Linwood Barclay Ohne ein Wort

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Inhaltsangabe zu „Ohne ein Wort“ von Linwood Barclay

Als Cynthia am Morgen nach einem Zechgelage mit dröhnendem Schädel erwacht, gilt ihre größte Sorge zunächst dem Papierkorb, in den sie sich offenbar während der Nacht erbrochen hat. Bevor die Eltern den Alkoholexzess des Teenagers bemerken, muss das Ding schleunigst gereinigt werden. Doch schon während sie sich im Bad zu schaffen macht, ist ihr, als sei es irgendwie viel zu still im Haus. Ihre Eltern und auch ihr Bruder haben ganz offensichtlich das Haus heute schon weit vor der Zeit verlassen. Doch warum? Und: wohin?§Tatsächlich bleiben die Drei auf Dauer wie vom Erdboden verschluckt. Und Cynthia plagen Selbstvorwürfe. Aber sollte das Verschwinden tatsächlich mit ihrem im Streit herausgebrüllten Wunsch "Ich wollte, ihr wäret tot" zu tun haben? Das wäre doch vollkommen absurd! Oder? Ein Vierteljahrhundert lang bleibt das Verschwinden ihrer Familie für Cynthia ein dunkles Rätsel, da holt sie die rätselhafte Vergangenheit mit einem Mal wieder ein und lässt die Ereignisse in einem äußerst gruseligen Licht erscheinen ...

Linwood Barclay ist für mich Garant für spannende Unterhaltung, die ohne reißerische Szenen auskommt, aber immer fesselt!

— MissStrawberry

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    Ohne ein Wort

    MissStrawberry

    23. September 2017 um 15:49

    Cynthia Bigge ist 14 und ein rebellischer Teenager, als nach einem nächtlichen Streit mit ihrem Vater am nächsten Morgen ihre Eltern und ihr Bruder spurlos und ohne eine Nachricht verschwunden sind. Zunächst glaubt sie, das sei eine Art Strafe für ihr „Ich wollte, Ihr wärt tot!“, doch schnell stellt sich heraus, dass dem nicht so ist. Ihre Familie bliebt spurlos verschwunden. Cynthia wächst fortan bei ihrer einzigen Verwandten, ihrer Tante Tess, auf. 25 Jahre später rollt ein TV-Sender die Ereignisse noch mal auf und löst damit eine Kette von Geschehnissen aus, die Cynthia, ihren Mann Terry Archer und Tochter Grace aus ihrem beschaulichen Leben abrupt herausreißen. Was geschah wirklich in jener Nacht?Linwood Barclay hatte ich mit „Nachts kommt der Tod“ für mich entdeckt. Seine Werke haben genau das gewisse Etwas, das ich liebe, das mich fesselt und das immer wieder Überraschungen bringt. Auch bei „Ohne ein Wort“ schafft er es wieder, mich sehr lange von einer falschen Schlussfolgerung in die andere stolpern zu lassen. Er legt so viele Spuren, dass man sich leicht verläuft, doch am Ende passt alles ganz logisch ineinander und zusammen. Die Wendungen sind atemberaubend, das Gesamtbild haut den Leser dann doch um. Als mir endlich dämmerte, wohin das Ganze führt, war ich nahezu unfähig, eine Pause einzulegen.„Ohne ein Wort“ startet mit einem Prolog, der die Ereignisse in jener Nacht schildert, als Cynthias Familie verschwunden ist. Terry erzählt danach in der Ich-Form, wie er Cyn kennengelernt hat und schlägt einen Bogen in die Gegenwart, in der alles ins Rollen kommt. Zwischendurch gibt es kurze Kapitel, die mich zunächst ein wenig verwirrten, in denen der Leser den Dialog zweier Personen „belauscht“, die anfangs gar nichts mit der Story zu tun zu haben scheinen. Doch nach und nach wartete ich geradezu auf diese Kapitel. Cynthia ist anzumerken, dass sie das Trauma von damals noch längst nicht überwunden hat. Deshalb sind sie und Terry auch in therapeutischer Behandlung, zumal Cynthia es schwerfällt, die 8jährige Tochter nicht rund um die Uhr zu überwachen. Tochter und Vater versuchen, Cyn ein paar der Ängste zu nehmen, doch diverse Ereignisse boykottieren diese Versuche immer wieder. Kaum ist ein Problem gelöst, taucht das nächste auf und als Leser kann man das (Hör-)Buch kaum zur Seite legen.Mir gefällt sehr gut, wie Linwood Barclay es immer wieder schafft, auch weniger nette Zeitgenossen zu Figuren zu machen, die man mag, mit denen man sympathisiert und die man gern ein wenig in Schutz nimmt. Terry als Erzähler ist natürlich grandios, denn er ist durch seine Ehe und Liebe zu Frau und Kind ganz besonders involviert. Der Autor lässt neue Figuren nicht zu gehäuft auftreten und überfordert den Leser nie mit Namen und Personen. Die Suche nach neuen Hinweisen, nach Zusammenhängen und der Wahrheit wird durch Ereignisse angefeuert, die unfassbar, aber sehr real vorstellbar sind. Am Ende erwartet den Leser ein fulminanter Showdown, der noch einmal alles kopfstehen lässt. Doch Barclay entlässt den Leser nicht, wie allgemein üblich, einfach so aus der Story. Er liefert noch ein kleines Auslaufen, damit man zur Ruhe kommt und dennoch hallt die Story noch eine ganze Zeit nach.Frank Arnold als Sprecher ist die perfekte Wahl. Seine Stimme ist nicht nur äußerst sympathisch, er schafft es auch meisterlich, die humorvollen Passagen (immer wieder stecken kleine Wortwitze u.ä. im Text) so zu transportieren, dass die Spannung nicht verlorengeht. Man könnte es „Galgenhumor“ nennen. Die 675 Minuten sind durchweg interessant und super spannend. Seine Art zu lesen macht aus einem an sich schon großartigen Thriller ein Meisterwerk. Mein Lieblingssprecher liest ein Buch einer meiner Lieblingsautoren – besser geht es kaum! Von mir gibt es die vollen fünf Sterne!

