Lionel Shriver Dieses Leben, das wir haben

(24)

Lovelybooks Bewertung

  • 30 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 9 Rezensionen
(14)
(4)
(5)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Dieses Leben, das wir haben“ von Lionel Shriver

Den Alltagsärger hinter sich lassen, die Welt sehen, nachdenken – so hat sich Shepherd den Rest seines Lebens vorgestellt. Seine Frau Glynis kann ihm dabei nicht folgen – sie stellt ihn vor eine tragische Wahl. Nach ihrem mitreißenden Roman »Liebespaarungen« erzählt Lionel Shrivers neues Buch von den Wandlungen einer Ehe in schweren Zeiten. Und auch von dem Glück, das daraus entstehen kann. 

Eine ernste Thematik, über Zusammenhalt und die Probleme eines nicht mehr alltäglichen Wahnsinns. Manchmal langweiige und langatmige Stellen, aber ansonsten ok..

— EllaEclipse

Stöbern in Romane

Der Sandmaler

Eine Reise wert...

LeenChavette

Die Hauptstadt

Eine Herzlungenmassage für Europa ... so empfand ich das lesen

Gwenliest

Engel sprechen Russisch

10 Jahre kommunistische Sowjetunion.- 10 Jahre kapitalistisches Russland. 10 Jahre Deutschland.

miss_mesmerized

Im Herbst

Ein wunderbares Buch, in dem ganz alltägliche Dinge warmherzig beschrieben werden

Curin

Die Schlange von Essex

Mehr Frauenpower hätte diesem Buch gut getan. Cora war die bei weitem interessantes Figur in diesem Roman und hätte mehr Seiten verdient.

Flamingo

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eine Geschichte die uns zeigt, wie schnell sich das Leben verändern kann.

    Dieses Leben, das wir haben

    EllaEclipse

    28. June 2016 um 21:49

    Klappentext: Den Alltagsärger hinter sich lassen, die Welt sehen, nachdenken – so hat sich Shepherd den Rest seines Lebens vorgestellt. Seine Frau Glynis kann ihm dabei nicht folgen – sie stellt ihn vor eine tragische Wahl. Nach ihrem mitreißenden Roman »Liebespaarungen« erzählt Lionel Shrivers neues Buch von den Wandlungen einer Ehe in schweren Zeiten. Und auch von dem Glück, das daraus entstehen kann. Meine Meinung: ACHTUNG SPOILER!!! Ich kann diesem Buch nur 3 von 5 möglichen Sternen geben. Es ist nicht so, dass mich die Thematik über Krankheiten nicht bewegt oder ich mir das nicht vorstellen kann. Dass kann ich sehr Gut, hautnah musste ich so einen Kampf mit meiner Mutter miterleben. Die ihn zum Glück gewonnen hat. Ich fande es aber alles so voller Zufälle und aufgespielter Dramatik, dass mir davon manchmal echt schlecht wurde. Shepard wollte seine Frau und seinen Sohn am Anfang sitzen lassen und abhauen. Er steht sozusagen schon mit gepackten Koffern vor ihr, sie erzählt von dem Krebs. Er bleibt da- ich meine das ist Zusammenhalt und Liebe oder? Tut er das nur, weil sie krank ist, ist er wirklich so einer? Da dachte ich mir schon so hm. Ich wäre wahrscheinlich auch nicht gefahren, aber so heuchlerisch.. Wenn man jemanden erst klar macht, dass man denjenigen auch verlässt wenn es sein muss und dann doch da bleibt. Kann man das als andere Person überhaupt dann noch Wertschätzen? Dann der Zufall- sein bester Freund hat eine todkranke Tochter. Parallel zu Glynis und Shepard kommt auch sein Leben ins Spiel, man findet heraus (Ziemlich am Schluss), dass er einen Arsch voll schulden hat, da er Spielsüchtig ist. Und was macht er? Lässt sie im Stich und erschießt sich selbst. Super. Ganz toll. Aber das ist eigentlich auch das einzig interessante, was in dem Buch passiert. Außer das die anderen Personen aus der Familie, Glynis plötzlich mehr als Zucker ums Mäulchen schmieren nur weil diese erkrankt ist. Glynis wird mehr und mehr undankbar, melancholisch, schlecht gelaunt. Und Shepard tut ein einfach nur extrem leid. Shepards Schwester hätte ich so manches Mal gerne eine draufgegeben- kein bisschen eigenständig, nur am beklagen und zieht ihm dauerhaft das Geld aus den Taschen. Wie eine Zecke. Das Ende ist wirklich bewegend gewesen. Letzten Endes, da auch sein bester Freund seine Familie im Stich gelassen hat, nimmt er deren Familie (Die Frau und 2 Mädchen, die eine krank) und seine eigene (Seinen kranken Vater, seine kranke Frau und seinen Sohn) und macht mit ihnen eine Reise. Dort angekommen, dauert es nicht lange- erst stirbt das Glynis, dann das kranke Mädchen und dann sein Vater. Er bleibt in seinem Paradies. Die 3 beerdigt, am Meer. Und auch die Frau seines besten Freundes bleibt. Mir waren es einfach zu lange Pausen dazwischen, wo man sich dachte: Kommt da jetzt noch was? Und auch einige sehr langweilige Stellen.. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und auch der Einstieg in die Story ging Gut. Geschmäcker sind bekanntich verschieden- also werde ich auch keinem abraten dieses Buch zu lesen- ganz im Gegenteil, jeder sollte sich selbst eine Meinung bilden.

