Lisa-Maria Seydlitz Sommertöchter

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Inhaltsangabe zu „Sommertöchter“ von Lisa-Maria Seydlitz

Durch einen anonymen Brief erfährt Juno von ihrem Erbe: ein Fischerhaus in der Bretagne. Aber wider Erwarten ist sie nicht die Einzige, die sich für das Haus interessiert. Die französische Kellnerin Julie hat sich dort eingenistet, und auch Jan, ein Architekt aus Deutschland, ist oft zu Besuch. Acht Jahre nach dem Tod ihres Vaters eröffnet sich für Juno ein neuer Blick in die Vergangenheit. Die Reise in die Bretagne wird für sie zu einer Reise in ihre Familiengeschichte. In eine Kindheit, in der sie glücklich war und mit ihren Eltern ein scheinbar idyllisches Vorstadtleben geführt hat. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem alles anders wurde. ›Sommertöchter‹ ist ein Roman gegen das Alleinsein. Lisa-Maria Seydlitz nimmt ihre Leser mit in einen Sommer, in dem man traurig sein darf und Trost erhält. Sie erzählt davon, wie es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren und ein neues Leben zu gewinnen.

Kommt leise daher, ist aber sehr berührend...

— daneegold
daneegold

teilweise recht vorsehbar, gewöhnungsbedürftiger Schreibstil. Für zwischendurch ok.

— Ann_cki
Ann_cki

Herausragender Erzählstil, der dem Leser bewusst Rätsel aufgibt. Spricht subtil ein sehr sensibles Thema an. Gelungen!

— lilliblume
lilliblume

Schön geschrieben, aber zu eindimensionale Protagonistin. Viele Fragen bleiben offen!

— julikind
julikind

Wunderbares Buch! Toll und fesselnd geschrieben!

— Carolina123
Carolina123

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  • Eine Reise ins Ungewisse..

    Sommertöchter
    steffchen3010

    steffchen3010

    05. March 2014 um 00:46

    Acht Jahre nach dem Tod ihres Vaters erhält Juno einen anonymen Brief, der sie mit einem unerwarteten Erbe konfrontiert. Ihr soll fortan ein Fischerhaus in der Bretagne gehören, von dessen Existenz sie bis dato noch nicht einmal wusste. Ihre Mutter gibt sich nichtsahnend und unkooperativ. Also bleibt Juno nichts anderes übrig, als selbst nach Coulard zu reisen. “Der Brief, frage ich, und ob sie die Schrift erkenne, ob ihr die Adresse etwas sage, ob wir Verwandte in Frankreich hätten, von denen ich nichts wisse, ob mein Vater etwas damit zu tun habe, seine ständigen Geschäftsreisen. Sie schüttelte den Kopf. Sie kenne kein Haus, das habe sie doch schon gesagt, sie wisse nicht, wo es stehe und seit wann es mir gehöre. Ich wusste, dass meine Mutter nicht die Wahrheit sagte.” Zitat aus dem Buch Dort angekommen muss Juno feststellen, dass sie nicht die einzige ist, die Interesse an dem Fischerhaus hat. Denn eine französische Kellnerin namens Julie hat sich im Haus eingenistet und der benachbarte Architekt Jan aus Deutschland ist dort auch öfter anzutreffen als ihr lieb ist. Was als Reise ins Ungewisse beginnt, entpuppt sich als Ausflug in die Vergangenheit. Juno macht Entdeckungen, die sie ihr gesamtes Leben hinterfragen lassen. Plötzlich erfährt sie von einem anderen Leben des Vaters und ihre Wunden von damals beginnen erneut zu schmerzen. Die Fassade der scheinbar idyllischen und glücklichen Kindheit beginnt zu bröckeln und Julie kommt nicht umhin sich der Vergangenheit zu stellen. "Ich steige aus und bin nervös, als erwarte mich jemand, als säße jemand in der Bar, der mir meine Geschichte erzählen, meine Erinnerungen mit seinem Wissen auffüllen und so die Lücken schließen wolle, von denen ich erst seit ein paar Tagen vermute, dass es sie geben muss." Zitat aus dem Buch “Sommertöchter” ist ein unglaublich berührender Roman, der sich mit sehr leisen und sanften Tönen in dein Herz vortastet. Sehr behutsam schildert Seydlitz dem Leser mithilfe von Zeitsprüngen in Junos Kindheit was bereits hinter der jungen Frau liegt. Dem ausgelassenen Kind von damals ist eine nachdenkliche Frau gewichen. Eine natürliche Entwicklung, die mit der innigen Beziehung zum Vater und dessen plötzlicher Verhaltensveränderung zu erklären ist. Mit dem Verlust des Vaters scheint sich auch in Junos Bewusstsein etwas verändert zu haben. Die Mutter, die fast krampfhaft versucht, die Erinnerungen an den Vater auszulöschen, hinterlässt bei Juno Unverständnis und noch mehr Trauer. Irgendwie verleiht es dem Roman etwas Verzweifeltes. An der Geschichte haftet daher irgendwie immer ein bisschen Traurigkeit, die man auf vielen Seiten förmlich spüren kann. “Es sei vorbei, sagt sie, es sei Vergangenheit, wir müssten in die Zukunft schauen.” Zitat aus dem Buch Trotz der traurigen Thematik gelingt es der Autorin dem Roman etwas sehr Lebendiges und Hoffnungsvolles einzuhauchen. Beschreibungen werden zu Bildern, die wie Polaroid-Fotos vor deinem geistigen Auge vorbeischweben. Zeilen nehmen Farben und Gerüche an. Hoffnung wird zu deinem Wegbegleiter, der dich rüttelt und sagen möchte: that´s life, das Leben lohnt es sich dennoch zu leben. Denn wo sich eine Tür schließt, da öffnet sich eine andere. Mit Julie und Jan lässt Juno neue Menschen in ihr Leben einziehen und das Erbe des Hauses leitet eine neue Ära ein. Pinselstrich für Pinselstrich verleiht sie nicht nur dem Fischerhaus sondern auch ihrem Leben einen neuen Anstrich. Der Autorin ist ein wirklich sehr emotionales und schönes Debüt gelungen. Es erzählt die Geschichte eines Endes und zugleich eines Neuanfangs und zeigt uns allen, dass man sich manchmal von Altem lösen muss um in der Gegenwart leben zu können. Auch wenn die ein oder andere Frage, die sich mir während des Lesens gestellt hat, unbeantwortet bleibt, kann ich das Buch vorbehaltlos weiterempfehlen. Vielleicht müssen manche Fragen auch ungeklärt bleiben.

