Linus Reichlin Der Assistent der Sterne

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Inhaltsangabe zu „Der Assistent der Sterne“ von Linus Reichlin

»›Der Assistent der Sterne‹ ist spannend, geistreich und manchmal fast philosophisch.« Brigitte In seinem zweiten Buch sprengt der Krimipreisträger 2009 erneut die Genre-Grenzen! Hannes Jensen, ehemaliger Inspecteur der Polizei von Brügge, hat einen fatalen Fehler gemacht: Während eines Seminars in Island schläft er mit einer Frau, die er kaum kennt. Als er nach Brügge zurückkehrt, zu Annick, die er liebt, trägt er am Hals noch die Spuren jener Nacht in Island: Die Frau hat ihn gebissen, und dieser Liebesbiss entzündet sich. Jensen versucht, ihn mit einem Kaschmirschal zu verdecken. Annick den Fehltritt zu gestehen, hält er für schädlich: Es würde nur die Beziehung gefährden, die ohnehin auf wackligen Füßen steht. Außerdem hat Annick im Augenblick andere Probleme, in die sie Jensen nach seiner Rückkehr einweiht: Ihrer besten Freundin geht es nicht gut. Ein Féticheur, ein afrikanischer Wahrsager, hat ihr prophezeit, dass ihre einzige Tochter von einem Mann getötet werden wird, der ein Mal am Hals trägt. Jensen, ein leidenschaftlicher Hobby-Physiker, glaubt nicht ans Schicksal. Seiner Meinung nach ist das Leben eine Abfolge von Zufällen, nichts ist vorbestimmt. Aber die Ereignisse der nächsten Tage lassen ihn an seinem Weltbild zweifeln. Es scheint, als bekomme der Féticheur mit seiner Prophezeiung recht. Je mehr sich Jensen gegen die schicksalhaften Verstrickungen wehrt, in die er gerät, desto weniger kann er ihnen entfliehen. Ein Roman über Schicksal und Zufall, über Liebe und Betrug – spannend bis zum Schluss.

Intelligenter Krimi, sehr spannend.

— Namoras
Namoras

Quantenphysik, Philosophie, ein abgehafteter Kommissar, eine stringente Handlung und so ganz nebenbei der Sinn des Lebens.

— Monsignore
Monsignore

Die Spoiler im Klappentext haben leider viele Überraschungen vorweg genommen. Konnte mich nicht so sehr begeistern wie der erste Teil

— Aleshanee
Aleshanee

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  • Seltenes Krimivergnügen mit Tiefgang ...

    Der Assistent der Sterne
    Monsignore

    Monsignore

    19. May 2015 um 21:47

    Einen guten Krimi will man lesen. Nicht irgendeinen. Story und Tiefgang soll er haben. Gedanken, denen man nachschnüffeln kann. Und dann das: Quantenphysik. Horror jedes Schülers, der noch einigermaßen seine Jugendsinne beisammen hat. Doch was muss ich sagen: Hochspannend! Eine ungewöhnlich und raffiniert gesponnene Story. Und das geschah mir noch nie: Bis zu Schluss war es mir geradezu gleichgültig, wer der Täter war. Zugegeben, ein Täter kam sowieso erst ab Mitte des Buches in Betracht. Und dann liest man Sätze wie die: "Fleisch war eines der verletzlichsten Materialien im Universum, nur schon einem Holzsplitter hielt es nicht stand. Ein immenser Energieaufwand war nötig, um Fleisch daran zu hindern, das zu tun, was es am besten konnte: zu zerfallen. Fleisch war eine Ideotie der Natur." Das Buch ist voll mit Sätzen wie diesen. So ganz nebenbei. Neben einer  hochspannenden Story mit gelungenen Charakteren und einer Grundstimmung, die dem Menschsein nichts Gutes verheißt ...