    Mehr
  • Sensationell gut

    Dieses Leben, das wir haben

    Golondrina

    27. September 2015 um 09:33

    Schon "Wir müssen über Kevin reden" und "Liebespaarungen" haben mich tief berührt. Mit "Dieses Leben, das wir haben" hat sich Lionel Shriver definitiv in meinem Bücherolymp geschrieben. Keine leichte Kost: Sheperd will raus, die Jahre waren erfüllt von Arbeit, von Geben und Sorgen und jetzt, mit den Früchten dieser Jahre soll es ins Himmelreich gehen, einen Ort, an dem er die letzten Jahre verbringen will, raus. Aber seine Frau ist zu Tode erkrankt, die Behandlung verschlingt den angesparten Fahrschein in die Freiheit. Shriver erspart dem Leser nichts aber dennoch schafft sie es, dass Leid, Krankheit und Ausweglosigkeit nicht der alleinige rote Faden in der Geschichte sind. Was ist mir wichtig von der Wiege bis zur Bahre, was treibt mich, welche Träume habe ich? Und wie stelle ich mich dem? Das Buch wirft den Leser zeitweise schmerzhaft auf sich selbst zurück. Es fällt schwer, danach ein neues zu beginnen.

    Mehr
  • Trifft direkt in Herz und Magen!

    Dieses Leben, das wir haben

    Queenelyza

    25. March 2014 um 21:33

    Shep hatte sein ganzes Leben lang einen Traum. Wenn die Kinder groß sind, die eigene Firma verkaufen, auswandern und mit seiner Frau einfach nur noch in den Tag hinein leben, das Leben genießen. Er hat bereits den Ort herausgesucht, die Insel Pemba, doch da macht ihm seine Frau Glynis einen Strich durch die Rechnung. Denn sie hat keine guten Nachrichten für ihn - und sich selbst. Sie leidet an einem Mesotheliom, einer sehr akuten Krebsart, die heftige Therapien erfordert, ohne jedoch eine Heilung versprechen zu können. Shep hat keine Wahl, wenn er seine Frau nicht verlieren will, er wird all sein Geld benötigen, um die medizinische Versorgung zu gewährleisten.   Auch Sheps bester Freund Jackson hat wahrlich kein leichtes Leben. Er hat eine schwer behinderte Tochter, deren kleinere Schwester sich ebenfalls in eine Krankheit steigert, um Aufmerksamkeit zu erregen. Und auch Jackson selbst ist kein glücklicher Mann - er fasst einen folgenschweren Entschluss, der seine Ehe mit Carol gefährdet.   Was sich zunächst noch locker und leicht anlässt, wird bald ziemlich starker Tobak. Anders als ich es sonst von US-Autoren kenne, nimmt Lionel Shriver kein Blatt vor den Mund, sie beschönigt keine Emotion, keinen Zustand, keine Krankheitssymptome. Wir lesen über Dinge, die wir von fremden Menschen eigentlich am liebsten gar nicht wissen möchten, aber nichts davon wirkt effekthascherisch oder mitleiderregend. Jede Situation passt genau so in die Geschichte, wie sie stattfindet. Dabei geschieht es, dass der Leser keine Figur "lieb gewinnt", aber durchaus versteht oder nachvollziehen kann, warum wer gerade wie handelt.    Die unterschiedliche Dynamik der beiden Beziehungen der Freunde wird immer wieder genau beschrieben, ohne in irgendeiner Form gewertet zu werden. Kann eine Beziehung unter der Last einer derart schlimmen Krankheit bestehen? Wie viel kann ein Mensch ertragen? Der Leser erhält keine bequeme Antwort auf diese Fragen, aber man fragt sich diese Dinge beim Lesen automatisch. Es passiert etwas beim Lesen. Im letzten Drittel musste ich das Buch mehrfach beiseite legen, weil das Geschehende so schwer zu ertragen war.    Und dennoch, dieses Schwere, dieses Hoffnungslose wird in eine wunderbare Sprache verpackt. Man liest schlimme Dinge und fühlt sich seltsam getröstet, weil das Buch auf moralischer Ebene einfach unantastbar ist, Schwer zu beschreiben, wie ich das meine, aber ich konnte einfach jedes Handeln irgendwie nachvollziehen. Keiner hat sich seine Entscheidungen leicht gemacht, das Buch zeichnet keine Soapmomente nach, sondern schmerzhaftes Leben, in dem es trotzdem einen Lichtstrahl am Horizont gibt, und wenn es noch so dunkel ist. Das Buch ist, obwohl manchmal drastisch, für mich unheimlich liebevoll geschrieben, ohne in irgendeiner Form sentimental oder gar kitschig zu werden.    Ich habe jede Seite dieses Buches genossen, ich wollte gar nicht, dass es endet. Es ist selten, dass ich an einem Buch nichts auszusetzen habe, aber dies hier ist so ein Juwel. Ein wahres Jahres-, sogar ein Lebenshighlight!