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  • konnte mich nicht überzeugen

    Sommertöchter
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    04. June 2013 um 06:48

    Inhalt Die 19-jährige Juno erhält eines Tages einen anonymen Brief mit einem Foto und einer Hausadresse. Niemand weiß, wo er herkommt, oder was dies zu bedeuten hat. Sie macht sich auf den Weg und trifft dort auf Julie, welche dort wohnt. Langsam erfahren die beiden mehr voneinander und begeben sich auf eine Reise durch ihre Vergangenheit, Erinnerungen und Gemeinsamkeiten beider Familiengeschichten...... Meinung Also, irgendwie bin ich mit dem Buch „Sommertöchter“ von Anfang an nicht richtig warm geworden. Es hat mich sehr verwirrt, da es meiner Meinung nach sehr verzwickt und unverständlich geschrieben ist. Ich kam nicht in die Geschichte hinein, trotz des eigentlich einfachen und leichten Schreibstils der Autorin. Die Autorin stellt die Charaketeren auch nicht wirklich gut in den Vordergrund, sie sind oberflächlich und nicht gerade symphatisch. Durch die Sprünge von früher und heute konnte ich die Details nicht richtig verarbeiten und zuordnen. Ich fand alles ziemlich vorausschaubar und die Spannung fehlte komplett. Auch Gefühle und Emotionen kamen bei mir nicht an. Die Erzählungen in der Gegenwart gingen noch, ich konnte dies ziemlich verfolgen aber die Rückblicke in die Vergangenheit weisen sehr viele Lücken auf und waren einfach nicht stimmig. Es geht um Juno, die ihren Vater sehr geliebt hat, und herausfindet, das er früher ein Doppelleben geführt hat. Es stellt sich heraus, das Julie ihre Halbschwester ist und mit dieser Erkenntnis muß sie erst mal klarkommen. Vorallem weil auch ihre Mutter wahrscheinlich nichts davon gewusst, oder es konkret verschwiegen und verdrängt hat. Juno als Person ist mir sehr unsympathisch, sie wirkt auf mich sehr kalt und einfach lieblos. Durch ihre Begegnung mit Julie wird es etwas besser und sie kann sich etwas öffen. Über die Nebendarsteller erfährt man auch ziemlich wenig, aber große Beschreibungen kann man bei 208 Seiten auch nicht erwarten. Der Schluß ist wirklich als Ende geschrieben, dort kann man doch noch etwas über die Gefühle herausfinden und allen geht es wieder gut. Aber als „Wunder“ oder „berührenden Familienzusammenführung“ kann man bei diesem Roman nicht wirklich sprechen. Ich fand ihn ok, als kleine Lektüre für Zwischendrin. Irgendwie fehlte einfach das gewisse Extra. Cover Zum Cover kann ich nur sagen, wow....Es gefällt mir sehr gut und deutet eigentlich auf einen emotionalen Roman hin. Die gelbe Blüte steht im Vordergrund und die Wassertropfen sehen darauf sehr schön aus. Fazit Im großen und ganzen konnte mich „Sommertöchter“ nicht überzeugen. Potential wäre da, keine Frage, aber mit der Umsetzung hat es sehr gehapert. Da es ja das Debüt von Frau Seydlitz ist, kann man beim Nächsten auf mehr hoffen. Er erhält von mir 2 von 5 Sternen, weil mir einfach das Cover so toll gefallen hat. Eine Leseempfehlung kann ich leider nicht geben.

