Lionel Davidson

 3.6 Sterne bei 49 Bewertungen
Autor von Der Rabe, Die Rose von Tibet und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Lionel Davidson

Sortieren:
Buchformat:
Der Rabe

Der Rabe

 (22)
Erschienen am 12.09.2016
Die Rose von Tibet

Die Rose von Tibet

 (15)
Erschienen am 09.10.2017
Die Nacht des Wenzel

Die Nacht des Wenzel

 (4)
Erschienen am 01.01.1988
Tod in Chelsea

Tod in Chelsea

 (4)
Erschienen am 18.12.2014
Das schwarze Gold

Das schwarze Gold

 (1)
Erschienen am 18.12.2014
Der Ruf der Gazelle.

Der Ruf der Gazelle.

 (1)
Erschienen am 01.01.1998
Unter dem Pflaumensee

Unter dem Pflaumensee

 (0)
Erschienen am 01.01.1981

Neue Rezensionen zu Lionel Davidson

Neu
HansDurrers avatar

Rezension zu "Die Rose von Tibet" von Lionel Davidson

Ein Abenteuer-Klassiker
HansDurrervor 7 Monaten

Das Buch ist ein Klassiker, erstmal erschienen ist es 1962

Die Rose von Tibet nimmt seinen Anfang in einem Londoner Verlag, wo der Autor Lionel Davidson als Lektor tätig ist. In dieser Funktion wird er von seiner Sekretärin, Miss Marks, auch auf Mr. Oliphant, der ein Latein-Buch für Anfänger geschrieben hat, aufmerksam gemacht.

„Miss Marks blickte von ihrer Schreibmaschine auf und fing an, mit ihren Fingerspitzen leicht auf ihrer Stirn herumzutrommeln – eine Angewohnheit, die durchkommt, wenn sie sich mit irgendwelchen Sorgen herumquält, aber nicht will, dass ich es bemerke.“

Es sind solch witzige Passagen, die mich (unter anderem) für Lionel Davidsons Schreiben einnehmen; darüber hinaus weiss er spannend zu erzählen. Über das Verlagswesen 8und den kreativen Prozess notiert er: „Ich hasste die Leute, die Manuskripte lasen und begutachteten. Gutachter, im Allgemeinen keine kreativen Menschen, so erschien es mir, sollten versuchen, selbst etwas zu erschaffen – wenigstens eine Kleinigkeit. Es war der reinste Frevel, so erschien es mir, dass solche Menschen über die Arbeit kreativer Menschen zu Gericht sassen. Etwas aus dem Nichts heraus entstehen zu lassen, etwas zusammenzusetzen, etwas ganz Neues in die Welt zu setzen – das war eine bewundernswerte, eine mühselige Arbeit. Den Menschen, die das taten, so erschien es mir, standen Worte des Dankes zu, und man sollte ihnen auf den Rücken klopfen und sie für ihre Mühen nicht etwa einem Sperrfeuer gehässiger Kritik aussetzen.“ (Am Rande: Das wiederholte „so erschien es mir“ wirkt ausgesprochen sperrig.).

Mr. Oliphant macht Davidson auf das Schicksal von Charles Houston aufmerksam, der sich auf die Suche nach seinem verschollenen Stiefbruder, dem Filmemacher Hugh Whittington, der auf einer Exepdition in der Nähe des Mount Everest ums Leben gekommen sein soll, nach Indien, Sikkim und Tibet aufgemacht hatte. Die Rose von Tibet erzählt hauptsächlich von Charles Houstons Abenteuern, der es in Asien mit ganz anderen Mentalitäten zu tun kriegt, als er sich gewohnt ist. So sind etwa die Vorstellungen von Distanz („Ins Kloster Yamdring? War das vielleicht in der Nähe? Ja, es war nicht weit weg, drei tagesreisen, mehr nicht.“) und Zeit („Die wenigen Meilen, von denen die Rede gewesen war, kosteten sie weitere drei Stunden.“) gewöhnungsbedürftig.