    Mehr
  • Die ungeschönte Wirklichkeit einer Sterbenden begleiten

    Dieses Leben, das wir haben

    R-E-R

    29. December 2013 um 23:33

    Das Jenseits bezeichnet den Ort außerhalb der Welt, in den man nach dem Tod eintritt. Als gläubiger Christ sagt man auch Himmelreich dazu. Für Shep Knacker ist das Himmelreich der Ort wo er den Rest seines Lebens verbringen will. Er hat sparsam gelebt, seine Firma mit Gewinn verkauft und jahrelang “Recherchereisen” unternommen um das richtige “Jenseits” zu finden. Mit Pemba, einer Insel vor der afrikanischen Küste von Sansibar, scheint er endlich fündig geworden zu sein. Die Tickets sind gebucht, die Koffer gepackt, der Job gekündigt als seine Frau ihn mit einer tragischen Diagnose konfrontiert. Ich bin durch einen Tipp aus der Süddeutschen Zeitung auf das Buch gestoßen. Auf einer Doppelseite empfahlen SZ Autoren Weihnachtsgeschenke. Der kurz skizzierte Inhalt machte mich neugierig. In “Das Leben das wir haben” geht es um zwei Paare, die auf ganz unterschiedliche Weise mit Krankheit und Tod konfrontiert werden. Dazu kam, dass ich die Autorin bereits von ihrem beeindruckenden Roman “Wir müssen über Kevin reden” kannte. Shep hat durch den Verkauf seiner Firma ein Vermögenskonto angelegt, dessen Wert sich am Anfang der Geschichte auf knapp 800.000 Dollar beläuft. Der Krankheitsverlauf seiner Frau wird anhand der sinkenden Zahlen auf diesem Konto verdeutlicht. Sheppard ist zwar durch seinen Arbeitgeber, vor dem er zu Kreuze kriecht um seinen Job wieder zu bekommen, krankenversichert. Allerdings ist die Versicherung eine “jener Albträume” bei denen nur die notwendigste Grundversorgung abgedeckt ist und jede Sonderbehandlung zuzahlungspflichtig. In Glynis Fall einer äußerst seltenen und schwer behandelbaren Krebsform, kommt dies dem persönlichen Ruin gleich. Carol und Jackson, die Freunde von Shep und Glynis, haben ein unheilbar krankes Kind. Ihre Tochter Flicka ist an familiärer Dysautonomie erkrankt. Hauptmerkmale dieser seltenen Gen-Erkrankung sind extreme Blutdruckschwankungen, fehlende Tränenflüssigkeit und die mangelnde Koordination des Verdauungssystems. Dazu kommen das Fehlen von Heiß-, Kalt und Schmerzempfinden, Kleinwuchs, Unterentwicklung und Sprachschwierigkeiten. Die Pflege der Tochter hat Mutter Carol übernommen, die dafür ihren eigentlichen Beruf als Gartenarchitektin aufgegeben hat und für die Computerfirma IBM von zu Hause aus arbeitet. Der Hauptgrund war auch hier die Krankenversicherung. Obwohl naheliegend zeichnet das Buch anhand der Krankengeschichten kein exemplarisches Bild der Ungerechtigkeit des amerikanischen Gesundheitssystems. Beide Familien können sich die medizinische Versorgung leisten, ohne (zunächst) größere persönliche Einbußen in Kauf nehmen zu müssen. Man möchte sich nicht vorstellen, wie es den beiden Patientinnen ergehen würde, wenn sie nicht durch Eltern oder Ehemann abgesichert wären. Das Buch ist in jedem Fall nichts für schwache Nerven. Die Drastik mit der Shriver den Verfall von Glynis beschreibt, lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Von Haarausfall bis Appetitlosigkeit und vom körperlichem Verfall bis zum kompletten Aussetzen der Vitalfunktionen. Glynis ist dennoch keine Figur mit der man Mitleid hat. Vielleicht das stärkste Argument für dieses Buch. Die ungeschönte Wirklichkeit einer Sterbenden zu begleiten. “So much for that” heißt das Buch im Original. Ein passender Titel für ein Werk, dass einen trotz des ernsten und (oft) wenig schönen Inhalts hoffnungsvoll stimmt. “Soviel dazu” ist das unprätentiöse Grundmotto, das sich einem, neben den Figuren, nachhaltig einprägt. Am Ende kommt es nicht darauf an, große Worte zu machen. Es sind die kleinen Gesten die bleiben. Und die darüber entscheiden wie man lebt hat und wie man stirbt. Eindringlicher habe ich das noch nie gelesen.

