Bei „Der Trailer“ handelt es sich um den ersten Band einer insgesamt dreiteiligen Reihe rund um das Camp Donkerbloem. Vor 15 Jahren verschwand eine junge Frau spurlos, und bis heute ist nicht bekannt, was damals mit ihr passiert ist. Dank eines Podcasts, an dem die Kommissarin Frieda teilnimmt, kommt der Fall erneut ins Rollen.
Der Einstieg beginnt mit Lisa im Jahr 2011 – dem Jahr ihres Verschwindens. Sie sieht und hört Dinge, die sie sich nicht erklären kann, und möchte einfach nur fliehen. Schon in den ersten Zeilen spürt man die Angst und Beklemmung, denen Lisa ausgesetzt ist. Sie flieht, doch was dann mit ihr geschieht, bleibt ein Rätsel.
Gegenwart, Hamburg: Kommissarin Frieda Stahnke kommt ins Spiel. Sie kannte Lisa flüchtig und möchte nun, da sie an dem Podcast teilnimmt, Licht ins Dunkel bringen. Zwar ist sie suspendiert, was sie allerdings nicht davon abhält, eigene Ermittlungen anzustellen.
Köln: Unser letzter Protagonist ist Wout. Welche Rolle er genau spielt, war für mich zunächst lange Zeit nicht ersichtlich, und sein Auftauchen wirft erst einmal mehr Fragen auf, als es beantwortet.
Alle Charaktere wirkten auf mich anfänglich etwas klischeehaft, doch nach und nach entwickeln sie eine gewisse Tiefe, und ihre Beweggründe werden klarer. Das Zusammenführen sämtlicher Protagonisten fand ich äußerst gelungen. Trotz ihrer unterschiedlichen Persönlichkeiten harmoniert das Zusammenspiel sehr gut. Gerade durch die ständigen Wechsel zwischen den Figuren baut sich langsam, aber stetig Spannung auf. Der Autor nimmt sich bewusst Zeit, die Charaktere näherzubringen, ihre Handlungen zu erklären und ihre Beweggründe nachvollziehbar zu machen.
In gewissen Abständen kommt noch eine weitere Perspektive hinzu: Er. Seine Kapitel bilden das genaue Gegenteil zu den übrigen Handlungssträngen – sie werden zunehmend brutaler, blutiger und dramatischer.
Erst im guten letzten Drittel steigt die Spannung dramatisch an und der Autor hat einen letzten Plot eingebaut der nicht zu erahnen war. Das Ende endet natürlich mit einem fiesen Cliffhanger und ich bin quasi gezwungen auch den zweiten Band "das Camp" zu lesen.





