Charles Houston hat auf seiner Reise im Jahre 1950 einiges durchzustehen. Unter anderem wird er von zwei Schlägern angegriffen, leidet unter der Höhenkrankheit und hätte ohne die Hilfe eines Jungen namens Ringling (der ihn ständig mit „Houtson“ anredet) die Strapazen in den Bergen wohl kaum durchgestanden. Dabei gerät er auch immer wieder an Menschen, die die Welt entschieden anders wahrnehmen als er selber es tut.

„Houston betrachtete ihn in stummer Erregung. Er hatte den Eindruck, einer Horde von Irren in die Hände gefallen zu sein, die er auf eine Weise überzeugen musste, der sie folgen konnten.“

Kein Wunder gehört Die Rose in Tibet in die Kategorie Abenteuerromane, denn es gibt in diesem Roman viel Abenteuerliches (und nicht wenig, dass einem westlich orientierten Gemüt etwas sehr eigenartig vorkommen mag) zu lesen. Damit meine ich weniger die Omen und Prophezeihungen, die allesamt einzutreffen scheinen, als Dialoge wie etwa diesen: „Ich bin jetzt drei Tage lang Abt.“ „Und was ist mit dem Abt?“ „Der Abt ist jetzt Affe.“

Entsprach Houstons Geschichte der Wahrheit oder entsprang sie einer blühenden Fantasie?, fragte sich der Lektor Lionel Davidson in London. Er beauftragte einen Sachverständigen, der vieles bestätigte und auch über das weitere Schicksal Tibets informierte. Etwa darüber, dass der Dalai Lama am 17. März 1959 nach Indien geflohen war und die Internationale Juristenkommission darüber unterrichtet hatte, dass die Chinesen tibetanische Männer sterilisierten, 65 000 Tibetaner umgebracht und tausend Klöster zerstört worden seien.

Kommentieren0
1
Teilen
kupfis_buecherkistes avatar

Rezension zu "Die Rose von Tibet" von Lionel Davidson

Beeindruckend - wenn auch manchmal zu esoterisch
kupfis_buecherkistevor 10 Monaten


Als ich das Cover gesehen habe, und den Klappentext gelesen hatte, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Tibet im allgemeinen wirkt sehr faszinierend auf mich aus. Und wenn bei einer Expedition am Mount Everest einige Europäer verloren gehen, und man über deren Verbleib nichts erfährt, klingt das erstmal spannend. Unter den vermissten Europäern ist auch der Stiefbruder von Charles Huston ist unter den Vermissten, die für tot geglaubt werden. Aber Charles zweifelt an dem Tod seines Stiefbruders, und begibt sich auf die Reise nach Indien, um dort mehr über den wahren Verbleib seines Bruders herauszufinden. Doch er wird immer wieder von Beamten, Ärzten oder anderen Zeugen vertröstet, muss sich mühsam nach und nach Infos zusammen suchen. Als er auf jungen Sherpa Ringling trifft, begibt sich Huston mit Ringling sich auf die Suche nach seinem Bruder, doch er ist nicht ganz vorbeitet auf das, was ihn während der Reise erwartet. Seine Zeit in einem Kloster prägt ihn für sein restliches Leben.


Im Großen und Ganzen hat mir das Buch recht gut gefallen. Auch wenn ich im ersten Moment doch eher die Hoffnung hatte, dass dies eher ein kompletter Kriminalroman werden könnte, wurde ich nicht enttäuscht. Diese Mischung aus Krimi, Reisebericht, aber auch Biographie hat mir sehr gut gefallen. Die Landschaftsbeschreibungen, die Zeiten, in denen Davidson mit seinen Reisebegleitern unterwegs ist, war beeindruckend, und man kämpfte gefühlt mit ihnen ums Überleben. Auch den Frust, den Huston empfand, weil er keine Infos von den Regierungsbeamten bekam, oder erst durch lange Umwege, kann man nachvollziehen. 


Ich habe nur nicht ganz die religiösen, bzw. esoterischen Erlebnisse, die dieses Buch mitsich bringt, erwartet. Wenn man sich aber darauf einlassen kann, dass die Esoterik und die buddhistische Religion in Tibet bzw. in diesem besagten Kloster eine entscheidende Rolle spielen, kann man in die wundersame Welt des Himalayas eintauchen. 


Was mir ebenso gut gefallen hatte, war der geschichtliche Einzug, den Davidson gut mit ins Buch hat einfließen lassen. Einerseits die Nachkriegszeit in Europa, aber ebenso die gewaltsame Übernahme Chinas von Tibet. So kommt es, dass Huston sich vor den Chinesen verstecken muss, und die Chinesen in seiner Flucht nach Hause berücksichtigen muss. 






Da mir manchmal der esoterische Teil zu stark ausgeprägt war, ziehe ich dem Buch einen Stern ab. Dennoch vier Punkte. Ein schönes Buch. 

Kommentieren0
2
Teilen
Angie*s avatar

Rezension zu "Die Rose von Tibet" von Lionel Davidson

Streifzug durch Tibet
Angie*vor einem Jahr




INHALT/KLAPPENTEXT:
Januar 1949: Der britische Filmemacher Hugh Whittington soll auf einer Expedition in der Nähe des Mount Everest ums Leben gekommen sein. Doch sein Stiefbruder Charles gelangt an Informationen, die ihn an Hughs Tod zweifeln lassen. Er ist entschlossen, nach Tibet zu reisen und ihn zu finden, doch die Grenzen des Landes sind abgeriegelt. Auf gefährlichen Pfaden gelangt Charles schließlich ins verbotene Land, wo sein Bruder sich in einem Kloster aufhalten soll. Doch statt auf Hugh trifft er dort auf eine faszinierende Frau mit einem tödlichen Geheimnis …
MEINE MEINUNG:Ich hatte mir von diesem Roman und Klappentext sehr viel Abenteuer, spannende Beschreibungen  über Land und Leute versprochen , wurde aber leider enttäuscht und muss nach langer Lese-Zeit zugeben: Es war ein Buch, welches mich nicht begeistern konnte!Die langatmigen  und umständlichen Epiloge am Anfang und Ende des Buches lassen den Leser unbefriedigt und ohne Spannung zurück. Den Schreibstil des Autoren empfand ich als sprunghaft und unruhig. Man rätselt immer wieder wie er in diese oder die nächste Begebenheit so schnell hineinkommen konnte. Ich habe beim Lesen ganz oft Langeweile empfunden durch umständliche Formulierungen und Beschreibungen von Situationen und Gedanken des Protagonisten.Meine Gedanken konnten laufend abschweifen und das bedeutet meistens ein Todesurteil für die Lektüre.Mich störte auch die abschätzige Meinung des Protagonisten über die Verhaltensweisen der einheimischen Bevölkerung. Seine westlich geprägte, arrogante Geisteshaltung kam sehr deutlich zum Ausdruck und hat mich ganz klar verärgert. Ich empfand diese Geschichte teilweise als skurril und der Lehrer und Stiefbruder  Charles erschien mir mit seinem Verhalten oft nicht authentisch. Vielleicht liegt  meine Unzufriedenheit auch an der unruhigen Lesezeit über die Weihnachtstage. Ich habe den berühmten *roten Faden* immer nur mit viel Sucherei wiedergefunden und plötzlich war die Farbe verblasst oder hatte gar gewechselt. Es war einfach wohl leider das falsche Buch zum falschen Zeitpunkt für mich,,,,möge sich der interessierte Leser aber immer ein eigenes Bild  machen, denn ich wertschätze jeden Autor und seine anstrengende Arbeit.
Meine Bewertung: ZWEI ** Sterne für ein Buch, welches mich nicht begeistern konnte!
Herzlichen Dank an den Autor und den Verlag für die Bereitstellung des  Leseexemplars.

Kommentare: 2
20
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 74 Bibliotheken

auf 7 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks