Linzi Glass Im Jahr des Honigkuckucks

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Inhaltsangabe zu „Im Jahr des Honigkuckucks“ von Linzi Glass

Die zwölfjährige Emily lebt mit ihren Eltern und ihrer Schwester in einem großen Haus in Südafrika. Die Eltern streiten sich oft und halten die Fassade der glücklichen Familie nur noch mühsam aufrecht. Emily findet Trost beim alten Nachtwächter Buza, der ihr Geschichten seines Volkes erzählt. Wie die Geschichte vom Kuckuck, dessen Honig Zerrissenes wieder zusammenfügt. Eines Tages lädt Emilys Vater die Mallorys, eine Zigeunerfamilie, ein, ihren Wohnwagen auf dem Grundstück abzustellen. Das Frühjahr, das die beiden ungleichen Familien miteinander verbringen, verändert das Leben aller Beteiligten auf dramatische Weise.

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  • Rezension zu "Im Jahr des Honigkuckucks" von Linzi Glass

    Im Jahr des Honigkuckucks
    Girl56

    Girl56

    29. December 2010 um 17:42

    "Im Jahr des Honigkuckucks" ist die anrührende Geschichte der 12jährigen Emily, die zusammen mit ihrer älteren Schwester Sarah und den Eltern am Rande von Johannesburg (Südafrika) auf einem großen, parkartigen Grundstück lebt. Die Eltern quälen sich selbst und die Töchter durch ständige Streitereien, und die seelische Unausgeglichenheit gerade der Mutter wird für Emily immer unerträglicher. Nur wenn Fremde zum Mitwohnen eingeladen werden, erlebt der elterliche Psychoterror eine Pause. Eines Tages nun trifft der Vater am Rande seines Grundstücks "fahrendes Volk", eine weiße Familie mit zwei Söhnen, die per Wohnwagen durch das südliche Afrika ziehen. Emilys Vater lädt Jock, Peg und die Söhne Otis und Streak ein, bei ihnen zu campieren. Diese Besucher sind gezeichnet von physischer Gewalt; der Fotograf Jock schlägt und mißhandelt seine Söhne aufs Schrecklichste, obwohl einer der beiden, Otis, eindeutig geistig zurückgeblieben ist. In dieser Kulisse von Gewalt und seelischem Terror ist allein der schwarze Nachtwächter Buza ein Trost für Emily. In seinen Geschichten, u. a. auch vom Honigkuckuck, finden sich Hoffnung und Zuversicht, dass das Leben für Emily noch gut werden kann und auch wird. Im letzten Kapitel lernen wir die erwachsene Emily kennen, die gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter die Katzen-Namens-Zeremonie vollzieht, die sie einst von Buza gelernt hat. Dieser südafrikanische Roman, zur Hochzeit des rassistischen Apartheidsystems spielend (Mandela ist schon inhaftiert auf Robben Island) ist eigentlich für junge Leser ab 13 Jahre gedacht, ich kann ihn aber nur jedem Lesealter empfehlen.

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  • Rezension zu "Im Jahr des Honigkuckucks" von Linzi Glass

    Im Jahr des Honigkuckucks
    gina_mayer

    gina_mayer

    04. July 2010 um 18:14

    Da mein neues Jugendbuch in Namibia und im Norden Südafrikas spielen wird, interessiere ich mich zurzeit besonders für Literatur aus diesen Ländern. Linzi Glass hat bis zu ihrem zwölften Lebensjahr in Südafrika gelebt und auch ihr Debütroman "Im Jahr des Honigkuckucks" spielt dort. Der Roman ist vor ein paar Wochen im Hanser-Verlag erschienen und ich hab ihn mir natürlich sofort gekauft. Die Geschichte der 12-jährigen Emily und ihrer Familie spielt im Johannesburg der Sechziger Jahre, also zurzeit der Apartheid. Die Ehe von Emilys Eltern ist in einer Krise, sie streiten sich ständig, das Mädchen leidet sehr unter den Ausei-nandersetzungen. Sie zieht sich oft zu den Dienstboten zurück, zu dem alten Zulu-Nachtwächter Buza, der ihr Geschichten erzählt, oder Lettie, der schwar-zen Haushälterin. Auf ihrem Grundstück lebt noch eine zweite Familie: Der Fotograf Jock, seine Frau Peg und ihre Söhne Otis und Streak haben ihren Wohnwagen für einige Zeit bei den Iris´geparkt. Emily freundet sich mit Streak an, und auch zwischen Sarah und dem geistig behinderten Otis entwickelt sich eine eigenartige, freundschaftliche Beziehung. Die Beziehungen der Protagonisten zueinander strahlen etwas Ungutes, Aggressives aus – in Emilys Familie dominieren Streit und Beziehungskälte, bei der Wohnwagenfamilie offene Gewalttätigkeit. Mir hat die ungewöhnliche Sprache der Autorin anfangs sehr gefallen. Viele ihrer Bilder und Vergleiche sind zwar eigenartig, aber doch präzise und ein-prägsam. Mit der Zeit ging mir die Fülle der Metaphern und Sprachbilder aller-dings ein bisschen auf die Nerven, manche ihrer Sprachbilder fand ich auch zu bemüht originell. Mein Hauptkritikpunkt aber sind die Protagonisten. Die gute Schwester Sarah, die böse, kalte Mutter, der schwache Vater, alle Charaktere dieses Romans scheinen wie aus Stein gemeiselt. So sind sie und nicht anders. „Sarah ist rein und gut wie klares Wasser, während Mutter wie Öl ist, schwer zu durchschauen.“ Und Sarah bleibt auch rein und gut und erträgt den wirklich sehr dramatischen Verlauf der Ereignisse mit engelsgleicher Herzensgüte, bis sie letztendlich an den Geschehnissen zerbricht. Die Mutter Lily Iris dagegen ist die böse Hexe aus dem Märchen, oberflächlich, eitel, materialistisch, selbst-süchtig – und natürlich untreu. Sie betrügt ihren Mann mit einem reichen Zahnarzt, ihre Töchter behandelt sie lieblos und kalt. Während Emily von einer Mutter träumt, die mit ihr Schokoladenkuchen backt, lackiert sich Lily Rose die Fußnägel und spielt mit ihrem Liebhaber Tennis. Aber letztendlich wird auch sie vom Schicksal gebeutelt und – analog zur Hexe im Märchen – grausam für Hochmut und Eitelkeit bestraft. Den unerträglichsten Charakter hat die Autorin aber dem Nachtwächter Buza auf den Leib gedichtet. Der alte Zulu hat immer ein offenes Ohr für die ver-nachlässigte Emily, er tröstet sie mit afrikanischen Märchen, die jedes ihrer Probleme mit einer Platitüde beantworten. Wenn man vergleicht, mit welcher Kraft und Aggression Autorinnen wie Zoe Witcomb (Südafrika) oder Yvonne Vera (Simbabwe) in ihren Erzählungen die Sagen ihres Volkes einsetzen, dann wirken die moralischen Geistergeschichten von Linzy Glass einfach nur blass und schal. Ihr Zulu Buza ist eine Mischung aus Onkel Tom und edlem Wilden: naiv, unterwürfig, abergläubisch – dabei aber von geradezu unglaublicher Langmütigkeit und Güte. Im zweiten Drittel entfaltet das Buch durch die Dramatik der Ereignisse eine un-heimliche Kraft. Aber nach dem Höhepunkt, den ich hier nicht vorwegnehmen will, fällt alles wieder in sich zusammen. Und am Schluss endet die Geschichte so, wie sie begonnen hat: Im Klischee.

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  • Rezension zu "Im Jahr des Honigkuckucks" von Linzi Glass

    Im Jahr des Honigkuckucks
    mekmotion

    mekmotion

    16. May 2010 um 17:58

    Kurze Episoden lesefreundlich zu einem Roman zusammengeführt, der leicht geschrieben, doch starke emotionale Kost verbirgt und den geneigten Leser zu Tränen rührt. Dies nicht nur, weil die Geschichte aus der Sicht eines 12-jährigen Mädchens erzählt wird, die sich vom Übergang von Kind zu Frau mit vielen Widersprüchlichkeiten konfrontiert sieht und hilflos zwischen dem Geschehen steht. Die einzige Stütze sind die schwarzen Dienstboten, allen voran der weise Buza, der ihr mit seinen Geschichten Halt und Nähe gibt. Südafrika ist der Schauplatz, Johannesburg die Stadt, Zeit des inhaftierten Nelson Mandelas, der im Hintergrund Hoffnung für die schwarze Bevölkerung signalisiert. Die Oberflächlichkeit der Erwachsenen egal ob gutsituiert oder dem Zigeunerleben verschrieben, ziehen sich durch die Geschichten, durch das Leben von Em, Emilie, Miss Emily. Ein sagenhaft schönes Buch, eine sehr spannungsvolle Geschichte, die nicht rüde erzählt wird, aber zwischen den Zeilen dem Elend und der Verzweiflung Raum gibt, die diese Geschichte so einmalig macht. Prädikat: absolut empfehlenswert (für Teenager und Eltern)

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