Linzi Glass Die Farben der Freundschaft

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Inhaltsangabe zu „Die Farben der Freundschaft“ von Linzi Glass

Südafrika, 1976: Die 17-jährige Ruby lebt in einem ruhigen Weißenviertel von Johannesburg. Doch was ihre Klassenkameraden nicht wissen dürfen: Rubys Familie engagiert sich gegen die Politik der Apartheid. Als die Mutter, eine bekannte Galeristin, den Maler Julian bei ihnen zu Hause versteckt, wird Rubys Leben zum Balanceakt. Sie fühlt sich zu dem jungen Schwarzen hingezogen und ist von seiner Kunst zutiefst berührt. Zwischen ihr und Julian entwickelt sich eine enge Freundschaft. Doch niemand darf davon erfahren, auch nicht Rubys weißer Freund. Ruby ist hin- und hergerissen. Kann Liebe stärker sein als Rassismus und Hass? Als Julian verhaftet wird, muss sich Ruby entscheiden.

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  • Rezension zu "Die Farben der Freundschaft" von Linzi Glass

    Die Farben der Freundschaft
    EineBuchliebhaberin

    EineBuchliebhaberin

    03. July 2012 um 21:43

    Inhalt: Ruby Winters ist siebzehn Jahre alt und lebt zusammen mit ihren Eltern in Südafrika. Das Buch spielt im Jahre 1976 zur Zeit der Apartheid. Ruby lebt in einer wohlbehüteten Welt. Ihre Mutter ist eine bekannte Galeristin und ihr Vater erfolgreicher Anwalt. Das junge Mädchen ist Vertrauensschülerin in ihrer Privatschule, welche nur weiße Kinder besuchen dürfen und desweiteren sehr beliebt bei Schülern und Lehrern. Doch hinter dieser Fassade gibt es einen weiteren Teil in Rubys Leben. Denn zusammen mit ihrer Familie kämpft sie gegen die dort herrschende Politik in Südafrika und gegen Apartheid. Während Rubys Mutter dunkelhäutigen Künstlern hilft und sie dessen Werke in ihrer Galerie öffentlich ausstellt, verteidigt ihr Vater als Anwalt dunkelhäutige Bewohner Südafrikas. Als Rubys Mutter einen dunkelhäutigen Maler bei sich zu Hause versteckt, entsteht eine Freundschaft zwischen ihm und Ruby und gleichzeitig gibt es noch Johann, ihr erste Liebe. Meine Meinung: Insgesamt muss ich sagen, hat mich das Buch doch sehr mitgenommen und wirklich in das Jahr 1976 zurück versetzt. Dies lag zumal an dem Schreibstil der Autorin Linzi Glass, welche in Südafrika geboren wurde und zur Zeit ihrer Jugend in die Amerikanischen Staaten auswanderte. Linzi Glass schreibt ihre Sätze mit viel Poesie und Kraft. Sie lassen sich einfach wundervoll lesen und in ihnen kann man auch für die heutige Zeit die ein oder andere Lebensweisheit entnehmen. Andererseits bringt die Autorin auch viel Authentizität in ihr Buch. So beispielsweise durch einige Dialoge, welche in Afrikaans wiedergegeben worden sind. Trotz der anderen Sprache konnte man sich die Bedeutung schnell und einfach erahnen und sich somit noch besser in die Geschichte hineinversetzen. Sehr gut gefällt mir die Idee, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen und sie in einem Buch wie diesem auch anderen Menschen zu präsentieren. Mittlerweile weiß ich doch vieles über diese Zeit in Afrika, da über Apartheid mittlerweile auch in Schulen unterrichtet wird. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass viele, andere Menschen nicht viel oder gar nichts über den Rassenkonflikt wissen, obwohl es doch eine große Bedeutung für die Geschichte der Menschheit hat. So hat mich dieses Buch aufgrund seiner Thematik sehr erfreut. Trotzdem möchte ich hier anmerken, dass die Autorin zwar viele Aspekte angeschnitten hat, aber mit ihrer Verarbeitung dieser Aspekte doch sehr oberflächlich gehandelt hat. Ich hätte mir in einigen Dingen mehr Tiefgründigkeit, mehr Erklärungen und Gründe gewünscht und vielleicht auch mehr allgemeines Wissen über diese Zeit. Aber auch dieses Buch allein regt meiner Meinung an, sich Gedanken zu machen und möglicherweise sogar zu recherchieren. Gut gefallen hat mir auch der Hauptaspekt dieses Buches. Es dreht sich nicht, wie von mir erwartet, um eine Liebesgeschichte, sondern hauptsächlich um die Apartheid und die betroffenen Menschen zu dieser Zeit. Man bekommt teilweise wirklich ein sehr gelungenes und realistisches Menschenbild, während sich die kleine Liebesgeschichte zwischen Ruby und Johann nur im Hintergrund abspielt. Auch möchte ich hier einen weiteren Aspekt ansprechen. Leser, welche in diesem Buch Spannung und Abenteuer suchen, finden diese in diesem Buch wohl eher nicht. Ich würde sagen, dieses Buch punktet mit so viel Gefühl und Menschlichkeit. Man hat die Möglichkeit sich in ein Mädchen hineinzuversetzen, welches in dieser Zeit lebt und gegen die Apartheid kämpft. Und meiner Meinung nach, bringt diese gewisse Perspektive den Leser dazu weiterzulesen. Fazit: Letztendlich kann ich sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat und ich der Meinung bin, dass über Apartheid viel mehr Menschen Bescheid wissen müssen und dieses Buch wohl eine schöne Gelegenheit bietet, insbesondere für Jugendliche.