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  • Sommertöchter

    Sommertöchter
    -sabine-

    -sabine-

    08. May 2013 um 06:39

    Juno erfährt durch einen anonymen Brief von einem kleinen Haus in der Bretagne, das sie geerbt hat. Dort angekommen trifft sie auf Julie, die bereits in dem kleinen Fischerhäuschen wohnt. Nach und nach nähern sich die beiden an, für Juno ist dies eine Reise in ihre eigene Kindheit und Jugend, ihre Erinnerungen und ihre Familiengeschichte. Aber auch Julie scheint einiges über ihre Vergangenheit zu erfahren… Die Geschichte an sich hat mich sehr angesprochen, auch die Art und Weise, immer abwechselnd aus der Vergangenheit und Kindheit zu berichten, dann im nächsten Absatz wieder im Hier und Jetzt zu sein, fand ich sehr interessant. Juno ist dabei eine gutherzige Frau, und auch wenn ich ihre Handlungen nicht immer verstanden habe, ist sie mir durchaus sympathisch. Insbesondere vor dem Hintergrund ihrer Kindheit und Jugend entwickle ich immer mehr Verständnis, und nach und nach schließen sich alle Lücken wie in einem Puzzle. Was mir aber die Leselust wirklich genommen hat ist der Schreibstil, mit dem ich gar nicht klargekommen bin: es ist alles im Präsens geschrieben und der Schreibstil ist sehr trocken mit kurzen, abgehackten Sätzen. Es werden fast nur Momentaufnahmen und Szenen beschrieben, was die Charaktere fühlen oder was sie bewegt, wird nicht geschildert. Und trotz der eher emotionslosen Beschreibungen entsteht eine melancholische und traurige Stimmung, die den Inhalt des Buches wiederrum sehr passend unterstreicht. Ich bin sehr zwiegespalten – mit einer anderen Sprache wäre das Buch für mich wahrscheinlich etwas Besonderes gewesen, so jedoch fand ich zwar die Geschichte ansprechend, das Lesen wurde aber für mich durch den Sprachstil zermürbend.

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  • Rezension zu "Sommertöchter" von Lisa-Maria Seydlitz

    Sommertöchter
    19angelika63

    19angelika63

    14. December 2012 um 07:23

    Durch einen anonymen Brief erfährt Juno von ihrem Erbe: ein Fischerhaus in der Bretagne. Aber wider Erwarten ist sie nicht die einzige, die sich für das Haus interessiert. Die französische Kellnerin Julie hat sich dort eingenistet, und auch Jan, ein Architekt aus Deutschland, ist oft zu Besuch. Acht Jahre nach dem Tod ihres Vaters eröffnet sich für Juno ein neuer Blick in die Vergangenheit. Die Reise in die Bretagne wird für sie eine Reise in ihre Familiengeschichte. In eine Kindheit, in der sie glücklich war und mit ihren Eltern ein scheinbar idyllisches Vorstadtleben geführt hat. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem alles anders wurde. Das Buch wird in zwei Zeitsträngen erzählt , die sich aufeinander zubewegen. Da ist die Gegenwart, in der Juno von ihrem Erbe erfährt. Sie versucht sich an dieses Fischerhaus zu erinnern und fängt ganz hinten in ihrem Leben an. Nach und nach setzen sich die Puzzleteile zusammen, und das scheinbar so idyllische Leben mit ihren Eltern hat tiefe Risse. Ein sehr einfühlsamer aber auch bedrückender Roman, der mir wieder einmal klar macht, dass das Leben immer zwei Gesichter hat. Einmal das, was man selber davon wahr haben möchte und dann das was davon wirklich wahr ist. Junos Vater hat Depressionen. Es wird zwar im Buch nie davon gesprochen, aber der Leser ahnt es irgendwann. Diese Depressionen und all das was damit verbunden ist, werden von Junos Mutter totgeschwiegen. Sie baut für sich und ihre Familie ihre eigene Welt auf. Ein trügerische Welt, deren Wahrheit irgendwann dann doch raus kommt. Ein kleines feines Buch.

