklich abgekühlt, Dave Chu kann den hohen Erwartungen seiner Eltern nicht gerecht werden und lässt den schlauen Nick Brickston einen Test unter seinem Namen schreiben. Doch keine der Figuren ist so, wie sie von den anderen wahrgenommen wird. Jede führt eine Art Doppelleben, zeigt nur bestimmte Eigenschaften und Gefühle vor den anderen. Schein und Sein lassen sich aber auch nicht eindeutig voneinander unterscheiden. So gibt Nick sich z.B. in San Fransisco als Student aus, erobert die gläubige Sarah. Doch in dem einzigen Moment, in dem er offen und ehrlich zu ihr ist, lässt sie ihn fallen. Die schöne Elisabeth Avarine wird von allen als unnahbar und arrogant wahrgenommen, dagegen ist sie in Wahrheit lieber für sich, unsicher und eine Einzelgängerin. Keine der Figuren weckt wirklich Sympathien beim Leser, höchstens Mitleid. Einzig Calista schafft es am Ende, sich der Schuld zu stellen, die sie wegen Tristan Bloch unbewusst immer empfunden hat. Sie schreibt darüber und zeigt insofern immerhin eine Entwicklung. Die Geschichte berührt und macht es dem Leser nicht leicht. Dennoch finde ich Johnsons Roman unbedingt lesenswert!

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  • Grausame Jugend in der heutigen Zeit - verstörend realistisch

    Der gefährlichste Ort der Welt

    simone_richter

    22. December 2017 um 17:09

    Es beginnt, als Tristan Bloch mit seinem Fahrrad zur Golden Gate Bridge radelt und dort sein Leben ein Ende setzt, als Verzweiflungstat, nachdem sein Liebesbrief an Calista Broderick verbreitet wurde und es sich auf Facebook verselbständigte. Nun lernen wir die verschiedenen Charaktere der Schüler von Mill Valley - einem kleinen Städtchen über der Buch von San Francisco - kennen. Sind es wirklich so dicke Freunde und ihre Herzen genauso fröhlich, wie ihre Gesichter? Gibt es den amerikanischen Traum und ist mit dem "gefährlichsten Ort der Welt" wirklich nur das Städtchen gemeint? Lindsey Lee betrachtet in diesem Roman sehr anschaulich Mobbing und den Erwartungsdruck von Eltern den Kindern gegenüber. Das behandelt eine beängstigende Atmosphäre mit falschen Entscheidungen der Schüler. Da wären Cally, Calista, die sich ablenkt, um nicht an Tristan zu denken, Abigail Cress, die eine Affäre mit ihrem Lehrer hat und damals noch Calistas beste Freundin war, Dave Chu, der dem Druck seiner Eltern nicht gewachsen ist, Elisabeth Avarine, die Schöne und doch Zurückgezogene, Nick, der überdurchschnittliche Schüler, die dies als Krimineller nutzt. Ryan Harbinger, der Schwarm aller Mädchen als Baseball-Captain, und Emma Fleed, die Tänzerin, der im Laufe des Buches auch ein hartes Schicksal ereilt. Das ist sehr authentisch und in miteinander verknüpften Geschichten beschrieben und man steckt in der Zwickmühle, ob die reichen Eltern ihre Kinder einfach nur zu sehr verwöhnt haben, dass die böse Lage so ist wie sie ist, oder ob die Kinder einfach zu wenig Rechtempfinden haben. So nutzen sie die guten Stellungen der Eltern aus und denken einfach nicht über Moral nach. Jedoch haben die Taten der Schüler nur scheinbar keine Konsequenzen. Im Laufe des Buches wird alles seine Schlussfolgerung haben. Das Benehmen der Schüler hatte also nur scheinbar kein Nachspiel. Das Thema Social Media wird hier u. a. sehr gut analysiert, was es für hässliche Formen annehmen kann und welches Ergebnis dieser Missbrauch hat. Auch Alkohol, Drogen, Partys sind nicht einfach hinnehmbar und ungefährlich. Den Schluss der Geschichte finde ich irgendwie poetisch gelungen, denn wie sagt Calista: "Das Leben geht weiter." Für mich war das Ende also gut so, wie er war. Die "Freunde" gehen ihrer Wege und verstreuen sich und es wird nochmal kurz geschrieben, wohin es sie alle verschlagen hat. Es ist ein Buch über die Jugend und diese Beziehungen halten heute wohl nicht mehr lange und sind auf dünnen Eis gefußt, was hier beschrieben wurde. Lindsey Lee beurteilt nicht, sie beobachtet nur und lässt die Leser (Empfohlen für Jung und Alt) ihre eigenen Interpretationen. Alle müssen weiterleben, egal wie und mit welchem seelischen Druck im Hintergrund.