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  • Den ersten Band fand ich besser

    Der Assistent der Sterne
    Aleshanee

    Aleshanee

    24. March 2015 um 07:55

    Zum Inhalt (Achtung Spoiler zu Band 1) 7 Monate später - Hannes Jensen ist in seinem Vorruhestand, doch so wirklich glücklich scheint er nicht. Annick O´Hara, die er durch den letzten Fall kennengelernt hat, erwartet von ihm ein Kind, doch sie bleibt immer noch unnahbar und sieht ihre Zukunft nicht in einem trauten Heim. Als Jensen zu einem Privatseminar über Physik in Island eingeladen wird, nimmt er gerne an, obwohl sein Hobby durch die neuen Ereignisse in seinem Leben etwas in den Hintergrund geraten ist. Die Chance will er sich trotzdem nicht entgehen lassen. Schweren Herzens lässt er Annick in Brügge zurück. Hätte er gewusst, welche unerwarteten Wendungen ihn in Rejkjavik erwarten, hätte er sicher anders entschieden ... Meine Meinung Ich hab mich wirklich geärgert, weil hier der Klappentext mal wieder extrem spoilert. Die Hälfte der grundlegenden Handlung wurde verraten und hat mir somit komplett die Überraschungsmomente geklaut. Dadurch bin ich mit anderen Erwartungen an das Buch rangegangen, dachte, der Klappentext wird kurz abgehandelt und hab immer drauf gewartet, wann jetzt denn etwas neues passiert. Das hat sich leider ganz schön hingezogen. Im Nachhinein fand ich auch die Ereignisse zu Beginn etwas unglücklich gewählt. Der Schreibstil ist allerdings wieder sehr fesselnd und es entwickelt sich auch hier eine ganz besondere Atmosphäre. Auch die kleinen Gedankenspielchen von Hannes Jensen über physikalische Reaktionen und ihr Bezug auf philosophische Fragen fand ich sehr interessant! In diesem Band spricht der Autor damit hauptsächlich das Schicksal an, den Zufall und ob die Zukunft wirklich vorausschaubar ist oder nicht. Es gibt einen kleinen Einstieg in die Relativitätstheorie - kurz, knapp und präzise zusammen gefasst, was bei mir wieder das Interesse geweckt hat. Ich finde solche physikalischen Gesetzmäßigkeiten und ihr Bezugauf die Philosophie ja extrem spannend! Das Leben von Hannes Jensen scheint sich in eine sehr verfahrene Situation zu entwickeln. Auch die Beziehung zu Annick ist äußerst kompliziert, dabei möchte er einfach nur eine Familie, für die er da sein kann. Annick ist allerdings hin- und hergerissen zwischen persönlicher Freiheit und Eigenständigkeit entgegen der sich aus der Situation ergebenden Abhängigkeit; auf andere Rücksicht zu nehmen, zumindest was Hannes betrifft, ist nicht gerade ihre Stärke. Der Fall selbst ist verstrickt und wieder mit etwas Übersinnlichem verwoben, bei dem selbst Hannes Jensen zweifelt, was er denn nun glauben soll. Am Ende zieht es sich ein bisschen, aber die Aufklärung war dann für mich doch überraschend. Fazit Da der Klappentext sehr gespoilert hat, war das Lesevergnügen am Anfang etwas gebremst. Das ungewöhnliche und überraschende hat mich dann aber doch fasziniert, trotzdem konnte es mich nicht ganz so begeistern wie bei Band 1. © Aleshanee Weltenwanderer Hannes Jensen 1 - Die Sehnsucht der Atome 2 - Der Assistent der Sterne 3 - Er

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  • Rezension zu "Der Assistent der Sterne" von Linus Reichlin

    Der Assistent der Sterne
    Phil Decker

    Phil Decker

    25. November 2011 um 10:22

    Reichlin schreibt Krimis anders. War schon vondem ersten Band begeistert und auch jetzt hat mich diese Geschichte um Ex-Kommissar Jensen wieder gebannt. Vor allem gefällt mir, daß er diese Mega-Dialoge auslässt und dafür mehr in Handlung und Personen investiert. War also ein Lesevergnügen und ich habe es in zwei Tagen abgeschlossen.

