Rezension zu "Winterrand: Ein Werwolf-Romanze-Reverse-Harem-Roman (Der Purpurne Winter 1)" von Lindsey R. Loucks
KarinJInhalt: Der Winter steht bevor und Aika versucht, hinter ihrer Hütte am Rand des Purpurwalds zu jagen, als ihr Vater vor der Hütte umgeschossen wird. Aika flieht, um ihr Leben zu retten, aber auch das der Nachbarskinder: Ihr Vater hat ihr noch schnell "die Lieferung" zustecken können, die den Lebensunterhalt der kleinen Gemeinschaft während des Winters sichern soll. Doch der Wald ist gefährlich und Aika wird von Wölfen eingekreist - und gerettet.
Bewertung: Die Geschichte hat mich schnell dazu gebracht, mich für sie zu interessieren. Es passiert viel und das Geschehen ist abwechslungsreich. Eine Abenteuergeschichte mit Tragik, Erotik und Werwölfen. Mich hat allerdings von Anfang an auch einiges gestört. Unverständlich war mir zunächst, dass Aika blind ist. Das Erste, was man von ihr gesagt bekommt, ist, dass sie mit Pfeil und Bogen jagt. Dann tastete sie sich an der Hütte entlang, als ob es dunkel geworden wäre, bis Aikas Einschränkung offenbar wird. Ich habe zudem nicht verstanden, wieso ihre Familie sie für nutzlos hielt oder auch sie selbst nicht erkennt, was für ein Kunststück sie da beherrscht, wenn sie blind Jagen geht. Dieser Konflikt wirkte etwas künstlich auf mich. Aufgesetzt wirkte auf mich zudem die Erotik. Ich verstand nicht, wie in dieser Situation der Funke dermaßen schnell überspringen kann, und für mich ergaben sich daraus ein paar unschöne Längen. Nach dem Lesen habe ich gesehen, dass der Roman als Reverse Harem Story beworben wird. Und dann verstehe ich natürlich, dass es einige sexuelle Spannung geben muss. Die Figuren blieben etwas blaß und oberflächlich. Das Ende kam dann plötzlich und ich hatte nicht das Gefühl, dass sie Geschichte an der Stelle ein akzeptables Ende gefunden hatte. Als Leser*in fragt man sich eher: Was machen die denn jetzt?! Und vermutlich ist das kalkuliert (Cliffhanger), weil die Story in zwei Bänden weitergeht. Die Serie heisst "Der Purpurne Winter" und nach dem ersten Teil weiß ich nicht, was an diesem Winter purpur sein könnte. Der Purpurwald ist zwar in der Nähe, aber nicht wirklich der Schauplatz. Ich habe es nicht verstanden. Vieles bleibt angedeutet und mysteriös z.B. die Gefährlichkeit des Waldes. Mit diesem Wald ging es sowieso durcheinander: Purpurwald, Karminwald, Crimson Forest - erst mit der Zeit kam ich darauf, dass das wohl alles eins und dasselbe ist. Sehr gestört hat mich die Übersetzung, die immer wieder dafür sorgte, dass ich anhielt, um zu überlegen, was gemeint ist. Zum Beispiel: gefrorener Zuckersirup - ich bin mir sicher, dass damit Zuckerguss gemeint ist, der im Englischen icing oder frosting genannt wird. Solche Stellen gibt es im Buch zuhauf. Nach etwas Grübeln stellt man oft fest, dass etwas wörtlich übersetzt wurde, was wörtlich aber keinen Sinn macht z. B. die Längeneinheit feet mit Füße widerzugeben. Ich denke, ich mag den Rest der Serie nicht lesen, und gebe dem Roman deshalb 2 Sterne.











