Liona Toussaint Scharlachroter Mond

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Inhaltsangabe zu „Scharlachroter Mond“ von Liona Toussaint

„Scharlachroter Mond“, eine abstrakte wie pikante Liebeserzählung, dokumentiert anhand von Briefen, ist - auf schwer zu beschreibende Weise - einzigartig. Scharlachroter Mond - zeigt die tiefsten Gedanken und Empfindungen von Lana und Leoni, aufgezeichnet in ihren schöpferisch geistigen Briefen. Beide Frauen (Künstlerinnen) sind Gefangene ihrer Faszination füreinander, aber da sie „unterschiedlicher“ nicht sein können, geraten Lana und Leoni ins Kreuzfeuer ihrer Gefühle. Wer kennt nicht die Liebesbriefe von Henry Miller an seine geliebte Brenda Venus? Ähnlich verhält es sich mit diesem Buch. Wie oft stellen wir fest: Ich lebe nicht, ich liebe! Manchmal nur für einen Moment, der nicht selten zur Ewigkeit wird und uns ein Leben lang begleitet. Lana schreibt Leoni: Noch nie in meinem Leben habe ich schönere Liebesbriefe erhalten. Du bist eine große Künstlerin und Dein Herz ist das einer Elfe. Ich bin furchtbar verliebt in Deine Sprache, fasziniert von der plastischen Darstellung und Poesie, welche ich in jedem einzelnen Wort finden kann. Unserer lebensnahen Poesie! Seit ich Dich kenne, hast Du meine Gedanken fortwährend in Anspruch genommen. Wäre ich ein zwirbelndes raupengrünes Blatt am Ast, würde ich für Dich tanzen und Maultrommel-Lieder spielen.

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  • Rezension zu "Scharlachroter Mond" von Liona Toussaint

    Scharlachroter Mond
    gerrhosaurus78

    gerrhosaurus78

    26. June 2009 um 23:59

    Autorin Die Autorin ist, wie bereits Eingangs erwähnt, Liona Toussaint. Informationen über sie kann man auf ihrer Internetpräsenz unter www.liona-toussaint.de finden. Sie ist Bildende Künstlerin und Autorin (Grafik-, Web-, Medien- und Fotodesignerin wie Medienpädagogin auch Herausgeberin). Des Weiteren wurde sie 2006 als Fotografin der Woche ausgezeichnet und belegte den 3. Platz bei der Nominierung zur Fotografin 2006. Weitere Zeugnisse ihrer Kreativität und ihrer Werke findet man unter diversen Internetpräsenzen, wen es interessiert, der wird über den oben genannten Link fündig. Neben dem Buch Scharlachroter Mond sind unter anderem noch das Buch Schnipp-Schnapp sowie zwei Bücher zum Thema ADS/ADHS erhältlich. Ein Buch ist Mein ADS und ich, ein anderes Mein Leben mit ADD - Ein Aufklärungsbuch über ADD/ADHD/ADS - Das Aufmerkamkeits-Defizit-Syndrom. Letztes erschien im Jahr 2001 und war zwei Jahre als Bestseller und als erstes deutschsprachiges Buch zum Thema ADS - unter den damals nur 3 ADS-Büchern auf dem europäischen Buchmarkt, wobei die anderen beiden ADS-Bücher aus dem amerikanischen ins deutsche übersetzt wurden. Inhaltsangabe – letzte Seite ## Scharlachroter Mond Du bist mein „scharlachroter Mond“, mein reflektierendes Sonnenlicht, und gleichzeitig verschmutzt Du meine Atmosphäre mit all Deinem Übermaß an Wünschen und Forderungen als Diva. Deine Atome und Moleküle streust Du in mich, verteilst sie überschallschnell in alle Richtungen. Ich zerberste an Deiner chemischen ultrakosmischen Macht über mich und bin dennoch liebeerfüllt geblendet von Deiner Schönheit. Du kennst doch sicherlich das Phänomen, wenn der Mond rot am Himmel steht? Wir Irdische blicken ihn an und können gar nicht glauben, was wir sehen. Eigene Meinung und Reflektion Ich fand das Buch sehr lesenswert und interessant gestaltet und geschrieben. Das mag vor allem daran liegen, dass es eben kein „klassischer“ Roman ist, sondern eine Aneinanderreihung von Briefen, die eine Geschichte erzählen. Dies ist eine äußerst interessante Art der Erzählung, die mir so noch nicht in der Literatur begegnet ist. Und sie ist nicht nur interessant, sondern auch noch äußerst lesenswert, was zweifellos am Sprachstil liegt. Diesen würde ich als sprachgewaltig charakterisieren wollen, die Briefe sind auf einem intellektuell meist gehobenem Niveau geschrieben. Dem Text liegt eine unheimliche Sprachgewandtheit zu Grunde, was zu einer unheimlichen Faszination meinerseits geführt hat. Interessant finde ich die Geschichte der beiden Frauen, wie sie sich entwickelt, denn diese beiden Frauen sind ja sehr unterschiedlich, praktisch wie Tag und Nacht, sehr gegensätzlich. Und Gegensätze können sich erst einmal sehr anziehen. Aber ob diese Gegensätzlichkeit auf Dauer gut gehen kann? Theoretisch ja. Aber praktisch? Kann Leoni sich Lanas luxuriösen und unrealistischen Wünschen unterordnen? Wird Lana Leonis Art und Weise der Umsetzung Leonis Kreativität aus ihrem Weltschmerz verstehen und akzeptieren können? Können beide aus ihrer Haut heraus? Oder bleiben sie zu sehr in ihrer jeweils eigenen Welt verhaftet? Das lasse ich mal offen, denn wen das interessiert, der kann sich das Buch ja kaufen. Zu den beiden Hauptcharakteren möchte ich auch ein paar Worte schreiben. Zum einen wäre da Leoni, ein kreativer fleißiger Mensch, der beständig am Arbeiten ist, um in der Lage zu sein, nicht nur für den eigenen Lebensunterhalt aufzukommen, sondern auch noch Lana auszuhalten, was doch gewaltig ins Geld geht. Und letzteres macht sie nur aus Liebe, sie wird dabei schamlos ausgenutzt, gibt sehr viel und bekommt verdammt wenig zurück. Letztlich ist sie etwas naiv, ich würde sagen, der Satz „Liebe macht blind“ trifft bei ihr sehr stark zu. Zum anderen wäre da Lana, die Diva, die unheimlich viel fordert und nimmt, in jeder Hinsicht - und nur sehr wenig zu geben bereit ist. Eine Person, die aufgrund ihres Auftretens, ihrer Redegewandtheit unheimlich anziehend sein mag – aufgrund ihres Charakters wäre ich sehr schnell bestrebt, sie entweder vom Egotrip herunter zu kriegen oder aber sie im Regen stehen zu lassen. Diese fiktiven Personen spiegeln in meinen Augen das wieder, was immer wieder in der Gesellschaft zu finden ist, es gibt einfach Menschen wie Leoni, die zu gut für diese Welt sind, sich ständig auf allen Ebenen ausnützen lassen und es gibt Menschen wie Lana, die die Gutmütigkeit und Naivität von Personen wie Leoni schamlos ausnützen. Insofern würde ich das Buch als eine Art Gesellschaftskritik ansehen wollen. Kritik zum einen an dem Menschen, der sich immer nur ausnützen lässt, ohne wirklich etwas zu bekommen, zum anderen eine deutliche Kritik an dem Menschenschlag, der divenartig nur nimmt, ohne bereit zu sein, auch mal etwas zurück zu geben, der sich auch nicht wirklich auf sein Gegenüber einlässt, sondern sich immer in den Mittelpunkt und Vordergrund drängt. Hinzufügend ist Lanas Nehmen auch noch überaus teuer, da sie als Diva beispielsweise lieber in Residenzen wohnt, anstatt in Hotels. Fazit #### Das Buch hat mich sehr fasziniert, so sehr, dass ich es entgegen meiner Gewohnheit gleich 2x gelesen habe, unter anderem, weil es etwas komplex ist und man beim ersten Lesen vielleicht nicht alles so begreift und wahrnimmt, wie es sein sollte. Der Schreibstil gefällt mir ebenso wie die zahlreichen Bilder, die das Buch zusätzlich schmücken. Inhaltlich finde ich das Buch sehr unterhaltsam geschrieben, mir hat das Buch viel Spaß und Freude bereitet. Und damit vergebe ich eine maximale Wertung, sprich 5 Sterne und spreche eine absolute Kaufempfehlung aus. Ich veröffentliche unter dem Pseudonym gerrhosaurus78 / gerrhosaurus1978

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