  • Rezension zu "Der Assistent der Sterne" von Linus Reichlin

    Der Assistent der Sterne
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    05. October 2011 um 21:41

    Ein sehr seltsames Buch... Band 2 nach "Die Sehnsucht der Atome". Den 1. Band kenne ich allerdings nicht, was mich nicht davon abhielt, dieses Buch unbedingt lesen zu müssen. Ich hatte früher mal Physik studiert und finde die ganze thematik gerade Astrophysik unendlich spannend. Schon der Titel reichte aus, dieses Buch in den Himmel zu heben... allerdings liess der Absturz nicht lange auf sich warten. Hatte ich mich gefreut einen "Island-Krimi" mit Einschüben der physikalischen Gesetzte und Wiederholung interessanter Aspekte der Relativitätstheorie zu lesen, so musste ich schon zu Beginn der Lektüre feststellen, dass ich einen völlig konfusen, holprigen, unglaubwürdigen Roman in den Händen hielt. Ich glaube, ich habe noch niemals so ewig lange für einen einzigen Krimi benötigt an Lesezeit, hatte so wenig Spass an einer erfundenen Geschichte, den 3. Stern habe ich auch wirklich nur wegen der wenigen logischen Ansätze der Physik und des Alt-werdens vergeben! So, zum Inhalt: Hannes Jensen, bekannt aus dem 1. Band, möchte nach Island zu einem phsikalischen Projekt, zu dem er eingeladen wurde. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass der Physik-Professor, der zu diesem Projekt eingeladen hatte, nicht wirklich Interesse hat, über Physik zu sprechen, und Jensen beschliesst, sofort nach Hause zurück zu kehren. Dort wartet seine neue, blinde Freundin Annik auf ihn, die von ihm schwanger ist und noch am Überlegen ist, ob sie das Kind austragen möchte. Im Hotel am Flughafen verführt ihn eine andere geflüchtete Teilnehmerin, wobei es beim Beischlaf zu einer Bisswunde am Hals kommt. Diese entzündet sich heftig und Jensen bekommt ernsthaft Probleme, denn Anniks ältere Freundin hatte vom Wahsager erfahren, dass ein Mann mit Mal am Hals ihre tochter töten wird. Verworren und unglaubwürdig? Das ist noch nichts gegen den Inhalt des kompletten Buches. Der einzige, vielleicht interessante Ansatz, der hier aber -meiner Meinung nach- völlig unterging, ist dieser Gegensatz zwischen Hobby-Physiker, für den alles logisch und errechenbar, nachvollziehbar und reproduzierbar ist, und derTatsache, dass sich Dinge ereignen, die eben als Prophezeiung vorausgesagt wurden und den physikalischen Gesetzen völlig widersprechen.... Naja, man mache sich einfach selbst ein Bild, ich bin enttäuscht und möchte in dieser Richtung auch weder den 1. noch einen weiteren Band lesen.

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  • Rezension zu "Der Assistent der Sterne" von Linus Reichlin

    Der Assistent der Sterne
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    28. July 2011 um 17:13

    Sein Kriminalromandebüt "Die Sehnsucht der Atome" war ein sensationeller Erfolg, für den der ehemaligen Journalist Linus Reichlin 2009 den Deutschen Krimipreis erhalten hat. Auch in dem vorliegenden neuen Roman begegnet der Leser wieder Hannes Jensen, einen ehemaligen Polizeiinspektor in Brügge. Seien Leidenschaft für Quantenphysik hat ihn seinen Job an Nagel hängen lassen, doch auch in der Pension wird er mit einem neuen Fall konfroniert. Das Buch beginnt mit einem Fehler, den Jensen gemacht hat. Während eines gründlich schiefgegangenen Physikseminars in Island hat er mit einer Frau geschlafen, die er eigentlich gar nicht mochte. Wieder zu Hause, wird er mit einem seltsamen Fall konfrontiert. Die Haushälterin seiner Freundin war bei einem afrikanischen Wahrsager, der ihr mitteilte, dass ihre Tochter im nächsten Sommer sterben wird. Der gleiche Afrikaner hatte Jensen bereits vor seiner Islandreise gewarnt, er solle sich vor einer Frau namens Vera Lachaert in Acht nehmen. Und genauso heißt die unglückliche Tochter. Zufall? Jensen, Hobbyphysiker, mag das nicht glauben. Immer wieder gespickt, mit wissenschaftlichen Kommentaren, die man auch überlesen kann, führt Reichlin seinen Protagonisten durch einen spannenden Fall, in dem er sogar selbst unter Mordverdacht gerät.