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  • Rezension zu "Die Farben der Freundschaft" von Linzi Glass

    Die Farben der Freundschaft
    Sarlascht

    Sarlascht

    21. March 2012 um 16:08

    Klappentext: „Es war eine düstere, menschenfeindliche und hasserfüllte Zeit, in der es Schwarzen und Weißen verboten war, sich gemeinsam auf dieselbe öffentliche Band zu setzen, geschweige denn miteinander zu essen. An einem kalten Maitag begann meine Freundschaft mit Julian Mambasa. Eine Freundschaft, die es außerhalb der Mauern unseres Hauses, das auf einem Hügel im wohlhabenden weißen Vorort Westcliff lag, nicht geben durfte. Doch wie Talent, so kennt auch Freundschaft keine Grenzen.“ . Rubys Leben wird zum Balanceakt, als ihre Mutter, eine bekannte Galeristin, den jungen Maler Julian bei ihnen zu Hause versteckt. Die Bilder des jungen Schwarzen und die Gespräche mit ihm berühren sie zutiefst. Doch ihre Klassenkameraden dürfen nichts von dem verbotenen Gast wissen. Als Schüler und Studenten in Soweto einen Aufstand gegen das System der Apartheid beginnen, gerät das Leben aller aus den Fugen. . Meine Meinung: Die 17-jährige Ruby wohnt mit ihren Eltern in einem ruhigen Weißenviertel von Johannesburg. Das Buch spielt in den Siebzigerjahren in Südafrika, in einer Zeit, wo die Apartheidpolitik das Leben der schwarzen Bevölkerung alles andere als leicht macht. Rubys Eltern sind allerdings nicht feindlich gesinnt, nein, sie unterstützen die schwarzen Menschen sogar soweit es ihnen möglich ist, wobei es deswegen für ihre Tochter oft zu schwierigen Situationen kommt. Sie muss immer darauf achten, dass sie gegenüber ihren Schulkameraden nicht zu viel sagt. Eines Tages zieht der junge schwarze Künstler Julian bei Ruby und ihren Eltern ein, was eigentlich verboten ist, Schwarze sind nur als Hausangestellte erlaubt. Ein weiteres Geheimnis was Ruby wahren muss, allerdings gibt es auch eine Belohnung, zwischen ihr und Julian entwickelt sich eine einmalige Freundschaft und auch seine Bilder treffen direkt in ihr Herz. Auf einer Schulveranstaltung lernt sie Johann kennen und lieben, dessen Vater den unterdrückerischen Buren (offiziell Afrikaner oder Afrikaaner – Menschen mit europäischen Wurzeln) angehört, welche es besonders auf die schwarze Bevölkerung abgesehen haben. Kann die Liebe stärker als die Politik sein, oder muss sie sich letztlich zwischen Liebe und Freundschaft entscheiden? . Nach der Beschreibung klingt es beinahe als würde es sich bei „Die Farben der Freundschaft“ um einen Liebesroman handelt, stimmt aber überhaupt nicht. Johanns Vater gehört zu den Buren, diese sind bei der anderen weißen Bevölkerung selbst nicht sonderlich beliebt, so dass es für Ruby schwierig ist, generell Johanns Nähe aufzusuchen. . Die Hauptrolle in diesem Buch spielt allerdings das Leben der Schwarzen in Südafrika, erzählt aus der Sicht von Ruby und ihrer Familie, die anders wie die Meisten, sich wohlgesinnt gegenüber diesen Bevölkerungsteil geben. Was nicht nur gut ankommt, besonders die Mutter Annabel kommt immer wieder mit der Geheimpolizei in Kontakt, da diese die Galerie von ihr streng überwachen, darauf achten, dass sich kein Unbefugter (Schwarzer) dort aufhält. Da die Galerie von Rubys Mutter ziemlich bekannt ist, ist auch ihr Leben nicht leicht, besonders in der Schule wird sie von einigen Mitschülern beleidigt, aber auch die Lehrer verhalten sich ziemlich unfair ihr gegenüber. . Ehrlich gesagt, habe ich mich in meinem Leben noch nicht sonderlich viel mit den Rassenkonflikt in Südafrika auseinandergesetzt, deswegen wusste ich auch nicht wirklich was mich bei dem Buch erwartet. Zu lesen, wie die Verhältnisse dort waren und vermutlich heute teilweise auch noch sind, war erschreckend und aufrüttelnd zugleich. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, habe ich erst einmal über die Aufstände in Soweto recherchiert, mich einfach mehr mit dem Thema beschäftigt. Liest man „Die Farben der Freundschaft“, liest man nicht einfach nur ein Buch, man liest Vergangenheit und Gegenwart zugleich, beginnt sich Gedanken zu machen in welcher Welt man überhaupt lebt. Der Mut von Rubys Familie zeigt dem Leser, dass man auch als einzelne Person etwas verändern kann und sei es nur einen kleinen Augenblick in einem Leben. . Fazit: Was in diesem Buch steht, darf niemals wieder geschehen, deswegen ist es umso wichtiger zu wissen, was damals geschehen ist, wie viel noch immer in unserer Welt davon vorhanden ist. „ Die Farben der Freundschaft“ zeigt, dass es in unserer Hand liegt, etwas zu verändern.

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