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  • Rezension zu "Sommertöchter" von Lisa-Maria Seydlitz

    Sommertöchter
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    09. December 2012 um 15:09

    Vor einigen Tagen habe ich "Zwei an einem Tag" gelesen, weil es mir als besonders poetisch angepriesen wurde. Sehr enttäuscht habe ich das Buch beendet und mich gefragt, was genau daran denn nun poetisch gewesen sein sollte. Als nächstes griff ich zu den Sommertöchtern und hätte am Liebsten nach den ersten Seiten herausgeschrien: DAS IST POETISCH! Denn genau das ist dieses Buch, ein sehr gefühlvolles, interessantes und berührendes Buch. Ein nachdenklicher und gemächlicher Stil. Eine Art zu erzählen, die den Leser eher erahnen läßt, was gemeint ist. Ein durchaus anspruchsvoller Text, der sich dennoch sehr gut lesen ließ und mich gerade deshalb begeisterte. Ich bin wirklich hingerissen, dazu ist das Buch so schön gestaltet und gebunden, daß es wirklich eine Freude war es zu lesen. Man versetzt sich selbst in die Bretagne, erfreut sich an den Beschreibungen des Wetters, der Orte. Man fühlt den Sonnenbrand und die Neugier, die Geheimnisse und die Traurigkeit. Auch wenn hier der Plot durchaus zu erahnen war, birgt das Buch eine solche Faszination für mich, daß es sicherlich ein Buch sein wird, daß ich noch einmal zur Hand nehmen und erneut lesen werde. Wirklich ein ganz ganz wunderbarer Text, der mich fragen läßt, warum es immer die falschen Bücher sind, die einen Hype auslösen und warum nicht dieses Buch hier überall als wundervoll poetisch angepriesen wird, denn das ist es. Wundervoll und poetisch...

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  • Rezension zu "Sommertöchter" von Lisa-Maria Seydlitz

    Sommertöchter
    giulianna

    giulianna

    08. October 2012 um 11:00

    Auf "Sommertöchter" habe ich mich sehr lange gefreut und es dann auf eine weite Reise mitgenommen. Das Warten hat sich gelohnt, denn das Buch hat mir einige angenehme Lesemomente beschert. Der Debütroman von Lisa-Maria Seydlitz erzählt in leisen Worten die Geschichte von Juno, die nach dem Tod ihres Vaters eine Postkarte bekommt, die Rätsel aufgibt. Es geht um ein Haus in Frankreich um das sie sich kümmern soll. Da ihre Mutter keine große Hilfe ist, macht Juno sich auf den Weg und begegnet unterwegs nicht nur immer wieder alten Kindheitserinnerungen, sondern macht am Ende auch eine gar unerwartete Entdeckung. Ein angenehmes, schönes Buch. Ein Buch mit einem Gefühl von Sommer und Frankreich, Erinnerungen an laue Abende, ein Glas Wein. "Sommertöchter" kommt ohne großen Spannungsbogen aus. Wir treiben mit Juno durch die Zeit und es passiert nichts und irgendwie doch ganz viel. Leseempfehlung!

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  • Rezension zu "Sommertöchter" von Lisa-Maria Seydlitz