    Mehr
  • Rezension zu "Dieses Leben, das wir haben" von Lionel Shriver

    Dieses Leben, das wir haben

    Clari

    26. August 2012 um 17:38

    Am Scheideweg zum Tod. Shepherd und Glynis sind ein Paar in der Mitte des Lebens. Er will sich nach dem Verkauf seiner Firma, der einen großen Ertrag brachte, ein gutes Leben machen. Ob seine Frau Glynis, die Kunstschmiedin, das mitmachen will, steht dahin. Denn ehe man an die Veränderungen eines neuen und anderen Lebens denken kann, entdeckt man bei Glynis Krebs, und sie wird schwer krank. All’ das schöne Geld zerrinnt unter den hohen Ausgaben für das amerikanische Gesundheitssystem, und zerrinnen werden auch alle Hoffnungen und Beziehungen, in denen sich das Paar bisher geborgen fühlte. Neben den eigentlichen Hauptakteuren bilden die Verwandten und Freunde das Umfeld, in dem sich das gesellschaftliche und “normale“ Leben abspielt. Begleitet von den Kümmernissen und verletzten Lebenshaltungen der Lebenden, stößt Glynis zu der wahren Erkenntnis vor, die ihr niemand mit noch so verlogenen Zurufen nehmen kann: im Angesicht des Todes werden alle irdischen Vorkommnisse in Politik und Gesellschaft nachrangig. Ihre gesunde Reaktion auf die ganz gewöhnlichen Banalitäten des Alltags ist Wut; Wut auch auf ihren Mann, der ihr in seiner aufopferungswilligen Fürsorge fast suspekt erscheint. Sie, die vom Tod gezeichnet ist,erträgt zuweilen seine entsagungsvolle Zuwendung kaum mehr. Der Durchbruch zur Realität des bevorstehenden Abschieds und seiner Folgen für alle ist die einzige Wahrheit,die in diesem Roman zählt. Sie wird mit harter Konsequenz unsentimental bis zum Ende durchgespielt. Eine der stärksten Szenen in dem Buch ist der Ausbruch von Glynis, in dem sie die Lügen und den Eigennutz, die Verlogenheit der Tröstungen und die nachlassende Bereitschaft ihrer Freunde und Verwandten, sich ihrer überhaupt noch anzunehmen, herausschreit. Wie aber kann man es denn überhaupt noch jemandem Recht machen, der mit seinem körperlichen und seelischen Zerfallsprozess für die gesamte Umwelt die Grenzen des Erträglichen berührt? Lionel Shriver hat in ihrem Buch über „ Dieses Leben, das wir haben“, kenntnisreich und wissend berichtet. Selten hat man so realistisch, glasklar und hart gelesen, wie es sich anfühlt, zu sterben, wenn um einen herum das Leben weiter geht. Alle die Eitelkeiten, Sehnsüchte und Pläne, ja selbst das Scheitern anderer Existenzen, sind nur die Begleitmusik zu einem Scheitern ganz anderer Art: nämlich den Tod als unbesiegbar zu erleben. Lionel Shriver entwirft das Bild einer zerfallenden familiären und freundschaftlichen Gemeinschaft mit allen begleitenden Kalamitäten. Es ist ein starkes und beeindruckendes Buch, mit dem die Autorin über ein allseits fälliges aber häufig tabuisiertes Thema berichtet. Sehr empfehlenswert!

    Mehr
  • Frage zu "Mein linker Fuss" von Christy Brown

    Mein linker Fuß

    Bella5

    Hallo,ich suche Bücher über Menschen, die trotz Krankheit ihr Leben meisterten. Romane sowie Biographien,siehe Beispiel unten.

    • 14

    Linda-Odd

    15. September 2011 um 10:54
  • Frage zu "Zwei an einem Tag" von David Nicholls

    Zwei an einem Tag

    Papillion

    Hallo! Ich wollte mal fragen, ob mir jemand von euch tolle schöne Romane oder Dramen empfehlen kann, die nicht so kitschig sind, aber dennoch romantisch :)
    Ich habe hier schon mehrfach gelesen, dass "Zwei an einem Tag" toll sein soll. Würdet ihr mir das oder auch andere empfehlen? :)