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  • Dramatik in einer kleinen Vorstadt von San Francisco

    Der gefährlichste Ort der Welt

    Lovelydream

    20. December 2017 um 22:21

    Ich habe das Buch: Der gefährlichste Ort der Welt von Lindsey Lee Johnson, bei einer Leserunde gewonnen.Dieses Buch beschreibt sehr anschaulich das Vorstadtleben in Mill Valley, San Francisco, USA.Ein Buch über Jugendliche mit allen Emotionen, Dramatik, Freundschaft und die Gefahr des Internets.Tristan, einer der Hauptrollen, wurde leider Opfer von einer Gruppe von Jugendlichen, die seine Schutzlosigkeit, erbärmlich ausgenutzt haben , dass er keinen anderen Ausweg gefunden hat, und sich leider das Leben genommen hat.Die Autorin beschreibt jeden Protagonist sehr anschaulich und präzise. Man lernt jeden so gut wie es geht kennen. Gute und Schlechten Seiten werden detailliert beschrieben. Somit hat man ein sehr gutes Bild von den Protagonisten gewinnen können aber auch von der Umgebung. Teilweise fand ich einige Beschreibungen sehr langwierig.Das Buch hat in mir sehr viele unterschiedliche Gefühle geweckt, teilweise konnte ich es nicht sofort weiterlesen.Es ist sehr authentisch beschrieben, teilweise aber auch voller Klischees. Der Schönling, der Außenseiter, der Mitläufer, das Model, die Tänzerin, der Anführer etc.Mich hat es jedoch sehr beschäftigt wie Jugendliche, in der heutigen Zeit, mit Krisenbewältigung umgehen.Teilweise hatte ich kein Verständnis wieso müssen Jugendliche so reagieren, einen Schwächeren im Internet in aller Öffentlichkeit so bloß stellen so beschimpfen, dass es für Außenstehende schon peinlich ist.Ein Thema was in der Gesellschaft viel zu wenig besprochen wird, ist in meinen Augen der Umgang mit dem Internet.Auch in Deutschland gibt es Cybermobbing mit Todesfolge. Hier finde ich sollten Medien, Eltern, Lehrer viel früher für Aufklärung sorgen, damit es nicht soweit kommen muss.Es ist ein Buch, das viele Emotionen ausgelöst hat, und die Wahrheit sehr deutlich darstellt. Die Social Media Einträge im Buch werden sehr authentisch dargestellt, was ich sehr gut fand.

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  • Ein Buch wie ein Orkan - eine Naturgewalt auf bedrucktemn Papier! Herausragend!

    Der gefährlichste Ort der Welt

    Callso

    19. December 2017 um 09:10

    Faszinierend, atemberaubend, kreativ, wild, fesselnd und einen Hauch moralisch - vielmehr kann ein Roman nicht leisten!Das Buch behandelt junge, reiche und größtenteils verzogene Jugendliche, die als 17-Jährige kurz vor ihrer Sturm-und-Drangphase stehen. So unterschiedlich die Kapitel und Herausforderungen der  Teenager auch sind, die Gören schliddern allesamt in eine mittelschwere Katastrophe. Selbstmord, Mobbing, Konflikte mit den Eltern, unglückliche Liebeleien, Drogenexzesse, Ausgrenzungen, Autounfälle, die Herausforderungen und Schicksalsschläge ziehen sich wie ein roter Faden um die Jugendlichen.  Dank der kreativen Ader und ihrer Kraft hat die US-Autorin Lindesey Lee Johnsen "The most dangerous place in the world" zu einem prächtigen Roman geformt.Faszinierend und fesselnd - das Buch war eines der größten Leservergnügen im Jahr 2017! Super!

