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GalianiBerlin_Verlag

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Liebe Lesefreunde,

in diesen Tagen erscheint Linus Reichlins neuer Roman In einem anderen Leben bei Galiani Berlin, und wir möchten euch zu einer Leserunde einladen – an der wir auch selbst teilnehmen und für Diskussionen zur Verfügung stehen werden.

»Man kann nicht auf dem neuen Schiff die Segel hissen, wenn am Ufer jemand steht und ruft, erinnerst du dich noch, wie du letztes Mal gekentert bist?«

Als er noch ein Kind war, kamen ihm seine Eltern oft wie Richard Burton und Liz Taylor vor. Sie waren das schillernde Paar in einer spießigen Umgebung: schön, erfolgreich, voller Leidenschaft – und ständig flogen die Teller durch die Luft. Der Ehekrieg tobte, bis ein tragischer Unfall ihm ein Ende setzte. Und mittendrin: er, Luis.

Zwanzig Jahre später, Luis lebt schon lange in einem anderen Land und einem anderen Leben, lässt ein Zufall die Erinnerung an seine Jugendjahre wieder aufleben: In einer Berliner Galerie sieht er das von ihm gefälschte Gemälde, das auf fatale Weise mit dem Tod seiner Mutter verknüpft war.

Luis, ein Meister der Verdrängung, hatte damals alle Familienbande radikal gekappt. Sein Vater war eine Enttäuschung, einer, der sich am Whiskyglas festhielt und von der Bärenjagd träumte. Die unerwartete Wiederbegegnung mit dem Gemälde wirkt wie ein Wink des Schicksals, sich endlich der Vergangenheit zu stellen, die ihn, seine Beziehungen und vor allem ihr Scheitern, stärker bestimmt, als er sich eingestehen will. Und so beginnt für Luis eine Erinnerungsreise zu seinen Anfängen, zu seinen drei wichtigen Beziehungen und seinen Versuchen, den richtigen Rhythmus für sich in der Welt zu finden. Eine Reise, an deren Ende er – vielleicht – den richtigen Takt finden wird …

Mitreißend und berührend – Linus Reichlins großer Roman über Familienbande und die Fallstricke der Erinnerung.



Einen kleinen Vorgeschmack bietet dieser Buchtrailer, der vom Autor selbst stammt:



Wir suchen neugierige Leserinnen und Leser, die In einem anderen Leben gerne lesen und eine Rezension dazu schreiben möchten. Hierfür verlosen wir 10 Exemplare des Buches bzw. eBooks - je nachdem, wie ihr lieber lesen möchtet.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Lesezeit. Natürlich sind auch diejenigen herzlich eingeladen, die sich das Buch selbst beschaffen und mit uns mitlesen wollen.



Linus Reichlin, geboren 1957, lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für seinen in mehrere Sprachen übersetzten Debütroman Die Sehnsucht der Atome erhielt er den Deutschen Krimi-Preis 2009. Sein Roman Der Assistent der Sterne (2010) wurde zum "Wissenschaftsbuch des Jahres 2010 (Sparte Unterhaltung)" gewählt. Zuletzt erschien Das Leuchten in der Ferne (2012), ein Roman über einen Kriegsreporter in Afghanistan – »das ist große Literatur, und dann auch noch spannend erählt« (FAZ).

Autorenfoto: © Susanne Schleyer

Autor: Linus Reichlin
Buch: In einem anderen Leben
1 Foto

uli123

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Das Buch klingt nach einer geheimnisvollen Familiengeschichte, wie ich sie gerne lese. Insbesondere die Person von Luis ist interessant und mysteriös zugleich. Was hat ihn zur Fälschung des Gemäldes veranlasst und welcher Zusammenhang besteht zu seinen Eltern? Ich würde es gerne wissen und bewerbe mich um ein Leseexemplar, allerdings nur in Printform.

freiegedanken

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Allerspätestens seit Katja Kettus "Wildauge" bin ich restlos begeistert von Galiani Verlag und der neue Roman von Linus Reichlin steht schon auf meiner Wunschliste. Ich finde diese Geschichte klingt sehr besonders und ich würde sehr gerne in dieser Leserunde teilnehmen. Ich bräuchte dafür ein Printexemplar, weil kein Reader :-(

Viele Grüße und ich bin sehr gespannt!

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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

Leseabschnitt II: Nangkari (S. 117-183)
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Ein Stück weiter bin ich nun mit dem Lebensverlauf des Luis Maiwald. Er ist mir relativ fremd geblieben bis hierher. Wenn auch einige seiner Gefühlsäußerungen - zum Beispiel Schuldzuweisungen, was den Zustand der Mutter betrifft, Mitleid mit ihrer bewegungslosen Abhängigkeit, oder eine Art Schamgefühl Karin gegenüber, als er auf eine passende Gelegenheit wartet, sich aus ihrem Leben zu verabschieden - durchaus geeignet sind, den Leser näher an ihn heranzuführen, habe ich immer noch so ein Empfinden, als betrachtete ich ihn aus der Ferne, sähe ihm auf der Bühne zu, durch ein Opernglas vielleicht.
Dass die Verbindung mit Karin nicht gut gehen würde, habe ich geahnt. Luis wollte auf alle Fälle den Abstand zu seinem "alten" Leben so groß wie möglich gestalten, wollte etwas Neues beginnen, frisch und "ungelebt" - so wie ein neues Blatt Papier, weiß, rein und bereit, Worte aufzunehmen, die er selbst prägte. In dieses Konzept passte Karin nicht, die viel zu viel über sein "altes" Leben wußte und vielleicht deshalb auch - als eine Konsequenz davon - die Anzahl seiner getrunkenen Weingläser nachhielt, oder in andere seiner Verhaltensmuster eingriff. Er wollte auch für seine Partnerin eine neue, "jungfräuliche" Erfahrung sein, deshalb war der Bruch mit Karin unvermeidlich.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

