Lion Feuchtwanger Exil

(14)

Lovelybooks Bewertung

  • 23 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 1 Rezensionen
(6)
(7)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Exil“ von Lion Feuchtwanger

Schlüsselroman über das Leben deutscher Emigranten Schauplatz dieses Romans ist Paris, die Stadt, die für Tausende deutscher Flüchtlinge zum Exilort wurde. Im Frühjahr 1935 wird Friedrich Benjamin, ein bekannter Publizist und Redakteur einer deutschen Emigrantenzeitung, von den Nazis verschleppt. Sepp Trautwein, der von seinem Münchner Lehrstuhr vertriebene Musikprofessor und Komponist, gibt die Musik auf, um Benjamins Sache zu seiner eigenen zu machen. Er kämpft einen fast hoffnungslosen Kampf, der sich schließlich als Ansporn und Bestätigung in seiner Kunst niederschlägt. Er komponiert die Sinfonie "Der Wartesaal", eine Metapher für die Zeit des Exils. Feuchtwanger wählte einen authentischen Fall als Ausgangspunkt für eine differenzierte Darstellung der Situation deutscher Exilanten, ihrer Existenznöte, ihrer politischen Zerrissenheit und ihres "ohnmächtigen und ein bißchen lächerlichen" Kampfes gegen einen riesigen Staat und seinen übermächtigen Apparat.

Stöbern in Klassiker

Woyzeck

unvollendet und chaotisch. Man versteht zwar, was der Autor zeigen wollte, aber das hilft auch nicht mehr viel

STERNENFUNKELN

Stolz und Vorurteil

Super schönes Buch, nicht umsonst ein Klassiker und ein Buch, dass man in seinem Leben gelesen haben sollte.

Lichterregen

Macbeth

Eines der besten Werke Shakespeares, meiner Meinung nach.

SophiasBookplanet

1984

Ein Buch so wichtig und aktuell wie nie zuvor. Sollte jeder mal gelesen haben.

Antje_Haase

Das Fräulein von Scuderi

Sehr langweilig (ich musste es für die Schule lesen)

Dreamcatcher13

Das Bildnis des Dorian Gray

Eines der Bücher, die mich am meisten beeindruckt haben:)

Hutmacherin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Gesammelte Werke in Einzelbänden. Die Romane / Exil" von Lion Feuchtwanger

    Exil
    Chris1985

    Chris1985

    23. December 2010 um 23:00

    Lion Feuchtwanger - ein Meister der detailreichen Sprache, der kontrastreichen Charaktere und der pompösen Wortauswahl! Das Buch "Exil" ist ein Buch, welches seinesgleichen sucht. Ein Stück grausamer, aber wie das Buch deutlich zeigt, auch lehrreicher und wertvoller deutscher Geschichte wird hier verarbeitet. Mit seinen knapp 900 Seiten ist das Buch ein dicker Schmöker, nichtsdestotrotz konnte ich ihn nicht weglegen und musste teilweise bis spät in die Nacht weiterlesen. Alle Charaktere und Erzählstränge kann ich hier unmöglich wiedergeben. Daher nur die, die am wichtigsten erscheinen: Wir treffen zunächst Sepp Trautwein, seinerzeit ein großer Komponist in Deutschland, der jedoch nach Paris gegangen ist, als die Nazis nach der Machtergreifung strebten. Er lebt mit seiner Frau Anna und seinem Sohn Hanns in kleinen, beengten zwei Zimmern. Außerdem wird von der Entführung Friedrich Benjamins, einem bekannten Journalisten, der sich gegen die Nazis stellt, berichtet.Eben diese Entführung entrüstet Sepp, unseren Komponisten, derart, dass er sich entschließt, von nun an "in Politik zu machen", wie er selber sagt, und die Musik ruhen zu lassen. Er will für die Befreiung Benjamins kämpfen. Ein Kampf wie David gegen Goliath! Im Rahmen dieses Kampfes treten immer mehr Charaktere auf. Manche gänzlich schwarz oder weiß in politischer Hinsicht dargestellt, manche noch unentschlossen, welche politische Richtung sie befürworten. Es kommt zu einigen grausamen und erschreckenden Zwischenfällen. Letztendlich kehrt Sepp aber doch wieder zu seiner Musik zurück und komponiert die Sinfonie "Der Wartesaal". Der TItel dieses Musikstücks steht exemplarisch für das ganze Buch - genial gemacht von Feuchtwanger! Wie er seine Charaktere mit der Komposition Trautweins abstimmt! Generell hat Feuchtwanger einen Blick für die richtige Kombination. Zwar werden dem Leser sehr viele Personen vorgestellt, aber irgendwie gehören sie doch alle zusammen - zwar nicht öberflächlich, aber sehr wohl, wenn man tiefer blickt. Mit seiner bildreichen Erzählkunst und seinem kontrastreichen Wortepertoire hat mich Feuchtwanger beeindruckt. Ich habe großen Respekt vor diesem Autor, der einst selbst Exilant war und in diesem letzten Teil der "Wartesaal"-Trilogie seine Erfahrungen eingebracht hat, wie es kaum ein anderer Autor hätte fertigbringen können. Ein Meisterwerk deutscher Literatur - politisch und geschichtlich sehr anspruchsvoll, jedoch trotzdem sehr nah an den Menschen dieser Zeit und dessen persönlichen Schicksalen!

    Mehr