    Sommertöchter
    Tinkers

    Tinkers

    17. August 2012 um 15:45

    „Sommertöchter“ ist das 2012 bei DuMont erschienene Debüt von Lisa-Maria Seydlitz. Es entführt den Leser nach Frankreich und erzählt eine sehr melancholische Familiengeschichte in Form exzellenter Literatur. Juno erhält einen Brief, in dem von einem geerbten Haus in der Bretagne die Rede ist. Sie beschließt vor Ort zu recherchieren und trifft auf so manches Geheimnis ihrer Familie. Anhand zahlreicher Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit, die aber wunderbar ineinander fließen, so dass man immer weiß wo man gerade ist und unglaublich gut gezeichneten Charakteren, die mit wenigen, aber sehr passenden Worten beschrieben sind, wird eine Geschichte über Depressionen, Selbstmord, Halbgeschwister und Partnerschaft erzählt, die eine immer mitschwingende Spannung besitzt, welche den Leser ein bedrückendes Gefühl mit viel Anteilnahme erleben, sich aber dennoch durchaus wohl fühlen lässt. Ich war positiv überrascht von diesem Buch. Einerseits weil ich es für ein Debüt überragend gut geschrieben finde, da es mit wenigen Worten sehr intensive Stimmungen erzeugen kann und zum anderen weil es einen Sog entwickelt, der mich in sich zog obwohl ich mit dem Thema des Buches nicht persönlich konfrontiert bin. Dieses Buch ist wirklich empfehlenswert! Es ist klein und hat nur knapp über 200 Seiten, aber es ist intensiv und gefühlsstark, aber vorallem herausragend gute Literatur!!! Ich empfehle es uneingeschränkt jedem, der sich gerne von gut gewählten Worten in eine leicht melancholische, aber sehr herzliche Stimmung versetzen lassen mag.

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  • Rezension zu "Sommertöchter" von Lisa-Maria Seydlitz

    Sommertöchter
    DeneraX

    DeneraX

    09. August 2012 um 10:27

    Inhalt Juno bekommt einen anonymen Brief mit einem Foto und mysteriösen Zeilen, die sie auf ihr Erbe in Frankreich hinweisen. Obwohl ihre Mutter zu wissen scheint, was es mit dem Haus in der Bretagne auf sich hat, verliert sie kein Wort darüber. So beschließt Juno selbst nach Frankreich zu fahren, um mehr über die Fischerhütte und den Brief zu erfahren. Aber wie es scheint ist Juno nicht die einzige, die etwas mit diesem Haus zu tun hat. Die quirlige Julie hat sich für den Sommer bereits dort eingenistet... Junos Reise führt sie nicht nur in die weit entfernte Bretagne, sondern auch in ihre eigene Vergangenheit und zu einem Familiengeheimnis, welches nur auf die junge Frau aus Deutschland gewartet zu haben scheint. 1. Satz "MEIN VATER SOLL HEUTE zurückkommen" Meine Meinung "Sommertöchter" wird zu verschiedenen Zeiten aus Junos Sicht erzählt. Abwechselnd nimmt sie uns mit in ihre Kindheit und auf ihre Reise nach Frankreich. Die Zeitsprünge können gerade am Anfang etwas verwirrend sein, aber die Autorin versteht es die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt parat zu halten, damit das Lesevergnügen gleichbleibend angenehm bleibt. Die einzelnen Kapitel tragen keine Überschriften etc., sie werden lediglich durch die komplette Großschreibung der ersten Worte eingeleitet. Außerdem umfassen sie selten mehr als 3-5 Seiten und bieten somit die Abwechslung, die ein Buch benötigt, wenn es ohne all zu große Spannung auskommen möchte. Denn wer bei "Sommertöchter" Spannung erwartet liegt falsch. Es handelt sich um eine weiche Geschichte, unter deren Oberfläche Tragik, Trost und zwei junge Frauen stecken, deren Geschichte ans Herz geht. Und zwar sehr subtil und wunderschön. Lisa-Maria Seydlitz verzichtet auf Kitsch, ohne dabei die großen Gefühle zu vernachlässigen. Diese schimmern sanft unter der Oberfläche hervor, dominieren das Buch aber nicht durch Aufdringlichkeit. Zu den Personen lässt sich eigentlich gar nicht so sehr viel sagen. Sie unterstützen die Geschichte ganz hervorragend, sind aber nichts besonderes, was sie auch nicht sein müssen, da die Geschichte und ihre Umsetzung das bereits erledigen. Mit dem Ende fühlte ich mich zunächst etwas hilflos zurück gelassen, was sich nach den ersten Augenblicken aber gelegt hat. Das Ende ist, wie das ganze Buch, schlicht, zart, auf den Punkt. "Sommertöchter" kann man nicht nur im Sommer lesen, sondern auch an dunklen Tagen, die ein wenig Licht benötigen. Oder vielleicht besonders an solchen Tagen....