    • 12
  • Rezension zu "Dieses Leben, das wir haben" von Lionel Shriver

    Dieses Leben, das wir haben

    hexhex

    31. July 2011 um 20:07

    Shep möchte 8 Jahre, nachdem er seine Firma verkauft hat, endlich aussteigen. Ziel ist eine unbedeutete Insel vor Ostafrika. Als er seine Frau mit den One-Way-Tickets überrascht, eröffnet sie ihm, dass sie Krebs hat und seine Krankenversicherung braucht. Ohne große Worte richtet sich Shep auf weitere Jahre in der inzwischen ungeliebten Firma ein und kümmert sich rührend um seine Frau. Sein bester Freund und Kollege Jackson hat eine attraktive Frau und zwei Töchter, die ältere der beiden leidet an einer tödlichen Erbkrankheit. Ein großes Thema ist in diesem Buch neben den beiden sehr ernsten Erkrankungen das amerikanische Krankenversicherungssystem. Da Shep für seine Frau natürlich eine erfolgreiche Therapie möchte und seine Frau eine Form des Krebses hat, die bisher nur von Spezialisten behandelt werden kann, ist die Behandlung teuer und es wird trotz vorhandener Versicherung sehr vieles nicht bezahlt. Sämtliche Charaktere dieses Buches fand ich einfach nur schräg, es gab nicht eine Person, die ich als "normal" bezeichnen würde, außer vielleicht Jacksons Frau Carol und Sheps pubertierenden Sohn Zach. Beide Krankheiten werden sehr einfühlsam und teilweise sehr genau beschrieben, es wird nichts beschönigt. Ich brauchte eine Weile um in das Buch reinzukommen, aber ab einem bestimmten Punkt konnte ich es kaum noch weglegen, weil ich wissen wollte wie es ausgeht. Das Ende ist sehr ungewöhnlich und wunderschön! Daran werde ich sicher noch lange denken.

    Mehr
  • Rezension zu "Dieses Leben, das wir haben" von Lionel Shriver

    Dieses Leben, das wir haben

    LiebezuBuechern

    28. July 2011 um 21:55

    Shep Knacker hat einen Traum. Irgendwann will er auswandern, alles einfach hinter sich lassen. So unternimmt er sein Leben lang sogeannte Recherchereisen um zu erkunden, an welchen anderen Orten der Welt ein Leben mit seiner Familie möglich wäre. Seine Frau Glynis jedoch findet für jeden Ort einen Grund, weswegen er nicht geeignet ist. Doch der Traum auszuwandern verschwindet nie ganz. Bis Shep seine Firma verkauft und vom Erlös den Umzug endlich wahrmachen will. Pemba soll das Ziel seiner Träume werden. So packt er seine Koffer. Er will gehen, ob nun mit seiner Frau oder ohne. Doch dann passiert etwas, das sein Leben verändert. Bei seiner Frau Glynis wird ein Mesotheliom diagnostiziert. Dabei handelt es sich um eine bösartige Geschwulst im Gewebe – Krebs. Seine Frau bittet ihn zu bleiben, auch weil sie seine Krankenversicherung benötigen wird. Und er bleibt. Was würdest du tun? Gibst du deine Träume auf, für den Menschen, den du liebst? Auch wenn du weißt, das es keine Hoffnung gibt? Wie verhalten sich deine Freunde, wenn du unsterblich krank bist? Und wie belastbar sind Beziehungen, wenn dich das Leben deine ganze Kraft kostet? Ein unbeschreiblich berührendes Buch, das zum Nachdenken anregt und von der ersten Seite an den Leser ergreift. Absolut ehrlich, zugleich auch sehr tröstlich und sprachlich absolut brilliant. Prädikat: wertvoll.

    Mehr
  • Rezension zu "Dieses Leben, das wir haben" von Lionel Shriver

    Dieses Leben, das wir haben

    serendipity3012

    Shepard Knacker hat lange Jahre auf seinen „Ausstieg“ hingearbeitet und gespart: nun endlich, mit 50, will er seine Zelte abbrechen und auf die Insel Pemba vor Tansania auswandern. Seine Frau Glynis will er vor die Wahl stellen: Er hätte sie gern dabei – gemeinsam haben sie ihre Ferien immer wieder auf so genannten Recherchereisen verbracht, um ihren zukünftigen Wohnort zu finden – er ist aber entschlossen, zur Not auch ohne sie zu gehen. Glynis verkündet ihm aber just als er die Tickets gekauft hat, dass sie an einer schweren Krebsart erkrankt ist. Pemba rückt in weite Ferne, als Shepard seine gesamte Kraft aufwenden muss, um seiner Frau beizustehen, und auch seinen Job kann er unmöglich aufgeben, da er ohne ihn seine Krankenversicherung verliert. Sowieso ist ihm klar, dass die Krankheit seiner Frau ihn um sein Vermögen bringen könnte. Jackson Burdina ist Shepards bester und ältester Freund und sein Kollege. Gemeinsam stehen sie den Arbeitsalltag durch in der Firma, die einst Shep selbst gehörte, bevor er sie verkauft hat und in der er jetzt die Schikanen des neuen Chefs aushalten muss. Jacksons Tochter Flicka leidet an einer unheilbaren Erbkrankheit, er und seine Frau Carol wissen, dass sie das Erwachsenenalter wohl nicht erreichen wird. Flicka und ihre Krankheit bestimmen das Leben der Familie. Lionel Shriver erzählt in ihrem Roman „Dieses Leben, das wir haben“ davon, was eine schlimme Krankheit mit einem Menschen macht, wie sie ihn verändert. Wie Glynis mit ihrer Diagnose umgeht, wie ihre Verwandten und Freunde daran scheitern, sich ihr gegenüber angemessen zu verhalten (was ist schon angemessen?) und vor allem, wie die Krankheit die Ehe von Shep und Glynis bestimmt und verändert. All dies ist meisterhaft beobachtet und analysiert. Auch der parallel erzählte Strang um Jackson und seine Frau Carol, um ihr Leben mit der behinderten Tochter, um ihr Verhältnis zueinander, steht dem in nichts nach. Shriver lotet aus, wie die Beziehungen sich verändern, sie schaut genau hin, dies alles in einer treffenden Sprache, meist nüchtern, manchmal mit leisem Humor, immer passend. Einzig der deutsche Titel „Dieses Leben, das wir haben“ (Originaltitel: „So much fort that“) wirkt etwas unglücklich und deplaziert. Der Autorin kann man dies freilich nicht anlasten. Ein wirklich lesenwerter Roman, sehr zu empfehlen!

    Mehr
    • 5

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. July 2011 um 15:17
  • Rezension zu "Dieses Leben, das wir haben" von Lionel Shriver

