Linus Reichlin

 3.9 Sterne bei 140 Bewertungen
Autor von Die Sehnsucht der Atome, Der Assistent der Sterne und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Linus Reichlin

Linus Reichlin, geboren 1957, lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für seinen in mehrere Sprachen übersetzten Debütroman "Die Sehnsucht der Atome" erhielt er den Deutschen Krimi-Preis 2009. Sein Roman "Der Assistent der Sterne" (2010) wurde zum "Wissenschaftsbuch des Jahres 2010 (Sparte Unterhaltung)" gewählt. Zuletzt erschien "Das Leuchten in der Ferne" (2012), ein Roman über einen Kriegsreporter in Afghanistan – "das ist große Literatur, und dann auch noch spannend erählt" (FAZ).

Alle Bücher von Linus Reichlin

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Die Sehnsucht der Atome

Die Sehnsucht der Atome

 (40)
Erschienen am 11.01.2010
Der Assistent der Sterne

Der Assistent der Sterne

 (39)
Erschienen am 23.09.2010
In einem anderen Leben

In einem anderen Leben

 (21)
Erschienen am 10.11.2016
Das Leuchten in der Ferne

Das Leuchten in der Ferne

 (16)
Erschienen am 14.02.2013
Er

Er

 (17)
Erschienen am 14.05.2012
Manitoba

Manitoba

 (4)
Erschienen am 08.09.2016

Neue Rezensionen zu Linus Reichlin

Neu

Rezension zu "Er" von Linus Reichlin

Hannes Jensen und die Liebe
gaby2707vor 10 Monaten

Hannes Jensen, der ehemalige Inspecteur der Polizei in Brügge hat sich langsam an die Einsamkeit mit Hund gewöhnt. Seine blinde Freundin Annick, die ihn jahrelang betrogen hatte, hat ihn Richtung New York verlassen, ihm aber ihren Blindenhund dagelassen, der sich nun an Jensen gewöhnen muss. Als Jensen zur Beerdigung seiner Schwester Franziska nach Berlin reist, lernt er in einem Blumenladen Lea kennen. Senen Hund vergsst er, angebunden vor dem Blumemladen. Lea erbarmt sich des armen Geschöpfes und so kommen sich Lea und Hannes über den Blindenhund, den Lea gerne für ihre Tochter Toni hätte, näher. Aber Jensen scheint nicht für die Liebe gemacht zu sein. Er wittert auch bei Lea einen Anderen. Eifersucht macht sich breit und lässt Jensen nicht mehr los.

Lea, die auf einer kleinen schottischen Insel geboren und mit 17 schwanger wurde, sollte zwangsverheiratet werden und ist damals nach Berlin geflohen. Ihre Kontakte zur Heimat hat sie abgebrochen. "Er" ist der zweite Mann in Leas Leben, den Jensen meint unbedingt finden zu müssen.


Lea ist diejenige, die die beiden Erzählstränge der Geschichte zusammen hält. Da ich Hannes Jensen erst hier kennenlerne, habe ich noch kein Bild von ihm. Leider bekomme ich das auch nicht, als die Geschichte auserzählt ist. Er wirkt auf mich blass, emotionslos ausser der Eifersucht, die ihn um treibt.


Linus Reichlin versteht es meisterhaft die zwei Handlungsstränge, die vorerst jeder für sich steht, ganz langsam miteinander zu verknüpfen, wobei ich das Gefühl hatte, dass Lea hier sehr viel mehr Raum einnimmt als Jensen.


Obwohl ich diese Geschichte nicht als Krimi einstufen würde, baut sich doch durch Jensens Eifersucht und vor allem durch die Zeitenwechsel eine differenzierte Spannung auf, die ich manchmal meine greifen zu können.


Ich gestehe, dass ich anfangs recht mühselig in die Geschichte hinein gekommen bin. Aber gut, dass ich nicht aufgegeben habe. Als ich mich an den Erzählstil gewöhnt hatte, kam bei mir eine richtige Lust auf weiterzulesen um endlich dem Geheimnis von Lea auf den Grund zu kommen. Es hat sich gelohnt, diesen charakterstarken, sehr ruhigen und berührenden Roman bis zum Ende zu verfolgen.


Hier geht es nicht um kriminalistische Spitzfindigkeiten, sondern um eine spannende Geschichte über Gefühle, Eifersucht und die Qual, sie zu überwinden um die Liebe vorbehaltlos genießen zu können.

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Rezension zu "Manitoba" von Linus Reichlin

Manitoba
Malachyvor 2 Jahren

Für das Histo Journal habe ich den Roman besprochen: Manitoba ist kein historischer Roman. Und doch passt er gut in unser Konzept. Denn Manitoba ist ein Roman über Geschichte, ihre Bedeutung im Großen wie im Kleinen, über die Vergangenheit und die Erinnerung an vergangenes, im engen und im weiten, ja weitesten Sinne. Damit wird »Manitoba« zu einem Roman über Identität, über ihr Wesen und ihre Bedeutung. http://www.histojournal.de/manitoba/

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Rezension zu "Manitoba" von Linus Reichlin

Ein Buch, das nachhallt- über Herkunft, Vergangenheit, Wurzeln- lädt ein zum Philosophieren
Buchraettinvor 2 Jahren

Ein Schriftsteller auf dem Weg nach Manitoba. Er sucht seine Wurzeln. Sein Urgroßvater war ein Indianer. Der Ich- Erzähler begibt sich auf eine Art Reise in die Vergangenheit.

Es wird eine Art Konflikt hier dargestellt. Da ist einerseits die Frage, wer sind wir? Definieren wir uns über unsere Großeltern, Eltern, Kinder?

Der Ich-Erzähler versucht ein Buch über seine Vorfahren zu schreiben. Sein Urgroßvater war ein Indianer. Es wird in dem Buch immer wieder über Indianer gesprochen. Er selbst wurde in der Schweiz geboren, lebt aber in Berlin. Was ist er? Ein Indianer vom Stamm seines Urgroßvaters?

Dann ist noch ein Konflikt zu erkennen. Der Ich- Erzähler ist Schriftsteller. Sein Sohn auch. Erfolgreicher, wie es scheint. Auch hier kommt die Distanz zum Sohn, das Nachdenken über das Schreiben, seine Arbeit, die wenigen Gespräche mit dem Sohn sehr als gut als Konflikt durch.

Es gibt viele Sätze in dem Buch, die mir sehr gut gefallen haben. Sie sind eher kurz, prägnant, aber treffend. Sätze zum Nachdenken, die ich als Lese aber auch laut gelesen habe, da sie so schön nachhallen und zum Nachdenken anregen, weil sie auch eine tiefe Aussagekraft besitzen.  Aber auch die Geschichte an sich hat mich in ihren Bann gezogen. Es war anspruchsvoll, fesselnd und nachdenklich zu lesen. Ein wenig philosophisch. „Wer sind wir“, „ Was macht uns aus“. Wie bestimmt unsere Herkunft unser Leben?

Ich mag es, wenn in Büchern über andere Bücher erzählt wird, wie hier z.B. über Werke von Kafka.

Ein Buch, das nachhallt- über Herkunft, Vergangenheit, Wurzeln- lädt ein zum Philosophieren über das Leben.

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Gespräche aus der Community

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Liebe Lesefreunde,

in diesen Tagen erscheint Linus Reichlins neuer Roman In einem anderen Leben bei Galiani Berlin, und wir möchten euch zu einer Leserunde einladen – an der wir auch selbst teilnehmen und für Diskussionen zur Verfügung stehen werden.

»Man kann nicht auf dem neuen Schiff die Segel hissen, wenn am Ufer jemand steht und ruft, erinnerst du dich noch, wie du letztes Mal gekentert bist?«

Als er noch ein Kind war, kamen ihm seine Eltern oft wie Richard Burton und Liz Taylor vor. Sie waren das schillernde Paar in einer spießigen Umgebung: schön, erfolgreich, voller Leidenschaft – und ständig flogen die Teller durch die Luft. Der Ehekrieg tobte, bis ein tragischer Unfall ihm ein Ende setzte. Und mittendrin: er, Luis.

Zwanzig Jahre später, Luis lebt schon lange in einem anderen Land und einem anderen Leben, lässt ein Zufall die Erinnerung an seine Jugendjahre wieder aufleben: In einer Berliner Galerie sieht er das von ihm gefälschte Gemälde, das auf fatale Weise mit dem Tod seiner Mutter verknüpft war.

Luis, ein Meister der Verdrängung, hatte damals alle Familienbande radikal gekappt. Sein Vater war eine Enttäuschung, einer, der sich am Whiskyglas festhielt und von der Bärenjagd träumte. Die unerwartete Wiederbegegnung mit dem Gemälde wirkt wie ein Wink des Schicksals, sich endlich der Vergangenheit zu stellen, die ihn, seine Beziehungen und vor allem ihr Scheitern, stärker bestimmt, als er sich eingestehen will. Und so beginnt für Luis eine Erinnerungsreise zu seinen Anfängen, zu seinen drei wichtigen Beziehungen und seinen Versuchen, den richtigen Rhythmus für sich in der Welt zu finden. Eine Reise, an deren Ende er – vielleicht – den richtigen Takt finden wird …

Mitreißend und berührend – Linus Reichlins großer Roman über Familienbande und die Fallstricke der Erinnerung.



Einen kleinen Vorgeschmack bietet dieser Buchtrailer, der vom Autor selbst stammt:

###YOUTUBE-ID=6Z5CjnPNEB0###

Wir suchen neugierige Leserinnen und Leser, die In einem anderen Leben gerne lesen und eine Rezension dazu schreiben möchten. Hierfür verlosen wir 10 Exemplare des Buches bzw. eBooks - je nachdem, wie ihr lieber lesen möchtet.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Lesezeit. Natürlich sind auch diejenigen herzlich eingeladen, die sich das Buch selbst beschaffen und mit uns mitlesen wollen.



Linus Reichlin, geboren 1957, lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für seinen in mehrere Sprachen übersetzten Debütroman Die Sehnsucht der Atome erhielt er den Deutschen Krimi-Preis 2009. Sein Roman Der Assistent der Sterne (2010) wurde zum "Wissenschaftsbuch des Jahres 2010 (Sparte Unterhaltung)" gewählt. Zuletzt erschien Das Leuchten in der Ferne (2012), ein Roman über einen Kriegsreporter in Afghanistan – »das ist große Literatur, und dann auch noch spannend erählt« (FAZ).

Autorenfoto: © Susanne Schleyer
S
Letzter Beitrag von  sabine399vor 4 Jahren
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Zusätzliche Informationen

Linus Reichlin wurde am 09. Juni 1957 in Aarau (Schweiz) geboren.

Linus Reichlin im Netz:

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auf 28 Wunschlisten

von 2 Lesern gefolgt

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