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  • Buchverlosung zu "Sommertöchter" von Lisa-Maria Seydlitz

    Sommertöchter
    LisaMariaSeydlitz

    LisaMariaSeydlitz

    Liebe Leserinnen und Leser, in meinem Debütroman "Sommertöchter" nehme ich Euch mit in einen Sommer an der französischen Atlantikküste. Juno bekommt acht Jahre nach dem Tod ihres Vaters einen anonymen Brief aus der Bretagne. Dass sie ein altes Fischerhaus geerbt habe, heißt es darin, und was sie mit dem Haus jetzt endlich anstellen wolle. Juno weiß nichts von einem Haus und ihre Mutter schweigt sich darüber aus. Also packt sie die Koffer und fährt an die Atlantikküste. Wider Erwarten ist das Haus jedoch bewohnt - von Julie, einer französischen Kellnerin, und auch der Nachbar Jan, ein Architekt aus Deutschland, taucht immer wieder im Haus auf.  Während ihrer Reise und ihrem Aufenthalt im Fischerhaus erinnert sich Juno immer wieder an ihre scheinbar idyllische Kindheit in einer deutschen Stadt, an das Leben mit ihrer Mutter und den Verlust ihres kranken Vaters, und merkt, wie sich diese bruchstückhaften Erinnerungen Tag für Tag ein bisschen mehr zu einem Puzzle zusammensetzen lassen. Auch dank Julie eröffnet sich für Juno ein neuer Blick in die Vergangenheit: Erst durch die Distanz und die Hilfe anderer wird ihre eigene Familiengeschichte für sie vollständig.  Im Grunde erzählt "Sommertöchter" davon, wie es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren und ein neues Leben zu gewinnen.  Buchverlosung Unter allen, die wissen wollen, wie es mit Juno & Julie weitergeht und welche Geheimnisse für die junge Frau im Laufe der Geschichte aufgedeckt werden, verlose ich zehn Exemplare des Romans.  Beantwortet einfach bis zum 3. Juni eine der folgenden zwei Fragen: - Welches Ereignis aus Eurer Kindheit hat Euch rückblickend am meisten geprägt und warum? oder - Was war das berührendste Familiengeheimnis, von dem Ihr irgendwann einmal erfahren habt? Mehr Informationen zum Buch gibt es hier:  http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Lisa-Maria_Seydlitz_Sommertoechter/10738 Ich freue mich, von Euch zu lesen!

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  • Rezension zu "Sommertöchter" von Lisa-Maria Seydlitz

    Sommertöchter
    MrsAmy

    MrsAmy

    14. June 2012 um 08:42

    Eines Tages erhält Juno einen Brief mit einer fremden Handschrift und einem Polaroid. Darauf: ein Haus. Es gehöre ihr, steht in dem Brief und was sie damit machen wolle? Juno wendet sich fragend an ihre Mutter, doch von ihr hat sie keine Antwort zu erwarten. Also fährt sie kurz entschlossen an die Küste Frankreichs – denn dort steht das Haus, welches ihres sein soll. Dort angekommen muss sie feststellen, dass bereits jemand in der kleinen Hütte wohnt – Julie, die auf gewisse Weise unnahbar und distanziert scheint. Und dann ist da noch Jan, der das Nachbarhaus für seine Großeltern umbauen möchte, aber immer nur noch mehr Modelle anfertigt. Der Erstling „Sommertöchter“ von Lisa-Maria Seydlitz ist ein hervorragender Roman. Die Autorin schafft es mit wenigen Worten eine drückende Stimmung zu schaffen, die aber genauso wenig greifbar ist, wie das scheinbar Unterschwellige, das in dem Handeln der Personen mitschwingt. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, kommen aber erst nach und nach zum Vorschein, während anderes bis zum Schluss in der Schwebe bleibt. Dabei ist der Roman von einer eigentümlichen Spannung beherrscht, die einen immer weiterlesen lässt. Ich hoffe, dass man noch viel von der jüngen Autorin hören und vor allem lesen wird.

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  • Rezension zu "Sommertöchter" von Lisa-Maria Seydlitz