Leseabschnitt III: Liebe und Furcht (S. 185-219)
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Die Gestaltung seines Daseins, die Form, in der er es verbringen möchte auszuarbeiten, kommt mir vor wie ein mühseliges Stück Arbeit für Luis. Nichts wirkt leicht und selbstverständlich, alles Angestrebte endete irgendwie in Sackgassen, stößt auf falsche Voraussetzungen. Einzig das Zusammentreffen mit Nora gibt einem wieder Hoffnung auf eine positive Direktion, wie die zitierten Sätze anklingen lasssen ..."....als ich mich bei Nora in Sicherheit fühlte, ja, so kann man es nennen, in Sicherheit, weil sie durch ihre eigenen Erlebnisse den meinen einen Raum bot, in dem sie sein durften, wie sie wirklich gewesen waren......." Endlich scheint einmal alles gut, Liebe zu Nora, zur Malerei und zur Musik brachten manchmal ein Lächeln, machten das Leben "rund und warm". Wenn da nicht der Hinweis auf den alten Kirschbaum erfolgen würde.....

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

Leseabschnitt IV: Wiederkehr (S. 221-353)
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Der vierte Teil hat eine gewiße Langatmigkeit, sicher weil die Zeit um Noras Schwangerschaft herum sehr detailliert ausgearbeitet wurde. Die Konzentration auf Schwangerschaft und Geburt der kleinen Livia, nimmt im Verhältnis zu den in vorigen Abschnitten behandelten Themen zuviel Raum ein - und zwar in "Fläche" und nicht in "Volumen".
Die gefühlsmäßige Brücke, die sofort von Luis zu seiner Tochter Livia entsteht, hat dann allerdings etwas Wunderbares für mich, als stehe sie für einen ganz neuen Anfang auch für ihn - unbelastet, neu zu formen aus Liebe und Verantwortung. Endlich einmal schon dort handeln zu können, wo die Quelle entsteht.
Ich denke, dass jeder Mensch, der negative Erinnerungen mit seiner Kinderzeit verbindet und dann selbst Kinder bekommt, diesen Moment als eine Gelegenheit empfinden sollte, eigene Verletzungen zu heilen, indem man das neue Leben davor zu schützen versucht. Diese Chance ist ein Geschenk, das meines Erachtens nach auch Luis und Nora bekommen. Es sollte keine übervorsichtigen Eltern aus ihnen machen, deren Kind im Glaskasten aufwachsen muss, aber wachsam sollten sie sein, wenn es um die Unversehrtheit und Sicherheit der Seele geht.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

Leseabschnitt V: Erbstück (S. 355-381)
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freiegedanken schreibt:
Auweia, hier wird´s mir an manchen Stellen ein bißchen zu kitschig. Besonders die Szene als Luis besoffen in der Toilette wangt und sich diese Szene aus seinem Leben auf Livia überträgt bzw. Gott sei Dank nicht überträgt.

Ich bin hier der gleichen Meinung wie du. Ich weiß nicht, warum diese "Strömung" vom Autor in diesen Schlussakkord hineingenommen wurde, da doch sonst eigentlich wenig Anleihe bei kitschigen Elementen genommen wurde. Ob noch einmal mit besonderer Dringlichkeit auf den Stellenwert der "Kindheitsbelastung" durch den verkorksten Vater hingewiesen werden sollte, eine Belastung, die noch bis in Livias Generation "hineinschwappt" auch wenn sie letztendlich hier keinen Schaden mehr anrichtet? Auch die Metapher mit dem "Teufel auf den Berg schaffen" ist ja noch mit eingebaut und dient zur Errichtung eines "Heile-Welt-Flairs" - aber doch nicht so ganz, dass alles fraglos rund würde. Das Ende war jedenfalls alles in Allem nicht so mein Ding, es hätte substanzvoller und authentischer verlaufen können - es sei denn, es war biografisch wahrhaftig - dann war's natürlich "das Leben".

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

Leseabschnitt V: Erbstück (S. 355-381)
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Ich finde hier meine Rezi nicht mehr und poste sie noch einmal.
Ein herzliches "Danke" an den Galiani Verlag.



http://www.lovelybooks.de/autor/Linus-Reichlin/In-einem-anderen-Leben-1133384434-w/rezension/1136927719/

http://www.buchtips.net/rez8759-in-einem-anderen-leben.htm

sabine399

vor 3 Jahren

Wie gefällt euch das Buchcover?

Mir gefällt das Cover sehr gut, ich hätte im Geschäft bestimmt zu diesem Buch aufgrund des covers gegriffen.

sabine399

vor 3 Jahren

Leseabschnitt I: Fürstenland (S. 7-115)
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Jetzt bin ich endlich dazu gekommen, den ersten Abschnitt zu lesen. Ich habe schnell in die Geschichte rein gefunden, Luis tut mir soo leid, so gar keinen halt zu haben, die Musik, die er mag, funktioniert nicht und dass was er so gar nicht mag ist hervorragend. Wie geht es weiter mit ihm und dem gefälschten Bild??

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