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  • Rezension zu "Der Assistent der Sterne" von Linus Reichlin

    Der Assistent der Sterne
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. January 2011 um 14:01

    Die Geschichte beginnt mit einer seltsamen Begebenheit. Jensen - ehemals Polizist - wird zu einem Physikseminar in Island eingeladen. Zunächst ist er skeptisch, weil er sich in dem Kurs, der Grundlage für dieses Seminar ist, nicht sonderlich hervor getan hat. Aber da er sich seinem neuen Interessensgebiet voll und ganz verschrieben hat, willigt er ein und fliegt nach Island. Dort angekommen wird er vom Seminarleiter mit dessen bockiger Freundin und einem weiteren Teilnehmer in einen Wagen gesetzt und in die abgelegene, eisige Wildnis Islands gefahren. In eine Hütte ohne Fensterdichtungen, Strom nur von einem Generator und der Option, sich für Wochen nur von Konservenfraß zu ernähren. Jensen flieht. Die Geliebte des Professors im Schlepptau. Am Punkt einer überstürzten Liebesnacht im Hotel in Island verschmelzen die Vorgeschichte, das Seminar und der aufreibende Kriminalfall. Auf welche Art und Weise und warum Jensen auf die Prophezeiung eines Fremden besser hätte hören sollen, stellt sich erst später heraus. Mir hat Reichlins Roman sehr gut gefallen. Vor allem auch deshalb, weil ich erst gegen Ende auf dem Klappentext gelesen habe, dass er als Krimi gewertet wird. Diese Einteilung wäre mir nicht unbedingt eingefallen, obwohl die Geschichte sehr vielschichtig und spannend ist und es auch um mehrere Todesopfer geht. Für mich bestand der Reiz der Geschichte in den aufgebauten Stimmungen, der Verwebung von Jensens Privatgeschichte, düsteren Prophezeiungen und spannenden Entwicklungen, denen man trotz der vielen Erzählstränge sehr gut folgen kann. 'Der Assistent der Sterne' ist der zweite Band der Jensen-Reihe, aber ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass man ihn auch einzeln lesen kann, ohne die Vorgeschichte zu kennen. Zu empfehlen! Und bereits auch im Taschenbuch erschienen.

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  • Rezension zu "Der Assistent der Sterne" von Linus Reichlin

    Der Assistent der Sterne
    Die Buchprüferin

    Die Buchprüferin

    13. November 2010 um 12:10

    KURZ GESAGT: Antreten zum Gruseln. Nachdem er schon eine rätselhafte Warnung von einem Fremden erhalten hat, fährt der ehemalige Brügger Inspecteur Hannes Jensen zu einem Physikseminar, das ausgerechnet in Island stattfinden soll und sich dort zwischen Gletscher und praktisch unüberquerbarer Eispiste anlässt wie eine Miniaturvariante von "Shining". Dummerweise fügt Jensen dem Ganzen noch einen verheerenden Fehler hinzu: Er schläft mit der Geliebten des Seminarleiters. Und sie beißt ihn in den Hals. Was wie ein Psychothriller mit Elementen von Horror und Vampirroman beginnt, wird nach der leicht nordlichternden Einleitung zum spannenden (Ausnahme-)Krimi. Jensen versucht nicht nur, den heftig entzündeten Biss vor seiner Geliebten, der blinden Annick, zu verbergen, sondern ihr auch mit einem Problem zu helfen, das ihn, man ahnt es, wieder mit den Ereignissen vom Anfang in Kontakt bringt. Wie es ihm gelingt, mit Annicks später Schwangerschaft, verschwundenen Frauen und Fetischen zu jonglieren, ist manchmal ein bisschen verzickt (Annicks Art hat mich im ersten Buch schon genervt), manchmal ein bisschen komisch und auf jeden Fall lesenswert. Meint zumindest die Buchprüferin.

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  • Rezension zu "Der Assistent der Sterne" von Linus Reichlin

    Der Assistent der Sterne
    StellaCometa

    StellaCometa

    30. September 2010 um 20:16

    Zum Inhalt: Hannes Jensen (51 Jahre) hat sich frühzeitig pensionieren lassen, um seinem Hobby zu frönen: Physik. Als er von Jan De Reuse, einem Professor der Physik (Universität von Antwerpen), die Einladung erhält, an einem Privatseminar teilzunehmen, ist er also mächtig stolz auf dieses Privileg. Seine Freude währt allerdings nicht lange, denn schon am ersten Abend in Reykjavík kommen die ersten Zweifel auf ... Jensen zieht es zurück nach Brügge, zurück zu seinem gewohnten Leben und zu seiner schwangeren Freundin, Annick O’Hara. Doch nicht alleine tritt er die schwierige Rückreise an, er wird begleitet von Ilunga Likasi, der Assistentin (und zugleich Geliebten) des Professors. Es kommt zum Seitensprung. Dummerweise trägt Jensen ein „Souvenir“ davon: Eine Bisswunde am Hals. Wie soll er dies nur Annick erklären? Besser gar nicht, beschließt Jensen ... Hilfreich ist dabei, dass seine Freundin blind ist – die Spuren an seinem Hals bleiben ihr demnach verborgen. Außerdem hat Annick ganz andere Sorgen, denn ein Féticheur, ein afrikanischer Wahrsager, hat ihrer besten Freundin den Tod der Tochter vorhergesagt. Als Hobby-Physiker glaubt Jensen natürlich nicht an solche Prophezeiungen – merkwürdig ist aber, dass der Täter ein Mal am Hals tragen soll ... Auch die Geschehnisse der folgenden Tage lassen ihn zweifeln: Ist die Zukunft etwa doch vorhersehbar? . Ein Roman über Schicksal und Zufall, über Liebe und Betrug – so heißt es (Zitat: Buchrücken) und in der Tat finden wir im 2. Jensen-Krimi „Der Assistent der Sterne“ all jenes und noch mehr ... Vorhersehung, Gefahr, Selbstzweifel, Hoffnung, Erinnerungen ... Eine tolle Mischung und (für mich zumindest) völlig untypisch für einen Krimi. Gibt es Genre-Grenzen? Für den Autor Linus Reichlin definitiv nicht! . Der Roman ist nicht fesselnd, nicht raffiniert. Es gibt keine verstümmelten Leichen oder spannende Kämpfe. Nicht einmal ein aufregendes, überraschendes Finale. Und trotzdem ist die Geschichte von Hannes Jensen einnehmend, eben in einer ruhigen Art und Weise. Denn es geht vielmehr um die Protagonisten selbst. Um das Miteinander, die Zusammenhänge und um die Frage(n) „Hätte ... wäre ... wenn ...?“ . Wir begleiten den ehemaligen Polizisten in einem verwirrenden Kapitel seines Lebens, das menschliche Verfehlungen und allerlei physikalische Überlegungen innehält. Obwohl die Geschichte nicht in der Ich-Perspektive geschrieben ist, werden dem Leser ausschließlich die Gedankengänge von Jensen offenbart. . Mein Fazit: Die Protagonisten sind skurril, die Geschichte kurios und nicht unbedingt nachhaltig – dennoch ist dieser Krimi wirklich lesenswert und unterhaltsam.

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  • Rezension zu "Der Assistent der Sterne" von Linus Reichlin

    Der Assistent der Sterne
    walli007

    walli007

    28. August 2010 um 11:59

    Der zweite Fall von Ex-Kommissar Hannes Jensen führt diesen zunächst nach Island. Dort ist er von seinem Physik-Professor zu einem Seminar eingeladen worden. Geschmeichelt macht er sich auf den Weg, doch schon bei der Ankunft des Professors merkt er, dass ihm dieser total unsympathisch ist. Die beiden Seminarteilnehmer, die am nächsten Tag eintreffen, machen die Lage nicht besser. Die Assistentin des Professors scheint zum Einen enger mit diesem befreundet zu sein, doch treten in der Beziehung Auflösungserscheinungen zu Tage. Alles in Allem führt es dazu, dass Jensen gemeinsam mit der Assistentin nach Reykjavik fast schon flüchtet. Bevor die beiden nach Belgien zurück kehren landen sie für ein Abenteuer im Bett. Mit einer unschönen Bisswunde am Hals landet Jensen in Brügge. Zwar will er den Fehltritt seiner Freundin alsbald beichten, doch diese hat eine andere Aufgabe für ihn und außerdem ist sie blind.... Bereits der erste Krimi um Hannes Jensen hatte mir ausgesprochen gut gefallen und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Der Aufhänger ist zwar etwas außergewöhnlich, doch ist die Story darum so gut aufgebaut, dass es für mich schnell unbedeutend wurde, ob ich das nun glauben kann oder nicht. Die Zusammenhänge scheinen zunächst sehr verschlungen, doch löst sich alles zum Ende, so dass kaum Fragen offen bleiben. Das Ganze wird mit Witz und Spannung serviert und so entsteht ein tolles Krimigericht, dass jedem passionierten Krimi-Freund zum Probieren empfohlen sei.

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  • Rezension zu "Der Assistent der Sterne" von Linus Reichlin

    Der Assistent der Sterne
    savanna

    savanna

    13. May 2010 um 16:45

    Naturwissenschaftler vertrauen den Fakten und belächeln die Spiritualität – so das gängige Vorurteil. Tatsächlich scheinen sich Menschen schwerpunktmäßig einer Gruppierung zu zuordnen, seien es die Logiker oder die Esoteriker. Was jedoch zwischen diesen beiden Extremen der Quantenphysik hier und des Fetischismus dort bestehen könnte, wird dem Leser der Neuerscheinung „Der Assistent der Sterne“ quasi als Denksportaufgabe mit auf den Weg gegeben. Der schweizer Autor Linus Reichlin setzt dazu den früheren Polizisten Hannes Jensen in den Mittelpunkt einer Reihe aberwitziger Entwicklungen. So findet sich Jensen in einem abgelegenen Haus im ländlichen Island wieder, um an einem exklusiven Privatseminar seines Volkshochschulkurses in Physik teilzunehmen. Doch statt 'gelebter Physik' scheint der Fokus dieser Exkursion vor allem auf der Affäre zwischen dem Professor und seiner Assistentin zu liegen. Genervt bricht Jensen diese Studienfahrt ab, jedoch nicht ohne ebenfalls eine gemeinsame Nacht mit der exotischen jungen Frau zu verbringen. Im Eifer der Leidenschaften wird Jensen von eben dieser grob in den Hals gebissen. Dieses äußere Zeichen seiner Untreue versucht er seiner Freundin Annik gegenüber so gut es geht zu vertuschen. Annik jedoch hat gänzlich andere Sorgen, die von ihrer völlig aufgelösten Haushälterin ausgehen: Ein ghanaischer Fetischeur hat just den Tod ihrer Tochter prophezeit. Als Jensen erfährt, dass ausgerechnet ein Mann mit einem sichtbaren Mal am Hals für den baldigen Tod ihrer Tochter verantwortlich sein soll, stutzt er. Auch er wurde vor seiner Abreise nach Island von einem wildfremden Schwarzafrikaner angesprochen, der ihn vor der Begegnung mit einer unbekannten Frau warnen wollte. Jensen, ganz logisch denkender Naturwissenschaftler, wollte dieser Begegnung jedoch keinerlei Bedeutung beimessen. Über die Prophezeiungen des Ghanaen, die Verwandtschaftsverhältnisse der Haushälterin und nicht zuletzt die Skepsis von Jensen folgt der Leser weiteren unerwarteten Wendungen. Das Buch erscheint wie ein Potpourri aus spannendem Krimi, kreativer Belletristik und einem 'Was ist was-Sonderheft Physik'. Es sind vor allem die Passagen über physikalische Prozesse und philosophische Ansätze, die den Irren und Wirren um Jensens Person eine enorme Tiefe verleihen. Der Leser wird entlang geführt an einer Verkettung von Ereignissen, die so oder auch ganz anders verlaufen könnten. Die oft vielleicht nur hauchdünne Diskrepanz zwischen Schicksal und Zufall drängt sich somit zwangsläufig auf. „Der Assistent der Sterne“ ist eine echte Empfehlung für Leser, die sich Inspiration auch über die reine Lektüre hinweg erhoffen. Für sein Debüt „Die Sehnsucht der Atome“ wurde Reichlin mit dem Deutschen Krimipreis 2009 ausgezeichnet. Für seinen zweiten Roman sollte er kurzum einen weiteren Preis erhalten!