    Sommertöchter
    DisasterRecovery

    DisasterRecovery

    13. June 2012 um 11:02

    Zunächst einmal war ich total überrascht als ich das Buch in den Händen hielt. Es ist leicht, handlich und nur 208 Seiten dünn. Überrascht deshalb, weil ich das Gefühl habe, im Moment schreiben alle nur dicke Wälzer oder Romanreihen und dagegen ist das hier eine willkommene Abwechslung. Trotzdem ist es nicht einfach nur etwas für zwischendurch, wie ich festgestellt habe. Aufbau und Inhalt: Das Buch ist nicht wie üblich in einzelne Kapitel unterteilt, sondern in Abschnitte, die abwechselnd jeweils von der Vergangenheit und der Gegenwart handeln. Um es kurz zu machen: Juno erbt nach dem Tod ihres Vaters ein Haus in Frankreich. Sie reist dorthin und kommt somit einem Familiengeheimnis auf die Spur. Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin ist außergewöhnlich, trotz einfacher Mittel. Oder vielleicht gerade auf Grund einfacher Mittel. So werden beispielsweise alle Ereignisse in der Gegenwartsform geschildert. Zum Teil handelt es sich um sehr kindliche Erinnerungen, die komplett ohne Wertung bleiben. Eine meiner Lieblingsstellen ist: „Ich frage mich, ob ich den Erinnerungen trauen kann, die plötzlich da sind, oder ob die Erinnerungen mit Träumen verschmelzen, mit Wünschen verschmelzen, mit der Gegenwart verschmelzen und zu einem werden, wie bemalte Folien, die man übereinander legt und die sich so zu einem neuen Bild fügen“ (S. 38/39). Die Autorin schafft das ganze Buch hindurch eine sehr bedrückende und triste Atmosphäre um Juno herum. Sie kommt einem abwesend, distanziert, kalt und emotionslos vor. Die Vergangenheit und der Tod ihres Vaters liegen offensichtlich wie ein Schatten über Junos Leben. Spaß, Freude und Wärme fehlen hier gänzlich. Man kann die Trauer förmlich spüren. Als ich das Buch zugeklappt habe, dachte ich: Stimmt, genauso ist das Leben. Manche Dinge und Menschen in seinem Leben kann man nicht ändern, man muss sich einfach damit abfinden und arrangieren. Dennoch haben mir Spaß und Freude das ganze Buch über gefehlt, auch wenn es noch so schön geschrieben ist. Von mir gibt es 4 Sterne. Nach diesem Auftakt sind meine Erwartungen an die Autorin, was zukünftige Bücher angeht, recht hoch =).

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  • Rezension zu "Sommertöchter" von Lisa-Maria Seydlitz

    Sommertöchter
    monika62

    monika62

    09. June 2012 um 17:23

    Zunächst muss ich was über das tolle Cover sagen. Ich finde es absolut gelungen und wunderschön! Die Geschichte handelt von Juno und ihrer Kindheit, die immer wieder in kurzen Sequenzen eingeblendet wird. Von einem Vater der offensichtlich schwer depressiv war aber seine Tochter sehr geliebt hat. Von einer Mutter, die sich ihrem Beruf mehr verbunden fühlte als ihrer Familie. Juno bekommt eines Tages einen Brief, der vieles infrage stellt und gleichzeitig viel Neues mit sich bringt. Im Brief ist lediglich das Foto eines Hauses in Frankreich und eine kurze Notiz. Juno beschließt ziemlich spontan nach Frankreich zu fahren und trifft dort auf Julie, die sich erst vorsichtig beobachten, bis sowas wie Freundschaft entsteht. Juno verarbeitet ihre Kindheit.....und findet eine Schwester. Das Erstlingswerk von Lisa - Marie Seydlitz hat sehr viel Tiefgang und Gefühl. Ich fühlte und litt mit der Protagonistin. Vor allem die Zeit ihrer Kindheit war für fast greifbar. Für war es ein großer Lesegenuss und ich freue mich bald mehr von der Autorin zu lesen.

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  • Rezension zu "Sommertöchter" von Lisa-Maria Seydlitz

    Sommertöchter
    Monika58097

    Monika58097

    07. June 2012 um 18:04

    Acht Jahre nach dem Tod ihres Vaters erhält Juno einen anonymen Brief. Sie erfährt in dem Brief, dass sie ein Fischerhaus in der Bretagne geerbt hat. Juno macht sich auf den Weg nach Frankreich und muss dort feststellen, dass das Haus nicht unbewohnt ist Julie lebt dort, eine Kellnerin. Während ihres Aufenthaltes im Fischerhaus – zusammen mit Julie – macht Juno die Erfahrung, dass es in ihrer Familie ein Geheimnis gibt. Immer wieder gibt es Rückblicke in Junos Kindheit. Juno, deren Vater viel zu früh verstorben ist. Juno, die sich nach Liebe und Anerkennung sehnt. Traurigkeit macht sich breit. Dann wieder schöne Erinnerungen und Augenblicke, gemeinsame Erlebnisse, Glück. Lisa-Maria Seydlitz nimmt den Leser mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Man empfindet, als würde man Juno kennen. Ein wunderbares Buch, ein leises Buch, melancholisch und doch mit großer Emotionalität. Die Sprache sehr sanft und doch ausdrucksstark.