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  • "Ich wollte, ihr wärt tot!"

    Ohne ein Wort

    Tanzmaus

    07. February 2015 um 17:49

    Als die 14jährige Cynthia Bigg an einem Abend im Mai 1982 zu spät nach Hause kommt, bekommt sie mit ihrem Vater tierischen Ärger. In ihrer Wut wünscht sie ihren Eltern, dass sie tot wären. Umso überraschter ist sie, als ihre Eltern und ihr Bruder Todd am nächsten Tag spurlos verschwunden sind. Keiner weiß, wo sie geblieben sind und auch sie selbst gerät unter Verdacht. Doch dann werden die Ermittlungen eingestellt und 25 Jahre lang, interessiert sich niemand mehr für diesen Fall. 25 Jahre, in denen die Ungewissheit an Cynthia immer weiter nagt und sie fast in den Wahnsinn treibt. Doch dann beschließt sie, in einer TV-Sendung aufzutreten und weckt damit etwas Böses, Unberechenbares auf…. Cynthia hat vor 25 Jahren etwas Schreckliches erlebt. Ihre Eltern und ihr Brüder Todd sind von heute auf morgen spurlos verschwunden. Dieses Ereignis hat tiefe Spuren hinterlassen. Mittlerweile ist Cynthia mit Terry Archer verheiratet und hat eine kleine Tochter namens Grace. Die Geschichte wird von Terry Archer erzählt. Aus seinem Blickwinkel verfolgt der Leser, wie Cynthia immer unsicherer wird und schließlich, als nach dem Fernsehauftritt sich die Vorfälle häufen, immer mehr Angst bekommt. Dabei möchte Cynthia doch eigentlich nur wissen, was mit ihrer Familie passiert ist und wieso sie als einzige zurück blieb. Auch wenn in dem Thriller zunächst nicht viel passiert, ist die Spannung kontinuierlich da. Der Leser selbst fängt an zu rätseln, was ist mit der Familie von Cynthia geschehen und um wen handelt es sich bei den kurzen Einstreuungen, die anonym erfolgen und nur einen kurzen Dialog lang dauern. Die 492 Seiten sind durchweg auf einem hohen Niveau und der Leser möchte seine Lektüre eigentlich nicht unterbrechen. Die Handlungen der einzelnen Protagonisten sind gut durchdacht und logisch. Man versteht, warum jemand wie gehandelt hat und würde vielleicht selbst den gleichen Weg einschlagen. An den Sprecher hatte ich mich durch das vorangegangene Hörbuch schon gewöhnt gehabt und freut mich auf ein Wiederhören. Dieses Mal hat mich Frank Arnold aber dennoch überrasche können. So schaffte er es, jedem der Hauptprotagonisten eine eigene Stimmlage und Sprechweise zu zu sortieren. Anhand der Sprechweise formte sich in meinem Kopfkino ein sehr farbiges Bild von den Personen, das noch durch die Beschreibungen unterstrichen wurde. Durch feine Nuancen erweckt der Sprecher die Protagonisten zum Leben und haucht ihnen einen eigenen Charakter ein. Das Hörbuch ist die ungekürzte Fassung des Buches und wird mit zwei MP3-CDs geliefert. Fazit: Ein Psychothriller, der mit der Stimme von Frank Arnold noch mehr an Spannung und Düsternis gewinnt und den Leser/Hörer in Atem hält.

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  • Gutes Hörbuch

    Ohne ein Wort

    Felice

    01. March 2014 um 21:49

    Frank Arnold, der mich schon seit Jahren mit "Der Doktor und das liebe Vieh" in den Schlaf liest, hat auch diesen Thriller hervorragend vertont. Er versteht es, den verschiedenen Personen ihre eigene Stimme zu geben. Da es sich, wie bei HÖrbüchern üblich, um eine gekürzte Lesung handelt, kann ich nicht die volle Punktzahl geben. Es fehlt halt immer was. Allerdings fand ich die Story so spannend, dass ich nicht bis zur nächsten Autofahrt warten konnte und übers Wochenende das auf meinem SuB befindliche Taschenbuch weiter las....

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  • OHNE EIN WORT ... spurlos verschwunden

    Ohne ein Wort

    LEXI

    26. March 2013 um 18:35

    OHNE EIN WORT verschwindet die gesamte Familie der 14jährigen Cynthia. Das Haus ist nach dem Aufwachen des Mädchens eines Morgens verwaist, Vater, Mutter und Bruder spurlos verschwunden. 25 Jahre lang leidet Cynthia unter der schrecklichen Ungewissheit ob des Schicksals ihrer Lieben, ihr Halt im Leben sind ihr geliebter Ehemann und ihre gemeinsame kleine Tochter Grace, die überbehütet aufwächst. 25 Jahre gab es keinen einzigen Hinweis auf den Verbleib ihrer Familie – und plötzlich passieren seltsame Dinge, ein Mord geschieht und Cyntha vermeint, ihren Bruder in einem Supermarkt getroffen zu haben. Was genau hinter all diesen mysteriösen Ereignissen steckt und auf welche Art und Weise Linwood Barclay diesen merkwürdigen Fall aufrollt, erzählt dieses Hörbuch. Vertont wurde es durch Frank Arnold, der mit seiner ausdrucksvollen und sympathischen Stimme für beste Unterhaltung sorgt.

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  • Rezension zu "Ohne ein Wort" von Linwood Barclay

    Ohne ein Wort

    Tom-Lesefuchs

    04. February 2013 um 19:53

    Ich habe die ungekürzte Fassung gehört, die hier leider nicht zu finden ist. Endlich mal wieder ein richtig guter Thriller! Ein tolles Buch! Mein erstes von Linwood Barclay. Die Story ist gut aufgebaut und lange, lange ahnt man nicht, welche Wendung das Ganze nehmen wird. Mit jedem Detail wird das Rätsel nur noch rätselhafter. Bis dann irgendwann mit einem mal alle Teile des Puzzles wie von selbst an ihren Platz rücken - des Rätsels Lösung plötzlich einerseits so glasklar und einfach erscheint, andererseits so absurd und unglaublich, dass es kaum wahr sein kann. Gut, das Ende wird irgendwann in der letzten Stunde (zumindest teilweise) mehr oder weniger vorhersehbar, doch das bringt der Spannung trotzdem keinen Abbruch. Neben der Spannung eines Thrillers fehlt jedoch keinesfalls auch der emotionale, psychische Tiefgang, den eine Story dieser Art zwangsläufig auch mitbringen sollte. Der Sprecher tut sein übriges, um das Buch noch spannender zu machen, als es ohnehin schon ist. Obwohl ich zunächst das Gefühl hatte, das Ganze werde eine ziemlich monotone Sache und mich deshalb zunächst gar nicht so recht an das Buch herantrauen wollte, wurde ich doch schnell eines besseren belehrt. Frank Arnold schafft es, durch seine erstaunliche (in den paar Minuten der Hörprobe leider gar nicht erkennbare) stimmliche Vielfalt, jedem der Charaktere eine ganz eigene Persönlichkeit zu verleihen. Kurz gesagt also: Ein tolles Hörbuch, voller Spannung, mit der richtigen Portion Emotion und psychischem Tiefgang. Dazu ein hervorragender Sprecher. FAZIT: Eine rundum gelungene Sache! 5 Sterne

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