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  • Liebe Lesende, was macht für euch ein Buch zu einem guten Buch? W...

    DaniM

    DaniM

    Liebe Lesende,
    was macht für euch ein Buch zu einem guten Buch? Was zu einem schlechten?

    • 11
  • Liebe Lesende, könnt ihr mir ein Buch mit herausragender Sprache ...

    DaniM

    DaniM

    Liebe Lesende,
    könnt ihr mir ein Buch mit herausragender Sprache und einer guten Geschichte empfehlen, das kein Klassiker ist? Ein Geheimtipp, so zu sagen. Etwas, das eurer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient, als es bekommen hat.

    • 14
  • Rezension zu "Der Assistent der Sterne" von Linus Reichlin

    Der Assistent der Sterne
    Bellexr

    Bellexr

    16. April 2010 um 22:49

    Der 51.jährige Inspecteur Hannes Jensen hat seinen Dienst bei der Polizei in Brügge quittiert, um sich ganz seinem Hobby der Physik zu widmen. So ist er auch ganz erfreut, als er von dem Physiker Jan de Reuse zu einem privaten Seminar nach Island eingeladen wird, an dem nur noch 2 weitere Teilnehmer mit dabei sind. Doch dieses angebliche Seminar entwickelt sich zu einem Disaster. Besonders, da er dort eine verhängnisvolle Nacht mit de Reuses Freundin Ilunga Likasi verbringt, die ihm auch noch eine Bisswunde am Hals zufügt. Wieder zu Hause in Brügge ist er hin- und hergerissen, diese Nacht seiner schwangeren Freundin Annick O’Hara zu beichten, da ihre Beziehung auf ziemlich wackligen Beinen steht. Doch Annick hat andere Probleme. Ihre beste Freundin Trees Larchaert hat von einem Wahrsager erzählt bekommen, dass ihre Tochter Vera von einem Mann mit einem Mal am Hals getötet wird. Der Realist Jensen glaubt natürlich nicht an Vorhersagungen. Doch genau vor dieser Frau hatte ihn genau derselbe Wahrsager vor seiner Islandreise gewarnt und Jensen hatte ihm nicht geglaubt. Und auf einmal ist Jensen in einen Fall verstrickt, der seine Zukunft mit Annick und dem ungeborenen Kind zu zerstören droht. . Geschickt versteht es Linus Reichlin die Themen Naturwissenschaft und Esoterik zu einem überaus spannenden und zu jeder Zeit unterhaltsamen Krimi zu verknüpfen. Die Story überrascht immer wieder durch interessante und vor allem nicht vorhersehbare Wendungen und ist bis zum Ende schlüssig umgesetzt. . Sein Schreibstil ist jederzeit unterhaltsam und fesselnd und selbst die Passagen, in den Jensen über sein Hobby philosophiert, sind nie langatmig. Selbst für jemanden wie mich, die sich in keinster Weise für Physik interessiert. . Sein Protagonist ist ein nicht sehr entschlussfreudiger, sympathischer Mann Anfang 50., der in Konstanz aufgewachsen ist, seiner verstorbenen Frau zuliebe nach Brügge gezogen ist, dort lange Jahre als Inspecteur der hiesigen Mordkommission gearbeitet hat und eher nicht sehr gesellig ist. Er führt eine recht komplizierte Beziehung zu seiner blinden Freundin Annick, die sehr auf ihre Selbständigkeit bedacht ist und noch nicht so ganz den Tod ihres Mannes vor einigen Jahren verwunden hat. Da die Beziehung, trotz der Schwangerschaft, nicht gerade gefestigt ist, sträubt es ihn natürlich sehr, Annick den Seitensprung mit Ilunga zu beichten. Dieser Zwiespalt führt ihn unweigerlich immer tiefer in die Geschehnisse hinein, bis er letztendlich sogar unter Mordverdacht gerät und nun versucht, den Fall selbst zu lösen. Immer darauf bedacht, dass Annick nichts von seiner Untreue erfährt. Hierbei hilft ihm sein ehemaliger Kollege Stassner, ein etwas behäbiger Polizist, der sich als treuer Freund erweist. . Fazit: Dieser Krimi der etwas anderen Art überzeugt von der ersten Seite an durch seine komplexe, flüssig und spannend erzählte Story und durch seinen überaus sympathischen Protagonisten.

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  • Rezension zu "Der Assistent der Sterne" von Linus Reichlin

    Der Assistent der Sterne
    papalagi

    papalagi

    01. December 2009 um 20:32

    Klappentext: "Hannes Jensen, ehemaliger Inspecteur der Polizei von Brügge, hat einen Fehler gemacht: Während eines Seminars in Island hat er mit einer Frau geschlafen, die er kaum kannte. Als er nach Brügge zurückkehrt, zu Annick, die er liebt, trägt er am Hals noch die Spuren jener Nacht: Die Frau hat ihn gebissen, und dieser Biss entzündet sich. Jensen versucht ihn mit einem Schal zu verdecken. Annick den Fehltritt zu gestehen, traut er sich nicht. Ausserdem hat Annick im Augenblick andere Probleme, in die sie Jensen nach seiner Rückkehr einweiht: Ihrer besten Freundin geht es nicht gut. Ein afrikanischer Wahrsager hat ihr prophezeit, dass ihre einzige Tochter von einem Mann getötet werden wird, der ein Mal am Hals trägt. Jensen, ein leidenschaftlicher Hobby-Physiker, glaubt nicht ans Schicksal. Seiner Meinung nach ist das Leben eine Abfolge von Zufällen, nichts ist vorbestimmt. Aber die Ereignisse der nächsten Tage lassen ihn an seinem Weltbild zweifeln. Es scheint, als bekomme der Wahrsager mit seiner Prophezeiung recht. Je mehr sich Jensen gegen die schicksalhaften Verstrickungen wehrt, in die er gerät, desto weniger kann er ihnen entfliehen." Spannend schildert Reichlin die Reise nach Island, das Verhältnis von Jensen zu Annick. Die beiden kennen sich noch nicht sehr lange. Annick ist blind und will ihre Selbständigkeit behalten, sie lässt sich nicht gerne von Jensen führen. Als die beiden dann noch erfahren, dass ihr gemeinsames, ungeborenes Kind nicht behindert sein wird, planen sie für die Zukunft. Aber irgendwer bestimmt Jensens Leben. Als er dann noch erfährt, dass die Geliebte aus Island die Tochter von Annicks Freundin ist und wenig später verschwunden ist, droht sein Leben total aus dem Ruder zu laufen. Um alles in der Welt will er verhindern, dass Annick die Wahrheit über Island erfährt. Und schon steht er unter Mordverdacht. Zum Teil kommt die Geschichte etwas gar konstruiert daher, gegen Ende ist sie auch etwas langatmig, ich käme gerne zum Schluss. Aber nichts desto trotz ein spannender Roman, mit Spannung und Liebe.

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