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  • Rezension zu "Sommertöchter" von Lisa-Maria Seydlitz

    Sommertöchter
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    20. March 2012 um 11:01

    KLAPPENTEXT: Durch einen anonymen Brief erfährt Juno von ihrem Erbe: ein Fischerhaus in der Bretagne. Aber wider Erwarten ist sie nicht die Einzige, die sich für das Haus interessiert. Die französische Kellnerin Julie hat sich dort eingenistet, und auch Jan, ein Architekt aus Deutschland, ist oft zu Besuch. Acht Jahre nach dem Tod ihres Vaters eröffnet sich für Juno ein neuer Blick in die Vergangenheit. Die Reise in die Bretagne wird für sie zu einer Reise in ihre Familiengeschichte. In eine Kindheit, in der sie glücklich war und mit ihren Eltern ein scheinbar idyllisches Vorstadtleben geführt hat. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem alles anders wurde. ZUM AUTOR: (Quelle: Dumont) Lisa-Maria Seydlitz wurde 1985 in Mannheim geboren, wo sie inzwischen auch wieder lebt. Sie studierte am Institut für Literarisches Schreiben der Universität Hildesheim sowie an der Université de Provence Aix-Marseille. Sie war Herausgeberin der Literaturzeitschrift BELLA triste und Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses. ›Sommertöchter‹ ist ihr erster Roman. EIGENE MEINUNG: Was habe ich erwartet? Was habe ich bekommen? Erwartet habe ich einen locker leichten, vielleicht sogar etwas oberflächlichen Roman eines Sommers, voller Lachen und Freude. Bekommen habe ich eine wundervolle Geschichte voller Sehnsüchte, Hoffnung und Glück. „Diese drei Menschen im Garten, dachte sie, die wissen nicht, wie viel Glück sie haben, wie sehr sie beneidet werden.“ (S.148) In diesem kleinen Büchlein, das eigentlich ein bisschen unscheinbar wirkt, steckt eine große Geschichte. Juno lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Häuschen mit Garten. Ein scheinbar idyllisches und sehr harmonisches Leben. Traumhaft und so, wie jedes Kind sich das wünscht. Was Juno nicht ahnt: sie lebt in einem Geflecht aus Lügen, denn ihr Vater hat ein Geheimnis. Ein Geheimnis, das einige der Charaktere des Buches zu erdrücken scheint. So vermutlich auch Junos Vater. Er ist psychisch so angeschlagen, dass er sogar in eine Klinik muss. Warum weiß Juno nicht so genau, ihre Mutter scheint es zu ahnen, hält ihrem Mann aber trotz schwerer Krankheit und den damit verbunden Schwierigkeiten bedingungslos die Treue. Als ihr Vater sich das Leben nimmt, verändert sich auch Junos Leben. Sie hat Trennungsängste und Beziehungsstörungen, kann sich nur schwer auf andere Menschen und Nähe einlassen, weiß nicht mehr so genau wie glücklich sein geht. Wie es sich anfühlt glücklich zu sein. Bis sie eines Tages in das Fischerhaus in der Bretagne zieht und Julie kennen lernt, die so anders ist als sie. Und dennoch gibt es eine Verbindung zwischen den Beiden, die Juno hilft, wieder Fuß zu fassen im Leben. Zart und ausdrucksstark, so habe ich Lisa-Marie Seydlitz Debüt, das mich sehr bewegt hat, empfunden. Es gelingt ihr ausgesprochen gut Junos verschiedene Lebensstationen und Erinnerungen so zu verknüpfen, dass ihr Leben langsam zu dem des Lesers wird. Manchmal haben mich die Zeitsprünge etwas verwirrt, da ich oft auch nicht wusste wie alt Juno zu diesem Zeitpunkt ist. Dies ist aber kein schwerwiegender Kritikpunkt, denn gerade diese Verästelung der Dinge gibt dem Roman den gewissen Charme und ist wichtig, um auf den Punkt der Geschichte zu gelangen. Besonders begeistert haben mich die psychologischen Aspekte, von denen ich nicht zu viel verraten möchte, da ich sonst den Kern des Buches zu sehr vorwegnehme. Aber es ist interessant zu sehen, wie unterschiedlich Glück definiert wird und wie unterschiedlich Menschen sich daraus definieren. FAZIT: „Sommertöchter“ ist ein wunderbarer, leiser, aber sehr starker Roman, der mit wundervollem Ambiente eine Familiengeschichte zaubert, die berührt, bewegt und begeistert.

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