    Dieses Leben, das wir haben

    WinfriedStanzick

    13. May 2011 um 11:31

    Hier ist ein Buch anzuzeigen und zu würdigen, das so dicht und facettenreich, so dramatisch und schön, so voller tiefer Erfahrungen steckt wie das Leben selbst. Die amerikanische Autorin Lionel Shriver, die schon mit ihren letzten Büchern am deutschen Markt überzeugen konnte, teilt in ihrem neuen Roman den Lebensalltag und die Lebensträume, die enttäuschten Hoffnungen und die Seelenqualen von zwei Familien und ihren Mitgliedern und beschreibt in einer faszinierenden und sprachlich meisterhaften Weise ihre schlussendlich erfolgreichen Versuche, ihrem Leben und ihrem Lebensschicksal einen tieferen Sinn abzugewinnen, ohne ins Religiöse auszuweichen. Da geht es um Shep und seine Frau Glynis. Shep hat vor vielen Jahren eine kleine Firma gegründet, in der von Anfang an auch sein bester Freund, Jackson mitgearbeitet hat. Nachdem Shep die Firma für eine Million Dollar verkauft hat, arbeiten beide als Handwerker weiter unter dem neuen Eigentümer Pogatchnik, der sie quält und piesackt, wo er kann. Während Shep ein eher ruhiger Mann ist, hört Jackson kaum einmal auf zu schimpfen über Gott und die Welt und vor allem über die schlechte Regierung, die den Leuten das Geld aus der Tasche zieht. Seine über ganze Absätze sich hinziehenden Tiraden hat Lionel Shriver zu einer subtilen Kritik an den gesellschaftlichen Zuständen in den USA ausgebaut und sind gar köstlich zu lesen. Shep hat den Verkaufserlös bei Merryl Lynch angelegt, selbstverständlich nachdem er eine Menge Steuern bezahlen musste. Mit seiner Frau Glynis, die eher weniger erfolgreich als Kunsthandwerkerin arbeitet, hat er schon seit Jahren immer wieder Reisen unternommen in die unterschiedlichsten Ländern der Welt um zu prüfen, in welchem sie nach einer Auswanderung einmal leben könnten. Während Glynis diese Reisen eher als Spaß sah, war es Shep all die Jahren sehr ernst damit. Und nun will er nach Pemba auswandern, einer Insel vor Tansania. Als er Glynis damit konfrontiert, sie zwingen will, sich sofort zu entscheiden, ob sie mitkommt oder nicht, erzählt sie ihm, dass sie eine schlimme, möglicherweise unheilbare Krankheit hat. Sie leidet an einer jüdisch-degenerativen Erbkrankheit namens familiäre Dysautonomie. Die Erkrankung - auch als Riley-Day-Syndrome bekannt, nach den Entdeckern der Krankheit Riley und Day in 1949 – ist autosomal rezessiv vererbbar und betrifft fast ausschließlich ashkenasische Juden. Shep ist sofort klar dass sein Traum vorbei ist, dass er die fast 800.000 Dollar auf seinem Konto verwenden muss für die erheblichen Behandlungskosten für seine Frau. In diesem Zusammenhang wird dem deutschen, rundum krankenversicherten Leser von der Autorin immer wieder aufgezeigt, mit welchen Forderungen seitens der Ärzte und Krankenhäuser selbst normal krankenversicherte Arbeitsnehmer in den USA bei einer solchen Krankheit sich konfrontiert sehen. Sheps Konto schmilzt und auch sein Freund Jackson übernimmt sich finanziell weit über seine Grenzen hinaus und zerstört mit einer misslungenen, aber sündhaft teuren Penisvergrößerung nicht nur sein Sexualleben, sondern auch seine Ehe- und Familienleben. Sehr geschickt verwebt Lionel Shriver die Schicksale der beiden Familien, die am Ende auf eine Weise verschmelzen, wie man das nicht für möglich gehalten hätte. Doch während die finanziellen Ressourcen abnehmen und der Traum vom „Paradies“ auf Eis gelegt ist, wächst etwas anderes, langsam und leise, gegen Ende dann noch einmal sehr konfliktreich, aber klärend und bereichernd. Durch die Pflege seiner Frau wird Shep zu einem anderen Menschen und ihre Beziehung wird tiefer. Während ein solches Leid eher eine Ehe zerstört – hier zeigt Shriver auf beeindruckende Weise, wie Menschen sich tapfer und mutig einem schweren Lebensschicksal stellen und mitten drin sogar noch so etwas hinbekommen wie eine positive Persönlichkeitsveränderung, die die Beziehung wachsen lässt. „Dieses Leben, das wir haben“ ist eine literarische Auseinandersetzung mit Krankheit, Sterben und Tod. Es ist ein Roman, der genau beobachtet und beschreibt, was mit Menschen geschieht, die mit einem solchen Schicksal konfrontiert sind. Besonders ihre Charakterisierung von Glynis, die im Laufe der Handlung immer mehr Raum gewinnt, als einer Frau , die, nüchtern und an manchen Stellen fast boshaft geworden durch ihre Krankheit, kein Blatt mehr vor den Mund nimmt. Doch auch sie, wie fast alle an der Handlung beteiligten Figuren, erfahren im weiteren Verlauf bis zu dem am Anfang unvorstellbaren, fast an ein Märchen erinnernden Ende, eine Art versöhnende Erlösung, diesseitig und absolut säkular. „Dieses Leben, das wir haben“ ist eine Lektüre, die einen fesselt, die einen mit hineinzieht in die Qualen, die Hoffnungen und die Enttäuschungen von Menschen, die mit schweren, letztlich unheilbaren Krankheiten konfrontiert sind. Und es ist eine Art Parabel auf die Bedeutung und den Stellenwert von Lebensträumen. Lionel Shriver erzählt eine bewegende Geschichte mit viel Zärtlichkeit und Anteilnahme, sie ist immer ganz nah dran an ihren unterschiedlichen Figuren und lässt sie alle zu ihrem Recht kommen. Ihr Humor und ihr trockener Witz, mit dem sie die meisten ihrer Protagonisten ausgestattet hat, machen das Buch zu einem unterhaltsamen Vergnügen, das aber auf fast jeder Seite gepaart ist mit stummen Angeboten an den Leser, sich auch persönlich mit dem auseinanderzusetzen, was die handelnden Figuren erleben, erleiden und erträumen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks