Lion Feuchtwanger Erfolg

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Inhaltsangabe zu „Erfolg“ von Lion Feuchtwanger

Ein packender Zeitroman Der Münchner Museumsdirektor Martin Krüger hat sich unbeliebt gemacht. Einige Leute wären ihn gern los. Der Meineidprozess, den man ihm anhängt, geht deshalb auch nicht gut für ihn aus. Doch er hat Freunde, die seine Unschuld zu beweisen versuchen. "Der Roman ›Erfolg‹ ist mehr als nur ›das Buch Bayern‹, er weitet sich zu einer Geschichte der allgemeinen deutschen Zustände in der Epoche des beginnenden Nazismus aus." Victor Klemperer

Ein Muss für jeden halbwegs politisch interssierten Menschen.

— Simon_liest
Simon_liest

Mein absoluter Lieblingsautor!

— MichaelSeitz
MichaelSeitz

Feuchtwangers Schlüsselroman zieht sich bisweilen, gibt aber dennoch ein gutes Abbild der Zeit vor der Machtergreifung.

— ElyseoDaSilva
ElyseoDaSilva

Die Weimarer Republik, das Aufkommen des Nationalsozialismus in Bayern und Bierseligkeit.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Grandiose weit vorausschauende Vision auf das Wirken der Nationalsozialisten!

— kingofmusic
kingofmusic

Ein Stück Geschichte in wundervoller Sprache verpackt!

— AntonLeissHuber
AntonLeissHuber

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Gute Grundidee, das Buch hat mich aber nicht wirklich berührt

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  • schon etliche Male gelesen

    Erfolg
    MichaelSeitz

    MichaelSeitz

    20. August 2016 um 19:48

    Ich habe dieses Buch zum ersten Mal mit 22 Jahren gelesen. Inzwischen bin ich 40 geworden - habe es im Laufe der Jahre immer wieder gelesen. Je öfter ich es lese - und je mehr meine Lebenserfahrung zunimmt - desto besser liebst es sich. Mein absolutes Lieblingsbuch

  • Erfolg liegt im Auge des Betrachters

    Erfolg
    dominona

    dominona

    Drei Jahre Geschichte eines Landes in einen Roman zu packen, ist ein interessanter Ansatz. Es geht hier um Justiz und Recht und vor allem um Menschen und die Dinge, die uns menschlich machen - wann ist man sich selbst der Nächste? Mir persönlich hat der Stil nicht gefallen, die Innenperspektive passt eben nicht durchgängig, und wenn sich das dann noch in die Länge zieht, wird es schwer durchzuhalten, allerdings lohnt es sich, denn den ersten Teil der Wartesaal-Trilogie versteht man nur, wenn man ihn komplett kennt und wer sich politisch für die Anfänge der Weimarer Republik interessiert, muss das sowieso lesen.

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    • 2
  • Erfolg ist, wenn man weiterliest

    Erfolg
    kingofmusic

    kingofmusic

    „Man muß die versteinerten Verhältnisse der deutschen Gesellschaft schildern und sie dadurch zum Tanzen zwingen, daß man ihnen ihre eigene Melodie vorsingt. Man muß das Volk vor sich selbst erschrecken lassen, um ihm Courage zu machen.“ Dieses (leicht abgewandelte) Zitat von Karl Marx steht in einem der letzten Kapitel und passt wie der berühmte Deckel auf den Topf zu dem hier zu rezensierenden Buch. Dies ist eines der bisher wenigen gelesenen Bücher, die ich zwei oder sogar drei Mal anfangen musste, um letztendlich den Erfolg und die Genugtuung zu spüren „Ja, ich hab´s geschafft!“ Ich merke immer mehr, dass man bestimmte Bücher nicht in einem bestimmten Alter oder in einem bestimmten Abschnitt seines Lebens lesen kann. Aber wann er/sie das richtige Alter oder den richtigen Zeitpunkt erreicht hat, liegt an einem selber und ich als zum jetzigen Zeitpunkt fast 40-jähriger kann entsprechend keine Einschätzung dazu abgeben, für welches Alter der Roman „Erfolg“ geeignet ist. Ich kann nur sagen – und damit nehme ich das Fazit bereits vorweg – wer sich mit Geduld darauf einlässt (knapp 900 Seiten mit dem Thema liest man nicht gerade auf die Schnelle und nebenbei), wird belohnt mit einer grandiosen weit vorausschauenden Vision auf das Wirken der Nationalsozialisten (in dem Roman als „Wahrhaft Deutsche“ bezeichnet). Kurze Inhaltsangabe: Der Museumsdirektor Martin Krüger wird in einem Meineidprozess zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt, weil er einigen konservativen Politikern ein Dorn im Auge ist. Doch er hat Freunde, die ihn über die Zeit der Haft hinweg immer versuchen, zu amnestieren, was ihnen auch fast gelingt, doch kurz vor der Entlassung stirbt Martin Krüger im Gefängnis. Das ist nur die grobe Rahmenhandlung, die sich wie ein roter Faden bis zum Ende durch den Roman zieht. Wichtiger ist jedoch in meinen Augen der (politische) Blick auf die Anfangsjahre der 1920er in Bayern bzw. in der Weimarer Republik allgemein, als durch die Inflation und die Besetzung des Ruhrgebietes die Bevölkerung immer unzufriedener wurde und großen Redenschwingern wie Adolf Hitler (oder wie er bei Lion Feuchtwanger heißt) Rupert Kutzner Tür und Tor für ihre kruden Visionen offen standen. Und so wird in „Erfolg“ auch sehr schön skizziert, wer Gerechtigkeit und wer Ungerechtigkeit walten lässt und wie alle verschiedenen (politischen) Fäden doch irgendwo wieder zusammenlaufen und man fängt wirklich an zu glauben, dass alles nur der Willkür einiger weniger Personen bedarf, um das Leben eines ganzen Volkes aufs Spiel zu setzen und Neid, Missgunst, Hass usw. zu schüren und zuzulassen. Und trotzdem führt aus jedem Tunnel wieder ein Weg ins Licht. Soll heißen: auf schwere, unschöne Zeiten folgen auch immer Zeiten der Hoffnung, des Friedens und des geachteten Miteinanders – auch wenn es momentan weltpolitisch eher unschön zugeht. Da ich nach Lektüre der gesamten Wartesaaltrilogie (die die Einzelbände „Erfolg“, „Die Geschwister Oppermann“ und „Exil“ beinhaltet) eine Komplettrezension schreibe, will ich es hiermit erst mal belassen, um erst mal den Erfolg zu genießen, den ich heute Nacht nach Ende der letzten Seite gespürt habe: wieder mal ein großartiges Meisterwerk (politischer) Literatur gelesen und gemeistert zu haben und mir gleichzeitig schon Gedanken für die abschließende Rezension mache *g*.

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    • 7
  • Politische Unruhe im Lande Bayern

    Erfolg
    sKnaerzle

    sKnaerzle

    Der Münchner Museumsdirektor Martin Krüger wurde wegen einer Lapalie unschuldig zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt. Seine Freundin Johanna Krain versucht seine Unschuld zu beweisen und nimmt dazu Kontakt zu allen Größen der Münchner Gesellschaft am Beginn der Zwanzigerjahre auf. Und so entsteht ein weites Panorama der Zeit: Künstlerbälle und Ministerstammtisch, Kleinbürgersorgen und Schriftstellerdebatten und am Ende politische Intrigen, völkische Aufmärsche und ein Putsch. Feuchtwanger schildert München zur Zeit des Hitlerputsches 1923, sein Personal sind die wirklichen Politiker und Künstler jener Epoche, die unter anderem Namen auftauchen, im Grunde schreibt er also ein Stück Zeitgeschichte. Seine Hauptpersonen, die kluge und zielstrebige Johanna Krain und der vernünftige Jacques Tüverlin sind rundum sympathisch. Ihnen gelingt es, in dem Chaos um sie herum den Überblick zu wahren und nehmen auch den Leser an die Hand. Aus Geschichtsbüchern erfährt man Tatsachen, aber die Atmosphäre einer Epoche erfährt man aus Romanen wie diesem!

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    • 2
  • Rezension zu "Erfolg" von Lion Feuchtwanger

    Erfolg
    Monsignore

    Monsignore

    22. May 2010 um 21:21

    Feuchtwanger war einst ein deutscher Bestsellerautor, umjubelt und gefeiert. Sein groß angelegter Roman "Erfolg" erschien 1930 und sagt klar und deutlich, dass die "Wahrhaft Deutschen" - so nennt es im Roman die Nazis - Europa in ein Schlachthaus verwandeln werden, wenn sie denn an die Macht kommen. Und Feuchtwanger prophezeit, dass sie an die Macht kommen. Mit einer breit gefächerten Personengesellschaft und klaren Handlungssträngen leuchtet er ernst und spielerisch den Aufstieg der Barbarei aus. Unverkrampft und hellsichtig schildert er die dumpfe bayerische Provinzialität dieser Jahre als Nährboden für das Nazigift. Stellenweise trägt der Roman dokumentarischen Charakter. Wer verstehen will, wie es zur deutschen Barbarei kam - hier kann er es lesen.

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