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  • Leserunde zu "Der gefährlichste Ort der Welt" von Lindsey Lee Johnson

    Der gefährlichste Ort der Welt

    NaddlDaddl

    Willkommen in Mill Valley! Willkommen am gefährlichsten Ort der Welt! Mill Valley ist ein hübsches, verträumtes Städtchen – denkt man jedenfalls auf den ersten Blick. Doch der Schein trügt! Besonders die Zeit in der Highschool entlarvt sich für so manchen als schwer. So auch für Tristan, dessen Liebesbrief an seinen Schwarm Calista auf Facebook gepostet wurde. Warum hat die Clique um Calista das getan? Und können sie mit den Folgen leben?Lindsey Lee Johnson blickt in ihrem Debütroman "Der gefährlichste Ort der Welt" hinter die Fassade der amerikanischen Gesellschaft. Wenn ihr hier dabei sein wollt, solltet ihr an dieser Leserunde teilnehmen!Hier findet ihr noch mehr Infos zum Buch und den BuchtrailerMehr zum BuchAls Tristan Bloch eines Morgens auf sein Fahrrad steigt und losradelt, auf die Golden Gate Bridge zu, den heißen, schweißnassen Kopf gesenkt, da ahnen wir schon, dass ihn der Verrat seiner Angebeteten, Calista, vernichtet hat. Sein Liebesbrief wurde auf Facebook gepostet, und das war ihre Schuld. Fünf Jahre später: Kurz nach dem dramatischen Ende einer Abschlussparty betrachtet Calista, Tristans erste und letzte große Liebe, in dem Versuch, die Ereignisse zu begreifen, ein altes Klassenfoto – Tristan, lachend, in seinen unmöglichen grellgelben Trainingshosen, der sanfte Dave Chu, der durchtriebene Ryan Harbinger, Baseball-Captain und Schwarm aller Mädchen, Abigail Cress, damals noch Calistas beste Freundin, die später mit einem Lehrer anbandelte, und all die anderen, die mit dem Leben und der Liebe gespielt hatten. Ihre fröhlichen Gesichter täuschen. »Sie taten, was sie konnten, um zu überleben.« Für einen von ihnen war Mill Valley, das verträumte reiche Städtchen über der Bucht von San Francisco, ein vermeintliches Paradies, zur Hölle geworden. Und sie, die zurückblieben, waren vom Leben gezeichnet, noch bevor es richtig begonnen hatte. Lindsey Lee Johnson leuchtet »den gefährlichsten Ort der Welt« aus den verschiedenen Perspektiven ihrer Figuren aus und entlarvt den amerikanischen Traum als die Illusion einer Gesellschaft, die ihrer inneren Leere zu entkommen sucht.>> Hier geht es direkt zur Leseprobe für den ersten EindruckMehr zum AutorLindsey Lee Johnson ist in Marin County in Kalifornien geboren und aufgewachsen. Sie hat einen Master in Professional Writing von der University of Southern California. Johnson unterrichtete unter anderem an der USC, am Clark College und der Portland State University und arbeitete als Tutor in einem privaten Lernzentrum. Derzeit lebt sie mit ihrem Ehemann in Los Angeles.Gemeinsam mit der dtv Verlagsgesellschaft vergeben wir in dieser Leserunde 25 Exemplare von "Der gefährlichste Ort der Welt". Was ihr für dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 29.10. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:   Was haltet ihr vom Teilen persönlicher Inhalte in Social Media?Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten und drücke euch allen ganz fest die Daumen!  Bitte beachte vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden!

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    • 544

    Lovelydream

    15. December 2017 um 16:08
    simone_richter schreibt Der Unfall war absehbar und ich frage mich echt, wieso Damons Eltern ihrem Sohn den BMW wieder überlassen haben. Eindeutig mit die Schuld der Eltern und die Internet-Zeilen dazu finde ich ...

    Sind es immer die Eltern die die schuld tragen? Seine Eltern haben wieder Vertrauen gewonnen, deshalb haben sie ihm das Auto wiedergegeben. Das er ihr Vertrauen ausnutzt konnte man leider nicht ...

  • Die Gefahren in der Jugendzeit

    Der gefährlichste Ort der Welt

    Corsicana

    12. December 2017 um 00:22

    Mill Valley ist ein hübscher Ort im Speckgürtel von San Francisco. Hier ist die Landschaft schön, der Strand nicht weit entfernt, die Häuser teuer - hier wohnen also nur die Gutverdienenden oder die Reichen.Die Kinder, die hier aufwachsen, haben eigentlich optimale Bedingungen. Aber was machen sie daraus? Sind Kindheit und Jugend hier besser als anderswo?Diese Frage beleuchtet die Autorin in ihrem Debütroman aus verschiedenen Blickwinkeln.Da ist Tristan. Intelligent - aber leider vom Aussehen her komplett "uncool". Ohne richtige Freunde.  Das kann auch seine bemühte und liebevolle alleinerziehende Mutter nicht ausgleichen. Und als er einem Mädchen einen Liebesbrief schreibt (weil er glaubt, endlich eine Gleichgesinnte gefunden zu haben), wird dieser auf Facebook veröffentlicht und belacht. Tristan kann dieses Mobbing nicht aushalten - und stürzt sich von der Golden Gate Bridge.Dieser Selbstmord führt zu Hausarresten und Strafen für alle, die sich am Shitstorm beteiligt haben - aber was bewirkt er in den Köpfen dieser jungen Menschen im Laufe der nächsten Jahre?Dies wird am Beispiel von Tristans Schulkameraden gezeigt. Da gibt es den attraktiven Schönling, in den alle Mädchen verliebt sind. Seinen Freund, der viel weniger attraktiv ist und seinen Frust in Gewalt auslebt. Einen eher ruhigen Jungen, der die hohen Erwartungen seiner Eltern an seine Schulkarriere und seine Noten sicher nicht erfüllen kann - und darüber fast verzweifelt. Den intelligenten Jungen, der gegen Geld Tests für die anderen schreibt - aber für sich selbst noch nicht den richtigen Weg gefunden hat.Das wunderschöne Mädchen, das alle beneiden - aber im Grunde ist sie sehr einsam. Das nicht-hübsche, reiche Mädchen, das von den Eltern kaum beachtet wird und sich in eine Affäre mit einem Lehrer flüchtet. Ein nur auf eine Laufbahn als Tänzerin hin lebendes Mädchen - das sich aber privat weit weniger im Griff hat als in der Tanzschule. Sie alle denken manchmal über Tristan nach - aber sind ansonsten viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um richtige Konsequenzen aus dem Geschehen zu ziehen.Und dann gibt es Calista, diejenige, die den Liebesbrief bekommen hat. Sie ist die Einzige, die richtig über den Selbstmord von Tristan nachdenkt, reflektiert und ihren Freundeskreis ändert. Mit ihr beginnt und endet die Geschichte.Alle Jugendlichen sind auf eine gewisse Weise Stereotypen. Das ist das, was man dem Buch vorwerfen kann. Und es gibt eine Menge von stereotypen Katastrophen, die die Jugendlichen erleben (zu viel Alkohol, Verkehrsunfälle, Drogen, Scheidung der Eltern, Partys-die-im-Chaos-enden). So viel auf einmal ist sicherlich (oder hoffentlich?) dann doch nicht die Realität. Oder?Jedenfalls bewahrt auch eine auf den ersten Blick behütete Jugend in einer wohlhabenden Gegend die Jugendlichen nicht vor Fehlentscheidungen und Problemen. Denn nicht der Ort, in dem man aufwächst, ist das Problem. Sondern das Alter - die Jugend. Und deshalb ist die MIttelschule "Der gefährlichste Ort der Welt".In diesem Buch wird die vermeintlich schöne Fassade einer hübschen, wohlhabenden Stadt demaskiert. Zurück bleiben Jugendliche, die sich all zu schnell verlieren im Spannungsfeld zwischen Eltern, Cool-sein und Drogen. Und alles verstärkt dadurch, dass jede Verfehlung auf Social Media dokumentiert wird. Und dadurch um so mehr manifestiert wird.Und die Eltern? Die stehen diesen Mechanismen weitgehend machtlos gegenüber. Sie versuchen zwar (teilweise) den Kontakt zu ihren Kindern zu halten - erwarten aber oft sehr viel von den Kindern. Denn die Eltern haben etwas erreicht. Gute Jobs, ein Haus in einem wohlhabenden Viertel - und die Kinder sollen möglichst noch mehr erreichen. Dieses Buch wäre eine geeignete Schullektüre für die Klassen 5-7, da sowohl die negativen Wirkungen von Social Media als auch die Unsicherheiten von Jugendlichen sehr gut dargestellt werden. Ohne, dass der Zeigefinger erhoben wird. Es wird nur geschildert und beschrieben, die Interpretation kann jeder für sich finden.

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